Elder Scrolls

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    • Elder Scrolls

      Viele von uns erlebten die Spiele aus der Elder-Scrolls-Reihe. Immer wieder kommen wir auf diese Welt zu sprechen, oder bauten gar wie Teria seinerzeit ihre eigene Welt mit dem Editor nach. Doch ein eigener Thread fehlte leider bislang. :(

      Vor kurzem kam das generalüberholte The Elder Scrolls V: Skyrim Special Edition heraus. Und seit heute kommt noch ein kostenloses Schnupper-"Wochenende" hinzu. Wer also das Online-Spiel kennen lernen möchte, der hat nun die Gelegenheit dazu. Sicherlich erreicht Elder-Scrolls-Online von der Spieltiefe her nicht ein Elder Scrolls V Niveau, doch ist es imho das Beste MMO dieser Art, welches ich kenne.

      Quelle: Elder Scrolls Online HP

      Ich selber spiele ESO seit dem es ohne Monats-Abo auskommt. So Interesse nach einer Gemeinschaft aufkommen sollte, böte sich z.B. die Gilde "Keepe of the Holy Flame" an. ;)
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Damokles-Sternenring - meine kleine Galaxie
      Rollenspiel-Anekdoten
    • Einerseits liebe ich die Elder-Scrolls-Welt, andererseits frustriert es mich, wie viele Parallelen ich nach wie vor zu meinen eigenen Welten finde, die ich zum Großteil bereits eingebaut hatte, bevor ich nähere Kenntnis von TES hatte. Zwar liegt das sicherlich auch daran, dass die Welt von Elder Scrolls selbst nicht ohne altbekannte Fantasy-Tropes und Klischees auskommt (wenn auch vieles in einem erfrischend neuen Gewand daherkommt, eine Strategie, die ich selbst auch häufig einsetze), aber teilweise sind die Übereinstimmungen so spezifisch, dass ich eigentlich große Teile meiner Welt radikal umgestalten müsste, um mir nicht den Vorwurf gefallen lassen zu müssen, TES zu kopieren. Auch ein Grund (wenn auch nicht der einzige), warum das Weltenbasteln an sich bei mir seit längerem in einer Krise steckt.
    • Achja, ich lade das Spiel seit gestern auch noch runter. Sind ja nur 56 GB. Ich hab mich schon gefragt ob ich das überhaupt heruntergeladen bekomme, bevor das kostenlos-spiel-Wochenende vorbei ist. :lol:
      Abgesehen davon ist das Spiel bis 23. November auf Steam auf 9,99 Euro reduziert. Da könnte man sich das vielleicht tatsächlich mal überlegen. Solange man da noch monatlich zahlen musste, hat mich das Spiel überhaupt nicht interessiert.
      Nervt der Ingame Shop bzw die Premiumwährung sehr?


      @Pherim

      Haha, das Problem kenne ich. Zum Beispiel gibt es in Skyrim einen Ort, der fast genauso heißt wie der Roman, an dem ich sporadisch seit Jahren schreibe. Natürlich wusste ich das nicht, als ich mir den Namen überlegt habe. Auch unabhängig davon hatte ich den Namen noch leicht geändert, sodass es wenigstens nun nicht genau der selbe Name ist, aber das ist schon irgendwie nervig sowas.
      nobody.
    • Ich bin zurzeit auch sehr am ESO spielen, die Welt Nirn bzw. der Kontinent Tamriel ist mir seit den Spielen Morrowind, Oblivion und Skyrim inzwischen sehr vertraut. Morrowind finde ich trotz seines Alters immer noch am besten^^
      Das verbesserte Skyrim hole ich mir nicht, weil ich das mit dieser 64-dingsda-Grafik bei mir nicht hinbekomme, und so wie ich das verstanden habe benötigt das Spiel das. Aber macht nix, Skyrim ist auch so toll und ich habe gehört dass man mit Mods vom Spielgefühl her auch gut an das jetzige Verbesserte Skyrim rankommen kann.

      Das MMO mag ich sehr gerne, vor allem weil auch bisher noch gar nichts über ein eventuelles Elder Scrolls VI bekannt ist spiele ich es immer noch sehr gerne, es gibt qualitativ gute und abwechslungsreiche Quests (nicht "Hole 20 von diesem und 20 von jenem") in allen drei Fraktionen, in denen man das Spiel beginnen kann, und man kann überall in der Welt verstreut Bücher finden und so mehr darüber lernen.
      (Mein Name dort ist derselbe wie hier, nur mit einem @ davor. Kannst mich ja mal anflüstern, Nemedon, oder wer auch immer von euch das Spiel auch spielt^^ Allerdings bin ich schon fest in 5 Gilden, in zweien davon recht aktiv (Augusta Treverorum und Bund der Freien Händler), weshalb ich derzeit nicht groß zum Weltenbasteln komme. ;) )

      Edit: Nein, der Ingameshop nervt eigentlich nicht, weil es bisher hauptsächlich kosmetische Sachen sind, Kostüme, Begleiter und dergleichen. Man muss nichts kaufen um zu gewinnen oder so.
    • aeyol schrieb:

      Achja, ich lade das Spiel seit gestern auch noch runter. Sind ja nur 56 GB. Ich hab mich schon gefragt ob ich das überhaupt heruntergeladen bekomme, bevor das kostenlos-spiel-Wochenende vorbei ist. :lol:

      Ach so, Elder Scrolls Online hat ein kostenloses Wochenende... bei Nemedon klang es nach der Skyrim Special edition, und da hab ich mich gewundert, die hat nämlich keine 56 GB.

      Haha, das Problem kenne ich. Zum Beispiel gibt es in Skyrim einen Ort, der fast genauso heißt wie der Roman, an dem ich sporadisch seit Jahren schreibe. Natürlich wusste ich das nicht, als ich mir den Namen überlegt habe. Auch unabhängig davon hatte ich den Namen noch leicht geändert, sodass es wenigstens nun nicht genau der selbe Name ist, aber das ist schon irgendwie nervig sowas.

      Wenn es denn nur Namen wären, das wäre ja kein Problem. Aber es sind tatsächlich bestimmte Aspekte der Welt an sich, wo es sehr starke Überschneidungen gibt, von Völkern und Rassen über geographische Ähnlichkeiten bis zu geschichtlichen und mythologischen Parallelen. Dass Skyrim mal eben das zentrale Element einer Geschichte enthält, die ich schon seit 15 Jahren (ok in der Form eher seit 10 aber auf jeden Fall lange vor Skyrim) schreiben wollte... naja hab ich aber nicht und jetzt ist es halt so. %-)

      Sturmfaenger schrieb:


      Das verbesserte Skyrim hole ich mir nicht, weil ich das mit dieser 64-dingsda-Grafik bei mir nicht hinbekomme, und so wie ich das verstanden habe benötigt das Spiel das. Aber macht nix, Skyrim ist auch so toll und ich habe gehört dass man mit Mods vom Spielgefühl her auch gut an das jetzige Verbesserte Skyrim rankommen kann.

      Ich weiß nicht, was du genau meinst, aber die Skyrim SE hat eine 64bit-Engine, ja, und benötigt entsprechend ein 64bit-Betriebssystem. Zudem läuft es mit DirectX 11 (das Original war noch DirectX 9) und benötigt entsprechend eine Grafikkarte, die das unterstützt, aber das sollten eigentlich alle aus den letzten 5-6 Jahren. Die Anforderungen sind allerdings recht hoch, bei mir läuft es mit 8GB RAM und 2GB VRAM, ganz gut, aber andere haben mit besserer Hardware deutliche Probleme. Wird aber hoffentlich noch gepatcht. Und ja, natürlich kann man das Original modden, dass es aussieht wie die SE (spielerisch hat sich allerdings nichts geändert), sogar besser, aber das ist auch nicht der Punkt. Ich hab das kurz nach Release der SE bestimmt hundertmal in diversen Foren geschrieben, wo sich Leute (die es kostenlos bekommen hatten, weil sie das Grundspiel und die Add-Ons bereits auf Steam besaßen!) darüber beschwert hatten, dass es so wenig Verbesserungen gab. Aber der Hauptgrund für die Existenz der SE ist, dass Bethesda Skyrim nochmal auf den neuen Konsolen verkaufen wollte. Allerdings war ein ganz wichtiger Punkt des Marketings der SE, dass auf Konsolen auch Mods unterstützt werden (auf PS4 jedoch nur mit extremen Einschränkungen). Jedoch können Mods nur auf PC erstellt werden. Da Bethesda aber klar war, dass die allermeisten PC-Spieler und Modder eben genau aus dem Grund, dass man die Originalversion bereits so modden kann, die SE links liegen lassen würden, wenn sie dafür Geld bezahlen müssten, blieb ihnen nichts anderes übrig, als sie an alle, die das Original bereits besitzen, zu verschenken. Dadurch wurde die Wahrscheinlichkeit, dass alteingesessene Modder ihre Mods für die SE und damit Konsolen konvertieren und neue Mods erstellen würden, wesentlich erhöht. Hätten alle zahlen müssen, hätten sich die SE auf PC allenfalls ein paar Leute geholt, die das Original noch nicht haben, und es gäbe niemanden, der Mods macht.
      Wie auch immer, die Stärken der SE gerade für PC-Spieler sind ja auch eben nicht die Grafikverbesserungen. Es ist die Engine selbst, da das Upgrade auf 64bit etwa die Speicherbegrenzung von 3,1 GB, die das Original hatte, aufhebt. Zwar konnte das da auch mit ENBoost umgangen werden, aber die SE sollte trotzdem wesentlich besser mit HD-Texturen und anderen anspruchsvollen Mods zurechtkommen als das Original. Die Grund-Anforderungen sind zwar höher, aber dafür sollten solche Mods auch nicht mehr so stark auf die Performance gehen. Open Cities etwa, das die Städte übergangslos in den Haupt-Worldspace verlegt, soll im Original ziemlich die Performance beeinträchtigt haben, in der SE merke ich praktisch keinen Unterschied.
      Der Nachteil der SE ist zur Zeit noch ganz klar, dass es eben noch nicht die Mod-Auswahl des Originals hat. Insbesondere der Script Extender, den viele Mods benötigen (einschließlich des extrem beliebten Interface-Overhauls SkyUI), muss erst mal noch auf die 64bit-Engine angepasst werden, was noch eine Weile dauern könnte. Und dann müssen die Mods selbst wohl auch angepasst werden. Dennoch: Die SE hat aufgrund ihrer technischen Verbesserungen ein enormes Potential, was PC-Modding in der Zukunft angeht. Ich bin jedenfalls gespannt.

      Augusta Treverorum

      Öh, das ist doch der römische Name von Trier? Warum heißt die so?
    • Sturmfaenger schrieb:

      Inzwischen ist er zwar nicht mehr aktiv, aber [...]

      Das ist scheinbar eines der Probleme in ESO. In dem einen Jahr, seit ich dort immer mal wieder durch Tamriel streife, erlebte ich den Niedergang dreier Gilden, in denen ich war. Deshalb gründete ich vor wenigen Monaten eine eigene Gilde, die auch Gelegenheitsspielern ein Heim bietet. Denn wenn Gildenleiter von heute auf morgen inaktiv werden, gebannt, zerstritten o.ä., schlafen regelmäßig diese Gemeinschaften ein. So entstehen Gilden mit 150 Mitgliedern, von denen aber letztlich nur noch 2-3 wirklich aktiv sind. Häufig jene mit hohem Rang, die sich über das große Fassungsvermögen der Bank freuen. %-)
      Als ich mit Keeper of the Holy Fire startete, befürchtete ich anfangs, dass auch hier schnell viele Inaktiv werden würden. Doch irgendwie entwickelt sich die Sache fast zu einem Selbstläufer. :)

      Und ebenso wie Sturmfaenger kann man mich als Nemedon in die Freundesliste aufnehmen.
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    • Ich legte mir auch mal ESO zu, als es im Angebot war, wurde aber nie ganz warm damit; so wie auch mit keinem anderen MMORPG. Die Elder Scrolls-Spiele sind für mich einfach eine Singleplayer-Reihe und ich mag es, alleine in diese Welt, die mir sehr gefällt, einzutauchen. Meine erste Berührung mit ihr war mit Morrowind, als dieses Spiel vor etlichen Jahren einmal auf der Computerbild Spiele war. Diese offene Spielwelt war für mich damals völlig neu und heutzutage werde ich mit weniger offenen Spielen irgendwie nicht mehr richtig warm ... Die Welt hat(te) außerdem eine Tiefe, die mich zu dem Zeitpunkt sehr beeindruckte und außerdem von den gängigen Klischees in manchen Punkten abweicht. Ein gutes Beispiel sind hierfür, wie ich finde die Waldelfen, die auf den ersten Blick erstmal wirklich wie ganz klassische Waldelfen wirken; leben eben im Wald, gute Bogenschützen, naturverbunden ... Die Religion der Bosmer aber macht sie dann doch zu etwas ganz besonderen und hebt sie von Elfen anderer Welten ab. Die Elder Scrolls ähneln in dieser Hinsicht auch meiner Welt, die auf den ersten Blick vielleicht so wirkte wie eine ganz klassische Klischee-Fantasy-Mittelalter-Welt. Die Leute, die sich dann weiter mit ihr beschäftigen, werden damit belohnt, zu entdecken, dass der erste Blick nicht immer alles offenbart. Wenn Leute allerdings meinen, sich gleich ein Urteil bilden zu können, nur weil sie die Oberfläche flüchtig erhascht haben, dann sollen sie das meinetwegen tun. Es interessiert mich nicht.

      Schade finde ich allerdings, dass es einige Kontinuitätsprobleme in der Elder-Scrolls-Reihe gibt, die später dann ausgebügelt werden sollten. So wird die Kaiserstadt in Morrowind noch völlig anders und wesentlich exotischer dargestellt als das, was wir in Oblivion schließlich zu sehen bekommen. Das ist wirklich ein Minuspunkt. Andere halten die Welt nicht wirklich für stimmig, da Städte/Regionen eigentlich viel zu klein sind, oder es zu wenig Felder etc. gibt. Diese Kritik ist bis zu einem gewissen Grad schon gerechtfertigt; auch im Hinblick darauf, dass der Maßstab der Regionen in den Spielen variiert. Vielleicht kann man es sich ein wenig so hindrehen, dass die Spiele nicht die "wirkliche" Welt abbilden, wie sie eigentlich sein müsste, sondern nur einen - naja - "Abklatsch"?

      Ansonsten eine sehr schöne Welt!
      Straße war gestern, du siehst mich im Board
      Ich häng im World Wide Web, das ist kein friedlicher Ort
      Opfer, wag einen Blick auf die oberen Ränge
      Schieb Respekt; ich bin Forenlegende.


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    • Ja, der Tamriel-Almanach ist nicht schlecht. Zu den Romanen hab ich sehr gespaltene Meinungen gehört, allerdings lernt man in ihnen wohl auch tatsächlich noch etwas mehr über die Welt.
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    • Die Elder Scrolls ähneln in dieser Hinsicht auch meiner Welt, die auf den ersten Blick vielleicht so wirkte wie eine ganz klassische Klischee-Fantasy-Mittelalter-Welt. Die Leute, die sich dann weiter mit ihr beschäftigen, werden damit belohnt, zu entdecken, dass der erste Blick nicht immer alles offenbart. Wenn Leute allerdings meinen, sich gleich ein Urteil bilden zu können, nur weil sie die Oberfläche flüchtig erhascht haben, dann sollen sie das meinetwegen tun. Es interessiert mich nicht.

      Der Satz hätte von mir sein können. ;)

      Elatan schrieb:

      Schade finde ich allerdings, dass es einige Kontinuitätsprobleme in der Elder-Scrolls-Reihe gibt, die später dann ausgebügelt werden sollten. So wird die Kaiserstadt in Morrowind noch völlig anders und wesentlich exotischer dargestellt als das, was wir in Oblivion schließlich zu sehen bekommen. Das ist wirklich ein Minuspunkt. Andere halten die Welt nicht wirklich für stimmig, da Städte/Regionen eigentlich viel zu klein sind, oder es zu wenig Felder etc. gibt. Diese Kritik ist bis zu einem gewissen Grad schon gerechtfertigt; auch im Hinblick darauf, dass der Maßstab der Regionen in den Spielen variiert. Vielleicht kann man es sich ein wenig so hindrehen, dass die Spiele nicht die "wirkliche" Welt abbilden, wie sie eigentlich sein müsste, sondern nur einen - naja - "Abklatsch"?

      Im Grunde sehe ich es genau so - als komprimierte Repräsentation der "tatsächlichen" Welt. So kann ich akzeptieren, dass ich innerhalb von Minuten von einer Stadt in die nächste laufen kann - insbesondere, wenn dabei im Spiel doch mehrere Stunden vergehen. Wenn ich einen Roman lese oder einen Film anschaue, werden auch nicht die "langweiligen" Teile erzählt oder gezeigt - in "Wirklichkeit" dauerte die Reise mehrere Stunden, aber ich erlebe eben nur den Teil, wo ich unterwegs von Wölfen angegriffen werde. ;)
      Auch sind die Städte auf die wesentlichen Elemente reduziert. An zahllosen unwichtigen Häusern vorbeizulaufen, um das eine Gebäude zu finden, das man gerade sucht wäre auch nicht das Wahre. Ich stelle mir also vor, die Städte wären mindestens zehnmal so groß, und die Spielwelt hundertmal, dann ist auch Platz für Felder und es stört auch nicht, dass in Sichtweite der Hauptstadt mindestens fünf noch ungeplüderte Ruinen liegen. Viele Spieler fordern immer größere Spielwelten und Städte, aber mit Sicherheit würde das viele Rumgelaufe ihnen auch schnell auf die Nerven gehen.
      Gab es ja auch schon - in Daggerfall, dem zweiten Teil der Reihe. Da war die Spielwelt tatsächlich zweimal so groß wie Großbritannien, aber selbstverständlich war alles sehr generisch und ohne Schnellreise kam man schon mal grade nirgendwo hin. Naja, man konnte durchaus zu Fuß (oder per Pferd) durch die Gegend laufen und auch irgendwo ankommen, aber da sich zwischen Städten und Dungeons buchstäblich nichts befand außer einer Menge leerer Landschaft, war das doch recht witzlos, wenn auch "realistisch".

      Gerade Oblivion ist da ohnehin ein blödes Beispiel. Die Welt ist so schon recht langweilig und eintönig, warum sollte sie noch größer sein?

      Und was die Kontinuität angeht, da gibt es wirklich einige, die das stört, aber ich denke mir, solange ein gutes Spiel am Ende herauskommt, muss man es nicht mit allem zu genau nehmen, was in einem vorherigen Teil gesagt wurde. Schließlich ist jedes Spiel trotz vorhandener Bezüge zu den jeweiligen Vorgängern eine in sich geschlossene Einheit und kann komplett für sich gespielt werden. Und Oblivion hat definitiv noch mehr Schwachpunkte als eine Abweichung von Morrowind in der Lore. Tatsächlich wurde ab Oblivion behauptet, Cyrodiil sei zwar früher Dschungelland gewesen, aber von Kaiser Tiber Septim (der zum Gott Talos aufstieg bzw. erklärt wurde) in moderateres Klima umgeformt. Quellen aus Elder Scrolls Online schreiben diese Diskrepanz gar einem Übersetzungsfehler zu. Aber das ist eben auch so ein Punkt - nicht alle Quellen (vor allem eben ingame-Bücher) müssen zuverlässig sein.
      In Morrowind war das Kaiserreich ja auch sehr römisch angehaucht, auch von den Uniformen und Rüstungen, aber dass das Design in Oblivion stark an Gondor aus den Herr-der-Ringe-Filmen erinnert, war sicher kein Zufall. In Skyrim wiederum sind sie zur Römer-Optik zurückgekehrt. Wenn man möchte, kann man da auch einen Unterschied zwischen den Truppen in der Kernprovinz Cyrodiil und denen in anderen Provinzen sehen, oder es eben einfach hinnehmen.
    • Pherim schrieb:

      Tatsächlich wurde ab Oblivion behauptet, Cyrodiil sei zwar früher Dschungelland gewesen, aber von Kaiser Tiber Septim (der zum Gott Talos aufstieg bzw. erklärt wurde) in moderateres Klima umgeformt. Quellen aus Elder Scrolls Online schreiben diese Diskrepanz gar einem Übersetzungsfehler zu. Aber das ist eben auch so ein Punkt - nicht alle Quellen (vor allem eben ingame-Bücher) müssen zuverlässig sein.


      Auszug aus dem ESO-Buch: Das subtropische Cyrodiil: Eine Spekulation
      Laut „Das Herzland von Cyrodiil“ von diesem alten Aufschneider Phrastus von Elinhir herrschte im nibenesischen Tal und in den colovianischen Hügeln schon immer jenes gemäßigte Klima, wie wir es heute kennen – die frühen Beschreibungen Cyrodiils als subtropischer Dschungel werden als Fehler eines der Heimskrs abgetan.

      Wirklich? Doch was sind dann die „wogenden Farne“ von Vahtacen, die in „Die hosirischen Balladen“ erwähnt werden? Was ist mit Khoseys „gar dichtem Dschungel an Rumares Ufern“ in den Tamrielischen Traktaten? Sind dies wiederum nur die Fehler irrender Kopisten?

      Nein, ich glaube, es ist wesentlich wahrscheinlicher, dass Cyrodiils Klima vor dreitausend Jahren weitaus wärmer und feuchter war, als es heute der Fall ist. Die Umwelt des Herzlandes hat sich gewandelt. Was uns wiederum zu der Frage führt: Wie?

      Über diese Frage habe ich gründlich nachgedacht und möchte daher folgende Hypothese aufstellen. Ich bin allerdings kein großer Gelehrter der Mythogeschichte wie Vanus Galerion oder Bezeichner Beredalmo. Nennen wir das nun Folgende besser … eine Spekulation.

      Tamriel ist das Zentrum Nirns, Cyrodiil ist das Zentrum Tamriels, und im Zentrum Cyrodiils erhebt sich das größte je von Sterblichen erschaffene Gebäude: der Weißgoldturm der Kaiserstadt, der ganz unverkennbar dem Adamantturm (oder Dirennitum) nachempfunden ist – dem ältesten Bauwerk Tamriels, das von den Aedra selbst errichtet worden sein soll.

      Dies wiederum ist keine bloße Ehrbezeugung, Laune oder Zufall: Der Weißgoldturm wurde in Anlehnung an den Adamantturm erbaut, um die unbestreitbaren mystischen Eigenschaften des ersten Turms nachzuahmen. Durch seine zentrale Position sollte er diese jedoch nicht nur nachahmen, sondern noch verstärken.

      Doch was für mystische Eigenschaften sind das? Dies führt uns in den Bereich der Turmlehre – einen Bereich, über den Gelehrte allzu oft hitzig streiten –, doch nichtsdestotrotz will ich mich an dieser Stelle an einer einfachen und unverfänglichen Zusammenfassung versuchen.

      Als die Aedra von Lorkhan davon überzeugt – oder mit einer List dazu verleitet – wurden, Mundus zu erschaffen, hing das körperliche Fleisch Nirns an einem Skelett aus Knotenpunkten, von denen jeder eine fassbare Wirklichkeit ausstrahlte – das Knochengerüst der Welt sozusagen.

      An einem dieser mystischen Knotenpunkte errichteten die Aedra ein gewaltiges Bauwerk: den Adamantturm, wo sie ein Konklave abhielten, um über das Schicksal von Lorkhan und Mundus zu entscheiden. In späteren Zeiten entdeckten sterbliche Magier diesen Turm und stießen auf seine wirklichkeitsstärkenden Eigenschaften. Die merethischen Elfen begannen ihn daraufhin nachzuahmen und errichteten an anderen Knotenpunkten den Weißgoldturm und den Kristallturm.

      Was genau wollten die Urelfen damit bezwecken? Ich würde postulieren, dass die Elfen durch ihren kollektiven „Besitz“ solcher Türme in ihren Reichen die örtliche Wirklichkeit dazu bringen konnten, sich ihren Wünschen zu beugen.

      Daher ist der Sommersend-Archipel – in der Sphäre des Kristallturms – folglich auch ein warmes und paradiesisches Reich, das ganz an die Bedürfnisse der Altmer angepasst zu sein scheint. Cyrodiil hingegen – in der Sphäre des weitaus mächtigeren Weißgoldturms – wurde ein warmer und subtropischer Dschungel, was wiederum den Behaglichkeit schätzenden Ayleïden zupasskam.

      Als die Sklaven der Herzland-Hochelfen sich jedoch gegen ihre Herren erhoben, eroberten sie das Tal von Nibenay und beendeten so die Herrschaft der Ayleïden. In der Folge wurde der Weißgoldturm zum Mittelpunkt eines menschlichen Kaiserreichs, das von Nediern und Cyro-Nord bevölkert wurde, welche aus einem kühleren Klima stammten. Und so beugte sich der Turm von Cyrodiil den Wünschen seiner neuen Herren.

      Und das wiederum ist – so glaube ich – die Antwort auf die Frage, warum sich das Klima vom subtropischen hin zum gemäßigten wandelte: Sobald erst einmal Menschen über Cyrodiil herrschten, passte sich die örtliche Wirklichkeit an deren Wünsche und Bedürfnisse an. Die Veränderung kam womöglich schleichend und kaum wahrnehmbar, doch letztlich war sie unaufhaltsam – bis Cyrodiil schließlich zu jenem Reich der gemäßigten Wälder und Felder wurde, wie wir es heute kennen.
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Damokles-Sternenring - meine kleine Galaxie
      Rollenspiel-Anekdoten
    • Ich zögere, die Special Edition auszuprobieren, weil ich für die Legendary Editition mehrere Mod-Loadouts zusammengestellt habe, deren Grafik und Sound deutlich mehr hergeben als die SE ohne Mods. Ich weiß nicht, ob sich aus der neuen Engine mehr rausholen lässt. Content-mäßig gibt es für die LE auch noch nicht so viele Mods wie für die SE.

      Pherim schrieb:

      Genau. Dadurch, dass es mehrere verschiedene Erklärungen in den Spielen selbst gibt, ist keine automatisch richtig, aber eben auch keine falsch. ;)


      Nicht nur das. Sterbliche können mit Wesen/Kräften außerhalb der Raumzeit (bzw. vornehmlich der Raumzeit selbst, nämlich Akatosh) interagieren und dadurch die Raumzeit zersplittern, was es möglich macht, die Vergangenheit zu verändern... allerdings wird die ursprüngliche Zeitlinie nicht vollständig ausgelöscht, wenn neue Verknüpfungen zwischen den Ereignissen geschaffen worden sind. Das krasseste Beispiel sind wahrscheinlich Trinimac und Talos. Die Tilgung des Dschungels Cyrodiils hängt eindeutig mit Tiber Septims Apotheose zusammen. Vieles davon wird in Skyrim erklärt, wenn man die Talos- und die Graubärte-Plotlines verfolgt.
    • Daisy schrieb:

      Ich zögere, die Special Edition auszuprobieren, weil ich für die Legendary Editition mehrere Mod-Loadouts zusammengestellt habe, deren Grafik und Sound deutlich mehr hergeben als die SE ohne Mods. Ich weiß nicht, ob sich aus der neuen Engine mehr rausholen lässt. Content-mäßig gibt es für die LE auch noch nicht so viele Mods wie für die SE.

      Ausprobieren schadet ja nichts, die alte LE bleibt samt Mods unangetastet.
    • Elatan schrieb:


      Schade finde ich allerdings, dass es einige Kontinuitätsprobleme in der Elder-Scrolls-Reihe gibt, die später dann ausgebügelt werden sollten. So wird die Kaiserstadt in Morrowind noch völlig anders und wesentlich exotischer dargestellt als das, was wir in Oblivion schließlich zu sehen bekommen. Das ist wirklich ein Minuspunkt. Andere halten die Welt nicht wirklich für stimmig, da Städte/Regionen eigentlich viel zu klein sind, oder es zu wenig Felder etc. gibt. Diese Kritik ist bis zu einem gewissen Grad schon gerechtfertigt; auch im Hinblick darauf, dass der Maßstab der Regionen in den Spielen variiert. Vielleicht kann man es sich ein wenig so hindrehen, dass die Spiele nicht die "wirkliche" Welt abbilden, wie sie eigentlich sein müsste, sondern nur einen - naja - "Abklatsch"?
      Hierzu empfiehlt sich das Thema "dragonbreak" – zumindest was die Kontinuitätsprobleme angeht. Ich halte das an sich auch für einen der interessanteren Aspekte des Settings. Es ist schade, dass das in den Spielen (zumindest in den modernen – die alten sind für mich unspielbar) nicht so gut rüberkommt.
      Weltraumschlangen! :fluecht:
    • Also, generell halt ich mich besser aus dem Thread raus - wie vermutlich inzwischen jeder weiß, ist Tamriel quasi meine zweite Heimat, also kann ich nicht viel Objektivität beisteuern.

      *schwenkt fröhlich das TES-Fan-Fähnchen*

      Aber zu den Büchern als "Einstieg" in die Serie würd ich gerne etwas sagen: NEIN! :lol:

      Mir persönlich haben Infernal City und Lord of Souls sehr gut gefallen, und ich würde sie vorbehaltslos jedem empfehlen, der selbst Morrowind gespielt hat (wer nur Skyrim oder Oblivion kennt, wird vermutlich eher verwirrt sein, weil einige der Geschehnisse sich direkt auf die Nachwirkungen des Nerevarine beziehen).

      Aber die Geschichte hat zwei große Nachteile, die vermutlich auch der Hauptgrund dafür sind, daß die Meinungen so weit auseinander gehen:
      1. Der Autor geht davon aus, daß der Leser die Hintergrundwelt kennt. Er wirft ganz natürlich mit Namen und Konzepten um sich, ohne diese näher zu erklären. Für Fans ist das natürlich positiv, wenn man nicht aus dem Lesefluß rausgerissen wird, nur um zum hundertsten Mal erklärt zu bekommen, was ein Argonier ist.

        Für einen Neuling macht das die Bücher aber vermutlich unlesbar, und wohl zum denkbar schlechtesten Einstieg in die Hintergrundwelt.

      2. Über beide Bücher hinweg spielt sich fast alles ausschließlich in der namensgebenden Infernal City Umbriel ab, die wiederum ein losgebrochenes Stück von Clavicus Viles Oblivionreich ist. Sprich: Man bekommt relativ wenig von Tamriel selbst zu sehen, da der Fokus einfach auf Umbriel liegt.

        Das heißt nicht, daß man nicht jede Menge Lore mitbekommt... die ganze ClavicusVile-Umbra-Vuhon-Story (oder auch: Warum es kein Morrowind II geben wird, zumindest nicht auf Vvardenfell :lol: ), wie die Medes nach dem Fall der Septims die Macht über das Kaiserreich gewonnen (und dann gleich mal die Hälfte der Mitglieder verloren) haben und warum Skyrim im gleichnamigen Spiel ein Flüchtlingsproblem hat.

        Aber nichts davon eignet sich IMHO als Einsteiger-Lore. Wer nicht weiß, wer Clavicus Vile ist, oder warum es schlimm ist, wenn die Ministry of Truth ihr Ingenium verliert, oder welche Bedeutung die Hist-Bäume für die Argonier haben... der wird mit den tollen Hintergrundinfos nicht viel anfangen können.
      Woll ich nur mal kurz über die Bücher loswerden, nicht daß die jemand als Einstieg nimmt und dann enttäuscht ist, daß er nur Bahnhof versteht. :pfeif:
      Bring me your soul, bring me your hate
      In my name you will create
      Bring me your fear, bring me your pain
      You will destroy in my name

      - Les Friction, Dark Matter