[Issoy] Letlagisch - Basteltagebuch

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    • [Issoy] Letlagisch - Basteltagebuch

      Manchmal hätte ich gerne eine Sprache, mit der ich ungezwungen laut denken kann, ohne dass mich Leute um mich herum verstehen. Das geht mit Englisch und Deutsch nicht, und leider spreche ich sonst keine Sprache so weit. Die Frage ist - kann ich mir einen Dialekt basteln, der fremd genug ist, dass er nicht mehr intellegibel ist (außer für Sprachennerds) aber trotzdem mir flüssig genug über die Zunge geht?

      Und da fiel mir ein, dass ich schon länger mal die letlagische Sprache basteln wollte. Die hat die Eigenschaft, ein Kauderwelsch aus Deutsch, Englisch und Issoyanisch (und noch zig anderen Sprachen vermutlich) zu sein, weil es ursprünglich ein Seefahrer-Slang ist, und zwar ein interstellarer, d.h. ich kann da ohne Bedenken Einflüsse aus jeder Sprache, wie mir's grad passt, reinschmeißen, weil es sowieso ein surreales Gemisch sein soll. Die Grammatik wird einfach englisch sein, oder deutsch, wie's grade passt. Ich hab nicht vor, da ernsthaft viel dazu zu basteln, ich will es vielmehr einfach mal sprechen und dann schauen, wie es sich ergibt.

      Konkret gebastelt habe ich dazu noch fast nichts, ich fange also praktisch bei Null an, oder sagen wir bei Null komma eins, und versuche mal, in diesem Thread im nächsten Monat immer mal wieder Fetzen von Sprache hinzustellen, in verdaulicher Postgröße.

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      Was ich bislang schon weiß:

      "ll" ist im Letlagischen häufig, wie ein Vokal benutzt. Es klingt wie ein Meidlinger L bzw. wie ein englisches L.

      "Yll" ist das Wort für "ich". Gesprochen, j-ll. Oder Jill.

      Generelles Bastelprinzip: Je häufiger ein Wort, desto eher ist es fremd. Für selten gebrauchte Worte kann ich dann einfach auch englisch oder deutsch zurückgreifen. (Dadurch müsste ich auch mit einem relativ kleinen Vokabular auskommen?)

      Qwll - Frau (von norwegisch, bzw. englisch queen)
      Malla - Mann
      Qwlläch - Frauen
      Malwäch - Männer

      Eine Plural-Endung -äch oder -wäch also... muss ich mal ausprobieren. Oder vllt gilt das nur für ein paar Wörter? Irgendwie sind die obigen relativ sinnfrei ver-ll-t ohne bestimmte Regel.

      Ich bin momentan so im Vorskizzenstadium, ich lass das hier mal so stehen. Irgendwie ist es leichter, einfach Unsinn zu labern, als den Unsinn dann in Regeln zu fassen. Muss also noch mehr labern, dann kann ich hier sinnvoller basteln. Derzeit gilt: Nix ist fest, alles kann umgeworfen werden!

      Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • Zwischen meiner Frau und mir hat sich auch so eine Art Geheimsprache entwickelt, da wird z.B. s, je nach Kontext zu h oder d.


      Coole Sache! Wenn du da einen Satz dazu schreiben würdest, fände ich interessant. Natürlich ist das der Geheimhaltung etwas abträglich. ;D

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      Ich hab einfach mal mit Verzerrungen von englischen Sätzen herumgespielt. Es kristallisieren sich ein paar Ideen dabei heraus...

      (keine Garantie darauf, dass ich auch nur von einem Satz zum nächsten konsistentes Vokabular verwende oder Regeln, lol, ich spiele mal rum. Ein passender Untertitel für diesen Thread wäre "was man auf keinen Fall machen sollte, wenn man Sprachen bastelt, von A-Z" ;D )

      Lem düünef bazlls šei belong üst.

      = All of your bases are belonging to us.

      Die Präposition "of" wandert einfach ans Wortende. Mal sehen ob das so funktioniert. Ebenso verhält es sich mit "to". Das Wort für ist und sind ist šei, da übernehme ich mal die lettische Regel, dass Singular und Plural bei Verben in 3.Person immer gleich sind. (Ansonsten weiß ich noch nicht so recht, was meine Verben mal tun werden.^^) Für Plural verwende ich im Moment "-s" oder "-lls".

      Ne leiver hot yll speigh jemt dünen weger!

      = Never would I speak with you again!

      Ist glaub ich selbsterklärend. Ich weiß noch nicht so recht, wie es mit den Pronomina in verschiedenen Fällen aussieht, also spiel ich da nur mal rum. "dü" ist aber als Wort für "you" (also auch Plural) schon recht fest.

      Prrll ne all tooth eydur, speighet lem yat onne Letlargš, reigh? Et meygh leid confurnget, ef yll dur deth.

      = Probably not a good idea, to speak all day only Letlagish, right? It might lead to confusion, if I do that.

      Das Wort "Prrll" führt mal die Regel ein, dass, wenn ich ein rhotisches R will, es doppelt geschrieben werden muss. (Eines Tages werde ich für solche Aussagen auch mal IPA-Zeichen heranziehen, aber heute ist nicht dieser Tag...) Die Ausspracheregeln sind auch noch nicht mal ansatzweise fixiert, ich schreib alles mal so auf, wie es mir grad am spontan logischsten erscheint (ne Mischung aus englischen und issoyanischen Regeln, im Wesentlichen, mit nem Schuss Nlakisch, Deutsch und Lettisch^^)

      Ich geh mal eine Wortliste machen mit den Wörtern, die mir bislang so gefallen.

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    • Ich grab mal was Altes aus... :D

      Mich erinnert diese Sprache total an den "Trigedasleng" aus der Serie the100. Vielleicht findest du da noch Inspirationen? Trigedasleng ist auch so eine Art mutiertes Englisch, ziemlich wohlklingend, wie ich finde und recht "nah" und doch fern, so ähnlich wie für Hochdeutsche das Niederländische klingt, irgendwie vertraut und doch unverständlich.


      Auch bleibt dieser Schacht
      nicht immer gleich tief