[Ngiana] Die sechs Geschlechter der Orks

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    • Daisy schrieb:

      Die gesellschaftliche Bevorzugung von Zweierbeziehung & Marginalisierung anderer Partnerschaftskonzepte ist übrigens ein ernstes Problem und wird als Dyadismus bezeichnet.

      Wenn ich Dyadismus (oder dyadism) auf tumblr oder in einer Suchmaschine suche...finde ich nur Ergebnisse über die Diskriminierung von Intersex-Leuten.

      Jundurg schrieb:

      was letztlich darüber entscheidet, ob jemand Mensch oder Ork ist, sind wohl primär die magischen Eigenschaften, eben z.B. die Grellfärbung der Haut (im Falle von Kriegern)...
      Also keine Hauer wie bei Warcraft? :(
    • Jundurg schrieb:

      ... es ist nämlich so, dass es nicht ganz so ist. Ich hab mir das als Bastelstütze zu Anfang so skizziert: Es gibt 4 (oder 5, wenn man "intersex" bzw. "alles, was da nicht reinpasst" mitzählt) Grundtypen... Ich hatte aber kurz davor die 6 als kulturell enorm wichtige Zahl etabliert, also dachte ich mir, na klar, die Kultur macht daraus dann 6 Geschlechter. Arbeiter sind eine Mischung aus Kriegern und Säugern, Gelehrte eine Mischung aus Müttern (die nicht gebärfähig sind oder nicht gebären wollen?) Goblins und Intersex-Orks.

      Jetzt bin ich auch unschlüssig, wie das genau gehen soll. Die Orks sind sich - mindestens vor der "Neuzeit" - nicht bewusst, dass ihre 6 Geschlechter keine biologische Grundlage haben. Auf der anderen Seite habe ich aber Magie, die dazu führt, dass sich die kulturellen Vorstellungen, wie ein Geschlecht auszusehen hat, direkt auf die Körper auswirken. Das widerspricht sich ja eigentlich. :-/ Die Frage, die also mir nicht ganz klar ist noch ist, ab wann denn eigentlich das Geschlecht feststeht. Und da scheint es zwischen den Geschlechtern Unterschiede zu geben: Man könnte über ein Neugeborenes zwar nie sagen, welchem Geschlecht es zugerechnet wird, aber man kann zumindest in vielen Fällen, eines ausschließen - denn Jat'chaa (Mütter) sind durch Gebärfähigkeit definiert. (Ich weiß nicht, ob ich Transmütter ausschließen kann oder möchte, aber den Orks dürfte das Konzept eher fremd sein... auf der anderen Seite, verflixt. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass eine Transmutter aus dem Jenseits mit Adoptivkindern reden könnte. - Wenn ich die Magie selber auch auf der Basis von Geschlecht anstatt von Physis gelten lasse, wär das auch möglich. Klammer zu.)


      Ich fürchte, wir reden ganz schön aneinander vorbei ??? Vielleicht war ich bei deinem ersten Post auch einfach so begeistert, dass ich irgendwie was Progressiveres erwartet habe.
      Du hast im Eingangspost davon gesprochen, dass du "biologisches Geschlecht" nicht verwenden möchtest. Ich dachte, "Grundtypen" hätte da einfach noch nicht die treffende Semantik, bin mir aber nicht mehr so sicher, ob ich die Aussage nicht vielleicht überbewertet habe. Geht es dir also nur um die Wortkombination "biologisches Geschlecht", nicht um das Konzept dahinter?

      Wie du den Begriff "trans" verwendest, entspricht nicht dem in der trans* community akzeptierten Selbstbild.
      Ich kenne kaum eine Frau, die nicht ein zu breites Kreuz, ein zu schmales Becken, einen zu dicken Bauch, zu haarige Arme, eine zu raue Stimme, einen zu schlurfenden Gang etc. hätte, um diesem "Ideal" gerecht zu werden. Das akzeptierte Spektrum, wie eine Frau auszusehen hat, ist extrem klein & die meisten Frauen unternehmen alles in ihrer Macht stehende, um ihre körperliche Beschaffenheit zu diesem "Ideal" hin zu korrigieren. Deshalb glauben viele Männer, Frauen würden einander von Natur aus so sehr ähneln wie wir es offenkundig tun, obwohl dahinter eine Menge Kunst und Arbeit steckt. Der gefühlsmäßige Schluss, den viele Frauen ziehen, ist leider, dass sie selbst einen besonders hässlichen Körper haben, weil andere Frauen auf der Straße ja oft perfekt aussehen als wir selbst zu hause. Trans Frauen werden, ganz realistisch betrachtet, dem "weiblichen Ideal" auch nicht schlechter gerecht als andere Frauen.
      Genauso profitieren trans Männer von dem weit gefassten Männlichkeitsspektrum: Viele trans Männer, die ich kenne, lassen sich einfach einen Bart stehen, um eindeutig als männlich gelesen zu werden, genauso wie viele cis Männer.

      Das, was unsere Gesellschaft als geschlechtstype Erscheinung wahrnimmt, sind geringe statistische Korrelationen, die bloß kulturell normierenden Charakter zugewiesen und zu "Grundtypen" hochgespielt werden. An diesen "Ideal"-Bilder ist nicht viel mehr dran als an anderen doofen Klischees, wie z.B. der "feurigen Schwarzhaarigen"... Leider stehen viele Leute einfach auf Stereotype und haben gar keine Lust einzusehen, dass ihr "Ideal"-Bild nicht der Realität entspricht.

      Bei all den "Korrekturen", die nötig sind, um das Geschlechts-"Ideal" durchzusetzen und der massiv selektiven Wahrnehmung, die Menschen entwickelt haben, um ihre kulturellen Normen zu rechtfertigen, leben wir bereits ganz real in einer Gesellschaft, in der die Geschlechtszuordnung einer Person ihren Körper "magisch" verändert.

      Afaik entwickeln Kinder üblicherweise im Alter von 2 oder so ihre Geschlechtsidentität (...)
      Die Frage ist dann, wie funktioniert das Entstehen der Geschlechtsidentität... wenn ein Baby von einem Mizean und einem Gumaba aufgezogen wird, wird es jemals auf die Idee kommen, Tetum zu sein? ... wobei, es müsste reichen, wenn die Eltern oder die Umgebung ihre klaren Vorstellungen von den 6 Geschlechtern hat. Und die haben sie ja unter anderem auch in direkter Bestätigung aus dem Jenseits. Also müsste das so schon gehen. (Möglicherweise overthinking, aber ich will die Fragen geklärt haben, ehe ich darauf aufbauend weiterbastle. ;) )


      Innerhalb der ersten drei Jahren erwerben Kinder idR die Fähigkeit, sich zu erinnern, über etwas nachzudenken und zu sprechen. Es lässt sich daher nicht bestimmen, wann sich Geschlechtsidentität entwickelt - oder ob sie angeboren ist.
      Bereits mit der Geburt existiert jedoch ein Körperbewusstsein - und Erfahrungen von trans Personen legen nahe, dass das durch Sozialisation erworbene Rollenverhalten auch auf diesem Körperbewusstsein aufbaut... weshalb z.B. trans Männer nicht "weiblich sozialisiert" sind, wie viele cis Leute annehmen, sondern durchaus die Tatsache, dass sie Jungs sind, damit zusammen bekommen, was von Jungs erwartet wird. Natürlich erfahren sie auch aus erster Hand wie sich Sexismus anfühlt und viele trans Männer können sich daher sehr gut in Frauen hinein versetzen, oder entdecken früh ihre Vorliebe für irgendwelche "femininen" Interessen, weil sie einfach eher und besser dazu die Chance haben als andere Jungs, aber viele andere trans Männer werden genauso zu frauenverachtenden Machos erzogen wie viele cis Männer.

      KeyKeepers Beispiel ist super. Ich kenne außerdem alleinerziehende Mütter mit Jungs.
      Die konservative Idee, Kinder bräuchten ein gleichgeschlechtliches Rollenvorbild in der Familie, hat sich längt als BS herausgestellt. Es kann zwar z.B. in der Pubertät wichtig sein, Erwachsene zu haben, die erklären können, wie ein Tampon funktioniert etc., aber das ist auch schon alles.

      Achso, mit Zeugungsfähigkeit und männlichen Geschlechtsorganen meine ich eher Hoden^^


      Ok, das ist ein eindeutigeres Wort, danke ;)

      Hm, meine ursprüngliche Vorstellung ging davon aus, dass Orks den Menschen äußerlich sehr ähnlich sind. Aber du hast recht, eine etwas größere Vielfalt macht Sinn. Weiß nur nicht, ob ich das jetzt im Detail noch basteln möchte.^^ Zumindest nicht definitiv festlegen.


      Findest du, das wäre ein großer Unterschied? Rein anatomisch unterscheiden sich menschliche Genitalien nicht besonders voneinander. Und Hoden sind sowieso nicht ständig extern, sondern wandern häufiger mal (bei Kälte, intensivem Verkehr etc.) in den Leistenkanal. Bei einer kriegerischen Art wäre die bei Menschen übliche "Kühlfunktion" vielleicht von größerem Nachteil als Nutzen.
      Ist aber nur so ne spontane Idee. Vielleicht verwende ich sie auch selbst irgendwo.

      Mir kam heut noch der Gedanke, dass jAt'chaa relativ gefährdet sind, was Geschlechtskrankheiten angeht, zumal diese eventuell die bereits gespeicherten befruchteten Eizellen beeinträchtigen könnten - daher vermute ich, dass sie normalerweise zur Befruchtung nur engen Kontakt zu jungfräulichen Orks haben. Könnte sich kulturell in sowas ähnlichem wie der "Recht der ersten Nacht" niederschlagen. (Heißt natürlich nicht, dass sie nicht trotzdem auch dauerhafte Partner haben können, aber die biologische Idee sieht ja vor, Gene von vielen Vätern zu mischen.)


      Wäre es nicht intuitiver, wenn eine höhere Resistenz hätten als andere Orks? Das wäre evolutionär mE ne ziemliche Achillesferse.

      Ich bin sprachlich lax und muss schon aufpassen, nicht dauernd wieder zu menschlich-binär zu denken. ;) Grammatikalisch ist "Mutter" halt weiblich und alle anderen männlich, im Deutschen.


      Ich meinte: Gibt es eine Absicht, warum du die Worte so gewählt hast? Oder verwendest du einfach ein generisches Maskulinum?

      Die Orks halten die Menschen für "entartete" Abkömmlinge der Ur-Orks. Neuzeitliche Orks haben alle auch irgendeinen Anteil Menschen-Gene, umgekehrt die Menschen auch... was letztlich darüber entscheidet, ob jemand Mensch oder Ork ist, sind wohl primär die magischen Eigenschaften, eben z.B. die Grellfärbung der Haut (im Falle von Kriegern)...

      Eine sehr kleine Menschen-Minderheit lebt auch bei den Orks, aber... kein blassen Schimmer noch, was mit denen ist. Soziale Unterschicht. Ein gewisses Segelschiff voll mit Menschenflüchtlingen aus der Ork-Zivilisation, ausgestattet mit Schusswaffen, das auf die mittelalterlichen Zivilisationen am Nordkontinent trifft, ist ein ziemlich einschneidendes Ereignis dort, löst dort mehr oder weniger ne Industrialisierung aus. Aber die Geschichte drumrum ist noch nicht so fest geplant. ;)



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      Chrontheon schrieb:

      Ich hab nicht gesagt, dass die Schüller nur in 2er-Gruppen zusammengesetzt werden, im Gegenteil ("Gruppenarbeit 3+")! Wir haben sogar öfter Gruppenarbeiten als Partnerarbeiten gemacht, die Sache ist nur, was man wie nennt. Und hier würde eine Partnerarbeit eben von 2 Leuten, eine Gruppenarbeit wird von min 3 ausgeführt. Man kann kann auch kaum eine Partnerschaft (aus 2 Leuten) "Gruppe" nennen!


      Ja, hast du nicht gesagt. Ich bin es, die von Zweier-Gruppen in der Schule nachhaltig genervt ist. So sehr, dass ich eine heftige Aversion gegen Zweiergruppen entwickelt habe.
      Wahrscheinlich hast du Recht, dass "Partnerarbeiten" einfach so genannt werden, weil Lehrer*innen finden, dass sie zwei Leute nicht "Gruppe" nennen können und "Paar" falsche Assoziationen weckt. Aus den Bereichen Mathematik, Psychologie und Soziologie kenne ich den Begriff "Gruppe" jedoch ab einer Gruppengröße von 2... und mir wäre auch nie in den Sinn gekommen, Paare nicht als Gruppe zu bezeichnen.
      Ich rätsel auch immernoch, weshalb wesentlich häufiger Gruppen mit genau zwei Schüler*innen gebildet werden als mit genau drei, vier etc. - und zwar selbst, wenn Dreier-Gruppen viel besser aufgehen würden als Paare.

      KeyKeeper schrieb:

      Aeh... hallo? Kannst du mal die beilaeufige pauschale Abwertung kompletter Berufszweige einfach weglassen?

      Sorry, das sollte eigtl nicht gegen Personen gerichtet sein :-/ Ich meinte damit nur, dass Lehrer*innen umgangssprachlich zwar als Pädagog*innen bezeichnet werden, die in einem Lehramt-Studium enthaltenen Pädagogik-Kurse aber weit von dem entfernt ist, was in einem Pädagogik-Studium vermittelt wird. Die Floskel "nicht weit her" war relativ wertungsfrei als "nicht das Spezialgebiet der Person" gemeint - ich sage auch z.B. über meine Informatik-Kenntnisse, dass sie nicht weit her sind, obwohl ich durchaus in der Lage bin, den Quellcode zu lesen und zu verstehen, den der Programmierer in unserem Team fabriziert.

      Merlin schrieb:

      Wenn ich Dyadismus (oder dyadism) auf tumblr oder in einer Suchmaschine suche...finde ich nur Ergebnisse über die Diskriminierung von Intersex-Leuten.


      Ok, danke für den Hinweis. Ich kannte das Wort bislang nur aus dem Polyamory-Zusammenhang, bin aber auch noch nie auf die Idee gekommen, nach anderen Bedeutungen zu recherchieren. Im Zusammenhang mit Intersex-Personen bezieht es sich offenbar auf die ideologische Dyade von Männlichkeit und Weiblichkeit, nicht auf aus Menschen bestehende Dyaden. Schätze, wir brauchen ein neues Wort, um Verwechslungen zu vermeiden.
    • Das, was unsere Gesellschaft als geschlechtstype Erscheinung wahrnimmt, sind geringe statistische Korrelationen, die bloß kulturell normierenden Charakter zugewiesen und zu "Grundtypen" hochgespielt werden. An diesen "Ideal"-Bilder ist nicht viel mehr dran als an anderen doofen Klischees, wie z.B. der "feurigen Schwarzhaarigen"... Leider stehen viele Leute einfach auf Stereotype und haben gar keine Lust einzusehen, dass ihr "Ideal"-Bild nicht der Realität entspricht.

      Bei all den "Korrekturen", die nötig sind, um das Geschlechts-"Ideal" durchzusetzen und der massiv selektiven Wahrnehmung, die Menschen entwickelt haben, um ihre kulturellen Normen zu rechtfertigen, leben wir bereits ganz real in einer Gesellschaft, in der die Geschlechtszuordnung einer Person ihren Körper "magisch" verändert.

      Aber das ist doch der Sinn von Fiktion. Die Orkgesellschaft giesst ihre eigenen Gesetze und Normen magisch "in Stein". Und Jundurg macht sogar explizit, dass, weil die Magie so normal und unbemerkt vonstatten geht, die magische Beeinflussung als natürlicher Teil der Biologie gilt. Die Magie ist sowohl ein Werkzeug konservativer Normen als auch die Bestätigung der konservativen Geschlechternormen.
      In John Carpenter's Film "They Live" gibt es einen ganz ähnlichen Gedanken. Dort haben Aliens die Menschheit heimlich unterworfen und tarnen sich als Menschen. Natürlich nicht mit Magie sondern mit Alien-Technologie, aber auf den Unterschied kommt es nicht an. Die Aliens senden den Menschen Propaganda, aber diese Normen kann ein Mensch erst mithilfe einer besonderen Brille wahrnehmen. Nur wer die Brille aufsetzt, sieht, dass auf dem Plakat, dass Urlaub in Honolulu anpreist, die wahre Botschaft "Marry and Reproduce" oder auf Geldscheinen "This is your God". Natürlich ist der Gedanke naiv, aber das Argument von They Live ist eben, dass wir nicht etwa eine falsche Brille tragen, die wir abnehmen müssen, um die Wahrheit zu sehen...sondern im Gegenteil, dass wir eine Brille brauchen, um das, was wir sonst instinktiv für selbstverständlich und richtig gehalten hätten, zu entlarven.
      Aus meiner Sicht ist das auf Ngiana ähnlich. Die Magie beeinflusst die Biologie der Orks. Aber erst wenn die Orks erkennen lernen, dass ihre ständige Fetishisierung der "Biologie" in Wirklichkeit nur eine leere Referenz ist, dass die Idee des Geschlechts rein in ihren eigenen kulturellen Normen situiert ist...erst dann können sie wirklich den Unterschied zwischen den natürlichen Umständen und den kulturellen Normen feststellen. Und erst dann können sie sich von diesen Normen befreien, so das sinnvoll ist.
    • Hoi!

      (ist ein langer Post geworden. ;) )

      Erstmal noch zu dem:
      Die Frage ist dann, wie funktioniert das Entstehen der Geschlechtsidentität... wenn ein Baby von einem Mizean und einem Gumaba aufgezogen wird, wird es jemals auf die Idee kommen, Tetum zu sein?


      Wie ist das mit einem Maedchen, das von einem schwulen Paar aufgezogen wird?

      Ihr habt alle recht, das ist kein Problem. 1. hat die Gesellschaft drumrum und 2. haben die einzelnen Akteure darin ja ihre Vorstellungen davon, wie Geschlechter sind, unabhängig davon, welchem sie angehören.

      Die Frage, die ich mir eher gestellt hatte, war, ob bei den weiter weg auswandernden Orkvölkern im Laufe der Zeit ein Geschlecht verlorengehen könnte. Shdeddim sind ja quasi zwischen Shgumaba und Mizeanen, so von den körperlichen Eigenschaften, angesiedelt; es wäre also möglich, dass eine Gesellschaft anfängt, alle die, die eigentlich Shdeddim gewesen wären, in eine der beiden ähnlichen Geschlechtsklassen einzuteilen, und dass diese im Lauf der Zeit sozusagen verschwindet. In einer Extremsituation, wohlgemerkt, also eine relativ kleine Population, abgeschnitten von allen anderen - durch einen Ozean getrennt.

      (Und da besagte Völker dann z.B. in einem menschendominierten Gebiet leben würden, wäre eine drastische Veränderung der Kultur ja recht wahrscheinlich...)

      Ich fürchte, wir reden ganz schön aneinander vorbei ??? Vielleicht war ich bei deinem ersten Post auch einfach so begeistert, dass ich irgendwie was Progressiveres erwartet habe.

      :-/ Ja, ich verstehe immernoch vieles nicht... dass ich darüber nachgrüble, hat mir mehr oder weniger erst dieses Konzept beschert. ;)

      Du hast im Eingangspost davon gesprochen, dass du "biologisches Geschlecht" nicht verwenden möchtest. Ich dachte, "Grundtypen" hätte da einfach noch nicht die treffende Semantik, bin mir aber nicht mehr so sicher, ob ich die Aussage nicht vielleicht überbewertet habe. Geht es dir also nur um die Wortkombination "biologisches Geschlecht", nicht um das Konzept dahinter?

      Ich weiß es nicht... ich hab irgendwie das Gefühl, ich komme anscheinend ohne das Konzept nicht aus. :weissnicht: Wie ich zu basteln begonnen hatte, waren es wohl noch biologische Geschlechter. Dann hab ich versucht, den Begriff rauszustreichen, und noch weiter unten anzusetzen, bei Physis oder Physikalität. Nicht so ganz erfolgreich. Jetzt versuche ich, das irgendwie so hinzubiegen, dass es Sinn ergibt. :kopfkratz:

      Das, was unsere Gesellschaft als geschlechtstype Erscheinung wahrnimmt, sind geringe statistische Korrelationen, die bloß kulturell normierenden Charakter zugewiesen und zu "Grundtypen" hochgespielt werden.

      Ok; ich versuche mal zu klären, was genau ich mit Grundtypen meinte:

      Grundtyp 1 wäre eine Gruppe von vllt 30% der Ork-Bevölkerung, auf die zutrifft: hat tendenziell eine flache Brust ohne Milchdrüsen, hat Gebärmutter und Eierstöcke.

      Von diesen 30% sind knapp über die Hälfte dann Jat'chaa (Mütter), ein weiterer großer Teil Jejř (Gelehrte), auch noch einige Mizeanen (Krieger), und ein paar teilen sich auf die Ņiliz und Shdeddim auf.
      Aber was ist nun mit den Shgumaba (Säugern)? Da gesellschaftlich von Shgumaba erwartet wird, dass sie diejenigen sind, die Babies säugen, werden da mehr oder weniger Milchdrüsen vorausgesetzt. Diejenigen Orks von Grundtyp 1, deren Geschlecht also Shgumaba ist, könnte eins vielleicht "Trans-shgumaba" nennen - insofern, als dass sie körperlich nicht den Erwartungen entsprechen, die ihre Gesellschaft an sie stellt. Vielleicht ist das auch ein unpassender Begriff. Ich versuche jedenfalls im Moment, so zu basteln, dass ich alle Möglichkeiten mitdenke (was sich im Moment recht multipliziert und wodurch ich langsam den Überblick verliere).

      Es gibt also 4 Grundtypen bei den Orks - einfach statistisch auftretend, anhand der Merkmale, häufig, und rein genetisch betrachtet. Und es gibt Individuen, die in keinen der 4 Typen reinfallen, diese hab ich mal als Intersex bezeichnet.

      Aber die 6 Geschlechter bauen zum Teil auf diesen Grundtypen auf. Dem Grundtypus 1 anzugehören, bedeutet, mit hoher Wahrscheinlichkeit entweder Atach oder Ersh zu sein, auch wenn die anderen Geschlechter möglich sind.

      Was die Grundtypen jedoch definitiv nicht sein sollten (zumindest auf der Ebene, die ich im Moment bastle), sind Ideale. So wie ich dich jetzt verstehe, meinst du, dass die Gesellschaft umgekehrt diese Grundtypen konstruiert - ja, bis zu einem gewissen Grad, aber ich konstruiere sie ja eigentlich grade. Die Orks kennen diese Grundtypen so gar nicht, bis zur Neuzeit. Die Ideale befinden sich auf Ebene der Geschlechter, nicht der Typen. Die Typen sind, was raus kommt, wenn man ein paar Kriterien hernimmt und Statistik darüber führt...

      Das, was unsere Gesellschaft als geschlechtstype Erscheinung wahrnimmt, sind geringe statistische Korrelationen, die bloß kulturell normierenden Charakter zugewiesen und zu "Grundtypen" hochgespielt werden.

      Das Problem besteht darin, viel zu viele Eigenschaften einer Norm zuzuschreiben, anstatt einer Minimaldefinition, oder? So verstehe ich das im Moment. Auf unsere Welt bezogen würde ich als "Typ 1" z.B. definieren "hat Hoden und keine Eierstöcke". Und natürlich immer mitbedenken, dass man nicht alle Menschen in Typen einordnen kann. Ich weiß nicht, ob diese Definition Probleme hat... wenn ja, würde ich mich freuen, wenn du sie mir aufzeigst. :)

      Innerhalb der ersten drei Jahren erwerben Kinder idR die Fähigkeit, sich zu erinnern, über etwas nachzudenken und zu sprechen. Es lässt sich daher nicht bestimmen, wann sich Geschlechtsidentität entwickelt - oder ob sie angeboren ist.

      Ok... so lange wirs nicht wissen, würd ich mal sagen, dass ich mit "ab etwa 2 Jahren wissen die kleinen Orks ihr Geschlecht" nicht so falschliegen kann. Wenn sie's vorher schon wissen, ändert's ja nix.

      weshalb z.B. trans Männer nicht "weiblich sozialisiert" sind, wie viele cis Leute annehmen, sondern durchaus die Tatsache, dass sie Jungs sind, damit zusammen bekommen, was von Jungs erwartet wird.

      Ahja, das hab ich auch erst vor kurzem verstanden bzw. erst erklärt bekommen.
      Ist bei den Orks wohl so, dass die Kinder erst den Erwachsenen mitteilen müssen, welches Geschlecht sie haben - da es aus dem Körperbau nicht eindeutig ersichtlich ist. (Wie bei Menschen auch, aber Menschen gehen halt von was anderem aus.)

      Wäre es nicht intuitiver, wenn eine höhere Resistenz hätten als andere Orks? Das wäre evolutionär mE ne ziemliche Achillesferse.

      Hmja, das wäre auch eine Lösung. Ich muss da eh noch mehr drüber nachdenken. Ist nur was, was mir irgendwann in letzter Zeit untergekommen ist, so "oh, und was ist mit Geschlechtskrankheiten?" - irgendwie werden sich kulturell Hygienevorschriften entwickeln, weiter muss ich da glaub ich im Moment gar nicht drüber nachdenken.

      Ich meinte: Gibt es eine Absicht, warum du die Worte so gewählt hast? Oder verwendest du einfach ein generisches Maskulinum?

      Oh, ich bin einfach mal mit generischem Maskulinum vorgeprescht, von wegen Orks, die an sich schon klischeehaft maskulin sind. Krieger, Säuger, Gelehrter, Dieb, Arbeiter, ... alles männlich; ich hab auch überlegt, noch "Gebärer" zu sagen statt Mutter, aber das kam mir etwas verkrampft vor...
      Jetzt werd ich eh mal versuchen, mich an die in-world Bezeichnungen zu gewöhnen. Ob "Atach" nun aber männlich ist oder weiblich - ich könnte sagen "Der Atach hat soundsoviele Kinder geboren" - vielleicht mach ich das auch so. Vielleicht erweckt das generische Maskulinum aber auch bei Lesenden den Eindruck, es gäbe bei den Orks nur Männer... das ist auch wieder ungünstig. Aber konsistenter wäre es. ???

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      Naja, da braeuchte man wohl einen besseren Einblick, was diese Magie macht und kann und nicht macht und nicht kann. Sind wir hier auf dem Niveau von heutiger plastischer Chirurgie und Pharmazie oder mehr oder weniger oder anders?
      Also beispielsweise waere interessant ob Magie diese Dinge kann oder nicht kann:
      - Leute kleiner / groesser / dicker / duenner / muskuloeser / etc machen, Leuten mehr oder weniger Brueste wachsen lassen
      - Leuten komplett funktionsfaehige maennliche oder weibliche Geschlechtsorgane wachsen lassen (und zwar in dem Umfang, der fuer die Erzeugung von Kindern notwendig ist)
      - Genmaterial so aendern, dass die Betroffenen Veraenderungen an ihre Nachkommen weitergeben
      - Leuten die Moeglichkeit zur Jenseitskommunikation geben, die sie vorher nicht hatten

      Nach bisheriger Vorstellung: Nur der erste Punkt. Leute größer, kleiner, dicker, dünner, muskulöser, ... machen. Die Magie kann keine Organe wachsen lassen, die nicht schon da wären... Milchdrüsen sind vielleicht grad noch so ein Grenzfall (da sie afaik in allen Menschen potentiell funktionstüchtig angelegt sind, daher mal angenommen auch in allen Orks)

      Was die Jenseitskommunikation angeht, da könnte ich eventuell auch noch seltene Sonderfälle aufmachen. Aber die wären wirklich selten, so einmal pro Jahrhundert. Alle Lebewesen gehen nach dem Tod ins Jenseits, nur die Jat'chaa vollziehen diesen Übergang bereits ganz langsam während ihrer Schwangerschaft. Ich muss das noch genauer ausbasteln, aber ich stelle es mir so vor, dass sie quasi bereits zu Lebzeiten so halb zu einem Geist werden, allmählich Bezug zu ihrem Körper verlieren - was wohl eine gute Idee ist, denn 10 Kinder auf einmal gebären klingt nicht so angenehm.

      Aeh... ich versteh nicht ganz, wie das jetzt weiterhilft. Ob jemand gebaerfaehig war oder nicht, das findet man ja immer erst raus, nachdem sie geboren hat. Dann ist sie aber schon tot. Solange sie lebt, muss man also irgendwie von ihrer Gebaerfaehigkeit ausgehen ohne je zu wissen, ob sie's wirklich ist. Oder gibts da den Scheidenausfluss-Lackmustest, wo man sagen kann: ja klar, die hier ist wirklich gebaerfaehig?


      Joa, das könnte echt ein Problem sein. Möglicherweise muss ich mir hier sogar mit Magie behelfen; vielleicht verfügen die Jat'chaa über eine quasimagische Fähigkeit, zu spüren, wenn sie befruchtete Eier in sich tragen? Oder befruchtbare? Fällt dir ne andere Möglichkeit ein? In jedem Fall geht es um potentielle Gebärfähgkeit - natürlich kann niemand im voraus 100%ig wissen, ob die Geburt klappt.

      Ich frag ja nur ungern aber: Was ist denn dann eine Cismutter im Unterschied zur Transmutter im Unterschied zu einem anderen Ork?
      Irgendwie gehts um Gebaerfaehigkeit und Jenseitskommunikation und um die Kombination bzw. Abkopplung von beidem, oder?

      So wie ich's da verstanden hatte, ein Ork, der vom Geschlecht her Atach ist, aber körperlich nicht dem Typ 1 entspricht, d.h. z.B. keine Gebärmutter hat. Wie die Orkgesellschaft(en) damit umgehen, ob's das überhaupt gibt (könnte auch ein Veto aus dem Jenseits geben, das bereits verhindert, dass dieser Ork überhaupt ein Atach wird) müsste ich noch basteln. Tendiere in genau diesem einen Fall dazu, dass es das nicht gibt, per Isso-Magie - bei den anderen 5 Geschlechtern gibt's da keine solchen Probleme. Allerdings bleibt eine Atach eine Atach, auch wenn sie ihre Gebärfähigkeit durch äußere Umstände verlieren sollte. Würde allerdings gesellschaftlich eine andere Rolle einnehmen müssen - es gibt ja sonst kaum alte jAt'chaa, die sterben ja bevor sie richtig alt werden.

      Mir kam heut noch der Gedanke, dass jAt'chaa relativ gefährdet sind, was Geschlechtskrankheiten angeht, zumal diese eventuell die bereits gespeicherten befruchteten Eizellen beeinträchtigen könnten - daher vermute ich, dass sie normalerweise zur Befruchtung nur engen Kontakt zu jungfräulichen Orks haben. Könnte sich kulturell in sowas ähnlichem wie der "Recht der ersten Nacht" niederschlagen. (Heißt natürlich nicht, dass sie nicht trotzdem auch dauerhafte Partner haben können, aber die biologische Idee sieht ja vor, Gene von vielen Vätern zu mischen.)
      Es ist so eine coole Idee und dann haust du schon wieder so gruseliges Zeug aus der Sexismus-Fetisch-Horrorkiste dazu

      Joa, stimmt wohl. Ich werde mich mal davor hüten, das als kulturelle Norm für eine ganze Subspezies zu basteln. In der gesamten Geschichte von Steinzeit bis Computerzeit und bei vielen verschiedenen Kulturen - da taucht es bestimmt irgendwo auf.

      Manchmal muss ich auch einfach mal creepy Ideen basteln. Ngiana ist definitiv keine utopische Welt, war nie so angelegt. ;)

      Was vermutlich interessant im Vergleich der beiden Spezies (?) ist (vor allem, wenn sie konkurrieren) ist die durchschnittliche Geburtenrate, Kindersterblichkeit und Verteilung der Geschlechter. Wenn die Orks da irgendwo einen Flaschenhals drinhaben, dann kann ihnen das bei langfristigen Auseinandersetzungen sehr zum Nachteil gereichen.

      Ich hab im Moment das Gefühl, die Orks nehmen ein bisschen die Rolle ein, die die Elben für Mittelerde haben - kulturell/technologisch überlegen, leben hauptsächlich auf einem abgeschiedenen Kontinent, weniger zahlreich als die Menschen.

      Aber im Grunde bin ich da recht frei... und die Orks im Süden von Drwyaine sind ja eigentlich ziemlich zahlreich.^^ Also verabschiede ich mich mal wieder von der Idee und sag mal, Orks und Menschen sind in etwa ebenbürtig, was Fortpflanzungsraten angeht.

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      Ich meinte damit nur, dass Lehrer*innen umgangssprachlich zwar als Pädagog*innen bezeichnet werden, die in einem Lehramt-Studium enthaltenen Pädagogik-Kurse aber weit von dem entfernt ist, was in einem Pädagogik-Studium vermittelt wird.

      Nachdem ich grade Lehramt studiere, hab ich schon überlegt, irgendwas dazu zu sagen, aber es stimmt halt auch - und grad wenn ich an manche meiner Lehrenden denke. :kopfwand: Vermutlich hat fast jede_r so einige seltsamen Erfahrungen... und ich bin Lehrerkind, von drei Elternteilen her. ;D

      Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • Daisy schrieb:

      Ja, hast du nicht gesagt. Ich bin es, die von Zweier-Gruppen in der Schule nachhaltig genervt ist. So sehr, dass ich eine heftige Aversion gegen Zweiergruppen entwickelt habe.
      Wahrscheinlich hast du Recht, dass "Partnerarbeiten" einfach so genannt werden, weil Lehrer*innen finden, dass sie zwei Leute nicht "Gruppe" nennen können und "Paar" falsche Assoziationen weckt. Aus den Bereichen Mathematik, Psychologie und Soziologie kenne ich den Begriff "Gruppe" jedoch ab einer Gruppengröße von 2... und mir wäre auch nie in den Sinn gekommen, Paare nicht als Gruppe zu bezeichnen.
      Ich rätsel auch immernoch, weshalb wesentlich häufiger Gruppen mit genau zwei Schüler*innen gebildet werden als mit genau drei, vier etc. - und zwar selbst, wenn Dreier-Gruppen viel besser aufgehen würden als Paare.
      Wie gesagt, ich selbst habe mehr Gruppenarbeiten als Partnerarbeiten miterlebt. Ich find auch, dass eine Gruppe (3+) produktiver ist als nur 2 Leute, weil mehr an einem Thema denken, solange es nicht zu viele sind, da sonst nicht alle zu Wort kommen. Und so lange sich hier nicht mehr melden würden, die ebenfalls häufiger Partnerarbeiten als Gruppenarbeiten hatten, ist es falsch, davon auszugehen, dass es sich bei Partnerarbeiten um eine Mehrheit handelt. Dass es in Mathematik, Psychologie und Soziologie auch "Gruppen" sind, wenn es nur zwei sind, ist mir neu.
      Inhaltsverzeichnis zu den Weltenthreads
      Fleischrechte für Fisch!
      "Sicmes okmikem okmegir Elk."
    • Jundurg schrieb:

      Die Frage, die ich mir eher gestellt hatte, war, ob bei den weiter weg auswandernden Orkvölkern im Laufe der Zeit ein Geschlecht verlorengehen könnte. Shdeddim sind ja quasi zwischen Shgumaba und Mizeanen, so von den körperlichen Eigenschaften, angesiedelt; es wäre also möglich, dass eine Gesellschaft anfängt, alle die, die eigentlich Shdeddim gewesen wären, in eine der beiden ähnlichen Geschlechtsklassen einzuteilen, und dass diese im Lauf der Zeit sozusagen verschwindet. In einer Extremsituation, wohlgemerkt, also eine relativ kleine Population, abgeschnitten von allen anderen - durch einen Ozean getrennt.

      (Und da besagte Völker dann z.B. in einem menschendominierten Gebiet leben würden, wäre eine drastische Veränderung der Kultur ja recht wahrscheinlich...)


      Obwohl es ein streitbarer Standpunkt ist würde ich sagen, auf der Erde gab es bereits ähnliche Entwicklungen.
      Zumindest gab es Geschlechtersysteme mit einer anderen Anzahl als 2, die im europäischen Imperialismus ausgemerzt wurden und anderherum ist unsere Gesellschaft gerade dabei, sich vom dualen System zu verabschieden.

      Das Problem besteht darin, viel zu viele Eigenschaften einer Norm zuzuschreiben, anstatt einer Minimaldefinition, oder? So verstehe ich das im Moment. Auf unsere Welt bezogen würde ich als "Typ 1" z.B. definieren "hat Hoden und keine Eierstöcke". Und natürlich immer mitbedenken, dass man nicht alle Menschen in Typen einordnen kann. Ich weiß nicht, ob diese Definition Probleme hat... wenn ja, würde ich mich freuen, wenn du sie mir aufzeigst. :)


      In der Realität funktionieren Minimaldefinitionen nicht besonders gut.
      Das Hauptproblem ist, dass Sexus ("biologisches Geschlecht") als kulturell neutral verstanden wird, in Wahrheit aber genauso ein sozial-biologisches Konstrukt wie Gender ist. Biologisch gibt es eine mWn zweistellige Zahl biologischer Geschlechtervarietäten, die in der Praxis aber, dem Menschenbild westlicher Kulturen entsprechend, immer wieder zu zwei Gruppen plus jene, die sich angeblich "nicht einordnen lassen", zusammengefasst werden.
      Unterschiede zwischen Varietäten innerhalb der gezogenen Gruppen werden, je nach ihrer augenscheinlichen Auffälligkeit, 1. ignoriert, 2. heruntergespielt oder 3. pathologisiert. Fast unnötig zu sagen, dass besagte Auffälligkeit ebenfalls höchst subjektiv ist & vA davon abhängt, was die (idR weißen männlichen cisgender) Forscher als gewohnt empfinden und was ihre Kultur für wichtig erachtet.
      Beispielsweise wird in der christlich-europäischen Weltanschauung auf Penisse stets besonderen Wert gelegt, weil Penisse als Symbol für Dominanz und Macht angesehen werden. Sexualität, Fortpflanzung und Penetration werden oft als eins erachtet und gelten oft als Sinn der menschlichen Existenz, selbst in post-religiösen Weltanschauungen. Andere Kulturen sehen das traditionell bereits anders.

      Querfeministinnen wie ich lehnen Modelle, die einen unüberwindbaren Unterschied zwischen Geschlechtern "einfacher" finden, ab. Es hat diskriminierenden Charakter, wenn willkürlich gezogene Grenzen als naturgegebenes Faktum dargestellt werden, vA wenn diese Grenzen sich "zufällig" gut mit der bestehenden Gesellschaftsordnung - und somit den Machtansprüchen herrschender Klassen - vereinbaren lassen. Wenn Fakten, die der hegemonialen Ordnung zuwider laufen, zwecks "Vereinfachung" gestrichen werden, dann verliert wissenschaftliche Arbeit ihre Neutralität und wird zum Unterdrückungsinstrument.
      Das war sprachlich vielleicht ziemlich aufgeladen formuliert, aber der Punkt ist: Wir kommen auch ganz gut ohne Essentialismus aus. Erschwert wird dadurch nur, die Gesellschaftsordnung zu rechtfertigen.

      Natürlich könnten deine Orks einfach 4 statt der bei Menschen üblichen ~40 Varietäten haben, so dass sie sich tatsächlich sauber auf 4 der 6 Geschlechter übertragen lassen würden. Es wäre mMn trotzdem einfacher, direkt festzulegen, woran Orks die Geschlechterklasse einer Person erkennen... denn das Erkennen ist der genau der Punkt, an dem Klassenbildung stattfindet.

      Ahja, das hab ich auch erst vor kurzem verstanden bzw. erst erklärt bekommen.
      Ist bei den Orks wohl so, dass die Kinder erst den Erwachsenen mitteilen müssen, welches Geschlecht sie haben - da es aus dem Körperbau nicht eindeutig ersichtlich ist. (Wie bei Menschen auch, aber Menschen gehen halt von was anderem aus.)


      Das wirkt angenehm :)
      Eine Gesellschaft, in der Kinder geschlechtsneutral aufwachsen können bis sie alt genug sind, selbst sagen zu können, wer sie sind, käme wohl allen FLTI*-Personen sehr entgegen.


      Oh, ich bin einfach mal mit generischem Maskulinum vorgeprescht, von wegen Orks, die an sich schon klischeehaft maskulin sind. Krieger, Säuger, Gelehrter, Dieb, Arbeiter, ... alles männlich; ich hab auch überlegt, noch "Gebärer" zu sagen statt Mutter, aber das kam mir etwas verkrampft vor...
      Jetzt werd ich eh mal versuchen, mich an die in-world Bezeichnungen zu gewöhnen. Ob "Atach" nun aber männlich ist oder weiblich - ich könnte sagen "Der Atach hat soundsoviele Kinder geboren" - vielleicht mach ich das auch so. Vielleicht erweckt das generische Maskulinum aber auch bei Lesenden den Eindruck, es gäbe bei den Orks nur Männer... das ist auch wieder ungünstig. Aber konsistenter wäre es. ???


      Deutsch ist eine umständliche Sprache, weil das Utrum fehlt.
      Genau genommen ist sie weniger umständlich als sexistisch. Das generische Maskulinum als Ersatz fürs Utrum zu benutzen, stellt leider Männer als "normal" und Frauen als irgendwie "abnormal" dar. Deswegen haben viele Firmen ja auch lange Richtlinien wie dieses umschifft werden sollte. Auf der anderen Seite bieten sich dadurch auch viele Möglichkeiten, mit Sprachregeln zu spielen.

      - Eine Möglichkeit wäre, den 6 Geschlechtern feste Pronomina zuzuordnen - vorzugsweise so, dass eher stereotyp weiblich wirkende Personen mit "er" und eher stereotyp männlich wirkende Personen mit "sie" bezeichnet werden. Für Mütter könnte ich mir auch den Plural vorstellen und dafür könnten Diebe mit "es" bezeichnet werden. (Es ist interessanter, von "Kriegerinnen und Hexern" zu sprechen als von "Hexen und Kriegern" - und die Leute vergessen nicht so leicht, dass die Bezeichnungen geschlechtsneutral gemeint sind)
      - Oder halt speziesweise: Orks sind immer "er", eine andere Art ist immer "sie" - oder umgekehrt... halt so, dass die "weiblicher" wirkende Art mit "er" bezeichnet wird.
      - Vielleicht wäre auch ein flexibler Umgang besser: "Sie" und "er" immer wieder variieren, so dass die Pronomina in jedem Text anders verteilt sind.
      - Das generische Femininum ist die einfachste Alternative zum generischen Maskulinum. Es ist nicht eleganteste Lösung, aber ein wichtiger Kontrapunkt zum allgegenwärtigen generischen Maskulinum.
      - Manchmal sind auch einfach all meine Protaginistinnen (bzw. sympathische, starke oder "gute" Figuren) weiblich und all meine Antagonisten (bzw. unsympathische, schwache oder "böse" Figuren) männlich. Schließlich haben Männer schon genug Protagonisten.

      Joa, das könnte echt ein Problem sein. Möglicherweise muss ich mir hier sogar mit Magie behelfen; vielleicht verfügen die Jat'chaa über eine quasimagische Fähigkeit, zu spüren, wenn sie befruchtete Eier in sich tragen? Oder befruchtbare? Fällt dir ne andere Möglichkeit ein? In jedem Fall geht es um potentielle Gebärfähgkeit - natürlich kann niemand im voraus 100%ig wissen, ob die Geburt klappt.


      Menstruation bzw. das Ausbleiben derselben? Oder ein ähnlicher indirekter Hinweis?

      So wie ich's da verstanden hatte, ein Ork, der vom Geschlecht her Atach ist, aber körperlich nicht dem Typ 1 entspricht, d.h. z.B. keine Gebärmutter hat. Wie die Orkgesellschaft(en) damit umgehen, ob's das überhaupt gibt (könnte auch ein Veto aus dem Jenseits geben, das bereits verhindert, dass dieser Ork überhaupt ein Atach wird) müsste ich noch basteln. Tendiere in genau diesem einen Fall dazu, dass es das nicht gibt, per Isso-Magie - bei den anderen 5 Geschlechtern gibt's da keine solchen Probleme. Allerdings bleibt eine Atach eine Atach, auch wenn sie ihre Gebärfähigkeit durch äußere Umstände verlieren sollte. Würde allerdings gesellschaftlich eine andere Rolle einnehmen müssen - es gibt ja sonst kaum alte jAt'chaa, die sterben ja bevor sie richtig alt werden.


      Was spricht denn gegen ein*e Atach ohne Gebärmutter, wenn auch es welche gibt, die aus anderen Gründen unfruchtbar sind?
    • Daisy schrieb:

      Das akzeptierte Spektrum, wie eine Frau auszusehen hat, ist extrem klein & die meisten Frauen unternehmen alles in ihrer Macht stehende, um ihre körperliche Beschaffenheit zu diesem "Ideal" hin zu korrigieren.


      Also hoemma, du musst die Mehrheit von uns hier nicht als Tussen hinstellen, die nur den ganzen Tag vor dem Schminkspiegel verbringen, nur um einem recht beliebigen Ideal hinterherzurennen! ;)
      Sicherlich tun viele Frauen ein paar unangenehme Dinge, um dem einen oder anderen Ideal zu entsprechen, aber "alles in ihrer Macht stehende" ist was anderes. Frauen, die Unmengen Geld ausgeben, um genau so auszusehen wie Barbie, sind eher stark in der Minderheit.
      Die Mehrheit hat eher noch andere Prioritaeten in ihrem Leben.

      Daisy schrieb:

      Trans Frauen werden, ganz realistisch betrachtet, dem "weiblichen Ideal" auch nicht schlechter gerecht als andere Frauen.

      Kommt halt drauf an, welches der beliebigen Ideale man jetzt gerade rausgesucht hat.

      Einfacher fuer trans und cis Leute waer's jedenfalls, den Lebenserfolg nicht am Ideal-Gerechtwerden zu messen, aber gerade das scheint ja oftmals die Kunst zu sein.

      Daisy schrieb:

      Bereits mit der Geburt existiert jedoch ein Körperbewusstsein - und Erfahrungen von trans Personen legen nahe, dass das durch Sozialisation erworbene Rollenverhalten auch auf diesem Körperbewusstsein aufbaut... weshalb z.B. trans Männer nicht "weiblich sozialisiert" sind, wie viele cis Leute annehmen, sondern durchaus die Tatsache, dass sie Jungs sind, damit zusammen bekommen, was von Jungs erwartet wird.

      Das is jetzt etwas abstrakt, koenntest du das noch etwas ausfuehrlicher und mit mehr Beispielen erklaeren?


      Natürlich erfahren sie auch aus erster Hand wie sich Sexismus anfühlt und viele trans Männer können sich daher sehr gut in Frauen hinein versetzen, oder entdecken früh ihre Vorliebe für irgendwelche "femininen" Interessen, weil sie einfach eher und besser dazu die Chance haben als andere Jungs, aber viele andere trans Männer werden genauso zu frauenverachtenden Machos erzogen wie viele cis Männer.

      Naja, viele cis Frauen werden ja auch zur Misogynie erzogen... ich denk es kommt eher auf die Einstellung der Eltern/des Umfelds an als auf das Geschlecht oder Gender oder was auch immer des Kindes.

      KeyKeepers Beispiel ist super. Ich kenne außerdem alleinerziehende Mütter mit Jungs.

      Ich hab das als Frage formuliert weil ich es selbst nicht genau weiss, was die Auswirkungen sind.

      Ich wuerde annehmen, dass sich die Eltern bemuehen sollten, ihrem Kind Vorbilder fuer Rollen/Funktionen/etc nahe zu bringen, die sie selbst nicht haben. Ob das nun die Fussballtrainerin (fuer Eltern ohne Fussballerfahrung) oder die "Tante" fuer Toechter schwuler Paare ist, da seh ich jetzt keinen fundamentalen Unterschied.
      (Aber leider hat natuerlich auch in einer cishetero-Familie nicht jede Tochter den Luxus, sinnvolle Tipps zum Umgang mit daemlichen sexistischen Spruechen oder Regelkraempfen oder sonstwas zu bekommen...)

      Daisy schrieb:

      Findest du, das wäre ein großer Unterschied? Rein anatomisch unterscheiden sich menschliche Genitalien nicht besonders voneinander.

      Aeh... naja, einerseits nicht und andererseits gerade auf die Fortpflanzung bezogen schon. Soweit ich meinen Biologieunterricht richtig verstanden habe, gibts eine Auspraegung von Menschen, die mit einer anderen Auspraegung von Menschen (aber nicht mit ihrer eigenen Auspraegung) Kinder machen koennen. Davon abgesehen gibt's noch eine ganze Menge anderer Menschen, die (derzeit) keine Kinder machen wollen oder koennen.

      Wenn man jetzt Mensch/Ork-Mischungen haben will, dann muessen manche Menschen mit manchen Orks in so weit anatomisch kompatibel sein, dass sie Kinder machen koennen.
      Haetten jetzt Orks z.B. keinerlei Penisse, dann muessten sie sich was ueberlegen, wie das Ork-Ejakulat (so es das gibt?) in die Menschenfrau kommen soll, wenn die Menschenfrau die Mutter sein soll. Aber gut, vielleicht ist ja der Trichter ein gaengiges Sextoy bei den Orks :lol:

      Jundurg schrieb:


      Joa, das könnte echt ein Problem sein. Möglicherweise muss ich mir hier sogar mit Magie behelfen; vielleicht verfügen die Jat'chaa über eine quasimagische Fähigkeit, zu spüren, wenn sie befruchtete Eier in sich tragen? Oder befruchtbare? Fällt dir ne andere Möglichkeit ein? In jedem Fall geht es um potentielle Gebärfähgkeit - natürlich kann niemand im voraus 100%ig wissen, ob die Geburt klappt.

      Ich zuend jetzt mal die Bombe in dieser Diskussion: wie sieht es denn mit der Regelblutung von Ork"muettern" aus? :rofl:

      edit Hehe, da ist mir Daisy wohl zuvorgekommen - aber die Frage steht immer noch ;D

      Jundurg schrieb:

      Allerdings bleibt eine Atach eine Atach, auch wenn sie ihre Gebärfähigkeit durch äußere Umstände verlieren sollte. Würde allerdings gesellschaftlich eine andere Rolle einnehmen müssen - es gibt ja sonst kaum alte jAt'chaa, die sterben ja bevor sie richtig alt werden.

      Aeeh... du hast mich gerade komplett abgehaengt.
      Woher wuesste man denn, dass die Atach ihre Gebaerfaehigkeit verloren hat? Und ausserdem dachte ich, dass "Atach" ein "soziales Geschlecht" ist, warum sollte sich das denn aendern, wenn sich ein biologisches Merkmal aendert - nachdem wir vorher schon festgestellt haben, dass sich "biologisches Geschlecht" und "soziales Geschlecht" nur bedingt zusammenhaengen?
      Und davon abgesehen: was ist denn ueberhaupt die Rolle der Atach, ausser mit Schuljungs rumvoegeln und auf ihren eigenen Tod warten? ;)
      Bislang schien mir die Funktion der "Muetter" in der Orkgesellschaft eher sehr reduziert, aber vielleicht hab ich da was ueberlesen.

      Einer Menschenfrau, der Eierstoecke oder Gebaermutter rausgenommen wurden, sieht man das ja oft nicht an und sie wird dennoch von der Gesellschaft im Allgemeinen auch weiterhin als "Frau" behandelt - warum soll's bei Orks anders sein?


      Jundurg schrieb:

      Manchmal muss ich auch einfach mal creepy Ideen basteln. Ngiana ist definitiv keine utopische Welt, war nie so angelegt. ;)

      Stimmt, manchmal muss man :)
      (Ich zuck nur immer zusammen, wenn es dann grad die ausgelatschten Sexismus-Klischees sind, die unbedingt nochmal neu bebastelt werden muessen, weil der Bastler in der realen Welt noch nicht genug davon bekommen hat ;)
      "Diese unzuechtigen Weiber muessen mit einer Fussballmannschaft von jungfraeulichen Orkjungs schnackseln weil sie sonst von Gott mit Geschlechtskrankheiten gestraft werden!" klingt jedenfalls eher nach der Zusammenfassung eines grenzdebilen Orkpornos ;) Wobei auch nichts dagegen spricht, wenn du jetzt erstmal die Handlungen der 50 bestselling Orkpornos bastelst :lol: )
      Genau, wie ist das eigentlich mit Pornos in der Orkgesellschaft? ;D
      Roald Dahl, Revolting Rhymes, Little Red Riding Hood and the Wolf:
      The small girl smiles. One eyelid flickers. / She whips a pistol from her knickers. / She aims it at the creature's head / And bang bang bang, she shoots him dead.
      A few weeks later, in the wood, / I came across Miss Riding Hood. / But what a change! No cloak of red, / No silly hood upon her head.
      She said, "Hello, and do please note / My lovely furry wolfskin coat."
    • KeyKeeper schrieb:


      Ich zuend jetzt mal die Bombe in dieser Diskussion: wie sieht es denn mit der Regelblutung von Ork"muettern" aus? :rofl:

      Ich würde mal vermuten, da Orkmütter ihre Eizellen speichern, werden sie sie nicht per Menstruation aus dem Körper herausspülen.
    • @Daisy

      Hab gestern noch so einiges recherchiert... und mein momentaner Stand ist, dass diese Grundtypen, die ich da beschrieben habe, tatsächlich etwas sind, dass in-world nicht in dem Sinne existiert, es handelt sich also um mein Konstrukt, das ich gedenke, als Krücke zu verwenden.

      Aber selbst als solche ist es mir im Moment gar nicht zu besonders viel zu Nutze, da ich im Grunde keine 4 Typen brauche, wenn ich 6 Geschlechter habe. Der Grundtyp 1, der sich mehr oder weniger auf potentielle Gebärfähigkeit reduzieren lässt, ist der einzige, der sich klar von den anderen abgrenzen lässt. Bei den anderen waren ja Merkmale wie Körpergröße entscheidend, und nicht die Genitalien - wenn ich aber eine leistungsfähige Verwandlungsmagie habe, ist Körpergröße eventuell kein Kriterium, das sich überhaupt messen lässt. (Da Kinder vom Geschlecht der Ņiliz z.B. bereits ab dem Zeitpunkt, wo sie sich selbst so sehen, ein deutlich reduziertes Wachstum haben, im Vergleich zu den anderen Geschlechtern)

      Natürlich könnten deine Orks einfach 4 statt der bei Menschen üblichen ~40 Varietäten haben, so dass sie sich tatsächlich sauber auf 4 der 6 Geschlechter übertragen lassen würden. Es wäre mMn trotzdem einfacher, direkt festzulegen, woran Orks die Geschlechterklasse einer Person erkennen... denn das Erkennen ist der genau der Punkt, an dem Klassenbildung stattfindet.


      Jap, das muss ich jetzt machen, aber da bin ich im Moment noch teilw. unentschlossen, wie das genau aussieht. Es ist alles so assymmetrisch: Genitalien spielen für eines der Geschlechter eine Rolle, aber für alle anderen (!) nicht. Brüste spielen für zwei eine Rolle (jAt'chaa sollten keine haben, Shgumaba sollten immer welche haben) aber für die anderen vier nicht. Ebenso mit Körpergröße...

      Ich weiß nicht, ob ich jetzt mir einfach für jedes der 6 Geschlechter einen Idealtyp konstruieren sollte, und dann in einem zweiten Schritt festlegen, wie groß die Abweichungen da jeweils sind, oder ob ich umgekehrt vorgehe, erst nur die Sachen ausschließe, die gar nicht gehen, und dann die übrigen Merkmale gewichte.

      Oder halt speziesweise: Orks sind immer "er", eine andere Art ist immer "sie" - oder umgekehrt... halt so, dass die "weiblicher" wirkende Art mit "er" bezeichnet wird.

      Die Option überlege ich gerade. Zumal ich mit den Mislirni eine weitere Spezies habe, die als Ganzes nicht männlich-weiblich-binär organisiert ist (die bedürfen aber auch mal Generalüberholung, ich weiß im Moment nicht, wie es bei denen mit Geschlechtern aussieht). Es würde sich also anbieten, alle Orks männlich und alle Mislirni weiblich zu beschreiben, rein grammatikalisch.

      Aber ich leg mich da mal noch nicht fest. *nachdenkenmuss*

      Kiki schrieb:

      Ich zuend jetzt mal die Bombe in dieser Diskussion: wie sieht es denn mit der Regelblutung von Ork"muettern" aus? :rofl:

      edit Hehe, da ist mir Daisy wohl zuvorgekommen - aber die Frage steht immer noch ;D

      Oh, die Frage hat leider eine langweilige Antwort: es gibt keine Menstruation bei den jAt'chaa. Die funktionieren biologisch anders. ;) *handwedel* (Natürlich können einzelne Orks ne Menstruation haben, insbesondere wenn sie viel menschliche Gene haben oder so, aber es ist sehr selten)

      ... Jerron ninjaed me! :D

      Apropos ignorierte Frage.^^
      Weiter oben hat Merlin auch noch gefragt, ob Orks Hauer haben, die Frage hab ich auch bis jetzt übergangen. Also eigentlich haben sie keine. Aber ich finds andererseits cool, also will ich es mal nicht für alle Orks ausschließen. Eventuell gibt es die in einzelnen Kulturen bei einzelnen Mizeanen (die sind am stärksten von Verwandlungsmagie betroffen) die dadurch grimmiger aussehen wollen. :)

      Wenn man jetzt Mensch/Ork-Mischungen haben will, dann muessen manche Menschen mit manchen Orks in so weit anatomisch kompatibel sein, dass sie Kinder machen koennen.
      Haetten jetzt Orks z.B. keinerlei Penisse, dann muessten sie sich was ueberlegen, wie das Ork-Ejakulat (so es das gibt?) in die Menschenfrau kommen soll, wenn die Menschenfrau die Mutter sein soll.

      Orks haben definitiv Penisse. Nach meinem ursprünglichen Konzept haben sogar 70% der Orks Penisse.

      Einer Menschenfrau, der Eierstoecke oder Gebaermutter rausgenommen wurden, sieht man das ja oft nicht an und sie wird dennoch von der Gesellschaft im Allgemeinen auch weiterhin als "Frau" behandelt - warum soll's bei Orks anders sein?

      Ich bin mir nicht sicher, ob das bei den Orks in genau dem einen Fall der unfruchtbar gewordenen Atach anders ist.

      Es könnte sein, dass Atach, wenn klar wird, dass sie nicht ihre Rolle als Göttin im Jenseits einnehmen werden, ihren sozialen Status verlieren. Ich denk mir das im Moment so, dass sie zwar "Atach" bleiben können, aber dann halt eben ohne den Status, der ihnen normalerweise gegenübergebracht wird, und dass es relativ häufig vorkommt, dass diese jAt'chaa dann tatsächlich zu einem der anderen Geschlechter überwechseln (üblicherweise zu den jErjř).

      Ein bisschen finde ich das problematisch, da es mich persönlich zu sehr an die "Transmenschen wechseln ihr Geschlecht" Denkweise erinnert. Andererseits fände ich, dass es ganz gut passt...
      In gewissem Sinne würden jAt'chaa, die nicht in ihre Jenseitsgöttinnenrolle übertreten, ohnehin fast eine eigene Kategorie bilden, das eins salopp als "siebtes Geschlecht" bezeichnen könnte.

      Und davon abgesehen: was ist denn ueberhaupt die Rolle der Atach, ausser mit Schuljungs rumvoegeln und auf ihren eigenen Tod warten? ;)
      Bislang schien mir die Funktion der "Muetter" in der Orkgesellschaft eher sehr reduziert, aber vielleicht hab ich da was ueberlesen.

      Überlesen hast du nix, weil im Detail muss ich das noch überlegen. Einerseits dürfte ihre Rolle die des Familienoberhauptes sein - sie sind ja die direkten Nachfolger der Familiengottheit, d.h. ihr Wort hat definitiv Gewicht. In manchen Kulturen würden sie also schlicht Herrscher sein (und die Mizeanin aus der selben Familie sind dann so etwas wie Generäle), in anderen Kulturen würden sie unter den Mizeanin stehen (dann wären die Krieger-Könige) - der Unterschied ist jetzt gar nicht so groß. Und es kann auch sein, dass der Atach das Familienoberhaupt ist, aber es trotzdem einen König aus den Mizeanen gibt, der dann halt über mehrere Clans herrscht.

      Die unangenehmere Seite am Schicksal der jAt'chaa ist, dass sie enorm wichtig sind für den Erhalt der Linie, und dass es deswegen vermutlich jede Menge Regeln gibt, wo sie hindürfen und in welche Gefahren sie sich nicht begeben dürfen. Wenn der einzige Atach aus einer Familie stirbt, ist das de facto das Ende einer Linie, und sogar das Ende einer Gottheit.

      Es ist aber auch nicht so, dass sich die Rolle der jAt'chaa darauf beschränkt, Brutkasten zu sein. Den Eindruck möchte ich auf keinen Fall erwecken; es ist ja schließlich so, dass die jAt'chaa sich darauf vorbereiten müssen, einstmals an der Seite ihrer Großmütter und Urgroßmütter usw. usf. als mit diesen verschmolzene Göttin die Geschicke ihrer Nachfahren zu leiten. (Wobei es hier so ist, dass jeweils die Persönlichkeit der zuletzt-dazugekommenen Atach die anderen dominiert, und die Ur-Ur-Ur-Ur-Großmutter eher nur noch ein vager Schatten ist.)

      (Was das Jenseits angeht, da würde ich dann wieder ein generisches Femininum über die Orks bzw. jAt'chaa legen, da es einfach mehr Sinn macht, von Göttinnen zu sprechen, finde ich)

      Genau, wie ist das eigentlich mit Pornos in der Orkgesellschaft?

      Wie das mit sexuellen Orientierungen ist, überlege ich schon auch grad, aber es scheint mir am einfachsten zu sein, einfach alle pansexuell zu machen... mit individuellen Schwerpunkten für bestimmte Geschlechter. Bei 6 Geschlechtern würden mir für alle Kombinationen sowieso sehr schnell die Worte ausgehen. ;D

      Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • KeyKeeper schrieb:

      Also hoemma, du musst die Mehrheit von uns hier nicht als Tussen hinstellen, die nur den ganzen Tag vor dem Schminkspiegel verbringen, nur um einem recht beliebigen Ideal hinterherzurennen! ;)
      Sicherlich tun viele Frauen ein paar unangenehme Dinge, um dem einen oder anderen Ideal zu entsprechen, aber "alles in ihrer Macht stehende" ist was anderes. Frauen, die Unmengen Geld ausgeben, um genau so auszusehen wie Barbie, sind eher stark in der Minderheit.
      Die Mehrheit hat eher noch andere Prioritaeten in ihrem Leben.


      Nee, so meinte ich das nicht, aber ich finde, diese Art oberflächliche Tussi ist sowieso ein blödes Klischee.

      "Feminine" Hobbies werden oft mit all den negativen Eigenschaften, der Frauen angedichtet wird, in Verbindung gebracht, und Frauen mit "femininen" Hobbies sind davon dann doppelt betroffen. Nur weil eine sich oft schminkt oder Markenprodukte kauft, heisst das nicht, dass sie irgendeinem Ideal hinterher rennt. Zum einen ist Makeup auch einfach ein kreatives Hobby, so wie Zeichnen oder Nähen, zum Anderen kann Makeup auch total empowernd sein - manchen fällt erst, wenn sie zum ersten Mal professionell geschminkt werden, auf, dass sie z.B. total schöne Augen haben, weil der eigene Blick ja doch oft auf das fällt, was wir an uns selbst nicht so mögen.

      Ich habe eher an die vielen unbewussten Denkvorgänge gedacht, die uns immer wieder auf ein bestimmtes Ideal zu steuern, wie z.B. beim Sport oft einzelne Körperpartien als besonders trainingsbedürftig wahrgenommen werden, weil die Partie nicht zum Idealshape passt etc.

      Kommt halt drauf an, welches der beliebigen Ideale man jetzt gerade rausgesucht hat.

      Einfacher fuer trans und cis Leute waer's jedenfalls, den Lebenserfolg nicht am Ideal-Gerechtwerden zu messen, aber gerade das scheint ja oftmals die Kunst zu sein.


      Ich finde nicht, dass dies das ursächliche Problem ist. Der Druck, unter den sich viele selbst setzen, ist ja oft nur der Versuch, normativer Gewalt auszuweichen. Wenn Menschen bestimmten Anforderungen gerecht werden müssen, weil ansonsten die eigene Existenz bedroht wird, entwickeln wir nunmal ein negatives Selbstbild zu entwickeln und setzen uns selbst unter Druck - das ist ein normaler und völlig sinnvoller Überlebensimpuls.

      In den Fällen, in denen eine Person wirklich ihre Bestimmung darin findet, einem bestimmten Ideal zu folgen, ist dagegen mMn überhaupt nichts einzuwenden, egal ob dieses Ideal Sally Ride (die erste LGBT+Person im Weltraum) oder Tyra Banks (die erste Schwarze Amerikanerin auf dem Cover von GQ und Sports Illustrated) ist.

      Das is jetzt etwas abstrakt, koenntest du das noch etwas ausfuehrlicher und mit mehr Beispielen erklaeren?


      Das Konzept "weibliche Sozialisierung" ist genau genommen ziemlich abstrakt ;)

      Grob vereinfacht geht es ja darum, dass Jill lernt, das sie wegen ihrer Genitalien ein Mädchen ist, und dass Jack lernt, dass er wegen seiner Genitalien ein Junge ist. Später lernt Jill, dass sie, weil sie ein Mädchen ist, Kleider tragen und mit Puppen spielen sollte, und Jack, dass er, weil er ein Junge ist, Hosen tragen und mit Autos spielen sollte.
      Dieses Beispiel ist ziemlich anfechtbar und mir fallen auf Anhieb mehrere Unstimmigkeiten daran auf, aber wie gesagt: Grob vereinfacht.

      Anmerkung: Eine häufige Kritik an dem Konzept ist, dass es Weiblichkeit auf eine universelle Kernerfahrung zurückführt, die alle Frauen gemeinsam haben. Nicht-weiße Feministinnen wenden oft ein, dass die älteste Tochter einer schwarzen Arbeiter*innenfamilie in Texas ihre Weiblichkeit gänzlich anders erlebt als eine weiße Frau aus einer reichen Familie in Californien. Im (de-)konstruktivistischen Feminismus wird Begriff der Weiblichkeit eher im Rahmen sozialer Klassifizierungen verstanden, die Idee einer universellen Kernerfahrung abgelehnt.

      Die meisten cis Personen können geschlechtertypische Sozialisierung von cis Leuten irgendwie aufgrund eigener Erfahrungen nachvollziehen, haben aber oft keinen guten Zugang dazu, wie trans Personen ihre Sozialisierung erleben. Durch dieses fehlende Verständnis kommt es auch im feministischen Kontext häufiger mal zu unangenehmen Situationen für trans Personen. Trans Frauen werden regelmäßig aufgrund ihrer angeblich "männlichen" Kindheit ausgeschlossen und trans Männer werden oft in ihrer Identität nicht ernst genommen.

      Nehmen wir also an, Jill wurde mit Body Dysphoria geboren. Das Gefühl, dass sich der eigene Körper, insbesondere die Genitalien, falsch anfühlt, ist wahrscheinlich eine ihrer ersten Erinnerungen. Selbst wenn sie sich nicht direkt erinnert, hat es zumindest nie einen Zeitpunkt gegeben, an dem sich ihre Genitalien "richtig" angefühlt haben.
      Dieses Gefühl hatte Jill auch zu dem Zeitpunkt, als ihr erklärt worden ist, dass sie ein Junge sei, weil sie einen Penis habe. Jill könnte deshalb das Gefühl haben, dass sich die Anderen damit irren müssen, weil ihre Genitalien ja falsch sind... oder sie kommt zu dem Schluss, dass sie zwar ein Junge ist, aber lieber keiner möchte... etc. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie offen Jills Ablehnung gegenüber der ihr auferlegten Geschlechterrolle ist, aber alle laufen darauf hinaus, dass sich Jill nie völlig damit identifizieren kann.
      Als Jill beigebracht bekommt, mit Autos zu spielen, weil Jungs das nunmal so machen, freut sie sich vielleicht über das neue Spielzeug, weil sie z.B. mag wie es sich anfühlt, wenn sie das Auto über den Boden schiebt, aber vielleicht ist sie auch schrecklich frustriert, weil weiterhin Alle glauben, sie sei ein Junge, und sie es nicht schafft, sich auszudrücken oder ernst genommen zu werden. Aber auf keinen Fall wird Jill die Autos mögen, weil sie sich mit der Rolle, die mit dem Besitz der Autos verbunden ist, identifiziert, denn das kann sie gar nicht leisten. Wenn immer von ihr verlangt wird, sich mit dieser Rolle zu identifizieren, ist das eigentlich ganz krasse Gewalt für das Kind, auch wenn ihr Umfeld das nicht absichtlich tut. Oft führt das auch zu physischer Gewalt, weil Jill einfach nicht permanent genug Kraft aufbringen kann, sich selbst in diese Rolle zu zwingen, aber der psychische Druck ist schlimmer.
      Natürlich ist Jill nicht auf stereotyp weibliche Rollenzuschreibungen festgelegt. Ein paar "männliche" Sachen wird sie einfach um der Sache selbst mögen und manche Interessen und Verhaltensweisen, die Jill früher zu "männlich" waren, kann sie im Laufe ihres Lebens sogar anfangen zu mögen, falls sie es schafft, sie mit ihrer Weiblichkeit in Einklang zu bringen - exakt so wie cis Frauen auch mit ihrem Rollenverständnis kämpfen müssen.

      Selbst wenn Jill ihre Fassage so lange Zeit ihres Lebens aufrecht erhalten haben sollte, ist das nicht mit cismännlicher Rollenbildung gleichzusetzen. Wahrscheinlich schleifen sich bei ihr dann zwar Trigger für männliches Rollenverhalten ein, aber das sind traumabedingte Flashbacks. Sobald sie aus der traumatischen Situation entkommen ist, lassen sie mit angemessener Zeit und ggf. einer guten Therapieunterstützung nach. (Die traumatische Situation ist natürlich das erzwungene Doppelleben als "Mann", das psychologisch nunmal einer Missbrauchssituation gleichkommt.)

      Aeh... naja, einerseits nicht und andererseits gerade auf die Fortpflanzung bezogen schon. Soweit ich meinen Biologieunterricht richtig verstanden habe, gibts eine Auspraegung von Menschen, die mit einer anderen Auspraegung von Menschen (aber nicht mit ihrer eigenen Auspraegung) Kinder machen koennen. Davon abgesehen gibt's noch eine ganze Menge anderer Menschen, die (derzeit) keine Kinder machen wollen oder koennen.


      Sind Menschen, die medizinische Prozeduren benötigen, um miteinander Kinder zu zeugen, z.B. Tabletten oder künstliche Befruchtung, solche, die miteinander Kinder machen können oder nicht? Was ist mit Leihmüttern und Eizellenspenden? Für eine Eizellenspende braucht die Personen keinen eigenen Gebärtrakt, für das Austragen eines Kindes keine eigenen Gonaden - sind beide Personen "nicht fortpflanzungsfähig"?

      Wenn man jetzt Mensch/Ork-Mischungen haben will, dann muessen manche Menschen mit manchen Orks in so weit anatomisch kompatibel sein, dass sie Kinder machen koennen.
      Haetten jetzt Orks z.B. keinerlei Penisse, dann muessten sie sich was ueberlegen, wie das Ork-Ejakulat (so es das gibt?) in die Menschenfrau kommen soll, wenn die Menschenfrau die Mutter sein soll. Aber gut, vielleicht ist ja der Trichter ein gaengiges Sextoy bei den Orks :lol:


      Entweder sind Ork-Keimzellen widerstandsfähiger und langlebiger als menschliche, was angesichts der "Eizellenspeicherung" mE plausibel wirkt, oder es funktioniert nur umgekehrt, weil die orkische Vagina kürzer / nicht vorhanden ist. Manche Menschen mit MRKH haben keine voll ausgebildete Vagina, aber einen "normalen" Uterus. Sie sind durchaus in der Lage, Kinder auszutragen. (Viele MRKH-Patientinnen haben einen Uterus, der zu klein ist, um ein Baby auszutragen. Meist können sie sich Eizellen entnehmen lassen, sind aber auf eine Leihmutter angewiesen.) Penetrativer Sex ist unter solchen Umständen natürlich nicht zu empfehlen.
    • Angeregt von deinem Thread hier habe ich mich selber mal damit beschäftigt und mehrgeschlechtliche Lebensform gebastelt. Dazu will ich hier aber gar nicht viel berichten, sondern vielleicht nur ein paar Anreize schaffen.

      1. Ausgehend von sexueller Fortpflanzung kann man die Idee verfolgen, neben einem männlichen und einem weiblichen Geschlecht vielleicht ein drittes, nicht Fortpflanzungsrelevantes Geschlecht einzuführen. So kann eine Frau dann z.B. 5 Kinder gebären, davon trägt aber vielleicht nur eines ein Geschlecht zur Fortpflanzung, während die anderen zu einem dritten Geschlecht gehören.

      2. Weiterhin könnte man über eine sekundäre Entwicklung der Geschlechter gehen. So dass ein Wesen sich später nochmal verwandelt. Diese Verwandlung kann zeitlich nicht festgelegt sein, vielleicht den Umwelteinflüssen ausgeliefert sein. Bei dir könnte mir einfallen, dass die Frauen entweder zu Milchgebern werden oder zu gebärenden.... oder sie geben immer Milch, können aber erst nach einem bestimmten Ereignis gebären.

      3. Ich habe mal bei Star Trek was gesehen.... Dort gab es eine Rasse, die hatte drei Geschlechter... das dritte Geschlecht war ein Katalysator zur Fortpflanzung... aber genauso fühlend und denkend...

      Vielleicht sind das nette Anreize?

      ​​
      Wo ein Waldgott steht wächst grünes Gras,
      wo ein Waldgott ruht, sprießen Wälder,
      wo ein Waldgott weint, entstehen Sümpfe,
      wo ein Waldgott blutet, ist das Land geheiligt
      und wo ein Waldgott stirbt, wird leben sein.​
    • Vyserhad schrieb:

      2. Weiterhin könnte man über eine sekundäre Entwicklung der Geschlechter gehen. So dass ein Wesen sich später nochmal verwandelt. Diese Verwandlung kann zeitlich nicht festgelegt sein, vielleicht den Umwelteinflüssen ausgeliefert sein. Bei dir könnte mir einfallen, dass die Frauen entweder zu Milchgebern werden oder zu gebärenden.... oder sie geben immer Milch, können aber erst nach einem bestimmten Ereignis gebären.
      Evolutionär würds aber nur einen Sinn ergeben, wenn man erst gebärfähig, und dann Milchgeber ist. Stell dir mal vor, du bist allein und schwanger -- das Kind wird nicht überleben!

      EDIT: Mir fällt grad auf, dass das das gleiche Problem bei den Orks auf Ngiana ist. Allerdings könnten die ihren Kindern nach der Geburt eh nicht mehr viel helfen (außer gut zureden).
      Inhaltsverzeichnis zu den Weltenthreads
      Fleischrechte für Fisch!
      "Sicmes okmikem okmegir Elk."
    • Also die Idee mit dem Säugen kam ursprünglich daher, dass ich beim Recherchieren vor Jahren über nen Cismann gestolpert bin, ders irgendwie hingekriegt hat, (ein bisschen) "Vatermilch" zu haben. (mehrere Wochen "Training" durch Biologisch sind die Unterschiede offenbar klein genug bereits beim Menschen in dieser Welt, also brauch ich diese Unterschiede nur noch ein bisschen runtersetzen, dann bin ich ganz plausibel bei Menschenorkaffen, bei denen alle oder die meisten Erwachsenen prinzipiell Milch haben.

      D.h. die Fähigkeit, zu säugen, hat sich einfach breit gestreut entwickelt. Wodurch das im Einzelfall ausgelöst wird, weiß ich noch nicht so genau (bei Menschen dauerts ja etwas, bis Milch da ist, selbst direkt nach der Geburt ist die Produktion noch nicht perfekt) - vllt löst allein das Vorhandensein von niedlichen kleinen Quietschlingen bereits aus, dass Milch bei hergestellt wird...

      Bei den späteren Orks wirds so sein, dass sie das - eher unbewusst, aber doch - steuern können, d.h. die Säuger fangen dann rechtzeitig mit der Milchproduktion an. Eventuell kriegen sie da einen Stups ausm Jenseits dazu, oder vielleicht können sie es sogar wirklich selbst bewusst steuern und planen. :)

      Ansonsten gehts in diesem Thread vorwiegend über Geschlecht in sozialer Hinsicht, und die weiteren Überlegungen was es sonst noch für Möglichkeiten gibt, brauch ich jetzt nicht mehr, da so weit alles schon festgelegt ist. ;) @Vyserhad - und alle drei Möglichkeiten, die du gepostet hast, hab ich bei mindestens einer Person im Forum schon gesehen. ;D

      Stell dir mal vor, du bist allein und schwanger -- das Kind wird nicht überleben!

      Das dürfte aber sowieso in jedem Fall gelten. Ich würde jedenfalls die Überlebenschancen von einer alleinerziehenden frischentbundenen Mutter auf einer einsamen Insel nicht gerade hoch einschätzen. :meh: Menschen sind schon auf soziale Netze ausgelegt. Wie ganz viele andere Tiere auch. ;)

      Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • Ich hab mal eben den Thread nochmal durchgelesen, weil ich eigentlich das Bedürfnis hätte, die Orks mal weiterzubasteln, aber ich hänge echt an vielen kleinen Details (wie den Namen der Geschlechter)...

      Daisy schrieb:

      - Oder halt speziesweise: Orks sind immer "er", eine andere Art ist immer "sie" - oder umgekehrt... halt so, dass die "weiblicher" wirkende Art mit "er" bezeichnet wird.
      - Vielleicht wäre auch ein flexibler Umgang besser: "Sie" und "er" immer wieder variieren, so dass die Pronomina in jedem Text anders verteilt sind.
      Da ringe ich immer noch damit im Moment.

      Jedenfalls hab ich die Mislirni jetzt als komplette Spezies mit generischem Femininum, was glaub ich ganz gut funktioniert (zumindest in der einen Mislirni-Sage). Die Menschen haben ihre binären Geschlechter (hauptsächlich, v.a. in den orkisch beeinflussten Kulturen gibts sicher noch mehr Variation).

      Aber bei den Orks... bin ich noch am Überlegen und Experimentieren. Ein Gedanke war, dass alle lebendigen Orks männlich sind, und alle jenseitigen weiblich - das entspräche der ursprünglichen binären Konzeption. Aber das stört mich dann halt auch wieder daran.
      Eine weitere Idee war, die Pronomen (die es eh nur im Deutschen gibt; in-world hat die orkische Sprache sicher keine binären Pronomen, warum auch) nach Alter zu setzen...
      D.h. Kinder haben Es-Pronomen, Jugendliche Er-Pronomen und Erwachsene Sie-Pronomen. Naja, das ist dann zwar für einen gewissen Mindfuckeffekt in Texten ganz gut, aber letztlich verwirrt es wohl die meisten nur.

      Also... bin ich doch wieder nah am generischen Maskulinum? Da stört mich halt dann, dass die femininen Aspekte der Orks sprachlich nicht durchkommen, es im oberflächlichen Lesen halt wieder so aussieht, als gäbe es nur Orkmänner. Gnah.

      Neopronomen hab ich auch schon überlegt. "O" als neutrales Pronomen für alle... aber im Deutschen klappt das nicht, ohne dass ich massiv in die ganze Grammatik eingreife. Es muss dann ja auch Neo-Artikel geben, also "Do Ork nimmt os Schwert in die Hand." Wäre zwar konsequent, aber das ist mir viel zu kompliziert, ich will auch Texte schreiben können, ohne in jedem Satz über Grammatik nachzudenken...

      Sechs Geschlechter, drei Artikel - also irgendwie jeweils 2 zu einem grammatischen Geschlecht zuordnen? Hab ich auch schon überlegt, aber das machts auch nicht grade einfacher.

      In-world hab ich das Problem nicht, es ist rein ein Problem, wie ich darüber schreibe, und auch, wie ich darüber denke. Ich könnte auch Ngiana fortan auf Englisch bebasteln, das würde mir einige Probleme ersparen - aber meine Erstsprache ist halt deutsch, und irgendwie würde mir das nur wie eine Flucht vorkommen.

      ẞ ẞ ẞ ẞ ẞ

      Das andere Problem ist, dass ich Probleme mit den Namen mancher Geschlechter habe. Zum Glück nicht mit allen. Die Frage ist: Wenn ich unkonventionelle Plurale verwende, verwirre ich damit die Leser*innen zu sehr?

      Sg. Atach - Pl. jAt'chaa
      Hier gefällt mir das Doppel-a am Ende nicht so ganz, aber wenn ich es ausspreche, stelle ich fest, dass es anders keinen Sinn ergibt.

      Sg. Mízean - Pl. chMizéanen
      Sg. Gumábu - Pl. shGúmaba
      die beiden passen mir... die Betonungsmarker schreib ich normalerweise nicht...

      Sg. Tetum - Pl. shDedim? shDedym? shDedm?
      Irgendwie scheint es mir einleuchtend, dass das Plural-"sh" am Wortanfang den folgenden Konsonanten weich macht, und irgendwie auch den Rest des Wortes... aber geschrieben sieht es irgendwie scheiße aus, außerdem verlangt es den Leser*innen ab, eine Pluralform zuzuordnen, bei der fast kein Buchstabe gleich geblieben ist. Gesprochen gibt es sogar noch mehr Unterschied, weil ich Tättum sage und shDidm.

      Das, was einmal Ņiliz hieß, ist eine ewige Baustelle, ich hab schon dutzendweise Namen gewälzt und komme einfach auf keinen, der sich wirklich richtig anfühlt.
      Sg. Likņet - würde mir gefallen, aber die Endung -t ist eigentlich für Städte, es müsste auf -k enden?! Gnah. Und was ist die passende Pluralform? Liņe? shLink? shLiņk? Laeņe? Was zur Hölle ist die passende Endung? Liņsh? Likk? ņeLikk? Doppel-k ist auch doof. ._. *frust*

      Sg. Ersh - Pl. jEshř
      Naja, irgendwie auf ne unangenehme Weise schwer auszusprechen. Das "r" in Ersh wird ausgesprochen wie im Englischen, das "ř" aber wie im Tschechischen. Vllt sollte ich einfach "jEsher" drausmachen. jEishr? jEshr?

      Naja... eeeeigentlich wollte ich schon längst mal die Orkkulturen und deren Umgang mit Beziehungsformen und so Zeug basteln. Aber jedesmal bleib ich an den Namen hängen, es ist zum Haareraufen. :kopfwand:

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    • KeyKeeper schrieb:

      Haetten jetzt Orks z.B. keinerlei Penisse, dann muessten sie sich was ueberlegen, wie das Ork-Ejakulat (so es das gibt?) in die Menschenfrau kommen soll
      Ausgehend davon, dass auch bei Menschen (wohl zum Schrecken von ein paar Leuten) eine Befruchtung ohne Penetration möglich (wenn auch unwahrscheinlicher) ist, würde ich mal sagen, dass das weniger ein Problem darstellen sollte.

      Jerron schrieb:

      Ich würde mal vermuten, da Orkmütter ihre Eizellen speichern, werden sie sie nicht per Menstruation aus dem Körper herausspülen.
      Naja, Jundurg hat das zwar jetzt bestätigt, aber beim Speichern der Eizellen war ja von befruchteten Eizellen die Rede – nicht befruchtete könnten ja immer noch ausgestoßen werden.

      Jundurg schrieb:

      Bei 6 Geschlechtern würden mir für alle Kombinationen sowieso sehr schnell die Worte ausgehen.
      Ach was, das sind doch nur 6·2⁶=6·64=384 verschiedene Möglichkeiten. Ich weiß gar nicht, warum du da jetzt so faul bist. :P

      Jundurg schrieb:

      Das andere Problem ist, dass ich Probleme mit den Namen mancher Geschlechter habe. Zum Glück nicht mit allen. Die Frage ist: Wenn ich unkonventionelle Plurale verwende, verwirre ich damit die Leser*innen zu sehr?
      Auf der einen Seite: Ja, ungewöhnliche Plurale sind verwirrend. Auf der anderen Seite finde ich diese Pluralbildung toll. Ich würd allerdings gerne wissen, was die Regeln hinter der Pluralbildung sind. Wann wird "j", wann ein "ch" und wann "sh" verwendet?
      Und mit dem Rest des Wortes passiert ja auch was, aber ganz klar ist mir das nicht, da es auch noch für die verschiedenen Formen der Pluralbildung unterschiedlich zu sein scheint. Bei dem "j" sehe ich eine Vertauschung der letzten beiden Phoneme, aber…

      Jundurg schrieb:

      Sg. Atach - Pl. jAt'chaa
      Hier gefällt mir das Doppel-a am Ende nicht so ganz, aber wenn ich es ausspreche, stelle ich fest, dass es anders keinen Sinn ergibt.
      Ich find doppelte Vokale völlig in Ordnung, allerdings (um den Gedanken fortzuführen) woher kommt denn das zweite "a" überhaupt? Durch Vertauschung komme ich nur auf "jAtcha". Ich vermute, das Hochkomma steht für einen glottalen Stop? Woher kommt der und warum ist er nicht in jEshř?

      Jundurg schrieb:

      Sg. Tetum - Pl. shDedim? shDedym? shDedm?
      Irgendwie scheint es mir einleuchtend, dass das Plural-"sh" am Wortanfang den folgenden Konsonanten weich macht, und irgendwie auch den Rest des Wortes... aber geschrieben sieht es irgendwie scheiße aus, außerdem verlangt es den Leser*innen ab, eine Pluralform zuzuordnen, bei der fast kein Buchstabe gleich geblieben ist. Gesprochen gibt es sogar noch mehr Unterschied, weil ich Tättum sage und shDidm.
      "shDedim" gefällt mir persönlich vom Klang her am besten, allerdings verstehe ich nicht, warum das nicht "shDedum" werden sollte (was meiner Meinung nach auch ganz gut klingt). Immerhin haben Vokale die Weichheit nicht als Eigenschaft. Ich denke, die Änderung [t p k]->[d b g]|#sh…_ ist durchaus sinnvoll.

      Jundurg schrieb:

      Das, was einmal Ņiliz hieß, ist eine ewige Baustelle, ich hab schon dutzendweise Namen gewälzt und komme einfach auf keinen, der sich wirklich richtig anfühlt.
      Sg. Likņet - würde mir gefallen, aber die Endung -t ist eigentlich für Städte, es müsste auf -k enden?! Gnah. Und was ist die passende Pluralform? Liņe? shLink? shLiņk? Laeņe? Was zur Hölle ist die passende Endung? Liņsh? Likk? ņeLikk? Doppel-k ist auch doof. ._. *frust*
      Ich habe keine Idee, was du hier als Kriterien anlegst. Ich weiß auch nicht, wo du vorher den Begriff "Ṇiliz" verwendet hast, deswegen fällt es mir jetzt ein wenig schwer, das zuzuordnen.

      Jundurg schrieb:

      Sg. Ersh - Pl. jEshř
      Naja, irgendwie auf ne unangenehme Weise schwer auszusprechen. Das "r" in Ersh wird ausgesprochen wie im Englischen, das "ř" aber wie im Tschechischen. Vllt sollte ich einfach "jEsher" drausmachen. jEishr? jEshr?
      Ich kenne das tschechische "ř" nicht. Can you point to the place where the tongue touches? Das wäre ganz hilfreich, da man dann raussuchen könnte, welcher Vokal sich von der Zungenstellung her da vielleicht gut machen würde. Das "ř" kann ja weiter vorne oder hinten im Mund liegen, und je nach Aussprache wäre es auch ganz gut zu wissen, ob der Mund für das "ř" eher offener oder geschlossener ist. Dann ergibt sich der richtige Vokal ja von fast alleine – bleibt im Grunde nur die Rundung der Lippen übrig.
      Weltraumschlangen! :fluecht:
    • (ne Menge sprachbastlerischer Fitzelkram)

      Weltraumschlange schrieb:

      Auf der einen Seite: Ja, ungewöhnliche Plurale sind verwirrend. Auf der anderen Seite finde ich diese Pluralbildung toll. Ich würd allerdings gerne wissen, was die Regeln hinter der Pluralbildung sind. Wann wird "j", wann ein "ch" und wann "sh" verwendet?
      Aus dem Bauch heraus, in der Hoffnung, dass sich nach einer Weile logische Regeln finden lassen. %-) Das ist ja das Problem. Ich hab irgendwie angefangen, fand ein paar Namen, die gut klingen, ein paar weniger Gute und kann das System jetzt nur schlecht ändern, weil ich die paar Namen, wo dieser Plural gut funktioniert, behalten will.

      Weltraumschlange schrieb:

      Und mit dem Rest des Wortes passiert ja auch was, aber ganz klar ist mir das nicht, da es auch noch für die verschiedenen Formen der Pluralbildung unterschiedlich zu sein scheint.
      Mein Gedanke war, dass für die Pluralbildung ein anderer Wortstamm herangezogen wird, und es deswegen Veränderungen gibt, die aber eigentlich nicht vom Plural selber herkommen. Oder (Plan B) dass es einzig an der Betonung liegt, dass also die Betonung sich ändert und sich das Wort komplett der neuen Betonung unterwirft.
      Bei Gumabu - shGumaba ändert sich ja die Betonung. Gumábu wird auf der zweiten Silbe betont, bei shGúmabá wird das "sh" sozusagen wie eine eigene Silbe gelesen, und damit verschiebt sich die Betonung. Bei diesem einem Wort hab ich mir das überlegt, und es funktioniert und gefällt mir... nur krieg ich es jetzt nicht hin, das auf die anderen Fälle zu übertragen. :-/

      Weltraumschlange schrieb:

      Ich find doppelte Vokale völlig in Ordnung, allerdings (um den Gedanken fortzuführen) woher kommt denn das zweite "a" überhaupt? Durch Vertauschung komme ich nur auf "jAtcha". Ich vermute, das Hochkomma steht für einen glottalen Stop?
      Atách -> jÁtachá -> jAt-chá -> jAt'chaa
      Das Doppel-A dient eigentlich nur, damit klarer ist, dass das Ende ein langes A ist. Und das unbetonte A wird verschluckt. Glottal Stop gibt es da eigentlich keinen, ich wollte nur vermeiden, dass T und Ch aneinandergeraten und am Ende noch ein Tsch rauskommt versehentlich.^^

      Weltraumschlange schrieb:

      "shDedim" gefällt mir persönlich vom Klang her am besten, allerdings verstehe ich nicht, warum das nicht "shDedum" werden sollte (was meiner Meinung nach auch ganz gut klingt). Immerhin haben Vokale die Weichheit nicht als Eigenschaft.
      Ahja, du wiederholst fast meinen Gedankengang. Ich fand shDedim eben auch schöner, aber shDedum logischer. Ich werd mal versuchen, nochmal mein Betonungsding heranzuziehen, vllt funzt das ja.
      Tétum - das betonte e wird zum ä? (in Ermangelung des Lautschriftzeichens schreib ich mal 'ä')
      shTetúm - Betonung verschiebt sich
      shDetím - T wird weich, das u wird zum i wegen der Betonung?
      shD'dím - unbetonte Silbe wird verschluckt, dadurch (?) auch noch das zweite T weich
      Plausibel? Keine Ahnung. Ich werde mir diese Regel unmöglich merken, sodass ich sie für alle Wörter verwenden kann...

      Ņiliz war der Plural von Neluikk (Nel´ükk)... das mir allerdings einfach nicht passend erscheint. Welche Kriterien ich anlege - naja, mein Wörter-Ästhetik-Empfinden, das folgt bestimmt irgendwelchen Regeln, aber da komm ich wahrscheinlich nie so genau drauf.
      Ich bin generell nur mehr selten in der Situation, dass ich zuerst ein Konzept habe und dann einen Namen - wohlweislich lege ich mir mittlerweile meist die Namen vorher fest, bevor ich etwas zu basteln anfange, weil ich weiß, dass es mich andersrum in Teufels Engels Küche bringen kann.^^
      Aber in dem Fall hab ich noch nicht mal nen passenden deutschen Begriff gefunden. Diebe, Goblins, Handwerker, Kobolde, ...

      Likņet würde mir klanglich doch gefallen. Aber ist es der Plural oder der Singular? Hmmm... Wenn es der Plural wäre, dann würde ja irgendwie das j/ch/sh Dingens fehlen. Vielleicht ist das "Li" auch eine Pluralsilbe? Aber sie ist auch noch betont... okay, egal, sie ist eben betont. Isso! ... *weiter denk* Dann ist zwischen dem K und dem Ņ vielleicht normalerweise noch ein Vokal, der aufgrund seiner Unbetontheit rausgekürzt wurde...
      Líkņet -> Kéņet
      Das ... könnte ... klappen. :o Das einzige Problem wäre jetzt noch, dass die Endung auf -t eigentlich für Städte reserviert war. Aber ich glaube, da mache ich jetzt mal eine Ausnahme. Okay, anders schreiben muss ich es noch, damit es leichter als Plural lesbar wird, also:
      Keņet - liKņet
      Okay, das sieht wieder ein bisschen doof aus. Vllt belasse ich es einfach bei Likņet. Lieber, es sieht gut aus (und ein kleines L am Wortanfang kann ich nicht in Kauf nehmen!) als es ist konsequent.^^

      Nääächstes Problem... :schreck:

      Weltraumschlange schrieb:

      Ich kenne das tschechische "ř" nicht. Can you point to the place where the tongue touches? Das wäre ganz hilfreich, da man dann raussuchen könnte, welcher Vokal sich von der Zungenstellung her da vielleicht gut machen würde.
      Wenn ich ehrlich bin, weiß ich im Grunde schon, dass es eine Schnapsidee ist, ein "ř" da reinzunehmen. Das ist so ein RŠ-Dingens, also R und Š gleichzeitig. Gibts praktisch nur im Tschechischen.^^ Ich hab auch keine Ahnung, ob ich es selber richtig aussprechen kann (deswegen auch: Schnapsidee).

      Ersh und jEjř klingt im Moment beides doof... Wenn ich bei "Ersh" zu sehr in den amerikanischen Akzent gehe, klingt es nach Ööush... und wenn nicht, dann nach "Ärsche". :heul:

      Gesheŗ? Das 'ŗ' soll ein leicht palatalisiertes (?) r sein, also eine Art 'rj'. Oder einfach wie ein deutsches R... im Gegensatz zum amerikanischen, dass es ohne Hakerl wäre. Gejeŗ...
      Géjeŗ - Singular
      shGejéŗ - 'sh' vorne dran, Vokale umbetonen
      shG'jeŗ - unbetonter Vokal kürzt sich raus. (Brauche ich das ' ? Ich denke, es schadet nicht zur Trennung)

      Jetzt könnte ich mir noch potentiell Sorgen machen, dass die "Gelehrten" so ähnlich klingt wie "Gejeŗ". Overthinking, aaahh...

      Okay, ich glaube, damit hab ich alle Sechse? *hoff*

      Atách - jAt'chaa
      Mízean - chMizéanen
      Gumábu - shGúmabá
      Géjeŗ - shG'jeŗ
      Kéņet - Líkņet
      Tétum - shD'dim

      Ein wenig unpraktisch, da ich 'ņ' und 'ŗ' auf zwei verschiedenen Tastaturlayouts liegen habe, aber das lässt sich zur Not ändern. ;D
      Was die Endungen angeht, und das verdächtige angehängte "-en" bei den chMizeanen, da werd ich mal noch nicht so streng sein. Ich behaupte, das liegt auch an der Betonung... und wie genau die Endung der Likņet anders ist als die der Städte (es sollen zwei unterschiedliche Nominalklassen sein) muss ich noch überlegen. Vielleicht gibt es da eine Überlappung. Vielleicht bin ich auch wahnsinnig genug, das heute noch weiterzubasteln, aber das würde nicht in diesen Thread gehören.

      Danke für deinen Kommentar aber, ohne den hätte mir jetzt der Ansporn gefehlt, mich nochmal mit dem Kopf gegen die Wand zu schmeißen und nach Lösungen zu suchen. :)

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    • Jundurg schrieb:

      Aus dem Bauch heraus, in der Hoffnung, dass sich nach einer Weile logische Regeln finden lassen. Das ist ja das Problem. Ich hab irgendwie angefangen, fand ein paar Namen, die gut klingen, ein paar weniger Gute und kann das System jetzt nur schlecht ändern, weil ich die paar Namen, wo dieser Plural gut funktioniert, behalten will.
      Haha, ich glaube, ich habe was gefunden, aber da passt dein neuer Plural nicht rein. Aber trotzdem…
      Lass mich mal einfach die Plurale hier auflisten und sortieren:


      Atách - jAt'chaa


      Mízean - chMizéanen


      Gumábu - shGúmabá
      Géjeŗ - shG'jeŗ
      Tétum - shD'dim
      Kéņet - Líkņet
      Fällt dir was auf?
      'j' vor einem Vokal, 'ch' vor einem Nasal, 'sh' vor Plosiven – nur, dass halt bei "Likṇet" ein "Li" vorne dran gekommen ist. Keine Ahnung, wo das herkommt. Was hältst du von

      Kénem - shKnem
      stattdessen? Ich meine, ich kann den ästhetischen Anspruch verstehen und wenn der im Vordergrund stehen soll, dann ist das genau so valide, aber ich fühle mich irgendwie verpflichtet, wenigstens zu versuchen, das in irgendeiner Weise regulär zu machen.


      Jundurg schrieb:

      Tétum - shD'dim
      Hier (also zwischen zwei Plosiven) würde ich intutiv das Hochkomma als Schwa interpretieren, anderswo als stummen Silbentrenner.

      Jundurg schrieb:

      Wenn ich bei "Ersh" zu sehr in den amerikanischen Akzent gehe, klingt es nach Ööush... und wenn nicht, dann nach "Ärsche".
      Ich wollt' nichts sagen…

      Jundurg schrieb:

      Tétum - das betonte e wird zum ä? (in Ermangelung des Lautschriftzeichens schreib ich mal 'ä')
      shTetúm - Betonung verschiebt sich
      shDetím - T wird weich, das u wird zum i wegen der Betonung?
      Ich würde dir ja raten, diese Betonungsregeln aufzuschreiben. Ich glaube, damit lässt sich was machen.

      Jundurg schrieb:

      Ein wenig unpraktisch, da ich 'ņ' und 'ŗ' auf zwei verschiedenen Tastaturlayouts liegen habe, aber das lässt sich zur Not ändern.
      Ich vermute mal, du arbeitest nicht auf Linux, aber falls doch: Der Punkt unter einem Buchstaben lässt sich mit dem Tastaturlayout "German (dead grave acute)" als Dead Key erzeugen mit der Tastenkombi AltGr+Umschalt+Ö.
      Weltraumschlangen! :fluecht:
    • Weltraumschlange schrieb:

      Ich vermute mal, du arbeitest nicht auf Linux, aber falls doch: Der Punkt unter einem Buchstaben
      Es ist aber gar kein Punkt. :P :D

      Ņ/ņ ist aus dem Lettischen, und Ŗ/ŗ ist ein mittlerweile abgeschaffter Buchstabe, den es im Lettischen früher mal gab. Dass die auf zwei verschiedenen Tastaturen liegen, ist selbstverschuldet, weil ich halt das ř wichtiger fand.^^

      Weltraumschlange schrieb:

      Ich würde dir ja raten, diese Betonungsregeln aufzuschreiben. Ich glaube, damit lässt sich was machen.
      Mal schaun... ich werd mich mal den Nominalklassen zuwenden. Da habe ich (derzeit) 18, davon entsprechen 6 den Geschlechtern.

      Weltraumschlange schrieb:

      Hier (also zwischen zwei Plosiven) würde ich intutiv das Hochkomma als Schwa interpretieren, anderswo als stummen Silbentrenner.
      Perfekt. :)

      Weltraumschlange schrieb:

      'j' vor einem Vokal, 'ch' vor einem Nasal, 'sh' vor Plosiven – nur, dass halt bei "Likṇet" ein "Li" vorne dran gekommen ist. Keine Ahnung, wo das herkommt.
      Das kommt daher, dass ich (siehe oben im vorigen Post) halt Likņet schön fand und daraus einen Singular abgeleitet hab.^^ Vielleicht lässt sich ja auch ein Grund konstruieren, wie das zustandekommt - vielleicht kommt "Li" auch vor irgendwas, aber der entsprechende Buchstabe ist verschwunden, sodass es jetzt so aussieht, als wäre es vor einem K.

      Aber... das werd ich jetzt nicht mehr ausformulieren. Ich wär schon froh, wenn die Sprache grad so weit funktioniert, dass ich Namen damit machen kann. Fürs ernsthafte(re) Sprachbasteln nehm ich lieber ne andere Welt her.

      Danke nochmal fürs Drüberschauen. :)

      Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.