[WB-Adventskalender 2012] Autorenraten-und-Kommentarthread

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • ... und weiter geht's. Auf die Liste der Autoren(Namen) habe ich nicht mehr geschaut. Keine Ahnung, wem ich jetzt auf den Schlips oder Rock trete.

      Türchen 17: Tanahareni und der Sohn ...
      hach! wattenne Herzschmerz ... süß!
      Sehr angenehm zu lesen. War nach wenigen Sätzen drin. (Was selten vorkommt. Kompliment.)

      Türchen 18: Von Göttern und Kindern
      Hm ... eine Schöpfungsgeschichte mit Glitzer?
      Dieser Stil/Typ von Schöpfungsgeschichte ist mir neu. Eigene Kreation oder in Anlehnung an einen irdischen Kulturkreis? Würde ich mir gerne mal anschauen.

      Türchen 19: Hoffnung zweier Seelen
      Es war schwer, in den Text und die Geschichte rein zu kommen. Gleich im ersten Absatz bin ich in den ersten drei Sätzen über drei Grammatikfehler gestolpert (dem Rücken, jedem Schritt, und vermutlich: auf den Weg). Bis er in der Höhle aufwachte, hatte ich einen eher technischen Text vor mir, mit weiteren Akkusativ/Dativ Vertauschungen und fehlenden Kommata, Wortwiederholungen und Lautwiederholungen (sich sicher 3x, ihm im). Diverse Überlegungen, warum das so ist haben mich aus der Geschichte quasi rausgehalten. Mit dem Aufwachen in der Höhle wurde es allmählich interessant. Und spätestens mit dem Verlassen der Höhle kam ich in die Geschichte rein und konnte abheben (vom Text), so dass ich dann doch noch gerne gelesen und "begriffen" habe.

      Türchen 20: Echte Freunde
      Was eine Klasse Idee: Verse2go! Bravo!
      Und köstlich diese Darstellung pubertären Schwelgens. Beim Schluss des mutmaßlichen Gedichtes musste ich doch breit grinsen: er stellt selbst fest, dass sie nur wegen des Tandes so aussieht und (nur?) bei Nacht die wahre Schönheit zu erahnen ist, vor allem für das "schönste Mädchen unter der Sonne". Da finde ich auch keine Worte, einfach unbeschreiblich! ;D

      * * *

      So, das war's dann mal wieder. Demnächst mehr auf diesem Kanal!

      Vielen Dank schon mal für eure Kommentare zu meiner Schöpfungsgeschichte. Ich melde mich dazu, wenn ich durch die restlichen Türchen durch bin.
      # "Ich bin die Konsequenz meiner Entscheidungen." (Buch Forticus 17,1)
      # "Am Anfang war das Wort ... am Ende nur Fe_56." (Buch Forticus 1,∞)
    • Auch von mir danke für das Lob für meine "Verse2go" *g* Sehr spaßiger Ausdruck, gefällt mir sehr. :)

      Ich würd noch gerne was nachfragen. Ich nehme an, du beziehst sich mit dem Tand und der Schönheit bei Nacht auf das hier
      "Ihr Haar ist eine Kaskade gesponnener Seide, die all ihren reichen Schmuck erbärmlich wirken lässt und für das noch die zu schönsten Blumen geschliffenen Edelsteine zu schäbig wären. Könnte ich diese Pracht nur einmal in ihrer ganzen Natürlichkeit sehen, ungebunden und ungeschändet durch all diesen modischen Tand, der ihre Schönheit nicht zu steigern vermag. Vielleicht kann der Nachtwind hoffen, ihr gerecht zu werden, wenn er mit den klaren Lichtern von Mond und Sterne Reflexe hineinsetzt, denen selbst die reinsten Silberstücke nicht gleichkommen können."

      Ralukha sagt doch, dass der Tand ihre Schönheit schändet, und nicht, dass sie nur durch den Tand schön ist? Oder habe ich da das eine gedacht und das andere formuliert?
      Ist doch nur meine Meinung. Ich find ja auch die Drachenlanze blöd, und Millionen Leute lieben die Bücher trotzdem.
    • Danke für die Rückmeldungen zu meinen Rückmeldungen. Das spornt direkt an, die Sache zu Ende zu bringen.
      Silph, ich melde mich später zu Deiner Frage.

      ... und weiter geht's. Wieder wie gehabt, ohne Ansehen von Schlips oder Rock.

      Türchen 21: Die Legende von Padoban und Zaitá
      Tja ... irgendwie hatte ich bis zuletzt gehofft, dass ... aber nein, Märchen müssen wohl immer gut ausgehen.
      Immerhin, ein Toter und die Götter sind auch weg. ;-)
      Trotz einer gewissen Vorhersehbarkeit (was bei Märchen einfach dazu gehört) spannend bis zu letzt!
      Oder war es kein Märchen, sondern eine Legende darüber, wie sich die beiden Völker schließlich mischten ?

      Türchen 22: Ein Tag im Leben von Cri ...
      Woww! Das macht Lust, mehr über diese Kultur zu erfahren, ganz unbedingt!
      Informationen gut eingeflochten und noch einige sehr interessante Fragen aufgeworfen, die offen blieben (im positiven Sinne)! Mit einem Auge hängen geblieben bin ich an der DreiElternschaft. Ich hoffe einfach mal, dass es sich nicht um eine Patchwork-Familie handelt, sondern um drei Eltern, die für einen Wurf zuständig sind. "Leider" wurden die Menschen erwähnt, was meine Hoffnung auf eine DreiElternschaft verringert, aber zugleich die Idee einer post-apokalytischen mutierten (Heu)Schreckenzivilisation aufkommen läßt ... Ja, die Geschichte ist sehr inspirierend, vielen Dank!

      * * *

      Demnächst mehr auf diesem Kanal.
      # "Ich bin die Konsequenz meiner Entscheidungen." (Buch Forticus 17,1)
      # "Am Anfang war das Wort ... am Ende nur Fe_56." (Buch Forticus 1,∞)
    • Forticus schrieb:
      Türchen 22: Ein Tag im Leben von Cri ...

      DreiElternschaft

      Die Tiraali sind mein photosynthesefähiges Insektenvolk, und sie haben mindestens 3 Geschlechter: Männchen, Weibchen und Neutren. Das Männchen befruchtet, das Weibchen legt, und das Neutrum bespeichelt die Eier mit einem Hormoncocktail. Die Zusammensetzung des Speichels wiederum und damit das Reifen eines Geleges wird durch die "Königinnen" beeinflusst - da weiß ich noch nicht ob die ein eigenes Geschlecht bilden oder nicht. Jedenfalls haben sie im Gemeinschaftsbewußtsein eine Art Nervenknotenfunktion.

      "Leider" wurden die Menschen erwähnt, was meine Hoffnung auf eine DreiElternschaft verringert
      Wieso? Die Menschen sind ein komplett anderes Volk - das hat mit der Fortpflanzungsweise der Tiraali nichts zu tun.

      post-apokalytischen mutierten (Heu)Schreckenzivilisation
      Nicht bei mir jedenfalls. Ich mag nur keine Elfen und Zwerge auf meiner Welt haben, deshalb gibts stattdessen exotischere Völker. Der Lebensraum überschneidet sich nicht groß mit dem der Menschen, weil die Tiraali sich in die "Nische" der Wüstengebiete zurückgezogen haben. Seitdem die Menschen unter der Fremdherrschaft der Hornanden stehen ist der Handel mit den Menschen zum Großteil eingeschlafen.
    • Eld schrieb:
      Wie groß sind die Tiraali eigentlich im Vergleich zu Menschen?

      Ausgewachsene Tiraali sind ein bißchen größer als Menschen. Ich hab grade gemerkt dass ich gar keine richtige Völkerbeschreibung hier im Forum, und auch nur die alte in meinem Koppelwelten-Livejournal online habe. Sollte ich mal überarbeiten. %-)
    • Auf der Zielgeraden !
      Wie gehabt, ohne Ansehen von Schlips oder Rock.


      Türchen 23: Lilien im Schnee
      Sehr angenehm zu lesen. Kam zügig vom Text weg und in die Geschichte rein. Die Namensmagie am Anfang erinnerte an Erdsee. War die nur Ausschmückung oder habe ich die Bedeutung für die Geschichte übersehen? Die "Konstruktion" der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Die Sterne als reale Seelen hat was! Einleitung, Lösung und Erzählstil ... da bin ich gerne Kind.

      Türchen 24: Habeas Corpus
      Eine "Geschichte" habe ich nicht so recht finden können, "passiert" ist anscheinend nichts. Aber im Sinne von Weihnachten tut es gut, wenn mal "nichts" passiert und man im Alltagstrubel einfach mal ohne Stress aufwacht. Also: passt!
      Ein Wort ist mir aufgefallen, das in unterschiedlicher Bedeutung verwandt wurde: Sich lösen und gelöst aussehen. Im ersteren Fall kenne ich es weniger im Zusammenhang von einer Umarmung, mehr von einer deutlich innigeren äh ... Handhabung? Im zweiten Fall hatte es für mich schon den Charakter einer Stilblüte, besonders am Morgen zum Aufwachen: Es erinnerte mich doch glatt daran, dass ein Gast dieser Tage von den Kindern wissen wollte, ob das Hundegassi "erfolgreich" war: Hat sich der Hund denn gelöst?

      Auch wenn ich nun als letzter durchs Ziel bin *hechel* es hat Spass gemacht. Zu den Kommentaren melde ich mich dann die Tage noch mal.


      # "Ich bin die Konsequenz meiner Entscheidungen." (Buch Forticus 17,1)
      # "Am Anfang war das Wort ... am Ende nur Fe_56." (Buch Forticus 1,∞)
    • Nun mach ich mich mal über die willkommenen Kommentare zum 7. Türchen her.

      Vinni schrieb:
      Ich frage mich zwar ein bißchen, warum es Laster sein soll, wenn Elloy die Nächte mit dem übergeordneten Wesen verbringt
      Die drei äußeren Planeten Ramyn, Shomyn und Moryn entstammen von Bramosh und Elloy, dann hat sich Elloy Nedjel zu gewandt und es entstanden die drei inneren Planeten Adin, Elin und Owin. Danach wendet sie sich wieder Bramosh zu. Diese Zusammenhänge bzw. die Übersichtlichkeit könnten meinem Drang, eine gewisse Symmetrie in den Text zu bekommen zum Opfer gefallen sein.
      Und ich frage mich, warum aus den dreimal drei Nächten mit Bdingens (die Tugend) nicht auch noch mal Kinder hervorgegangen sind
      Diese 3x3 Nächte entsprechen aus Sicht der Menschen von Bramosh dem Vollmond (Elloy). Nach der Erwähnung der Tugend ist allerdings ein problematischer Gedankensprung zurück zu Nedjel. Das werde ich noch mal untersuchen.

      Zu Deiner ISSO-Vermutung: kann ich mit einigen Wochen Abstand am Text nachvollziehen. Mir war beim Schreiben daran gelegen, dass moralisches und unmoralisches Verhalten quasi vor den Menschen "erschaffen" wurde, hier am Beispiel der (göttlichen) Tochter, die sich dem Vater zuwendet. Astronomisch gesehen verbringt Elloy grob 3x3 Tage am Nachthimmel (Monat mit 27 Tagen).

      Veria schrieb:
      Genau wie Vinni frage ich mich nach der Begründung für das Laster, zumal ja auch nicht deutlich rauskommt, ob jetzt die ersten Nächte das Laster sind oder das Zuwenden.
      jo, das war wohl etwas unübersichtlich, siehe oben.
      Aber "Laster" ist ja eh Definitionssache ... und in dem Fall wohl von Oberboss Nedjel definiert.
      Nicht durch Nedjel (Sonne) definiert, sondern durch die in Ladikar/Lakistan Herrschenden. Ihr Herrschaftsanspruch über die Welt/Gebiet leitet sich aus den der *hüstel* "richtigen" Überlieferung des Schöpfungsmythos ab.

      Silph schrieb:
      Ich mag den Text
      Danke sehr!

      Steppenwolf schrieb:
      Die Zahlen 3 und 9 scheinen wichtige Symbole zu sein (vielleicht heilige Zahlen oder Symbol der Vollkommenheit?).
      3 = komplett/vollkommen, 9 = heilig, dazu kommt dann noch 27 = göttlich
      Nedjel ist der Sonnengott, steht aber auch für die Zeit und somit auch für Geburt, Leben und Tod.
      Nedjel=Sonnengott/Sonne/männlich, Elloy=Mondgöttin/Mond/weiblich, Bramosh=Erdgott/Erde/männlich
      Bramosh ist die Welt und Ushelija die Erde.
      Bramosh ist der Planet auf dem sich Lakistan befindet und die "Welt" im engeren Sinne der Schöpfung. Im weiteren Sinne ist die Schöpfung Nedjela (Planetensystem). Ushelija ist ein Kontinent auf Bramosh un im engerne Sinne die (heimatliche) Erde, nicht zu verwechseln mit dem Planeten Erde.
      Elloy ist die Mondgöttin und Gefährtin der Welt.
      jep. Astronomisch gesehen sind Bramosh und Elloy ein Doppelplanetensystem, d.h. Elloy hat eine Atmosphäre (Sie trug ein silberblaues Kleid.)
      zu den inneren und äußeren Planeten: ja, s.o.
      Warum aus einer erlaubten Verbindung etwas Schlimmes wird bleibt mir unklar, vielleicht ist es aber nur ein Sinnbild, dass aus dem Dunkel der Nacht „Das Böse“ hervorkommt.
      Das ist wohl etwas unübersichtlich geworden. Dass sich die "Braut" von "Bramosh" ab- und dem Vater Nedjel zuwendet ist ein Sinnbild für das, was die herrschenden als unmoralisch darstellen. Wie oben geschrieben, soll das Moralin vor den Menschen in der Welt sein. Es gibt sicherlich auch Strömungen in der Gesellschaft, die das Laster als Teil des Lebens akzeptieren oder der Meinung sind, dass die Götter in allen Belangen vorbildhaft sind. Das ist aber noch nicht ausgearbeitet.
      Nadere (vielleicht Sterne?)
      ja. Nedjel ist ein Nad/Ned, Nadere ist ein Pruralwort und steht mythologisch für alle Götter, die auch ihre Welten/Planetensystem/Universen haben.
      Leshnoy (entweder göttliche Vorfahren der Bewohner oder antike Außerirdische, die zu solchen gemacht wurden?).
      - religiös: göttliche Vorfahren
      - weltlich: Vorfahren, die vom Himmel kamen.
      In einer anderen, etwas weltlicheren Erzählung, kommen/fallen Reisende mit ihren Schiffen vom Himmel. Ich habe noch nicht definiert, ob sie von Elloy kamen, von außerhalb des Planetensystems oder einfach nur mit Luftschiffen von einem anderen Kontinent von Bramosh. Das hängt wohl damit zusammen, dass ich noch an der "Rechtfertigung" von mehr als einer sapienter Spezies auf Bramosh puzzle.

      Forticus schrieb:
      Auch der Stil im Dritten ist anders. Ein anderer Autor (in-welt) ?
      Ja. Jedem Autor seine Intention und Zielgruppe. :pfeif:

      Heinrich schrieb:
      Das 7. Türchen hat mich total an einen Bibeltext erinnert.
      Jo, die Bibel ist Weltliteratur vom Feinsten. Vergleiche Genesis 1,1 (erster Autor) und Genesis 2,4b (zweiter Autor). Im ersten Teil wird grob gesagt die Physik gemacht, im zweiten Teil die Soziologie.

      Ich hoffe, ich habe alle Kommentare erwischt.
      Danke (nochmals) an euch.
      # "Ich bin die Konsequenz meiner Entscheidungen." (Buch Forticus 17,1)
      # "Am Anfang war das Wort ... am Ende nur Fe_56." (Buch Forticus 1,∞)
    • Danke fürs ausbuddeln - hätt ich sonst vergessen.

      Forticus schrieb:

      Veria schrieb:
      Genau wie Vinni frage ich mich nach der Begründung für das Laster, zumal ja auch nicht deutlich rauskommt, ob jetzt die ersten Nächte das Laster sind oder das Zuwenden.
      jo, das war wohl etwas unübersichtlich, siehe oben.
      Aber "Laster" ist ja eh Definitionssache ... und in dem Fall wohl von Oberboss Nedjel definiert.
      Nicht durch Nedjel (Sonne) definiert, sondern durch die in Ladikar/Lakistan Herrschenden. Ihr Herrschaftsanspruch über die Welt/Gebiet leitet sich aus den der *hüstel* "richtigen" Überlieferung des Schöpfungsmythos ab.
      Natürlich durch die Herrschenden definiert, sicher. Ich meine aber innerhalb des Mythos, wodurch wird da klar, worin das Laster besteht? Da haben mir die weitergehenden Zusammenhänge leider auch nicht geholfen.


      Vinni schrieb:

      Türchen 18:
      Noch ein Schöpfungsmythos! :D Sehr schön. Auch wenn es inhaltlich nicht so weit von dem anderen Schöpfungsmythos weg zu sein scheint, doch wieder eine eigene Geschichte und eigenes Flair. Gefällt mir gut - und ich mag den letzten Satz. :)


      Da wollt ich eh schon eine Weile fragen, inwiefern wir da nicht so weit weg sind. Gut, sie kriegen Kinder, aber ich glaub, das ist schlicht Grundlage für eine hübsche Götterfamilie. Oder meinst du das Partner-Wechsel-Dich?

      Silph schrieb:

      18.Türchen
      Ja, der letzte Satz ist toll. :) Auch der Rest ist toll, sehr poetisch. Mir gefallen die Beziehungen gut. Und dass sich Neer noch immer im Dunkel versteckt, hat schon irgendwie was Spaßiges. Auch wenns für ihn natürlich blöd ist.

      Steppenwolf schrieb:

      18. Türchen: Von Göttern und Kindern
      Hui, ein weiterer Schöpfungsmythos. Dieses Mal sind weniger Astronomie und Astralgötter (höchstens Sonne und Mond) wichtig, sondern Dunkelheit, Licht und die vier Elemente. Die jungen Geschöpfe als unsere Ahnen und die Kinder der Veränderung als Naturgeister sind auch sehr schön. Sprachlich gut verpackt wirkt es sehr mystisch und gefällt mir deshalb auch sehr gut. :thumbup:

      Forticus schrieb:

      Türchen 18: Von Göttern und Kindern
      Hm ... eine Schöpfungsgeschichte mit Glitzer?
      Dieser Stil/Typ von Schöpfungsgeschichte ist mir neu. Eigene Kreation oder in Anlehnung an einen irdischen Kulturkreis? Würde ich mir gerne mal anschauen.

      Ich habe so gut wie möglich auf mythologische Anleihen verzichtet. Ebenso auf "menschliche"/viadraide Gestalt, die Götter haben schlicht keine eigentliche Gestalt, sind vielmehr "Ideen", "menscheln" tuts erst bei den Kindern der Veränderung.
      Interpretiert wird der Mythos so, dass die Götter ihre Aufgabenbereiche haben - und die sind weitgefasst und inzwischen reichlich modern. Ursprünglich Licht, Erde, Wasser, Feuer und Wind ist es jetzt schwache Kernkraft, starke Kernkraft, Gravitation, Elektromagnetismus und Zeit. Oder so. Ich fitzel da noch.

      Hab ich alle Kommentare? Hoffe es. Gute Nacht allerseits.
      Don't diagnose and drive.

      Dieser Bastler hat sich freiwillig dazu verpflichtet, ab sofort je Woche einen wertvollen Bastelpost mehr zu verfassen als bisher. Er möchte damit das Forum zu mehr Aktivität anregen. Hilf ihm und mach einfach mit!
    • Auch wenn es jetzt schon etwas spät dafür ist: Vielen Dank für die netten Kommentare. Schön, dass euch meine Texte gefallen haben.
      Hier ein paar erklärende Kommentare von mir:

      4. Türchen (Mondnacht)
      Das Gedicht beschreibt die Nacht auf dem Mond, die durch die gebundene Rotation einen halben Monat dauert und entsprechend kalt wird. Dazu kommt, dass ein Monat für eine Mondnymphe wie die Schreiberin ziemlich lang ist, wenn man bedenkt, was dort an Fressfeinden lauert.

      Forticus schrieb:

      Grammatik und Sprachmelodie gefallen, sind beinahe vertraut.
      Zunächst hatte ich auf carnivore Echsenmenschen beim Winterschlaf getippt. Aber das krokumon für die Fressfeinde erinnert an "Crocomen". ;)
      Ist's eine Spezies mit Fressfeinden in der eigenen Klasse? Ein Klassenfeind?

      Knochen schrieb:

      Lässt mich rätseln was da für eine Rasse/Volk dahinter steckt

      Falls die Sprache vertraut vorkommt: Sie ist ans Japanische bzw. die im japanischen beliebten Lautmalereien angelehnt. Die Idee kam mir, weil auf manchen Websites Japanisch auch als "moonspeak" bezeichnet wird. "Krokumon" hat erstmal nichts mit "Crocomen" zu tun, sondern stammt vom lautmalerischen Wort "kroku" für "gierig verschlingen" und "mon" für "wildes Tier".
      Zur Spezies Mondnymphen allgemein: Sie sind von ihrer Lebensweise gleichwarme, Winterruhe haltende, opportunistische Allesfresser, vergleichbar mit Bären. Wichtige Unterschiede sind ihr humanoider Körperbau, das Fehlen jeglicher Behaarung (anstelle des Haupthaars haben sie eine quallenartige "Tentakelhaube"), ihre Fortpflanzungsmethode und die Tatsache, dass sie nicht so weit oben in der Nahrungskette stehen.

      Steppenwolf schrieb:

      Interessantes Gedicht. Spricht der Mond dort in der Ich-Perspektive oder ist es ein anderes Wesen, was auf die Erde blickt und sich von den Hoffnungen nährt? Und vor allem, ist es was schlimmes, wenn ein höheres Wesen die Hoffnungen in sich aufnimmt oder kann man dann davon ausgehen, dass die erhofften Wünsche erfüllt werden? :kopfkratz:

      Das mit dem sprechenden Mond ist eine interessante Idee, auch wenn es hier nicht so ist. Den Satz "Ihre Hoffnung nährt mich." hast du auch etwas zu wörtlich genommen. Der Planet ist einfach der hellste Himmelskörper, so wie es auf der Erde der Mond wäre und ein Symbol dafür, dass die Zeit weiterläuft und es irgendwann wieder Tag wird. Dadurch gibt er der Schreiberin Hoffnung und damit die Kraft, weiter ums Überleben zu kämpfen.

      14. Türchen (Bertholds Brief):

      Vinni schrieb:

      Ich persönlich hätte die erklärenden Fußnoten nicht gebraucht

      Die Fußnoten sind zwar nicht direkt Sturmis Idee, aber an anderen Stellen waren ihr während der Bearbeitung anfangs zu viele Fragen offen. Deshalb wollte ich zumindest die noch offenen weltentypischen Begriffe, die ich eigens für die Geschichte erfunden und deshalb nirgendwo anders erklärt habe, doch noch erklären.
      Zumindest das mit den Rebbsenkrepeln ist zudem relativ wichtig fürs Verständnis. Um zumindest während des Lesens nicht gleich alles zu verraten, habe ich es eben in Fußnoten geschrieben. Im Nachhinein hätte man es noch in ein Spoilerkästchen packen können...

      Silph schrieb:

      Der geschlechtslose Dämon (Luftgeist?) ist etwas seltsam, aber spaßig.

      Steppenwolf schrieb:

      Das geschlechtslose Dämon ist etwas sonderbar, aber der Kreativität sind ja keine Grenzen gesetzt.

      Der Dämon ist kein Luft- oder anderer Elementargeist, sondern mehr eine magisches Wesen der Wollust und Fruchtbarkeit, ähnlich den Satyrn der griechischen Mythologie. Daher handelt es sich auch nicht um ein geschlechtsloses Wesen, sondern eher um Zwitter. Da ist eine Formulierung wie "zugleich Mann und Frau" passender als die mit "weder ... noch". In der Version auf meiner Homepage habe ich das entsprechend angepasst.

      Forticus schrieb:

      Und was will man mehr zum Fest der Liebe, als rosa Plüschfesseln. :-)

      Ich denke, du hast es erfasst. ;D Die Dämonen, um die es hier geht, stehen auch für ausgefallenere Sexpraktiken und da sind Plüschfesseln für sie eben "normal" genug, um als Geschenk zum Winterfest durchzugehen. Im Gegensatz zu den typischen "Domina-Dämoninnen" geht es ihnen nicht darum, Leute zum eigenen Lustgewinn (ernsthaft) zu quälen, sondern ihnen (auf teils etwas ungewöhnliche Weise) Freude zu bereiten. (Mein Dämonenbegriff ist eher an die "daimones" in der griechischen Antike als das christliche Dämonenbild angelehnt.)
      "Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen."
      - Douglas Adams, "Das Restaurant am Ende des Universums"
    • Benutzer online 2

      1 Mitglied (davon 1 unsichtbar) und 1 Besucher