[Thalevinna] Aufbau

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    • [Thalevinna] Aufbau

      Mein erster Thread *sich freu*

      Möglicherweise haben manche von euch schon von meiner Welt gehört, ich habe sie in diversen Posts bereits erwähnt und auch manche Dinge erläutert.

      Thalevinna ist eine Welt, die ausschliesslich aus schwebenden Inseln besteht. Gewöhnliche schwebende Inseln schweben einfach. Möglicherweise aufgrund eines magischen Grundgesteins oder einfach auf grund einer magischen Anomalie. Das war mir zu vage um so eine ganze Welt zu erklären. Ausserdem streten diverse Probleme auf. Z.B. wird die Erde auf dem Gestein früher oder später komplett weggeschwemmt sein. Deshalb gunktionieren meine Inseln etwas anderst.
      Meine Inseln verfügen über ihre eigene, magische Gravitation. Sie werden davon wie mit einem Schutzschild umgeben. Innerhalb der Blase ist diese Gravitation immer gleich stark und identisch mit der normalen Gravitation. Ausserhalb fällt sie weg. Sie nimmt also nicht langsam zu he näher man der Insel kommt.
      Soweit so Miniplanet. Damit ich keine Miniplaneten habe, habe ich dieser Gravitation noch etwas angehängt. Und zwar wirkt sie ausschliesslich auf anorganisches und totes organisches Material, im festen Zustand. D.h. Bäume die auf der Unterseite wachsen, fallen, wenn sie nicht genug Wurzeln haben, von der Insel herunter. Wenn man Suppe über den Rand kippt, fällt das Wasser nach unten, während das Gemüse auf die Insel zurück fällt.
      Ich mag diese Inseln und habe nach Kräften versucht eine Welt aus ihnen zu machen. Es werden so viele neue Möglichkeiten geboten. Doch es ist mir nicht gelungen. Je nach grösse der Inseln ist eine Karte unmöglich zu gestalten. Dazu kommt noch dass die Inseln nicht nur nebeneinander, sondern auch übereinander liegen können, man braucht eine dreidimensionale Karte. Wie sollen die Bewohner von einer Insel auf die nächste übersetzen. Wie funktioniert Krieg.
      Manche geographische Dinge wie Flüsse, Seen und Berge sind ganz einfach inexistent. Dadurch sehen die meisten Städte gleich aus. Was sollen die Bewohner trinken, wenn es keine Gewässer gibt?

      Es gibt derart viele Probleme die auftreten, wie sollen sich da Städte und Metropolen bilden? Ackerbau, Steinbrüche und Nomadenvölker, Vulkanismus, Erdgas, Erdöl, Diamanten - gibts nicht.
      Ich werfe das Handtuch. Ich bekomme daraus keine Welt gebastelt die mich zufriedenstellt. Ich dachte ich teile trotzdem meine Inselmechaniken mit euch, möglicherweise könnt ihr sie brauchen. Ich werde sie wohl nur noch für einzelne schwebende Inseln nutzen, nicht mehr für ganze Welten.
      Ich werde wohl eine neue Welt erfinden. Ich hab da schon ein paar Ideen. Oder ich belebe eine meiner alten Welten wieder. Wer weiss...
      Quallen sind cool.
    • Erste Antwort auf deinen Thread ist mein! *sich auch freu* :D

      1. Das Konzept, dass alles Lebende oder Flüssige von einer "allgemeinen" Gravitation mehr beeinflusst wird als Totes festes, ist interessant. Heißt das eigentlich, wenn du runterfällst, und dabei stirbst, während du noch in der Inselgravitation bist, fällst du wieder zurück?

      2. Gibt nicht auf! Deine Welt ist gut! Und mit den richtigen Ideen kannst du alles, was du jetzt für unmöglich hälst, möglich sein lassen! Nehmen wir als Beispiel die Seen, Flüsse und Berge: Ich nehm mal an, die Inseln sind nicht einfach nur Erdbrocken, sondern bestehen auch aus Gesteinen. Folglich kann es eine unterste Schicht geben, die versickerndes Wasser aufhält (du hättest gleich Grundwasser), Mulden für Seen, aufragende Felsen als Berge. So stark wird die Inselgravitation auch nicht sein, dass es sich bei den Inseln um exakte Kugeln handelt -- gut, es kommt hier auch auf die Größe an, wie hoch die Berge und wie tief die Seen sein können. Erze und fossile Rohstoffe werden dabei auch sicher schneller ausgehen, einbauen könntest du sie aber! Und je nachdem, wie bei dir das Wetter funktioniert, könnte es auch Regenwolken geben, die gleich mehrere Inseln gleichzeitig gießen!

      3. Warum sollten alle Städte gleich ausschauen? Hierzulande liegt es auch nicht (nur) an geographischen Gegebenheiten, wie sich Städte entwickeln!

      Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen! :)
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    • Yaccohr schrieb:

      Ich werfe das Handtuch. Ich bekomme daraus keine Welt gebastelt die mich zufriedenstellt.

      Ho, nicht so eilig, junger Padawan! Du hast eine Grundidee für eine Welt entwickelt und stehst nun vor der Herausforderung, dass du gemerkt hast, was für Auswirkungen eine bestimmte Voraussetzung konsequenterweise auf die gesamte Weltenlogik haben müsste. Und das ist doch genau das, was das Weltenbasteln ausmacht. Wenn du Besonderheiten und Funktionsweisen deiner Welt verstehst und überblickst, dann wir daraus wirklich etwas Eigenes. :D
      Ich würde an deiner Stelle noch auf gar keinen Fall das Handtuch werfen und einfach weiter drauf herumdenken.
    • Meine Inseln verfügen über ihre eigene, magische Gravitation. Sie werden davon wie mit einem Schutzschild umgeben. Innerhalb der Blase ist diese Gravitation immer gleich stark und identisch mit der normalen Gravitation. Ausserhalb fällt sie weg. Sie nimmt also nicht langsam zu he näher man der Insel kommt.

      Hm, das klingt schon nach einem brauchbaren Ansatz.

      So wie ich das jetzt verstanden habe, gibt es innerhalb der Blase eine Richtung, die "unten" ist, also eine Schwerkraftrichtung. Wenn die Blase direkt am untern Rand (sagen wir mal, dort ist Fels) aufhört, dann kann dort auch nichts noch weiter nach unten fallen - wenn ein Gesteinsbrocken abbricht, verlässt er ja sofort die Blase, und würde dann so ein paar Zentimeter weiter unten herumschweben. (Ok, wenn er den Schwung vom Abbrechen behält, würde er wohl langsam davonsegeln - und vielleicht weiter unten auf eine weitere Blase stoßen, und dort auf den Kopf eines ahnungslosen Wanderers knallen...)

      Es könnte aber auch so sein, dass der Raum außerhalb der Blasen nicht nur keine Schwerkraft hat, sondern sogar eine Anti-Schwerkraft: D.h. was dort reinfällt, verliert jeglichen Bewegungsimpuls und bleibt in der Luft stehen. Fänd ich auch cool - dann wirft eins Sachen über den Rand und sie bleiben am Rand der Blase stehen...

      Soweit so Miniplanet. Damit ich keine Miniplaneten habe, habe ich dieser Gravitation noch etwas angehängt. Und zwar wirkt sie ausschliesslich auf anorganisches und totes organisches Material, im festen Zustand. D.h. Bäume die auf der Unterseite wachsen, fallen, wenn sie nicht genug Wurzeln haben, von der Insel herunter. Wenn man Suppe über den Rand kippt, fällt das Wasser nach unten, während das Gemüse auf die Insel zurück fällt.

      Irgendwie werde ich da nicht ganz schlau draus. Etwas angehängt? Welche Gravitation wirkt denn jetzt wie?

      Dass die Schwerkraft nur manche Dinge zieht und andere nicht, ist ein Ansatz, den ich mich glaube, zu erinnern, schon mal überlegt und verworfen zu haben. Ich glaube, dass du dir damit eine Menge Probleme einhandeln könntest - z.B. bei Mischungen. Wenn ich in Kleidung über den Rand springe, wird die Kleidung nach unten gezogen, aber ich zurück? Dann wirken die beiden Kräfte in unterschiedliche Richtungen - und Haare und Fingernägel womöglich auch. Was ist, wenn ich in der Luft Wasser lasse? Und müsste Wasser, wenn da haufenweise Bakterien drin wohnen, nicht auch eher zurückfallen - oder würden dann die Bakterien zurückgezogen, während die Wassermoleküle fallen? D.h. mitten in der Luft findet eine Trennung der Stoffe statt?

      Manche geographische Dinge wie Flüsse, Seen und Berge sind ganz einfach inexistent.

      Wie groß sind denn die Inseln? Für einen Bach braucht es ja nichts weiter als Regen und einen mehr oder weniger wasserundurchlässigen Boden. Wenn das Wasser über den Rand fließt, vielleicht ist es weit genug unten dann so warm, dass es wieder als Dampf aufsteigt und abregnet?

      Dazu kommt noch dass die Inseln nicht nur nebeneinander, sondern auch übereinander liegen können, man braucht eine dreidimensionale Karte.

      Wenn die Inseln stillstehen, dann sollte das nicht so kompliziert sein. (Naja, ok, schon kompliziert, aber das Problem teilst du dann mit Galaxien-Bastlern) Wenn sie sich bewegen, dann kannst du es vielleicht anhand eines Fixpunktes beschreiben; z.B. ein Markierfelsen irgendwo in der Mitte, zu dem sich Inseln hin oder weg bewegen - oder Höhe. Oder Inseln bewegen sich auf bestimmten Bahnen. (--> Netzplan.^^)

      Vielleicht ist dir auch der alte Thread zu Treibgut ne Inspiration - da dürften ähnliche Probleme aufgetaucht sein. ;)

      Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • *wirft ein Lasso und versucht Yaccohr damit zurückzuhalten*

      Halt, hiergeblieben! :lol:

      Ich schließ mich Chron und Jerron an, ich find's viel zu früh, jetzt einfach aufzugeben - außer natürlich, du hast grad wirklich Bock auf etwas Anderes.

      Die genannten Probleme würd ich jetzt auch eher als Herausforderung denn als Hürde sehen.

      Je nach grösse der Inseln ist eine Karte unmöglich zu gestalten. Dazu kommt noch dass die Inseln nicht nur nebeneinander, sondern auch übereinander liegen können, man braucht eine dreidimensionale Karte.

      Dafür gibt's mehrere Lösungsansätze.

      Die Größe der Inseln würde ich da nicht als Problem sehen, solange du nicht versuchst, alles auf eine Karte zu zwängen (das Problem hat man bei einem Standardplaneten aber auch). Du könntest so etwas wie eine Sternenkarte für die Positionen der einzelnen Inseln machen, einen größeren Maßstab für Königreiche (?) benutzen, auf der unterschiedliche Höhen dann wie beim Atlas farblich gekennzeichnet sind. Die Karte einer Stadt oder eines Gehöfts (wenn ich das richtig verstanden hab, dann liegen solche öfters auf mehrere Inseln aufgeteilt) könnte man zB wie bei einem Bauplan in mehrere "Stockwerke" aufteilen.

      Wie sollen die Bewohner von einer Insel auf die nächste übersetzen.

      Wie gesagt, seh ich eigentlich nur als eine Frage von "Wie überwinde ich die Gravitation einer Insel mit einem Vehikel aus toter Materie, um dann von der Gravitation der anderen eingefangen zu werden" - katapultiert man sich zB von einer niedriger gelegenen Insel auf eine höhere, würde das Vehikel erst mal auf der Unterseite andocken (und der Pilot auf dem Kopf stehen) und dann wie ein normales Landfahrzeug auf die Oberseite fahren.

      Das Ganze natürlich an das gewünschte Techlevel angepaßt. Bei niedrigem Techlevel könnte ich mir zB Segler mit Gewichte auf der Unterseite vorstellen. Das Teil segelt auf den globalen Windströmen aus der Gravitation des Starplatzes hinaus, wird außerhalb der Gravitationsfelder der anderen Inseln hindurchmanövriert (gefährlicher Job sowas, Ikarus läßt grüßen :lol: ), und wenn es bei der Zielinsel in den Sog der Gravitation kommt, sorgen die Gewichte dafür, daß sich der Segler von da an entsprechend der Gravitation der Insel dreht.

      Nähergelegene Inseln könnte man natürlich durch Seilbrücken miteinander verbinden (die können Schwankungen in der Entfernung zweier Inseln gut ausgleichen), zum Erforschen könnten dort sogar einfache Wurfseile reichen (fest genug werfen, daß der Haken in das andere Gravitationsfeld gezogen wird, bevor das Wurfmomentum nachläßt).

      Wie funktioniert Krieg.

      Krieg funktioniert immer. :lol:

      Auch da ist es halt wieder stark vom Techlevel abhängig, und vor allem ganz stark auf die Reisemöglichkeiten aufgebaut. Größere Kriege werden vermutlich mit Projektilwaffen (bei denen dann gleich zwei unterschiedliche Gravitationen berechnet werden müssen - ein Kanonier muß also wirklich ein Meister seines Faches sein) und Kampfvehikeln (bemannte Katapultgeschoße? Kampfsegler? Kriegsflugzeuge?) geführt. Kleinere Kriege finden vielleicht als Mann-gegen-Mann Gefächte auf den umkämpften Inseln statt, oder vielleicht sammeln sich zwei Heere auf einer unbewohnten Insel und schlagen sich dort die Köpfe ein?

      Manche geographische Dinge wie Flüsse, Seen und Berge sind ganz einfach inexistent.

      Da kommt es natürlich stark auf die Größe einer Insel an. Wenn die alle höchstens die Größe einer Kleinstadt haben, dann könnte die Quelle eines Flusses schon ein Problem sein. Teiche wären aber schon denkbar, und auch Bächlein, wenn sich im Laufe der Zeit der untere Teil einer Insel durch das hineinfließende Wasser so weit aushöhlt, daß genug Grundwasser vorhanden ist, das unter bestimmten Voraussetzungen nach oben gedrückt werden. Können Inseln auch größer sein, dann wären entsprechend auch Flüsse und Seen realistisch.

      Auch Berge hängen halt stark der Größe der Insel ab. Ist diese zu klein, wird sich die Abtragung durch Wasser vermutlich... öh... keine Ahnung, wäre mal interessant, wie Korrosion sich abspielen würde, wenn Wasser und Gravitation an den Rändern teils komplett gegeneinander arbeiten.

      Aber einige Konzepte (Bergsteigen, bessere Aussicht, etc) lassen sich von Bergen auch einfach auf höher gelegene Inseln verlagern.

      Dadurch sehen die meisten Städte gleich aus.

      Auch da bin ich ganz bei Chron - Städte sind nicht nur von der Geographie abhängig. Die geographische Lage, von der Städte oft abhängen, ist mit der Lage der Inseln zueinander auch gegeben. Und ob das Gelände eben oder hügelig ist, muß bei Inseln ja auch nicht überall gleich sein (solange diese nicht perfekte Kugeln sein sollen).

      Was sollen die Bewohner trinken, wenn es keine Gewässer gibt?

      Wie gesagt, da würde ich es mir einfach machen: Regen = Grundwasser = Brunnen und Bäche/Flüsse.

      Es gibt derart viele Probleme die auftreten, wie sollen sich da Städte und Metropolen bilden?

      Das ist das Nervtötende an Menschen. Die finden immer eine Möglichkeit, sich auszubreiten. Schlimmer als jedes Ungeziefer! :lol:

      Im Prinzip kannst du dir die Frage selbst beantworten, indem du dich erst einmal auf die Reisemöglichkeiten festlegst. Wenn die erst einmal stehen, dann werden die Leute diese auch rege nutzen, um von einer Stadt zur nächsten zu kommen. Oder von einem Stadtteil zum anderen. Oder, wenn die Inseln ganz klein sind, vielleicht auch mal von einem Haus zum benachbarten. Wenn die Seilbrücken-Sache funktioniert, könnte man so vielleicht sogar einzelne Hausflügel auf eigene Inseln verfrachten.

      Ackerbau

      Warum nicht? Sind die Inseln dafür zu klein? Oder geht es da wieder um das Wasserproblem?

      Interessant fände ich da sogar, wie Pflanzen überhaupt wachsen. Wie würde eine stehende Pflanze sich verändern, wenn sie auf der Unterseite quasi von der Decke hängt (von der Erde aber besonders gut festgehalten wird, weil diese nie nach unten rieseln kann).

      Steinbrüche

      Warum das denn nicht? Gestein abbauen würde ich natürlich nicht unbedingt auf einer bewohnten Insel machen, aber was hält die Leute davon ab, unbewohnte Inseln auseinander zu nehmen? Zwar ist es sicherlich... seltsam, wenn sich eine Spitzhacke je nach relativer Position zum Zentrum anders verhält, aber wer in einer solchen Umgebung aufgewachsen ist, der gleicht so etwas vermutlich instinktiv automatisch aus.

      Nomadenvölker

      Sind natürlich kein Muß für eine interessante Welt, aber gerade bei diesem Aufbau würde ich ein Nomadenvolk sogar recht spannend finden. Mir schwirren da gerade dumme Ideen von Mini-Gleitern durch den Kopf, mit denen sich die Nomaden nach dem Abbau ihrer Zelte auf der einen Insel zur nächsten hinüber gleiten lassen. Wer sich beim Navigieren verschätzt oder von einer unerwarteten Windbö erfaßt wird, der strandet im besten Fall auf einer unbekannten Insel oder fällt im schlechtesten ins ewige Nichts. Aber das Nomadenleben ist ja auch auf der Erde meist sehr eng mit dem Tod verbunden.

      Vulkanismus, Erdgas, Erdöl, Diamanten

      Find ich alles nicht so schlimm, wenn es nicht vorhanden ist, aber auch das hängt halt vom Techlevel ab. Bei einer Fantasy-Welt? Kein Problem, einen Ersatz für Diamanten als Wertmittel findet sich schnell ein Ersatz. Und wenn es rare Kostbarkeiten sind, die durch den Wind zufällig herangetrage werden.


      Wie gesagt, ich würd das alles nicht so eng sehen, ich fänd es nämlich WIRKLICH schade, wenn du die Idee aufgibst. Ich find sie super interessant!
      Bring me your soul, bring me your hate
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      Bring me your fear, bring me your pain
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      - Les Friction, Dark Matter
    • Wow

      Ihr motiviert mich wieder. Danke Leute. Vielleicht überleg ichs mir noch mal.

      Ich hab gelesen das Unklarheit bezüglich der funktionsweise der Gravitation. Ich glaub ich hab das etwas unklar formuliert.
      Also. Man hat die normale Erdgravitation. Also ein unten für alles. Das wirkt für lebende Dinge, flüssige etc. für alles.
      Dann gibt es Gravitationsblasen. In diesen wird alles tote Material das nicht flüssig ist zum zentrum der Blase gezogen.
      D.h. wenn man in der Luft stirbt, fällt man zurück. Flüssigkeiten trennen sich in der Luft und ja. Diese Gravitation ist gleich stark wie die normale. D.h. ein Wurfhaken der von einer Insel auf die andere geworfen wird, und nur mittels Gravitation halten soll, muss mindestens gleich viel wiegen wie der Mensch der ihn benutzt. Also ca. 80kg. Das ist viel
      Die grösse der Blase steigt und sinkt mit dem Gesamtvolumen der toten, festen Materie in ihr. Gebäude können also durchaus aus der Gravitation hinausragen.

      Die meisten Probleme die ich beschrieben habe lassen sich durch genug grosse Inseln lösen. Ich habe es vergessen zu erwähnen, aber meine Inseln sollten recht klein sein. Ich hatte vor, sie in der Querschnittsfläche nur etwa Fussballplatzgross zu gestalten. Natürlich sind sie nicht perfekte Kugeln, aber sie sind ganz sicher nicht flach, deswegen meine bedenken bezüglich Ackerbau. Er ist schon möglich aber bei derart kleinen Inseln würde ein Stier, den man zum Pflügen zwar nicht zwingend braucht, gar nie entstehen. Genauso verhält es sich mit Pferden, Elefanten und ähnlichem.
      Deswegen sind auch Seen und andere Gewässer so unwahrscheinlich. Teiche wären denkbar, auch kleine Rinnsale. Aber nie genug als dass irgendwo Fische entstehen könnten.
      Der Steinbruch erklärt sich fast von selbst. Die Insel an sich ist kleiner als die meisten Steinbrüche. Und man kann ihn auf keinen fall in den Fels hinein schlagen. Man muss tatsächlich den Boden auf dem man steht abbauen.
      Das die meisten Städte gleich aussähen ist etwas übertrieben. Ich wollte damit sagen dass ich keine Städte hinter epischen Wasserfällen oder in krassen Schluchten verbergen kann. Stadtmauern sind sowieso Unfug.
      Zum Transport:
      Ganz ursprünglich hatte ich vor, Inseln nur in kleinen Gruppen von 3 bis 10 Stück (Mittlerweile habe ich diese Zahl auf mehr als 100 Stück angehoben) als Rudel durch den leeren Himmel ziehen zu lassen. So dass man immer wieder am Horizont eine vergleichbar grosse Inselgruppe erspähen kann. Innerhalb der Inselgruppe kann man sich gut bewegen. Sei es Gleiter oder Leiter (Es reimt sich!!! ), irgendwie kommt immer ans Ziel (Ich glaube ich habe gerade dass erste Sprichwort von Thalevinna erfunden). Schwierig wird es beim Übersetzen auf eine andere Inselgruppe. Das sind mehrere Kilometer Luft. Wie soll man das überwinden. Mit Flugwesen wie Flugsauriert oder Vögeln könnte das klappen. Aber irgendwie ist dass nicht das Wahre. Wodurch soll ich Handelsschiffe die mehrere hundert Tonnen Waren transportieren können ersetzen? Vieleicht denkt manch einer jetzt an Zeppeline. Doch dazu braucht man Gas. Und zwar Unmengen davon. Und woher soll man das bekommen, in einer Welt in der kein Vulkanismus existiert und es kein Erdgas gibt?
      Das ganze ist recht schwierig. Und ich stehe an so vielen Orten gleichzeitig an. Und irgendwie bastle ich lieber Kulturen und ähnliches als, naja alles von vorne zu machen.
      Im Gegenzug entstehen so viele Möglichkeiten. Zwar gibt es keine Fische, allerdings werden Vögel und Affen viel mehr Lebensraum haben. Ich stelle mir grade riesige Affen vor auf denen Menschen reiten (Verdammt, King Kong ist einfach cool).
      Irgendwie hab ich wieder Lust. Ich denke ich versuchs noch mal. Danke das ihr mich gerettet hat.
      Quallen sind cool.
    • Erstmal find ichs cool, dass du jetzt noch nicht aufgibst. :puschel: Ich glaube deine Welt hat viel Potenial, richtig gut zu werden :thumbup:

      Abgesehen von den einzelnen offenen Fragem lass dir gesagt sein, dass du nicht jede von ihnen jetzt gleich beantworten musst. Da hilft eine gewisse "Ach zu dem Thema fällt mir bestimmt irgendwann mal was Cooles ein, bis dahin nehm ich einfach an, dass es funktioniert"-Einstellung (ohne die wär ich persönlich beim Basteln komplett aufgeschmissen), mit der man sich dann den Bereichen widmen kann, die man schon besser einschätzen kann. Wenn man ein starkes Bild der Welt im Kopf hat, ist es immer wert, sie nicht aufzugeben.
      Genrekonstruktivist, Weltformeltheoretiker und professioneller Es-sich-selbst-kompliziert-Macher

      Fragen stellen ist wichtiger als Antworten geben. Meistens...
    • Die Gravitation ist einfach nur cool!

      Man geht in den obersten Stock eines Hochhauses und klebt plötzlich an der Decke.

      Oder man hat die Möglichkeit, inmitten einer Schlacht einen epischen Tod zu erleiden:
      Die Klinge deines Gegners dringt tief in dein Herz, und während er sie wieder herauszieht, fällst du über den Rand. Du fühlst, wie das Leben dich verlässt, und als es dann vorbei ist, fällst du mit dem Schwung auf die Insel zurück, auf dein einsames Grab. Zwischen dir und der Schlacht liegen nun Tonnen von Erde und Gestein.
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    • Vermutlich entwickeln sich deine Gesellschaften in eine eher untypische Richtung.
      Größere Städte benötigen eine größere Nahrungszufuhr, und in den meisten Fällen ein Umland aus dem sie Ressourcen gewinnen können, und für das sie einen regionalen (oder überregionalen) Markt bilden können.
      Wie du schon erwähnt hast, nehme ich an, das Herden größerer Nutztiere unwahrscheinlich sind. Ausgenommen davon sind fliegende Tiere.
      Wie wären Herden von Vögeln oder vögelartigen Wesen die die Funktionen von Schafen oder Schweinen übernehmen. Dann bräuchte man fliegende Himmelshirten.
      Hühner und kleine Affen können auch als Nutztiere eingesetzt werden.

      Überlebenswichtige Berufe wären Leitermacher*innen oder Seilmacher*innen. Sinnvoll wäre es, wenn auf deinen Inseln Pflanzen wachsen, aus denen besonderst feste und beständige Seile hergestellt werden können.

      Größere Vögelschwärme die gejagt werden können, wären sinnvoll.

      Wenn deine Inseln sich über den Himmel bewegen, müsste es eventuell möglich sein Inseln von ihrem Kurs abzubringen. Man könnte bei einem gegnerischen "Inselrudel" die Seile zwischen deren Inseln durchtrennen, und durch Projektile deren Inseln vom Kurs abbringen, und auseinandertreiben.

      Insgesamt müssten deine Inselgesellschaften sehr sparsam mit ihren Ressourcen sein. Ein besonders knappes Gut dürfte Ackerland sein. Vielleicht ist es am effizientesten in Baumhäusern zu leben, und keine Oberfläche mit Häusern zu verschwenden. Wenn wir annehmen das inklusive des Hütens von Vögeln und Himmelswesen eine Insel vielleicht 1-2 Familien versorgen könnte, dürfte eine Inselgruppe von hundert Inseln etwa 1000 Menschen beherbergen (wenn man sehr großzügig schätzt, und sehr ertragreiche Pflanzen etc. etc. miteinbezieht). Bevölkerungswachstum stellt für eine solche Gesellschaft eine große Bedrohung dar. Vermutlich wird dies dadurch eingeschränkt, dass nur mit Landbesitz eine dauerhafte Lebenspartnerschaft mit Kindern eingegangen werden kann. (Menschen die kein Land erben, werden eine Unterschicht bilden, und im Handwerk arbeiten oder riskantere Aufgaben in der Luft übernehmen)

      Handel funktioniert dann, wenn unterschiedliche Inselgruppen andere Ressourcen haben, und der Kontakt mit anderen Inselgruppen vorhersebar ist. Die Inselbewohner*innen dürften nach mehreren Generationen ein Gespür für die Routen ihrer Inselgruppen und die Winde bekommen. (Vielleicht entwickeln sie eigene Navigationsmethoden durch die Beobachtung von Sternen oder Winden).

      Es ist möglich durch Andockvorgänge oder mit großen Vögeln oder eventuell Luftschiffen von einigen Inseln zu anderen Inseln überzusetzen. Wie dir aufgefallen ist, kosten größere Luftschiffe viele Ressourcen und überfordern wohl ein gewöhnliches Inselrudel.

      Ich halte Kriegsführung im großen Ausmaß in deinem Setting für eher unwahrscheinlich. Wenn man jedes halbe Jahr vielleicht sich einem anderen Inselrudel annähert, und kein dauerhafter konstanter Kontakt besteht, sind Handelskontakte möglich, nicht aber die Errichtung dauerhafter großflächiger politischer Einflussräume/Reiche/Imperien.
      Andererseits können überbevölkerte Inselgruppen versuchen andere Inselgruppen zu überrennen, und einen Teil ihrer Bevölkerung die eroberten Inseln neu besiedeln. (Anschließend würden sich die Inselgruppen wieder trennen, außer die neuen Inseln werden mit Seilen an die alte Inselgruppe langfristig angedockt)
      Aber Kriegsführung kostet Ressourcen. Wieso sollte ich die knappen Ressourcen an Holz und Metallen für einmalige Kriegsunternehmungen verschwenden, wenn der Erfolg dieser Unternehmungen nicht sicher ist?
      Innere Konflikte und Bürgerkriege sind innerhalb einer Inselgruppe durchaus denkbar.

      Es wäre möglich, dass sich Inselgruppen friedlich oder durch Zwang zusammenschließen und aneinander befestigen. Resultat wäre dann ein Überrudel mit weitaus mehr als den üblichen hundert Teilinseln.

      Willst du größere Städte, Reiche, Kriege etc. in deinem Setting, wären einige Ergänzungen möglich.
      Etwa größere Luftschiffe oder größere Plattformen in der Luft, die Überreste einer alten Zivilisation sein könnten. Oder auswärtige Mächte, die Festlandbasiert sind, oder von größeren Inseln kommen. Alternativ könnte es auch ein zentrales "Handelsinselrudel" geben. Diese Inselgruppe könnte auf einem besonderen Kurs fliegen, und daher weitaus mehr Inselrudel treffen als üblich. Daher würde dieses Handelsinselrudel bald zu einem Handelsknotenpunkt. Auf diesem Handelsinselrudel könnte sich etwas stadtähnliches bilden.

      Je mehr Kontakt zwischen deinen Inselrudeln besteht, desto mehr Gemeinsamkeiten werden ihre Kulturen und Religionen aufweisen. Treffen sie selten aufeinander, so hat fast jedes Inselrudel eigene Gebräuche und religiöse Vorstellungen. Treffen sie oft aufeinander kann es übergreifende Religionen und Identitäten geben.
    • Hey hey Yaccohr! HALT STOPP!

      Ich finde auch, dass du nicht so schnell aufgeben musst. Deine Welt erinnert mich ziemlich an meine eigene, erste "richtige" Welt, die ich hier im Forum vorgestellt habe. Das war auch eine riesige schwebende Scheibe, die am Rand in kleine Inseln zerbröckelt ist, die ebenfalls schwebten. Ich habe mich damals auch sehr verkrampft, weil ich das alles nicht vernünftig geregelt bekommen habe, sodass es "logisch" ist.

      Deine Welt muss nicht logisch sein. Sie muss auch nicht erklärbar sein. So.

      Das Problem, was ich festgestellt habe ist nämlich, dass je höher der Anspruch wird, ALLES zu erklären, desto bodenloser wird das Fass. Ich wurde immer frustrierter, weil ich logischerweise immer mehr Dinge fand, die ich noch erklären müsste. Mich hat das unter Druck gesetzt. Also fing ich an, Inworld-Texte zu schreiben und ein Stilmittel daraus zu machen, dass dieses und jenes über die Welt nicht bekannt ist oder nicht erklärt werden kann. Das wirft natürlich immer viele Fragen bei deinen Lesern aus, aber es macht auch neugierig, läd zum spekulieren ein und erzeugt Spannung und Forschergeist. Ich mag das und vielleicht wäre das auch etwas für dich?

      Wenn gar nichts mehr geht, schmeiß doch mal tolle Musik an, schließ die Augen und meditiere. Lass dich von der Musik tragen und beobachte vor deinem inneren Auge, wo die Reise hingeht. Das ist meine persönliche Methode beim Schreiben und Weltenbasteln. Mein Gehirn geht da so ab, dass ich keine Drogen brauche, auch wenn sich meine Welten wohl manchmal so lesen, als würde ich mir regelmäßig was einwerfen... :lol:
      Beyond Vega, Pollon Is.
      Betrachte die Bruchstücke.
    • Hallo!!
      Deine Idee ist super! Ich habe meine erste Welt noch nicht so lange, also auch weniger Erfahrung, aber ich hatte bei fast jedem Thema das ich gemacht hab das Gefühl, dass es nicht gut genug war, dann hab ich alles nochmal gemacht... Nach zwei Tagen hab ich die Idee ganz am Anfang genommen. Was ich dir sagen will: Gib nicht auf!!! Ich bin mir zu 100% sicher das du viel besseres Zeug produzierst als ich, und wenn du alles wegwerfen willst, schau dir alles nochmal an. Vielleicht magst du ja nur Teile davon nicht. Dann musst du nicht alles nochmal machen.
      Ich hoffe das ergibt irgendwie Sinn.
      Noch etwas: Die Inseln müssen ja nicht alle gleich aussehen, vielleicht gibt's ja Bewohner die kein Licht vertragen, und große unterirdische Höhlensysteme bauen?
      Ich stimme Mrs. Mortisaga mit der Musik-Idee zu, das mache ich auch und es hilft!
      Ich bin ein Profi... *wie zur Hölle funktioniert das hier???* :pfeif: