[Issoy] Baustelle...

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    • [Issoy] Baustelle...

      Ich hab vor ein paar Monaten beschlossen, Issoy noch mal komplett umzubauen; dabei soll alles, was seit 2008 fest stand, überdacht werden. Ich will auch wirklich grundlegende Weltkonzepte ändern, ob mir das gelingt weiß ich noch nicht.

      Der Thread ist ein Versuch, das ganze für mich offizieller zu machen. Wenn ich nur sag, ich änder das, aber noch nicht weiß, durch was ich eine Idee ersetzen kann, so bleibt sie in meinem Kopf weiter bestehen - weil ja das bereits gebastelte weiterhin in meinem Weltenordner steht, usw.

      Auch würde mich interessieren, wie meine Logiklücken anderen erscheinen. Nur zu, senfet, senfet!

      Sooo... wo fang ich an?

      Legende: bisheriger Status Probleme, Kommentare

      Gründung der Welt: Die Kontinente Antiton und Deshni werden an die bestehende Landmasse von Soalu angehängt
      Größte Logiklücke: Der Kontinent liegt vorher schon auf etwas drauf, nämlich auf dem Paraboloid-Planeten... da kann man nicht einfach so ein Land dranhängen. Außerdem ist die Frage ungeklärt, wo das neue Land herkommt, ob es komplett designt ist oder vorher woanders existiert hat. Und wenn, dann worauf - auch auf einem Paraboloid? Gabs vorher zwei?

      Die deutsche Sprache wird von einem der Gründervölker gesprochen.
      Wo kommt die Sprache her? Ich hab eine ungefähre Vorstellung davon, wie es funktioniert, aber weil die Erklärung sehr lange braucht, klingt es wie eine massive ISSO-Bombardierung.
      Ich weiß auch nicht, wie die deutsche Sprache in vorissoyanischer Zeit so eine Vormachtstellung bekommen hat, dass sie irgendwie fast alle sprechen. Und ob die dann auch issoyanisch können. Und wann überhaupt das deutsche erstmals in issoyanisch-nahe Welten gekommen ist.
      Lösung wäre, die Geschichte VOR der Weltgründung ausführlich zu basteln. Was ich wohl auch vorhabe. Dumm nur, dass es in-world keinen einfachen Weg gibt, wie ein Historiker was über die Zeit herausfinden kann, es sei denn, ich bastle ihnen einen. Man kann ja z.B. keine archäologischen Ausgrabungen machen, wenn die Vergangenheit sich auf einer anderen Welt abgespielt hat, als die, wo man jetzt ist. Blöd.

      Dazu kommt, dass es massiv unlogisch ist, dass das gesprochene Deutsch auf Issoy unserem Deutsch überhaupt noch so stark ähnelt, da sich Sprachen ja im Laufe der Zeit wandeln, und ich mindestens 500 Jahre, wenn nicht 1000 Jahre Geschichte basteln müsste, von den Individuen, die unsere Welt verlassen haben, bis zu Issoy zu kommen.
      Die einzige Lösung erscheint mir da zu sein, auf eine direkte Abstammung zu verzichten. Aber wo kommt die Sprache dann her? Telepathie?

      Issoy ist bis auf wenige Ausnahmen eine abgeschlossene Welt
      Ist aufgrund vieler Plotlinien, Geschichtsdetails ohnehin nie so gewesen, und wird nun ins Gegenteil verkehrt: Issoy als basteltechnisches Zentrum eines breiteren Ausschnittes aus einem Multiversum.
      Mit ganz vielen kleinen Welten drumrum. So, dass eine reiche Familie durchaus mal mehrere Welten besitzen kann. :D

      Das Zugvolk wird nicht weiter bebastelt.
      Hmm, wenn ich schon alles umbaue, dann wird auch das mysteriööse Zugvolk mal entmysteriert. Dann könnte ich z.B. deren Herkunftswelten basteln, oder deren Innenpolitik. Mal sehen.

      Issoy zerfällt im Jahre 643 n.I. in viele kleine Teile und erholt sich nicht mehr davon.
      Das Konzept würde ich wirklich zuu gerne kippen, aber was wird dann aus der detailliert gebastelten Geschichte von Thiios, die nach diesem Zerfall angesiedelt ist?
      Mir ist selber irgendwie unwohl dabei, dass ich meine Welt untergehen lasse, grad wenns spannend wird. Ich überlege also, die Katastrophe (für die ich nebenbei bemerkt KEINE plausible Erklärung hab, blöde Logiklücke) umzubauen, abzuschwächen. Vielleicht ist es gar nicht die Welt an sich, die zusammenstürzt, vielleicht kippen nur ein paar Städte aus der Realität raus?
      Die Frage hängt natürlich auch damit zusammen, wie stabil die Welt überhaupt so ist, und wie sie entstanden ist.

      Auf Issoy werden keine Kriege geführt.
      Das könnte eventuell sogar so bleiben, aber wenn ich viele andere Welten ins Setting dazunehme, führt Issoy unter Umständen (als Nation) dort Krieg. Vielleicht erobern die Issoyaner regelmäßig fremde Welten. Wär schon irgendwie auch cool. :D

      Ungeklärt: Kann Materie einfach so erschaffen werden?
      Tja, die ewige Magietheorie-Baustelle. Mittlerweile ist auch schon gefühlt alles, was ich voriges Jahr dazu gebastelt hab, überholt (obwohl ich natürlich momentan nicht dran bastle, das geht nur im Herbst. ;D Ich bin halt sehr saisonal.)

      Wirtschaftskonflikte und Kriege, die mehrere Welten überspannen, werden irgendwie sinnlos, wenn Magie so mächtig ist, dass sie alles einfach erschafft. :-/ Ich hab das auch nie wirklich festgelegt; ich weiß auch nicht, wie etwas erschaffen werden kann, und wie schwierig es ist.
      Was ich recht nett fände, wäre, wenn man quasi auf Jagd in die Traumwelt gehen kann, und dort Treibgut sammelt, was immer halt von irgendwelchen kaputten Welten übrig ist.
      Andererseits will ich das Erschaffen auch nicht komplett ausschließen.

      Der Alltag ist weitgehend unmagisch, mit Ausnahme von kleinen Telekinese-Tricks
      Issoy wird aufgerüstet... wie genau, weiß ich nicht, aber das Konzept, das ich am Anfang hatte, sah vor, dass überall in jedem Haushalt Hilfsgeister am Werk sind, die z.B. das Wasser pumpen. Direkt Geister möchte ich jetzt dafür nicht einsetzen, aber so was ähnliches.
      Generell wird die Automatisierung der Magie also viel höher sein, als bisher vorgesehen; und die Flaschengeist-Computer werden wohl leistungsstärker, oder für mehr zuständig (und umbenannt, weil Flaschengeist ein zu langes Wort ist... hm...)

      Der Alltag wird auch sonst aufgepeppt. Fliegende Teppiche (o.ä.) die ich schon mal hatte, kommen wieder rein. Oder zumindest fliegende Dinge, wenn schon keine Teppiche. Ich seh keinen guten Grund, dass es ausgerechnet Teppiche sein sollten. ;D

      Kommunikationsmittel hab ich mal recht low-tech angelegt, mittlerweile bin ich aber der Meinung, dass ich ein magisches Äquivalent eines Telefons oder eines E-Mails/Fax unbedingt auch haben will. Vielleicht sogar darüber hinaus. Das Gefühl einer modernen, globalisierten Welt ist mir irgendwie wichtig, da muss notfalls die Magietheorie abgeändert werden.
      Ahja, wo ich schon dabei bin - ich werde mir von meiner eigenen Magietheorie weniger in die Arbeit pfuschen lassen. *gelob*

      Lebensverlängerung? 300jährige?
      Ein Problem, das ich auch schon einige Jahre umgehe - ich hab ursprünglich die Idee gehabt, dass der Magie-Stand von Issoy es ermöglicht, nahezu unbegrenzt zu altern, und dass auch die meisten Krankheiten kein Problem darstellen.
      Dann habe ich natürlich sofort zwei Erklärungsprobleme: 1) Warum sinkt die Bevölkerung trotzdem? Warum leben dann nicht fast alle ein paar Jahrhunderte?
      2) Warum sterben die Leute in Thiios (NACH Issoy und technologisch auf ungefähr selben Niveau) dauernd sehr früh? (Künstlerbiographien... da hab ich sehr oft frühe Tode drin, die dann wieder biographisch mit anderen zusammenhängen. Das kann ich nicht so ohne weiteres umbauen)

      Ist also die Lebensverlängerungstechnologie a) verloren gegangen, b) zu teuer für Atin Normalissoyaner, c) riskant (was wird riskiert?), d) psychisch ungesund (Altersdemenz? ISSO?)
      Eine denkbare Lösung wäre, dass es damit zusammenhängt, wie die Welt beschaffen ist, auf der man lebt, wie "real" sie ist. Und wieviel Zeit man auf dieser Welt verbringt. Man kann ja Reisen zwischen Welten - halt, das ist das nächste Problem.

      Reisen zwischen Welten: Im Traum (Körper verlässt die Welt nicht) oder im Wachen (Körper verlässt die Welt)...
      Traumreisen sind wohl, so wie meine Welten aufgebaut sind, immer möglich.
      Aber was ist bei Wachleben-Reisen? Wenn jemand mit einem physischen Körper eine Welt verlässt, und wohin geht, wo es keine Physik gibt? Dann verliert er ja im Prinzip seinen Körper, es sei denn, er wäre irgendwo "zwischengespeichert". Und wenn er zurückkehrt, hat er dann den selben Körper wie vorher, oder muss er ihn im Prinzip neu erschaffen?

      Noch so ein Problem, was ich seit Jahren herumschleppe. Hier hab ich im Moment gar keinen Lösungsansatz. :-/

      Verwandlungen, Gestaltwandler, ...
      Ich hab theoretisch Werwölfe - oder sagen wir, Magier mit einem Hobby für Wolfsverwandlungen - von Anfang an dabeigehabt. Wie das funktioniert, weiß ich nicht. Hängt mit der Frage, wie wichtig der Körper als solcher physisch überhaupt ist, zusammen, und, wie leicht Verwandlungsmagie ist. Und natürlich, wenn man sich in einen jüngeren Körper seiner selbst verwandeln kann, stellt sich auch wieder die Frage nach dem ewigen Leben.

      Hier kommen also buchstäblich alle Probleme zusammen... uaah. Dafür hab ich das Gefühl, die wichtigsten Logiklücken jetzt mal zusammengefasst zu haben. Dass ich die Geschichte umschreibe, muss ich hier im Thread glaub ich nicht ausführen (das sind sowieso lauter Details, die ich nie wo vorgestellt hab, glaub ich). Ich vermute zudem, dass ich schon genug verwirrt hab. :pfeif:

      Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • 1) Warum sinkt die Bevölkerung trotzdem?

      Ich stelle mir gerade vor, wie Leute bevorzugt verschluckt werden, wenn sie diese Methoden anwenden. Also das sie sich von der Welt irgendwie abspalten oder von der Realität. Das würde es sehr unattraktiv machen, diese Technologie zu nutzen.

      2) Warum sterben die Leute in Thiios (NACH Issoy und technologisch auf ungefähr selben Niveau) dauernd sehr früh? (Künstlerbiographien... da hab ich sehr oft frühe Tode drin, die dann wieder biographisch mit anderen zusammenhängen. Das kann ich nicht so ohne weiteres umbauen)

      Ist Issoy nicht irgendwie eine Traumwelt...braucht es da nicht eine Alptraumkomponente? Könnte Inspiration einen Künstler näher an die gefährlichen Bla-blub-blubs bringen, die sein Leben gefährden?

      Und natürlich, wenn man sich in einen jüngeren Körper seiner selbst verwandeln kann, stellt sich auch wieder die Frage nach dem ewigen Leben.

      Was wenn du dich quasi von deinem Körper lösen musst, um dich zu verwandeln? Das könnte übel enden, wenn jemand nicht in den neuen Körper reinkommt...oder ewig im neuen Körper festsitzt. Oder wenn die neuen Körper kurzlebiger sind als der Ursprungskörper...einfach wegen dem Trauma der Verwandlung vielleicht...oder wegen der Beschaffenheit eines Kunstkörpers?
      Willkommen im Kreis der willfährig leichtgläubigen und begeistert abseitigen Phantasten. --- Entropie
    • Oder wenn die neuen Körper kurzlebiger sind als der Ursprungskörper...einfach wegen dem Trauma der Verwandlung vielleicht...oder wegen der Beschaffenheit eines Kunstkörpers?

      Das fühlt sich richtig an. :)

      Für die Werwölfe müsste ich aber eventuell noch ein Hintertürchen lassen; dass die sozusagen ihren "echten" Körper irgendwie/wo zwischenspeichern können, und wieder zurückkehren.

      Zweitens ist es wohl auch einfach schwierig, so eine Verwandlung durchzuführen, wenn man nicht grad ein geborener Werwolf ist. Dann wird die Langlebigkeit auch relativer - weil man sich mit jeder Verwandlung z.B. unangenehme Krankheiten einfangen kann. Krebs, der durch Magie entsteht, klingt ziemlich gefährlich, selbst wenn man Magie auch zum Heilen zur Verfügung hat.

      Ich stelle mir gerade vor, wie Leute bevorzugt verschluckt werden, wenn sie diese Methoden anwenden. Also das sie sich von der Welt irgendwie abspalten oder von der Realität.

      Die Idee hatte ich mal so eingebaut, dass Populisten gegen die Werwölfe hetzen, weil sie fürchten, dass es der Realität schadet. Mit den Ideen, die ich grad im Kopf habe für ein insgesamt abgefahreneres Issoy passt das aber nicht so gut zusammen.

      Aber natürlich - Unfälle passieren, und können einen schon mal ins Void befördern. :diablo:

      Ist Issoy nicht irgendwie eine Traumwelt...braucht es da nicht eine Alptraumkomponente? Könnte Inspiration einen Künstler näher an die gefährlichen Bla-blub-blubs bringen, die sein Leben gefährden?

      Hehe, das mag auf einige wenige zutreffen, aber eher ganz konventionell, dass die einfach wahnsinnig werden, oder wie auch immer.

      Alpträume kommen eher bei Reisen zwischen Welten ins Spiel. Und gehören dort zwar nicht zu den gefährlichsten, aber wohl zu den unangenehmsten Dingen, die einem widerfahren können. Die Welten selber aber sind prinzipiell nicht traumweltiger als die Erde auch - oder zumindest nicht besonders viel.
      Es gibt da eine Skala, die von wenig traumartig (Erde) bis sehr traumartig (ganz instabiler Trübtraum) reicht. Issoy liegt nicht ganz so weit auf einer Seite wie die Erde, aber fast.

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    • Hehe, das mag auf einige wenige zutreffen, aber eher ganz konventionell, dass die einfach wahnsinnig werden, oder wie auch immer.

      Aus irgendeinem Grund musste ich halt an "die Leiden des Jungen Werther" denken, wo unerwiderte Liebe zu Selbstmord führt... und es gab im 19. Jhd. hartnäckige (aber falsche) Gerüchte einer Selbstmordwelle, die das Buch ausgelöst habe.

      Ansonsten fallen mir bei früh gestorbenen Künstlern Vincent van Gogh und Franz Schubert ein. Aber ich habe nicht den Eindruck, dass Mittellosigkeit und Syphilis das Bild, dass ich von Issoy im Kopf habe, besonders gut treffen. Von dem was du zu Thiios erzählt hast, wirkt auch Issoy mehr wie eine Welt, wo Bücherlesen gefährliche Nebenwirkungen haben kann, als eine Welt, wo Kunst nicht ausreichend gewürdigt wird. ;)

      Leider fällt mir nicht viel ein, was die Bevölkerungszahl unmerklich oder ohne Panik senken könnte. Periodisch auftretende Zombie-Apokalypsen wären zum Beispiel ein wunderbarer Schrecken für das bildungsbürgerliche Milieu deiner Welt ( ;)) aber gleichzeitig habe ich das ungute Gefühl, dass die Leute bereits nach der ersten Auferstehung Maßnahmen ergreifen, um dem Problem zuvorzukommen. Friedhöfe voller Bärenfallen...oder Friedhöfe mit einem Burggraben und Zugbrücke würden da ja sehr viel abwenden können.

      Wie wäre es mir einer interdimensionalen "Waschbär"-Plage? Die so genannten "Waschbären" könnten alles mögliche sein, eine Gefahr, die immer wieder Leute verschwinden lässt. Oder eine "Mücken"-Plage. Wer weiß denn schon, was eine "Mücke" mit Anführungsstrichchen ist und ob es sich nicht um einen unverschämten Euphemismus handelt? :pfeif:
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    • Eine äußere Gefahr gibts theoretisch - sogenannte "antike Magier" reisen durch das Void und versklaven Welten. Aber die werden nach Issoy nicht reingelassen, die wehrt man schon weiter draußen ab.

      (Theoretisch könnte ich aber, wenn ich das mal brauch, auch einen Plot haben, wo die Welt im allerletzten Moment vor einem bösen antiken Magier gerettet werden muss, der ansonsten alles und jeden versklavt. Aber die Sorte von Plot mag ich zwar, kann ich aber schlecht schreiben, liegt mir irgendwie nicht)

      Wie wäre es mir einer interdimensionalen "Waschbär"-Plage? Die so genannten "Waschbären" könnten alles mögliche sein, eine Gefahr, die immer wieder Leute verschwinden lässt.

      Hmm. Du setzt mir da eine Idee in den Kopf, die mir fortan immer einfallen wird, wenn ich über das nachdenke. Waschbären sind cool. ;D

      Ich überlege, ob es "unscharfe Zonen" gibt, in denen sich Traumwelten mit meiner Welt überlappen. Rund um die Stadt Silraw ist beispielsweise eine Wüste, wo ich mir gerne vorstelle, dass in dem Gebiet einfach so Traumwesen herumlaufen, und Traumgebäude herumstehen und ab und zu verschwinden.

      Ich hab nur keine Erklärung dafür, warum die das Zulassen sollten, dass es solche Gebiete gibt. Es sei denn, sie werden für irgendwas gebraucht, oder man kriegt sie nicht weg. Hmm.

      Ansonsten fallen mir bei früh gestorbenen Künstlern Vincent van Gogh und Franz Schubert ein. Aber ich habe nicht den Eindruck, dass Mittellosigkeit und Syphilis das Bild, dass ich von Issoy im Kopf habe, besonders gut treffen.

      Mir fallen noch Mozart und Schumann ein. ;)
      Aber ja, Armut ist in Issoy praktisch nichtexistent. Zumindest im offiziellen Staatsgebiet, ein paar Länder fallen da notorisch durch den Rost.

      Periodisch auftretende Zombie-Apokalypsen wären zum Beispiel ein wunderbarer Schrecken für das bildungsbürgerliche Milieu deiner Welt ( ;)) aber gleichzeitig habe ich das ungute Gefühl, dass die Leute bereits nach der ersten Auferstehung Maßnahmen ergreifen, um dem Problem zuvorzukommen.

      Ne, also Zombies kann ich echt ausschließen. ;D Die wären ja im Prinzip irgendwie falsch funktionierende Menschen (haben ja noch Gehirne) und da glaub ich, verstehen die Issoyaner zuviele Tricks im Bereich Psychologie und geistiger Manipulation...

      Fremdartige Spezies wären noch eine Möglichkeit. (Die mir jetzt im Kopf hängt, weil ich grad angefangen hab, Doctor Who zu schaun) Issoy hat ja neben den Menschen noch die Sternenboten/Dachziegelfresser. Und das Zugvolk ist theoretisch nicht ausschließlich menschlich. Und die Traumwelt kennt auch nichtmenschliche Bewohner zuhauf. D.h. ich könnte noch mehr Richtung Sci-Fi gehen, wenn ich sowieso schon andere Welten näher an das Setting binde.
      Vom Gefühl her würde ich aber sagen, dass Issoy (als weltenübergreifende politische Macht) sich durchaus gegen Gegner aller Kaliber erwehren kann, und somit ein bisschen die Weltmacht Intervoidmacht spielt, und auch gern mal auf anderen Welten politisch aktiv wird, oder so.

      Eine alternative Katastrophe statt dem Zerfall ... wäre, dass es einfach großflächige Gebiete gibt, die quasi traumweltartig instabil geworden sind, sich aber dabei gleichzeitig immer noch fest verbunden auf dem Paraboloid befinden. Wenn man so ein Gebiet betritt, verhält sich die Umgebung chaotischer - man könnte von Alptraumkreaturen angefallen werden, man könnte auch einfach verschwinden. Man träumt sozusagen im Wachen.

      In diesem Szenario würde Thiios (die Stadt) weiterhin auf Issoy bestehen bleiben - nur das Gebiet drumherum wäre halt unbewohnbar, weswegen sich alles so verhält wie es im Thiios-Setting das nunmal tut.
      Tja, ich glaube, ich hab damit eine Lösung (für den Zerfall) gefunden. Aber da muss ich noch ein paar dutzend Mal drüber schlafen. ;D

      Offen bleibt dann noch, ob sich die Landmassen, also die Kontinente, selbst großflächig verändern können. Müsste ja eigentlich gehen, zumindest in unscharfen Zonen.

      Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • Ich nehm mir mal vor, diesen meinen Thread zu kapern, um generell mal öfter über Bastelprobleme zu schreiben... kA wie was genau.

      Heut hab ich mal wieder das Gefühl, dass Issoy einfach hint und vorne "falsch" ist; zu viele Ideen sind einfach sowas von 2008, dass ich sie 2016 nicht mehr weiterverfolgen will, andererseits hänge ich auch am Alten natürlich. Ich hab aber das Gefühl, dass bei Issoy die Ideen, die zu Awesomeness führen würden, oft in einem frühen Stadium abgewürgt werden, weil irgendetwas bestehendes dagegen spricht.

      Einerseits mag ich ja die Vorstellung, dass Philosophien eine zentrale Rolle spielen für die Politik und generell alles - aber auf der anderen Seite kommt mir gerade das oft beim Basteln in die Quere. Vllt sollte ich also zumindest ein stückweit davon wegrücken, sozusagen Platz lassen für die Ausreißer.

      Was Issoy noch immer massiv fehlt, ist Leben. Ich hab einen kleinen Haufen Protas, die als Teenager im siebten Jahrhundert herumhängen, aber um die sich keine wirklich relevanten Plots drehen. Und dann hab ich ein paar bekannte Philosophen und Magietheoretiker. Und das wars dann. Einfache Menschen im ersten Jahrhundert? Fehlanzeige. Die WBO bringt mich zwar jedes Jahr dazu, mal kurz welche zu basteln, aber die setzen sich nicht in meinem Gedächtnis fest, werden nicht Teil der Welt in meinem Kopf, nur Teil meiner Bastelordner, wo sie im Chaos der doppelt und dreifach gebastelten Sachen untergehen.

      Vom Gefühl her würde ich mir gerne erlauben, ganz viel umzustoßen und neu zu basteln. Ich bin ja nicht mehr derselbe, der ich 2008 war, warum sollte der Kontinent also genauso aussehen? Andererseits würde das mein halbfertiges Brettspielprojekt so ziemlich killen. Außerdem weiß ich gar nicht, warum ich geographisch irgendwas umstoßen sollte... nur, dass sich manches falsch anfühlt.

      Es scheint mir so zu sein, dass ich Issoy von Anfang an teilweise absurd rückwärts gebastelt habe - d.h. ich weiß über Details bescheid, aber ignoriere das große Ganze. Womit ich jetzt weniger die Politik meine (denn die habe ich immer zumindest nebenher ein bisschen gebastelt) sondern ganz grundlegende Fragen wie: Wie geht Issoy eigentlich mit Einwanderung aus anderen Welten um?

      Die Idee vom super-utopischen Sozialstaat ist ja ein bisschen inkompatibel mit der Idee, grundsätzlich beliebig viele Einwanderer zu nehmen. Also, jetzt wirklich "beliebig". Da das Multiversum unendlich ist, wären das potentiell sehr viele.

      Eine andere Frage, die total offen ist, ist, "besteht die Welt eigentlich aus Atomen?" Meine Magietheorie bringt mich da schon in Verlegenheit, weil ich auch gar keine Lust drauf habe, mir zu überlegen, wie ich von magischen Objekten auf der alleruntersten Ebene zu physikalischen Atomen komme. Andererseits würde die Existenz von Atomen unter Umständen Probleme machen: Da der Rand der Welt unscharf ist, könnte da ja z.B. Giftgas aus dem Void hereinsickern, wenn es grad lustig ist. Und in Kleinwelten stellt sich die Frage, ob ein stabiles Ökosystem überhaupt möglich ist... und trotzdem, wenn ich Atome weglassen würde, hätte ich auch ein Problem, weil ich dann das Gefühl habe, mir fehlt die Physik komplett. Okay, Rilli macht es ja gerade vor, dass man die grundlegenden physikalischen Gesetze auch einfach neu basteln kann aber... meine Welt ist halt nicht abgeschlossen. Man kann theoretisch von der Erde dorthin, und es gibt eine kontinuierliche Strecke von Welten, die dazwischen liegen würden, also einmal Issoy ähnlich, mal der Erde ähnlich.

      In einem Traum selbst muss es aber halt keine Atome geben - aber wenn es dann die nicht gibt, wie verhält sich ein solcher nichtphysikalischer Körper, wenn er in eine physikalische Welt versetzt wird? Gibt es ein narratives Prinzip, was hinter den Kulissen die Fäden zieht und dem Traum-Menschen plötzlich innere Organe verleiht, die er vorher nicht hatte? Oder stirbt er einfach, mangels realer Gehirnzellen, sofort?

      Naja. Mein jetziger Plan ist einfach mal, die wunden Punkte meiner Welt ausfindig zu machen, und dann Salz draufzustreuen. Weil ich das Gefühl habe, dass ich sie sonst immer nur verdränge, und dann kann sich Issoy auch nicht so richtig weiterentwickeln...

      Die deutsche Sprache wird von einem der Gründervölker gesprochen.
      Wo kommt die Sprache her? Ich hab eine ungefähre Vorstellung davon, wie es funktioniert, aber weil die Erklärung sehr lange braucht, klingt es wie eine massive ISSO-Bombardierung.

      Immerhin, das Problem von 2014 ist jetzt soweit gelöst. Ich nutze dabei den psychologischen Trick, dass eine Erklärung, die viele Details enthält, realistischer wirkt, als dieselbe Erklärung ohne Details. Sprich, die ISSO-Erklärung von damals hat ne Story bekommen.

      Ich glaube, dass ich meine Welt so unscharf in einem unendlichen Multiversum ansiedle, bringt mir immer wieder Probleme ein. Es gibt einfach keinen ultimativen globalen Standpunkt. Unsere Weltgeschichte, so enorm komplex sie auch ist, ist nicht unendlich komplex; die Liste mag zwar lang sein, aber irgendwann hat man theoretisch alle Völker der Welt erfasst. (Und wenn man grob nach Kontinenten geht, ist man auch schnell fertig) Das geht aber bei einem Multiversum nicht. Früher hab ich mir gedacht, ich bastle Issoys Politik halt abgeschlossen, und erkläre, dass es kaum Außenkontakt gibt. Davon bin ich abgekommen, weil viele Details ohnehin schon dagegen sprachen.

      Jetzt in der momentanen Konzeption ist Issoy nur die Zentralwelt von einem ganzen Gewebe aus Welten, die alle irgendwie verstrickt sind; von denen kenne ich aber fast keine. Jedenfalls erstreckt sich Politik definitiv auf mehr als eine Welt, da Issoyaner Kolonien in anderen Welten gründen. Das bringt mich zwangsweise wieder näher an eine SF-Perspektive, da die Situation einem Weltall mit einer Menge Planeten ähnlich ist - aber eben noch schlimmer, weil prinzipiell ja alles möglich ist. Bzw. es ist mir nicht klar, was denn nun nicht möglich ist. Die unendlichen Möglichkeiten erschlagen mich ein bissel...

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    • Ah du bist mir zuvorgekommen einen Thread über eigene Bastelprobleme aufzumachen/zukapern. Kein Wunder. ^^
      Ich möchte kurz einen Denkanstoß zu Atomen bringen. Atomisten gab es schon im antiken Griechenland, daher haben wir ja auch den Namen, aber bewiesen ist diese Idee noch nicht so lange. Wenn ich mich recht entsinne musste Boltzmann Atome noch im 19. Jh. gegen andere Physiker verteidigen. Also eine Physik ohne Atome ist vielleich sehr gut bastelbar. ^^
    • Kann gut sein. Aber ich bin halt nicht wirklich Physiker, ich betrachte das (und Chemie) eher als eine meiner Unwissensbereiche. ;)

      Es kommt auch wohl nicht so drauf an, ob es jetzt Atome gibt oder nicht, sondern, was generell so mit den bekannten Stoffen ist; z.B. braucht man Sauerstoff um zu atmen? Und wenn nein, müsste ich mir ja die gesamte Körperchemie anders überlegen. Oder das Problem ignorieren und nie wieder ein Wort darüber sprechen. ;D

      Ah du bist mir zuvorgekommen einen Thread über eigene Bastelprobleme aufzumachen/zukapern. Kein Wunder. ^^

      Ich warte schon auf das :T (das ich grad nicht schreiben kann und wo ich zu faul bin, mich durch die Sonderzeichen zu wühlen^^)

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    • Jundurg schrieb:

      Mir ist selber irgendwie unwohl dabei, dass ich meine Welt untergehen lasse, grad wenns spannend wird.
      Ein sehr früher nächtlicher Traum über meine Welt dreht sich genau um so etwas. Oder zumindest etwas, dass "die Welt aus den Angeln hebt" und grundlegend erschüttert. Wenn die Welt davor mit Leben und Geschichten erfüllt wird, ist das doch eine spannende Angelegenheit. Man weiß dann viel mehr, was aus übrig gebliebenen Teilstücken wird, und warum sie so sind, wie sie sind. Der Verlust vieler liebgewordener Orte und Personen ist natürlich tragisch, doch das liegt erst in der Zukunft. Keine Person ahnt in den Jahren etwas von der dräuenden Gefahr.


      Jundurg schrieb:

      Ungeklärt: Kann Materie einfach so erschaffen werden?
      Tja, die ewige Magietheorie-Baustelle. Mittlerweile ist auch schon gefühlt alles, was ich voriges Jahr dazu gebastelt hab, überholt (obwohl ich natürlich momentan nicht dran bastle, das geht nur im Herbst. Ich bin halt sehr saisonal.)

      Jundurg schrieb:

      Eine andere Frage, die total offen ist, ist, "besteht die Welt eigentlich aus Atomen?" Meine Magietheorie bringt mich da schon in Verlegenheit, weil ich auch gar keine Lust drauf habe, mir zu überlegen, wie ich von magischen Objekten auf der alleruntersten Ebene zu physikalischen Atomen komme. Andererseits würde die Existenz von Atomen unter Umständen Probleme machen: ... ...
      In einem Traum selbst muss es aber halt keine Atome geben - aber wenn es dann die nicht gibt, wie verhält sich ein solcher nichtphysikalischer Körper, wenn er in eine physikalische Welt versetzt wird? Gibt es ein narratives Prinzip, was hinter den Kulissen die Fäden zieht und dem Traum-Menschen plötzlich innere Organe verleiht, die er vorher nicht hatte? Oder stirbt er einfach, mangels realer Gehirnzellen, sofort?
      Verrennst du dich da womöglich in winzigen Details? Versuch mal sinnbildlich einen Schritt zurück zu gehen und deine Welt als Ganzes zu betrachten. Was gehört dort unbedingt rein? Was macht Issoy in seinem Kern aus? Wenn du das dann hast, dann wird IMHO der Rest passend angeglichen. Toll wenn man es logisch zu erklären vermag. Alles andere wird handwedelnd Proklamiert und mit einer Priese ISSO abgeschmeckt. Mein ehemaliger Warp-Antrieb war lange Zeit ebenfalls nur ein Platzhalter, bis mir eine eigene fantasievolle Antriebsmöglichkeit einfiel. Doch meine Welt hätte dieses Detail nicht grundlegend verändern dürfen, nur damit dieses Stück Technologie physikalisch korrekt hineinpasst.
      In der Fantasy-Welt Eskir mögen zwar Lebensformen magisch werden, wenn sie sie betreten und auch von der Magie verändert werden. Doch sie vermögen zu überleben, wenn sie das Feld verlassen. Allenfalls die 'Dämonen' dürften in Mitleidenschaft gezogen werden. Wobei mich das wieder auf eine Idee bringt ... :)
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Damokles-Sternenring - meine kleine Galaxie
      Rollenspiel-Anekdoten
    • Verrennst du dich da womöglich in winzigen Details?

      Ja. Vielleicht kann ich nicht anders. %-) ;)

      Naja, ich denk jetzt mal durch, wie (m)eine Welt ohne Atome funktionieren würde.
      1) Es gäbe kein "Sauerstoff", "Wasserstoff", "Kohlenstoff", usw.

      Wasser ist einfach Wasser. Es kann nicht weiter aufgespalten werden, es kann halt verdampfen. Wie atmen Fische? kA. Sie atmen halt Wasser. Luft - hm, geht eine Kerze unter einem Glasdeckel aus, wenn ja, warum? Vielleicht müsste ich mir für solche Fälle eine eigene Physik basteln. Vllt sowas wie "Frische". Frische Luft ist atembar, wird durchs atmen aber unfrisch, und wenn alle Frische aufgebraucht ist, geht die Kerze aus bzw. der Mensch erstickt.

      Das würde vage zu einem älteren Magietheorie-Konzept passen, wo ich den Begriff "Erfülltheit" noch ganz unverkrampft für lebendige Materie benutzt habe. Demnach müssen Lebewesen erfülltes Material aufnehmen. D.h. Luftfrische, bzw. erfülltes Essen. Das wäre dann auch die Begründung, warum Essen primär von Lebewesen stammt. Die sind ja auch erfüllt. Lebewesen erzeugen also in sich bis zu einem gewissen Grad Erfülltheit... können diese aber nicht an die Luft abgeben? Moment, Pflanzen schon. Die würden also Frische an die Luft abgeben, die sie in sich erzeugen.
      (So ähnlich hab ich mir vor Jahren mal meine Version von Gamp's Law gebastelt, also eine Begründung, warum man Essen nicht einfach erschaffen kann. Das würde mir auch weiterhin passen)

      In der detailfitzelischen Magietheorie ist Erfülltheit als Begriff drin, ich weiß aber grade nicht mehr, für was genau. Es war glaub ich sehr kompliziert. ;D Aber falls Erfülltheit schon besetzt ist, nehme ich halt "Frische", zumindest für Luft.

      2) Aber was ist mit den anderen Welten im Multiversum?

      Mein Multiversum-Konzept ist gnadenlos groß. Es enthält alle denkbaren Welten, also auch unsere, die ja atomar-quantenphysikalisch aufgebaut ist. Das wär für sich ja noch kein Problem, aber was, wenn jemand aus einer solchen Welt in eine reist, die ganz anders aufgebaut ist? Gibt es einen Mechanismus, wie aus einem atomaren Körper ein nichtatomarer wird? Und wenn ja, warum gibt es diesen Mechanismus, wo kommt der her?

      Eigentlich dürfte es so einen Mechanismus nicht geben. Zumindest nicht für alle Welten gültig. Es könnte sich also nur um etwas handeln, was lokal funktioniert, in einem bestimmten Bereich, einer bestimmten Teilmenge des Multiversums.
      Vermutlich hat es was mit Träumen zu tun. Denn eine nächtliche Traumreise birgt ja die Möglichkeit eines Traumkörpers. Uh-oh, jetzt wirds esoterisch, denn hier bin ich im Grunde bei Astralreisen angelangt. Möp. Ok, da muss ich jetzt aber durch.^^

      Tjaa, was passiert eigentlich in einer Traumwelt?
      Bislang gehe ich davon aus, dass es eine magietheoretische Instanz gibt, die mehr oder weniger dem (menschlichen) Geist entspricht, in seiner Gesamtheit, und die die Eigenschaft hat, den dazugehörigen Körper aufrechtzuerhalten, selbst wenn die Welt rundherum nicht existiert (die diesen Job eigentlich normalerweise machen würde). Das funktioniert in begrenztem Maße sogar für Kleidung, aber nur wenn sie fast ständig am Körper getragen wird.
      Drum haben Void-Reisende meist ein paar Kleidungsstücke, die sie nie ablegen, um sich das Nackt-Ankommen bei so einer Reise zu ersparen. (Wobei das auch möglich sein könnte, vllt haben moderne Welten-Ankunftsgebäude einfach ein paar geschlossene Ankunftsräume, in denen Kleidung bereitgestellt wird)

      Das alles entspricht aber noch nicht den Traumkörpern per se. Die sind ja verformbar, klassisches Beispiel die variable Fingeranzahl, aber natürlich sind auch Verwandlungen in andere Körper, auch Tiere, möglich, bis hin zur kompletten Körperlosigkeit.
      Der entscheidende Unterschied ist dann wohl, dass es zwei Körper gibt, von denen einer ja immer noch im Bett liegt. Und der ist notwendig, denn ohne Körper gibts keinen Geist, soweit will ich schon physikalistisch bleiben... (das ist halt auch ein bisschen die Crux, dass ich, als ich Issoy angefangen hab, eingefleischter Idealist bin, heute aber Skeptiker und viele Ideen mag ich darum nicht in meinem Weltenbasteln reinnehmen, weil sie mir zu esoterisch scheinen...)

      Stellt sich also nur die Frage, was ist mit Dämonen? Bzw. allen körperlosen Wesenheiten, die es ja sehr wohl gibt, aber eben nur in den Traumwelten oder traumnahen Bereichen (die es auch in einer Nichttraumwelt geben kann, Issoy hat solche z.B. am Nachthimmel und im Süden). Körperlose Wesen, hm. Da muss es also einen nichtmateriellen Körper geben.

      ß ß ß

      Was mir grad auffällt: Da meine "Dachziegelfresser" bzw. Sternenboten nicht Lebewesen essen und nicht atmen müssen, stellen sie vllt wie Pflanzen selbst ihre "Frische" her. Uraltes Problem gelöst. ;D

      ß ß ß

      Okay, und körperlose Wesen müssen also, wenn sie in eine physische Welt wollen, sich dort manifestieren, nach den dortigen Regeln. D.h. wenn es dort möglich ist, aus dem Nichts Materie zu erschaffen, dann hilft das schon, und die Erfülltheit bringt dann eventuell der Geist selber mit.

      Ich glaub ich hab einen Fehler gemacht: Nämlich eine nutzlose Unterscheidung zwischen körperlich und nichtkörperlich. Ich kann ja auch einfach sagen, die Traumwelt beinhaltet schon auch Körper... okay, dann funktionieren wieder die Gestaltwandler nicht. Mift. Gut, dann gibt es bei Lebewesen eben eine "körperliche" bzw. einfach "weltliche" Komponente und eine ... andere. Konzeptuelle. Geistige. Hilfe, meine Welt ist dualistisch! :o Magietheorie sei Dank, ist Körper und Geist aber auf der untersten Ebene dann doch das gleiche. Daher kann ich mit diesem Dualismus jetzt wohl auch leben.

      Soo, das war jetzt ein wenig inkohärentes Gerambel, aber ich glaub ich hab eine Vorstellung davon gewonnen, wie meine Welt jetzt dann wohl funktioniert. :)

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    • Und wieder über ein Jahr später.

      Ich sammel mal wieder Dinge, die sich ändern müssen:

      - Zadanx und Hts. Beide Völker wurden 2008 beim ersten Weltenentwurf reingenommen, stammen aber ursprünglich aus einem komplett anderen Setting (Strategiespiel, und darum recht kriegerisch)

      Ich werde sie nicht komplett entfernen, da ich doch schon einige Verknüpfungen habe, aber ich werde sie vom issoyanischen Hauptkontinent runternehmen. D.h. der komplette Süden von Antiton ist jetzt erstmal wieder Terra Inkognita. Für die Zadanx und Hts überlege ich mir eine eigene Landmasse, die so weit getrennt von all den anderen liegt, dass sie quasi nochmal ne eigene Welt bildet.

      - Technologielevel, Magielevel; die praktische Anwendung von Magie sollte für den Einzelnen schwieriger sein, allerdings dafür etwas mächtiger. Das gilt vor allem für die soalnischen Kulturen. Da dürfte Ritualmagie der Schlüssel zur Macht sein, und deswegen sowohl gefürchtet wie auch verehrt. Außerdem habe ich vor, den Ursprung von Magie und Religion näher zusammen zu bringen und Übergangsformen zu basteln; historische Vorläufer zu moderneren Magieformen.

      - Geschlossenheit der Welt; Was ich hier im Thread vor einem Jahr eingeführt habe, dass Issoy nur die Kernwelt eines mehrweltigen Imperiums ist, fühlt sich nun doch irgendwie zu sehr nach Science Fiction an. Vor allem stört mich, dass das Setting so offen nach außen ist, dass die Enden ausgefranst sind, und ich kein richtiges Gefühl dafür kriege, wie es sich anfühlt, dort draußen zu leben. (Mein Kurzgeschichtenversuch dazu beim Adventskalender war zwar interessant, hat mich aber letztlich nicht überzeugt und fühlt sich schlicht nicht nach Issoy an.)
      Prinzipiell wird es zwar immer noch so sein, dass es andere Welten gibt, und Kommunikation, aber das Reisen sollte eine absolute Ausnahme sein.

      -> Bedeutet natürlich eigentlich auch, dass das Zugvolk seine Legitimation als interstellares Volk verlieren würde. Also auch kein Zugvolk mehr? :o

      - Geographie; dass der Süden von Antiton weg kommt, hab ich schon erwähnt (die Hts und Zadanx kriegen ihren eigenen Kontinent) - im Zuge dessen würde ich aber gerne konsequent sein und mir die gesamte Geographie neu überlegen. Es gibt keinen Grund, warum Soalūn die Form hat, die es hat, außer "Tradition". Einzig das Kernland von Issoy, Visinnur aka Deutschissoy passt mir in seiner Form. Die Halbinsel Chonosseym war immer schon eine Logiklücke, d.h. die kommt eventuell ganz woanders hin (nach Soalūn oder auf einen neuen Kontinent).

      Der Kontinent Deshni könnte nach Süden wandern; dafür Antiton/Issoy irgendwie weiter nach Westen? Ich hab die Paraboloidform der Welt eigentlich noch nie sinnvoll genutzt, sondern alles gebastelte befindet sich genau auf den jeweiligen gegenüberliegenden Seiten, und dazwischen ist nur Meer. Wie doof.

      Mehr Kontinente! Wie auch immer das Land aussieht, auf dem die Hts und Zadanx nun wohnen, es befindet sich im Süden und reicht näher an den Rand der Welt, bzw. an den südlichen Rand des Ozeans. (Wasser wird durch die Schwerkraft ja zum Schwerpunkt des Paraboloids hin gezogen, daher ist im Süden irgendwann keins mehr.)

      - Letlagen/Sesanfagen; Seefahrervölker machen im modernen Issoy eigentlich keinen Sinn. Wo kommen die überhaupt her? Und im Altertum waren die Meere ja chaotisches instabiles Gebiet, da ist erst recht keine Seefahrt möglich.
      D.h. an all diesen Konzepten muss ich rütteln. Die Rolle der Letlagen ist mir ähnlich unklar wie die des Zugvolks.

      - Visinnier und Deutsche; möglicherweise ist das ursprüngliche Visinnur einfach ein Kontinent, der sich im Altertum irgendwann existiert, und keine eigene Welt? Jedenfälls hätte ich es gerne so, dass es einzelne deutschsprachige Menschen auf Soalūn schon seit einigen Jahrhunderten gibt, ... komische okkulte Fremde.
      Also der bisherige Plan sah vor, dass ein Volk der Visinnier knapp der Auslöschung entging, und sich mit deutschen Flüchtlingen vermischt hat, und daraus die heutigen Deutschissoyaner hervorgegangen sind.

      Aber nach wie vor hätte ich gerne eine größere Geschlossenheit der Welt. Es ist fürchterlich anstrengend, ständig Ursachen für irgendwas außerhalb der eigentlichen Welt suchen zu müssen. Das waren zwar nette Erklärungstricks, aber es ist mittlerweile doch unbefriedigend.

      Gleichzeitig will ich aber auch keine Stories von Menschen, die sich noch an unsere Welt erinnern können, haben. Wie ich es sehr wohl haben könnte, wenn immer mal wieder Flüchtlinge aus den äußeren Traumschalen der Erde dort ankommen. Ich muss irgendwie herausfinden, was mich an dieser Idee eigentlich stört. Die Idee von Menschen, die entwurzelt sind, und sich damit abfinden müssen, in einer völlig fremden Welt zu leben, hat schon was. Nur dass mir dann viele irdische Ideen rüberpurzeln, passt mir nicht...

      -Werwölfe; Brauche ich sie wirklich? Wer sind sie? Spielen sie irgendeine Rolle, außer mich mit ihrer magietheoretischen Unverträglichkeit zu nerven?

      - Kontinentnamen; Soalūn und Deshni sind okay. Aber "Antiton" ist ja eigentlich ein Gebirgszug, und hat nur dann als Name für einen Kontinent herhalten müssen, weil ich nicht dauernd "Issoy" dazu sagen wollte, und alle verwirren. Hab ich dann aber sowieso gemacht.
      Nun möchte ich aber noch mindestens zwei Kontinente mehr, und wo der Antiton landet, weiß ich noch nicht.

      Ich möchte die geographische Umgestaltung möglichst so hinkriegen, dass ich außer ganz im Süden am Zugnetzplan nix ändern muss. Wenn mir die eine oder andere Stadt verschoben wird, ists nicht so schlimm... aber da ich schon die Halbinsel Chonosseym eigentlich rausschmeißen wollte, oder umdenken, muss ich mal schaun.

      (Chonosseym ist insofern obsolet, als dass es ursprünglich mal ne Insel auf Ngiana war, dann für Issoy 2008 umgebaut, da ich Ngiana ja zu diesem Zeitpunkt aufgegeben hatte. Ich könnte das Ding theoretisch an Ngiana zurückgeben, dort brauche ich es aber nimmer, und es gibt doch ein paar Anspielungen und Bezüge drauf, allerdings eher erst von Thiios aus. :freak: )

      - Taslu und die Kreaturenmagie; die sind irgendwie da und ich bastle nie an ihnen, die armen Tasluaner. :-[ Zudem weiß ich nicht, wie mächtig die Kreaturenmagie ist (mal eben neue Pflanzen und Tiere aus dem Nichts kreiieren, oder doch bloß vorhandene Spezies langsam magisch umzüchten?) und wie sie mit der restlichen Welt interagiert. Es ist unplausibel, dass eine Technologie einfach jahrhundertelang nur an einem Eck der Welt bleibt, und nirgendwo sonst auch nur die geringsten Auswirkungen hat.

      Soo, das waren viele Baustellen und Abreißschilder. :meh: Positiv muss ich aber auch sagen, dass ich zumindest für die nlakische Kultur auf Soalūn eine mittlerweile immer klarere Vorstellung bekomme. Wenn ich jetzt sowieso alle Länder mal lustig Ringelreia tanzen lasse, und die Geographie neu gemacht wird, kann ich mir da ja so viel Platz dafür geben, wie ich brauche. Mit Nlakern hab ich komischerweise keine Logikprobleme, es sind immer nur die doofen Issoyaner, die alles kaputt machen. >:( ;)

      edit: Noch so eine momentane Idee ist: Issoy sollte weitaus friedlicher sein als Ngiana. Und da es nicht schaden kann, meine Hauptwelten gezielt voneinander zu entfernen, werde ich mich in nächster Zeit bemühen, Issoy mal als extrem lebensfreundliche und gemütliche Welt zu bebasteln... auch schon in der Geschichte, nicht nur in der Gegenwart.

      edit2: Wie wäre es, wenn ich aus Raum ne Ressource mache - d.h. es gibt nur begrenzten Platz auf dem Paraboloid, und es gibt keine anderen bekannten Paraboloide, weswegen alle anderen Welten, die noch irgendwo sind, von anderer Qualität sind als Issoy/Soalūn? Dann hätte ich eventuell das Problem der Abgeschlossenheit besser gemacht, da es nur noch EINE Hauptwelt gibt, und nicht potentiell unendlich viele in unmittelbarer Nähe.

      -> heißt aber, dass die Geschichte des Imperiums von Deshni sich ebenfalls nicht so abgespielt haben kann, dass es auf ganz vielen anderen Welten war... dann waren die Rà-Lùyng (die auch mal nen neuen Namen bzw. eine neue Umschrift ihrer Sprache verdient hätten) vielleicht gar nicht ein Volk auf einer völlig fremden Welt - sondern einfach auf einem anderen Kontinent! :D

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    • Inspiriert vom Artifexian-Podcast hab ich über Kalender nachgedacht, und überlege jetzt, dass issoyanische Jahre total unterschiedliche Längen haben, also mal 200 Tage, mal 500, oder sogar ganz selten noch extremere Ausreißer, wobei es sich im Durchschnitt wieder ausgleicht, sodass die Altersberechnung im wesentlichen in die irdische übersetzbar ist. (vielleicht mit einem leichten Drall zu etwas längeren Jahren)

      Aber was ist überhaupt ein Jahr? Ein Sommer-Winter-Zyklus. Dieser ist am ganzen Paraboloid gleich, es gibt ja keine Südseite. Das Feuer im Inneren wird also durch Gründe periodisch stärker und schwächer. Ich suche noch nach irgendeinem klar erkennbaren Ereignis, woran man den Beginn eines Jahres festmachen könnte. Ein besonders kalter Tag, wo die Sonne nicht aufgeht, was immer nur genau einmal passiert, und danach wird es wieder wärmer? Oder umgekehrt eine Art Sommerhitzeexplosion, die einen Tag dauert, und danach kühlt es schnell ab? Sowas in der Art.

      Tage entstehen ja durch rotierende Raumkrümmung. ;D Da rüttel ich nicht dran, das ist mindfucky genug.

      Was aber auch unklar war, ist, was es mit dem Mond auf sich hat. Der ist ja eigentlich nur importiert von der Erde, als Idee, hatte ich mal gedacht. Vielleicht ist es aber auch so, dass der Mond von einer früheren Magierzivilisation geschaffen wurde, und zwar von den selben Leuten, die auch die Werwölfe geschaffen haben - damit hätte ich zwei Fliegen auf einen Schlag, außerdem gehören Monde und Werwölfe ja einfach zusammen. Ich weiß zwar immer noch nicht, wie das jetzt genau funktioniert, und was Werwölfe eigentlich sind, aber es ist ein Anfang.

      Auch der Mondzyklus dürfte etwas unregelmäßig sein... ob es sich beim Mond tatsächlich um einen Himmelskörper handelt, und nicht um eine bloße Himmelserscheinung (Massenhalluzination?) muss ich noch überlegen.

      Weiters hat Rillis Kommentar zu "Müssen Schiffe schwimmen können?" zusammen mit Tös abstrakten Wüsten bei mir ausgelöst, dass ich beschlossen habe, die Land-Meer-Dualität aufzubrechen. Es gibt nun also neben Land und Wasser etwas drittes... was genau es ist, weiß ich noch nicht. Aber es ist halt weder Festland, noch Meer.
      Auf Landkarten wird Meer übrigens grün gezeichnet - Wasser ist grün, das ist doch logisch! Für Issoyaner jedenfalls ganz eindeutig. (Es sieht genauso aus wie auf der Erde, es ist also eine kulturelle Eigenart, die Farben so zu betonen; und es ist natürlich ein etwas blaustichiges Grün)

      Das war's im Moment. Ich sammle immer noch einfach mal wild neue Ideen, damit ich am Ende (d.h. in den nächsten Monaten?) mal ein Weltenkonzept habe, was sich deutlich genug vom alten unterscheidet, damit ich das Gefühl habe: "Yeah, es wird neu, es wird besser." ;)

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    • Weiters hat Rillis Kommentar zu "Müssen Schiffe schwimmen können?" zusammen mit Tös abstrakten Wüsten bei mir ausgelöst, dass ich beschlossen habe, die Land-Meer-Dualität aufzubrechen. Es gibt nun also neben Land und Wasser etwas drittes... was genau es ist, weiß ich noch nicht. Aber es ist halt weder Festland, noch Meer.
      Yay mehr Hinterfragen von alltäglichen Konzepten ^^ :hops:

      Hm, wenn ich an nicht Meer, nicht Land, (nicht Himmel) denke, stell ich mir Materialien vor, die teilweise Eigenschaften von den erste beiden haben. Also z.B. Knete oder besser Schaum: die Oberfläche ist zumindest teilweise formbar, man könnte auf Schaumhügel klettern und zwischen den Blasen durchrutschen. So ein Hügel dehnt sich in der Sonne aus und die oberen Blasen zerplatzen vielleicht. Oder ein Haufen Wolleschnüre: auch hier könnte man nur schwerlich ein Haus aufbauen, vielleicht könnte man es in den Boden knoten und wieder könnte man sehr leicht in den Untergrund gelangen... hm ich glaube sowas bau ich ein. Eine Stoffstadt wollte ich schon lange haben.
      Woran denkst du, wenn du dir das "dritte Element" vorstellst? Wackelpudding?
    • Hm, wenn ich an nicht Meer, nicht Land, (nicht Himmel) denke, stell ich mir Materialien vor, die teilweise Eigenschaften von den erste beiden haben.


      Ich hab tatsächlich etwas vor, dass weder Land noch Meer zu ähnlich ist. Also eher Himmel, nur unten?^^

      Eine Stoffstadt wollte ich schon lange haben.

      Au ja. :thumbup:

      Eine Art geknoteter Leerraum wäre auch interessant; da kann man dann durch die Netze nach unten klettern.

      Aber bei all diesen Ideen hab ich irgendwie das Problem: Aus was besteht der Boden? Es liegt ja nach wie vor auf dem Paraboloid, was selbst aus sehr hartem Fels besteht (ganz tief unten ist es vielleicht sogar eine Art Stahl oder ein nichtirdisches nichtdefiniertes Material, was auch dem Druck einer ganzen Welt standhält)

      Bei Meer ist es halt so, dass da Wasser über dem Boden draufliegt. Im Fall von Land sind es halt Felsen, und Erde. Beim dritten Typus müsste es etwas anderes sein. Irgendwie stelle ich mir im Moment am ehesten eine Art schwarzen Nebel vor, der von der Konsistenz aber unterschiedlich dick sein kann und durchaus auch Berge bildet?
      Vermutlich ähnlich wie deine Schaum-Idee.

      Theoretisch habe ich ja noch einen vierten Typus, nämlich Void, bzw. undefinierte Stellen, die traumartig sind, deren genauer Inhalt also vom Betrachter und Begeher abhängt. Wenn mir für den dritten nix einfällt, nehm ich das... aber erstmal noch weiterüberlegen.

      Verdichtete Luft? Etwas Unsichtbares? Warmes Eis? Kalte Lava? Fließendes Glas?

      Irgendwie hab ich zwar Lust, was schräges zu basteln, aber was ich dann letztlich in der Welt als festen Bestandteil drinhab, sollte relativ gediegen sein... so, dass zumindest die Bewohner der Welt es problemlos als so normal sehen können, dass sie darüber nicht viel Worte verlieren. Wir zerbrechen uns ja auch nicht den Kopf, wie das überhaupt sein kann, dass es Meere gibt. ;)

      edit: Oder es ist eine andere Art von Luft (d.h. atembaren Gas) das schwerer ist als Wasser, und ein bisschen undursichtiger (aber prinzipiell schon transparent).
      Da es schwerer ist als Wasser, sinkt es zu Boden und verdrängt Meere. Aber Menschen können drin spazieren und atmen?

      Vielleicht ist es nur schwerer als Wasser, aber nicht tatsächlich so schwer. D.h. Menschen können drin nicht schwimmen. Physik ist sowieso in Issoy immer so ein bisschen am Index.^^
      -> Es gibt überhaupt keine absoluten Werte bezüglich Dichte, Masse, Temperatur. Es gibt immer nur relative.

      Hat auch zur Konsequenz, dass man nicht objektiv messen kann, welche Temperatur die Luft draußen hat. Man könnte nur z.B. 100 weise alte Männer nach draußen schicken, sie alle eine Temperatur auf einer Skala von 1-10 schätzen lassen und dann kann man draus nen Durschschnitt bilden. Fun fact: Die Flaschengeister zur Temperaturmessung haben die 100 weisen alten Männer schon integriert. :lol:

      Es könnte natürlich auch... Steine oder sowas geben, die je nach Temperatur eine gewisse Farbe haben; aber jeder Stein verhält sich ein bisschen anders. Um also wieder zu so etwas wie Objektivität zu kommen, zermahlt man ganz viele solche Steine und macht einen Sand draus, dessen Farbe dann so etwa eine Temperatur angibt. :)

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    • Neuere Überlegungen zur Schwerkraft:

      Am Paraboloid verläuft die Schwerkraft nicht dorthin, wo der Schwerpunkt der Masse liegen würde, sondern immer im rechten Winkel zur Oberfläche, als Linie gedacht, die direkt auf die Mittelachse führt.

      Diese Mittelachse, die Schwerkraftachse, rotiert jedoch, und zwar in einem Monatsrhythmus. D.h. wo unten ist, ändert sich im Verlauf eines Monats leicht. (So minimal, dass man es im Alltag nicht merkt, aber dass es eventuell etwas ähnliches wie Ebbe und Flut auslöst?)

      Der Mond ist eine Kugel und hängt auf einer Verlängerung dieser rotierenden Schwerkraftachse über dem Nordpol. Da er mitrotiert, gibt es Mondphasen - indem man einfach auf der Seite, wo grade Nacht ist, ein bisschen Tageslicht von drüben reflektiert bekommt.

      Es könnte sein, dass es nie Vollmond ist. ;D

      Naja, so ganz weiß ich noch nicht, ob ich das mit der rotierenden Schwerkraft durchziehen will. Ich hatte eine ähnliche Idee mal für İzlaşt, dort hätte sie aber ganz extrem und im Verlauf eines Tages rotiert...

      Ich weiß halt nicht, wie extrem sich sowas auswirken könnte - da der Mond ja schon deutlich rotieren soll, müsste die Achse ziemlich stark rotieren, und dann würde man ja sein Zimmer je nach Monatsphase umstellen müssen, damit die Kästen und Tische nicht umkippen. o_0 Sowas will ich nicht, da die Welt zumindest in manchen Gegenden täuschend erdähnlich wirken soll.

      -

      Ahja, und nochwas hab ich: Die Jahreszeiten könnten auch dadurch entstehen, dass sich der Raum selbst ausdehnt und schrumpft. Dann würde das Sonnenlicht aus dem Inneren des Paraboloids einen unterschiedlich weiten Weg zurücklegen müssen, um wieder auf die Oberfläche zu treffen, und sich in den weiten des Alls etwas mehr zerstreuen, wenn Winter ist. Könnte das überhaupt funktionieren? Verdammt, meine räumliche Vorstellungskraft reicht nicht für sowas. Isso, isso, isso! :fluecht:

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    • Jundurg schrieb:


      Neuere Überlegungen zur Schwerkraft:

      Am Paraboloid verläuft die Schwerkraft nicht dorthin, wo der Schwerpunkt der Masse liegen würde, sondern immer im rechten Winkel zur Oberfläche, als Linie gedacht, die direkt auf die Mittelachse führt.

      Diese Mittelachse, die Schwerkraftachse, rotiert jedoch, und zwar in einem Monatsrhythmus. D.h. wo unten ist, ändert sich im Verlauf eines Monats leicht. (So minimal, dass man es im Alltag nicht merkt, aber dass es eventuell etwas ähnliches wie Ebbe und Flut auslöst?)

      Der Mond ist eine Kugel und hängt auf einer Verlängerung dieser rotierenden Schwerkraftachse über dem Nordpol. Da er mitrotiert, gibt es Mondphasen - indem man einfach auf der Seite, wo grade Nacht ist, ein bisschen Tageslicht von drüben reflektiert bekommt.

      Es könnte sein, dass es nie Vollmond ist. ;D

      Naja, so ganz weiß ich noch nicht, ob ich das mit der rotierenden Schwerkraft durchziehen will. Ich hatte eine ähnliche Idee mal für İzlaşt, dort hätte sie aber ganz extrem und im Verlauf eines Tages rotiert...

      Ich weiß halt nicht, wie extrem sich sowas auswirken könnte - da der Mond ja schon deutlich rotieren soll, müsste die Achse ziemlich stark rotieren, und dann würde man ja sein Zimmer je nach Monatsphase umstellen müssen, damit die Kästen und Tische nicht umkippen. o_0 Sowas will ich nicht, da die Welt zumindest in manchen Gegenden täuschend erdähnlich wirken soll.

      -

      Ahja, und nochwas hab ich: Die Jahreszeiten könnten auch dadurch entstehen, dass sich der Raum selbst ausdehnt und schrumpft. Dann würde das Sonnenlicht aus dem Inneren des Paraboloids einen unterschiedlich weiten Weg zurücklegen müssen, um wieder auf die Oberfläche zu treffen, und sich in den weiten des Alls etwas mehr zerstreuen, wenn Winter ist. Könnte das überhaupt funktionieren? Verdammt, meine räumliche Vorstellungskraft reicht nicht für sowas. Isso, isso, isso! :fluecht:


      Wenn die Schwerkraftachse rotiert, gibt es dann einen Punkt, der immer auf ihr liegt, zum Beispiel der Nordpol des Paraboloids? Kannst du ungefähr sagen, um welchen Winkel die Scwerkraftachse geneigt ist. Winkel kann man ja schön im Verhältnis zum ganzen Kreis messen, das sollte also auch auf Issoy funktionieren...

      Und du hast es vermutlich schon iregndwo geschrieben und ich habe es vergessen, aber wo genau ist die Sonne und wie genau fliegt sie um den Paraboloid herum? Und welche Farbe hat sie ;D ?

      Jundurg schrieb:

      hja, und nochwas hab ich: Die Jahreszeiten könnten auch dadurch entstehen, dass sich der Raum selbst ausdehnt und schrumpft. Dann würde das Sonnenlicht aus dem Inneren des Paraboloids einen unterschiedlich weiten Weg zurücklegen müssen, um wieder auf die Oberfläche zu treffen, und sich in den weiten des Alls etwas mehr zerstreuen, wenn Winter ist. Könnte das überhaupt funktionieren? Verdammt, meine räumliche Vorstellungskraft reicht nicht für sowas. Isso, isso, isso! :fluecht:
      Also ich würde sagen, dass das geradezu hochplausibel erscheint :lol: . So eine Art Welle im Raum könnte natürlich auch die Gestalt von Himmelsphänomenen beeinflussen und extrem coole optische Effekte erzeugen :sabber:
      Genrekonstruktivist, Weltformeltheoretiker und professioneller Es-sich-selbst-kompliziert-Macher

      Fragen stellen ist wichtiger als Antworten geben. Meistens...
    • Und du hast es vermutlich schon iregndwo geschrieben und ich habe es vergessen, aber wo genau ist die Sonne und wie genau fliegt sie um den Paraboloid herum? Und welche Farbe hat sie ;D ?

      Die Sonne = das Innere des Paraboloids, also quasi das Magma. Farbe: weiß/gelb. Durch die Raumkrümmung gelangt das Licht auf die andere Seite. (d.h. das Universum drumrum ist so klein^^)

      Im Anhang das Modell von Issoy, das grad im Entstehen ist. ;) Ich muss mich noch trauen, darauf herumzumalen.
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    • Jundurg schrieb:

      Die Sonne = das Innere des Paraboloids, also quasi das Magma. Farbe: weiß/gelb. Durch die Raumkrümmung gelangt das Licht auf die andere Seite. (d.h. das Universum drumrum ist so klein^^)
      Ah, ok. Und mit "aufgehen" meintest du dann, dass die Sonne sich an- bzw. abschaltet? Hast du eine Ahnung, wie dick die Oberfläche ist? Und gibt es einen Meeresboden oder geht das Wasser einfach fließend ins Sonnenplasma über?
      Genrekonstruktivist, Weltformeltheoretiker und professioneller Es-sich-selbst-kompliziert-Macher

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    • Ah, ok. Und mit "aufgehen" meintest du dann, dass die Sonne sich an- bzw. abschaltet?

      Die Sonne brennt durchgehend. Aber es gibt eine Krümmung im Raum, sodass das Licht nicht direkt auf der anderen Seite ankommt, sondern schräg von der Seite; dadurch funktioniert es ganz normal mit Tagen (d.h. das Paraboloid dreht sich und auf der gegenüberliegenden Seite der Sonneneinstrahlung ist nacht)

      Ein An- und Abschalten könnte es in ganz abgeschwächter Weise geben, wenn jeweils die Sommer- bzw. Winterextrempunkte getroffen werden.

      Hast du eine Ahnung, wie dick die Oberfläche ist?

      An den meisten Stellen dick genug. Aber es gibt Gegenden, die sind ganz löchrig - die Löcher sind aber eher klein, also sagen wir mal nur so groß wie ein Marktplatz.

      Ich glaube, dass an den Löchern die Schwarzluft entsteht, irgendwie. Und dementsprechend befinden sich über den löchrigen Gebieten die Schwarzluftseen, die dort auch irgendwie die Ozeane verdrängen.

      Und gibt es einen Meeresboden oder geht das Wasser einfach fließend ins Sonnenplasma über?

      ... was dann wohl heißt, dass zumindest Wasser nie ins Magma übergeht, aber Luft schon. (Ergibt ja Sinn, da es beim Rand auch trocken sein dürfte. Dort kann man durchaus drübergucken ins Welteninnere. Vielleicht wohnt in den Rändern sogar wer. Dort hab ich noch nix gebastelt, aber eigentlich hätte ich da ja ein reizvolles Setting. :)

      Wenn die Schwerkraftachse rotiert, gibt es dann einen Punkt, der immer auf ihr liegt, zum Beispiel der Nordpol des Paraboloids? Kannst du ungefähr sagen, um welchen Winkel die Scwerkraftachse geneigt ist. Winkel kann man ja schön im Verhältnis zum ganzen Kreis messen, das sollte also auch auf Issoy funktionieren...

      Ich hab das vage Gefühl, die Schwerkraftachse war ne Schnapsidee.^^ Aber mal sehen. Wenn ich wirklich Ebbe und Flut brauchen sollte (wozu eigentlich?) dann kann ich ja damit herumspielen, aber eher lasse ich das.

      So eine Art Welle im Raum könnte natürlich auch die Gestalt von Himmelsphänomenen beeinflussen und extrem coole optische Effekte erzeugen

      Oh, hübsch aussehende Himmelsphänomene... naja, ich werd da mal ne Papierskizze machen: ne Parabel (2d) auf Papier, dann das Papier zusammenrollen, sodass ein Torus entsteht, und das Sonnenlicht aus dem Magma auf der anderen Seite auftreffen kann - und ne Welle wäre dann, wenn das Papier noch aufgebläht wird oder so. :freak:

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    • *nichtschlafenkann*

      Hab grad meine Idee von den Rauchmeeren/Rauchseen etwas umgedacht: Das Paraboloid hat ja nun mal einige Löcher. Nun kann es aber natürlich keine Meere geben, wenn das Wasser unten ausfließt. Folglich passiert da an den Löchern irgendwas - das Wasser verschwindet ins Welteninnere - das, so wie ich das jetzt denke, weniger mit Magma sondern eher mit purem Licht gefüllt ist (?) - (irgendwo muss es aber auch Magma geben, vielleicht aber nur weit im Norden) - und dort wo das Wasser verschwindet, entsteht Schwarze Luft - Luft, die ihre Transparenz verloren hat und deutlich schwerer ist als sonstige Luft. Diese füllt mit der Zeit all die Gegenden aus, wo eigentlich Ozean wäre, wenn der Boden nicht durchlöchert wäre.

      Flüsse, die in die Rauchmeere münden, fließen einfach weiter nach unten, unter der Rauchdecke, bis zu einem der Löcher. Vielleicht verdampft das Wasser dort unten dann, wo es zu heiß wird, und steigt durch den schwarzen Rauch nach oben (was lustige Schwarzweißflecken an der Oberfläche geben dürfte. :D )

      Die Rauchmeere sind für Menschen zwar betretbar, aber vermutlich hält eins es nicht lange dort aus. Weil Gründe.

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