Weltenbau in Indie-Games

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    • Erstmal danke für die echt rege Beteiligung - ich hoffe, ich finde am Wochenende endlich Zeit, mir all die genannten Spiele mal genauer anzusehen. :)

      Besonders interessiert mich natürlich die jeweils bespielte Welt. Ich finde es faszinierend, mit wie wenig Fakten in vielen Spielen ein tolles Weltfeeling entstehen kann. Die Spielwelt von Skyrim ist natürlich bombastisch detailliert und ich liebe das Spiel, aber es hat auch ein "klein wenig" mehr Budget und Weltenbauhistorie als z.B. Journey. ;)

      Als Gegenbeispiel habe ich gerade "Child of Light", das zwar eine hübsche Optik, aber keine Welttiefe hat. Das ist nur hübsche, bunte Illustration, da komme ich nicht rein - auch wenn das Spiel Spaß macht. Ähnlich war es auch bei "Ni No Kuni". Nette Kulissenwelt, aber mehr nicht. Kein Weltfeeling. Alles nur Mittel zum Zweck, Plotelemente, kein Ergebnis freier Bastelei. Es brachte mich nicht zum Nachdenken.

      Über die Spielwelt von Journey habe ich schon recht viel nachgedacht. Ohne nennenswerte Ergebnisse, dafür hat man zu wenig Infos. ;) Aber man hat reichlich Raum für Spekulationen und eigene Theorien, was da wann wie passiert ist.
      Bei "Brothers - A Tale of two Sons" ist es ein bisschen ähnlich, zumindest teilweise.
      Beide Welten sind Kulissen für typische Quest-Spiele: Man durchläuft die Welt mit einem bestimmten Ziel (der Berg in Journey, der Baum in "Brothers"). Das ist natürlich ein schöner Weg, Weltfeeling zu bekommen, wenn die Welt dieses auch anbietet. Ich frage mich, ob das bei anderen Spielkonzepten auch so gut möglich ist.
      Große Rollenspiele wie Skyrim sind ja nichts als miteinander verflochtene, oft auch mehrstufige Quests.

      Ich gestehe, ich spiele relativ RPG-lastig. Kennt ihr andere Spieltypen, die auch eine Welt mit reichlich Feeling vermitteln?
    • Kennt ihr andere Spieltypen, die auch eine Welt mit reichlich Feeling vermitteln?

      Als Strategiespiel fällt mir Rise of Legends ein. Das Spiel ist unter Strategiekreisen ein Geheimtipp... und angeblich ist die abgefahrene Welt der Grund für die niedrigen Verkaufszahlen. Das Spiel ist entstanden, als drei Projektgruppen beschlossen, aus ihren drei Spielen ein einziges Spiel zu machen: die eine Gruppe wollte ein Steampunkspiel, eine zweite Gruppe wollte etwas 1001 Nacht-mäßiges und die dritte Gruppe wollte aus Erich von Dänekens Paläoastronautik-Ideen ein Spiel entwickeln. Und die Fantasywelt Aio sieht dann halt entsprechend bunt aus: Maulwurfreiter, Condottieri, falsche Götter, Dschinns, Riesensalamander und Füsiliere. Und wer die storyline durchspielt, lernt über die Welt in den Bereichen der Biologie (Wüstensalamander sind nachtaktiv, um der Hitze der Sonne zu entkommen), der Geographie (nach jeder Mission in der Kampagne siehst du eine Karte mit Provinzen und musst entscheiden, wo du als nächstes eingreifst) und Geschichte (die Condottieri sind Mitglieder des Volkes der Vinci, die in ländlichen Gebieten leben und noch keine Luftschiffe entwickelt haben).


      Beide Welten sind Kulissen für typische Quest-Spiele: Man durchläuft die Welt mit einem bestimmten Ziel (der Berg in Journey, der Baum in "Brothers"). Das ist natürlich ein schöner Weg, Weltfeeling zu bekommen, wenn die Welt dieses auch anbietet. Ich frage mich, ob das bei anderen Spielkonzepten auch so gut möglich ist.

      Mir fällt da ständig das Verhältnis zur Welt ein, dass in der Gothic-Reihe durch Dialoge erzeugt wird. Die Leute sagen einfach Sachen im Hintergrund: sie lästern oder schwärmen, sie wundern sich oder machen sich Sorgen. Das funktioniert wunderbar, um ein Gefühl für die Welt zu bekommen.
      Oder auch Guild Wars 2, auch wenn das genau wie Skyrim ein Mammut-Spiel (also nicht Indie) ist.
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      Die Welt Tyria vermittelt sich sowohl durch Dialoge und Szenerie, als auch durch kleinere geskriptete Geschichten, die sich wiederholen. Zum Beispiel breche ich jedes Mal in Tränen aus, wenn ich in den Kessex-Hügeln einen Mann begleite, der in den Ruinen seiner abgebrannten Hütte nach Familienerbstücken sucht. Und als er dann den Geistern seiner Frau und seiner Tochter begegnet, die wie fast alle Geister der Welt Tyria nicht wissen, dass sie tot sind...oh Gott die Interaktion zwischen den dreien zerbricht mir jedes Mal das Herz. Das Spiel hat überdies eine lebende Geschichte... Ereignisse, die zur Zeit zwar sehr linear sind (und leider nicht jeden Teil der Welt verändern), aber immerhin einen gewaltigen überregionalen Einfluss haben, ob deine Figur an den Geschehnissen beteiligt ist oder nicht. Zur Zeit ist zum Beispiel die Stadt Löwenstein evakuiert worden und der Orden der Wachsamen stellt Zeltlager bereit, in denen die Flüchtlinge versorgt werden. Und wenn ich in Löwenstein von den Arbeitern, die am Wiederaufbau beteiligt sind, gefragt werde, ob die für die Zerstörung verantwortliche Schurkin Scarlett wirklich tot ist, dann gibt zum Beispiel meine Kriegerin an, dass sie von Anderen gehört hat, dass Scarlett starb, aber selbst nicht Zeugin des Todes wurde. Und da sich durch die lebende Geschichte auch die Landschaft verändert...und auch die Aufgaben, die NPCs für Spieler haben (Tasks und Events, Quests in dem Sinn gibt es nicht) finde ich, dass die Welt durchaus interessant bleibt und Feeling hat.
      Willkommen im Kreis der willfährig leichtgläubigen und begeistert abseitigen Phantasten. --- Entropie
    • Also was Spiele anbelangt, die nicht in die Richtung Rollenspiel oder Adventure gehen, finde ich immer noch Deadly Rooms of Death ganz witzig, ein zumindest in späteren Levels ziemlich kniffliges Rätselspiel.

      Die Welt ist jetzt zwar nicht so ausführlich ausgearbeitet, hat aber einige nette Ideen, die für eine interessante Atmosphäre sorgen. So ist die Welt ein Achtel einer Scheibe, an das ein völlig identisches Achtel angrenzt und daran ein weiteres, und so weiter bis sich eine ganze Scheibe ergibt. Im Spiel hat man die Aufgabe, einen Dungeon von Monstern zu "säubern", was auf dem "Eighth" ein ganz normaler (wenn auch gefährlicher) Beruf ist, komplett mit eigener Gilde und Tarifordnung. Eine komplett eigene Sprache hat die Welt nicht, aber es wird durchaus etwas mit der englischen Sprache gespielt, z.B. beim "Sihmpuhl Englihsh" und der entsprechenden Schrift. Dann wäre da noch das bizarr-bürokratische "Rooted Empire" in dem die Bürger mit ihrem Beruf und einer Nummer (z.B. "84th Negotiator") benannt werden.

      Allerdings muss ich zu all dem noch sagen, dass die Optik wie auch die Spielmechanik eher "abstrakt" ist und man von der Welt nur durch die Hintergrundgeschichten und im Spiel selbst nur nach und nach durch Schriftrollen und Sprechsequenzen etwas erfährt.
      "Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen."
      - Douglas Adams, "Das Restaurant am Ende des Universums"
    • Ich weiß gar nicht, ob das streng genommen auch unter Indie-Spiele fällt, aber interessant sieht Unreal World auf jeden Fall aus: Es handelt sich um ein kostenloses "low fantasy roguelike" Spiel, dessen Welt inspiriert ist vom Finnland der Eisenzeit. Entwickelt wird es bereits seit 1992. Habe es allerdings bisher nicht gespielt, daher kann ich nicht wirklich was dazu sagen, aber will es auf jeden Fall irgendwann mal probieren. Irgendwo hab ich die Bezeichnung "Anti-Skyrim" gelesen. ;) Ich denke, für diesen Thread qualifiziert es sich schon durch das einmalige Setting.
    • The Banner Saga hat nicht nur Musik von meinem Lieblings-Spielkomponisten Austin Wintory ("Journey", "Flow"), sondern eine herrliche Grafik und ausgiebigste Weltenbastelei. Da waren Kollegen am Werk, und das merkt man! Ich habe erst etwa eine Stunde gespielt und bin mitten in der Welt drin. :thumbup:
      Auf der Website gibt es auch etwas Hintergrund, aber leider bisher nicht viel. Die Infos zu den Rassen sind recht kurz, aber für ein Spiel schreibt man ja auch keine Hintergrundromane... Im Spiel hat man dafür eine stimmige handgezeichnete Karte, deren Orte, Landstriche, Flüsse etc. man für mehr Informationen anklicken kann. Dort erfährt man so einiges an Historie über das Land, die Varl und die Menschen.
      Das nordisch-mythologisch angehauchte Setting ist jedenfalls bisher sehr konsequent und stimmig umgesetzt, und die Musik tröstet über die nicht vorhandene Sprachausgabe hinweg. Ein wenig habe ich Nostalgie-Gefühl, es erinnert an alte textlastige Adventures wie Monkey Island - nur dass es politisch und ernst ist und somit das komplette Gegenteil.
    • No Man's Sky könnte auch recht interessant werden: no-mans-sky.com/

      Man sollte sich nicht zu früh freuen, das ist klar, aber eine gigantische prozedural generierte Welt mit unzähligen Planeten die immer etwas anders aussehen, klingt irgendwie spannend, und der Grafikstil ist auch mal was anderes. Ich kann normalerweise nix mit Weltraumspielen anfangen, aber dieses Entdeckerspiel macht mich doch sehr neugierig.
      nobody.
    • Von Banner Saga hat ja schon Damo geschwärmt und daher habe ich es mir mal auf meine Liste gelegt. Aber No Man's Sky...Wow! Das sieht echt mal nach einem hoch interessanten Game aus. Aber bei dieser doch sehr geringen Spielzeit von nur rund 5 Mrd. Jahren muss man sich schon fragen, wie da das Preis-Leistungs-Verhältnis ist. Ich stelle mir gerade vor, dass man dies mit Minecraft machen würde, falls jemanden die Größe von MC bis jetzt nicht zusagt.

      Ok, scheinbar kommt eine Art Minecraft mit mehr: OORT Online. Es soll Dimensionstore geben, welche die Welten miteinander verbindet. Und so soll es möglich sein, zwischen diesen Handel zu treiben oder einfach auch mal eine andere Welt zu überfallen und Ressourcen zu holen, welche man nicht selber besitzt. Die Grafik sieht auf jeden Fall mal nett aus.

      Aber allein, wenn man sich mal durch Steam und da besonders eben bei den Indie-Titeln oder dann auch im Greenlightbereich durchklickt, dann findet man schon einige hochinteressante Titel, die auch einfach sehr spannend und kreativ aussehen.
      "Barbarism is the true nature of mankind. Civilisation is unnatural!" - Conan
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    • Habe gerade ein Spiel auf Kickstarter gefunden, dass für den einen oder anderen doppelt interessant sein könnte: Elegy for a Dead World. Man reist zu anderen Welten, die einst bewohnt waren, und beginnt dort eine Geschichte über die einstigen Bewohner zu schreiben. Klingt nicht uninteressant und die Bilder sind auch recht schick.





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    • Ein interessantes Spiel ist auch Age of Mythology, es spielt zwar in der Antike jedoch mit sehr viel mythologischen Inhalt. Man spielt im Hauptspiel Arkantos den Admiral von Atlantis,was dort übrigens eine Theokratie ist. Dieser verfolgt am Anfang Piraten die den Dreizack der Poseidon-Statue stahlen. Im späteren spiel kommt heraus dass die Piraten für Poseidon kämpften und Poseidon Zeus stürzen und Kronos befreien will. Während der Story kommt man in die Unterwelt, Ägypten und Skandinavien, wo man auch 3 Völker kennen-lernt (Wikinger, Ägypter, Griechen). Diese sind nicht nur Einheiten-typisch unterschiedlich sondern auch im ganzen Gameplay. Jeden falls kommt es dazu das Kronos Ausbruch verhindert Atlantis zerstört und Arkantos zum niederen Gott befördert wird. In der Addon Kampagne die 10 Jahre danach mit Arkantos Sohn Kastor spielt, haben die Atlanter ihren Glauben verloren und sind Gottlos. Durch eine mysteriöse Macht die ich wegen spoilern nicht verraten will wird der 88-jährige Krios (der im Hauptspiel als Theokrat bekannt war wurde durch einen Diener dieser Macht ersetzt und die Atlanter zur einer Himmelspforte auf eine von Griechen besiedelte Insel führt. Dort bauen sie als Dank an die Titanen, die alten Tempel wieder auf. Die Griechen sind darauf entsetzt und greifen die Atlanter an die vernichten anschließend die Griechen und errichten ihre eigene Kolonie. Jeden falls kommt es zu einen Heiligen Krieg der Atlanter gegen die Götter aller Völker und sorgen somit zum Aufstieg derer Titanen.
      Das Spiel selbst ist buntgemixt man kämpft mit Zyklopen, Hopliten, usw... :lol:
    • Age of Mythology mag zwar ein sehr gutes Spiel sein (hab es nie gespielt, bin aber sehr großer Fan der Age-of-Empires-Reihe), hat aber streng genommen weder mit Indie-Games noch mit Weltenbau zu tun und ist daher leicht am Thema vorbei. Klar mag es ein interessanter Mix aus verschiedenen Mythologien sein und die Story scheint ja auch ganz nett zu sein, aber im Grunde bedient es sich ja nur bei den vorhandenen Mythologien, um die Basis für die Story und die Spielfraktionen zu schaffen. Wenn ich falsch liege, berichtige mich. Aber es spielt ja auch im Grunde in einer mythologisierten Version unserer Welt in der Antike - wobei die Welt an sich wohl in den Hintergrund tritt zugunsten von Story und Gameplay.
    • Ja da hast du Recht :thumbup: ich bin ein bisschen vom Thema abgekommen, Jedenfalls muss ich noch dass eigentliche Weltenbau-Element erwähnen den Editor. Man kann soviel mit ihm Gestalten oder in Szenarios erstellen, die Variation ist riesig. Beispiel: The Lost-Legion eine römische Legion samt General und Offizier sowie gallischen Fürsten wird während einer Schlacht in eine andere Welt transportiert, dort werden sie zu Söldnern und aus dem Häuptling und den Römern werden gute Freunde, sie sind eben die einzigen aus der selben Welt. Sie kämpfen in Gebirgen und Wüsten...youtube.com/watch?v=s54ET3qZgmM. Es gibt auch Szenarios die in der Zukunft spielen. Es ist sehr nützlich zum erzählen von Storys. Und man dank Tricks noch leichter als in Stronghold handeln: youtube.com/watch?v=tgZzx0K4cPY.
    • Tolles Spiel mit tollem Setting: Bastion.

      Die Spielwelt ist alles, was The Calamity, das große Unglück, übrig gelassen hat. Von der zuvor prächtigen und unglaublich reichen Stadt Caelondia sind nur noch schwebende Fragmente übrig, ebenso von den umliegenden Ländern der Ura. Fast alle Bewohner sind tot. Einzige Hoffnung für die Überlebenden ist die titelgebende Bastion. Im Spiel erfährt man nach und nach, was eigentlich passiert ist und darf schließlich entscheiden, wie es für die Überlebenden weitergehen soll. Die Spielmechanik macht Spaß, die Präsentation der Geschichte ist einzigartig und der Soundtrack ist fantastisch. Unbedingt mal ausprobieren!

      Trailer: youtu.be/mX48y24t9iU





    • Kein Indi-Spiel im eigentlichen Sinne, jedoch eine mMn verkannte (und unlängst vergessene) Perle der Spielegeschichte, war 1990 das Adventure Loom. Es spielte zwar in einer Fantasy-Welt, kam aber gänzlich ohne Zwerge und Elfen aus. ;)
      Inhalt: Die Handwerker des Landes schlossen sich einst zu verschiedenen Gilden zusammen um ihre Künste zu verbessern und wachen seither eifersüchtig über ihre jeweiligen magisch wirkenden Zunftgeheimnisse. Die Gilde der Weber zog sich gar auf eine Insel vor dem Festland zurück, doch dank der Inzucht steht ihre Gemeinschaft nun kurz vor dem Aussterben. Gewannen sie in früheren Zeiten Einsicht in das 'Gewebe' der Wirklichkeit, so werden zu Beginn des Spiels die erwachsenen Weber Opfer eines einst gewebten Fluches, der sich jedoch nun gegen sie selbst wendet. So macht sich der letzte Jugendliche der Insel auf, diverse Geheimnisse (um die Weber, den magischen Webstuhl, seine eigene Existenz, das Reich der Toten usw.) zu enträtseln und die Welt nebenher zu erkunden.

      Das Besondere an dem Spiel war, dass man entgegen der sonst üblichen Steuerung in Adventures kein Menü mit Tätigkeitsbegriffen unter der Grafik sah, sondern im Laufe des Spiels einen Rocken fand, der fortan als eine Art Tonleiter fungierte. Interaktionen fanden somit primär durch Magie in Form von kurzen Melodien statt, die man sich merken musste und die durchaus variierten, wenn man das Spiel erneut startete.
      Entgegen der eher witzigen Spiele, wie z.B. die Monkey Island Reihe oder Day of the Tentakel, kam Loom durchaus ernsthafter daher, was man bereits in der beigelegten Vorgeschichte (Hörspiel) erahnte. Man konnte dem Spiel durchaus philosophische bis spirituelle Anteile zugestehen.


      Wer es tatsächlich noch spielen möchte, dem empfehle ich die ältere EGA-Version, da die spätere VGA-Version zwar mit etwas aufgehübschter Musik und englischer Sprachausgabe daher kommt, aber viele stimmungsvolle 'Nahaufnahmen' und ein paar Zwischensequenzen fehlen. Ersteres wohl wegen zeitlichen Synchronisationsproblemen, beim anderen hingegen um das Spiel weniger düster rüberkommen zu lassen. In meinen Augen jedoch eine eindeutige Verschlimmbesserung.
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Damokles-Sternenring - meine kleine Galaxie
      Rollenspiel-Anekdoten
    • Deshalb startete ich auch direkt mit den Worten: "Kein Indi-Spiel im eigentlichen Sinne ...". Doch Loom war in mehreren Punkten anders als andere Fun-Adventures dieser Zeit. Und trotz des "angeblichen" Erfolges wurden nie die zwei geplanten Fortsetzungen umgesetzt. Offensichtlich war es also doch nicht für die breite Masse geeignet. Leider.
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

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    • *gräbt den Thread aus*

      Auf Kickstarter wurde zuletzt Shards Online erfolgreich finanziert. Das ist zwar insofern noch nicht für Weltenbastler interessant, als dass das Spiel in der Alpha-Phase steckt und viele Details zum Welthintergrund noch nicht bekannt sind, aber: Es ist so angelegt, dass Spieler ihre eigenen Welten werden betreiben können. Das ist also eine Möglichkeit Welten, die man vielleicht bisher "nur" im Kopf und auf Papier mit sich herumtrug, in ein kleines Online-RPG zu überführen. Erinnert stark an Ultima Online. Als Rollenspieler fasziniert mich diese Möglichkeit ungemein: andere Menschen an dem, was ich kreativ ersonnen habe, in Form eines Spielerlebnisses teilhaben zu lassen.

      Deutsche Fanseite
      Englische Entwicklerseite

      Dann wäre da noch Divinity: Original Sin zu nennen, das auch über Kickstarter finanziert wurde. Inzwischen ist das zwar so erfolgreich, dass man es fast nicht mehr "Indie" nennen kann, aber ich finde die Welt großartig und bin positiv überrascht, dass man heutzutage doch noch kommerziell erfolgreiche Spiele auf den Markt bringen kann, deren Schwerpunkt auf dem Erzählen von Geschichten liegt - ganz ohne überbordende Grafik. Ähnlich und auch empfehlenswert: Pillars of Eternity. Das ist zwar nun gar kein Indie mehr, bietet aber auch eine interessante Welt, v.a. die darin vorkommende "Seelenmagie" ist inspirierend bzw. versprüht für mich schon fast eine Art Horror-Flair.
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