Das Aussehen von Charakteren

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    • Figurenbeschreibungen baue ich nebensächlich ein. Der Leser soll sich möglichst nicht sofort ein Bild von einer Person machen können, wie ich finde. Einen Menschen lernt man ja auch nicht in fünf Minuten kennen. Ein Beispiel:

      "Er sah jung und kräftig aus, aber da er seit Monaten das Haus nicht mehr verlassen hatte, war eine ungesund und leichenhaft wirkende Blässe auf seine Haut getreten. Im flackernden Licht der Petroleumlampe, die einen goldenen Schimmer durch das Zimmer gingen ließ, merkte man ihm das nicht an. Aber wenn er im Esszimmer unter dem Fenster saß, durch das das helle Tageslicht hereinschien, fiel es stark auf, zumal sein Haar fast kinnlang und rabenschwarz war und einen seltsamen Kontrast zu seiner Hautfarbe darstellte. "
      -> Das ist für meine Gewohnheit schon viel zu viel Information an einer Stelle. Wird auch überarbeitet, sobald sich die Gelegenheit ergibt. Ich mag es eher, wenn diese Informationen stückchenweise eingeworfen werden, als Zuckerstückchen für den Leser, als Belohnung sozusagen, viel gelesen zu haben.

      Von den meisten Personen habe ich sehr genaue Vorstellungen. Weil ich mir beim Schreiben jede Szene in etwa so vorstelle, als liefe ein Film in meinem Kopf ab. Meist bediene ich mich des Klischees und fundamentiere es mit Einzelheiten und einigen Details, die die Person lebendiger machen, z.B. irgendeinen interessanten Tick oder ein körperliches Merkmal. Manchmal sehe ich auch in meiner Umwelt, in der Schule, im Einkaufscenter, am Strand, wo auch immer, oft auch im Theater und Fernsehen Leute, bei denen ich denke: "DAS ist es. So einen Charakter brauche ich." Das Aussehen wird dann oft übernommen. Oder dient als Vorlage für Charaktere, als Fundus für die Charaktere, die noch kein Aussehen haben und sich im Kleiderschrank was schönes aussuchen dürfen.
      (Wer rausfindet, welche Person oder welcher Charakter mein aktuelles Avatar ist und mich zu einer kreativen Hochphase angeregt hat, kriegt einen virtuellen Keks geschenkt.)

      Allerdings ist für mich das Aussehen nicht so sehr von fundamentaler Bedeutung. Einen Charakter erkennt man mE eher durch die Bewegungen, die er macht, durch seine Angewohnheiten, Schwächen und Stärken, durch sein Benehmen und seine Psyche. Ich halte es oft für leichter, erst das Innenleben eines Charakters zu entwickeln und ihn DANN in eine passende Verkleidung zu packen, die im Idealfall sein Inneres widerspiegelt (z.B. chaotisch -> zotteliges Haar -> ALbert Einstein). Dann kann sich damit ein Leser möglicherweise auch besser personifizieren. Wenn jemand z.B. Angst vor Spinnen hat, ebenso wie der Protagonist, kann sich dieser Jemand beser mit ihm identifizieren, als wenn der Protagonist genauestens beschrieben ist. Das Äußerliche tritt in den Hintergrund, die Arachnophobie zählt, mehr nicht.
      (blödes Beispiel, aber ich hoffe es wird deutlich was ich meine ;) )
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      - BKA
    • Es kommt darauf an - Wenn möglich lasse ich das Aussehen ganz subjectiv durch eine andere Rolle erläutern. (nach dem Motto "habt ihr neulich diesen riesigen Hünen gesehen - der sah so aus, als habe er sich zwei Jahre lang nicht mehr gewaschen...")
    • Nun, WIE man das Aussehen im einzelnen beschreibt, ist stark bedingt durch die Wahl der Perspektive ... ich bevorzuge die Ich-Perspektive und die des allwissenden Erzählers. Bei Numro eins kann man die Person einfach beschreiben lassen, was sie im Spiegel etc. sieht. Bei Numro zwei hapert die Logik bisweilen... die Verwendung bestimmter stilistischer Mittel wie "Sie strich nervös die Falten ihres blauen Dienstmädchenkleides flach" oder, wie schon gesagt, Dialoge, wird angeraten. Leider sind die meisten Leser bestrebt, ständig Informationen über die Protagonisten zu sammeln und somit auch über das Aussehen... Es ist das große Kunststück, alle Informationen gerecht zu verteilen, ohne den Leser in Unwissenheit oder Desinteresse zu lassen.

      Hach, es ist schon ein Kreuz... Elise, einen Hagebuttentee, bitte. Legen Sie das Stückchen Zucker auf die Untertasse und vergessen Sie bitte nicht, die Silberlöffel zu verwenden, danke.
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      - BKA
    • Kennt ihr das Problem? Wie löst ihr es? Oder könnt ihr Gesichter vollständig erfinden? Oder haltet ihr das für überflüssig, weil der Leser es sowieso gar nicht so genau wissen muss, und ihm wahrscheinlich die Angabe "Knubbelnase" reichen wird?


      weisst du bei menschen deiner umgebung genau wie sie aussehen?
      selbst bei besten freunden und deinen eltern wuerdest du, wenn du jetzt sofort eine exakte aussage ueber ihr aussehen treffen muesstest, probleme bekommen.
      fuer einen charakter reicht es oft ihm gerade genug kontur gegeben zu haben, das man ein schemen sieht. wichtige charaktere sieht man selten als ganzes, sondern ein gewisses merkmal sticht hervor (hrhr, das argonbsp natuerlich: schwarze haare und militaerische uniform)
      und wenn fuer den charakter die oberweite wichtig ist dann wird sie eben erwaehnt. wichtig ist mEn einfach das es nicht _zu_ genau wird.
      selbst wenn es quer ueber den text verteilt ist. helle haare oder blond? ist mir persoenlich schnuppe. ich achte mehr auf bestimmte gesten, regungen, die haltung und die umgangsweisen die dem charakter erst eine kontur geben und das was man so froehlich an aussehensdetails einstreut erweitern.

      um zu dortes letzem absatz hinzuzufuegen.
      es ist nicht wichtig ob xyz genau 163cm/finger/blamisst sondern ob eher er groesser oder kleiner als abc ist und mehr humor hat als ghi.
      m vi: Dis Praisfrake was rehließd ander se Dschäneral Puplik Laizenz.
    • Original von skyven
      Kennt ihr das Problem? Wie löst ihr es? Oder könnt ihr Gesichter vollständig erfinden? Oder haltet ihr das für überflüssig, weil der Leser es sowieso gar nicht so genau wissen muss, und ihm wahrscheinlich die Angabe "Knubbelnase" reichen wird?


      weisst du bei menschen deiner umgebung genau wie sie aussehen?
      selbst bei besten freunden und deinen eltern wuerdest du, wenn du jetzt sofort eine exakte aussage ueber ihr aussehen treffen muesstest, probleme bekommen.


      Ja, genau so ist es, mal abgesehen von Menschen, die man sehr, sehr gut und lange kennt.

      Ich habe die Frage trotzdem gestellt, weil ich neulich ein interessantes Gespräch mit einer Malerin hatte. Die konnte zwar aus dem Gedächtnis ein Portrait anfertigen - und zwar äußerst treffsicher - aber ein Gesicht vollständig neu erfinden und hinmalen, das konnte sie sich auch nicht vorstellen.

      Deshalb wollte ich mal wissen, ob es jemanden gibt, der so etwas kann (nicht malen, sondern erfinden, und zwar so richtig).
    • Original von Morna
      aber ein Gesicht vollständig neu erfinden und hinmalen, das konnte sie sich auch nicht vorstellen.

      Deshalb wollte ich mal wissen, ob es jemanden gibt, der so etwas kann (nicht malen, sondern erfinden, und zwar so richtig).


      Hm, ich versuche es zumindest, ohne mir anmaßen zu wollen, ein guter Zeichner zu sein... ich zeichne die Grundform eines ganzen Kopfes, mache mir Überlegungen wie "Die Augen in den Höhlen verborgen oder wie aufs Gesicht geklatscht? Schiefe oder gerade oder breite Nase? Augenfarbe? Haaransatz hoch oder tief, Geheimratsecken/Glatze/Halbglatze, ja/nein? Frisur? Haar- und Hautfarbe? Hautstruktur: Narben, Pickel, Kerben, Warzen, Leberflecke, raue/weiche Haut etc.? Form und Intensität der Augenbrauen? Breiter oder schmaler Mund? Kinn: Doppelkinn, schmales Kinn, breitbissiger Unterkiefer etc."... usw. usf.

      Es gibt einige berühmte Maler, die nicht einfach alles originalgetreu gezeichnet/gemalt und existente Personen portätiert haben, sondern Studien von ihrer Umwelt machten und im stillen Kämmerlein diese Studien zu einem Bild zusammengefügt haben. Wie detailliert die Studien über Menschen waren, ist fraglich (und ich vermute auch, dass ein Zeichner/Maler, der ein wenig Erfahrung im Portraitieren hat, sich auch weniger für das Gesicht an sich interessiert, sondern z.B. für die Körperhaltung des Schlafenden etc.). Wenn man z.B. im Zug sitzt und den schlafenden Gegenüber als Zeichnung festhält, hat man nicht so viel Zeit für jedes Detail, weil er jederzeit wieder aufwachen und uns bemerken könnte (Achtung, peinliche Situation!) oder man vielleicht schon am nächsten Bahnhof aussteigen muss. Man kann sich zu diesem Zwecke ein Gesicht auch genau einprägen und Einzelheiten schriftlich festhalten, um sie später aus dem Gedächtnis wieder neu zu zeichnen. Das ist meistens keine Neuerfindung eines Gesichtes. Aber ein Maler, der einmal den Grundaufbau des Gesichtes verstanden hat, kann mE leicht ein Gesicht aus verschiedenen, schon vorhandenen Einzelteilen in seinem Studienbuch zusammenfügen.

      Ich würde nach dieser langen Rede spontan sagen, das wir eigentlich fast ALLES in einem Gesicht, das wir erfinden, schon gesehen haben. Manches mag auch eine Idealvorstellung sein. Ich weiß nicht, ob man in dem Fall wirklich von "Neu erfinden" sprechen kann :-/
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      - BKA
    • Ich habe grundsätzlich zumindest für die Hauptcharaktere meiner Geschichten Tabellen mit körperlichen Merkmalen, die ich aber niemals so verwende, sie dienen mir nur als Nachschlagewerk, damit ich Charakter X nicht auf einmal grüne Augen verpasse, während sie ein paar Seiten vorher noch grau waren (jetzt einmal abgesehen davon, dass ich so etwas wahrscheinlich wenn überhaupt, dann nur einmal erwähnen werde, außer es ist wichtig).

      Vor ein paar Jahren habe ich mich an einer Science-Fiction-Geschichte versucht, in der das Aussehen vieler Charaktere zum Zeitpunkt ihres ersten Auftretens zwar nicht übermäßig detailliert, aber doch in einem Absatz beschrieben wurde. Nach einiger Zeit wurde das überaus langweilig und ermüdend.
      Ich bin deshalb mit der Beschreibung von Äußerlichkeiten etwas zurückhaltender geworden, zumal ich auch mit der Beschreibung von Gesichtern große Schwierigkeiten habe.

      Ich schreibe grundsätzlich in der dritten Person, da ich Ich-Erzähler nicht mag. Ich stecke dabei aber durchaus im Kopf eines bestimmten Charakters, verwende also auch je nachdem, aus wessen Sicht ich gerade eine Szene schildere, unterschiedliches Vokabular, versuche dabei aber, das Ganze nicht zu offensichtlich / aufdringlich werden zu lassen. Auch widme ich der Umgebung und anderen Personen einmal mehr und ein anderes Mal wieder weniger Aufmerksamkeit, je nachdem, wie wichtig der jeweiligen Person solche Details sind. Steht ein bis über beide Ohren verknallter Jüngling also seiner Herzensdame gegenüber, wird deren Äußeres dementsprechend detaillierter beschrieben als ich es etwa aus der Sicht ihrer Schwester tun würde.

      Da ich aktuell wieder Fantasy schreibe, beschreibe ich das Äußere von Personen etwa dann besonders detailliert, wenn der Betrachter ein Angehöriger eines anderen Volkes ist und sein Gegenüber ihm absolut fremd vorkommt. Der Protagonist meiner Geschichte sieht jedenfalls nach den Maßstäben seines Volkes absolut gewöhnlich aus, ich beschreibe sein Äußeres allerdings wiederholt in Situationen, in denen er überhaupt nicht in die Umgebung passt und daher auffällt. Ziemlich am Anfang der Geschichte lebt er bei einem Wüstenvolk, wo man ihn wegen seines vergleichsweise hellen Teints sofort als Fremden erkennt, und später durchquert er einmal den Innenraum eines Gasthauses in einem Landstrich, dessen Bewohner größer sind und einen kräftigeren Körperbau haben und er wiederum auffällt.
    • RE: Das Aussehen von Charakteren!?

      Bei Charakterbeschreibungen sollte man sich denke ich wie bei Handlung, Setting etc. einfach fragen "was ist wichtig?". Wenn Infos absolut unwichtig sind, dann kann man sie auch weglassen.
      :zeter: (OK Zitat passt doch nicht so ganz) "Charakterbeschreibung durch dessen Handeln" (is ' passender)

      schön und gut.. aber gerade das Beschreiben einer Handlung zu einer Art und Weise wie sie zum "Bild" (das was man erstellen will ebenso das welches man im Kopf hat) passen macht mir noch mehr Probleme als einfach nur formale Beschreibungen.

      Leider ist die Tiefe wichtig wie sich ein Charakter in der Geschichte entwickelt und auch welchen Einfluss er auf die Welt ausübt, möge er auch noch so unbedeutend sein.

      Insbesondere kommt dieses Problem dann gerade bei wichtigen Persöhnlichkeiten einer Welt besonderst zum Tragen. Wenn ich eine "gute" Hauptperson habe brauche ich entsprechende Informationen wie ich sie handeln lassen könnte. Ohne diese könnte ich nicht gerade sagen welche Art von Gegenspieler (und wenn es nur der dunkle Teil der Persöhnlichkeit ist) interessant wäre. Und ohne dies wird die Historie der Welt auch ein wenig langweilig, denn erst die Interaktionen der Charactere auf der Welt lassen das ganze zum Leben erwecken.

      Damit wären wir dann auch bei der Charakterbeschreibung von Organisationen/Staaten. Hier verhält sich die Sache eher umgekehrt, habe ich das Gefühl. Wie so eine Organisation handeln würde bzw. müste läst sich besser abschätzen. Allerdings wie man diese Organisation dann bildlich beschreibt so, das der Leser sich eine entsprechende Vorstellung machen kann, ist nicht gerade einfach.:zeter:
    • Ich stocher mal wieder in alten Threads rum, fühl mich auch schon wie ein Forennekromant :D

      Personenbeschreibungen sind recht heikel. Wann ist es zu viel, wann ist es zu wenig, wann klingt es gut, wann klingt es vll. schon kitschig? (In "Frauenromanen" in denen die Männlein allesamt als Adonis beschrieben werden. :D)
      Eigentlich mag ich es gerne, wenn eine Person so bald wie möglich zumindest in ihren Grundzügen beschrieben wird. Da stellt man sich gewisse Gesichtszüge mit passender Haar- und Augenfarbe vor und kommt im dritten Kapitel drauf, dass er vollkommen anders aussieht, bekomme aber meine Vorstellung nicht so schnell aus dem Kopf. Was ich auch wichtig für die Charakterisierung finde ist die Kleidung. Nicht jedes einzelne Stück, aber ... wie sieht der Stil aus? Ist sie ordentlich oder eher schlampig? Trägt derjenige nur No-Names oder auch teure Marken, hat er sich auf eine Marke eingeschworen und all diese Dinge.

      Die Frage ist nur: Was meint ihr, wie Personenbeschreibungen am elegantesten in jeder Situation beschrieben sind?
      Am liebsten mag ich es, wenn eine Person durch eine Andere beschrieben wird, da fließt aber auch deren persönliche Meinung mit ein. Wenn X findet, dass Y umwerfend aussieht, wird er aber die positiven Züge hervorheben und ein "objektives" Bild ist auch nicht möglich. Y hat ein strahlendes, einladendes Lächeln, Y hat schöne Augen, ...
      Ansonsten kann man jemanden vor den Spiegel stellen, das mag ich aber persönlich nicht so gerne, ich weiß nicht warum. Vermutlich weil ich Ich-Erzähler nicht mag, zumindest will ich selbst nicht damit erzählen.
      Am liebsten mag ich es, wenn ein passender Vergleich gefunden wird oder man das Gesamtbild beschreibt. Ich bewundere das an anderen Autoren, aber mir persönlich fällt das sehr schwer, weil ich nicht möchte, dass ein "falsches" Bild der Person entsteht, also Missverständnisse, dass eine Person auf eine Art und Weise gesehen wird, wie ich sie nicht meinte.
      Was ich auch mag ist, wenn man Aussehensbeschreibungen streut, die können aber leicht überlesen werden.
      Was ich auch gerne hab ist, wenn mit Klischees gespielt wird - oder wenn eine Person einem Klischee entspricht, aber dennoch total sympathisch rübergebracht wird.
    • Ich bewundere das an anderen Autoren, aber mir persönlich fällt das sehr schwer, weil ich nicht möchte, dass ein "falsches" Bild der Person entsteht, also Missverständnisse, dass eine Person auf eine Art und Weise gesehen wird, wie ich sie nicht meinte.


      Ich fürchte, das wird sich nie ganz vermeiden lassen, dass das Bild im Kopf des Lesers anders aussieht, als das des Autors. Selbst wenn man explizit blond/rot/dunkelhaarig angibt, heißt das noch lange nicht, dass das der Leser auch so sieht. ;) Aber da man als Schreiberling auch nicht in den Kopf der Leser gucken kann, finde ich das persönlich nicht so schlimm.
      Mir hatten doch nüscht! Damals, kurz nach dem Krieg!
    • Hm stimmt, irgendwie schade. :D Da der Leser ein Buch liest, muss der Autor ihm den dazugehörigen Film schreiben, der sieht aber wohl leider im jeden Kopf anders aus. ^^ Wenn ich allerdings nie eine Personenbeschreibung bekomme, quält mich das als Leser schon etwas, weil der Protagonist irgendwie gesichtlos bleibt und ich mir selbst was zusammenschustern muss.
      Beim Lesen sowie auch beim Schreiben, liebe ich auch eigentlich unwichtige Details, da ich mir als Leser alles lebendiger vorkommt.

      Was ich zB. dann gerne lese ist ein Beispiel, das oben angegeben ist:
      Er sah jung und kräftig aus, aber da er seit Monaten das Haus nicht mehr verlassen hatte, war eine ungesund und leichenhaft wirkende Blässe auf seine Haut getreten. Im flackernden Licht der Petroleumlampe, die einen goldenen Schimmer durch das Zimmer gingen ließ, merkte man ihm das nicht an. Aber wenn er im Esszimmer unter dem Fenster saß, durch das das helle Tageslicht hereinschien, fiel es stark auf, zumal sein Haar fast kinnlang und rabenschwarz war und einen seltsamen Kontrast zu seiner Hautfarbe darstellte.