Weltenbau-Qualitätskontrollrückmeldung

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    • Vielleicht liegt hier ja der Grund dafür, daß das Ganze bei 5 Lesern inzwischen auf 10 verschiedene Arten interpretiert wurde. :lol:

      Ich zumindest habe zB Federteufel jetzt nicht als formelle, sondern rein ideelle Vorlage gesehen. Mir war nach dem Stöbern dort nicht bewußt, daß sich diese auf ein Formular beziehen - beim Drüberlesen über die Regeln und auch der fertigen Röstungen wirkt es auf mich so, als würden die Kritiken dort genauso freestyle ablaufen wie in DDW. Nur eben schonungsloser und stark wertend.

      Was du jetzt mit den drei Beispielen der Steckibewertung meinst, weiß ich nicht. Von der Beschreibung her klingt es derzeit jedenfalls danach, als ob eure Vorgangsweise war: zuerst den Spieler einen Steckbrief mit zig Fragen ausfüllen zu lassen und dann bei jeder Frage zu bewerten, ob das Kriterium erfüllt wurde, am Ende dann eventuell noch mit kurzen Anmerkungen, was besser gemacht werden soll. Das find ich für einen Charakter auf einer bestimmten Spielwelt, der zum Spielen bestimmte Kriterien einfach erfüllen muß, auch eigentlich eine recht brauchbare Herangehensweise. Daß diese Vorgehensweise nicht direkt so übernommen werden soll, ist für mich nicht herausgekommen.

      Wie gesagt, vielleicht liegt da der Grund für die Verwirrung?


      Also, ich versuch mal zusammen zu fassen, wie ich das Ganze jetzt verstehe:

      • Jemand postet einen Text - anders als in DDW aber keinen einfachen Weltentext als Teil der Ausarbeitung, sondern zB etwas, das in dieser Form schon auf eine Webseite gehört oder demnächst an einen Verlag geschickt werden soll
      • Für eine Antwort darauf kopiert man das Antwortformular in den Antwort-Post und gibt dort als Freitext, aber eben passend zu den Überschriften, sein Feedback wieder
      • Dabei soll zu jeder Überschrift ein Text stehen, damit auch jeder der Punkte mehrfach aufgegriffen wird (was mehr Perspektiven bietet als wenn jeder nur einen Punkt herauspickt)


      Was mir noch immer nicht klar ist, ist die Bewertung an sich. Daß diese nicht nach einem Punktesystem funktionieren, sondern eben mehr in Richtung Federteufel gehen soll, ist damit geklärt. Wie aber nun Kriterien für "gut" und "schlecht" festgelegt werden sollen, versteh ich auch weiterhin nicht. Einfach wie bei Federteufel in Richtung "das gefällt mir daran" oder "das gefällt mir daran nicht"? Dann würde sich der Bastler einfach aus mehreren Antworten zusammenreimen, was beim Publikum ankommt und was nicht.


      Wie gesagt, ich seh halt bei solch stark wertenden Kritiken das Problem, daß diese vermutlich nur einen recht kleinen Teil der Bastler hier ansprechen werden.

      Um beim obigen Beispiel zu bleiben (sehr überspitzt ausgedrückt): Mir ist vollkommen schnurz, ob Weltenbastler XY mein wissenschaftlicher Text zu Zombies gefällt.

      Wie viele hier hab auch ich beim Zielpublikum angegeben, daß ich erst einmal vorrangig für mich bastle, es also im Grunde mal nur mir selbst gefallen muß. Dabei ist mir auch vollkommen egal, ob mir XY jetzt auf einer Skala von 10 eine 2 gibt (Punktesystem) oder mir eine dreiseitige Abhandlung drüber schreibt, warum er ungruselige Zombie-Texte doof findet (Freitextsystem).

      Sehr wohl interessiert es mich aber, wie der Text auf einen Leser wirkt. Kommen die Bemühungen heraus, daß der Text nicht gruselig sein soll? Ist verständlich, was ich damit ausdrücken wollte? Hab ich irgendwelche Details vergessen, die bisher nur in meinem Kopf existieren und damit zu Verwirrungen führen?

      Daher wäre eine Bewertung in meinem fiktiven Beispiel hier vollkommen unnötig, ein wertfreies Feedback aufgrund eines festgelegten Themenkatalogs aber sehr hilfreich.


      (Und nein, mir sind die Meinungen der anderen natürlich nicht vollkommen egal :lol: - aber das ist einfach bei mir nicht der Fokus, eine röstende Bewertung damit auch schlicht und ergreifend overkill - und offenbar geht es da vielen anderen ebenso.)
      Bring me your soul, bring me your hate
      In my name you will create
      Bring me your fear, bring me your pain
      You will destroy in my name

      - Les Friction, Dark Matter
    • Mh, wie genau die Federteufel das handhaben, weiß ich nicht, vermutlich auch noch eher freestyle.


      Wenn wer Interesse und Muße hat für die damalige Charakterbewertung:
      Kriterienerfüllung ist hier eben auch ein sehr dehnbarer Begriff. Noch ein Bespiel für Kritik (neben Geldmenge nicht angegeben, Schmiedehandwerk als Kampfausbildung benutzt, ist kein Flugzeugpilot als Charakterschwäche) wäre ein nicht ausgeglichenes Verhältnis von Stärken & Schwächen, wenn der Char also z.B. die Tendenz zum Powerchar hat.



      Zur Vorgehensweise o.ó (horray!)
      • Jemand postet einen Text zum Ende einer Arbeitsiteration, also nicht beim Expertenaustausch/Recherchefragen oder soetwas, sondern wie schön beschrieben etwas publikables oder erstmal fertiges, auf dem man aufbauen möchte (Da bietet sich das Format Einbettungseinleitung-Inhalt-Hilfestellungsfragen an)
      • Dem Antwortformular folgend antwortet man passend zu den Überschriften und dazugehörigen Notizen im Freitext seine Rückmeldung
      • Vermutlich gibts wie im Freestylemodell anschließend zur formulierten Rückmeldung Fragen und Diskussionsbedarf, der Autor lernt hoffentlich inwiefern er Überarbeitung wünscht und angehen mag und darf zum Ende der nächsten Iteration wieder präsentieren
      • Ggf. finden wir zwischendurch auch heraus, wie sich das Antwortformular sinnvoller gestalten lässt, was sich da inhaltlich bewährt und strukturell übersichtlicher ist und aktualisieren entsprechend



      In der Bewertungsvorlage im Einstiegsbeitrag steht auch nichts von gut oder schlecht, und der ganze Leserwirkungs-Klotz ist ja sowieso recht subjektiver Natur.

      Da Weltenbastler auch viel Ideen präsentieren, vielleicht aus dem Gamedesign mal ein Spruch: Ideen sind für sich nicht gut oder schlecht, bewerten kann man sie nur daran welche Ziele sie erfüllen. Ziele und Themenfokus wären vielleicht auch spannend für das Formular.

      Hier nochmal der Erstversuch Antwortformular:

      Bewertungsvorlage
      • Kurzwiedergabe des inhaltlichen Kerns der Präsentation, was war hierfür (womöglich) unnötig?
      • Leserwirkung:
        • (Stilistisch) Eintauchen, Stimmung, welche Atmosphäre wird erzeugt?
        • (Stilistisch) Welche Mittel wurden eingesetzt, was hat funktioniert, was nicht?
        • (Inhaltlich) Interesse, Spannung, wird auf mögliche weitere Inhalte verwiesen/angeworben?
        • (Inhaltlich) Konsistenzfrage, innere narrative Schlüssigkeit & Vollständigkeit, bleiben Fragen offen?
        • (Inhaltlich) Erwartungen und Ergänzungen, in welche Richtung wird sich das weiterspinnen? (?)
      • Nennung von Assoziationen & Referenzen auf bekannte Geschichten/Tropes/Welten
      • Lesen der Hilfestellungsfragen, Eingehen darauf.


      Die Kurzwiedergabe ist gar noch eine Idee aus dem Weltenvorstellungskreis, man stellt seine Welt vor, schreibt auf was man sich zu anderen Weltvorstellungen behalten hat und bekommt dann die Zettel der Eindrücke der anderen mit, um daraus zu schließen, was besonders Eindruck gemacht hat oder als Fokus behalten wird.

      Auch beim Zombiesachtext können Mittel und Atmosphäre untersucht werden, eben nicht als Vermittlung im Text sondern als Konzept Zombie und mit der Frage, inwiefern Adaption und Eigenentwürfe darin die Atmosphäre bestimmen oder im Vergleich zum klassischen Zombiebild verändern können.

      Wer dir beim Sachtext darüber schreibt, wie ungruselig der Zombietext war, hat das Thema verfehlt. Bewertet werden können hingegen trotzdem Sachtextpräsentation/Klarheit und Idee. Es ist eben auch ein Unterschied ob der Text Hintergrundinfo ist für Autoren, oder Vordergrundinfo für Publikum. Das Mischding, also z.B. ein staatliches Flugblatt oder eine Radiosendung zum Wesen der Zombies, ist wiederum aus beiderlei Perspektive betracht/wertbar.


      Zum Ende des Beitrages hab ich ein wenig Probleme zu folgen. Also was jetzt "stark wertend" sein soll und wieso problematisch, was das wertfreie Feedback aufgrund des Themenkataloges .. und warum rösten problematisch. o_O Freestyle dich durchs Antwortformular ein bisschen umfang- und hoffentlich hilfreicher als üblich und gut ist.
      > Möchte in Fantasy-Ausrichtung an den Erfolg von Scientology anknüpfen.
    • Bewertungsvorlage

      Kurzwiedergabe des inhaltlichen Kerns der Präsentation, was war hierfür (womöglich) unnötig?
      Leserwirkung:
      (Stilistisch) Eintauchen, Stimmung, welche Atmosphäre wird erzeugt?
      (Stilistisch) Welche Mittel wurden eingesetzt, was hat funktioniert, was nicht?
      (Inhaltlich) Interesse, Spannung, wird auf mögliche weitere Inhalte verwiesen/angeworben?
      (Inhaltlich) Konsistenzfrage, innere narrative Schlüssigkeit & Vollständigkeit, bleiben Fragen offen?
      (Inhaltlich) Erwartungen und Ergänzungen, in welche Richtung wird sich das weiterspinnen? (?)
      Nennung von Assoziationen & Referenzen auf bekannte Geschichten/Tropes/Welten
      Lesen der Hilfestellungsfragen, Eingehen darauf.

      Ich kann mir vorstellen, dass die eine oder andere Frage davon bei manchen gebastelten Texten hin und wieder etwas wäre, was ich gerne wissen wollte. Wenn ich so einen Text poste, würde ich die Richtung, in der ich mir von den Leuten Feedback wünsche, dann einfach untendranschreiben.
      Große Teile von einer Liste wie dieser hingegen wären Dinge, auf deren Grundlage ich meine Texte gar nicht untersucht haben wollte. Das wäre vergebene Liebesmüh weil ich das ignorieren würde wenn mir mein Text so gefällt wie er ist. Kriege ja keine Note dafür.
      Texte hin auf so ein vorgefertiges Formular abzuklappern erinnert mich an Deutschunterricht, die trockene Variante - assoziiert mit Arbeit, nicht mit Freizeit- und Hobbykreativität. Beim Posten von Texten würde ich also weder von jemandem verlangen wollen, meinen Text draufhin zu zerpflücken, noch hätte ich selber Zeit und Lust dazu, das mit anderer Leute Texte zu machen. :weissnicht:
    • Sturmfaenger schrieb:

      Ich kann mir vorstellen, dass die eine oder andere Frage davon bei manchen gebastelten Texten hin und wieder etwas wäre, was ich gerne wissen wollte. Wenn ich so einen Text poste, würde ich die Richtung, in der ich mir von den Leuten Feedback wünsche, dann einfach untendranschreiben.
      Das scheint mir auch das Sinnvollste. Es gibt eine hohe Diversität von Bastlern. Diese Diversität in formale Bahnen zu lenken, führt imho dazu, dass mehr Menschen mit der Formalität unzufrieden sind als zufrieden.

      Wenn man einfach dran schreibt, welches Feedback wichtig für einen ist, übernimmt man selbst Verantwortung dafür, welches Feedback kommt. Man kann auch verschiedene Dinge zum Ton schreiben: A) Ey, ich will die volle Breitseite: Je fieser, desto besser. B) Leute, ich bin mir unsicher, was den Text angeht, bitte nicht töten.
    • Ich kann mich Sturmfänger und Enligunon da nur anschließen; ich glaube, es wäre schon ganz gut, wenn Leute, die hier etwas präsentieren, auch ggf. klar und deutlich schreiben, welches Feedback sie sich erhoffen. Wenn sie das nicht tun, dann müssen sie eben mit dem zufrieden sein, was kommt bzw. können sich dann nicht wirklich beschweren. Wenn vorher geklärt wird, dass jemand z.B. nur etwas präsentieren möchte, an dem er lange gewerkelt hat und auf das er stolz ist und mit dem er zufrieden ist, dann ist es vielleicht nicht in seinem Sinne, wenn lauter "Verbesserungsvorschläge" kommen; andererseits ist ein "Uh toll" bei anderen Texten auch keine Hilfe, wenn jemand seine Welt "verbessern" will.
      Straße war gestern, du siehst mich im Board
      Ich häng im World Wide Web, das ist kein friedlicher Ort
      Opfer, wag einen Blick auf die oberen Ränge
      Schieb Respekt; ich bin Forenlegende.


      ~ Komm in den Chat. Wir haben Kekse. ~
    • Hm... ich versteh nicht ganz das Unverständnis, warum schonungsloses Rösten ein Problem sein kann. Zumal ich beim Durchlesen von Federteufel schon an einigen Stellen der Meinung war, daß da die Grenzen eines respektvollen Umgangs miteinander stark gedehnt wurden.

      Hier wird zwar viel über wissenschaftliche Hintergründe diskutiert, und offenbar sind viele von uns auch Studenten oder Ex-Studenten - aber letztendlich ist das hier dennoch ein stark intuitives, kreatives Hobby.

      Und da gibt es eben mehrere Gründe (die meisten hier ja schon angesprochen), warum eine schonungslos wertende Kritik unpassend sein kann:
      • Als Hobbybastler stellen viele von uns garnicht diesen hohen Qualitätsanspruch an uns selbst - klar will jeder eine stimmige und verständliche Welt haben, aber hauptsächlich soll es mal Spaß machen. Wenn jetzt die eigenen Texte auf Herz und Nieren auseinander genommen werden, dann würde die Hälfte der Kritik einfach ignoriert werden (siehe auch Sturmfängers Antwort), was wiederum vermutlich der Kritiker irgendwann als frustrierend empfinden würde.
      • In kreativen Bereichen gibt es viele zarte Pflänzchen, die mit wertfreier Hilfestellung und freundschaftlicher Kommunikation wunderschöne Blüten hervorbringen können. Diese schonungslos zu rösten bringt nichts weiter hervor als jede Menge verbrannte Erde.
      • Bei einem kreativen Hobby wie dem Weltenbasteln gibt es kein "richtig" und kein "falsch". Eine Kritik wird also immer eine reine Meinung bleiben und eine Bewertung damit nie Allgemeingültigkeit erreichen. Viele von uns haben angegeben, rein für sich selbst zu basteln, und damit ist die einzig wirklich relevante Meinung zum Text die eigene. Das heißt nicht, daß man kein Feedback will, gerade um Unklarheiten und Logikfehler zu finden, aber ob andere einen Text für gut oder schlecht befinden ist oft einfach irrelevant.
      • Viele sehen das Forum hier als sicheren Rückzugsort, als freundschaftliche Gemeinschaft, mit der man halt gemeinsam abhängen und über Weltenbastlerthemen reden kann. Dazu paßt ein schonungsloser Korrekturstift einfach nicht. Einerseits, wie schon mehrmals erwähnt, weil viele einfach keinen Bock haben auf Deutschunterricht haben, andererseits weil gerade Federteufel ein gutes Beispiel dafür ist, wie verletztend eine schonungslose Kritik sein kann. Nicht jeder will das in seinem "sicheren Hafen" haben.


      Sich auf Qualitätskontrolle, schonungsloses Rösten und Bewertungen festzulegen dezimiert also von vornherein das Zielpublikum eines solchen Projektes.


      Ich schließ mich nebenbei Elatan dabei an, sich Sturmfänger und Enligunon anzuschließen. :lol:

      Vielleicht ist unser Ansatz bisher einfach verkehrt herum. Vielleicht sollte die Checkliste garnicht beim Kritiker liegen, sondern beim Bastler selbst. Eine Vorlage, nach welcher Art von Kritik man suchen kann, und man pickt sich dann die Themenbereiche aus der Checkliste heraus, die einem für den vorliegenden Text wichtig sind. Beim Zombie-Beispiel etwa könnte man nach der "Bewertungsvorlage" auf folgende Feedbackwünsche kommen:

      Wirkt der Text zu überladen mit Nebendetails? Was denkt ihr, sollte ich einige davon weglassen?
      Ich versuch auch eine ganz bestimmte Stimmung damit aufzubauen - würde mich also freuen, wenn ihr mal postet, welche Stimmung bei euch beim Lesen aufgekommen ist.
      Habt ihr irgendwelche Logikfehler gefunden? Irgendwas, das sich eigentlich widerspricht?
      Beziehungsweise, ist irgendetwas unklar geblieben?
      Ihr könnt den Text gerne nach Herzenslust auseinander nehmen, aber im Grunde gefällt er mir so ganz gut, viel wird sich also vermutlich nicht mehr dran ändern.


      Für Leute, die es lieber formell haben (oder die Zeitersparnis von copy & paste lieben :lol: ), kann man ja gerne auch einen festen Fragenkatalog aufbauen, aus dem sich der Bastler dann die rauskopiert, die ihn interessieren. Die Kritiker wären dann halt angehalten, die Fragen zu zitieren und wirklich auf jede davon einzugehen (innerhalb des Projektes - wenn der Bastler hingegen die Vorlage für einen normalen DDW-Eintrag nutzt, dann steht es den Kritikern weiter frei, ob/wie sie drauf eingehen wollen).

      Also erstmal, ich fand den Text sehr ungewohnt, aber durchaus interessant. Kommt da noch mehr nach diesem Schema?
      Wirkt der Text zu überladen mit Nebendetails? Was denkt ihr, sollte ich einige davon weglassen?

      Ich fand den Text an sich zwar nicht überladen, aber wenn du ihn etwas verschlanken willst könntest du zB den Teil mit der Herkunft des ursprünglichen Erregers weglassen. Ist zwar interessant, und ich empfinde es nicht als störend, aber für die Welt relevant ist ja eigentlich erst wirklich, wie die Wissenschafter aus dem ursprünglichen Erreger den Zombievirus erzeugt haben.
      Ich versuch auch eine ganz bestimmte Stimmung damit aufzubauen - würde mich also freuen, wenn ihr mal postet, welche Stimmung bei euch beim Lesen aufgekommen ist.

      Öh, also auf mich wirkt das Ganze sehr wissenschaftlich-steril. Gruselig, wie man's halt bei Zombiegeschichten gewohnt ist, find ich den Text jetzt nicht, eher sehr distanziert. Wenn das die gewünschte Stimmung ist, paßt's IMHO perfekt. Wenn nicht, kann ich dir gerne nachher zusammenschreiben, welche Teile diese Stimmung bei mir ausgelöst haben.
      Habt ihr irgendwelche Logikfehler gefunden? Irgendwas, das sich eigentlich widerspricht?

      Bin nicht sicher, hab ich das richtig verstanden: Der Erreger gelangt über den Speichel an den Zähnen des Zombies in die Wunde, also durch Flüssigkeitsaustausch? Andererseits ist es nicht gefährlich, von einem Zombie gekratzt zu werden - was aber, wenn der Zombie Speichel unter den Fingernägeln hat? Und wie sieht es mit Blut aus, kann man sich über Zombieblut infizieren? Dann wäre doch ein Kratzer sehr wohl eine Gefahr, weil beim Kampf gegen den Zombie dessen Blut in eine der frischen Wunden kommen könnte, oder?
      Beziehungsweise, ist irgendetwas unklar geblieben?

      Mir ist noch nicht ganz klar, warum die Wissenschafter den Virus überhaupt erschaffen haben. Gibt's dazu einen Auftrag vom Militär?


      Wenn ich so weitermach mit dem Beispiel, kann ich demnächst wirklich eine Zombiekalypse Geschichte schreiben. :lol:
      Bring me your soul, bring me your hate
      In my name you will create
      Bring me your fear, bring me your pain
      You will destroy in my name

      - Les Friction, Dark Matter
    • Lyrillies schrieb:

      h) Kiki es steht immer noch im Projekteboard und ist bisher eine reine Überlegung von der nicht mal klar ist wie genau sie zu verstehen ist, man muss deswegen jetzt nicht sofort Zeter und Mordio schreien und androhen das Forum zu verlassen.

      Aeh.... watt? Du kannst 10 Din A4-Seiten lang erzaehlen, was du alles gut oder schlecht oder sonstwie findest aber ich soll bitte die Fresse halten? Du kannst mich mal.
      Roald Dahl, Revolting Rhymes, Little Red Riding Hood and the Wolf:
      The small girl smiles. One eyelid flickers. / She whips a pistol from her knickers. / She aims it at the creature's head / And bang bang bang, she shoots him dead.
      A few weeks later, in the wood, / I came across Miss Riding Hood. / But what a change! No cloak of red, / No silly hood upon her head.
      She said, "Hello, and do please note / My lovely furry wolfskin coat."
    • Lies es doch noch mal, vielleicht wird dann klar, dass von dem was du in deiner Reaktion erwähnst kein einziges Wort in meinem Kommentar steht. Auch nicht implizit. ;)
      I would have followed you, my brother. My captain. My king.


      Diese Bastlerin verpflichtet sich freiwillig dazu, ihren freiwilligen Verpflichtungen nur noch auf freiwilliger Basis nachzukommen. Die Freiwilligkeit dieser Tatsache ist freiwillig.
    • Die Arbeits- statt Freizeitassoziation kommt eben daher, dass eben eine tiefere Auseinandersetzung gefordert ist. Da gings dann ja aber im Gegenseitigkeitsmodell drum..

      Jegliche Diversität ist formalisierbar, solang sie auf Worten basiert. ò.ó

      Und mir gings schon um die volle Breitseite, also Problembewusstsein in erster Linie und wenn die Leute Einfälle und Lust haben auch Verbesserungsvorschläge, wobei ich das wieder weniger relevant finde. Auf 'nice' als Rückmeldung kann man halt auch nur 'thankya' antworten.


      • Qualitätsanspruch & Stimmigkeit: Das ist ja wie gesagt keine DDW-Ersatzvorlage, sondern ein Projekt fürs Auseinandernehmen.
      • Hilfestellung durch freundschaftliche Kommunikation ist in DDW ja präsent, der Bedarf ist (soweit ich sehe) dort ausreichend gedeckt.
      • In der Bewertungsvorlage (auch wenn du dich am Worte störst) gibt es auch kein richtig oder falsch und von Neutralität war bei uns selbst in Schultextanalysen nicht die Rede. Bewertet wurde dort die Fähigkeit seine Meinung gescheit zu begründen, nicht die Meinung selbst, für die Meinung dürfen Lehrer keinen Punktabzug geben. Da hab ich wieder das Problem wo du "stark wertend" und "wertfreie Leserwirkung" unterscheiden willst, das ist für mich das gleiche. Nur ist für dich das eine unnötig, das andere hilfreich *verwirrt*. Ich glaub du meinst nach dem Runterargumentieren ein Fazit des eigenen Geschmacks, das dir schnuppe ist? Naja einen Abschlusssatz á "ich mag Zombies ja nicht, aber so wie du das machst wirds doch irgendwo interessant" oder "ich mag Zombies eigentlich aber was du draus machst irgendwie nicht mehr" finde ich jetzt auch nicht zu verkehrt, auch wenns erstmal die wertende irrelevantere Rückmeldung zu sein scheint.
      • Warum wird der sichere Hafen zerstört, wenn nebendran die Eisenbahn aufmacht? X_X Traut man den Forennutzern nicht zu die Bereiche voneinander zu unterscheiden, sodass die Zuckerbrotnutzer dann Peitsche abbekommen?

        Das ist ein bisschen anstrengend hier pausenlos für den Niedergang der Forenkultur und -gemeinschaft verantwortlich zu sein, aber so müssen sich reformwillige böse Overlords halt wohl fühlen.

      Die Bewertungsvorlage dem Bastler mitzugeben und so auch den Kritikern Arbeit abzunehmen klingt ganz sinnvoll. Vielleicht kommen ja auch drei Bruchstücke raus, also stilistische/inhaltliche/sonstwie geartete Untersuchung, die man dann zusammenstücken kann, wies einem passt. "Ich hätte gern die Abschnitte 1. (stilistisch), 3. (inhaltlich) und sowieso bewertet".


      Wenn man sich hier einig ist, würde ich an der Stelle den Beginn der Sammlung des Fragenkataloges vorschlagen, der währenddessen/anschließend sortiert werden darf. o.ó .. also ich würd durch verschiedene Arten präsentabler Texte durchgehen und mich fragen, was ich dazu gern fragen würde/könnte oder womöglich auch nicht fragen würde, aber andere vielleicht mit ihren Texten würden an der Stelle.


      ... ich glaub wenn mey Welt täglich argumentativ madig geröstet würd, hätt ich viele neue Ansatzpunkte und Perspektiven fürs Voranschreiten des Prozesses, würde aber nicht die Lust am Basteln oder den Rückmeldungen verlieren. Außer natürlich ich bekomme pausenlos Meldung zum selben Punkt, den ich so lassen mag, das wär schon schnell öde.
      > Möchte in Fantasy-Ausrichtung an den Erfolg von Scientology anknüpfen.
    • :kopfkratz: Ehrlich gesagt verstehe ich hier das Problem und den Anspruch auch nicht

      Wenn man sich hier einig ist, würde ich an der Stelle den Beginn der Sammlung des Fragenkataloges vorschlagen, der währenddessen/anschließend sortiert werden darf. o.ó .. also ich würd durch verschiedene Arten präsentabler Texte durchgehen und mich fragen, was ich dazu gern fragen würde/könnte oder womöglich auch nicht fragen würde, aber andere vielleicht mit ihren Texten würden an der Stelle.


      Wie wäre es, Eru, wenn du mal einen Text von dir zeigst mit deiner Wunschliste an Fragen, die du dazu beantwortet haben möchtest? Dann wird sich zeigen, ob noch Leute ähnliche Bedürfnisse für ihre Texte haben, eigene Texte danach untersucht haben möchten oder zusätzliche Fragen/Anforderungen bringen. Daraus ließe sich vielleicht ein Muster stricken, woran man sich bei einer "qualitätsorientierten Tiefenprüfung" entlanghangeln kann. Und damit zeigt sich auch, ob konkret Leute bereit sind, da überhaupt mitzumachen, all zu viele (wenn überhaupt) werden das wohl nicht sein, befürchte ich.

      Mein Eindruck bisher ist, dass hier alle im schwurbeligen Vielleicht herumstochern und außer dir, Eru, eigentlich ohnehin keiner bei einer dauerhaften, in feststehende Frageformen gefasste Prüfschemen gefassten Überprüfung mitmachen würde. Es steht ja immer jedem frei bei seinen vorgestellten Texten Fragen zu fragen. :kopfkratz: Und dass ungefragt Texte von anderen Bastlern einer "qualitätsorientierten Tiefenprüfung" unterworfen werden, ist hoffentlich eh nicht angedacht. Da hätte ich auch überhaupt keine Lust drauf und kann sehr wohl verstehen, dass Leute da sehr empfindlich drauf reagieren.
      Mir hatten doch nüscht! Damals, kurz nach dem Krieg!
    • Ich wurd darauf hingewiesen, dass das als Feedback-Leitfaden zu benennen womöglich auf weniger Widerstand gestoßen wäre, da Assoziationen zu Formularen alltagsbedingt unglücklich sein können und als straffer oder komische Fernsehumfragen wahrgenommen werden.

      Kürzlich habe ich nun "Kulte" fertiggestellt bei mir, die könnt ich wie vorgeschlagen präsentieren und einen (hoffentlich auch für anderes verwendbaren, soweit die These,) Feedbackwunsch für die Kritiker/Wertung dranpacken.

      Zur "Akademisierung des Weltenbastelns" ist nochmal zu betonen, dass systematische Vorgehensweise den Hobbymenschen ja nicht aufzwingt das auch so zu tun, noch die davon irgendetwas ungebeten abbekämen. Stellenweise hab ich (wenn auch nicht auf mich gemünzt) vom sicheren Kuschelhafen einer zusammenhängenden freundschaftlichen Forengemeinde aber nur wenig mitbekommen x__x und find die Federteufel so aus der Ferne recht respektvoll, Beispiele zu doof wären vielleicht sinnvoll, ggf. haben wir in unterschiedlichen Threads gestöbert.

      Zurück zu Vinnis Vorschlag, jedenfalls darf (wer Lust hat) dann jetzt im Sinnhaftigkeitsexempel zu folgenden Fragen fies sein (oder man guckt nur drauf und weiß für sich, dass man auf keiner der Seiten an sowas teilhaben möchte):

      • Kurzwiedergabe in eigenen Worten - Was bleibt hängen/sticht hervor? x.x (Ein Satz pro Kult)
      • Leserwirkung: Welche Stimmung/Atmosphäre wird erzeugt? Was funktioniert, was nicht?
      • Leserwirkung: Spannung - Wo geht sie ganz flöten, wo kann man was davon finden? Ist es einigermaßen interessant oder gehörts in die Schublade trockene Sachtexte - nicht für Leseraugen bestimmt?
      • Inhaltlich: Vollständigkeit, narrative Schlüssigkeit - Gibt die Kurzbeschreibung ein schlüssiges, rundes Bild oder ist es eher ein vager Ideenflickenteppich? Ist irgendwas unverständlich/missverständlich formuliert oder ginge besser?
      • Inhaltlich: Assoziationen und Ergänzungen, erinnert es an andere Inhalte und wurde was im Themenbereich verpasst? Ist etwas konzeptionell so nicht schön?
      • Struktur: Der erste und zweite Absatz sollen verschiedene Funktionen erfüllen, wird das deutlich?
      • Qualitative Einschätzung: Welche Abschnitte stechen positiv oder negativ hervor? Ist das alles ungefähr einheitlich gleich gut oder schlägt es stellenweise weit aus?
      • Und womöglich fällt noch jemandem etwas auf, das bislang nicht abgedeckt ist.


      Das sind eigentlich 13 Kult-Kurzbeschreibungen geworden, aber so sehr plag ich euch dann nicht, drei sollen mal reichen. o.o Bei der 3/13-Auswahl hab ich schon bemerkt, dass einiges schlimm formuliert nochmal rausgeputzt gehört, na mal gucken x.x
      Spoiler anzeigen
      Dryadenkult - Wurzeln der Welt
      Als urtümlich gilt, wer unter dem Zeichen der Spirale die heiligen Bäume der Welt behütet, in denen bald junge Dryaden erwachen. Behangen wird deren Geäst mit Federschmuck, Knochen und den Köpfen von Feinden und Verbrechern. Doch der Erde, deren Tiefen, der Unterwelt gilt ihr Wirken, auf dass die künftigen Waldgottheiten die Lande und die Toten darin beisammen halten. Und so hausen sie in den heiligen Kammern weit verzweigter Höhlen, aus denen Anrufungen, Trommelschlag und dröhnend Horn mit den Stimmen zahlloser Echos widerhallen, und schlafen im Winter unter den Wurzeln der Bäume.

      In kleinen Gruppen von kaum einer Hand voll leben die wechselwarmen Hexenwesen beisammen, benötigen kaum Nahrung und überwintern gänzlich ohne. Zwiesprache halten sie mit den Schlangen im Fels, halten Weihen, auf dass mächtige Naturgeister in Erscheinung treten und schadbringende in die heiligen Bäume gebannt werden. Mit Silberzungen und Wisperliedern bezaubern sie, besänftigen die Toten und selbst große Geister, doch auch manch Sterblichen, den sie verschlingen und der neu geborenen Dryade opfern, ehe sie zur nächsten Geburt weiterziehen.

      Allfeuerkult - Ewiglich brennt ihr Herz
      An den Gipfelheiligtümern um die ewig brennenden Erdfeuer, doch auch an den Feuerseen in unterirdischer Tiefe ehren Kulte die erwachten Geister, weise und alt. Als reinigend gilt ihre zarte Berührung, als grausam ihr schlingender Zorn. Als fromm gilt es mit den Flammen zu tanzen und für sie zu musizieren und zu singen. In einer Schale tragen sie die heiligen Feuer in alle Kammern, auf dass sie über die Sterblichen wachen und sie beschützen. Aus fernen Landen werden Kranke und Besessene an die Feuerstellen gebracht, um Opfer darzubringen und sich von bösen Geistern bereinigt zu wissen.

      Wachsam sieht der immertanzende Geist, was um ihn geschieht, lässt seine Feuer in verschiedene Kammern tragen und erfährt bei ihrer Rückkehr, was sich darin zugetragen. So hört das Feuer jede Sorge und jedes Gebet, sieht jede Regung und jeden Vorfall, und beschließt hieraus, was es den seinen auferlegt. Vermag nur selten ein Kultangehöriger selbst zum Feuer zu sprechen, weiß es doch mit Ausschlag seinen Willen, Gunst und Missgunst darzustellen. Alte Feuer fordert es als Opfergaben Fremder, die es verschlingt, um sein Wissen zu bereichern und mit diesen Erkenntnissen die Gäste dem Kult zuzuführen.

      Windnomaden - Sturmbändiger der Steppen
      Hoch auf den heiligen Bergen stehen die alten Schreine der Tauren und Seevölker, in denen mächtige Seehexenwesen residieren und die Sturmriesen besänftigen sollen. Doch erleben manche dieser Schreinwächter die Metamorphose des Vampyrismus und müssen schließlich von ausgesandten Kriegern niedergestreckt werden, um das Leben der Sterblichen am Berg zu schützen. So sind viele dieser heiligen Stätten verlassen, ehe ein neuer Windnomade aus den Steppen den dazugehörigen heiligen Berg besteigt und den oft verwitterten Schrein wiederaufbaut, um schließlich über ihn zu wachen.

      Da die Vernachlässigung der Bergschreine zu gewaltigen Naturkatastrophen führen kann und Küstensiedlungen dem Zorn der Meere aussetzt, entscheiden sich die Anwohner mancher Schreine auch einen vampyrischen Wächter mit Menschenopfern zu besänftigen, wenn sie sich nicht in der Lage sehen das Hexenwesen zu bezwingen und Ersatz einzusetzen. Die hierfür nötigen Windnomaden sind jedoch launenhaft, bereisen lieber das weite Land und halten mit dem Nixenvolk Zwiesprache. So finden sich schwerlich Nomaden, die sich derart niederlassen und damit oft weitere Metamorphosen provozieren.
      > Möchte in Fantasy-Ausrichtung an den Erfolg von Scientology anknüpfen.
    • Ich versuch' mich dann mal für den ersten Kult am Leitfaden:

      Dryadenkult - Wurzeln der Welt
      Kurzwiedergabe in eigenen Worten - Was bleibt hängen/sticht hervor?
      In Höhlen wohnende, Bäume mit Leichenteilen schmückende Kultisten, die Wald und Tod miteinander verbinden.

      Leserwirkung: Welche Stimmung/Atmosphäre wird erzeugt? Was funktioniert, was nicht?
      Düster-Mystische Stimmung; die fragmentartig wirkenden Satzreihen erzeugen den Eindrück von flüchtigen Eindrücken, die gut zu der Vorstellung unterirdischer Kulthöhlen mit ekstatischen Feiern passen.

      Leserwirkung: Spannung - Wo geht sie ganz flöten, wo kann man was davon finden? Ist es einigermaßen interessant oder gehörts in die Schublade trockene Sachtexte - nicht für Leseraugen bestimmt?
      Definitiv kein trockener Sachtext. Die Spannung entsteht durch ein sich langsam zusammenfügendes Bild aus Eindrücken.

      Inhaltlich: Vollständigkeit, narrative Schlüssigkeit - Gibt die Kurzbeschreibung ein schlüssiges, rundes Bild oder ist es eher ein vager Ideenflickenteppich? Ist irgendwas unverständlich/missverständlich formuliert oder ginge besser?
      Bei "Kulten" denke ich zunächst an Menschen(ähnlichen Wesen), jedoch scheinen diesen Kult "wechselwarme Hexenwesen" zu bilden und am Ende gibt es noch eine "neugeborene Dryade" ... die Bezüge werden mir nicht ganz deutlich, was aber auch an meiner nur oberflächlichen Kenntnis deiner Welt liegen kann. Im Kontext mit weiteren Weltentexten mögen meine Verständnisprobleme nicht auftreten, so aus der Welt herausgerissen, benötigte ich da mehr Information. [siehe aber auch unten zu Struktur]
      Das ganze wirkt schon wie ein Flickenteppich aus Ideen, aber im positiven Sinn, da sich aus den einzelnen Ideen ein hübscher Teppich bildet ;)

      Inhaltlich: Assoziationen und Ergänzungen, erinnert es an andere Inhalte und wurde was im Themenbereich verpasst? Ist etwas konzeptionell so nicht schön?
      Die mit Knochen und Köpfen geschmückten Bäume erinnern mich an manche düstere Darstellung von den religiösen Bräuchen der Gallier, Kelten und ihrer Druiden; bei Federschmuck in den Bäumen, denke ich irgendwie an Blair Witch Project, auch wenn's da eher Zweige sind.

      Struktur: Der erste und zweite Absatz sollen verschiedene Funktionen erfüllen, wird das deutlich?
      Ja, vor allem wenn die plötzliche Einordnung der Kultisten als "Wesen" beabsichtigt ist.

      Qualitative Einschätzung: Welche Abschnitte stechen positiv oder negativ hervor? Ist das alles ungefähr einheitlich gleich gut oder schlägt es stellenweise weit aus?
      Wirkt qualitativ einheitlich und lässt sich gut lesen.
    • Erstmal vielen Dank! :) Und verzeih die späte Rückmeldung, hier gibts grad selten Internet und Zeit.

      Was ich auf jeden Fall daraus gelernt habe, ist, dass Hexenwesen ein unglücklicher Versuch war die Geschlechterkonnotation zu Hexen und Hexern herauszunehmen. Humanoide waren schon gemeint.

      Herausreißendes war auch ein schöner Punkt. Die gewünschte Verknüpfung lag eher auf Geburt und Tod, wobei der Baumgeist eben geboren wird. Stellenweise bringt mir das nebst Umformulierungsvorhaben auch neue inhaltliche Ideen, Dank! :)

      Hier lande ich dann bei der User Journey, als Einstieg in die Welt taugt der Text mit den Wesen und Dryaden wohl nicht, kann mit Umformulierungen aber sicher auch dahingehend modifiziert werden. So bilden die Texte am Ende des Prozesses wünschenswerterweise eigenständig verständliche Fragmente, die mit weiterem Einlesen dennoch aneinanderpassend das Bild der Welt vervollständigen. Nur weil solche Texte inhaltlich ineinander übergreifen, bedeutet das ja nicht, dass sie nicht auch für sich verständlich sein dürfen.

      Ich weiß noch nicht, ob die Funktion des zweiten Absatzes deutlich wurde, aber mit düster-mystisch wurde die Atmosphäre zumindest getroffen.

      Dann gabs zu einem anderen Beispiel Hilfestellung, da dort die letzten Sätze den stimmungsvolleren Schreibstil verließen und trocknener präsentieren. Und von anderer Stelle noch einen Fragenkatalog zum Wesen von Kult und Dryaden, nuja, ich bin glücklich und motiviert mit den ganzen Rückmeldungen nu :)
      > Möchte in Fantasy-Ausrichtung an den Erfolg von Scientology anknüpfen.
    • Abgesehen davon, dass eine solche Qualitätskontrolle Arbeit bedeutet, denke ich, dass es schwer sein würde, feste Maßstäbe zu definieren.
      Wenn wir auch an die Grenzen der Kreativität vorstoßen wollen, müssen wir auch Freiräume für untypische Beiträge bieten. Zudem ist Qualität subjektiv.

      Die 10-Posting Regel (oder alternative Regelungen) ist dann sinnvoll, wenn es einen zu hohen Anteil an neuen unausgearbeiteten Weltenvorstellungen ohne ausreichende Diskussionen gibt. Derzeit ist dies nach meiner Beobachtung nicht der Fall. Meiner Ansicht nach sollten solche beschränkenden Regeln ab und an auf ihre Notwendigkeit überprüft und angepasst werden. (Und dann entweder gelockert, abgeschafft oder wieder verschärft werden).

      Um lebendig zu bleiben benötigt unser Forum sicherlich einen ständigen kreativer Strom neuer Ideen und Welten, sowie den Ausbau bestehender.
      Daher sind Maßnahmen sinnvoll die diesen Strom fördern, oder die Kreativität der Beiträge erhöhen. Hinderlich sind jedoch beschränkende Maßnahmen.

      Sinnvoll wäre natürlich ein Projekt neuen Weltenbastler*innen Rückmeldungen und Hilfestellungen zu geben. Dies könnte auch den gewünschten Effekt nach "besseren" Beiträgen nach sich ziehen, und würde neue Mitglieder*innen begeistern können, während das Konzept einer solchen Qualitätskontrolle eher abschreckend wäre. Wenn Mitglieder*innen nach einer Bewertung ihrer Welt nach harten Maßstäben wünschen, ist eine "akademische" Weltenkritik immer noch möglich.
    • Hmm. Prinzipiell finde ich ein kleines Bewertungssystem nicht schlecht. Das kann gut sein; muss es aber nicht. Der Grund ist einfach: ich habe bereits erstaunlich oft gesehen, wie derlei Systeme, die ursprünglich aus rein hehren Zielen entwickelt wurden, irgendwann von Leuten gekapert wurden, die sich etwas zu wichtig nahmen, ihre Meinung samt Geschmack für allgemeingültig hielten und das dann dazu missbrauchten, sich über andere zu erheben, die nicht das Glück oder die Zeit hatten, genauso wissend oder "skillig" zu sein. Da wurde dann auch reine Gehässigkeit unter dem Deckmantel der "Ehrlichkeit" verbreitet und mit "hochqualitativem Anspruch" begründet.
      Nebenbei klopften sie sich dann in ihrer kleinen Clique untereinander nur noch selbst auf die Schultern, wie "gut" und "qualitativ hochwertig" sie doch arbeiteten, während die "niederen" Autoren von ihnen rigoros ausgegrenzt und weggescheucht wurden - das passierte ungünstigerweise zwischendurch auch dann, wenn jemand auftauchte, der irgendwie besser war, als sie und sie sich dadurch irgendwie... ähm... 'bedroht' fühlten; oder irgendwie so.

      Nicht falsch verstehen, ich behaupte nicht, dass ich das hier auch befürchte - Gottes Willen, wie denn auch. Solche Systeme können durchaus funktionieren, aber mein innerer Automatismus hat beim Lesen erstmal mit der flachen Hand auf den großen, roten Knopf geschlagen. ;)

      Die Fragen, die du nun vor ein paar Tagen rein gestellt hast, Eru, halte ich jetzt für relativ harmlos und solang das etwas rein freiwilliges bleibt, kann mir das einerlei sein - ich weiß für mich allerdings schon, dass ich das nicht benutzen werde. ;)
      Ich schließe mich da Gudea an, dass Qualität etwas rein subjektives ist und ich glaube auch, dass die wenigsten wirklich zu 100% objektiv bewerten können.

      Ich weiß nicht, wie das bei anderen ist und will das auch nicht beurteilen, daher kann ich hier nur von mir selbst sprechen: Ehrlich gesagt fühle ich mich bei Fragekatalogen/Eingabemasken/[Bitte griffiges Wort einsetzen] oft ein wenig dazu gezwungen, mir zu allen Punkten extra was aus den Fingern zu saugen, zu denen ich sonst eigentlich von meiner Seite aus rein gar nichts zu sagen hätte. Wenn ich einen Text lese, dann fallen mir die entsprechenden Passagen, die mir entweder gefallen oder missfallen haben, von alleine auf und das sage ich dann im Nachhinein auch, inklusive Begründung, warum ich das so sehe. Alles andere ist für mich unnötiger Überhang und das würde bei einer Eingabemaske/Wasauchimmer dazu führen, dass ich mich allerhöchstens bei zwei Punkten ausführlich auslasse, während alle anderen leer bleiben - nun, entweder das, oder ich lasse es ganz bleiben und schreibe gar nichts dazu.

      Nun gibt es auch Leute, die auf Texte mit kilometerlangen Adjektiv-Kolonnen stehen oder Texte mit unglaublich vielen Verschnörkelungen bevorzugen und damit tolles Zeug raus hauen. Dann gibt es wiederum Leute, die es bevorzugen, sich kurz aber dennoch prägnant zu halten und dabei trotzdem etwas interessantes erzählen können, das sogar Stimmung erzeugt. Das kann je nach Genre alles seine Daseinsberechtigung haben.
      Nun hast du aber einen Text der ersteren Kategorie, der von den "direkteren" Leuten mit "langweilig"/"langatmiges Geschwurbel" abgestraft wird, während prägnantere Texte wiederum von ersteren Leuten, die es verschnörkelter mögen, als "stimmungslos" betitelt werden.
      Ich finde so was ziemlich schwierig, du. ;)

      Zugegebenermaßen gehöre ich zu den Leuten, die es direkter mögen, insbesondere wenn es um Weltentexte geht. Ich kann dir auch sehr genau sagen, warum (und hier spreche ich wieder nur von mir): wenn ich eine Beschreibung über eine Welt lese - Betonung liegt auf Welten-Beschreibung, nicht auf Roman/Geschichte -, dann möchte ich in erster Linie Informationen haben. Informationen bekomme ich vor allem durch Texte, die auf den Punkt bringen, was sie eigentlich aussagen wollen. Jegliche Verschnörkelungen, die von den eigentlichen Informationen ablenken und den Textfluss dadurch behindern, gelten da für mich persönlich ab einem gewissen Grad als eher lästig.
      Was im Übrigen nicht heißt, dass ich Texte lesen will, die im Prinzip so aussehen: "Das ist ein Baum. Er hat grüne Blätter. Im Sommer hat er Obst. Im Winter hat er nichts mehr an." Ein bisschen "Show, don't tell" und Lebhaftigkeit im Text sollte schon sein, aber weniger ist für meinen Geschmack oft manchmal mehr. ;)

      Wenn mir ein Text genug erzählen kann, damit ich mir in etwa vorstellen kann, worum es eigentlich geht und was mir der Autor damit sagen will, dann ist mir in der Regel meist egal, ob er nun besonders ausgeklügelt ist oder nicht, solang das Resultat nicht einfach nur gelangweilt hingerotzt wurde. Der Inhalt macht's.
      Unter dem Gesichtspunkt verstehe ich deinen Zusatz von wegen "trockene Sachtexte - nicht für Leseraugen bestimmt" übrigens nicht. Im Vergleich zu den Kult-Texten, die du da gepostet hat, muss ich da schon fragen: was genau verstehst du unter einem "trockenen Sachtext"?
      Möglicherweise verstehe ich das aber auch einfach nur falsch. :)
      People who think they're adorable are almost always the most insufferable beings in the world.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Nimroth () aus folgendem Grund: Typo.

    • Rückmeldung und Hilfestellung ist genau der Fokus, um den es mir ging.. hierbei wird die Pluralität der Geschmäcker und Herangehensweisen berücksichtigt, und beim Schulterklopfen kommt auch keine Besserung bei rum. Und nochmal: Ich weiß gar nicht, wo hier das Wort 'objektiv' herkommt, das hat in persönlichen Beurteilungen nichts verloren.

      Die Bewertung Adjektiv-Kolonnen vs. Prägnant finde ich schon spannend, ich hatte immer die Sorge mit jedem Satz inhaltlich liefern zu müssen und zu wenig Stimmung mit zu transportieren und geh daher ins verschnörkelte. Auch das Geschwurbel hilft schon, danke.. :P ..meine Völkerbeschreibungen sind zum Groß aber eher die Richtung trockener Sachtext. Da ein paar Beispiele für trockenen Sachtext aus der Gorgo-Physio:
      Der gorgonische humanoide Oberkörper läuft ab dem Hüftknochen in jenen schuppigen einer gewaltigen Schlange aus, ...

      Wechselwarm ist ihr Leib nicht in der Lage Wärme zu erzeugen oder sich etwa durch Schweißbildung abzukühlen und ist so auf die Umgebungstemperatur ...

      Mit ihrem achtzehnten Lebensjahr sind Gorgonen zeugungsfähig und bereits vier Meter lang, wobei ...

      Hier hat Eld aber in der Bastlerbörse nochmal das Angebot der Textkontrolle gepostet, das geht ja sehr in die gewünschte Richtung, also .. gibts da schonmal eine Adresse, wenns hier sonst versickern sollte. ^_^
      > Möchte in Fantasy-Ausrichtung an den Erfolg von Scientology anknüpfen.