[Ngiana] Die sechs Geschlechter der Orks

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    • [Ngiana] Die sechs Geschlechter der Orks

      Moin.^^

      Ich konzentrier mich ja momentan auf den Südkontinent Chsyaine und die dort lebenden Orks. Deren Geschlechtersystem hab ich jetzt mal gründlich überarbeitet... und das will ich noch mal klarer zusammenfassen und hier vorstellen. :)

      was bisher gebastelt wurde:

      1. Orkfrauen sterben bei der Geburt und gehen ins (real existierende) Jenseits über, von wo sie als lokale Gottheit direkt (nur) mit ihren Kindern kommunizieren können. Auf diese Weise entstehen mit der Zeit matrilineale Gottheiten-Dynastien - die Großmutter ist als Fragment noch in der Mutter-Gottheit enthalten, und so weiter.

      2. Das Säugen der Babies übernehmen Männer - Frauen haben i.d.R. keine Milch.

      3. Es gibt eine (magische) Komponente der Biologie, die dafür sorgt, dass Orks sich im Verlauf ihres Aufwachsens verwandeln, und dabei ganz unterschiedliche Formen annehmen können, darunter auch grelle Hautfarben oder klassisches dunkelgrün, und sehr verschiedene Körpergrößen. Die Verwandlung wird von kulturellen Einflüssen und Selbstbild mitbeeinflusst.

      4. Orks können sich mit Menschen fortpflanzen, eine klare Speziesgrenze gibt es nicht.

      (dieser Thread ist total veraltet, da hab ich die Orks ursprünglich mal vorgestellt)

      Das bisher gebastelte wird nun zum Teil überholt. Die neue Erkenntnis ist, dass Orks kein binäres Geschlechtersystem haben, also die Begriffe "Mann" und "Frau" für Orks nicht zutreffen - damit werden natürlich die obigen Formulierungen teilweise ungültig. ;)

      Definitionen

      Geschlecht - meint hier das soziale Geschlecht, d.h. Gender
      Physis - meint die am Individuum vorhandenen physischen Eigenschaften (von mir als notdürftige Übersetzung zu "physicality" von hier), einschließlich dem, was man als "Geschlechtsmerkmale" kennt, aber eben auch alles andere. Zur Physis kann zum Beispiel gehören "ist groß", "hat Penis", ...

      "biologisches Geschlecht" versuche ich zu vermeiden - ist in unserer Welt schon problematisch und bei den Orks von Ngiana kommt man damit gar nicht mehr zurande. ;)

      Grundtypen der Physis - statistisch häufig auftretende Form, die als Grundlage für eines der sozialen Geschlechter gedient hat.

      Die sechs Geschlechter

      Derzeitiger Entwurf ist, dass es 4 Grundtypen der Physis gibt, aber 6 soziale Geschlechter - auch deshalb, weil das Zahlensystem auf 6 aufbaut und diese Symmetrie den Orks daher logisch erscheint. Die zwei zusätzlichen Geschlechter setzen sich aus Individuen unterschiedlicher Physis-Grundtypen zusammen.

      Mütter

      Mütter sind diejenigen, die gebärfähig sind und von dieser Fähigkeit auch Gebrauch machen (werden). D.h. es ist hier eine strikte Zuordnung aufgrund der Physis (Gebärfähigkeit) die bei allen anderen Geschlechtern nicht gegeben ist.
      Die Mütter-Grundtype ist nicht fähig, Kinder zu säugen (keine Milchbrüste), vereinzelt gibt es aber auch Ork-Mütter, die schon diese Fähigkeit haben, insbesondere auch durch den Einfluss menschlicher Gene.

      Der Begriff "Mutter" passt mir noch nicht so wirklich, da er in unserem Sprachgebrauch ja eher für jemanden steht, der bereits Kinder hat, hier aber nie, da lebende Mütter ja kinderlos sind - die Geburt fällt immer mit dem Übergang ins Jenseits zusammen. (Wahrscheinlich hat auch diese Regel Ausnahmen, aber das ist Stoff für Legenden...) Ein besseres Wort wär also gut, ansonsten halt ein In-World-Begriff. ""Nachwuchsgöttin" ? ;D

      Mütter gebären in der Regel 5-10 Kinder pro Geburt. Die Kinder haben unterschiedliche "Väter" - befruchtete Eizellen werden über viele Jahre im Körper gespeichert, und aus dem Pool schaffen es dann einige, auch wirklich Embryonen zu werden.

      Säuger (Pl. Shgumaba, Sg. Gumabu)

      Die Säuger erfüllen die soziale Rolle des Kinderaufziehens; Milchbrüste sind daher wichtig, wenn nicht sogar strikt notwendig (je nach Kultur). Groß, eher dick, unauffällige Hautfarben. Die Säuger sind nicht die einzigen, die Kinder säugen, aber sie machen das normalerweise und am häufigsten.

      Krieger (Sg. Mizean Pl. Chmizeanen (?) )

      Die Krieger sind nochmal deutlich größer, grimmiger, und haben häufig grellbunte Hautfarben. Sie haben traditionell die Rolle des Verteidigers inne, repräsentieren einen Clan nach außen, schrecken Feinde durch ihr Auftreten ab, usw.
      Krieger haben nicht immer, aber manchmal auch Milch, und es gibt berühmte Kriegerkönige, die mit Babies an den Brüsten portraitiert wurden. :D Krieger haben häufig lange Haare (mehr Haarwuchs als andere Geschlechter)

      Diebe (?) a.k.a. Schleicher, Flinke, Goblins, Kobolde, Zwerge, Diener ... *nach Wort such*

      Die Diebe sind deutlich kleiner, halb so groß wie die durchschnittlichen Orks, und nur etwa ein Drittel von der Größe eines typischen Kriegers. Diebe haben meist keine Milchbrüste, es kann aber auch vorkommen. (sagen wir mal 30%) Sie haben aufgrund ihrer Körpergröße und der Fingerfertigkeit, die man ihnen nachsagt, meist Berufe mit feinmotorischem Geschick (Uhrmacher wäre z.B. extrem typisch) oder Berufe, bei denen man in enge Räume kriechen können muss. Historisch sind sie wohl eher am unteren Rand der Gesellschaft anzutreffen, als Diener, Hausgehilfen, usw.

      Arbeiter (?) *auch noch besseres Wort such*

      Äußerlich sind Arbeiter zwischen Säugern und Kriegern einzuordnen. Im Unterschied zu Kriegern halt eine weniger grelle Hautfarbe, im Unterschied zu Säugern etwas weniger ausgeprägte Brüste z.B. - Arbeiter nehmen die sozialen Rollen ein, für die körperliche Kraft entscheidend ist, die aber nicht militärisch sind. Arbeiter haben typischerweise am meisten Bartwuchs. (?)

      Gelehrte (?) oder Nonnen, Mönche?

      Ein bisschen fängt dieses Geschlecht alle die auf, die nirgendwo anders reinpassen, daher gibt es einiges an Varianz - allerdings sind sie im Allgemeinen eher mittel bis klein vom Körperwuchs (größere Orks werden automatisch als z.B. Arbeiter angesehen), unauffällige gräuliche Hautfarben. Die soziale Rolle ist weniger klar definiert; dem Klischee nach sind Gelehrte nicht Teil der sonstigen Familienstruktur, sondern eher die, die aus den Clans herausfallen und eben als Gelehrte für die Allgemeinheit arbeiten.

      - - - -

      Zu Kriegern, Säugern, Müttern und Dieben gibt es einen entsprechenden häufigen Körpertyp, zu den anderen beiden Geschlechtern nicht. Eine Mutter, die ihre Gebärfähigkeit verliert (oder nie hatte oder nicht möchte) würde mit großer Wahrscheinlichkeit dadurch dem Geschlecht der Gelehrten zugeordnet. Ein Krieger vom Körpertyp, der kein Interesse an Militär und Politik hat, wird wohl eher zu den Arbeitern gezählt werden. Ebenso ein Typ-Säuger ohne Familiensinn. Wie man daran schon sehen kann, sind die Grenzen zwischen einiger der Geschlechter eher durchlässig, bei anderen ist dies weniger der Fall - wer einen sehr kleinen Körperwuchs hat, wird von anderen nicht als Krieger angesehen. Wie genau die sozialen Zuordnungen verlaufen, ist natürlich je nach geschichtlicher Epoche anders; wie das die neuzeitlichen Orks handhaben, weiß ich noch nicht.

      Wo ich mir selber noch nicht so sicher bin, ist, in welchem Alter die Zuordnung zu den Geschlechtern passiert. Einerseits lässt sich aufgrund der Physis bei der Geburt eigentlich fast gar nichts sagen - einzelne Geschlechter lassen sich ausschließen vielleicht, aber mehr auch noch nicht - andererseits halte ich es auch für möglich, dass es da eine "jenseitige" Komponente gibt, dass also die Jenseitsmutter ihren Nachwuchs in bestimmte Richtungen drängt und sie sozusagen voreinteilt.

      Ungefähr grobe Verteilung *aus den Fingern saug* :
      20% Mütter
      10% Krieger
      25% Säuger
      20% Diebe
      20% Arbeiter
      5% Gelehrte

      Die Verteilung von männlichen Geschlechtsorganen, und damit die Zeugungsfähigkeit, verteilt sich vor allem auf die Geschlechter Krieger, Säuger, Diebe und Arbeiter; allerdings ist sie für die Zuordnung zu keinem dieser Geschlechter notwendig. Und seltener gibt es auch zeugungsfähige Gelehrte.

      Dass die Menschen am Nordkontinent da hoffnungslos verwirrt sind, wenn sie versuchen, ihr binäres Geschlechtersystem auf die Orks anzuwenden, ist auch klar. :lol: Interessanter wirds in den Kulturen, die tatsächlich auch genetisch² durchmischt sind, wo also die meisten Individuen halb Ork, halb Mensch sind, oder kompliziertere Verhältnisse. Dort gibt es vermutlich nochmal ein etwas anderes Geschlechtersystem.


      ²genetisch deswegen, weil Eigenschaften wie "gebiert 10 Kinder und geht bei der Geburt ins Jenseits über" wohl genetisch erblich sind - allerdings wohl eher binär, im Sinne von, entweder passiert das oder es passiert nicht (d.h. Kinder werden auf menschenübliche Art hintereinander geboren und aufgezogen) - aber Mischfälle bei Menschen mit Ork-Genen, bei denen Kinder zwar "normal" auf die Welt kommen, die Mutter aber keine Milch hat... da fängts dann an, nochmal komplizierter zu werden. :freak:

      Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • ²genetisch deswegen, weil Eigenschaften wie "gebiert 10 Kinder und geht bei der Geburt ins Jenseits über" wohl genetisch erblich sind - allerdings wohl eher binär, im Sinne von, entweder passiert das oder es passiert nicht (d.h. Kinder werden auf menschenübliche Art hintereinander geboren und aufgezogen) - aber Mischfälle bei Menschen mit Ork-Genen, bei denen Kinder zwar "normal" auf die Welt kommen, die Mutter aber keine Milch hat... da fängts dann an, nochmal komplizierter zu werden. :freak:


      ...oder die Mutter stirbt bei der Geburt, wird aber keine Beraterin im Jenseits?

      Mir gefällt das gut, was du über die Orks schreibst :thumbup: Ich fände es aber gut, wenn du beizeiten andere Begrifflichkeiten findest. Gerade das mit den Dieben und Gelehrten weckt Assoziationen, die so vermutlich nicht gewollt sind. Vielleicht kann man Bezeichnungen aus ihren Eigenschaften ableiten? Die Kleinen/Schwachen? Die Grübler?

      Wie sieht denn die Gesellschaft so aus? Du schreibst was von Berufen... das klingt dann eher nach Städten als nach nomadischem Heerlager?
      Mir hatten doch nüscht! Damals, kurz nach dem Krieg!
    • Jundurg schrieb:

      Dass die Menschen am Nordkontinent da hoffnungslos verwirrt sind, wenn sie versuchen, ihr binäres Geschlechtersystem auf die Orks anzuwenden, ist auch klar. :lol: Interessanter wirds in den Kulturen, die tatsächlich auch genetisch² durchmischt sind, wo also die meisten Individuen halb Ork, halb Mensch sind, oder kompliziertere Verhältnisse. Dort gibt es vermutlich nochmal ein etwas anderes Geschlechtersystem.


      Da verstehe ich die vollkommen. :lol:

      Hört sich aber cool an, und ist (für mich) etwas neues. Insbesondere scheint mir das mit den "Gottmüttern" sehr interessant, aber kann man dieses Jenseits auch so finden, wenn man noch lebt, da es ja real ist?
      "Es gibt zwei Arten sein Leben zu Leben, entweder so als gäbe es Keine Wunder, oder so als wäre alles ein Wunder" frei nach Albert Einstein
    • Das ist ja interressant... gibt es auch eine genetische Veranlagung der Geschlechter?

      eigentlich hast du ja ein komplexes System von merkmalen erdacht, die das Geschlecht bestimmen: Körpergröße, Färbung, Geschlechtsmerkmale - dabei scheinst du dem männlichem Geschlechtsnerkmal die geringste Bedeutung zuzuordnen.

      Wenn ich es richtig verstanden habe, können alle geschlechter einen Penis besitzen. Auch jene, die gebären und Milch geben können?

      Welche Rolle spielt denn Sex bei den Orks? Ich meine, zum nachkommen zeugen bedarf es ja immer noch zwei Orks. Die Männer stürzen sich auf die Gebärenden? Die Gebärenden suchen sich nur Krieger aus?

      Wie wirkt sich das auf die Gesellschaftsstruktur aus? Gibt es welche die verstoßen werden? Die nicht erwünscht sind?

      Interressant ist auch das speichern der Eizellen: Weiß die Mutter das, oder kommt es denn überraschend. Wer zieht denn die Kinder auf. Mutter tod, Vater dann eher unbekannt...

      ​​
      Wo ein Waldgott steht wächst grünes Gras,
      wo ein Waldgott ruht, sprießen Wälder,
      wo ein Waldgott weint, entstehen Sümpfe,
      wo ein Waldgott blutet, ist das Land geheiligt
      und wo ein Waldgott stirbt, wird leben sein.​
    • Ich hab das so verstanden, dass bis auf die Mütter alle Penis haben können oder eben nicht.

      Welche Rolle spielt denn Sex bei den Orks? Ich meine, zum nachkommen zeugen bedarf es ja immer noch zwei Orks. Die Männer stürzen sich auf die Gebärenden? Die Gebärenden suchen sich nur Krieger aus?


      Und das hab ich so verstanden, dass die Leute halt Sex miteinander haben, wie sie Lust haben und manchmal sind eben Penisse beteiligt oder nicht. Die Frage wäre allenfalls, ob sich die Mütter, die ja die befruchteten Eizellen verschiedener Erzeuger tragen, sich dafür spezielle Väter aussuchen. Klingt eigentlich schon so, als könnten sie das bewusst beeinflussen... das würde eine Selektion durchaus nahelegen.

      Gebärfähige Orkse sind ja wohl in allen Gruppen dabei, nur die, die tatsächlich Kinder kriegen, sind die Mütter. Fragt sich, wie die vorher erkennbar sind und wie die Bezeichnung dann lautet, mother-to-be? :kopfkratz:
      Mir hatten doch nüscht! Damals, kurz nach dem Krieg!
    • Ich fände es aber gut, wenn du beizeiten andere Begrifflichkeiten findest. Gerade das mit den Dieben und Gelehrten weckt Assoziationen, die so vermutlich nicht gewollt sind. Vielleicht kann man Bezeichnungen aus ihren Eigenschaften ableiten? Die Kleinen/Schwachen? Die Grübler?

      Jaa, nur finde ich keine wirklich guten Bezeichnungen...

      Ich tendiere ja schon fast dazu, "Goblin" bzw. "Kobold" als Bezeichnung für die kleingewachsenen Orks zu nehmen. Hätte zumindest eine gewisse Konnotation von der Standard-Fantasy her, die gar nicht mal so irreführend wäre.

      Bei den Gelehrten stehe ich irgendwie an. Da werde ich vermutlich einen orkischen Namen basteln und den hauptsächlich verwenden.

      Wie sieht denn die Gesellschaft so aus? Du schreibst was von Berufen... das klingt dann eher nach Städten als nach nomadischem Heerlager?

      Ja, von nomadischen Heerlagern war auch nie die Rede. ;D Die Hauptkultur der Orks lebt am Südpol in ihrem tropischen Tal in Städten und Höhlen.

      Ansonsten gibt es noch größere Ork-Besiedlung in den südlichen Teilen des Nordkontinents, wo sie tendentiell die Oberschicht stellen, zusätzlich zu einer Bevölkerung, die aus Halborks und Menschen besteht. Das sind eher Wüstengegenden, und die Städte sind Metropolen ala Kairo oder Mexico-City. Aber im Moment bleibe ich gedanklich mal am Südpol bei der Kultur, die das Orkische quasi definiert. (Weil dort die ältesten Muttergottheiten-Dynastien sind, die auf die ganze restliche orkische Welt doch beträchtlichen Einfluss haben) Orks haben in manchen Aspekten eine recht homogene Kultur, es gibt tatsächlich nur eine orkische Sprache - eben wiederum, weil es die Sprache der Götter im Jenseits ist, und die verändert sich zwar langsam über die Jahrhunderte, aber es gibt kaum Konkurrenz. (Und die meisten menschlichen Sprachen haben auch Lehnwörter daraus, so weit geht der Einfluss übers Jenseits und die Götter halt)

      Insbesondere scheint mir das mit den "Gottmüttern" sehr interessant, aber kann man dieses Jenseits auch so finden, wenn man noch lebt, da es ja real ist?

      Das jenseits ist räumlich, aber vollkommen getrennt vom physischen Universum, in dem der Planet Ngiana liegt - es ist quasi eine eigene Welt, die damit in Kontakt steht. Man kann dorthin genau auf einem Weg gelangen, nämlich indem man stirbt. Götter und Tote bevölkern das Jenseits, und sie können das ngianische Geschehen beeinflussen nach nicht weiter ausgebastelten mysteriösen Gesetzen.

      Wenn ich es richtig verstanden habe, können alle geschlechter einen Penis besitzen. Auch jene, die gebären und Milch geben können?

      Alle außer den Müttern können Penisse besitzen. Milchbrüste treten normalerweise auch eher bei denen auf, die Penisse besitzen. Mütter haben normalerweise keine.

      gibt es auch eine genetische Veranlagung der Geschlechter?

      Da Menschen und Orks im Prinzip gerade noch so zur gleichen Spezies gehören, ist das relativ ähnlich sogar. XY Chromosomen fallen vermutlich mit Penissen zusammen, allerdings halt auch mit Brüsten. ;)
      Es ist einfach so, dass es zusätzlich zu den binären Chromosomen eine Reihe weiterer Faktoren gibt, die die Physis bestimmen; das ist ähnlich wie bei den Tieren, die je nach Umweltbedingungen das Geschlecht wechseln. Das heißt, die Geschlechter sind nicht direkt durch die Chromosomen bestimmt, manche Aspekte der Physis schon, und Mütter werden wohl auch, um fortpflanzungsfähig zu sein, XX Chromosomen haben (in der Regel).

      Welche Rolle spielt denn Sex bei den Orks?

      Warum muss ich grade an Bonobos denken? :lol:

      Naja, ungefähr die selbe wie bei modernen Menschen - Fortpflanzung existiert weit abgeschlagen als "Optional Quest", ist aber von sehr geringer Bedeutung. Es gibt aber alle möglichen Beziehungsformen. Krieger-Könige, soweit hab ichs schon überlegt, hatten typischerweise einen Harem aus mehreren Säugern und Dieben.

      Ich meine, zum nachkommen zeugen bedarf es ja immer noch zwei Orks. Die Männer stürzen sich auf die Gebärenden? Die Gebärenden suchen sich nur Krieger aus?

      Naja, zwei braucht es mindestens, in der Regel sind es deutlich mehr, da die befruchteten Eizellen gespeichert werden und sie so im Laufe der Zeit Embryonen von vielen verschiedenen "Vätern" ansammeln. Mütter suchen sich Partner zur Fortpflanzung aus, da wird aber oft gar keine Beziehung eingegangen.

      Bei den gespeicherten Zellen dürften auch genetische Crossover-Phänomene stattfinden (wie auch immer das im Detail aussieht, ich bin kein Biologe) sodass ein bestimmter Ork tatsächlich Gene von einem dutzend Elternteilen haben kann.

      Wie wirkt sich das auf die Gesellschaftsstruktur aus? Gibt es welche die verstoßen werden? Die nicht erwünscht sind?

      Gibt es sicherlich. Es ist auch immer noch möglich, in keins der sechs Geschlechter reinzupassen, insbesondere wenn man menschliche Gene mitbringt. Solange man aber in der Lage ist, seine Jenseitsmutter zu hören bzw. mit ihr zu kommunzieren, ist man wohl automatisch Teil der Gesellschaft- denn niemand will sich mit den Göttern anlegen. ;) Wenn man sich allerdings bewusst gegen die eigene Mutter stellt - tja, dann wäre man wirklich potentiell verstoßen.

      Interressant ist auch das speichern der Eizellen: Weiß die Mutter das, oder kommt es denn überraschend. Wer zieht denn die Kinder auf. Mutter tod, Vater dann eher unbekannt...

      Orks haben kein Konzept von biologischer Vaterschaft. Die "Eltern" sind die Säuger, die das Kind zur Brust nehmen, und deren Partner. Üblicherweise bleiben die Kinder in einem "Clan", d.h. sie werden von den Verwandten der Mutter aufgezogen. Aber da gibt es bestimmt noch etliche andere Möglichkeiten, da muss ich dringend noch weiter basteln. :)

      Gebärfähige Orkse sind ja wohl in allen Gruppen dabei, nur die, die tatsächlich Kinder kriegen, sind die Mütter. Fragt sich, wie die vorher erkennbar sind und wie die Bezeichnung dann lautet, mother-to-be?


      Vorher erkennbar sind sie, da sie
      1) in eine gewisse Physis hineinwachsen, die zu ihrem Geschlecht passt (dieser Verwandlungsprozess hat ja eine magische Komponente und wird aus dem Jenseits mitgesteuert)
      2) es selber wissen, weil ihre Mutter es ihnen (per Jenseits-Voicemail^^) gesagt hat.
      3) sie es dann ihren Mitorks mitteilen, die sie daraufhin anders behandeln. ("Mütter" oder Gebärfähige spielen eine ziemlich zentrale Rolle und genießen automatisch einen hohen gesellschaftlichen Status)

      Diejenigen, die theoretisch gebärfähig sind, aber nicht in ihr Geschlecht hineinwachsen, dürften wirklich eine verschwindend geringe Minderheit sein - weil die Mütter im Jenseits streng darauf wachen, dass ihre Linie nicht ausstirbt, und es nur selten zulassen, dass ein gebärfähiger Ork nicht ins Geschlecht "Mutter" sortiert wird.

      Aus menschlicher zweigeschlechtlicher Sicht betrachtet, gibt es bei den Orks einige unfruchtbare Frauen und jede Menge schwuler Männer - aber die Orks haben weder einen Begriff für Frau noch für Mann, und die Sortierung verläuft eben nicht an den Grenzen, die Menschen ziehen würden.

      Was genau mit den (wenigen) Menschen am Südkontinent ist, und wie die so ticken, weiß ich noch nicht. Eventuell gibt es da auch noch ein paar kleine Völker, die biologisch keine Orks sind, aber ein ähnliches Geschlechtersystem kennen... *überleg*

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    • Jundurg schrieb:

      Naja, zwei braucht es mindestens, in der Regel sind es deutlich mehr, da die befruchteten Eizellen gespeichert werden und sie so im Laufe der Zeit Embryonen von vielen verschiedenen "Vätern" ansammeln. Mütter suchen sich Partner zur Fortpflanzung aus, da wird aber oft gar keine Beziehung eingegangen.

      Jundurg schrieb:

      Bei den gespeicherten Zellen dürften auch genetische Crossover-Phänomene stattfinden (wie auch immer das im Detail aussieht, ich bin kein Biologe) sodass ein bestimmter Ork tatsächlich Gene von einem dutzend Elternteilen haben kann.
      Besteht dadurch nicht ein höheres Inzest-Risiko? Besonders, wenn man seinen "Vater" nicht kennt? Oder schaut die Mutter drauf, dass man sich nicht mit einem zu nahe Verwandten paart?
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    • Besteht dadurch nicht ein höheres Inzest-Risiko? Besonders, wenn man seinen "Vater" nicht kennt? Oder schaut die Mutter drauf, dass man sich nicht mit einem zu nahe Verwandten paart?

      Kann sein. Die Väter kennt eins in der Regel tatsächlich nicht, vor allem, da es ja meist mehrere sind, deren Gene auch noch vermischt werden - ich würde mal vermuten, aufgrund dieser gehandwedelten Biologie wird Inzest schon kein großes Problem sein, zumal es ja immer gleich 5-10 Kinder "pro Wurf" gibt, die alle unterschiedliche Gene haben. Die Mütter brauchen also nur darauf zu achten, nicht lebenslang monogam zu sein.^^

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    • 5 bis 10 Kinder, kein Wunder das die bei der Anstrengung ins Jenseits gehn. Sind Orkkinder recht klein oder wie haben da so viele Kinder Platz, können sich schwangere Orkmütter noch bewegen? Werden die Mütter schon im Diesseits verehrt, sie werden ja später zu kleinen Gottheiten? Hab grade irgendwie Orkmütter mit riesigem Bauch im Kopf die auf Sänften herum getragen werden.
      Find die Aufteilung auf jedenfall recht spannend. Werden manche Geschlechter Gesellschaftlich benachteiligt oder bevorzugt?

      Was macht man so im Jenseits? Bin gespannt wenn da noch mehr kommt, hab selbst auch eine Jenseitige Welt wo die Götter ihre Kriege führen und ihnen ihre toten Anhänger zu diensten sind.
      "Acts of kindness are not always wise and acts of evil are not always foolish, but regardless, we shall always strive to be good." - Logarius
    • Hab grade irgendwie Orkmütter mit riesigem Bauch im Kopf die auf Sänften herum getragen werden.

      Oo, die Vorstellung gefällt mir. ;D

      Wie groß die Orks bei der Geburt sind, weiß ich leider auch nicht so recht - aber kleiner als Menschen werden sie schon sein. Wobei, es könnte auch sein, dass die Geburt nicht durch den Geburtskanal geht, sondern der Bauch buchstäblich aufgeht. Da die Mutter sich in dem Moment ohnehin schon halb im Jenseits befinden dürfte, wäre das wohl nur logisch.

      Auf jedem Fall werden die Mütter von Beginn der Schwangerschaft von ihrem ganzen Clan versorgt, d.h. ihren eigenen Dienern, Partnern, und all denen, die später ihre Kinder großziehen werden (das können durchaus auch andere sein, als die unmittelbare Verwandschaft), und deren Diener wiederum, usw. Wie genau man "Vater" (d.h. Kinder-Aufziehender) wird, muss ich noch bebasteln, hab die grobe Vorstellung, dass es da mindestens ein kompliziertes System gibt.^^ Kommt dann, wenn ich mich zur Familienstruktur vorarbeite.

      Werden manche Geschlechter Gesellschaftlich benachteiligt oder bevorzugt?

      Definitiv, aber das dürfte je nach geschichtlicher Epoche anders aussehen, ist nicht so die Kontante, die ich einfach mal festlegen könnte. Außerdem gibts ja noch andere Orkvölker als die am Südpol, und die sind kulturell teilweise sehr anders.

      Dass Krieger oftmals Könige stellten, überrascht vermutlich nicht - und dass sich die körperlich kleineren Geschlechter eher mal in Dienerrollen finden, auch nicht. Ist aber natürlich nicht überall so, und nicht immer. Ņiliz (Diebe/Goblins) haben traditionell Handwerkerrollen inne, und der Neuzeit überträgt sich das halt auf so Sachen wie Elektriker und Software-Developer.^^

      Was macht man so im Jenseits? Bin gespannt wenn da noch mehr kommt, hab selbst auch eine Jenseitige Welt wo die Götter ihre Kriege führen und ihnen ihre toten Anhänger zu diensten sind.

      Was man dort macht, weiß ich nicht so genau, und ich habe vor, das im Dunkeln zu halten.
      Es scheint aber so zu sein, dass die Vorherrschaft im Jenseits die Bedingung dafür war, dass eine Spezies in der physischen Welt kulturschaffend wurde. (Allerdings ist es umgekehrt nicht so, dass mit dem Untergang von Gottheiten Völker ihre Intelligenz verlieren, was einmal erreicht wurde, ist ab dann biologisch und bleibt) Und es gibt auch immer noch einzelne Tiere, die spontan deutlich intelligenter geboren werden, was irgendwie von irgendwelchen alten Tiergöttern im Jenseits ausgehen dürfte. Ist in meinem Kopf noch nebulös: Das Jenseits ist von Sterblichen nicht durchschaubar. ;)

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    • Also ich bin von dieser Idee der sechs verschiedenen Geschlechter eines Volkes begeistert. Auf die Idee muss man erst einmal kommen!
      Und es sich dann auch noch zu überlegen, wie diese aussehen, wie sie miteinander agieren.
      Auf jeden Fall habe ich deine Vorstellung deiner Ork-Rasse mit Genuss gelesen und an manchen Stellen geschmunzelt. Ist bestimmt nicht einfach, ein Kind zu haben und es nicht säugen zu können. Da wird der Begriff "Amme", wie er früher war, wieder sehr modern (für Königinnen übernahm die Amme sogar das Säugen der Babys.)

      Mit anderen Worten ist es für den Lesern Anfang vielleicht ziemlich verwirrend, aber ich fände die Idee nicht schlecht. Nimm doch einfach Worte aus der Orksprache und beschreibe es im Text doch einfach als: "für uns Menschen ist es wie eine Mutter, die jedoch nach der Geburt ins jenseits übergeht, sodass die Kinder von jemand anderem aufgezogen werden müssen". Wer sich tiefer mit deiner Welt auseinandersetzt werden die Begriffe bestimmt bald fließend über die Lippen gehen und im Gedächtnis bleiben.

      Dann wünsche ich dir noch viel Spaß beim Weltenbasteln ;D

      LG Tariq-Alexey
      Als die Templer kamen, brachten sie die Dunkelheit mit. Unsere Aufgabe ist es das Licht zu finden und zu verbreiten. Wir handeln im Dunkeln, um dem Licht zu dienen, denn wir sind Assassinen!

      Al-Mualim Rasheed Ibn Mohamed – Mesuf, Tasanien, 4. Zeitalter
    • Jundurg schrieb:

      Zitat
      Hab grade irgendwie Orkmütter mit riesigem Bauch im Kopf die auf Sänften herum getragen werden.

      Jundurg schrieb:

      Oo, die Vorstellung gefällt mir. ;D

      Jundurg schrieb:

      Dass Krieger oftmals Könige stellten, überrascht vermutlich nicht - und dass sich die körperlich kleineren Geschlechter eher mal in Dienerrollen finden, auch nicht. Ist aber natürlich nicht überall so, und nicht immer. Ņiliz (Diebe/Goblins) haben traditionell Handwerkerrollen inne, und der Neuzeit überträgt sich das halt auf so Sachen wie Elektriker und Software-Developer.^^
      Haben Orkmütter mehr zu sagen als Kriegerkönige?


      [...] Partnern, [...]
      Haben Orkmütter unabängige Beziehungen zu jedem dieser Partner? Eine gemeinsame Beziehung kann es ja nicht sein, da zu einer Partnerschaft laut Definition zwei gehören.
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    • Zunächstmal: Ich bin begeistert davon, ein nicht-binäres Fortpflanzungs- und darauf aufbauendes Geschlechtersystem ausgestaltet zu sehen :thumbup: Ich werde mir das in den nächsten Tagen noch ein paar mal durchlesen & dann hoffentlich etwas ausführlicheres Feedback geben. Ich bin begeistert! :)

      Chrontheon schrieb:

      Eine gemeinsame Beziehung kann es ja nicht sein, da zu einer Partnerschaft laut Definition zwei gehören.


      Wikipedia sagt im Artikel über Polyamorie aber auch:
      Als „Triade“ wird bezeichnet, wenn drei Menschen untereinander eine enge Beziehung haben, was nur selten vorkommt, und als „Quad“ eine Partnerschaft oder Gruppenehe von vier Personen.


      Empfindliches Thema, diese "Definition"... :autsch:
      Das ist ähnlich wie die Feststellung, dass per Definition keine gleichgeschlechtliche Ehe möglich ist. De jure ist das in Deutschland schließlich immernoch so, auch wenn mit der eingetragenen Lebenspartnerschaft de facto ja eine minderwertige Form der gleichgeschlechtlichen Ehe geschaffen wurde. Ja, allgemein versteht "Mann" unter einer romantischen Partnerschaft eine Zweierbeziehung... Es ist andererseits aber auch klar, dass wir, die wir in anderen Beziehungsformen leben, allgemein auch nicht gefragt werden, wie wir das sehen.

      Die Vorstellung, eine romantische Beziehung müsse exakt zwei Personen enthalten, ist einfach eine gesellschaftliche Norm. Naturgemäß fällt es der Gesellschaft schwer, Lebenskonzepte außerhalb der Norm vollwertig anzuerkennen. Die gesellschaftliche Bevorzugung von Zweierbeziehung & Marginalisierung anderer Partnerschaftskonzepte ist übrigens ein ernstes Problem und wird als Dyadismus bezeichnet. Dass Wikipedia dyadistische Definition unkritisch übernimmt, wundert mich gar nicht, da Wikipedia in der Vergangenheit häufiger mal anti-feministischen (aka heteronormativen) Backlash betrieben hat.
      Aus eigener Erfahrung kann ich versichern, dass eine Gruppenbeziehung (im engeren Sinn) nicht aus 3+ Einzel-Partnerschaften besteht, sondern auf einem zentralen Gruppenbewusstsein aufbaut - einem kollektiven "Wir", das alle Partner*innen mit einschließt. Bei Zweierbeziehungen gibt es dieses "Wir" ja auch, mit dem einzigen Unterschied, dass die Größe dieses Kollektivs begrenzt ist.

      Auch rein emotional käme es mir auch einfach falsch vor, meine Beziehung in mehrere getrennte Bindungen zu zerlegen. Schließlich existieren diese Einzelbindungen nicht im luftleeren Raum. Wenn es z.B. einer Person schlecht geht, dann bleiben doch die Bindungen zwischen den Anderen davon nicht unberührt. Und wenn eine Person nicht da ist, dann bleibt da auch ein für Alle spürbares Loch. Mal ganz davon abgesehen, dass die Bindung zwischen Partner*innen, die gleichzeitig auch Partner*innen einer weiteren Person sind, ohnehin eine untrennbare Doppelbedeutung hat: Romantisches Beisammensein der beiden gehen in die romantischen und fürsorglichen Gefühlen für die dritte Person fließend über. Geteilte Leidenschaften sind nunmal der Grundbaustein jeder leidenschaftlichen Beziehung - und deshalb ist so eine Einzelbindung in einer Gruppenbeziehung ein wichtiger Grundbaustein der anderen Einzelbindungen... was zu einem ziemlichen Durcheinander führt, wenn man versucht, sie auseinander zu pflücken.

      Für sechsgeschlechtliche Wesen ergibt so ein Paar-Modell noch weniger Sinn als für queere Menschen in der realen Welt.
    • Daisy schrieb:

      Zitat von »Chrontheon«
      Eine gemeinsame Beziehung kann es ja nicht sein, da zu einer Partnerschaft laut Definition zwei gehören.

      Daisy schrieb:

      Wikipedia sagt im Artikel über Polyamorie aber auch:
      Gemeint hab ich, dass ich unter dem Begriff "Partner" einen von zweien verstehe (vgl. aus der Schule: Partnerarbeit 2 Leute, Gruppenarbeit 3+). Ich nahm halt an, dass es in anderen Konstellationen andere Begriffe gibt.


      Daisy schrieb:

      [...] da Wikipedia in der Vergangenheit häufiger mal [...]
      Wikipedia ist allgemein keine so zuverlässige Quelle, genaugenommen kann da jeder was bearbeiten. Ich hab das nur genommen, weil ich schnell eine Quelle gebraucht hab, die zeigt, worauf ich hinaus will. Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich sicher etwas besseres gefunden!
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      Fleischrechte für Fisch!
      "Sicmes okmikem okmegir Elk."
    • Ich werde mir das in den nächsten Tagen noch ein paar mal durchlesen & dann hoffentlich etwas ausführlicheres Feedback geben. Ich bin begeistert!

      Das freut mich. Ich bin gespannt auf weiteres Feedback. :)

      Ich hab aber noch eine Menge zu basteln... bin irgendwie bei sekundären Geschlechtsmerkmalen steckengeblieben (wollte dazu u.a. Stimmlage, Haarwuchs, Bartwuchs, und Fingeranzahl hernehmen...) - und dann hab ich ja eben noch die drauf aufbauenden Strukturen, Beziehungsformen und Gesellschaft usw. vor mir. ;)

      @Partnerschaft

      Dass im Wort "Partner" mehr oder weniger "Paar" drinsteckt, ist mir zuvor gar nicht aufgefallen... als ich aber von Partnern sprach, wollte ich damit keine Aussage treffen, ob diese untereinander auch verparnert sind. Hab das eher als eine (mathematische) zweistellige Relation gesehen, die einfach nur aussagt, dass zwei Individuen in irgendeinem Beziehungsverhältnis stehen...

      Ich habs noch nicht fertig durchüberlegt, aber es dürfte eine Art hierarchisches System geben, wer Anspruch darauf erheben kann, die Kinder aufzuziehen - weit oben in der Hierarchie z.B. ein Krieger, der Bruder der Mutter ist, und der mit mindestens einem Säuger verpartnert ist.

      (Da fällt mir ein, ich muss auch noch basteln, wie es mit Beziehungen zwischen Geschwistern aussieht - bei allen außer Müttern besteht ja da keine Inzestgefahr, sollte also kein Problem sein, aber ob es deswegen die Norm ist? )

      Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • Jundurg schrieb:


      Hab grade irgendwie Orkmütter mit riesigem Bauch im Kopf die auf Sänften herum getragen werden.

      Oo, die Vorstellung gefällt mir. ;D

      Aaah :schreck: Das kann man auch nur als Mann cool finden ;) :fluecht:
      Roald Dahl, Revolting Rhymes, Little Red Riding Hood and the Wolf:
      The small girl smiles. One eyelid flickers. / She whips a pistol from her knickers. / She aims it at the creature's head / And bang bang bang, she shoots him dead.
      A few weeks later, in the wood, / I came across Miss Riding Hood. / But what a change! No cloak of red, / No silly hood upon her head.
      She said, "Hello, and do please note / My lovely furry wolfskin coat."
    • Das meiste gefällt mir extrem gut wie es ist. Nur an einigen Stellen habe ich Vorschläge für Feinschliff.

      Die erste Idee ist vA semantischer Art.
      Du schreibst, dass du das Sexus-Modell der Geschlechtlichkeit vermeiden möchtest. "Grundtypen", die als Grundlage für einige der Geschlechter dienen, entsprechen dieser Sichtweise allerdings noch sehr. Mein Vorschlag ist, die Sexus-Klasse mit der Gender-Klasse zu begründen statt umgekehrt, so wie es (laut Queer-Theorie) auch bei Menschen der Fall ist.

      Jundurg schrieb:

      Derzeitiger Entwurf ist, dass es 4 Grundtypen der Physis gibt, aber 6 soziale Geschlechter

      ...würde ich ersetzen durch z.B.: "Es gibt vier Geschlechter, die vorranging physisch definiert werden, und zwei, die vorrangig spirituell definiert werden."

      Die Verteilung von männlichen Geschlechtsorganen, und damit die Zeugungsfähigkeit, verteilt sich vor allem auf die Geschlechter Krieger, Säuger, Diebe und Arbeiter; allerdings ist sie für die Zuordnung zu keinem dieser Geschlechter notwendig. Und seltener gibt es auch zeugungsfähige Gelehrte.


      Meinst du damit die bereits erwähnten Penisse? Zumindest bei Menschen sind Penisse und Zeugungsfähigkeit ja nicht gleichzusetzen.

      Ich könnte mir übrigens auch gut vorstellen, dass Orks vielleicht überhaupt keine Penisse im menschlichen Sinne haben. Insbesondere für Krieger wäre das sicher vorteilhaft. (Do Scarrans have mivonks?) Solange Flüssigkeitsaustausch stattfinden kann, könnten sich die äußeren Geschlechtsorgane aller Orks auch ziemlich ähneln. Das würde von meinem Gefühl her gut zu einem Geschlechtersystem passen, das einer teils materialistischen, teils spirituellen Begründung folgt.

      Dass die Menschen am Nordkontinent da hoffnungslos verwirrt sind, wenn sie versuchen, ihr binäres Geschlechtersystem auf die Orks anzuwenden, ist auch klar. :lol:


      Hast du die grammatische Zuordnung der deutschen Geschlechter-Bezeichnungen deshalb so gewählt, weil die nördlichen Menschen alle Krieger, Diebe und Arbeiter für männlich halten? Oder steckt dahinter etwas Anderes?

      Interessanter wirds in den Kulturen, die tatsächlich auch genetisch² durchmischt sind, wo also die meisten Individuen halb Ork, halb Mensch sind, oder kompliziertere Verhältnisse. Dort gibt es vermutlich nochmal ein etwas anderes Geschlechtersystem.


      Was passiert mit Mischlingen in Reinzucht-Kulturen?

      Der Begriff "Mutter" passt mir noch nicht so wirklich, da er in unserem Sprachgebrauch ja eher für jemanden steht, der bereits Kinder hat, hier aber nie, da lebende Mütter ja kinderlos sind - die Geburt fällt immer mit dem Übergang ins Jenseits zusammen. (Wahrscheinlich hat auch diese Regel Ausnahmen, aber das ist Stoff für Legenden...) Ein besseres Wort wär also gut, ansonsten halt ein In-World-Begriff. ""Nachwuchsgöttin" ? ;D


      Wenn du dich für die "Goblin"-Option für Diebe entscheidest, vielleicht Disen?
      Arbeiter könntest du als Urisken oder Hobs bezeichnen, Gelehrte vielleicht als Boggarts.

      Ich benutze jedenfalls gern irdisch-mythologische Bezeichnungen, um InWorld-Begriffe zu "übersetzen"

      ------

      Chrontheon schrieb:


      Gemeint hab ich, dass ich unter dem Begriff "Partner" einen von zweien verstehe (vgl. aus der Schule: Partnerarbeit 2 Leute, Gruppenarbeit 3+). Ich nahm halt an, dass es in anderen Konstellationen andere Begriffe gibt.

      Eine Partnerschaft im Sinne des Partnerschaftsgesellschaftsgesetzes kann aus beliebig vielen Partner*innen bestehen. Es ist z.B. für Anwälte sehr üblich, sich zu Partnerschaften zusammen zu schließen. In amerikanischen Modellen wird hierbei oft noch zwischen Juniorpartner*innen und Seniorpartner*innen unterschieden.
      Woher diese Obsession in Schulen stammt, Kinder sich in Zweiergruppen zusammenschließen zu lassen, ist mir schleierhaft. (Ich könnte mir vorstellen, dass Lehrkörperschaften aus irgendeinem Grund davon ausgehen, dass Zweiergruppen gleichberechtigter als größere Gruppen organisiert sind, oder ähnlicher Unfug. Mit Pädogik ist es bei jenem Berufszweig im Allgemeinen ja ohnehin nicht weit her.)

      Tatsächlich benutzen polyamore und queere Personen den Begriff "Partner*in" viel häufiger als monogam lebende Cisheteros... aus dem einfachen Grund, dass Letztere den Begriff "Freund*in" oft nicht verstehen, wenn es nicht um heterosexuelle Monogamie geht.
    • Hoi! :)

      Wenn du dich für die "Goblin"-Option für Diebe entscheidest, vielleicht Disen?
      Arbeiter könntest du als Urisken oder Hobs bezeichnen, Gelehrte vielleicht als Boggarts.

      Ich benutze jedenfalls gern irdisch-mythologische Bezeichnungen, um InWorld-Begriffe zu "übersetzen"


      Disen hab ich noch nie gehört, klingt cool. Würde mir sogar gefallen, aber für mich macht es eher wenig Sinn², mythologische Bezeichnungen zu nehmen, die kaum jemand kennt, da kann ich gleich eigene nehmen... und eigene hab ich jetzt auch schon gebastelt:
      Mütter - jAt'chaa
      Krieger - chMizeanen
      Säuger - shGumaba
      Goblins - Ņiliz
      Gelehrte - jEjř
      Arbeiter - shDeddim
      (Hab mal spontan die Plural-Wortanfangspalatalisierung kleingeschrieben, wo's ging^^)

      ² Ngiana basiert vor allem auf Sachen, die mich schon in meiner Kindheit fasziniert haben, bzw. ist das die Basis. Darum gibts auch Orks, und ich plane u.a., jedes Computerspiel, mit dem ich aufgewachsen bin, als Easter-Egg einzubauen. ;D

      Du schreibst, dass du das Sexus-Modell der Geschlechtlichkeit vermeiden möchtest. "Grundtypen", die als Grundlage für einige der Geschlechter dienen, entsprechen dieser Sichtweise allerdings noch sehr. Mein Vorschlag ist, die Sexus-Klasse mit der Gender-Klasse zu begründen statt umgekehrt, so wie es (laut Queer-Theorie) auch bei Menschen der Fall ist.

      Hmmm. Weiß nicht, ob ich das machen kann. Werd gleich noch darauf eingehen, warum.

      ...würde ich ersetzen durch z.B.: "Es gibt vier Geschlechter, die vorranging physisch definiert werden, und zwei, die vorrangig spirituell definiert werden."


      ... es ist nämlich so, dass es nicht ganz so ist. Ich hab mir das als Bastelstütze zu Anfang so skizziert: Es gibt 4 (oder 5, wenn man "intersex" bzw. "alles, was da nicht reinpasst" mitzählt) Grundtypen... Ich hatte aber kurz davor die 6 als kulturell enorm wichtige Zahl etabliert, also dachte ich mir, na klar, die Kultur macht daraus dann 6 Geschlechter. Arbeiter sind eine Mischung aus Kriegern und Säugern, Gelehrte eine Mischung aus Müttern (die nicht gebärfähig sind oder nicht gebären wollen?) Goblins und Intersex-Orks.

      Jetzt bin ich auch unschlüssig, wie das genau gehen soll. Die Orks sind sich - mindestens vor der "Neuzeit" - nicht bewusst, dass ihre 6 Geschlechter keine biologische Grundlage haben. Auf der anderen Seite habe ich aber Magie, die dazu führt, dass sich die kulturellen Vorstellungen, wie ein Geschlecht auszusehen hat, direkt auf die Körper auswirken. Das widerspricht sich ja eigentlich. :-/ Die Frage, die also mir nicht ganz klar ist noch ist, ab wann denn eigentlich das Geschlecht feststeht. Und da scheint es zwischen den Geschlechtern Unterschiede zu geben: Man könnte über ein Neugeborenes zwar nie sagen, welchem Geschlecht es zugerechnet wird, aber man kann zumindest in vielen Fällen, eines ausschließen - denn Jat'chaa (Mütter) sind durch Gebärfähigkeit definiert. (Ich weiß nicht, ob ich Transmütter ausschließen kann oder möchte, aber den Orks dürfte das Konzept eher fremd sein... auf der anderen Seite, verflixt. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass eine Transmutter aus dem Jenseits mit Adoptivkindern reden könnte. - Wenn ich die Magie selber auch auf der Basis von Geschlecht anstatt von Physis gelten lasse, wär das auch möglich. Klammer zu.)

      Hmmm. :weissnicht:

      Afaik entwickeln Kinder üblicherweise im Alter von 2 oder so ihre Geschlechtsidentität - das könnte ich auch einfach zur Regel machen. D.h. nichtmal im Jenseits wissen sie vorher Bescheid, welches der Kinder mal Atach wird und die Linie fortführen kann. Das gefällt mir glaub ich besser...
      Was es mit einer Kindheit macht, wenn man als Säugling schon Informationen aus dem Jenseits zugeflüstert kriegt, muss ich noch überlegen. Dachte mir, dass Orks eventuell etwas früher sprechen lernen als Menschen im Durchschnitt - wobei, gibt eigentlich keinen Grund dafür. Menschenmütter reden ja auch mit ihren Babies. :hmm: Also doch nicht lauter kleine creepy Kinder im Stil Alia Atreides... ;D

      Die Frage ist dann, wie funktioniert das Entstehen der Geschlechtsidentität... wenn ein Baby von einem Mizean und einem Gumaba aufgezogen wird, wird es jemals auf die Idee kommen, Tetum zu sein? ... wobei, es müsste reichen, wenn die Eltern oder die Umgebung ihre klaren Vorstellungen von den 6 Geschlechtern hat. Und die haben sie ja unter anderem auch in direkter Bestätigung aus dem Jenseits. Also müsste das so schon gehen. (Möglicherweise overthinking, aber ich will die Fragen geklärt haben, ehe ich darauf aufbauend weiterbastle. ;) )

      Meinst du damit die bereits erwähnten Penisse? Zumindest bei Menschen sind Penisse und Zeugungsfähigkeit ja nicht gleichzusetzen.

      Achso, mit Zeugungsfähigkeit und männlichen Geschlechtsorganen meine ich eher Hoden^^

      Ich könnte mir übrigens auch gut vorstellen, dass Orks vielleicht überhaupt keine Penisse im menschlichen Sinne haben. Insbesondere für Krieger wäre das sicher vorteilhaft.

      Hm, meine ursprüngliche Vorstellung ging davon aus, dass Orks den Menschen äußerlich sehr ähnlich sind. Aber du hast recht, eine etwas größere Vielfalt macht Sinn. Weiß nur nicht, ob ich das jetzt im Detail noch basteln möchte.^^ Zumindest nicht definitiv festlegen.

      -

      Mir kam heut noch der Gedanke, dass jAt'chaa relativ gefährdet sind, was Geschlechtskrankheiten angeht, zumal diese eventuell die bereits gespeicherten befruchteten Eizellen beeinträchtigen könnten - daher vermute ich, dass sie normalerweise zur Befruchtung nur engen Kontakt zu jungfräulichen Orks haben. Könnte sich kulturell in sowas ähnlichem wie der "Recht der ersten Nacht" niederschlagen. (Heißt natürlich nicht, dass sie nicht trotzdem auch dauerhafte Partner haben können, aber die biologische Idee sieht ja vor, Gene von vielen Vätern zu mischen.)

      Hast du die grammatische Zuordnung der deutschen Geschlechter-Bezeichnungen deshalb so gewählt, weil die nördlichen Menschen alle Krieger, Diebe und Arbeiter für männlich halten? Oder steckt dahinter etwas Anderes?

      Ich bin sprachlich lax und muss schon aufpassen, nicht dauernd wieder zu menschlich-binär zu denken. ;) Grammatikalisch ist "Mutter" halt weiblich und alle anderen männlich, im Deutschen.

      Wie die ngianischen Menschen die Orks sehen, ist nochmal was anderes... da muss ich mich erst herantasten. Generell dürften sie am ehesten den Kriegern begegnen, und vielleicht oft sogar der Meinung sein, es gäbe nur männliche Orks... oder sowas, wobei die Krieger ja in der Regel deutlich sichtbare Brüste haben. Also weiß ich nicht, was die Menschen denken, vielleicht auch einfach nur "schnell weg hier!" ;)

      Was passiert mit Mischlingen in Reinzucht-Kulturen?

      Die Orks halten die Menschen für "entartete" Abkömmlinge der Ur-Orks. Neuzeitliche Orks haben alle auch irgendeinen Anteil Menschen-Gene, umgekehrt die Menschen auch... was letztlich darüber entscheidet, ob jemand Mensch oder Ork ist, sind wohl primär die magischen Eigenschaften, eben z.B. die Grellfärbung der Haut (im Falle von Kriegern)...

      Eine sehr kleine Menschen-Minderheit lebt auch bei den Orks, aber... kein blassen Schimmer noch, was mit denen ist. Soziale Unterschicht. Ein gewisses Segelschiff voll mit Menschenflüchtlingen aus der Ork-Zivilisation, ausgestattet mit Schusswaffen, das auf die mittelalterlichen Zivilisationen am Nordkontinent trifft, ist ein ziemlich einschneidendes Ereignis dort, löst dort mehr oder weniger ne Industrialisierung aus. Aber die Geschichte drumrum ist noch nicht so fest geplant. ;)

      Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • Daisy schrieb:

      Zitat von »Chrontheon«
      Gemeint hab ich, dass ich unter dem Begriff "Partner" einen von zweien verstehe (vgl. aus der Schule: Partnerarbeit 2 Leute, Gruppenarbeit 3+). Ich nahm halt an, dass es in anderen Konstellationen andere Begriffe gibt.

      Daisy schrieb:

      Woher diese Obsession in Schulen stammt, Kinder sich in Zweiergruppen zusammenschließen zu lassen, ist mir schleierhaft.
      Ich hab nicht gesagt, dass die Schüller nur in 2er-Gruppen zusammengesetzt werden, im Gegenteil ("Gruppenarbeit 3+")! Wir haben sogar öfter Gruppenarbeiten als Partnerarbeiten gemacht, die Sache ist nur, was man wie nennt. Und hier würde eine Partnerarbeit eben von 2 Leuten, eine Gruppenarbeit wird von min 3 ausgeführt. Man kann kann auch kaum eine Partnerschaft (aus 2 Leuten) "Gruppe" nennen!



      Eine Partnerschaft im Sinne des Partnerschaftsgesellschaftsgesetzes kann
      aus beliebig vielen Partner*innen bestehen.
      Was ist das Partnerschaftsgesellschaftsgesetz?
      Inhaltsverzeichnis zu den Weltenthreads
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      "Sicmes okmikem okmegir Elk."
    • Daisy schrieb:

      Wenn du dich für die "Goblin"-Option für Diebe entscheidest, vielleicht Disen?
      Arbeiter könntest du als Urisken oder Hobs bezeichnen, Gelehrte vielleicht als Boggarts.

      Ich benutze jedenfalls gern irdisch-mythologische Bezeichnungen, um InWorld-Begriffe zu "übersetzen"


      Hm, also welche irdisch mythologischen Bezeichnungen du da als Grundlage genommen hast, erschliesst sich mir in den meisten Faellen nicht - daher gibts auch keine automatische Assozitation bei mir mit den gemeinten Orkgeschlechtern und insofern waeren solche Begriffe fuer mich auch nicht hilfreicher als direkt die orkischen Namen zu nehmen.

      Daisy schrieb:

      Ich könnte mir vorstellen, dass Lehrkörperschaften aus irgendeinem Grund davon ausgehen, dass Zweiergruppen gleichberechtigter als größere Gruppen organisiert sind, oder ähnlicher Unfug. Mit Pädogik ist es bei jenem Berufszweig im Allgemeinen ja ohnehin nicht weit her.


      Aeh... hallo? Kannst du mal die beilaeufige pauschale Abwertung kompletter Berufszweige einfach weglassen?

      Jundurg schrieb:

      Jetzt bin ich auch unschlüssig, wie das genau gehen soll. Die Orks sind sich - mindestens vor der "Neuzeit" - nicht bewusst, dass ihre 6 Geschlechter keine biologische Grundlage haben. Auf der anderen Seite habe ich aber Magie, die dazu führt, dass sich die kulturellen Vorstellungen, wie ein Geschlecht auszusehen hat, direkt auf die Körper auswirken. Das widerspricht sich ja eigentlich. :-/

      Naja, da braeuchte man wohl einen besseren Einblick, was diese Magie macht und kann und nicht macht und nicht kann. Sind wir hier auf dem Niveau von heutiger plastischer Chirurgie und Pharmazie oder mehr oder weniger oder anders?
      Also beispielsweise waere interessant ob Magie diese Dinge kann oder nicht kann:
      - Leute kleiner / groesser / dicker / duenner / muskuloeser / etc machen, Leuten mehr oder weniger Brueste wachsen lassen
      - Leuten komplett funktionsfaehige maennliche oder weibliche Geschlechtsorgane wachsen lassen (und zwar in dem Umfang, der fuer die Erzeugung von Kindern notwendig ist)
      - Genmaterial so aendern, dass die Betroffenen Veraenderungen an ihre Nachkommen weitergeben
      - Leuten die Moeglichkeit zur Jenseitskommunikation geben, die sie vorher nicht hatten

      Die Frage, die also mir nicht ganz klar ist noch ist, ab wann denn eigentlich das Geschlecht feststeht. Und da scheint es zwischen den Geschlechtern Unterschiede zu geben: Man könnte über ein Neugeborenes zwar nie sagen, welchem Geschlecht es zugerechnet wird, aber man kann zumindest in vielen Fällen, eines ausschließen - denn Jat'chaa (Mütter) sind durch Gebärfähigkeit definiert.

      Aeh... ich versteh nicht ganz, wie das jetzt weiterhilft. Ob jemand gebaerfaehig war oder nicht, das findet man ja immer erst raus, nachdem sie geboren hat. Dann ist sie aber schon tot. Solange sie lebt, muss man also irgendwie von ihrer Gebaerfaehigkeit ausgehen ohne je zu wissen, ob sie's wirklich ist. Oder gibts da den Scheidenausfluss-Lackmustest, wo man sagen kann: ja klar, die hier ist wirklich gebaerfaehig?

      (Ich weiß nicht, ob ich Transmütter ausschließen kann oder möchte, aber den Orks dürfte das Konzept eher fremd sein... auf der anderen Seite, verflixt. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass eine Transmutter aus dem Jenseits mit Adoptivkindern reden könnte. - Wenn ich die Magie selber auch auf der Basis von Geschlecht anstatt von Physis gelten lasse, wär das auch möglich. Klammer zu.)

      Ich frag ja nur ungern aber: Was ist denn dann eine Cismutter im Unterschied zur Transmutter im Unterschied zu einem anderen Ork?
      Irgendwie gehts um Gebaerfaehigkeit und Jenseitskommunikation und um die Kombination bzw. Abkopplung von beidem, oder?

      Jundurg schrieb:

      Was es mit einer Kindheit macht, wenn man als Säugling schon Informationen aus dem Jenseits zugeflüstert kriegt, muss ich noch überlegen. Dachte mir, dass Orks eventuell etwas früher sprechen lernen als Menschen im Durchschnitt - wobei, gibt eigentlich keinen Grund dafür. Menschenmütter reden ja auch mit ihren Babies. :hmm:

      Naja, dass jemand mit einem Kind kommuniziert ist ja jetzt nicht so ungewoehnlich. Du muesstest halt genauer sagen, wie die Kommunikation eigentlich ablaeuft und was dieses Jenseits so ist.

      Jundurg schrieb:

      Die Frage ist dann, wie funktioniert das Entstehen der Geschlechtsidentität... wenn ein Baby von einem Mizean und einem Gumaba aufgezogen wird, wird es jemals auf die Idee kommen, Tetum zu sein?

      Wie ist das mit einem Maedchen, das von einem schwulen Paar aufgezogen wird?

      Jundurg schrieb:

      Hm, meine ursprüngliche Vorstellung ging davon aus, dass Orks den Menschen äußerlich sehr ähnlich sind.

      Wenn du Ork/Mensch-Mischlinge haben willst, dann muessen die Geschlechtsorgane mindestens in so weit kompatibel sein, dass eine Befruchtung moeglich wird. Ist natuerlich auch die Frage, ob solche Mischlinge ggf immer nur Kinder von Menschenmuettern oder immer nur Kinder von Orkmuettern sein koennen.

      Jundurg schrieb:

      Mir kam heut noch der Gedanke, dass jAt'chaa relativ gefährdet sind, was Geschlechtskrankheiten angeht, zumal diese eventuell die bereits gespeicherten befruchteten Eizellen beeinträchtigen könnten - daher vermute ich, dass sie normalerweise zur Befruchtung nur engen Kontakt zu jungfräulichen Orks haben. Könnte sich kulturell in sowas ähnlichem wie der "Recht der ersten Nacht" niederschlagen. (Heißt natürlich nicht, dass sie nicht trotzdem auch dauerhafte Partner haben können, aber die biologische Idee sieht ja vor, Gene von vielen Vätern zu mischen.)

      Es ist so eine coole Idee und dann haust du schon wieder so gruseliges Zeug aus der Sexismus-Fetisch-Horrorkiste dazu :schreck:

      Jundurg schrieb:

      Eine sehr kleine Menschen-Minderheit lebt auch bei den Orks, aber... kein blassen Schimmer noch, was mit denen ist. Soziale Unterschicht. Ein gewisses Segelschiff voll mit Menschenflüchtlingen aus der Ork-Zivilisation, ausgestattet mit Schusswaffen, das auf die mittelalterlichen Zivilisationen am Nordkontinent trifft, ist ein ziemlich einschneidendes Ereignis dort, löst dort mehr oder weniger ne Industrialisierung aus. Aber die Geschichte drumrum ist noch nicht so fest geplant. ;)

      Was vermutlich interessant im Vergleich der beiden Spezies (?) ist (vor allem, wenn sie konkurrieren) ist die durchschnittliche Geburtenrate, Kindersterblichkeit und Verteilung der Geschlechter. Wenn die Orks da irgendwo einen Flaschenhals drinhaben, dann kann ihnen das bei langfristigen Auseinandersetzungen sehr zum Nachteil gereichen.

      Chrontheon schrieb:

      Was ist das Partnerschaftsgesellschaftsgesetz?

      lmgtfy.com/?q=Partnerschaftsgesellschaftsgesetz
      Roald Dahl, Revolting Rhymes, Little Red Riding Hood and the Wolf:
      The small girl smiles. One eyelid flickers. / She whips a pistol from her knickers. / She aims it at the creature's head / And bang bang bang, she shoots him dead.
      A few weeks later, in the wood, / I came across Miss Riding Hood. / But what a change! No cloak of red, / No silly hood upon her head.
      She said, "Hello, and do please note / My lovely furry wolfskin coat."
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