Das Aussehen von Charakteren

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    • Re: Das Aussehen von Charakteren!?

      Vielleicht sollte der Tiefgang der Discworld-Figuren in einem Sonderthread behandelt werden? :)

      könnte man machen, aber interessiert das überhaupt jemanden?


      Charaktere sind wie Pflanzen, wenn man viel mit ihnen spricht und ihnen Aufmerksamkeit widmet und sie mit Probeszenen "düngt", dann wachsen sie sehr gut... (leider, in meinem Kopf wird es langsam eng ;) ).

      Ich behandle wichtige Figuren wie normale Leute, lasse sie in Gedanken Szenen erleben, erfahre etwas über ihre Kindheit, Ängste, Vorlieben etc. Macken machen einen Charakter lebendig.

      stimmt, das ist immer gut. ich weiss nicht, für mich kommen meistens mit den charakterzügen, die ein char entwickelt auch irgendein aussehen - und da kann man natürlich bei der beschreibung des aussehens (um mal wieder aufs topic zurückzukommen) leichte andeutungen auf die persönlichkeit des chars reinbringen. wattweissich - zb erwähnen dass die nase nicht nur eine stupsnase ist, sondern auch noch arrogant hoch getragen wird *G*
      Roald Dahl, Revolting Rhymes, Little Red Riding Hood and the Wolf:
      The small girl smiles. One eyelid flickers. / She whips a pistol from her knickers. / She aims it at the creature's head / And bang bang bang, she shoots him dead.
      A few weeks later, in the wood, / I came across Miss Riding Hood. / But what a change! No cloak of red, / No silly hood upon her head.
      She said, "Hello, and do please note / My lovely furry wolfskin coat."
    • Re: Das Aussehen von Charakteren!?


      Frag mich selber "wie wuerde ich in so ein fall reagieren? Und warum? Was wuerde ich dann empfinden?" und schreibe das auf.

      naja gut, und wenn du das nur so machst, und nicht noch andere charakterzüge oder vielleicht auch "klischees" mit reinbringst, dann hast du am ende ein buch, in dem du dich mit dir selbst unterhältst, im endeffekt sind also alle charaktere gleich, und das ist ja auch langweilig.

      oder?
      Roald Dahl, Revolting Rhymes, Little Red Riding Hood and the Wolf:
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    • Re: Das Aussehen von Charakteren!?

      Frag dich doch einfach, wie du AUF KEINEN FALL reagieren würdest, und schreib DAS dann auf und guck, was daraus wird. *G* Dann hast du nämlich in Nullkommanix Charaktere, die keine Spiegelung von dir sind. Wenn du den Abstand hast, geht alles andere einfacher.

      Ich hatte -zig Jahre lang Probleme mit Argon. Dann schrieb ich irgendwann mal "Er las nicht gerne" - und schwupp, war die Distanz da. Katja nimmt mir diesen Satz bis heute übel, aber ich lasse ihn drin. ;D
    • Re: Das Aussehen von Charakteren!?

      im endeffekt sind also alle charaktere gleich, und das ist ja auch langweilig.

      Nein, so funktioniert das nicht. Ich muss mich vorher gut mit die Charactere auskennen (ganz genau auskennen). Dann ist es: Du bist X. Die Lage ist so. Was wuerdest du
      1. Machen? Und warum eigentlich?
      2. Sehen? (riechen, schmecken, fuehlen, hoeren?). Was ist um dich herum das dich auffaellt?
      3. Denken (traeumen, sehnen)?
      4. Empfinden ins Emotionsbereich?
      (Fuer Char Y und Z, die ich beide auch ganz gut kenne, sind die antworten natuerlich ganz anders. Ich bin nicht so doof das ich denke das ich meine Chars wirklich bin, und die sind nicht nach mich modelliert. Einigen von denen mag ich eigentlich auch gar nicht. Richtige alter egos gibt is in meine Geschichten auch nicht, ausser Mad Jack, und der ist sehr durch Klischees eingeschraenkt; er funktiniert nur innerhalb diese Einschraenkungen.)
      Ich stelle mich an der Stelle dieser Char und bleib nicht von oben drauf hinblicken. Dann weiss ich nicht was bei denen im Kopf passiert.
      Spaeter nehme ich das heraus was nicht mehr drin passt oder schreibe es von 1. nach 3. Person um.

      Dabei, zurueck zum Topic, kann ich auch nur das aufschreiben, was ein Char sieht und bemerkt. Nur bei ein wirklich beeindrueckende persoenlichkeit kann es stundenlang zusehen und traeumen wie dieser aussieht, und in details beschreiben wie jemand ist.

      Und nicht, wie in das Lied von Feuer und Eis (George RR Martin): ueber 10 Zeile Beschreibung von einem Typ, wer er ist, wie er aussieht was fuer Kleidung er hat usw, und 8 Seiten spaeter ist er tot. Reine Papierverschwendung :mad:
      Es ist doch Deine Schuld, dass Deine Welt ist, wie sie ist. :P
      Aquilifer: die Weltenbastler: Wir zerstören deutsches Kulturgut seit 1999
    • Re: Das Aussehen von Charakteren!?

      Kann sein, dass ich die Wahrheit damit vergewaltige, aber ich glaube, dass jeder Neigung eine Gegenneigung entgegensteht; in jedem Menschen - und wenn sie auch noch so schwach ist. Wenn also Argon (warum hast du das jetzt erzählt?, bis jetzt war er mein Liebling? :'( ) nicht lesen will (verdammt sei er!), dann forsche ich einfach nach, welche Wesenszüge in meiner Persönlichkeit zu dieser Facette passen würden. Diese machen dann den Charakter aus. Dass dann alle Charaktere gleich werden, glaube ich nicht. In der Geschichte, die ich gerade schreibe (ich mag das Wort "Roman" nicht), herrscht auch eine unglaubliche Vielfalt an verschiedenen Charakteren. Selbstverständlich identifiziere ich mich auch mit dem "Bösen", dessen Meinung und Weltanschauung eine extreme Version der negativen Teile meiner Philosophie sind. Wer's nicht glaubt, soll es selbst mal ausprobieren. (Und dabei immer auf Terias Ratschlag zurückgreifen - ich habe ihn wahrscheinlich auch schon des öfteren benutzt, aber noch nicht bewusst - DANKE!)

      Zur Frage, wie ich eine Beziehung zu meinen Charakteren herstelle: Ist doch ganz simpel: Der Charakter ist ein Teil von mir, eine engere Beziehung kann ich mir nicht vorstellen. Zum Rest deiner (@Wollust) Fragen stehen Yagishs Antworten auch für meine Meinung.

      Rosenkönig
    • Re: Das Aussehen von Charakteren!?

      [Sorry for doubleposting! :-/]

      Meinst du wirklich, dass das ein Stilmittel ist? Schnell einen Charakter einführen, nur für den einzigen Zweck, dass man umso trauriger ist, wenn er seinen einzigen Lebenszweck erfüllt hat und gestorben ist? Wenn man so etwas zum ersten Mal liest, mag es noch beeindruckend sein (wegen des Schocks), aber ... für mich macht das den Eindruck einer äußerst kaltblütigen Geschichte.
      Mir ging es zum ersten Mal bei Terry Goodkind so: Die Geschichte handelte 200 Seiten von einem Jungen, der Ritter werden wollte und so und ich fieberte mit ihm mit und dachte mir, dass er jetzt irgendwann vom Aschenputtel zum König aufsteigen würde, aber siehe da: In einer kurzen Nebenszene wurde ihm fast in einem Nebensatz die "Schädeldecke weggepustet" und er war nur noch ein paar weiterer Sätze würdig. Ich war zunächst schockiert und beeindruckt, aber Tage später merkte ich, dass ich nicht über die Grausamkeit des Todes, sondern über die Grausamkeit von Terry Goodkind entsetzt war.

      ... Topic!! (@myelf) ...

      Rosenkönig
    • Re: Das Aussehen von Charakteren!?

      Kann sein, dass ich die Wahrheit damit vergewaltige, aber ich glaube, dass jeder Neigung eine Gegenneigung entgegensteht; in jedem Menschen - und wenn sie auch noch so schwach ist. Wenn also Argon (warum hast du das jetzt erzählt?, bis jetzt war er mein Liebling?  :'( ) nicht lesen will (verdammt sei er!), dann forsche ich einfach nach, welche Wesenszüge in meiner Persönlichkeit zu dieser Facette passen würden.

      sorry, aber die tatsache, dass jemand nicht gerne liest führt für mich nicht unbedingt dazu, denjenigen mit teria zu identifizieren.
      nachforschen welche facette dazu passt? das klingt alles so theoretisch - kannst du mal ein etwas genaueres beispiel geben, nicht nur so ein vages?


      Diese machen dann den Charakter aus. Dass dann alle Charaktere gleich werden, glaube ich nicht.

      nein, aber das habe ich ja auch nicht gesagt. ich habe gesagt, dass alle charaktere gleich werden, wenn man sich immer hinstellt und sagt "was würde ich jetzt an dieser stelle machen" - dann kommt immer raus, dass der charakter so reagiert wie der autor.
      das was jack später erläutert hat, kann ich eher mit meiner vorgehensweise identifizieren: wer ist der charakter, was macht er, wo lebt er, wie sieht er aus, was mag er - das sollte man vorher wissen. und dann ist es recht einfach, rauszufinden, was er in dieser oder jener situation macht.


      In der Geschichte, die ich gerade schreibe (ich mag das Wort "Roman" nicht), herrscht auch eine unglaubliche Vielfalt an verschiedenen Charakteren.

      entschuldige, aber das klingt für mich jetzt ein wenig "grosskotzig", auch wenn es vielleicht nicht so gemeint war.


      Selbstverständlich identifiziere ich mich auch mit dem "Bösen", dessen Meinung und Weltanschauung eine extreme Version der negativen Teile meiner Philosophie sind.

      ja, das finde ich auch extrem wichtig: dass man auch seine bösen zumindest verstehen, wenn nicht sogar ein bisschen mögen kann.

      Zur Frage, wie ich eine Beziehung zu meinen Charakteren herstelle: Ist doch ganz simpel: Der Charakter ist ein Teil von mir, eine engere Beziehung kann ich mir nicht vorstellen.

      na dann kann ich wiederum nicht verstehen, warum manche autoren, zb terry pratchett (sorry, dass ich ihn schon wieder als beispiel zitiere), das angeblich nicht machen...

      Ich war zunächst schockiert und beeindruckt, aber Tage später merkte ich, dass ich nicht über die Grausamkeit des Todes, sondern über die Grausamkeit von Terry Goodkind entsetzt war.

      einerseits bin ich jemand, der sehr viel mitleid mit seinen charakteren hat und ihnen eigentlich nix böses antun will.
      aber andererseits gehts in der wirklichen welt auch nicht friede freude eierkuchen zu - leute, die eigentlich besseres verdient haben, sterben. idioten überleben und werden präsident ;)
      ein autor is ja nicht unbedingt bei der wohlfahrt.
      einen char, den man ewig aufgebaut hat, in einem nebensatz sterben zu lassen ist allerdings stillos, das muss ich schon sagen.
      Roald Dahl, Revolting Rhymes, Little Red Riding Hood and the Wolf:
      The small girl smiles. One eyelid flickers. / She whips a pistol from her knickers. / She aims it at the creature's head / And bang bang bang, she shoots him dead.
      A few weeks later, in the wood, / I came across Miss Riding Hood. / But what a change! No cloak of red, / No silly hood upon her head.
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    • Re: Das Aussehen von Charakteren!?


      sorry, aber die tatsache, dass jemand nicht gerne liest führt für mich nicht unbedingt dazu, denjenigen mit teria zu identifizieren.

      Vielleicht hab ich ein Dativ oder genitiv uebersehen, aber ich dachte, das diese Facette in die Leser sein soll, um in diesem Fall Argon zu verstehen. Natuerlich indentificiere ich kein Char mit der Autor, nur bei schlechte Buecher *auf niederlaendische literatur deutet*

      und dann ist es recht einfach, rauszufinden, was er in dieser oder jener situation macht.

      Bei komplizierte Chars ist das gar nicht einfach.

      na dann kann ich wiederum nicht verstehen, warum manche autoren, zb terry pratchett (sorry, dass ich ihn schon wieder als beispiel zitiere), das angeblich nicht machen...

      Weil zB Pterry eine Parodie schreibt. Das ist ganz was anderes.

      Zurueck zum Topic Aussehen: ich nehme mal Argon als Beispiel. Ich hab ein Bild von Argon gesehen. Sagen wir, das kommt auch ins Buch herein. Mit so ein Bild brauch ich eigentlich keine Beschreibung mehr. So auch bei andere Chars die auf der Cover eines Buch sind (ist es jemanden aufgefallen das in auf die Englische Harry Potter Romane keine Personen drauf sind, so das man selber wissen kann wie Harry aussieht?)
      Es ist doch Deine Schuld, dass Deine Welt ist, wie sie ist. :P
      Aquilifer: die Weltenbastler: Wir zerstören deutsches Kulturgut seit 1999
    • Re: Das Aussehen von Charakteren!?


      für mich kommen meistens mit den charakterzügen, die ein char entwickelt auch irgendein aussehen - und da kann man natürlich bei der beschreibung des aussehens (um mal wieder aufs topic zurückzukommen) leichte andeutungen auf die persönlichkeit des chars reinbringen. wattweissich - zb erwähnen dass die nase nicht nur eine stupsnase ist, sondern auch noch arrogant hoch getragen wird *G*

      Wobei man natürlich dabei auch wieder mit Klischees spielen kann (man sollte bloß nicht den color code aus Tough Guide to Fantasyland 1:1 übernehmen ;) ) und Leute mit Gesichtszügen ausstatten, die ein bestimmtes Verhalten suggerieren, der Charakter sich aber ganz anders zeigt. Zum Beispiel muß ja nicht jeder Mensch mit einem ausgeprägten Kinn besonders energisch und nicht jeder bleiche schmächtige Spargeltarzan ein verhuschtes Muttersöhnchen sein.
    • Re: Das Aussehen von Charakteren!?


      (ist es jemanden aufgefallen das in auf die Englische Harry Potter Romane keine Personen drauf sind, so das man selber wissen kann wie Harry aussieht?)

      Naja, des is jetzt ein blödes Beispiel... Harry Potters Aussehen ist ja hinreichend beschrieben (hattet ihr nicht mal einen Premierminister, der gewählt wurde, weil er wie Harry Potter aussieht? ;D).
      Und nachdem der Harry ja nun unübersehbar verfilmt wurde, ist es mit der Imagination sowieso endgültig vorbei :-/
    • Re: Das Aussehen von Charakteren!?

      @Wollust: Kein Beispiel, sondern ein Gegenbeispiel:
      Ich kann einfach nicht von einem bösen Herrscher schreiben, dessen einziges Ziel ist, möglichst viel Macht zu bekommen, denn ich kann das nicht verstehen, also kann ich das auch nicht schreiben (dann wär der Charakter ja klüger als ich :) ). Jemand anderes, der diese Beweggründe verstehen kann, kann natürlich darüber schreiben, er kennt sich ja einigermaßen aus. Alles klar? ;)
      Entschuldige bitte meine Großkotzigkeit, der Satz hört sich wirklich grausam an. :-[

      Aber einmal eine Frage: Wenn ihr ein Buch lest, darauf auf eine Personenbeschreibung stoßt, habt ihr die wirklich während der ganzen Geschichten vor Augen? Bei habe ich das irgendwie im Hinterkopf, aber in meiner Vorstellung werden die Personen schnell wieder recht gesichtslos.

      Rosenkönig
    • Re: Das Aussehen von Charakteren!?

      Wenn ihr ein Buch lest, darauf auf eine Personenbeschreibung stoßt, habt ihr die wirklich während der ganzen Geschichten vor Augen?

      Nein, sobald ich das gelesen habe, hab ich es wieder vergessen. Und ich lese das sowieso nicht, ueberfliege es nur, weil es manchmal total uninteressant ist. Nur falls etwas immer wiederholt wird, kann ich mich daran erinnern. Oder es soll so ein Klischee sein (der dunkle boese Herrscher, mit dunkle Klamotten, Augen und Haaren, usw --> Tough Guide to Fantasyland)
      Es ist doch Deine Schuld, dass Deine Welt ist, wie sie ist. :P
      Aquilifer: die Weltenbastler: Wir zerstören deutsches Kulturgut seit 1999
    • Re: Das Aussehen von Charakteren!?

      @Wollust: Kein Beispiel, sondern ein Gegenbeispiel:
         Ich kann einfach nicht von einem bösen Herrscher schreiben, dessen einziges Ziel ist, möglichst viel Macht zu bekommen, denn ich kann das nicht verstehen, also kann ich das auch nicht schreiben (dann wär der Charakter ja klüger als ich :) ). Jemand anderes, der diese Beweggründe verstehen kann, kann natürlich darüber schreiben, er kennt sich ja einigermaßen aus. Alles klar? ;)

      jo, ok. leute, die man nicht verstehen kann zu schreiben ist natürlich schwer, und wenn, dann kann man nur ihr verhalten von aussen beschreiben. klar :)


      Aber einmal eine Frage: Wenn ihr ein Buch lest, darauf auf eine Personenbeschreibung stoßt, habt ihr die wirklich während der ganzen Geschichten vor Augen? Bei habe ich das irgendwie im Hinterkopf, aber in meiner Vorstellung werden die Personen schnell wieder recht gesichtslos.

      ich habe in den seltensten fällen eine wirklich konkrete vorstellung von den gesichtszügen der figuren, aber ich habe ungefähre ideen und schatten von den figuren im kopf - sowas wie "dunkle haare, gross, blass" oder "fette, rotbackige blonde" oder sowas. es ist meist so, dass ich nicht genau sagen könnte, wie die figur von den gesichtszügen aussieht (ich sehe sie nicht vor mir), aber ich kann dir sagen, wie sie NICHT aussieht.

      zb. elrond sieht NICHT so aus wie hugo weaving *GGG*
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    • Re: Das Aussehen von Charakteren!?


      jo, ok. leute, die man nicht verstehen kann zu schreiben ist natürlich schwer, und wenn, dann kann man nur ihr verhalten von aussen beschreiben.

      bzw. wenn, dann zeichnet das besonders gute Schriftsteller aus, denke ich, so wie besonders gute Schauspieler in der Lage sind, Rollen (überzeugend) zu spielen, die ebenfalls nicht ihrer Natur entsprechen...
      Æýansmottír-Blog - Mysterion-Blog - Deviant - Mysterion - Æýansmottír (provisorisch) - Bloubbuji

      Jedes Tier sollte stolz sein, wie Grillgut auszusehen. Besser als wenn man hinschaut und sagt: "Nette Suppeneinlage." (Mara)
      The limit of the Willing Suspension Of Disbelief for a given element is directly proportional to its degree of coolness.
    • Re: Das Aussehen von Charakteren!?


      bzw. wenn, dann zeichnet das besonders gute Schriftsteller aus, denke ich, so wie besonders gute Schauspieler in der Lage sind, Rollen (überzeugend) zu spielen, die ebenfalls nicht ihrer Natur entsprechen...

      vorsicht, gomeck - wir sprechen hier nicht von "ihrer natur entsprechen".
      sondern von "nicht verstehen können" - das ist was anderes.

      es entspricht nicht meiner natur, leute bei geschäften übers ohr zu hauen. verstehen kann ich die meisten gauner trotzdem.

      und imho sind leute, die nur charaktere spielen, die ihrer natur entsprechen, keine schauspieler *g*
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    • Re: Das Aussehen von Charakteren!?


      und imho sind leute, die nur charaktere spielen, die ihrer natur entsprechen, keine schauspieler *g*


      Vorsicht! Ich sprach nicht davon, daß schlechte Schauspieler nur Charaktere spielen, die ihrer Natur entsprechen - eher konnte man aus meiner Aussage ableiten, daß schlechte Schauspieler dies eben nur sehr schlecht können (aber es trotzdem probieren, sonst wären es tatsächlich keine Schauspieler)


      vorsicht, gomeck - wir sprechen hier nicht von "ihrer natur entsprechen".
      sondern von "nicht verstehen können" - das ist was anderes.

      Das stimmt natürlich, sorry. :-[
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    • Als Neuling grabe ich hier mal einen uralt-Thread aus... :)

      ...und komme zurück zum Topic: Aussehen von Charakteren.

      Während ich von den Figuren meiner Geschichte ganz klare Vorstellungen hinsichtlich ihres Aussehens (Körperbau, Haarfarbe, bevorzugte Kleidung etc.) habe, bleibt doch immer ein kleines Problem. Und zwar das Gesicht.

      Ich könnte natürlich festlegen, das Charakter XY eine Knubbelnase und buschige Augenbrauen hat. Aber es ist mir nicht möglich, mir das Gesicht einer erfundenen Figur in seiner Gesamtheit vorzustellen.

      Damit meine Figuren nicht "kopflos" in meinem Hirn herumlaufen, löse ich das Problem, indem ich nach Gesichtern Ausschau halte (im Bus, im Supermarkt...) Und manchmal (man muss lange suchen) finde ich ein passendes Gesicht, dass ich mir dann für meine Figur einpräge.

      Kennt ihr das Problem? Wie löst ihr es? Oder könnt ihr Gesichter vollständig erfinden? Oder haltet ihr das für überflüssig, weil der Leser es sowieso gar nicht so genau wissen muss, und ihm wahrscheinlich die Angabe "Knubbelnase" reichen wird?

      Würde mich interessieren, weil ich denke, dass es auch viel damit zu tun hat, wie intensiv man sich mit seinen erfundenen Charakteren beschäftigt...
    • Also, persönlich überfliege ich oft detaillierte Figurenbeschreibungen, weil die sehr oft nicht wirklich handlungsrelevant sind. Ob jemand schwarze oder braune Haare hat, sagt in der Regel nix über seinen Charakter aus.

      Kurze, prägnante Angaben zwischendrin sind mir lieber als ein ganzer Absatz Beschreibung, und selbst dann kann man sich glaub ich auf Angaben beschränken, die wirklich wichtig sind aus irgendeinem Grund. Ich hab auch schon Geschichten geschrieben ganz ohne Personenbeschreibung, weil das wirklich einfach egal war. Sicher weiß ich, wie die Leute aussehen, aber für den Leser war es absolut egal.
    • Ich kann mir auch keine Gesichter vorstellen, aber das ist auch nicht so wichtig. Wichtig ist der Eindruck, den eine Person vermittelt und davon hab ich meistens eine gute Vorstellung.

      Eine Beschreibung, die mich mit ihrer Prägnanz total begeistert hat war mal
      "His eyes were desperate with exhaustion". Ein kurzer Satz und alles wichtige ist gesagt (aus "The time of the dark" von Barbara Hambly).

      Aber manchmal sehe ich irgendwo ein Gesicht und weiß sofort: "Das ist XY". Wenn es geht, dann schneide ich das Bild aus, oder sicher es sonst irgendwie, man weiß ja nie. ;)
      Wenn Gott allwissend ist, weiß er dann auch wie Papiertaschentücher schmecken?