Menschen als Vorbilder für Elfen, Orks usw.

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    • Menschen als Vorbilder für Elfen, Orks usw.

      Moin liebe Bastelnden,

      ich ziehe häufig Inspiration aus Menschen, welche die Grenzen des üblich menschlichen überschreiten. Deswegen habe ich mich für meine Welt auch entschlossen, dass ich keine anderen Völker benutze, sondern mich darauf zurückziehe, dass wir Menschen eine unglaublich hohe Variabilität zur Verfügung stellen. Mich ihrer zu bedienen, reicht mir völlig. (Zusammen mit anderer Metaphysik)

      Beispiele:

      A) Andrew Ucles fängt Tiere mit bloßen Händen

      youtube.com/watch?v=rUiPmHA7Xqg

      Der Typ ist weder besonders athletisch, noch stark, wirkt aber ziemlich intelligent und clever. Der Mensch ist nicht das Defizittier, als dass er häufig angenommen wird.

      B) Wim Hof hält ungewöhnliche Rekorde

      youtube.com/watch?v=VaMjhwFE1Zw


      Wir kennen eigentlich keinen Winter mehr. Deswegen scheint den meisten Menschen Wim Hof unglaublich, während er sagt, dass er das allen Menschen beibringen kann. Wobei mir keiner untergekommen ist, der sich ähnlich extremen Belastungen aussetzt. (Vielleicht die Seals?)

      C) Rich Froning ist super stark UND super ausdauernd

      metcontalk.com/2015/01/09/rich…rds-73-9-in-vo2-max-test/


      Für diejenigen, die nichts mit diesem Wert anfangen können: Angesichts seiner hohen Muskelmasse und seiner hohen Kraft (211kg in der Kniebeuge, laut Wikipedia) in etwa so ein Skill wie Beidhändigkeit beim Schwertkampf. (Vielleicht, so gut kenne ich mich nicht aus)

      D) Martin Strel durchschwimmt die längsten Flüsse

      youtube.com/watch?v=gLtAsC2smfo


      Steht für sich selbst. Ein extrem inspirierender Mensch.

      E) Parkouristen wie Affen

      youtube.com/watch?v=Ymg1-Fhl69w


      BONUS: Valuev youtube.com/watch?v=40yJ4rZL3zw

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      EDIT: Vielleicht um das ganze plastischer zu machen: Ich habe Völker, die in extrem unwirtlichen Wildnissen leben. Sie brauchen im Wesentlichen die Eigenschaften von olympischen Athleten. Außerdem brauchen sie teilweise eine extreme Aggressivität. Gleichzeitig will sie aber noch untereinander sexuell kompatibel machen.

      Genau genommen müsste man postulieren, dass Elfen Menschen sind (oder umgekehrt), wenn man in seiner Welt Halbelfen haben will. Populationsgenetisch fallen sie damit in die gleiche Art. So eine krasse Varianz wie Vielfache von Lebensdauern, Unterschiede die groß und homogen sind (Elfen sind erheblich klüger als Menschen, oder Orks sind grün und haben Hauer und Menschen nicht) und all die anderen Dinge, mit denen man die Völker unterschiedlich macht, erscheinen mir nicht plausibel. Entweder können sie sich mischen und sind damit nicht sooo unterschiedlich oder sie können sie nicht mischen und man schmeißt das ganze "Halb-Sowieso-Ding" raus. Zumindest ist das meine Lösung für Konsistenz.

      Allerdings mag ich große Unterschiede und finde klassische High-Fantasy spannend. Die Atmosphäre schmeckt mir, könnte man vielleicht sagen.

      Für meine Welt will ich aber den Weg der Konsistenz maximal ausreizen. Also ist meine Theorie: Es gibt nur genetische Varianz, soweit sie voll reproduktionsfähige Nachkommen gibt. Ich maximiere den epigenetischen Drift der Populationen, sodass ich eine Art volksspezifisches Zweitgenom schaffe, ohne die populationsgenetische Artgrenze zu verletzen.

      Aber auch für Welten, in denen man klassische Elf-Ork-Mensch und die Mischlinge zulässt, scheint es mir interessant, wie weit man eigentlich als Mensch gehen kann und wie weit dann die anderen Völker abweichen können.

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      Kennt ihr noch weitere Beispiele?
    • Wunderbarer Thread :)

      Wim Hof wollt ich auch in meine Nordmenschbeschreibung verbauen, auf die anderen Videos bin ich auch schon gespannt.

      Von pneumatischen Tauchern hab ich vor Monaten was gelesen, die deutsche Kampftaucher ausbilden. Neben Veranlagung kann hier auch viel mit Ausbildung im Rahmen von Volksgruppen und Gemeinschaften gearbeitet werden.

      Was ich noch über frühe Menschen gelesen hatte, waren spät bemerkbare Schwangerschaften bei damals körperlich aktiveren schwangeren, also Jagdnomaden oder sowas.

      Bei mir gibt's keine Halblinge, weshalb die Fantastischen eben über die menschenmöglichen Maße herausstechen müssen, dafür ist es sinnig die Grenzen der Menschen zu kennen und anstelle der 'Verbesserung' bei Lebensspanne oder Sinnen andere Konzepte vorzuweisen.
      > Möchte in Fantasy-Ausrichtung an den Erfolg von Scientology anknüpfen.
    • Ein höchst faszinierender Gedanke, aus den teils schlichtweg staunenswerten Veranlagungen und Eigenschaften die beschriebenen Völker zusammenzufügen. Und, wie gesagt, ein Konzept das mit dem der High Fantasy mit Elben und Zwergen und dem sonstigen Gesindel von der Vielfalt möglicherweise gleichwertig ist, dabei aber die ausgetretenen Pfade verlässt.
      Finde ich sehr Interessant und Einleuchtend, und bietet sicherlich Stoff für fesselnde Geschichten oder Begebenheiten in einer glaubhaften plausiblen Welt die nicht zu sehr in Tolkiens Vermächtnis verhaftet ist.

      Ich denke auch ein Blick in die Vergangenheit des Menschen könnte für ein Konzept wie das deine Lohnenswert sein, wo der Mensch ja noch allgemein durch seine größere Verbundenheit zur Natur im allgemeinen stärker, ausdauernder, robuster aber auch kleiner war als dieser Tage. Wenn man dann noch extreme Lebensräume, wie Eis- und Felswüsten oder Urwälder in die Rechnung mit einbezieht und die darin begünstigten physologischen und psychologischen Eigenschaften voll ausreizt hat man da gewiss ein ganzes Sortiment grundverschiedener Völker, die aber alle derselben, ich sage mal, Rasse angehörig sind.
    • Ich würde nicht unbedingt Rasse sagen, sondern Art. Man kann dann einfach von Menschen sprechen und die besonderen Eigenschaften sind dann eher Volkseigenschaften (inworld), obwohl man vielleicht von einer Unterart (als Bastler) sprechen müsste.

      Aber unsere Vorfahren hier waren übrigens nicht kleiner. Heute haben wir die alte Größe unserer Jäger und Sammler Vorfahren erreicht, was wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass der Ackerbau eine starke Mangelernährung im Vergleich zur gejagten und gesammelten Kost ist. (Ich habe die Studie nicht zur Hand, müsste aber leicht zu beschaffen sein --> Neolithische Revolution; Aber daher die Informationen (noch) ohne Gewähr).

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      Die aerobe Fitness von den Jägern und Sammlern war beachtlich:

      Alleine durch ihr Leben haben Jäger und Sammler, aber auch Hortikulturisten, eine hohe aerobe Fitness.

      Während die !Kung bereits einen Wert von erreichen 47ml/kg/min liegt der Wert bei den Eskimo bei 56,4ml/kg/min. Spitzenwerte erreichen die Lufas aus Neuguinea mit 67ml/kg/min.[#eaton1988]

      Junge Kanadier haben dagegen nur einen Wert von 40,6ml/kg/min erreicht.

      Deutlich ist, dass die Jäger und Sammler sich durch eine sehr viel größere aerobe Fitness auszeichnen. Es ist unwahrscheinlich, dass sich ihre besondere Gesundheit vor allem auf ihre Ernährung begründet.

      <!-- Literatur -->

      [#eaton1988]: S. Boyd Eaton, Melvin Konner, and Marjorie Shostak (1988): Stone Agers in the Fast Lane: Chronic Degenerative Diseases in Evolutionary Perspective, The American Journal of Medicine, 1988, Vol. 84, S. 739-749.

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      Ich bin mir aber nicht so sicher, ob die Jäger und Sammler so viel stärker waren. Hohe Kraftbelastungen sind nicht unbedingt regelmäßiger Teil des Lebens als Jäger und Sammler.
    • Ah. Das ist die maximale Sauerstoffaufnahme pro Körpergewicht. Also im Grunde ein Wert dafür, wie viel Energie (sauerstoffabhängig) durch den Organismus pro Minute und Körpergewicht umgesetzt werden kann.

      Die Jäger und Sammler, die ich hier aufgeführt habe, sind ziemlich fit. Die VO2max (so nennt sich das) ist bei Profifußballern etwas über 60 ml/kg/min.

      Allerdings muss bei dem Wert berücksichtigen, dass die entsprechenden Jäger und Sammler ziemlich klein und schlank sind. Da kann man leichter eine hohe relative VO2max erreichen (relativ zum Körpergewicht).