Interessantes und Neues aus Wissenschaft und Forschung

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    • Interessantes und Neues aus Wissenschaft und Forschung

      Es gibt hier ja den Thread "Mama Natur bastelt am besten", aber einen Thread für interessante, kuriose, oder lustige Bereiche der Wissenschaft konnte ich nicht finden. Hier können dann neue Erkenntnisse gepostet werden, die fürs Weltenbasteln interessant sein könnten. Erkenntnisse, die die Weltsicht verändern, Erkenntnisse, die eine neue Sicht auf die Dinge ermöglichen, Erkenntnisse, die derart kurios sind, dass sie möglicherweise verbastelt werden könnten.
      Der Thread soll eine allgemeine Sammlung sein, also nicht auf eine bestimmte Forschungsrichtung beschränkt sein.

      Und hier mache ich mal den Anfang: Affen mit sechs Eltern
      Das finde ich sehr interessant und bin am überlegen, ob sowas auch auf natürlichem Wege zustande kommen könnte. Vielleicht könnte man sogar ein Wesen kreieren, bei dem die Elternanzahl, und damit auch das Geschlecht nicht festgelegt ist...
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    • Ich hab's im Mama-Natur-Thread schonmal gepostet, aber hier passt's besser rein:

      Snapshot schrieb:

      Wo ich grade über den Thread stolpere, falls es jemand Anfang Dezember 2010 nicht mitbekommen hat:

      NASA entdeckt im stark arsenhaltigen Mono Lake in Kalifornien Mikroben, die Arsen nicht nur verkraften und aufnehmen, sondern daraus auch ihre Zellen aufbauen (NASA-Artikel)

      Das ist deswegen toll, weil alle Lebewesen die man sonst so kennt Phosphor benötigen, u.A. auch für die Produktion der DNA und Zellwände. Prinzipiell könnte man Phosphor für diesen Zweck mit Arsen ersetzen, nur ist das eben hochgiftig für die meisten Lebewesen, von daher war das bislang nur eine theoretische Möglichkeit. Dass man jetzt Mikroorganismen entdeckt hat, die genau das tun, belegt diese SciFi-Idee - und bedeutet, dass man wenn man auf fremden Planeten nach Leben sucht, nun auch solche ohne Phosphor aber mit Arsen mit auf der Liste behalten muss.

      Außerdem ist Mama Natur voll krass, dass sie sich auch von einem Arsen-See nicht davon abhalten lässt, da was Lebendiges reinzutun. ;D
    • "Hubble" enthüllt ferne Wasserwelt

      Seit zwei Jahren folgten sie einer heißen Spur - jetzt haben
      sie den langersehnten Beweis gefunden. Ein internationales Forscherteam
      hat die Existenz einer völlig neuartigen Planetenklasse bestätigt. Die
      sogenannte Super-Erde GJ 1214b ist offenbar eine einzigartige,
      dampfende Wasserwelt.


      Cambridge - Die Suche nach Wasser in den entfernten Weiten
      des Alls außerhalb unseres Sonnensystems beschäftigt seit je die
      Extraterrestriker. Jetzt haben Beobachtungen des Nasa-Weltraumteleskops
      "Hubble" bestätigt, dass die dicke, dampfende Atmosphäre des Planeten
      GJ 1214b aus Wasser besteht - und er damit einem neuartigen Planetentypus
      angehört.

      "GJ 1214b ist wie kein anderer Planet, den wir
      kennen", sagt der Wissenschaftler Zachory Berta vom Harvard-Smithsonian
      Center for Astrophysics (CfA) in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts laut einer
      Pressemitteilung
      , die gemeinsam mit der US-Raumfahrtbehörde Nasa
      herausgegeben wurde. Beobachtungen mittels "Hubble"-Teleskop hätten
      ihm und seinem Team gezeigt, dass ein großer Teil der Planetenmasse aus Wasser
      bestehe.

      Die Hitze auf dem Planeten lasse außerdem darauf schließen,
      dass es dort fremdartige Stoffe geben könnte. "Die hohen Temperaturen
      und der hohe Druck könnten exotische Materialien hervorbringen, etwa 'heißes Eis'
      oder 'supraflüssiges Wasser' - Substanzen, die unserer Alltagserfahrung
      vollkommen fremd sind,"
      sagte Berta.

      Bereits im Jahr 2010 hatten der CfA-Forscher Jacob Bean und
      sein Team die Atmosphäre von GJ 1214b vermessen und daraufhin Vermutungen
      angestellt, dass der Exoplanet hauptsächlich aus Wasser bestehen könnte. Die
      Hypothese blieb damals allerdings unbestätigt, denn die Beobachtungen hätten
      sich auch auf eine Dunstglocke in der planetaren Atmosphäre zurückführen lassen
      können.

      Berta und seinen Forscherkollegen gelang es laut der
      Mitteilung nun, denExoplaneten zu beobachten, während er
      vor seinem Heimatstern - einem Roten Zwerg - entlang zog, den er alle 38
      Stunden umkreist. Während des Transits wird das Licht des Sterns von der
      planetaren Atmosphäre gefiltert, Beobachtungen in dieser Phase können Hinweise
      auf die Mischung der Gase auf GJ 1214b geben.

      Dunst erscheint im Infrarotlicht transparenter als im
      sichtbaren Licht. Deshalb helfen die "Hubble"-Beobachtungen dabei,
      den Unterschied zwischen einer dampfenden und einer dunstigen Atmosphäre zu
      erkennen.

      "Wir benutzen 'Hubble', um die Infrarot-Farbe des
      Sonnenuntergangs auf dieser Welt zu messen," erklärte Berta. Die Forscher
      setzen dafür eine spezielle Infrarotkamera des "Hubble"-Teleskops
      ein, die "Wide Field Camera 3" (WFC3).

      Der extrasolare Himmelskörper GJ 1214b ist größer als die
      Erde, aber kleiner als Gasgiganten wie der Jupiter: Der Durchmesser der
      Super-Erde ist etwa 2,7-mal so groß wie der unserer Welt; sie ist siebenmal so
      schwer. Der Exoplanet wurde im Jahr 2009 von den Wissenschaftlern um den CfA-Forscher
      David Charbonneau entdeckt, er liegt 40 Lichtjahre von der Erde entfernt.

      Unser Sonnensystem besteht vor allem aus drei Planetentypen:
      felsigen, erdähnliche Welten (Merkur, Venus,
      Erde und Mars), Gasgiganten (Jupiter undSaturn)
      und Eisgiganten (Uranus und Neptun).
      Die aktuellen "Hubble"-Beobachtungen zur sogenannten Super-Erde GJ
      1214b fügen laut CfA-Mitteilung dieser Typologie nun eine weitere Klasse hinzu.

      Link: spiegel.de/wissenschaft/weltal…18,816771,00.html#ref=rss
      „Bedeuten sie uns Gefahr?“
      „Potenziell!“

      „Jede Art hat Schwächen. Sie werden offenbart.“
      „So sei es!“
    • FuturICT schrieb:

      Mit FuturICT möchten europäische Forscher ein weltumspannendes Computermodell schaffen – eine Art kollektive Analyseplattform für ein besseres Verständnis der Welt. Dieser Wissensbeschleuniger soll, so die visionäre Idee, bessere Voraussagen über drohende sozio-ökonomische Krisen sowie Vorschläge zu deren Abschwächung oder gar Prävention machen.
      Peter Rüegg

      Die Menschheit stand noch nie vor solch grossen Herausforderungen wie heute. Klimawandel, Umweltzerstörung, Konflikte sowie Krisen an den Finanzmärkten gehören dazu, und all diese Probleme sind mit menschlichem Verhalten verknüpft. Sie stehen auch nicht isoliert da, sondern sind miteinander vernetzt und voneinander auf komplizierte Weise abhängig. Kein Mensch kann diese Komplexität überschauen, geschweige denn absehen, welche Auswirkungen menschliches Handeln anderswo in der Welt hat.

      Eine Gruppe von Wissenschaftlern unter der Leitung des Komplexitätsforschers Dirk Helbing von der ETH Zürich hat nun ein Projekt vorgeschlagen, mit dem sie diese grossen Herausforderungen angehen möchten: «FuturICT». Das Projekt sieht ein Modell vor, den «Living Earth Simulator», der technisch-wirtschaftlich-gesellschaftlich-ökologische Systeme zu simulieren und zu analysieren erlaubt, beispielsweise wie sich politische oder ökonomische Entscheidungen auf unsere Welt auswirken. Das Computermodell soll in der Lage sein, Systeme von globalem Massstab mit Wechselwirkungen von 10 Milliarden verschiedenen Individuen zu simulieren.

      www.ethlife.ethz.ch


      Ich kann nicht wirklich glauben, dass das möglich sein sollte, ist viel zu komplex :schreck:
    • Also ich weiß ja nicht. Die Organisation der Menscheit einer art KI zu übergeben... Ist das nicht das wovor SciFi-Autoren seid den 60ger Jahren warnen?

      Wo wäre denn der Nervenkitzel bei technischen Neuerungen, ohne Warnungen aus aller SciFi seit den 60ern? ;)
      Willkommen im Kreis der willfährig leichtgläubigen und begeistert abseitigen Phantasten. --- Entropie
    • Askira schrieb:

      Also ich weiß ja nicht. Die Organisation der Menscheit einer art KI zu übergeben... Ist das nicht das wovor SciFi-Autoren seid den 60ger Jahren warnen?

      Die angst vor technologischem Fortschritt - und der damit verbundenen Veränderung - ist schon so alt wie der Fortschritt an sich.
    • Hans schrieb:


      Die angst vor technologischem Fortschritt - und der damit verbundenen Veränderung - ist schon so alt wie der Fortschritt an sich.


      Und nur ein Sekuendchen juenger ist die Faehigkeit des Menschen, aus einem Proposal fuer den Wundersimulator (ich schaetz mal das sollte man eher so verstehen: "Wir brauchen an unserem Lehrstuhl mehr Geld, wissen aber noch nicht so ganz genau, was wir forschen wollen, also schreiben wir "Weltsimulation" ins Proposal, weil das klingt wichtig und darunter kann man eh alles subsumieren") Skynet und daraus eine KI zur Organisation der Menschheit zu machen. AKA "freie Assoziation fern der Realitaet". Davon abgesehen frage ich mich, welche Qualifikation (ausser einer regen Phantasie) SciFi-Autoren der 60er mitbringen, dass man den technischen Fortschritt an ihnen ausrichten sollte ;)
      Roald Dahl, Revolting Rhymes, Little Red Riding Hood and the Wolf:
      The small girl smiles. One eyelid flickers. / She whips a pistol from her knickers. / She aims it at the creature's head / And bang bang bang, she shoots him dead.
      A few weeks later, in the wood, / I came across Miss Riding Hood. / But what a change! No cloak of red, / No silly hood upon her head.
      She said, "Hello, and do please note / My lovely furry wolfskin coat."
    • Für all jene, die es noch nicht mitbekommen haben: Wissenschaftler vom CERN haben möglicherweise das Higgs-Teilchen gefunden. Ein bisher theoretisches Teilchen, ohne das so manche Physiktheorie in sich zusammengebrochen wäre.
      Higgs, nach dem das Teilchen benannt wurde, lebt übrigens noch und ist wohl bei der Vorstellung der Ergebnisse in Tränen ausgebrochen.
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    • Letztens haben Wissenschaftler eine Mumie in die Röhre gelegt und dadurch festgestellt, dass da 38 Rippen sind. Bei einer anderen (Kinder-)Mumie waren nur zwei Rippen und eine Hand eines Erwachsenen. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um Fälschungen aus dem antiken Griechenland oder Rom. Auch damals gab es also schon eine ziemliche Mumienbegeisterung...
      -10,5 23 ∑ π
    • Beim Exoplanet HD 189733b haben Wissenschaftler festgestellt, dass er blau ist, wie die Erde. Allerdings kommt das nicht von Wasser, sondern von Glas. Der Planet ist ein einziger Glasscherbenhaufen, auf dem Temperaturen nahe der Schmelztemperatur von Glas herrschen. Außerdem ist es da ziemlich windig (Stürme mit 7000 km/h sind da normal).
      -10,5 23 ∑ π
    • RedScorpion schrieb:


      Sie kriegen keinen Krebs, weil ihre Zellen eine semsible Kontaktinhibitation haben und nicht wegen ihrer elastischen Haut.

      Und laut Artikel haben sie diese semsischen Konten weil sie eine elastische Haut brauchen. Also, passt doch.