Speedbasteln

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  • Auma

    Prinz Halbaran von Mitka wurde 1216 geboren. Er war von Geburt an schwächlich und kränklich und verbrachte einen großen Teil seiner Jugend auf Auma, da die Seeluft seiner Konstitution eher zuträglich war, als die Stadtluft in Mitka. Auma liegt außerhalb der meisten Handelsrouten und es braucht einige Zeit, bis Nachrichten vom Festland die Insel erreichen und umgekehrt. Viele Historiker scheinen daher der Ansicht zu sein, dass man Prinz Halbaran daher einfach „vergaß“, als es Zeit wurde, einen Nachfolger für die verstorbene Kaiserin Tazmikella II. zu ernennen. Die Wahrheit ist jedoch, dass der Prinz sich zu jener Zeit in keiner Weise verständigen konnte, da er gefangen gesetzt worden war von jener Gruppierung, die später als „Die blutigen Handlanger“ bekannt werden sollte. Die Handlanger nutzen die natürliche Lage der Insel aus, um dort aus dem Kurbad des Prinzen ein Gefängnis zu machen, ohne dass dieser es bemerkte.

    Wie jedes Kind weiß, gelang es dem Prinzen und seinen Getreuen erst nach drei Jahren, von der Insel zu fliehen. Nachdem er die rechtmäßige Macht ergriffen hatte ließ er die Insel umbauen und weiter befestigen. Heutzutage ist Auma ein Gefängnis für Abweichler und Volksverhetzer. Die Insel liegt immer noch weit außerhalb jeder Handelsroute und die genaue Position der Insel wurde aus allen Karten entfernt. Jedes Schiff, dass ohne ausdrückliche Autorisation versucht, die Insel anzulaufen, wird von der dortigen Festung beschossen und versenkt.

    Zur Zeit halten sich dort vor allem Anhänger der Säkularisten mit ihrem Anführer Ravan Zoara auf, sowie etliche unbedeutendere Staatsfeinde. Entgegen aller Erwartungen unterhält der Kaiser eine rege Korrespondenz mit Zoara, da er seine subversiven Ideen für faszinierenden Diskussionsstoff hält. Natürlich läuft dies unter strenger Geheimhaltung ab.
    Braiiiins.
  • Das Königstreuen-Gefängnis in Piltande

    Am Nordende der Stadt Piltande am See Ivene befindet sich eine Festung, die zwar ursprünglich, in der nendalischen Grafenzeit, Angreifer draußen halten, aber in der frühen Kaiserzeit von Valeka eher Leute drinnen halten sollte, die lieber draußen gewesen wären.
    Die Kaiserzeit begann 8244, so steht es in den Geschichtsbüchern. Allerdings tobte noch bis 8260 ein Bürgerkrieg zwischen Königstreuen und Kaisertreuen und wo immer sie einander trafen brachten sie einander um oder nahmen einander gefangen. Diese vielen Bürgerkriegsgefangenen wurden in Lagern und Gefängnissen überall im Land eingesperrt, der einzelne Gefangene wurde meist als von entweder König oder Kaiser beeinflusst und somit selbst unschuldig angesehen.
    Das änderte sich mit der Kapitulation des Königs und der Königstreuen: Wer nun noch das Königtum oder spezifisch die Herrschaft des bisherigen Königs bewarb, war uneingeschränkt selbst schuld und musste auch daran gehindert werden, andere in diese Richtung zu beeinflussen.
    Diese Gefangenen wurden in der Festung Piltande eingesperrt, ohne Gerichtsverhandlung, ohne Besuchsrecht und lebenslang. In Anbetracht der Tatsache, dass nie jemand aus diesem Gefängnis heraus kommen sollte, fanden sich dort als Wärter mitunter ausgesprochene Sadisten ein - erfahren sollte es ja niemand.
    Allerdings ist kein Gefängnis absolut ausbruchssicher, also erfuhr die Allgemeinheit 8276 doch von den Vorkommnissen im Königstreuen-Gefängnis. Der folgende Aufstand in Piltande wurde von den Stadtwachen blutig niedergeschlagen, der Kaiser allerdings reagierte klug, zog die Stadtwachen und die Gefängniswärter zur Rechenschaft und ließ die politischen Gefangenen frei. Es steht historisch dennoch außer Frage, dass der Kaiser sehr wohl wusste, wie es im Königstreuen-Gefängnis zugegangen war.
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  • Inajahora - Die Insel des "guten Lebens"

    Im antiken Gisuvata wurde die Unterweisung in Magie traditionell von den Priestern des Gottes Aram, den Arsja erteilt. Ihre Tempelschulen waren von Alters her Zentren des Wissens und der Lehre, doch um zu verhindern, das potentiell verderbliches Wissen in die Hände unwürdiger fiel, wurde die Lehre der Magie zunehmend reglementiert. Es lässt sich nicht mehr genau feststellen wann oder wo es dazu kam, doch bald war es nur noch Priestern des Aram gestattet, in der Magie unterrichtet zu werden. Die Tempelschulen wurden zu klösterlichen Internaten, in die vor allem Adlige ihre Sprösslinge schickten. Bei der Aufnahme in einen Tempel mussten die Schüler in einer Zeremonie den Namen ihrer Väter ablegen und nahmen den Namen „Arsja“ an, „Aram gehörend“. Mit dieser Namensänderung entsagten sie ihren Erbansprüchen und, zumindest in der Theorie, auch ihren ehemaligen familiären Banden. Da das Aufnahmealter der Schüler immer weiter herabgesetzt wurde, wurde dieses System immer stabiler. Bis zum Aufstand des Paburilas von Tuva.
    Paburilas von Tuva, ein Sohn des Walrosskönigs, und seine Getreuen rebellierten gegen die Traditionen und ein Bürgerkrieg entbrannte, der sich bald über die Grenzen von Tuva im gesamten Walrosskönigreich ausbreitete und auch auf die anderen gisuvatischen Königreiche übergriff.
    Obwohl die Revolution des Paburilas in Tuva erfolgreich war und er als erster Magier der gisuvatischen Geschichte den Königsthron bestieg, wurde der Aufstand in anderen Reichen niedergeschlagen.
    In Talsa, der Hauptstadt des Seeschlangenkönigreiches, schwelte der Aufstand noch als Paburilas gekrönt wurde. Unter der Führung des „Mordbrenner“ genannten Phumversja wurde der dortige Aufstand nicht nur von gleichgesinnten Magiern, sondern auch von Teilen der Bevölkerung unterstützt. Doch nach zwei Jahren wurde der Aufstand in Talsa niedergeschlagen, den Gerüchten nach mit Hilfe des Imperiums der Iderusen. Phumversja floh in den Süden, doch viele seiner Getreuen wurden ergriffen. Obwohl der Seeschlangenkönig ihre Hinrichtung forderte, erhob der Hohepriester Antjulus Einspruch und schließlich einigte man sich darauf, die Aufständischen einzukerkern.
    Der bekannteste Häftling im Kerker des Aramtempels war ein gewisser Tibosos, der durch seine guten Kontakte zum Tempelpersonal Briefe und andere Schriften aus dem Kerker heraus verbreiten konnte. Die Ideen des Aufstandes fanden auch nach seiner Niederschlagung weiter Verbreitung und wurden mit der Zeit zu einer Kritik an weiteren gisuvatischen Traditionen. Die Eliten des Seeschlangenkönigreiches konnten die Verbreitung dieser Ideen nicht tolerieren, aber auch nur schwer eindämmen – selbst als man Tibosos unter strenge Bewachung gestellt hatte. Besitz und Verbreitung aufrührerischer Schriften wurden unter Strafe gestellt und viele Bewohner des Königreiches hingerichtet oder in Kerker gesperrt. Die Zahl der Inhaftierten wurde in wenigen Wochen so hoch, dass die Kerker Talsas überfüllt waren. Daher ging man bald dazu über alle potentiellen Aufrührer auf eine felsige Insel, einige Meilen vor der Küste, zu schaffen. Die Insel trug den Namen „Inajahora“ - „Gutes Leben“. Wie weit der Name von der Realität entfernt war, wussten die wenigstens Inhaftierten. Inajahora war eine karge Felseninsel, die bei Hochwasser fast um die Hälfte kleiner wurde. Die Schiffe des Seeschlangenkönigreiches brachten die Gefangen nur dorthin und patrouillierten um die Insel, um Flucht, Befreiung oder nur Unterstützung zu verhindern. Der König und seine Berater hatten gar nicht im Sinn, die Inhaftierten irgendwie zu versorgen. Die Überlebenschancen auf der Insel waren gering, die Zahl der Toten stieg schnell und die Verzweiflung unter den Inhaftierten war so groß, dass es zu Kannibalismus kam – was die geringe Meinung der talsanischen Elite von diesen Aufrührern nur stärkte.
    Das erbärmliche Leben und Sterben auf Inajahora ging weiter, bis der König den Entschluss traf, auch Tibosos aus dem Kerker und auf die Insel zu schaffen. Im Gegensatz zu den nur verdächtigten Magiern handelte es sich bei ihm um einen echten Magier. Die Magie des Tibosos konnte zwar keine Nahrung erschaffen, aber sie befreite die Inhaftierten von Hunger und Durst. Die Führung des Tibosos konnte die Kämpfe zwischen verschiedenen Gruppen, die sich auf der Insel gebildet hatten, eindämmen und schließlich gelang es den Bewohnern der Insel ein Schiff, das neue Gefangene bringen sollte, zu erobern. So gelang es Hilfe aus dem Walrosskönigreich zu holen und die Bewohner nach Tuva und Nuva umzusiedeln. Ein glückliches Ende, für die meisten zumindest. Das letzte Schiff, auf dem auch Tibosos weilte, wurde von Schiffen des Seeschlangenkönigreiches aufgegriffen und nach einem erbitterten Kampf wurde Tibosos erneut gefangen und abermals in Talsa eingekerkert. Seine Spur verliert sich in den Wirren der Gisuvatischen Verderbnis, denn nach dem Überfall des Dämonenfürsten Takyth Shatan auf die Stadt gibt es keine Berichte mehr über seinen Verbleib. Gerüchte sagen, er sei beim Angriff auf die Stadt ums Leben gekommen. Andere, er habe sich den Verderbten angeschlossen. Andere, er habe die Situation zur Flucht nutzen können.
  • Politische Gefangene in Pînor und das Beispiel Ores Tarais

    Die Handelsmetropole Pînor ist berühmt für ihren Reichtum und ihre fortschrittliche Organisation und berüchtigt für die Intrigen und Ränkespiele hinter der Fassade einer glorreichen Republik. Seit vielen Jahrzehnten nun regiert Graf Demris schon über die Stadt und ihr Umland – immer wieder durch eine Wahl demokratisch legitimiert durch das Volk. Dies liegt vor allem daran, dass Demris rigoros gegen alle Gegner des Systems vorgeht. Oft werden Feinde der Republik jedoch nicht hingerichtet, wie es zumeist mit den Gegnern eines Königs in den umliegenden Ländern gehandhabt, sondern gefangengenommen und inhaftiert. Der Grund hierfür ist, dass Demris dadurch Racheaktionen der Familien seiner Feinde verhindert und sie davon abhalten kann, weiter gegen ihn oder den Staat zu integrieren, da er die Häftlinge in diesem Fall hinrichten lassen kann. Die Gefängnisse für politische Gefangene Pînors wurden von Graf Demris aus seinem eigenen Vermögen während der frühen Jahre seiner Herrschaft errichtet und noch heute finanziert er sie und seine Wachen aus eigener Tasche. Wo genau diese Gefängnisse sind, ist den wenigsten bekannt: Sie sollen über das ganze Stadtgebiet und möglicherweise sogar außerhalb Pînors verteilt liegen und relativ klein sein, sodass es zu keinen größeren Ausbrüchen kommen kann.

    Der wohl berühmteste politische Gefangene war Ores Tarais, welcher bis zu seinem Tod der wohl reichste Mann der Republik war. Tarais kandidierte für das Amt des Grafen in einer Zeit, in der die Zustimmung für Demris in der Bevölkerung gesunken war, da ihm vorgeworfen worden war, an seinem Amt geradezu zu kleben und ewige Herrschaft anstrebte, da unter ihm (aber nicht durch ihn angestoßen) beschlossen wurde, dass es keine Beschränkung der Amtszeiten mehr geben sollte. Aufgrund dessen hatte Demris darauf verzichtet, erneut zu kandidieren. Stattdessen kam es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem äußerst extrovertierten Tarais, der damit drohte, angebliche finstere Machenschaften Demris’ aufzudecken, und dem Schriftsteller und Philosophen Malarin, dem Tarais im Laufe des Wahlkampfes vorwarf, ein Schoßhund Demris’ zu sein, was Malarin vehement abstritt und wofür es auch keinerlei Beweise gab: Tatsächlich war Malarin sogar einer der schärfsten Kritiker Demris’ gewesen. Tarais Auftreten sorgte bald schon dafür, dass die Wähler sich von ihm abwandten und Malarin favorisierten, woraufhin Tarais in einer Rede sagte, das beste sei es, wenn Malarin in einer Gosse niedergestochen werden würde – was schließlich auch geschah.

    Nach dem Mord ließ Graf Demris aufgrund des dringenden Verdachtes einer (Mit)täterschaft Tarais den Kaufmann festnehmen und in einem seiner Gefängnisse verhören. Nach und nach kam bei diesen Befragungen heraus, dass unter Tarais Söhnen und Anhängern noch weitere Verschwörer waren, die zum Ziel hatten, die Republik auf demokratische Art und Weise zu übernehmen, um dann alle möglichen Feinde, wie Demris, hinzurichten und eine Diktatur zu errichten. Da keine Kandidaten mehr über waren, musste der Graf, welcher sich eigentlich zur Ruhe setzen wollte, weiterhin herrschen, wobei der Großteil des Volkes nun für ihn stimmte, da er nicht geruht hatte, ehe er diese Verschwörung aufgedeckt hatte.

    Ein Jahr nach diesen Ereignissen ließ Demirs Ores Tarais und dessen Söhne hinrichten, da neben der Verschwörung noch festgestellt wurde, dass der Kaufmann große Teile seines Vermögens wohl außer Landes geschafft haben musste, ohne hierfür die Steuern zu zahlen: Da Steuerhinterziehung ein Verbrechen gegen den Staat und damit gegen das Volk ist, ist dies eine der schwersten Straftaten, die es in Pînor gibt. Dieser Schandtat entsprechend wurde Tarais zusammen mit seinen Söhnen auf den Hinrichtungsplatz der Stadt gebracht und gefesselt, bis sie alle verhungert waren, während sie dabei zu sehen mussten, wie Schweine vor ihnen jeden Tag mit den besten Lebensmitteln gefüttert wurden – die normale Strafe für Gier, die auch gerne bei korrupten Beamten angewandt wird.

    Seit dem Tod dieser politischen Gefangenen und der Bewahrung der Republik regiert Graf Demris ununterbrochen und unangefochten, denn auch wenn er sich gerne zur Ruhe gesetzt hätte, so sieht er sich in der Pflicht, die Demokratie auf diese Weise weiterhin zu bewahren.
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  • Der unteriridsche Gefängniskomplex des Klosterreich Mrak:

    Nach dem Zerfall des jadenischen Großreiches dominierten kleinere Herrschaften und Reiche weite Teile des Westens der Welt. Verschiedene Religionen und Splittergruppen standen miteinander in Konflikt. Das Mrak-Kloster konnte im Norden eine kurzzeitige Vormachtstellung erlangen. Hier betete man einen schwarzen Stein, den Mrak an. Dass darin eingefangene Bewusstsein einer uralten Entität konnte so eine große Machtposition aufbauen. Im Zuge dieser Machtausdehnung wuchs die Klosteranlage, und bildete schließlich eine eigene lebendige Stadt. Religion und Politik bildeten eine Einheit. Häresie und Verrat waren miteinander identisch. Der Orden verwaltete im Auftrag des Steines das Gebiet. Folglich wurden Personen die dem Stein die notwendigen Ehren verweigerten als Bedrohung des Staates angesehen.

    Auf Befehl des Mrak wurde eine große unterirdische Analage unter dem Kloster errichtet. Teils wurden geheime Lagerhallen für mögliche Notfälle errichtet. Aber den Hauptteil der Anlage bildete ein ausgedehnter Gefängniskomplex. Zahlreiche politische und religiöse Dissidenten verschwanden in diesem Komplex.
    Oudisische Missionare, oft unterstützt von den damaligen Prinzen der verfeindeten Stadt Nurdoll, überquerten oft die Grenze, um ihren wahren Glauben der zwei kosmischen Urkräfte gegenüber der verachtenswerten Vielgötterei und Anbetung des falschen Steines zu verbreiten.
    Aber auch unter den Polytheisten des Nordens war die Anbetung des Mrak umstritten. Einige argumentierten, dass dieser nicht Teil des klassischen Pantheons sei, und demensprechend das Klosterreich keine Legitimation hätte, Schutzmacht der Polytheisten zu sein.
    Auch die Anhängerschaften kleinerer Sekten wurden hier eingesperrt.

    Das Gefängnis war in mehrere Abteilungen untergliedert. Straftäter wurden sofort in dunklen steinernen Kammern untergebracht. Religiöse und politische Dissidenten wurden zuerst in dunklen, aber luxeriösen Unterkünften untergebracht, und zwangsweise religiösen Belehrungen unterzogen. Auf körperliche Gewalt wurde verzichtet. Schließlich mussten wichtige Gefange auf Wunsch des Mrak, diesen Stein berühren, damit sie durch die enorme psychische Gewalt dieser Entität bezwungen werden konnten. Weigerten sich Gefangene dem Glauben des Mrak zu folgen und waren sie nicht wichtig genug, um von diesem direkt bezwungen zu werden, so wurden sie im nächsten Schritt in die kargen dunklen Kammern selbst einquartiert. Religiöse Symbole, die in die steinernen Mauern geritzt wurden, beweisen die Standfestigkeit vieler Gefangener. Es gibt Berichte, das noch hier Gefangene unterschiedlicher Religionen untereinander stritten. Nur bekehrte Personen durften das Gefängnis verlassen.

    Der Eingang zu diesem unterirdischen Komplex lag in der Nähe der Klostermauer, war allerdings relativ unscheinbar und wurde lange Zeit geheimgehalten. Gerüchte über das Gefängnis verbreiteten sich jedoch. Formal und rituell war er mit den Zeichen eines Ausgangs gekennzeichnet. Da nur Ordensmitglieder im Klosterareal leben durften, musste genau darauf geachtet werden, dass das Gefängniss zwar direkt unter dem Kloster aber formal und rituell außerhalb demselbigen lag. Die Wachen waren allesamt Mitglieder des Ordens.

    Als die Macht des Ordens im Schwinden begriffen war, kam es zu einer Gefängnisrevolte. Gefangene konnten weite Teile des unterirdischen Komplexes übernehmen, und durch den Zugriff auf die unterirdischen Notvorräte des Klosters auch eine längere Belagerung durchstehen. Schließlich musste das Klosterreich den Gefangenen den Abzug gewähren. Damit war dessen Macht fast endgültig gebrochen.

    (Anmerkung: Sämtliche Namen sind noch/wieder in Überarbeitung, da die Sprachen meiner Welt komplett neu bearbeitet werden sollten)
  • Die Boltzmänner waren eine Verschwörung von konservativen Physikern und Ingenieuren, die sich den Gesetzen der Thermodynamik verschrieben haben. Sie versuchten jegliche Perpetua Mobilia zu vernichten und entführten auch Magier. Jedoch war es für sie oft sehr schwer die Magier tatsächlich am Entkommen zu hindern. Deshalb flog ihre Verschwörung recht schnell auf, und sie wurden selbst für Entführung eingesperrt. Die Aufmerksamkeit jedoch hat ihre Situation verbessert, da sich weitere magiekritische Stimmen zu ihnen gesellten und eine politische Bewegung daraus erwuchs.


    Wow habt ihr viel geschrieben. :o
  • Weiterbildungen über die Übel der Sklaverei und Piraterie in Toenur
    Offiziell gibt es im Königreich Rigarion so etwas wie Presse-, Kunst- und Redefreiheit. Nur zu den Themen Sklaverei und Piraterie sollte man sich zumindest in der Provinz Toenur genau überlegen, was man sagt.
    In der Vergangenheit wurden die Küstengebiete der Provinz nämlich von Piraten und Sklavenjägern terrorisiert und die Regierung setzt seitdem alles daran, diese Übel restlos auszumerzen. Entsprechend sind auch Schriften und anderen Medien, die Piraterie und Sklaverei "verherrlichen" verboten.
    Dummerweise sich unter geflohenen Sklaven bzw. deren Nachkommen ausgerechnet Piratengeschichten und -Filme großer Beliebtheit. Viele sehen - zumindest in selbst oder von anderen Ex-Sklaven produzierten Werken - eine Möglichkeit, die schwierige Vergangenheit zu verarbeiten. Wenn sie sich aber in diesen Geschichten nicht nur als hilflose Opfer sehen, kommt seitens der Justiz schnell der Verdacht auf, es handle sich um "Kollaborateure" von Piraten und Sklavenhändlern.
    Natürlich würde man sich als Richter oder Gesetzgeber nicht gerade beliebt machen, wenn man man offensichtlich ehemaligen Sklaven mit Gefängnisstrafen wieder die Freiheit raubt, also lässt man sie an "Weiterbildungsprogrammen" teilnehmen, in denen sie praktische Fähigkeiten erlernen sollen, um sich den Unterdrückern widersetzen zu können. Zu diesen praktischen Fähigkeiten gehören unter anderem ohne Bezahlung den ganzen Tag Wäsche zu waschen. Mit etwas Glück darf man auch für ein paar Groschen wertlosen Modeschmuck zusammenzufädeln, der völlig überteuert an ahnungslose Touristen verhökert wird.
    Abgesehen davon eignet sich der Vorwurf, jemand sei Sklaventreiber oder Pirat, vorzüglich um politische Gegner mundtot zu machen oder zumindest zu einer kleinen Spende für die eigene Wäscherei oder Schmuckmanufaktur zu motivieren. Denn zumindest in der Oberschicht weiß man, was in den "Weiterbildungen" der Anti-Sklaverei-Verbände wirklich geschieht und wem damit am meisten "geholfen" wird.
    "Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen."
    - Douglas Adams, "Das Restaurant am Ende des Universums"
  • Hurrah, hurrah, Speedbasteln mit dem roten Haar...

    Ich freu mich, dass wieder so viele mitgemacht haben und vor allem, dass diesmal auch NEUE mitgemacht haben!

    Veria, ich bin sehr froh, dass dein Gefängnis irgendwann aufgelöst wurde. Nur schade, dass es erst passierte, als es einen Aufstand darum gab.

    Nahrun, die Insel des guten Lebens klingt gruslig!

    Elatan, ich bin beeindruckt, wie viel und detailliert du gebastelt hast. Ich wüsste gern mehr über Tarais.

    Gudea, das Kloster klingt ma mal interessant. Eine Belagerung bei einer unterirdischen Festung stelle ich mir schwierig vor.

    Tö, ich hab herzlich gelacht über die Boltzmänner. Sind die zufällig mit den Planckisten verbündet?

    Ahja, der Prison-Industrial-Komplex ist auch schon in Welten angekommen, PolliMatrix.
    Braiiiins.
  • Wow, da ist ja ein beeindruckendes Gruselkabinett zustande gekommen! Ich habe eure Beiträge gelesen, habe aber gerade keine Nachfragen, also möchte ich euch allen gemeinsam Danke für eure interessanten Basteleien sagen, es war mir, trotz des Themas, eine Freude eure Texte zu lesen! Sehr schön, was bei diesem Speedbasteln rumgekommen ist! :thumbup:
  • Das sind alles tolle Beiträge! :) Mir fallen jetzt auch gar keine Fragen spontan ein ... naja, vielleicht stellen ja andere noch welche und ich komme so auf eigene.

    @Teja: Danke sehr! Ich glaube, Ores Tarais wäre dir oder irgendjemandem hier aber nicht wirklich sympathisch. Ich konnte das in der Kürze nicht richtig rüberbringen, aber stell dir so eine Art Donald Trump vor, der gegen das Establishment vorgehen wollte. :P
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  • Da ist ja ein schöner Variantenreichtum entstanden, wunderbar!

    @Teja: Die Insel für den Prinzen ist ja definitiv das angenehmste politische Gefängnis. Ist es danach, wo er es ausgebaut hat, auch noch angenehm?

    @Nharun: Brrr, ich glaub, schlimmer geht's nicht. Grad in Kontrast zum Namen. Ich bin allerdings nicht ganz durchgestiegen, worum es bei dem Aufstand genau ging.

    @Ela: Na, der Graf ist für jemanden, der politische Gefangene macht, erstaunlich vernünftig. Macht er eigentlich nach dieser Verschwörung immer noch Gefangene oder ist da seine Beliebtheit so auch schon gross genug?

    @Gudea: Grenzfall religiöse Gefangene. Wie ist das mit dem Zeichen des Ausgangs und formal und rituell und so gemeint?

    @Tö: :rofl:

    @Polli: Na sowas, man bekämpft die Sklaverei mit ... Sklaverei. Ich musste etwas an die Magdalenenheime denken, da wurde ja bekanntlich auch nur geholfen.
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  • @Veria: Bei dem Aufstand ging es zuerst nur darum, die Magier wieder in die Erbfolge ihrer, meist adligen, Familien zu setzen. In Talsa erwuchs daraus eine Kritik an weiteren Traditionen der Gisuvaten. Und als diese aufrührerischen Ideen dazu führen sollten, die Gesellschaft grundlegend reformieren zu wollen (die meisten nicht-adligen Gisuvaten hatten in der Antike nur sehr eingeschränkte Rechte und waren de facto Unfreie), wurde es zu einer Gefahr für die Machthaber. Ich gebe zu, das wird in meinem Text nicht so deutlich, das ist wohl beim "Speed" untergegangen ;) Die genauen Ursachen, Forderungen und Komplikationen müsste ich mal in einem ausführlichen Artikel für meine Website beleuchten :)
  • Veria schrieb:

    @Gudea: Grenzfall religiöse Gefangene. Wie ist das mit dem Zeichen des Ausgangs und formal und rituell und so gemeint?
    Das an Pforten und Toren des Klosters hin zur Außenwelt bestimmte Symbole angebracht sind, die die Grenze des Heiligtums markieren. Diese Symbole sind unscheinbar am Eingang zum Gefängnis angebracht, obwohl es keinen Ausgang gibt, der aus dem Kloster heraus führt.
    Die Rituale habe ich noch nicht ausgearbeitet, aber in einer jährlichen Zeremonie müssen die Grenzen des Heiligtums eingesegnet werden.
  • @Veria: Gefangene werden auch weiterhin gemacht, wenn nochmal jemand aufmuckt. ;) Es kommt aber auch immer wieder zu Hinrichtungen; nur wird eben abgewägt, ob eine Hinrichtung so klug ist. Oft kommt während der Gefangenschaft auch raus, dass der Inhaftierte richtig Dreck am Stecken hat (z.B. Gotteslästerer ist, die eigene Tochter flachlegte etc.) was jemanden, dem man eventuell sogar zugestimmt hätte, dann doch gleich in ein sehr schlechtes Licht rückt. Ist natürlich seltsam, dass so oft dunkle Geheimnisse rauskommen. ¯\_(ツ)_/¯
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  • Tö schrieb:

    Die Boltzmänner waren eine Verschwörung von konservativen Physikern und Ingenieuren, die sich den Gesetzen der Thermodynamik verschrieben haben. Sie versuchten jegliche Perpetuum Mobiles zu vernichten und entführten auch Magier. Jedoch war es für sie oft sehr schwer die Magier tatsächlich am Entkommen zu hindern. Deshalb flog ihre Verschwörung recht schnell auf, und sie wurden selbst für Entführung eingesperrt. Die Aufmerksamkeit jedoch hat ihre Situation verbessert, da sich weitere magiekritische Stimmen zu ihnen gesellten und eine politische Bewegung daraus erwuchs.


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    Ich nehme mal an, dass es eine große Feindseligkeit gegenüber den Boltzmännern gibt. Perpetuum Mobiles ermöglichen die Errichtung utopischer Gesellschaften. Folglich bedrohen die Boltzmänner die Grundlagen des Wirtschaftssystems sofern Perpetuum Mobiles weit verbreitet sind. Mich würde interessieren warum sie Perpetuum Mobiles und Magie kritisch sehen? Welche Weltanschauung liegt ihnen zugrunde?
  • Elatan schrieb:

    Das sind alles tolle Beiträge! :) Mir fallen jetzt auch gar keine Fragen spontan ein ... naja, vielleicht stellen ja andere noch welche und ich komme so auf eigene.

    @Teja: Danke sehr! Ich glaube, Ores Tarais wäre dir oder irgendjemandem hier aber nicht wirklich sympathisch. Ich konnte das in der Kürze nicht richtig rüberbringen, aber stell dir so eine Art Donald Trump vor, der gegen das Establishment vorgehen wollte. :P


    @Elatan: Igitt, jetzt muss ich mir die Augen auskratzen. Obwohl DT ja ganz unterhaltsam ist. So von fern.

    @Veria: Es ist definitiv nicht mehr so angenehm, wie zu Zeiten des Prinzen, aber es ist schon ein netteres Gefängnis. Gewaltverbrechen werden in Mitka üblicherweise mit Arbeitslager bestraft. Auf Auma dürfen die Gefagnenen recht faul sein, sie dürfen nur nicht mehr runter von Auma.
    Braiiiins.