[Silaris] Geschichte eines Vaters

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    • [Silaris] Geschichte eines Vaters

      So, diese Geschichte war eigentlich für den Adventskalender gedacht, aber Veria befand sie, nicht ganz zu Unrecht, für zu düster. Explizite Gewaltdarstellungen oder dergleichen sind nicht enthalten, aber es werden einige unschöne Ereignisse erwähnt.


      Geschichte eines Vaters


      Als er sie zum ersten Mal traf war es Frühling. Er fuhr zum Kirschblütenfest nach Alijan, wo nicht nur die Kirschen blühten, sondern auch Pfirsiche und Mandeln und dort traf er sie. Schön wie die Kirschblüten war sie und bewegte sich wie eine Katze im Tanz. Nach dem Fest verbrachte Derian die Nacht mit ihr und sie hielt alles, was der Tanz versprochen hatte.
      Im Sommer trafen sie sich wieder. Nun war es an der Zeit für Namen: Neralia, Soldatin einer Eliteeinheit, Derian, Offizier der Geheimpolizei. Wann immer ihre Pflicht es erlaubte, kam sie nach Alijan, wo er auf sie wartete.
      „Meine Ausbildung ist vorüber und unser Land lebt im Frieden. Wenn ich Mutter werden möchte, ist jetzt die Zeit dafür. Möchtest du der Vater sein?“
      Derians Antwort war klar. Zur Zeit der Apfelernte schrieb sie ihm, dass sie ein Kind erwartete.
      Als die Sonne am höchsten stand, brachte sie eine Tochter zur Welt und nannte sie Elanja. Den ganzen Sommer über war Derian bei ihr, wann immer er konnte, bei ihr und ihrem Bruder in Alijan, arbeitete von dort. Elanja war ein gesundes und kräftiges Kind, das ihnen kaum Mühe bereitete.
      Als die Blätter fielen und die Nächte länger wurden, brachen in Arisaja Unruhen aus. Im nächsten Winter wurde Neralia in den Krieg gerufen, Elanja blieb beim Bruder ihrer Mutter, wie es von alters her getan wurde.
      Derian saß allein in Benada und kämpfte am Rechner gegen die Feinde Sariliens. Dabei ließ ihm Neralias Schicksal keine Ruhe. Als die Arunier nach dem sicher geglaubten Sieg in den Krieg eingriffen, wünschte er sich zum ersten Mal auch in einem Land zu leben, das seine Frauen nicht aufs Schlachtfeld schickte. Nur noch ganz selten konnte er sie treffen und auch wenn sie so tat, als ob alles in Ordnung wäre, ihm entging nicht, wie sehr sie sich verändert hatte. Hart und ernst war sie geworden, all die Leichtigkeit jenes ersten Tanzes verschwunden.
      Trotzdem schrieb sie Derian, wann immer sie konnte, währenddessen kümmerte sich ihr Bruder gut um Elanja. Er nahm sie mit in die Wälder und lehrte sie alles über die Pflanzen und Pilze, nach vier Sommern schon konnte sie Giftiges von Essbarem und Heilsamem unterscheiden. Auch im Garten half sie fleißig mit und unter ihren Händen gedieh alles besonders gut. Derian ahnte bereits, dass Elanja keine Kriegerin werden würde wie ihre Mutter. Ihre Liebe galt der Erde und den Pflanzen, die auf ihr wuchsen, sie wollte Leben bringen und nicht den Tod. Wenn sie in den alten Zeiten gelebt hätte, wäre sie vielleicht eine jener weisen Frauen geworden, die Mensch, Tier und Pflanze Heilung brachten. Doch jene Tage waren längst vorüber. Wer heute Kranke heilen wollte musste hinter hohen Mauern lernen, wie er die Pillen und Tinkturen der Elementarmagier verabreichen sollte.

      In Elanjas fünftem Winter erzählte Neralia in ihren Briefen von einer neuen Rekrutin. Ihr Name war Brajana, ein verwöhntes, junges Magiermädchen, Phosphormagierin so schrieb Neralia. „Aber sie hat ein tapferes Herz. Ich werde ihr schon beibringen diesen Unsinn zu lassen und eine tapfere, ehrenhafte Soldatin zu werden.“
      Derian hatte daran seine Zweifel. Als die Birken blühten, traf er Neralia beim kurzen Fronturlaub in Alijan und sah Brajana zum ersten Mal. Derian konnte nicht bestreiten, dass sie schön war, schön wie Eisenhut und Kreuzkraut. Ihr Blick jagte ihm kalte Schauer über den Rücken, doch Neralia war des Lobes voll. Bald schrieb sie, dass Brajana ihr im Kampf das Leben gerettet hatte.
      Die Arunier bekämpften Sariliens Städte aus der Luft mit Feuer und Bomben. Derian kam kaum noch zu seiner üblichen Arbeit, so beschäftigt war die Geheimpolizei mit dem Verhör von Kriegsgefangenen und möglichen Verrätern. Neralia schrieb, dass Brajana nun ihre widernatürlichen Fähigkeiten im Kampf einsetzte. Sie schien resigniert zu haben, versuchte nicht mehr die Kameradin von diesem Irrsinn abzubringen.
      Alijan jedoch war immer noch unberührt vom Krieg und Elanja wuchs und gedieh wie die Pflanzen, um die sie sich kümmerte.

      Als die Nächte lang und die Tage neblig wurden, fuhr Derian nach Alijan zu Neralia, ein gemeinsamer Tag, bevor es wieder in den Kampf ging. Vor der Stadt wurde der Zug gestoppt. Derian ahnte bereits, dass etwas nicht stimmte. Sollte es einen Angriff geben, oder war er schon geschehen? Es war nicht das erste Mal, dass Derian so etwas erlebte, doch das erste Mal, dass seine Tochter und seine geliebte Frau in dieser Stadt waren.
      Erst am nächsten Tag durfte er nach Alijan und was er dort vorfand, war schlimmer als seine furchtbarsten Albträume. Eine ganze Stadt war ausgelöscht worden, zumindest schien ihm so. Brajana war da, in ihren Augen stand der helle Wahnsinn. Am liebsten wäre Derian weggelaufen, doch er ließ sich zu Neralia führen. Von Anfang an hatte er befürchtet, dass sie den Krieg nicht überleben würde, er hatte oft daran gedacht, doch so hatte er es sich nie vorgestellt. Vergiftet wie eine Ratte, als ob sie es nicht verdient hätte, wenigstens im ehrenhaften Kampf im Angesicht ihres Feindes zu sterben.
      Brajana führte ihn hinaus aus der Halle, die wie so viele andere zum provisorischen Leichenhaus umfunktioniert worden war und in einen Krankensaal. „Deine Tochter hat überlebt. Aber sie ist jetzt auch Phosphormagierin und muss in unserer Obhut bleiben.“
      Phosphormagierin, so ein Unsinn. Weder in seiner noch in Neralias Familie hatte irgendwer etwas mit solchen Dingen am Hut.
      Das kleine Mädchen im Krankenbett hatte Derians blonde Haare und blaue Augen, doch das war alles, was sie mit der Elanja aus seiner Erinnerung gemeinsam hatte. Dieses Kind war nicht voller Leben, es sah aus, als ob es schon tot gewesen und wieder aus seinem Grab gekrochen wäre.
      „Das ist nicht meine Tochter.“ In diesem Moment hatte Derian überhaupt keine Zweifel.
      Das wilde Feuer in Brajanas Augen schien ihn zu verbrennen. Er musste hier weg, nur noch weg.
      Von außen merkte man ihm nicht viel an, so glaubte er zumindest, doch innerlich war er zerbrochen. Frau und Kind verloren in einer einzigen Nacht. Und schuld war diese elende Brajana. Wenn sie nicht angefangen hätte gegen alle Regeln ihre Magie im Krieg zu verwenden, wäre es sicher nie so weit gekommen. Aber sie hatte nicht darunter zu leiden, nur die anderen, die normalen Menschen.

      Tag um Tag verging und die Zweifel wuchsen. Als es wieder Sommer wurde und der Krieg offiziell zu Ende war, kehrte er zurück nach Alijan. Alles schien wie immer, denn das Gift hatte die Häuser nicht berührt. Doch nichts war wie immer. Nun wohnten andere darin, Menschen, deren Heimat vernichtet worden war.
      Tag um Tag irrte er durch die Stadt, auf der Suche nach Hinweisen zu seiner Tochter, doch er fand nichts. Als es Herbst wurde, gab er auf.
      Erst fünf Sommer später las er zufällig oder vielleicht doch nicht so zufällig den Bericht aus Brajanas „Zentrum“ Elasvaihja. Eine Elanja sira Neralia war als Phosphormagierin aufgenommen worden. Derian konnte es nicht glauben. Seine Elanja war ein Kind der Natur. Sie hatte mit solchen Dingen nichts zu schaffen. Falls das wirklich seine Tochter war, konnten sie sie doch nicht einfach zwischen Tanks und Rohrleitungen einsperren, das konnten sie ihr nicht antun. Er wollte zu ihr, doch er konnte nicht, denn kein Außenseiter durfte die Zentren betreten.

      Es dauerte zehn lange Jahre, bis die anderen es ebenfalls begriffen. Derians Kollege Orvan traf sich in der Bar der Geheimpolizei mit seinem alten Kameraden Rejan, der einer von ihnen war, Fluormagier so hieß es. Meist ließen sich die beiden bei einigen Bier über die guten alten Zeiten aus, über den Spaß, den sie im Arisja-Krieg mit den Elavierinnen gehabt hatten. Widerlich.
      An jenem Abend hatte Rejan jedoch ein anderes Thema. „Brajana hatte endlich ein Einsehen und hat diese Elanja aus Elasvaihja rausgeworfen. Ich mach diesen Job schon lang genug, aber jemand so Unfähiges ist mir noch nicht begegnet.“
      Derian hielt sein eigenes Bier fest umklammert.
      „Rede nicht so über Neralias Tochter“, sagte Orvan. „Sie hat auch dir oft genug den Hals gerettet.“
      „Ja, deswegen war Brajana wohl auch so unvernünftig. Man muss nicht alles tun, was mit den Gaben möglich ist. Manchmal muss man einfach einsehen, dass es zu spät ist.“
      Derian musste hinaus. Er kehrte zurück in sein Büro, vor seinen Computer, etwas tun, irgendwas. Er wollte einen Schuldigen ausmachen, schon seit Jahren. An diesem Abend kam er seinem Ziel endlich näher. Er verschaffte sich Zugang zu den geheimen Dokumenten des arunischen Alchimistenzirkels, all ihren schmutzigen Geheimnissen und Intrigen. Spannend war das durchaus, aber zum Thema Chemiewaffen fand er nichts.
      Im fiel aber auf wie die Arunier über Phosphormagier dachten. Sie sagten ihnen ein besonderes Talent im Umgang mit Pflanzen nach, genau wie Elanja es hatte. Viele arunische Phosphormagier schienen sich genau damit zu beschäftigen. Zum ersten Mal kamen ihm Zweifel. Vielleicht schätzte er das doch völlig falsch ein, sie alle. Vielleicht gab es einen anderen Weg, auch für Elanja.
      Er versuchte sie zu finden, mit ihr Kontakt aufzunehmen, doch vergebens. Entweder war sie verschwunden, wollte es nicht, oder jemand anderes unterband es, jemand Mächtiges, schließlich war er bei der Geheimpolizei. Vielleicht Brajana, die wohl gerne selbst Elanjas Vater wäre. Wahrscheinlich wollte sie deswegen so verzweifelt, dass Elanja sein sollte wie sie es war, hatte versucht sie zu etwas zu machen, was sie nicht war, zehn lange, qualvolle Jahre lang.

      Fünf Jahre später, es war wieder Herbst, erfuhr Derian auf einmal wo Elanja war und was er erfuhr, war ein Schock. Sie hatte in einem Flüchtlingslager an der Grenze zu Tessmar gearbeitet und war von Terroristen aus jenem Land entführt worden. Die Geheimpolizei arbeitete fieberhaft an einer Lösung, doch es war alles vergebens. Derian tat nachts kein Auge mehr zu. Jetzt wusste er, dass Elanja lebte und arbeitete und dann musste so etwas geschehen. Nicht auszudenken, was die ihr vielleicht antun würden.
      „Das kann doch nicht sein, ihr müsst doch meine Tochter finden“, sagte er eines Morgens zu Orvan, der ihn auf der Karriereleiter schon längst überholt hatte.
      „Seit wann interessierst du dich dafür, dass du eine Tochter hast?“
      Derian antwortete nicht, das ging Orvan überhaupt nichts an.
      Die Terroristen veröffentlichten ein Video mit Forderungen, darauf war Elanja zu sehen, mit zwei anderen Gefangenen, beides Arunier. Dabei war sie so stolz und tapfer wie man es sich von einer Sarilerin wünschte. Haar-und Augenfarbe vom Vater, doch das Auftreten, das hatte sie von Neralia. Bei allem Entsetzen verspürte Derian auch Stolz.
      Brajana weigerte sich auf die Forderungen der Terroristen einzugehen genau wie die Arunier auch, doch deren Sicherheitskräfte waren um einiges effizienter. Eine Woche später erfuhr Derian, dass sie die Geiseln gerettet hatten. Das arunische Fernsehen feierte Elanja als Heldin, offenbar hatte sie den Männern bei der Flucht geholfen.
      „Den beiden männlichen Geiseln geht es den Umständen entsprechend gut. Die weibliche Geisel leidet unter den Folgen des plötzlichen Auftretens ihrer Phosphormagie, was aber gut behandelbar ist“, erzählte ein arunischer Nachrichtensprecher.
      Dann dachten sie also genauso wie Brajana. Inzwischen war es Derian gleichgültig. Elanja war seine Tochter, ganz egal was sie war.
      Wenn er sie jemals wiedersehen sollte, würde er ihr das sagen. Falls er diese Gelegenheit bekam und sie ihr nicht doch etwas antaten. Oder sie freiwillig dortbleiben würde. Möglich war alles. So viele Jahre hatte sie verloren, auch seinetwegen. Dafür konnte es keine Entschuldigung geben.
    • Zeitweise hatte ich ein wenig Probleme mit den Namen, doch die Geschichte gefällt mir sehr gut. Der emotionale Prozess des Vaters wirkt zwar ein wenig lang, doch ansonsten kommen die Gefühle geradezu realistisch rüber. Die Machtlosigkeit, die Auswirkungen (auch beruflich) auf den Vater, das Ringen darum ein Kind so anzunehmen, wie es sich entwickelt.
      Natürlich ist die Geschichte etwas düster, doch so kann es im Leben passieren. Und sie bewegt einen, oder zumindest mich. ;)
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Damokles-Sternenring - meine kleine Galaxie
      Rollenspiel-Anekdoten
    • Interessante Geschichte! :)
      Die Laender/Staedtenamen haben mich auch etwas verwirrt - vor allem weil ich nicht zuordnen kann, welche Staedte/Laender auf welcher Seite gegen wen kaempfen - vielleicht ist das aber auch gar nicht soo wichtig.
      Der Kern der Geschichte - die Ablehnung von Magie - oder nur Phosphormagie? - ist mir nicht so ganz klar, weil ich deine Welt zu wenig kenne. Hab ich das richtig verstanden: in einigen Laendern ist Magie nicht so tabuisiert wie in anderen? Und Brajana hat eine "Magierakademie" aufgebaut - nachdem sich die Einstellung zur Magie in ihrem Land veraendert hat? Oder doch ganz anders?
      Und was hat es mit dem " plötzlichen Auftretens ihrer Phosphormagie" auf sich bzw wie spielt das in die Geiselname mit rein? Hat sie ihre Geiselnehmer vergiftet oder was?

      Und zuguterletzt: die emotionale Beziehung des Vaters zu seiner Tochter ist mir nicht so ganz klar - angesichts der Tatsache, dass Kinder anscheinend traditionell bei den Geschwistern der Mutter aufwachsen und nicht beim Vater. Da scheints ja ein anderes Familienmodell zu geben als die klassische deutsche Kernfamilie - kannst du das noch etwas beleuchten?
      Roald Dahl, Revolting Rhymes, Little Red Riding Hood and the Wolf:
      The small girl smiles. One eyelid flickers. / She whips a pistol from her knickers. / She aims it at the creature's head / And bang bang bang, she shoots him dead.
      A few weeks later, in the wood, / I came across Miss Riding Hood. / But what a change! No cloak of red, / No silly hood upon her head.
      She said, "Hello, and do please note / My lovely furry wolfskin coat."
    • Jetzt hab ich das endlich auch gelesen. :)

      Die Namen - es wäre hilfreich, einen Glossar wichtiger Personen zu haben. Und bei den Ländern eine Karte. :fluecht:

      Einerseits mag ich das schnelle Erzähltempo, andererseits ist es auch irgendwie sehr plötzlich... den Ausbruch vom Krieg kann man fast überlesen;
      Als die Blätter fielen und die Nächte länger wurden, brachen in Arisaja Unruhen aus. Im nächsten Winter wurde Neralia in den Krieg gerufen

      Krieg müsste für mein Gefühl von der Wichtigkeit her Priorität haben, und kann daher nicht im zweiten Satz erklärend nachgeliefert werden. Vllt könnte man dafür sogar die zeitliche Reihenfolge umkehren, einfach um mehr Signalwirkung in den Satz zu bringen, etwa so:

      "Dann kam der Krieg. Als die Nächte länger wurden, hatte es Unruhen gegeben, und schließlich ..."

      Hm. Weiß ich nicht, ob das besser ist, aber überlegen wollte ich es mal. ;)

      Wenn ich nochmal so drüberscrolle, fällt mir auf, dass vier oder fünf Absätze mit einer Jahreszeit beginnen. Planung? Jedenfalls ist das für mich als Leser nicht unbedingt das markanteste Merkmal, um das Vergehen von Zeit wahrzunehmen. Über "zur Zeit der Apfelernte" hab ich glatt drübergelesen, ohne dass ich drüber nachgedacht hab, wann das ist. Dazu bin ich ein zu flüchtiger Leser. %-)

      Brajana war da, in ihren Augen stand der helle Wahnsinn. Am liebsten wäre Derian weggelaufen, doch er ließ sich zu Neralia führen. Von Anfang an hatte er befürchtet, dass sie den Krieg nicht überleben würde, er hatte oft daran gedacht, doch so hatte er es sich nie vorgestellt. Vergiftet wie eine Ratte, als ob sie es nicht verdient hätte, wenigstens im ehrenhaften Kampf im Angesicht ihres Feindes zu sterben.

      Verdammt, ich bin wirklich ein flüchtiger Leser. Hab grad noch eben nochmal drübergelesen und festgestellt, dass ich beim ersten Lesen hier nichtmal mitgekriegt hab, wer gestorben ist. %-)
      Ich behaupte einfach mal, dass ich bei Texten in Büchern genauer lese als in Foren - schlechte Angewohnheit.

      Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • So, danke für eure Kommentare und besser spät als nie noch eine Antwort. ;)

      Nemedeon, das Problem mit den Namen verfolgt mich wohl dauerhaft, aber ich bin froh, dass die Geschichte ansonsten trotzdem zugänglich war.

      KeyKeeper: Sarilien gehört eigentlich zu den Ländern, in denen Magie recht gut akzeptiert wird, aber das bedeutet nicht, dass sie denjenigen, die keine haben, nicht suspekt ist. Das gilt für alle Elemente.
      Brajana leitet eines der Zentren für Magie. Die gab es schon länger, der Einfluss der Magier ist aber im Vergleich zu ihrer Jugend größer geworden.
      Hat sie ihre Geiselnehmer vergiftet oder was?

      Umgekehrt. Die Geiselnehmer wollten sie vergiften, nachdem sich die sarilische Regierung geweigrt hatte, auf die Forderungen einzugehen. Das ist dann schiefgelaufen.
      Die Sariler haben wirklich ein anderes Familienmodell als wir. Traditionell zieht entweder der Mann zur Familie der Frau(en) oder besucht die Frau(en) (mit Monogamie haben es da beide Geschlechter nicht so) und eventuell resultierende Kinder nur, bleibt aber bei seiner Familie wohnen. In diesem Fall sind aber die Geschwister der Mutter als erste für die Kinder zuständig, wenn diese nicht mehr kann. Wenn die so wie bei Elanja aber auch zu Tode kommen, ist der Vater zuständig, falls bekannt. Im modernen Sarilien sind diese Großfamilien sehr selten geworden, aber die Grundidee „Mann zieht zur Frau oder besucht Frau und Kinder nur“ ist geblieben.

      Jundurg: Ja, auf den Krieg hätte man vielleicht wirklich expliziter eingehen sollen, wobei Derian ja relativ wenig direkt daran beteiligt war. Die Sache mit den Jahreszeiten war wirklich so ein Stilmittel, was ich hier ausprobiert habe.
      Das mit der Karte weiß ich ja theoretisch, aber wie schon gesagt, meine nicht existenten Zeichenkünste…