[Ikuria] Erschaffung einer neuen... Hölle

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    • [Ikuria] Erschaffung einer neuen... Hölle

      Seid mir gegrüßt!

      Ich schrieb ja schon, dass ich normalerweise ein sehr textbezogener Weltenbastler bin. Heute habe ich mit dieser Regel aber, inspiriert durch euch, gebrochen. Schaffe ich es, mir eine Welt auszudenken, die erstmal nicht durch das Schreiben wachsen wird, sondern ganz für sich steht und sich frei schnauze verändert... oder bleibt, wie sie ist? Die Welt, die dabei heraus kam, möchte ich mit euch teilen. Ich möchte erst einmal wissen, ob sie euch gefällt und welche Probleme ihr sehen würdet.

      Ich möchte aber, wenn ihr interessiert seid, in diesem Thread einen Schritt über normales Feedback hinaus gehen. Bitte beurteilt diese Welt so subjektiv, wie ihr könnt: Was sind für euch ihre Kernmerkmale, was bliebe austauschbar? Wie würdet ihr sie ergänzen, was zusammenstreichen, was wollt ihr vielleicht unbedingt in ihr erörtert sehen? In diesem Thread können wir nicht nur über sie diskutieren, sondern sie zusammen weiter ausgestalten.

      So, und wer nun meint, ich würde eure Ideen "melken" wollen um daraus später ein E-Book oder so zu machen: in der Tat, das wäre dreist :lol: aber im Ernst, so einfach ist das nicht. Ich könnte mir zwar schon vorstellen, eines fernen Tages eine Geschichte in Ikuria anzusiedeln, aber mehr als alles andere bräuchte ich dazu erstmal eben dies: eine Geschichte. Ich bin einfach nur gespannt, wie sich dieser Thread entwickeln wird und wie unsere unterschiedlichen Herangehensweisen diese Welt, in der definitiv noch viele Fragen offen stehen, bereichern könnten.

      Und jetzt genug der Vorrede. Das hier sind meine Überlegungen bisher:



      Spoiler anzeigen



      Ikuria und Auteria




      Auteria ist ein Planet, der sich kaum von unserer Erde unterscheidet, außer stärkere Gezeiten und mehr Wasser zu besitzen, aber eisenärmer zu sein. Menschen bewohnen seine zahlreichen Inseln, die allesamt kleiner sind als Australien.

      Nach erbitterten Fehden zwischen zahlreichen rivalisierenden Imperien haben die Auterianer sich in zwei verschiedenen Bündnissen versammelt, einem nördlichen und einem südlichen. Die Inseln mit dem höchsten Eisenvorkommen, Sidarsis und Elraméa, herrschen in diesen Bündnissen und leisten sich einen unerbittlichen Krieg um die letzten Ressourcen des Planeten. Schwächere oder äquatornahe Inseln wechseln im Abstand von Jahren, manchmal Monaten durch immer neue Invasionen und Blutbä-der von einem Bündnis ins andere über. Ihre Kulturen unterstehen einem unvorstellbaren Schock, der nicht enden will. Nach und nach schwinden aber die militärischen Ressourcen der beiden Großmächte, sodass Stellvertreterkriege die offene Konfrontation ablösen. Die kleineren Inseln werden mehr und mehr zerrieben und verlieren sich in Bürger- und Bandenkriegen, während die Großmächte, die sie gegeneinander aufbringen, in den Seilen hängen.

      Sidarsis und Elraméa, die technisch sehr versiert sind, aber durch ihre konstante Eisenarmut eine sehr viel schwächere Infrastruktur haben als wir – die Technik ist in vielem dieselbe, sie wird nur kaum verwendet bzw. nur in den großen Städten der beiden Hauptinsteln – sind rabiate, totalitäre Staaten, in denen zivilie Zwecke den militärischen durchgehend untergeordnet sind. Erst kommt das Überleben im „ewigen Ringen“, dann alles andere. Sie entgehen der Revolution nur dadurch, den Menschen alles Eisen zu versprechen, das sie sich vorstellen können und noch viel mehr. Der Schlüssel hierzu ist in beiden Ideologien derselbe:

      Ikuria.


      Denn die Unterschiede zwischen Auteria und der Erde haben einen Grund. Statt eines Mondes besitzt sie einen kleineren Schwesterplaneten, der sie aus nächster Nähe umkreist. Es ist eine kolossale, rötliche Scheibe am Himmel, und man muss schon ein Teleskop bemühen, um die kleinen Seen zu entdecken, die Ikuria dem Beobachter stets zugewandt hält. Nichts deutet darauf hin, dass sie Leben birgt, aber ihre Atmosphäre scheint stabil zu sein, und hinter ihrer roten Farbe vermutet man schon seit Jahrhunderten Eisenerz.

      Während der Frontenkrieg nach und nach mit immer einfacheren Mitteln ausgeführt wird – und immer mehr Menschenleben kostet – binden die Diktatoren die Bevölkerung der reicheren Inseln mit einem verlockenden Projekt an sich, nämlich dem Raketenbau.

      Schließlich, während einer Phase des scheinbaren Friedens zwischen beiden Bündnissen, während der sich die Eliten wundern, dass die äquatorialen Inseln in ein endloses Chaos versunken sind, und nicht das leiseste Verständnis haben – Geschichte wird auf Auteria nicht so offen und gründlich aufgearbeitet, wie vielerorts auf der Erde, sondern nur da erforscht, wo sie sich instrumentalisieren lässt und den Diktator gut dastehen lässt – ist es soweit. Beide Bündnisse starten ihre ersten Raketen, Sidarsis im Süden nur unwesentlich vor Elraméa im Norden, und schaffen es, die ersten Kolonien auf Ikuria zu bauen. Je mehr Eisen sie abbauen wollen, desto schwerer müssen sie in diese Kolonien und den Transport investieren; aber desto verwundbarer machen sie sich auch gegenüber ihrer Erzfeinde. Darum, und weil sich Ikuria nicht als sehr freundlich erweist, dauert es weitere Jahrhunderte, bevor sich die Kolonien über kleine Punkte auszuweiten beginnen.

      Sidaria und Elrakur sind die beiden ikurischen Kolonien, die hierbei im „Seenland“ entstehen. Sie beide haben auf ihrem Territorium durchschnittlich vier Erdentage Tag und zwölf Erdentage Nacht; aber sie haben nicht denselben Tag, sondern während in Sidaria die Nacht hereinbricht, wird es in Elrakur hell. Zwischen ihnen beiden erstreckt sich die unbesiedelte, aber brutal umstrittene Dämmerzone, in der es niemals hell wird, sondern nur alle acht Stunden ein kurzer Morgen hereinbricht und schon nach einer halben Stunde wieder in Nacht übertritt. (Ich kann nur hoffen, dass das Sinn macht. Mein Hirn qualmt, was einen Planeten betrifft, der ohne Eigenrotation um einen anderen kreist, ziemlich.)

      Aber da fängt Ikuria erst an, unbequem zu sein.


      Die dünne Atmosphäre enthält mehr Sauerstoff und deutlich mehr CO², aber auch siebenmal mehr schädliche Giftgase als die von Auteria, sodass die Menschen zwar atmen können, aber selbst im seltenen Fall, keine Brutalität erleben zu müssen, eine Lebenserwartung von unter 30 Jahren haben. Es werden zudem sehr einseitige Monokulturen an den Seen angebaut, die regelmäßig von Seuchen befallen werden, die Hungersnöte auslösen, da nur eine Handvoll Pflanzen mit den dünnen Kunstböden zurechtkommen. Der überwältigende Teil der ikurischen Kolonien ist nach wie vor rötliche Geröllwüste, die von einzelnen Slums durchzogen werden, in denen nur das allernötigste zum Leben vorhanden ist. Hier arbeiten die Ikurier in schier endlosen Minen, und zwar jedermann, jede Frau und jedes Kind, das stark genug ist, einen Meißel zu tragen, ausgenommen die schmale Ingenieurskaste, die auf Auteria heranwuchs und halbjährlich dorthin zurückkehrt, natürlich in die reichsten und friedlichsten Städte. Die restlichen 98,5% der Bevölkerung besteht aus Abkömmlingen von gewaltsam umgesiedelten Bewohnern der ärmeren, chaotischen Inseln des Äquators. Sie lernen in den Kolonieschulen alles, was sie brauchen, um Eisen abzubauen, die „Feindeskolonie“ zu hassen und zu bekriegen – aber mehr lernen sie nicht. Die schon seit Jahrhunderten existierenden Gräben zwischen den ehemals im Bürgerkrieg versunkenen Insulanern werden geschickt auf die Bewohner der anderen Kolonie übertragen. Es ist aber auch normal auf Ikuria, ethnisch andere Bewohner der eigenen Kolonie zu hassen und ihnen zu schaden, wo immer man kann, ohne die Minen-Polizei auf sich aufmerksam zu machen. Beiderseits sprechen die Ikurer hunderte verschiedene Sprachen, sehen sich all ihrer insulanischen Traditionen beraubt und kennen nur eine Motivation, die sie eint: Furcht.


      Nur ein verschwindender Teil der Ikurer hat schon eins der monumentalen Transportraumschiffe von innen gesehen, in denen die Ingenieure residieren, während große Maschinen ihre Bäuche mit Eisen und manch anderen Metallen füllen. Mit den Gefängnissen, in denen ihre Aufseher kritische oder rebellische Individuen für Jahre verschwinden lassen, kennen sie sich aber bestens aus. Wer sich als unbelehrbar erweist, wird in die erzreiche Dämmerzone verschoben, wo keine Infrastruktur herrscht und Epidemien ebenso normal sind, wie nächtliche Überfälle durch Patroullien der anderen Kolonie, die eine Mine, einmal gefunden, bis auf die letzte Seele abschlachten.

      Jede Revolte scheitert daran, dass die Rohstoffversorgung in allem außer Wasser durch Auteria übernommen wird und dass die Schiffe zu stark bewacht werden, um sie zu kapern. Auf Ikuria sieht Krieg anders aus, als auf Auteria, weil die Gravitation nur halb so stark ist. Einerseits heißt dies, dass es sehr leicht machbar ist, Felsen zu erklettern, was die Guerilla-Banden der so genannten Minen-Polizei nicht minder ausnutzen, als die Ingenieure, die ihre Hauptschächte kilometerweit senkrecht anlegen und nur minimalste Sicherheitsvorkehrungen treffen, damit die Arbeiter in diesen monumentalen Löchern nicht verloren gehen; andererseits sind die Minengeräte teilweise extrem groß und klobig und als Waffen deutlich beliebter, als die nur der Ingenieurskaste zustehenden Feuerwaffen. Außerhalb der Minen läuft, wer es sich leisten kann, in komfortablen Schutzanzügen herum, um die Gravitation zu erhöhen; die meisten Arbeiter aber tragen nichts als massive Arm- und Fußbeschwerer aus Blei oder Stein, die denselben Effekt haben, sie aber auf Kosten ihrer Gesundheit stärker und ausdauernder werden lassen. Die Garnisonen in den Hauptminen wiederum nutzen massive Exoskelette, die bis zu zehn Meter hoch sein können und die verringerte Gravitation voll ausnutzen. Mit einem solchen Exoskelett kann ein einzelner Soldat selbst den größten rebellierenden Slum unter Kontrolle halten.

    • Für ein gründliches Durchlesen bin ich grade zu müde, aber das Setting mit den zwei Planeten spricht mich schon mal an. Ein wenig wundert mich, dass Eisen so eine große Rolle spielt - ich hätte ja vermutet, dass durch die Knappheit eher auf andere Materialien ausgewichen wird, sich der Forschungsfokus dorthin verlagert, Ersatz für Eisen zu finden.

      Außerdem - verschwindet das Eisen denn? Es müsste ja z.B. auch möglich sein, Eisenkonstruktionen von Gegnern zu erobern und einzuschmelzen.

      Die Namen sind mich bös angesprungen - da ich grade anderweitig drauf sensibilisiert wurde: Zu viele Endungen auf -ia und -ea! Es ist irgendwie ein Klischee von Ländernamen in der Fantasy und Planetennamen in SF; ich weiß nicht genau, wo sich das historisch verorten lässt, irgendwie griechisch, lateinisch, oder auch slawisch, diese Endungen.

      Bei "Auteria" gefällt mir der Anfang recht gut, aber - dafür kannst du nix - frage ich mich insgesamt, warum Teria plötzlich so viele Leute haut, dass sie dauernd "Au Teria!" schreien müssen.^^ Dreister Vorschlag wäre, die "-ia" durch andere Endungen zu ersetzen, die ein wenig mehr Eigenweltflair zulassen. Oder, da gewissermaßen redundant, sogar weglassen? Auter? Hmm.

      Falls dir der Hinweis zu den Namen nur nervt, weil du selber mit den Namen total zufrieden bist, ignorier mich einfach. ;) Ich finde es tendentiell schwierig, die Namen auseinanderzuhalten..

      Yagomar schrieb:

      Auf Ikuria sieht Krieg anders aus, als auf Auteria, weil die Gravitation nur halb so stark ist. Einerseits heißt dies, dass es sehr leicht machbar ist, Felsen zu erklettern, was die Guerilla-Banden der so genannten Minen-Polizei nicht minder ausnutzen, als die Ingenieure, die ihre Hauptschächte kilometerweit senkrecht anlegen und nur minimalste Sicherheitsvorkehrungen treffen, damit die Arbeiter in diesen monumentalen Löchern nicht verloren gehen
      Das klingt sehr cool. Ich kann mir vorstellen, dass die Graviationsunterschiede für das Visuelle auch einen gewissen surrealen Effekt reinbringen. :)

      Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • Erste Eindrücke: Eine SF-Welt mit Lowtech Raumfahrt, find ich immer wieder schön, dazu Ressourcenkrieg. Bis jetzt wirken die Ideologiengebäude sehr absolut, niemand sieht ein Problem mit den Arbeitsbedingungen auf Ikuria oder mit dem Dauerkrieg. Dabei weiß ich noch nicht mal worin sich die Ideologien von Sidarsis und Elraméa unterscheiden. Wofür nutzen sie das Eisen denn? Bzw. wo ist der Eisenmangel merkbar? Ist Plastik erfunden? Wie sind die Raumschiffe gebaut? Wir würden ja viel mehr Metall beim Verlassen einer Atmospähre verlieren, als wir mit der gleichen Rakete zurückbringen könnten, wie klappt das bei dir?
      Um die Tageszeiten Auterias zu verstehen würde ich dir empfehlen mit ein paar Kugeln, Stiften, Schüren und einem Blatt Papier herumzuspielen, damit schafft man es auch Lichtwege in vierdimensionale Raumkrümmungen zu simulieren. ^^
      Ja, warum kommt die Welt in den Spoiler?

      Yagomar schrieb:

      aber desto verwundbarer machen sie sich auch gegenüber ihrer Erzfeinde.
      Hierhinter gehört eindeutig ein grinsender Smiley. ;D
    • Veria schrieb:

      Erste Frage: Warum packst du die Welt in Spoilertags

      Tö. schrieb:

      Ja, warum kommt die Welt in den Spoiler?

      Ich weiß es nicht. Ich war früher in einem anderen Forum unterwegs, in dem die Leute es gewohnt waren, dass längere Passagen in Spoilern versteckt werden. Da das hier aber mehr zu irritieren scheint als andersrum, lasse ich es lieber. :)

      Ich erkenne an eurem Feedback bisher, dass die technischen Aspekte der Metallurgie und Raumfahrt tiefer ergründet werden sollten, damit dieses Szenario sinnvoll ist. Bin ich mit einer Meinung, werd's aber auch nicht überstürzen, zumal es schon ein bisschen später ist. Der Hinweis zu den Namen nervt übrigens nicht. Ich bin mit "Ikuria" glücklich, alles andere kam erstmal irgendwie daher.


      Tö. schrieb:

      Hierhinter gehört eindeutig ein grinsender Smiley.
      Huch, das hab ich nicht bemerkt...^^
    • Du hattest ein paar Fragen an uns:
      • Was sind für euch ihre Kernmerkmale, was bliebe austauschbar?
      • Wie würdet ihr sie ergänzen, was zusammenstreichen, was wollt ihr vielleicht unbedingt in ihr erörtert sehen?
      Also nach meiner Meinung ist das Kernmerkmale die (Eisen-)Ausbeutung des Planeten Auteria durch deren Bewohner und der damit zusammenhängende Krieg. Ich fände es noch gut wenn du uns die Regierungsform näher beschreiben könntest. Monarchie? Demokratie? Wobei eine Monarchie meiner Meinung nach hier besser passen würde. Was war die Rolle der Regierung in diesem Krieg?
      Meine Mittagspause ist gleich zu Ende, ich hoffe das ergibt einigermaßen Sinn.
      Ich bin ein Profi... *wie zur Hölle funktioniert das hier???* :pfeif:
    • Danke für's Feedback!
      Also dann... nach ein bisschen hin und her nehme ich mir mal Folgendes vor:

      - die Technologie ist (aus anderen Gründen, als Eisenmangel) auf einem ähnlichen Stand, aber doch im einzelnen sehr verschieden, von unserer. Atomwaffen gibts z.B. nicht, was konventionelle Kriegsführung wichtiger macht, dafür ist die Raumfahrt einen Tick weiter.

      - einher mit der anderen Technologie gehen andere Gesellschaftsmuster. Monarchie, wieso nicht? Würde das starke Gefälle im Lebensstandard erklären und dass es eher hingenommen wird, wie man mit den armen Schichten umgeht. In dieser Welt hat sich das mit dem Humanismus noch nicht so ganz rumgesprochen.

      - Eisen gibt's en masse, dafür setzt das (militärische, aber auch aus einer sonstigen Rivalität erwachsende) technischen Wettrüsten der beiden Weltreiche besondere Bodenschätze voraus, die man auf Ikuria findet, die sehr schwer abzubauen sind und in moderateren Mengen (es sollen immer noch riesige Containerschiffe sein, aber ja... keine totale Massenware mehr a la Eisen) - hier bin ich noch unentschlossen, vielleicht einfach "seltene Erden" und dann später spezifizien wie wo was genau, wenn ich allgemein mehr weiß?

      Ist bisher jedenfalls echt interessant, darüber nachzudenken. Es werden immer mehr Baustellen, aber die einzelne Baustelle ist (hoffentlich) etwas leichter handhabbar, als vorher. :)
    • Yagomar schrieb:

      - Eisen gibt's en masse, dafür setzt das (militärische, aber auch aus einer sonstigen Rivalität erwachsende) technischen Wettrüsten der beiden Weltreiche besondere Bodenschätze voraus, die man auf Ikuria findet, die sehr schwer abzubauen sind und in moderateren Mengen
      Hm, ich fand den Konflikt um die "Massenressource" Eisen schon auch cool. Du kannst das ja auch kombinieren, dass es eben hauptsächlich um seltene Erden geht, dass Eisen aber auch eher rar und wertvoll ist. ;) Ich denke, es werden ja ziemlich große Mengen davon schon für die Raumschiffe benötigt, oder?

      Yagomar schrieb:

      Atomwaffen gibts z.B. nicht, was konventionelle Kriegsführung wichtiger macht, dafür ist die Raumfahrt einen Tick weiter.
      Hast du vor, das genauer auszuarbeiten, wie die Raumfahrttechnologie funktioniert? (Nicht dass ich was davon verstehen würde, aber ich dachte mir, die Physik muss vermutlich schon recht weit sein, um Transport zwischen zwei Planeten zu ermöglichen...) Vielleicht gibt es eine Antriebsart, die es bei uns nicht gibt? Strebst du an, eine "hard-sci-fi"-Welt zu basteln, bei der alles nach den Regeln irdischer Physik laufen muss, oder würdest du dir auch Freiheiten erlauben?

      Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • Eine sehr gute Frage! Sagen wir's mal so: Ich möchte es auf demselben Detailgrad haben, wie den Rest der Welt. Zunächst werde ich mir da massive Freiheiten nehmen, um leichter voranzukommen. Später wird es dann hoffentlich detaillierter.

      Zum Selbstzweck erheben möchte ich die Konformität mit der bekannten Physik aber eher nicht.
    • Die Idee gefällt mir.
      Allerdings würde ich aus Eisenmangel eher den umgekehrten Schluss ziehen: Keiner kann genügend technologische Übermacht gewinnen, um einen riesigen kontrollierten Staat aufzubauen, also würde ich mit der Prämisse eher einen Planeten voller Kleinstaaten basteln.
      In gewisser Weise scheinst du das ja auch getan zu haben, allerdings bleibt immer noch die Frage, wie mit der doch eher sparsam eingesetzten Technologie diese doch eher ausgeprägte Kontrolle über andere Staaten funktioniert. Lokale Revolutionen dürften dank des geringeren Technologiegefälles (vor der Erschließung Ikurias) eigentlich eher erfolgreich sein als die auf der Erde, oder? Da würde es sich dann eher anbieten, dass der Erste, der funktionierende Minen auf Ikuria mit ausreichenden Rücktransportmöglichkeiten dann erst eine große Diktatur aufziehen kann, da dann ja das Technologiegefälle auf einmal viel größer ist.
      Weltraumschlangen! :fluecht:
    • Als ich das gelesen habe, ist mir eine Frage aufgekommen: Wie weit ist die Kommunikationstechnologie fortgeschritten und wie weit und stark sind die Gegenden vernetzt. Technologischer Fortschritt hängt ja auch damit zusammen. Einerseits also planetenintern und zwischen den Planeten.

      Und wie wird die Bevölkerung den klein gehalten. Eine zentrale Herschaft wird ja meist niedergerungen, wenn die Vorstellungen der Bevölkerung etwas freier werden - was häufig mit wissenschaftlichen Fortschritt einhergeht.

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      Wo ein Waldgott steht wächst grünes Gras,
      wo ein Waldgott ruht, sprießen Wälder,
      wo ein Waldgott weint, entstehen Sümpfe,
      wo ein Waldgott blutet, ist das Land geheiligt
      und wo ein Waldgott stirbt, wird leben sein.​