[Weltencharakterinterview] Deianna Kelatru

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    • Auch noch eine Frage

      Deianna, in diese Richtung gehend, wie Lyrillies Fragen, geht auch meine Frage.

      Lassen sich die Achavoi überhaupt richtig stürzen? Ich nehme fast an, daß sie schon so stark in allen Bereichen der Gesellschaft intrigieren und vertreten sind, daß selbst wenn man die Oberschicht entfernt, in den unteren Kreisen immer noch genug Eiferer sind, die Ihnen dann nach dem Leben trachten würden, um wieder die alten Machtverhältnisse herzustellen. Durch einen Sturz würde Ihr Leben bestimmt nicht ruhiger werden, oder?

      Gruß Felicitas
      Ein Keks, der unter einem Baum liegt, ist auch ein schattiges Plätzchen. :dozier:
    • Deianna muss lachen.
      Sie haben eine interessante Vorstellung von den Achavoi, Felicitas. Nein, Niederschichtige Achavoi dürften eher ein Fall für ein Raritätenkabinett sein, auch wenn es sie bestimmt gibt. Es ist einfach so, dass die Achavoi davon profitieren, hochschichtig zu sein. Wer davon nicht profitieren kann, weil er nicht hochschichtig ist, muss ein wirklich sehr eifriger Eiferer sein, um da trotzdem dazuzugehören.
      Ja, die gibt es, aber nicht genug, um alles wieder umzukrempeln.

      Immer vorausgesetzt, die Achavoi sind einmal tatsächlich gestürzt. Das ist der deutlich schwierigere Teil an diesem Gedankenexperiment. Man kann ja nicht einfach die hohen Schichten komplett, irgendwie, ganz theoretisch, entfernen, die Achavoi sind ja auch dort eine Minderheit. Nein, man müsste es irgendwie schaffen, dass einmal ohne Betrug Primanratswahlen durchlaufen, dann dürften sie schonmal einen schweren Schlag abbekommen haben. Aber in der Position bin ich leider nicht.

      Das wissen die Achavoi auch. Denen ist klar, dass ich primär mein Überleben im Auge habe, und vielleicht, und ich hoffe das sehr, unterschätzen sie mich darin, was ich tatsächlich tun kann, meinen Nachfolgern hinterlassen kann.


      Sie überlegt eine Weile.

      Tja, Kiodan Satea ... er hatte es einfacher als ich jetzt. Damals gab es das AIT noch nicht, auch das Sternenreich nicht, er war Kiodan von nur einem Planeten, also dem grössten Teil davon, Ostfarean war da noch unabhängig. Es gab gerade einmal Propellerflugzeuge damals, kein planetenumspannendes Sensornetz, er konnte sich tatsächlich auf eine Berghütte absetzen und sie haben ihn erst 18 Jahre später gefunden.
      Natürlich habe ich jetzt viel mehr Auswahl an Verstecken - aber dorthin zu kommen dürfte sich sehr viel schwieriger gestalten als damals für Kiodan Satea. Die Achavoi passen jetzt sehr viel besser auf, seit ihnen mein Sohn quasi unter den Fingern weg entführt worden ist. Und sie passen auch auf meinen Schatz auf, sie wissen ja, dass er der Vater ist. Also, er hat unseren Sohn nur kurz gesehen, ihn bei den Adoptiveltern abgeliefert und das war es. Noch einmal kann er ihn auch nicht besuchen, dann würden sie ihm folgen.

      Und wenn Sie jetzt noch fragen, warum ich nicht fürchte, dass sie meinen Mann .. ja, wir sind sogar verheiratet, als Kiodan kann ich das aus dem Verwaltungssystem komplett rauslassen. Also, warum fürchte ich nicht, dass sie ihn als Geisel nehmen? Ich fürchte es, aber nicht, weil sie mir dann drohen können. Er hat schon einige Jahre lang einen Giftzahn und beabsichtigt, ihn zu benutzen, sollten sie ihn kriegen. Naja, bisher haben sie es nicht versucht - und es wäre auch nicht sicher, dass sie es an Bord des Flaggschiffes überhaupt schaffen würden. Hier haben meine Kiodanida die Kontrolle und die Achavoi müssten verdammt viel auffahren.

      Liebe Lyrillies, Sie irren sich, wenn sie meinen, die Achavoi könnten hier rumspazieren und Leute befragen. Die Achavoi mögen mächtig sein, aber einen einzelnen Achavoi, der sich mir offenbart, schicke ich eiskalt nach Neturaio und dort kommt keiner wieder raus. Die sind Illegal. Die verstecken sich. Die Kiodanida zwar üblicherweise auch, aber ein offener Kiodanida hat nicht zwangsläufig etwas zu befürchten und schon gar keine rechtlichen Konsequenzen.
      Die Achavoi sind keine offene Macht im Staat, sie sind im Hintergrund. Wenn sie agieren, dann nicht, um jemanden zu befragen ...
      Und natürlich haben sie meine Schwangerschaft bemerkt, ich war ja dick genug dafür. Wie gesagt, mein Sohn wurde ihnen unter den Fingern wegentführt. Das war, ja, das war ein Meisterwerk der Kiodanida. Leider wird ein vergleichbar beeindruckendes nicht mehr möglich sein.

      Und zu Ihrer letzten Frage, Lyrillies: Nein. Die Politik kann mich mal kreuzweise, wenn ich sie los bin. Ein nettes Häuschen im Grünen und ein gemächliches Rentnerleben.
      Don't diagnose and drive.

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