Weltenflops

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    • Ich wollte mit meiner Bemerkung jetzt keinen Forenkrieg lostreten, mir ging es eigentlich in erster Linie um die Trennung von persönlichen Vorlieben bzw. Geschmack, und allgemein quantifizierbaren Fakten.
      Das wird leider oft vermischt, und dagegen wollte ich mich aussprechen.

      Ich hoffe auch, dass das niemand als persönlichen Vorwurf versteht, das war nicht meine Absicht! :)

      Es stört mich nur generell - nicht nur im Weltenbastel-Forum - wenn Meinungen und Fakten vermischt werden bzw. von einer Meinung auf eine Allgemeingültigkeit geschlossen wird.
      "Mir schmecken keine Äpfel" hat meiner Meinung nach eine ganz andere Bedeutung als "Äpfel schmecken (generell) scheiße"
      Genauso sehe ich einen großen Unterschied zwischen "Deine Welt gefällt mir nicht/spricht mich nicht an" und "Deine Welt ist schlecht".

      Mir gefallen auch einige Dinge an Tolkien, Harry Potter oder Hohlbeins Büchern (die paar, die ich kenne) nicht, aber sagt das etwas über ihre Qualität aus?
      Oder nur über meinen Geschmack, und wie sehr/wie wenig diese Bücher ihn treffen?

      Allerdings ist das wohl ein bisschen OT (meine Schuld, sorry!), vielleicht sollten wir diese Diskussion in einem neuen Thread führen?
    • Dorte schrieb:

      Gibt es neuerding Mindestanforderungen, die man vorlegen muss, um von der deutschen Weltenbastler-Community als akzeptables Mitglied wahrgenommen zu werden?
      Gegenfrage: ist es neuerdings eine gute Methode Analyse und Überlegen in den Wind zu werfen und einfach ignorant durch das Leben gehen?
      Ich mag den Titel des Threads auch nicht, aber ist das Forum hier nicht genau dazu da? Zu analysieren, zu überlegen, Hilfe zu geben usw? Wenn ich mich recht Erinnere steht explizit in den Bedingungen dass das hier kein Forum ist um nur welteigene Texte zu posten, sondern über Ideen usw. zu reden. Da gehört nun mal auch konstruktive Kritik dazu.

      Ich hab mich lange aus dem Forum rausgehalten, einfach weil es bei mir genau andersrum war. Ich hab was gepostet und es kam absolut kein Feedback dazu, ich hätte mir Kritik gewünscht.

      Kritik ist ja nichts schlechtes! Im Gegenteil! Ich will dass meine Ideen zerlegt und analysiert werden, damit ich auf neue Ideen komme, ich will das Fragen gestellt werden, ich will dass mal kommt "das gefällt mir nicht, weil..." Weil dann seh ich auch noch andere Punkte und kann für mich aussuchen was ich davon übernehme und was nicht. Niemand zwingt dich deine nicht wissenschaftliche EDO-Welt aufzugeben. Aber wenn du Texte in ein Forum stellst das primär dazu da ist solche Texte zu analysieren und Kritik zu äußern und sich dann darüber zu beschweren dass es analysiert und Kritik geäußert wird zeugt imho nicht von Arroganz der Kritiker sondern von der Arroganz des Texteschreibers weil der offenbar dachte sein Zeug ist absolut perfekt und über jede Kritik erhaben.

      Du beschwerst dich dass hier in dem Forum eine starke Strömung zum wissenschaftlichen Basteln herrscht und deshalb hältst du die Klappe. Ist dir vielleicht schonmal gekommen dass eben das Klappe halten das Falsche ist? Die wissenschaftliche Strömung ist nur deshalb so stark weil sie analysiert und diskutiert. Von den ISSO Schreibern hört man nichts. sie posten ab und an was, aber melden sich nirgends jemals zu Wort. Ich würde gern mal was von ISSO-Schreibern zu meiner Welt hören, irgendwas a la: "das und das würde mir drin gefallen, das würde gut dazu passen" oder "das ist vielleicht logisch, aber irgendwie passt es nicht ganz". Aber so etwas hört man nicht...


      Nach dem...
      Bitte das Topic nicht vergessen! :topic:
      Selbst wenn man sagt dass man außerhalb von Schubladen denkt, bestimmen immer noch die Schubladen das Denken. Erst wenn man sich bewusst ist dass die Schublade selbst nicht existiert kann man wirklich Neues erfinden

      INDEX DER THREADS ZU LHANND
    • Gerion schrieb:

      Dorte schrieb:

      Gibt es neuerding Mindestanforderungen, die man vorlegen muss, um von der deutschen Weltenbastler-Community als akzeptables Mitglied wahrgenommen zu werden?
      ...

      Nach dem...
      Bitte das Topic nicht vergessen! :topic:

      Ich hatte seinerzeit den Eindruck gewonnen, dass dem so ist, und dass dieses Mindestkriterium der Standpunkt des Kritikers it, den er für den Universalstandpunkt, den einzig richtigen hät. Gut, das war ein Eindruck, und ich kann ganz falsch liegen. Soviel dazu, und Schluss damit.

      Wenn Dortes Frage vielleicht ironisch zu interpretieren ist, halte ich ein Kriterium fürs Weltenbasteln -- wie für jede kreative Tätigkeit -- für ganz wichtig: Das Ergebnis muss in sich stimmig sein, und dann ist es gut. Ob es genial ist, muss die Nachwelt entscheiden. Ob es irgend jemandem gefällt, muss eben dieser Jemand entscheiden. Ob es Kunst ist ... tja, da hab' auch ein Kriterium (ein persönliches, es ist kein objektiver Maßstab): Erzählt uns das Ergebnis etwas über das Menschsein, dann ist es Kunst. Vielleicht keine gute, vielleicht keine originelle, aber es zählt. So manche hier gebastelte Welt ist Kunst in diesem Sinne, andere ist vielleicht bloß "Dekoration". Aber die muss ja nixchts schlechtes sein. Eine gut gemachte Dekoration ist auch gut. Ich will daher von anderen gebastelte Welten nicht als "schlecht" abqualifizieren, solange es mir selbst nicht gelungen ist, auch nur eine einzige gute Welt (nach meinem eigenen Kriterium) zu entwerfen. Andernfalls redete ich wie ein von Geburt Blinder von der Farbe.

      Im Übrigen bin ich ganz Gerions Meinung, dass Kritik hier nicht nur erlaubt ist, sondern auch erwünscht sein soll, aber man sich hüten solle, seinen Standpunkt für absolut zu halten oder auch nur den Eindruck zu machen, dass man so denke.
      Rudran is my oyster!
    • Ich hatte hier nie das Gefühl als Neuling einen Spießrutenlauf über mich ergehen lassen zu müssen oder als Neuling nicht willkommen zu sein. Ehrlich gesagt habe ich mich aber auch nicht an einer Webseite versucht und werde das mangels Kenntnissen auf dem Gebiet in absehbarer Zeit wohl auch nicht tun.
      Ansonsten kann ich bei Gerion voll unterschrieben.

      Der Titel des Threads mag etwas provokant sein, aber es muss doch noch erlaubt sein, auch veröffentlichte Werke zu kritisieren. Ist doch auch logisch, dass manches unter Umständen anders rüberkommt, wenn sich der Leser auf etwas anderes konzentriert, zum Beispiel in unserem Fall den Weltenaufbau. Trotzdem scheint das für viele sehr schwer zu ertragen zu sein. Ich war mal ein sehr großer Harry Potter-Fan, aber die beiden letzten Bände sind in eine Richtung gegangen, die mir überhaupt nicht gefallen hat und hatten auch meiner Meinung nach einige große Schwächen. Ja, und ich habe es auch noch gewagt, das zu äußern. Daran sind einige Forums"freundschaften" zu Bruch gegangen. Argumentieren, warum es denn doch gut war, wollten die Leute nicht, ich hätte mich im Fall von HP ja sogar gerne davon überzeugen lassen.
      Herr der Ringe hat mir jetzt nicht nicht gefallen und ich finde die Welt dahinter auch durchaus tiefgründig und gelungen, auf der persönlichen Inspirationsskala würde ich dem eine Schulnote von 2,3 geben. Ansonsten glaube ich, dass die ablehnende Haltung gegen Elfen und Co auch eher eine Art Verteidigungsstrategie derjenigen ist, die im Fantasybereich was anderes machen möchten und gegen die Vorstellung angehen, dass Fantasy Elfen, Burgen und keine entwickelte Wissenschaft haben muss. Selber habe ich auch so meine Zweifel daran, dass ich mit dem, was ich da so vor mich hinbastle bei mehr als einer handvoll Leuten auf Interesse stoße, das hält mich aber nicht davon ab. Dieses Problem haben die Elfenfans weniger, jedenfalls wenn man mal in die Buchhandlungsregale schaut.
    • Ich habe nicht den Eindruck, als würde ISSO hier sonderlich gebasht. Schließlich wird in jeder Welt irgendwann mal bei einer ISSO-Grenze mit dem "Welterklären" aufgehört. Wo der Bastler diese Grenze zieht, bleibt ihm selbst überlassen. Es ist auch keineswegs der Fall, dass ISSO-Welten schlechter wären, schließlich soll ja dieses ISSO den eigenen Reiz der gebastelten Welt ausmachen und das Weltenflair grundlegend bestimmen. Es muss halt nur im Rahmen der Weltenlogik in sich stimmig sein, und an diesem Punkt kann man dann gut gelungene Welten von "Flops" trennen. Auch spielt die Motivation der ISSO-Grenzsetzung eine wichtige Rolle. Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob man sagt "ISSO, weil ich das für diese Welt so so haben will" oder "ISSO, weil ich keine Lust habe, mir darüber genauer Gedanken zu machen". Das eine ist eine bewusste konzeptionelle Entscheidung, das andere ist einfach Faulheit.

      Die meiste der hier geäußerten Kritik hat auch eher mit der Story diverser Fantasy-, Seifi-, usw. -Welten zu tun als mit der eigentlichen Welt.
      Klar kann man sagen, Osten Ard ist eine Welt voller von vorne bis hinten zusammengeklauter Elemente, aber das hält die Welt für mich nicht davon ab, trotzdem ein stimmiges Gesamtbild zu vermitteln und einfach zu funktionieren.

      So, und nachdem ich mein Bücherregal durchgegangen bin und meine Erinnerung durchkramt habe, ist mir abgesehen von irgendeiner Holhlbeinschen Höhlenwelt, deren Namen ich vergessen habe, keine einzige Flopwelt eingefallen, die ich kenne.
    • Popcorn! Fuer alle!

      Dorte schrieb:


      Ganz ehrlich finde ich ohnehin, dass hier im Forum ganz schön viel Negativität und auch Überheblichkeit herrscht.

      Auch sehr schoen: Ab und an mal aus der Versenkung auftauchen um den Anwesenden mal pauschal Ueberheblichkeit vorzuwerfen. Der Inhalt deiner Aussage waere diskutabel, die Form ist kurz vorm Trollen. Is dir grad langweilig? Brauchen wir mal wieder eine Selbstzerfleischungsrunde in der das Forum ueberkocht? Dann stell ich grad noch etwas mehr Popcorn auf den Herd...

      Und jetzt ernsthaft ein Welten-Bashing-Thread? Denn nichts anderes ist das hier.

      Weltenbashing ist nicht OK, aber wenn HBO und Konsorten mit Gewaltexzessen und Softpornos, die als Fantasy getarnt werden, Millionen verdienen, dann ist auch mal etwas Kritik erlaubt. Herr Martin hat sich entschieden, seine Welt der Oeffentlichkeit zugaenglich zu machen - dann laesst sich's nicht verhindern, dass sich andere damit auseinandersetzen.

      Gibt es neuerding Mindestanforderungen, die man vorlegen muss, um von der deutschen Weltenbastler-Community als akzeptables Mitglied wahrgenommen zu werden? Offenbar ja, und ich erfülle sie nicht.

      Hast du dich kuerzlich beworben und bist abgelehnt worden oder hat dir jemand direkt gesagt, dass du nicht cool genug bist, um mitzuspielen? Nein? Dann hoer auf uns deine Selbstzweifel vorzuwerfen.
      Du hast doch hier einen festen Fanclub der begeistert deine Sachen lesen wuerde, oder nicht? Wenn du sie nicht oeffentlich herzeigen magst, dann zeig sie nur den Leuten, denen du vertraust - das reicht doch.


      Ich bastele meine Welten jedenfalls nicht für euch oder andere Kritiker, und ich habe keine Lust, dass die von euch genauso zerfleischt werden wie Mittelerde, Song of Ice and Fire und andere.

      Ja, wenn du nicht fuer andere bastelst, dann kann's dir doch wurscht sein, was andere davon halten wuerden koennten. Ist's aber anscheinend nicht...
      Die Anwesenden haben ihre Kritik bestimmt auch nicht fuer dich geschrieben, du hast sie aber trotzdem gelesen und fuer bemeckernswert befunden...

      Ich werde weiterhin für Familie Feanor und das gesamte Silmarillion schwärmen.

      Ja, und anscheinend stoert's dich, wenn andere Leute nicht genau deinen Geschmack haben?
      Klar finden viele hier Tolkien cool - und andere wieder nicht.


      Und ich werde wohl mal wieder dem Forum den Rücken kehren und hoffen, dass hier irgendwann wieder mehr positive eigene Themen entstehen und weniger Kritik, Bewertung und Analyse der Welten anderer Leute.

      Ab und zu mal auftauchen, rumjammern, dass "das Forum" nicht so ist wie du es gerne haettest und dann wieder abtauchen in der Hoffnung, dass es das naechste Mal besser aussieht. Klingt nach einem voellig erfolgversprechenden Rezept um was zu veraendern...

      Hört auf zu meckern und zu oberanalysieren und geht lieber basteln!

      Hoer auf zu jammern und mach's wie die Pfadfinder: Hinterlass die Threads so, wie du sie vorfinden moechtest. Wenn du anderen gleich mal "Ueberheblich!" vor den Latz knallst, dann entsteht daraus bestimmt nicht auf magische Art und Weise eine positive Grundstimmung, in der alle ohne Angst vor Verriss oder Kritik von ihrer Welt erzaehlen.
      Roald Dahl, Revolting Rhymes, Little Red Riding Hood and the Wolf:
      The small girl smiles. One eyelid flickers. / She whips a pistol from her knickers. / She aims it at the creature's head / And bang bang bang, she shoots him dead.
      A few weeks later, in the wood, / I came across Miss Riding Hood. / But what a change! No cloak of red, / No silly hood upon her head.
      She said, "Hello, and do please note / My lovely furry wolfskin coat."
    • Mir ist bei diesem Thread jetzt einfach mal die Hutschnur geplatzt, weil es schon wieder negativ ist. In etlichen Threads fühlen sich Leute bemüßigt zu sagen, wie blöd sie bestimmte Weltenelemente finden. Wie blöd Klischees sind. Wie blöd bestimmte Weltentypen sind. Und so weiter.
      Schon Threadtitel wie "Ist es Blödsinn, dass Menschen, Elfen, Orks, Zwerge und Trolle auf einer Welt koexistieren?" finde ich persönlich einfach unfreundlich. Nein, es ist kein Blödsinn. Wenn jemand das haben will, soll er es doch bitte haben können, ohne dass andere Bastler gleich das Wort "Blödsinn" hinterherschmeißen.
      Oder Threads wie "Warum gibt es keine realistische Science Fiction?". Glaubt ihr ernsthaft, dass sich dadurch niemand angegriffen fühlt?
      Und jetzt noch Weltenflops. Was kommt als nächstes?

      Wieso muss in einer Community so polarisiert werden?
      Eigentlich ging es doch mal darum, dass wir alle dasselbe eher seltene Hobbies haben. Mit einigen Welten kann man was anfangen, mit anderen nicht. Ist doch okay. Aber nur, weil ich mit einer Welt was nicht anfangen kann, ist sie doch lange noch kein Flop! Sie gefällt mir schlicht nicht. Ich mag auch keine Pilze, aber ich starte doch deswegen in keinem Kochforum einen Thread, in dem ich erkläre, warum Pilze Scheiße sind und Leute, die mit Pilzen kochen, implizit zu blöd sind, die Minderwertigkeit von Pilzen zu erkennen. Ich esse sie einfach nicht und gönne allen Pilzessern ihr kulinarisches Vergnügen.
      Wie ich damals im Klischeethread schon sagte:

      Dorte schrieb:

      Es steht auch jedem absolut zu, so naturwissenschaftlich oder ISSO zu basteln, wie es dem Bastler halt gefällt.
      Genau darauf will ich ja raus: Das kann in meinen Augen keine "kann/soll/darf man"-Frage sein. Es gibt keine Regeln für den Weltenbau. Wenn ein Bastler etwas machen möchte, dann nur zu!


      Man kann zu allen Dingen eine Meinung haben, aber man muss nicht jede Meinung Leuten um die Ohren schlagen. Zumindest sollte man sich dann nicht wundern, wenn Leute auf die Meinung manchmal wütend reagieren. Und das kommt nun einmal vor, wenn man Leuten ihre kreativen Hobbies madig macht.
      Ich fand das Forum mal inspirierend. Mittlerweile ist es eher das Gegenteil, weil es mir gedanklich eng vorkommt.
    • Darf ich dir einen Vorschlag machen, liebe Dorte? Stell dir neben solchen Fragen wie "Ist es Blödsinn, dass Menschen, Elfen, Orks, Zwerge und Trolle auf einer Welt koexistieren?" einen dicken fetten Zwinkersmiley vor.
      Die Antwort auf diese Frage fällt eben für verschiedene Welten und unter verschiedenen Voraussetzungen verschieden aus - und das gilt in so ziemlich allen Theoriethreads ganz genau so. Allein eine etwas provokante Formulierung der Frage macht doch wirklich noch kein Weltenbashing aus.
      Man kann zu allen Dingen eine Meinung haben, aber man muss nicht jede Meinung Leuten um die Ohren schlagen. Zumindest sollte man sich dann nicht wundern, wenn Leute auf die Meinung manchmal wütend reagieren.
      Das ist meiner Meinung nach eine sehr ungesunde Einstellung. Geht es hier im Forum nicht um Weltenbasteln und Welten? Warum soll man dazu dann den Mund halten müssen? Klar soll man dabei freundlich bleiben, aber man sollte auch versuchen, aus einem Satz nicht schlimmeres rauszulesen als wirklich drinsteht - darum auch der Rat mit dem vorgestellten Zwinkersmiley, der macht alles ein bisschen freundlicher.
      Und das kommt nun einmal vor, wenn man Leuten ihre kreativen Hobbies madig macht.
      Weil einige Leute einige Bausteine, die eine Welt haben kann, nicht so toll finden, wohlgemerkt, ohne spezifisch deine Welt dabei zu erwähnen? Welten werden meist nicht danach beurteilt, ob sie bestimmte Bausteine enthalten, sondern danach, wie diese Bausteine reinpassen. Es kann die eine Welt mit Elfen allgemein ziemlich schlecht ankommen, während eine andere Welt mit Elfen tosende Begeisterungsstürme auslöst. Sagt das etwas über den Baustein Elfen aus? Macht die eine Welt, die schlecht ankommt, automatisch alle Welten mit Elfen schlecht und allen Bastlern mit Elfenwelten ihr Hobby madig? Warum sollte sie?
      Ist die Welt, die schlecht ankommt, deshalb schlecht? Ein paar Fans hat sie doch auch, und warum auch nicht?

      Bitte nimm es nicht persönlich, wenn jemand einen Weltenbaustein, der in deiner Welt zufällig auch vorkommt, kritisiert. Es hat hier noch keiner gesagt "Dortes Welt aus einer Leiche ist ja wohl total blöd und unkreativ" und ich bezweifle, dass das hier überhaupt jemand jemals sagen würde.

      *Dorte mal knuddel und kraul*
      Don't diagnose and drive.

      Dieser Bastler hat sich freiwillig dazu verpflichtet, ab sofort je Woche einen wertvollen Bastelpost mehr zu verfassen als bisher. Er möchte damit das Forum zu mehr Aktivität anregen. Hilf ihm und mach einfach mit!
    • Dorte schrieb:

      Mir ist bei diesem Thread jetzt einfach mal die Hutschnur geplatzt, weil es schon wieder negativ ist. In etlichen Threads fühlen sich Leute bemüßigt zu sagen, wie blöd sie bestimmte Weltenelemente finden. Wie blöd Klischees sind. Wie blöd bestimmte Weltentypen sind. Und so weiter.
      Schon Threadtitel wie "Ist es Blödsinn, dass Menschen, Elfen, Orks, Zwerge und Trolle auf einer Welt koexistieren?" finde ich persönlich einfach unfreundlich. Nein, es ist kein Blödsinn. Wenn jemand das haben will, soll er es doch bitte haben können, ohne dass andere Bastler gleich das Wort "Blödsinn" hinterherschmeißen.
      Oder Threads wie "Warum gibt es keine realistische Science Fiction?". Glaubt ihr ernsthaft, dass sich dadurch niemand angegriffen fühlt?
      Und jetzt noch Weltenflops. Was kommt als nächstes?

      Wieso muss in einer Community so polarisiert werden?
      Eigentlich ging es doch mal darum, dass wir alle dasselbe eher seltene Hobbies haben. Mit einigen Welten kann man was anfangen, mit anderen nicht. Ist doch okay. Aber nur, weil ich mit einer Welt was nicht anfangen kann, ist sie doch lange noch kein Flop! Sie gefällt mir schlicht nicht. Ich mag auch keine Pilze, aber ich starte doch deswegen in keinem Kochforum einen Thread, in dem ich erkläre, warum Pilze Scheiße sind und Leute, die mit Pilzen kochen, implizit zu blöd sind, die Minderwertigkeit von Pilzen zu erkennen. Ich esse sie einfach nicht und gönne allen Pilzessern ihr kulinarisches Vergnügen.
      Wie ich damals im Klischeethread schon sagte:

      Dorte schrieb:

      Es steht auch jedem absolut zu, so naturwissenschaftlich oder ISSO zu basteln, wie es dem Bastler halt gefällt.
      Genau darauf will ich ja raus: Das kann in meinen Augen keine "kann/soll/darf man"-Frage sein. Es gibt keine Regeln für den Weltenbau. Wenn ein Bastler etwas machen möchte, dann nur zu!


      Man kann zu allen Dingen eine Meinung haben, aber man muss nicht jede Meinung Leuten um die Ohren schlagen. Zumindest sollte man sich dann nicht wundern, wenn Leute auf die Meinung manchmal wütend reagieren. Und das kommt nun einmal vor, wenn man Leuten ihre kreativen Hobbies madig macht.
      Ich fand das Forum mal inspirierend. Mittlerweile ist es eher das Gegenteil, weil es mir gedanklich eng vorkommt.


      Eine kleine Gegenüberstellung von Aussagen:

      Dorte schrieb:

      Ich mag auch keine Pilze, aber ich starte doch deswegen in keinem Kochforum einen Thread, in dem ich erkläre, warum Pilze Scheiße sind und Leute, die mit Pilzen kochen, implizit zu blöd sind, die Minderwertigkeit von Pilzen zu erkennen. Ich esse sie einfach nicht und gönne allen Pilzessern ihr kulinarisches Vergnügen.


      Entropy schrieb:

      Ich musste neulich feststellen, dass eine öffentlich durchaus bekannte und weit beachtete TV- und Romanserie bei mir nur als Flop gilt. Ich würde das gerne Thematisieren, aber natürlich ohne in Lästerei oder überflüssige persönliche Geschmacksdiskussionen zu starten. Sind wir reif genug dafür? Testen wir es mal. Ich habe nach einem vergleichbaren Thread gesucht und nichts gefunden - es freut mich dass hier überwiegend positiv gedacht wird. Warum dennoch die Frage nach den Flops? Vielleicht kann man ja etwas daraus lernen, wenn man übereinstimmende Meinungen findet. Gerne lasse ich mich auch vom Gegenteil überzeugen und kehre meine Meinung um, so flexibel sind meine Synapsen durchaus.

      Wer bei derartigen Themen emotional reagiert, der sollte davon Abstand nehmen sich hier zu äußern und am besten einen anderen Thread öffnen. Macht auch bitte kein Flop 10 daraus, sondern postet maximal einen Flop und begründet ihr so sachlich ihr könnt.


      Liebe Dorte, gerade machst du uns den Genuss von Geschmacksanalyse und Kritik an Welten madig, statt uns zu gönnen, dass wir uns darüber austauschen.
      Zweitens beschuldigst du das gesamte Forum als Einheit, statt die hier registrierten fast 500 User etwas differenzierter zu betrachten. Dass sich andere die Mühe machen, deine Aussagen satzweise zu zitieren und zu erwidern, ignorierst du ebenfalls.
      Um dein Pilzbeispiel aufzugreifen, niemand impliziert hier die Minderwertigkeit anderer, weil diese nicht dieselbe Geschmacksrichtung haben. Ein paar Beispiele hierfür:

      Entropy schrieb:

      Ich hoffe damit niemanden vor den Kopf zu stoßen und auch dass meine Kritik nachvollziehbar und sachlich formuliert ist. Vielleicht kann man mir auch den Blick gerade rücken: Was habe ich falsch gemacht? (Sollte ich nicht die OV lesen?)


      Eld schrieb:

      Mir geht es so, dass ich Kritik an Tolkiens oder Martins Schreibweise verstehen kann und bei der Welt sage: Kann man mögen, muss man nicht, aber ich finds handwerklich gut gemacht. Insbesondere Westeros und Essos finde ich eine sehr gelungene Umsetzung von Mittelalterfantasy, in einer Stringenz und Konsequenz wie sonst selten in Fantasy. Wenn man das nun an sich nicht mag, dann hilft es natürlich nichts, wenn es gut gemacht ist.


      WeepingElf schrieb:

      Mittelerde hat zweifellos auch ihre Schwächen, aber sie ist letzten Endes das Original, von dem die anderen EDO-Welten abgekupfert sind.

      Und was SoIaF betrifft; ersten Roman gekauft, nicht zu Ende gelesen. Aber eher Geschichtenflop als Weltenflop, würde ich sagen, auch wenn die Welt nichts Herausragendes ist.


      Da stehen keine Aufrufe, dass man ihnen zustimmen soll, dass man diese Welten zu hassen hat oder dass es so ist und nicht anders. Das sind persönliche Eindrücke, die Leute von öffentlichen Welten erlangt haben und die sie nun teilen.

      Dorte schrieb:

      Eigentlich ging es doch mal darum, dass wir alle dasselbe eher seltene Hobbies haben. Mit einigen Welten kann man was anfangen, mit anderen nicht. Ist doch okay.

      Richtig, ist doch okay. Dann lass doch die Leute hier mit einigen Welten nichts anfangen können. Ob man das nun als Flop bezeichnet oder nicht, ist zwar eine Frage der Höflichkeit, aber meines Ansehens nach nicht als Wahrheitsanspruch zu sehen.

      Dorte schrieb:

      Schon Threadtitel wie "Ist es Blödsinn, dass Menschen, Elfen, Orks, Zwerge und Trolle auf einer Welt koexistieren?" finde ich persönlich einfach unfreundlich. Nein, es ist kein Blödsinn. Wenn jemand das haben will, soll er es doch bitte haben können, ohne dass andere Bastler gleich das Wort "Blödsinn" hinterherschmeißen.


      Wenn du dir diesen Thread durchliest, wirst du etliche Bastler finden, die genau das meinen, dass es okay ist, wenn einer das haben will. Es wird auch nicht als Blödsinn bezeichnet. Allein der Threadtitel ist provokant formuliert und das vielleicht auch unfreundlich. In ebenjenem Thread habe ich selbst mitdiskutiert und die Stimmung war keinesfalls feindlich, sondern durchaus tolerant gegenüber den Meinungen und hat sie diskutiert.

      Dorte schrieb:

      Man kann zu allen Dingen eine Meinung haben, aber man muss nicht jede Meinung Leuten um die Ohren schlagen. Zumindest sollte man sich dann nicht wundern, wenn Leute auf die Meinung manchmal wütend reagieren.

      Stimmt genau. Wie wärs, wenn du dich an deinen eigenen Ratschlag hältst? ;) Edit: Wenn du das nicht möchtest, siehst du, dass wir das eventuell auch nicht wollen. Meinungsfreiheit heißt für mich, dass ich auch die Freiheit habe, sie zu äußern.
      Gib jedem Tag die Chance, der beste deines Lebens zu werden. - Mark Twain
    • Wenn ich nicht sehr ungenau gelesen habe, geht es hier in diesem Thread um kommerzialisierte Welten, deren Schöpfer es geschafft haben, sie für Geld an eine große Öffentlichkeit zu bringen, wovon wahrscheinlich die meisten hier nur träumen. Die Schattenseite des Erfolgs besteht darin, dass sich auch immer Leser finden, denen das Werk nicht gefällt und die das auch äußern. Damit muss man in dieser Situation leben, wobei ich es für eher unwahrscheinlich halte, dass Martin und Co hier reinschauen. ;)
      Wobei für mich auch irgendwann eine Grenze erreicht ist, wenn die Reaktion zu extremem Bashing mutiert, wie es im Fall Twilight öfter mal vorkommt. Ich hab's nicht gelesen, weil mich die Thematik nicht anspricht, aber man kann ja auch akzeptieren, dass es vielen anderen gefällt. Ich muss auch sagen, dass bei mir persönlich die Kritikwilligkeit ansteigt, wenn etwas als ganz toll und die Zukunft der Fantasy und endlich realistisch usw. dargestellt wird und ich dann einiges finde, was mich daran stört, wie bei Martin.
      Ich habe hier im Forum jedenfalls noch kein Bashing der vorgestellten Welten erlebt, sondern eher konstruktive Kritik und Rückfragen. Natürlich lese ich auch nicht in allen Threads mit...
      Die genannten Thread-Titel haben mich aber auch ein bisschen irritiert, sie sollen wohl dazu verführen, mit einem entschieden, nein, weil zu kontern. So sehr am Herzen lagen mir die Themen dann aber doch nicht.
    • Vorhin hab ich es nett als User versucht, deshalb jetzt mal als Admin:


      :topic:


      Ich weiß, das ganze musste der Meinung einiger Leute mal gesagt werden, aber jetzt ist es auch gut. Fakt ist es gibt in letzter Zeit einige provokante Titel, Fakt ist aber auch unter den provokanten Titeln finden sich meist ordentliche Diskussionen. Ende der Sache. Gäbe es wirklich bashing hier würden wir Admins eingreifen. Dafür sind wir da. Eine konstrutive, wenn auch vielleicht hitzige Diskussion ist kein Bashing. Wenn sich jemand persönlich angegriffen fühlt spricht er einfach einen Admin an, der kann dann vermitteln, denn in 90% aller Fälle war das nicht beabsichtigt.

      Aber liebe Dorte: nie was schreiben, dann nach einer Ewigkeit reinkommen und gleich losmotzen, DAS ist Bashing... Das Forum hat sich im Laufe der Jahre geändert, damit muss man leben. Viele alte Leute kommen nicht mehr, viele neue Leute sind dazu gekommen, neue Ideen und neue Methoden haben sich breit gemacht. Wenn du nicht damit klar kommst und das Forum als Kreativität einschränkend bezeichnest, hindert dich niemand dran einfach nicht mit zu lesen und nicht mehr hierher zu kommen. Das was du aber machst ist typische Internetmentalität. Dir gefällt etwas nicht also wird darüber gemotzt, anstatt dass du es einfach nicht anklickst.
      Das heißt nicht dass ich will das du gehst, das heißt nur dass du bitte akzeptieren musst dass das Forum heute anders ist als deine Nostalgie dir sagt. Was du daraus machst ist deine Sache.
      Selbst wenn man sagt dass man außerhalb von Schubladen denkt, bestimmen immer noch die Schubladen das Denken. Erst wenn man sich bewusst ist dass die Schublade selbst nicht existiert kann man wirklich Neues erfinden

      INDEX DER THREADS ZU LHANND
    • Nachdem ich den Thread erstellt habe, fühle ich mich, nach etwa einer Seite Offtopic, etwas unwohl. Meine Befürchtung war, daß jemand mit seiner Kritik Spott und Hohn für seinen Geschmack erntet, daher dieser Satz von mir.

      Entropy schrieb:

      Ich würde das gerne Thematisieren, aber natürlich ohne in Lästerei oder überflüssige persönliche Geschmacksdiskussionen zu starten. Sind wir reif genug dafür? Testen wir es mal.
      Statt dessen entstand nun eine Diskussion über Sinn und Unsinn der "Flops" an sich zu thematisieren. Das wundert mich persönlich doch ein wenig - denn nichts anderes passiert in der Welt an sich jeden Tag. Kinofilme, Zeitschriften, Bücher, ... alles wird kritisiert - oft wesentlich unfairer als hier. Eine Top/Flop-Liste (der Name ist Verbesserungswürdig, ok) ist ggf. nichts anderes als eine einseitige Kritik, wo eben nur positive oder negative Beiträge formuliert werden; aber im besten Fall immer noch gesittet und mit Anstand.

      Ich würde mir eine Rückkehr zum Topic wünschen. Wer anderer Meinung ist darf mir als Urheber dieses Threads gerne eine private Nachricht schicken und das diskutieren - hier im Thread jedoch haben unsachliche und emotionale Beiträge wenig Sinn. Ansonsten darf er auch gerne geschlossen werden; mein Herzblut hängt nicht daran. Einzig weil ich gerne querdenke habe ich diesen Thread begonnen.

      Vielen Dank :)
    • @Gerion
      Thema abtrennen? Ich mag es nicht, wenn ein Thema abgewürgt wird, nur weil es im falschen Thread stattfindet... Mal sehen, ich glaube, ich bin sogar noch einigermaßen on topic:
      ---

      Ich finde es enorm wichtig in allen Sparten der Kunst, dass gesagt wird, was einem nicht gefällt. In vielen Gebieten passiert das heute bereits viel zu wenig.

      Dass solche Aussagen nie absolut sind, ist für mich selbstverständlich, da sehe ich es eigentlich nicht notwendig, das extra dazuzuschreiben. Es ist mir auch völlig unbegreiflich, warum sich jemand von einer Aussage "Ich mag Elfen nicht so sehr, weil..." angegriffen fühlen sollte.

      "De gustibus non disputandur - über Geschmäcker streitet man nicht" finde ich ein äußerst problematisches Mem... was natürlich notwendig ist, um ein Gespräch über Geschmäcker führen zu können, ist gegebenenfalls eine tiefere Reflektion über mögliche oder feststellbare Ursachen, warum einem etwas nicht gefällt.

      Z.B. könnte man eine Aversion gegen Welten mit Spinnen haben, weil man an einer starken Arachnophobie leidet. Dann wäre eine Aussage wie "Ich hasse Welten mit Spinnen" zwar etwas hart formuliert, aber ehrlich und der Wahrheit entsprechend. Als Spinnenweltenbastler würde ich mich davon auch nicht angegriffen fühlen, ohne zu wissen, woher diese Aversion kommt. Dieses Fragen nach den Gründen ist wichtig! Es ist mir zu billig, einfach zu sagen "Ich toleriere alle Meinungen/Geschmäcker", das finde ich einfach langweilig... wenn es dazu führt, weiteres Gespräch und Nachdenken abzublocken.

      Ist "Weltenflop" ein persönlicher Angriff? - es ist jedenfalls kein Ausdruck, den ich gegenüber jemanden in einer direkten Konversation verwenden würde. Da wir dies hier nicht tun, finde ich es eigentlich unproblematisch.

      Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • Ich beteilige mich mal bewusst nicht an der vorherigen Diskussion, ob es jetzt angebracht ist Welten die man nicht mag zu kritisieren oder nicht, oder wie auch immer.
      Ich bin ein großer fan von sowohl "Herr der Ringe" als auch "Song of Ice and Fire". Bei lotr gefällt mir, dass es DIE EDO-Welt ist, mit sehr tiefgehender Hintergrundsgeschichte und passender Stimmung. GoT mag ich weil es grade keine EDO-Welt ist und etwas "erwachsender" ist. Außerdem mag ich, dass auch Hauptcharactere und Symathieträger nicht unsterblich sind. Aber das ist eigentlich nicht topic. :)

      Eine Welt die ich wenig gelungen fand ist die Reihe mit Eragon. Ich finde die meisten Inhalte sind aus anderen Werken zusammengestückelt und nur dürftig aufgearbeitet worden, die Orks in Urgals umzubenennen bring auch nicht viel. Am meisten haben mich einige logische Unstimmigkeiten gestört, ich hab nie verstanden wieso Galbatorix wenn er denn so unendlich mächtig sein soll, nicht einfach kurz bei der Rebellion vorbeifliegt und damit aufräumt. Die Elfen haben mich gestört weil sie als so sehr überlegen gegenüber den Menschen dargestellt wurden, sie machen einfach alles viiiiiel besser, dem kann ich einfach nichts abgewinnen. Wie auch immer, die Bücher als reine Literatur gesehen fand ich ganz unterhaltsam und hab die auch ganz gern gelesen, trotz der nicht so guten Welt.
      Let there be fog
      And let there be monsters
      And fantastic sights to all
      Who follow you

      - Svan, Njall's Saga -
    • Ich finde, dass die Welt von Eragon eine typische "Anfängerwelt" ist. Ich will damit absolut niemanden beleidigen, der grade das Weltenbasteln für sich entdeckt hat, aber ich glaube, dass viele erst einmal mit vorhandenem experimentieren und es verquirlen, bevor etwas Neues entsteht. Bei Eragon fällt dies besonders auf und ich musste bereits beim Lesen des ersten Bandes immer wieder an Star Wars denken (der Bauernjunge, der Lehrmeister, der sich in seiner Nähe versteckt hielt und dann noch ein weiterer Meister, der versteckt im Wald hockt). Trotzdem gefiel mir damals der erste Band und der zweite denke ich auch noch. Den dritten habe ich an zwei oder drei Tagen durchgelesen, daher werde ich ihn wohl auch noch ganz in Ordnung gefunden haben - bis auf die Enttäuschung am Ende. Mich würde jedoch interessieren, wie die Welt wäre, wenn Paolini länger an ihr gearbeitet hätte, sie "gereift" wäre. Ich glaube, dass sie dann nicht so ein "Flop" in den Augen der Kritiker wäre. Vieles ist einfach nicht wirklich gut durchdacht, wie du bereits gesagt hast, Óðinn.
      Straße war gestern, du siehst mich im Board
      Ich häng im World Wide Web, das ist kein friedlicher Ort
      Opfer, wag einen Blick auf die oberen Ränge
      Schieb Respekt; ich bin Forenlegende.


      ~ Komm in den Chat. Wir haben Kekse. ~
    • Amanita schrieb:

      Wobei für mich auch irgendwann eine Grenze erreicht ist, wenn die Reaktion zu extremem Bashing mutiert, wie es im Fall Twilight öfter mal vorkommt. Ich hab's nicht gelesen, weil mich die Thematik nicht anspricht, aber man kann ja auch akzeptieren, dass es vielen anderen gefällt.

      Stupides Bashing bringt natuerlich nix. Twilight allerdings hat in meinen Augen schon einiges an Kritik verdient - ganz einfach weil da so grenzwertige Botschaften an jugendliche Leserinnen transportiert werden. Das geht bei mir dann schon von der Geschmacksfrage zur politischen Frage; wenn ein Werk derartig daemliche Geschlechterrollen als toll darstellt und jungen Frauen (und denen, die es werden wollen) das als erstrebenswert verkauft, dann hat das einen gesellschaftlichen Einfluss, dem frau meiner Meinung nach was entgegen setzen muss.
      Zum Beispiel die Besprechung bei Frau Katz.
      Es geht jedenfalls nicht, dass frau "das Internet aufmacht" und ueber Twilight nur "Ui, das find ich auch cool!" lesen kann - und dann an sich selbst und ihrem Verstand zweifeln muss, wenn sie es anders sieht. Es ist einfach noetig, dass kritisch Denkende nicht das Gefuehl haben, dass sie allein auf der Welt sind.

      Und an der GoT-Serie stoert mich auch das "Politische": HBO hat fuer mich in seinen Serien die maennlichen sexistischen Antihelden zur Gaenze und zum Erbrechen ausgereizt, und ich mag den misogynistischen und gewaltverherrlichenden Krempel jetzt einfach nimmer sehen. Wobei GoT da ja fast noch harmlos ist - bei Walking Dead und True Detective konnte ich das Holzbrett, mit dem ich mir auf den Kopf schlagen musste, schon nicht mehr aus der Hand legen...

      Einfach nur Gewalt und Seximus einbauen ist die neue Art, eine Geschichte "realistisch" zu gestalten - und zwar die ganz billige. Ja, nee, is klar...
      Da darf man sich als Autor schon ein bisschen mehr Muehe geben.

      Fantasy und coole Geschichten gehoeren nicht nur 15-25 jaehrigen Maennern, so.
      Roald Dahl, Revolting Rhymes, Little Red Riding Hood and the Wolf:
      The small girl smiles. One eyelid flickers. / She whips a pistol from her knickers. / She aims it at the creature's head / And bang bang bang, she shoots him dead.
      A few weeks later, in the wood, / I came across Miss Riding Hood. / But what a change! No cloak of red, / No silly hood upon her head.
      She said, "Hello, and do please note / My lovely furry wolfskin coat."
    • Einfach nur Gewalt und Seximus einbauen ist die neue Art, eine Geschichte "realistisch" zu gestalten - und zwar die ganz billige. Ja, nee, is klar...
      Da darf man sich als Autor schon ein bisschen mehr Muehe geben.

      Da bin ich voll bei dir. Hab das ja auch als Kritikpunkt bei Martin aufgeführt. Das, was du im Zusammenhang mit Twilight angeführt hast, ist sicher auch richtig, allerdings bin ich da auch schon öfter auf "Kritiken" gestoßen, bei denen sich die Leute hauptsächlich daran gestört haben, dass glitzernde Vampire, die gar keine richtigen Monster mehr sind völlig albern sind und das Ganze wird in diesem Zusammenhang als Negativbeispiel per se hergenommen, was ich etwas übertrieben finde. (Teilweise ging das auch in die Richtung, dass Twilight eben "Mädchenkram" und deswegen nicht düster genug ist.) Da sollte schon ein bisschen Freiheit und Toleranz für verschiedenen Interpretationen von Sagengestalten vorhanden sein.
    • Bei dem Twilight-Vampir ist halt die Frage, was man unter einem Vampir versteht. Wenn da die Definition beinhaltet, dass es ein menschenfeindliches Monster ist, dann sind die Twilightvampire eventuell für diese Definition keine Vampire.
      Wenn der Punkt aber nicht drin ist, und es nur um Unsterblichkeit und Blutsaugen geht, dann ist die moralisch-ethische Bandbreite für den Vampir deutlich größer.

      Bei George Martins Welt und Geschichte kann ich verstehen, wenn jemand kein Interesse an so viel Gewaltdarstellungen und Sexismusdarstellungen hat. Was man aber sagen kann, ist, dass es inkonsequent und unstimmig wäre, eine spätmittelalterliche europäische Welt zu basteln, in der es gewaltfreie Konfliktlösung, Emanzipation etc. gibt. Das passt einfach nicht zusammen. Dann müsste man eine andere Welt bauen. Aber wenn man eben das europäische Spätmittelalter hernimmt, dann ist das eben ein Teil davon, auch wenn wir ihn heute für moralisch unhaltbar halten.

      Deswegen denke ich selbst, dass man diese Darstellungen nicht mögen können darf, aber wenigstens anerkennen kann, dass sie zum Werk konsistenter Weise dazugehören und passen. Man kann dann natürlich fragen, warum George Martin gerade so eine Welt gebaut hat und ob er vielleicht ökonomische Gedanken hatte, weil das Publikum für Fantasy eventuell einen sehr großen Anteil von jungen Männern hat, die darauf abfahren.

      Zu Eragon möchte ich sagen, dass mir die Welt und die Bewohner nicht sonderlich gefallen haben. Im Gegenzug fand ich, dass der Autor die Geschichte im Lauf der Bände durchaus hat reifen lassen. Achtung, Spoiler! Die Art, wie am Ende Eragon gegen Galbatorix gewinnt, finde ich äußerst angenehm. Es ist eben kein "ich bin stärker und zwinge dich", was für mich ein quantitativer Sieg durch ein größeres Maß an Kampfstärke wäre, aber Eragon qualitativ-moralisch nicht besser macht. Stattdessen gibt der Autor Eragon eine Möglichkeit, Galbatorix qualitativ zu schlagen, indem er diesen dazu bringt, dass er seine eigenen Taten und deren Folgen für andere nachvollzieht. Mir gefiel außerdem, dass Galbatorix immerhin ein Ziel in seiner Weltherrschaft verfolgt hat und nicht einfach so aus Rache und Wut der Oberarsch war. Auch wenn es bei dieser Vision ein wenig zu sehr nach "der Zweck heiligt die Mittel" gestunken hat und man das mMn besser hätte verarbeiten können als Autor.
      Auch sehr schön fand ich, dass es mal eine unerfüllte Liebesgeschichte war.

      Ansonsten wirkt so manches ziemlich lieblos auf mich. Hier ein fetter Wald hingeklatscht, darunter eine fette Wüste, darunter ein fettes Gebirge, rechts das Unbekannte und links die Welt. Die Spezies wurden auch recht unverändert übernommen und die elfische Perfektion ätzt mich an. Da fragt man sich ernsthaft, wie die Menschen überhaupt ein Imperium errichten konnten, dessen Hauptstadt mal elfisch war. Die ganze Brom-Eragon-Mutter, deren Namen ich vergaß-Sache ist ebenfalls extrem kitschig.
      Gib jedem Tag die Chance, der beste deines Lebens zu werden. - Mark Twain
    • Eld schrieb:

      Was man aber sagen kann, ist, dass es inkonsequent und unstimmig wäre, eine spätmittelalterliche europäische Welt zu basteln, in der es gewaltfreie Konfliktlösung, Emanzipation etc. gibt. Das passt einfach nicht zusammen. Dann müsste man eine andere Welt bauen.

      Naja ich finde ja es ist eine andere Welt. Es ist nicht das mittelalterliche Europa, also muss ich mich auch nicht an das mittelalterliche Europa halten. Neben der Tatsache dass das Fäntelalter eh nicht wirklich was mit dem mittelalterlichen Europa zu tun hat...
      Selbst wenn man sagt dass man außerhalb von Schubladen denkt, bestimmen immer noch die Schubladen das Denken. Erst wenn man sich bewusst ist dass die Schublade selbst nicht existiert kann man wirklich Neues erfinden

      INDEX DER THREADS ZU LHANND
    • *Pfote heb* ich meld mich auchmal zu dem Thema.
      Ich finde schon, dass "Isso-Schreiber" genauso akzeptiert werden. Es gibt eben auch Unterschiede zwischen "Das ist Magie und muss keine wissenschaftlichen Grundlagen haben" und "dieses Magiesystem besitzt ja überhaupt keine Regeln, die es einhalten muss oder bricht seine eigenen Regeln."
      Außerdem finde ich die wissenschaftlichen Beiträge sehr interessant.

      Zu dem Thema: Mir fällt spontan kein Weltenflop ein, irgendwie kann ich vielen was abgewinnen. Nicht unbedingt von der Geschichte, aber bei den meisten eigenen Welten gibt es ja was Persönliches vom Autor drinnen, sodass es einzigartig wird.
      Da Eragon erwähnt wurde, ich weiß, dass vieles "abgekupfert" ist, trotzdem war es so mein Einstieg in die Fantasy und ich kann nichts dagegen haben. Außerdem kannte ich damals weniger und fand jeden Aspekt kreativ. Die drei Aspekte, die ich immernoch mag: Das Magiesystem, die (sprechenden) Drachen und gerade die Elfen.

      Was ich schon von einzelnen Szenen nicht mag, ist GoT. Aus oben genannten Gründen. Aber ich glaube, es liegt eher am Geschichtenaufbau als an der Welt. Ich bin nur Gewalt und Sex iwie satt.
      Flop in der Welt, wobei ich die Geschichte darin dennoch mag: Divergent. Es geht auch umgekehrt, aber die 'Welt' floppt für mich in der unlogischen Umsetzung.