Speedbasteln II

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    • @Cyaral: Ich denke, da die Filzmänner hauptsächlich in kleinen Freundeskreisen umherziehen, ist die Akzeptanz innerhalb derer möglich. Ansonsten haben sie wohl schlechte Karten und werden verstoßen.

      @Nharun: Wie Herrscher die Filzmänner sehen weiß ich noch nicht. Da kn so weit ab vom Schuss ist, sind recht wenige Filzmänner in der Region, falls in kn jedoch ein größeres Bauwerk oder ähnliches geplant wird, werden mehr Filzmänner
      ankommen, bis es keine Arbeit mehr gibt. Also werden sie zumindest in kn als recht nützlich gesehen.

      @Teja: Staat trifft es wohl nicht so ganz. Ich wollte nur ausdrücken, dass die Brüder zu keinem anderen Staat zählen, in sich organisiert sind und zahlreich genug sind, um potentiell einen Staat gründen zu können.

      @Ela, Teja, Veria: Ich vermute der König hatte eine Trennung hinter sich und hat es sehr schlecht verarbeitet, deshalb ist er losgezogen und blieb ziemlich frauenfeindlich.

      @Veria: Die hießen vor 24h noch Schwarzmäntel, dann Filzmäntel und schließlich Filzmänner. Was lernen wir daraus? Tö hat ein Riesendokument an Ideen, die alle nicht durchdacht sind und wählt bei jedem Speedbasteln etwas nettes aus und schreib es halbwegs präsentierbar. Desweiteren lernen wir, dass Tö nur selten gute Namen einfallen und deshalb weiterhin auf Jundurg baut. ;D
    • @Tö.: Die hätte ich grad gerne zum Renovieren. Ich würd denen einen wahren Festschmaus anbieten ... :lol:

      Veria schrieb:

      @PBard: Wer wohnt denn auf der jeweils anderen Seite der Stämme?
      Ich glaub, ich versteh grad die Frage nicht ... :schild:

      Meinst du, geographisch jenseits der Gebiete, die sie vor dem Übergang zum Nomadentum besiedelt hatten?

      Anfangs haben so ziemlich alle anderen Zivilisationen östlich der Stämme gelebt, weil der Westen resourcenmäßig einfach kaum etwas zu bieten hat - bis auf die mediterranen Gegenden an den Flüssen eben.

      Mit der Vertreibung der Ork-Clans in den Westen sind die Stämme einfach erstmal in die nördlichen, südlichen und westlichen Gebiete des Westens abgewandert, also ist im Prinzip weiterhin alles erstmal östlich der Goblingebiete gelegen. :lol:

      Der Krieg hat dann einfach die Grenze zwischen den westlichen Völkern (zur damaligen Zeit die Stämme, die Clans und ein paar verstreute Barbarendörfer) und den östlichen (alle anderen eben, vor allem aber die Sippen und die drei Königreiche) immer weiter nach Westen verschoben, weshalb auch die Clans weiter nach Westen wandern mußten.

      Heute gilt im Prinzip der gesamte Westen als Orkgebiet (bis auf den höchsten Norden und die Steinwüsten), auf dem sich halt inzwischen mehrere Völker tummeln.

      Die Stämme spielen dabei sogar eine nicht ganz unwichtige ökologische Rolle, da sie in der Zeit, in der sie an einer Stelle leben, dort erstmal dafür sorgen, daß der Boden fruchtbar genug ist, um den ganzen Stamm zu versorgen - weshalb der Westen trotz seiner Unwirtlichkeit heute schon bedeutend lebensfreundlicher ist als in früheren Zeiten.

      Nicht, daß die Clans das je offen zugeben würden... :lol:
      Bring me your soul, bring me your hate
      In my name you will create
      Bring me your fear, bring me your pain
      You will destroy in my name

      - Les Friction, Dark Matter
    • Tö. schrieb:

      Männer dürfen nicht der weibischen Dekadenz verfallen. Sie sollten weder herrschen, noch sollte über sie geherrscht werden. Um sich von diesen Fesseln der Zivilisation zu befreien, sollen sie heimatlos und besitzlos durch die Welt wandern. Überleben sollen sie durch harte Arbeit und die Hilfe ihrer Brüder.
      Wenn da nicht das Zeug von der "weibischen Dekadenz" stehen würde, dann wäre mir dieser Kult echt extrem sympathisch.
      Weltraumschlangen! :fluecht:
    • Heute auch ich mal wieder:


      Warum es nicht erstrebenswert ist, allgemeine Bürgerrechte zu haben

      (von Erzbaron-Bischof Kedeni Nelsurva)

      Es erklingen unter dem Sternenkreis immer wieder die Rufe des Pöbels nach Bürgerrechten. Die einfachen Menschen sehen den Nutzen, den hohe Herrschaften aus den Briefrechten ziehen, dann wollen sie selbst auch den Nutzen und somit auch die Rechte. Verbrieft wollen sie sie freilich nicht, sie rufen nach allgemeinen Bürgerrechten, die in der Landesgrundurkunde vermerkt sein sollen, für alle gleich. Wie soll das gehen? Ein gemeiner Mann kann nicht seine Felder bestellen und dazu noch Bürgerrechte nutzen. Er kann nicht lesen, und wie soll er es lernen? Ohne die Erfahrung des hohen Blutes wären doch auch die hohen Herrschaften dazu nicht in der Lage. Wie soll ein gemeiner Mann lesen lernen, wenn doch keiner seiner Vorfahren es konnte? Es liegt ihm nicht im Blut, ebenso wie es den hohen Herrschaften nicht im Blut liegt, zu säen oder zu ernten.
      Ohne die Schrift sind Bürgerrechte nutzlos, weder versteht der gemeine Mann sie, noch weiß er, was sie ihm Gutes tun sollen. Gerechte Verhandlungen im Gericht verlangt der Pöbel. Was weiß der Pöbel schon? Der Pöbel beschuldigt und verurteilt in einem Atemzug und eilt, sein Opfer mit Fackeln zu jagen und dann mit Sense oder Fleischbeil zu morden. Gerechte Steuern verlangt der Pöbel, aber der Pöbel will überhaupt nichts bezahlen, er will erhalten wie die hohen Herrschaften.
      Dies sind die weltlichen Gründe, doch der wichtigste Grund von allen ist, dass die gottgegebene Ordnung nicht angetastet werden darf. Der Höchste weiß am Besten, was jeder von uns braucht, und er gibt es uns, wenn wir tugendhaft leben. Das sollten wir alle beachten und nicht schreiend durch die Straßen ziehen. Briefrechte sind von Gott gegeben, der Mensch soll an dieser Einteilung nicht rütteln.
      Don't diagnose and drive.

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    • Die Arden

      In Cir entspricht der Rang eines Arden dem, was anderswo ein Bürger ist. Nur Männer können Arden werden, da sie in erster Linie die Kriegerkaste bilden. Entsprechend kann theoretisch jeder männliche Cirene ein Bürger werden, der die körperlichen unversehrt und kräftig ist. In der Praxis läuft es darauf hinaus, dass viele junge Männer der Armee beitreten, um sich durch den Kriegsdienst ihre Bürgerrechte zu erwerben. Diese Methode ist nicht gerade ungefährlich, da Cir ständig Überfälle auf seine Nachbarn verübt und sich im gleichen Zug gegen Überfälle durch Nachbarn verteidigen muss. Der Bedarf an fähigen Kriegern ist daher hoch und nicht wenige enden als Versehrte.

      Die zweite, weit weniger ruhmreiche Methode, um den Status eines Arden zu erreichen, besteht darin, Cir durch das Finanzieren seiner Kriege zu dienen. Diese Methode ist verlässlich für diejenigen, die über die nötigen Ressourcen verfügen, jedoch stehen Arden, die auf diese Weise in den Rat gelangen in keinem guten Licht. Viele Söhne reicher Eltern wählen deswegen trotzdem den Kriegsdienst, oftmals als Offiziere, was zumindest etwas besser ist.

      Jeder Ard verfügt über eine Stimme im Rat und dadurch über die Macht, wichtige Entscheidungen was die Außenpolitik von Cir betrifft, zu treffen. Die Arden haben sich freiwillig verpflichtet, ihre Entscheidungen mit Zustimmung des Ältestenrates zu treffen. Bisher kam es noch nie vor, dass sich die Arden dem Ältestenrat widersetzt haben, obwohl der Rat keine verankerten Rechte besitzt.

      Ein wichtiger Punkt für die Arden ist auch, dass sie nach dem Tod vom Dienst befreit sind. Für gewöhnlich werden die Körper gewöhnlicher Cirenen balsamiert und erweckt, um einfach Arbeiten auszuführen. Arden hingegen werden direkt bestattet, mit der Garantie, dass ihre Körper nie so verwendet werden und ihre Seelen direkt ins Nachleben eingehen. Garantiert wird dieses Recht durch den Ältestenrat, der sonst die Erweckungen befiehlt und kontrolliert.
      Braiiiins.
    • Über die Rechtslage der Bürger in den lajrénischen Landen

      vom Obersten Gesandten der Republik Darumar zu Renaliac an den Rat der Einhundert mit Sitz zu Pangobra,
      aus dem Jahr 411 der Glorreichen Revolution

      Sehr geehrter Rat, geehrte Ratsmitglieder*innen,

      seit einem Jahr habe ich nun mein Amt als Oberster Gesandter unserer Glorreichen Republik hier in Renaliac inne und es ist mir eine große Freude und Ehre, Ihnen diesen meinen Jahresbericht zur allgemeinen Information zu übersenden.

      Wie mir aufgetragen wurde, habe ich das Unterfangen meines Vorgängers fortgesetzt und Informationen über die allgemeine Rechtslage der Bürger zusammengetragen, sowohl jener in der Republik Renaliac, als auch darüber hinaus, soweit mir dies in jener kurzen Zeit und mit den begrenzten Möglichkeiten, die sich durch die wenigen Kontakte zu ausländischen Personen von Rang und Namen ergaben, zu gelingen vermochte.

      [... weiteres allgemeines Geschwafel, Anm. d. Übers.]

      Wie befürchtet skizziert sich die Lage insgesamt als äußerst erschreckende Drohkulisse. Es ist kein Vergleich zu den zivilisierten Zuständen in unserer Glorreichen Republik.
      Am schlimmsten gestaltet sich die Situation in einer ganzen Reihe von Königreichen Lajréns. In diesen haben die Bürger fast gar keine juristisch codificierten Rechte oder Ansprüche, die sie vor der unflätigen, willkürlichen ungebildeten Grobschlächtigkeit des hiesigen Adels schützen. Besonders drastisch zeichnet sich die Lage darob in den Reichen Magalon, Marcat, Tacromia und Bjevar ab.
      Kaum besser ergeht es den Menschen in Serghal und Searlac. Im hohen Norden ist es den Menschen Kherols, Samarwahs und Pokhartas zwar ebenfalls fremd, von Bürgern oder Rechten zu sprechen. Doch hat sich hier ein traditionsgebundenes, starres Gewohnheitsrecht etabliert, das von den Familienoberhäuptern aufs peinlichste eingehalten wird, sodass eine gewisse Rechtssicherheit doch tatsächlich gegeben sei. Von Drokhal hingegen habe ich keine Informationen und Berichte erhalten. Jenes Land, das nördlich Kherols zu finden sei, scheint mir äußerst abgeschieden zu sein und nur selten mit dem Ausland in Kontakte zu treten.

      Ein wenig gesicherter findet sich die bürgerliche Existenz in Leandur, Azandor und Vabur wieder, dergestalt, als dass die Bürger hier tatsächlich auf ein staatsfundierendes Grundrecht rekurrieren können, das als Verfassung zu bezeichnen zwar doch arg überzeichnet wäre, diesem aber immerhin im Prinzip nacheifert. In den gemeinsam von den Tarim regierten Reichen Azandors und Vaburs beläuft sich diese Grundrechtlichkeit immerhin darauf, dass die Bürger ein Anrecht auf ein ordentliches Gerichtsverfahren haben und nur von einem solchen oder von dem König verurteilt oder freigesprochen werden können. Darüber hinaus hält jene eiserne Monarchie insbesondere die Verpflichtungen der Bürger dem Staate gegenüber rechtlich fest, kaum aber irgendeine Pflicht des Staates gegenüber dem Bürger, abgesehen von dessen Schutze, für dessen Ausübung der Staat das Monopol aller Gewalt für sich beansprucht.

      [... es folgte eine ermüdende Auflistung bürgerlicher Pflichten auf Heller und Pfennig genau, Anm. d. Übers.]

      Nur in der sogenannten Republik Renaliac - über deren republikanischen Charakter sich trefflich debattieren ließe - herrscht tatsächlich eine zivilisierte Vorstellung davon, was eine Verfassung ausmache und wie es um Bürgerrechte zu bestellt sein habe. Bürger hier genießen ein hohes Maß an Rechtssicherheit und der Staat hat sich stark an die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit geknüpft. Bemerkenswert ist auch der tolerante Umgang von Menschen und Borago miteinander, wie er sonst in Lajrén vergebens gesucht wird. So sind Borago, erlangen sie erst das Bürgerrecht, in sämtlichen Belangen den Menschen gleichgestellt und die Spezies spielt keinerlei Rolle bei der Zugehörigkeit zum Nationalvolk.

      Betrachtet man jedoch die politischen Rechte der Bürger Renaliacs wird schnell deutlich, dass diese dergestalt ausgearbeitet sind, dass die Reichen und Mächtigen des Landes ungeachtet ihrer Fähigkeiten! es als Leichtes ansehen vermögen, die regelmäßigen Wahlen in ihrem Sinne zu entscheiden.

      Ein Lichtblicke am Horizont scheint die zunehmende politische Formierung der Bürger der Großstädte zu sein. In der Partei für Bürgerrechte und Echte Demokratie haben sich einige unzufriedene Bürger vereinigt, die eine Reform des Wahlrechtes fordern. Finanziert und unterstützt werden sie aus geheimen Quellen, die zu publicieren sie nicht wagen. Ich konnte jedoch in Geheimgesprächen erfahren, dass reiche Handelsmagnaten hinter der Bewegung stehen, welche mit der Führung der Republik unzufrieden sind. Zum Schutze von deren Leib und Leben bleibt ihre Identität und gar ihre Existenz jedoch geheim. Es bleibt nur zu hoffen, dass diese Banausen bald von den Lehren, die wir mit unserem Beispiel der Glorreichen Republik ihnen geben, erkennen und verinnerlichen mögen.

      [.... weiteres allgemeines Gelaber, das im jährlichen Bericht seinen Weg in die unermüdlichen Archive findet, Anm. d. Übers.]

      Möge der Rat in seiner Weisheit darüber befinden und entscheiden.
      Der oberste Gesandte zu Renaliac


      [Aus dem Darumischen von Eld]
      Gib jedem Tag die Chance, der beste deines Lebens zu werden. - Mark Twain

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eld ()

    • Bürgerrechte in Pînor

      In den meisten Städten der amnúrischen Nachfolgereiche ist man nur dann Bürger einer Stadt, wenn man Grundbesitz in selbiger vorweisen kann. So kommt es, dass die Einwohnerzahl einer Stadt meist wesentlich höher ist als die Zahl der Bürger. Auch in der unabhängigen Großstadt und Handelsmetropole Pînor war dies lange Zeit der Fall. Bürgerpflichten und Bürgerrechte waren dort untrennbar miteinander verbunden; Bürger durften so zum Beispiel den Bürgermeister wählen, mussten dafür jedoch auch Militärdienst leisten.

      Pînor war allerdings schon immer dafür bekannt, Sitz einiger mächtiger Familien zu sein, die darum wetteiferten, immer mehr Einfluss zu gewinnen und Reichtum anzuhäufen. So ist es nicht verwunderlich, dass diese wohlhabenden Familien auch immer mehr Grundbesitz in der Stadt (und im gesamten Gebiet der Republik) erwarben, um ihn später beispielsweise vermieten zu können. Dadurch aber sank auch immer weiter die Zahl derer, die Dienst in der Armee Pînors leisten mussten. Unter der Regentschaft Graf Demris’ kam es daher zu umfangreichen Reformen; es war nicht mehr der Bürger, welcher Grund besaß, sondern der, welcher für eine bestimmte Zeit in der Armee gedient hatte. Gleichzeitig wurden aber auch den reichen Bürgern wiederum Zugeständnisse gemacht; denn wer selbst nicht diente, konnte durch Zahlungen oder das Stellen von Söldnern für die Dienste der Stadt selbst seiner Bürgerpflicht des Dienens im Heer entgehen, ohne auf seine Bürgerrechte verzichten zu müssen.

      Doch hat nicht jeder Bürger die gleiche Anzahl an Stimmen. Rang und Dienstzeit im Heer, der Stadtgarde oder den pînorischen Söldnerkompanien spielen hier eine Rolle. Wenn jemand aber für einen anderen im Heer dient, so erhält er dafür keine Bürgerrechte, sondern nur derjenige, an dessen Stelle er dient. So hat manch ein reicher Kaufmann mehrere Dutzend Männer aus einfacheren Verhältnissen für sich in den Militärdienst geschickt, die alle niemals dadurch Bürger werden. Alle ihre Dienstzeiten aber werden ihm gutgeschrieben; so hat möglicherweise ein dreißigjähriger Fernkaufmann bereits 50 Dienstjahre, auf die er zurückschauen kann, ohne jemals ein Schwert in der Hand gehabt zu haben – wenngleich allein aus Gründen der Ehre eigentlich jeder betuchte Mann sich zumindest für kurze Zeit verpflichtet. Die Männer, die an seiner Stelle den Militärdienst tun, bekommen hierfür von ihm dafür vielleicht Geld, vielleicht Ermäßigungen von Mietpreisen, oder aber irgendetwas anderes.

      Die Einwohner Pînors sehen mehrheitlich kein Problem an diesem System oder halten es für ungerecht; sie sind der Meinung, dass ein reicher Mensch, der viel mehr für die Stadt leisten kann, als ein einzelner armer Mensch, auch mehr Rechte und Stimmen haben sollte.
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    • Diesmal kurz und etwas off-topic

      Sind Menschen Drachen?

      Hast du schon Kunde von diesen neuen Talwesen vernommen?Verra-kir glitt in die große Höhle und ließ sich neben Gerrukh-an nieder, ihre rötlichen Schuppen irisierten im schwachen Licht des Höhleneingangs.
      Ich habe ihre Existenz vernommen, ich frage mich nur, ob Anuhk-lan Recht hat, wenn sie behauptet ihr Geist wäre des unseren gleich. Sie neigt zu Fantastereien.
      antwortete ihr Gelegebruder ihr.
      Besonders jetzt da die Dämmerung ihrer Flamme naht.
      Sei nicht ohne Respekt! Verra witschte mit dem Schwanz strafend gegen seine gelbliche Flanke.
      Es wäre faszinierend wenn es ein Wesen gäbe, das uns im Geiste gleich steht!
      Aber Gleichwarme?Gerrukh ließ ein ungläubiges Trillern aus seiner Kehle dringen.
      Gleichwarme sind doch nicht viel höher als die Pflanzen, die sie essen. Unsere Ahnen haben schon oft nach Auch-denkenden-Wesen gesucht und nie welche gefunden. Warum nun? Warum sollten es die Happen sein?
      Warum denn nicht? tschirpte seine Schwester zurück. Warum sollten wir die Einzigen im Sein sein, die höher denken als jagen, fressen und Paarung? Was macht uns besonders?
      Gerrukh grummelte.
      Ich will nicht wieder andauernde Diskurse mit dir führen. Aber, stimmen wir für diesen Gedanken überein, dass Anukh-lan Recht hat und die Talwesen wie wir sind: wie sollen wir mit ihnen verfahren? In all der Zeit fragten sich unsere Ahnen nie, was getan werden solle, wenn Geistgleiche entdeckt werden.
      Sind Geistgleiche inherent Gleich-Freie? Haben sie Anspruch auf Recht-von-Flammen? Ist Recht-von-Flammen nur Recht-für-Drachen oder Recht-Für-Denkende?
      Sollen wir sie in den Clan aufnehmen wie verstreute weit-Flügel-ohne-Flamme? Sollen wir behaupten, auch sie seien Drachen, auch wenn unsere Augen dem Unwahrheit strafen? Ist es nicht einerlei, ob sie verständig sind, wenn sie doch keine Drachen sind? Warum sollten wir ihnen Recht-wie-Drache zugestehen, wenn sie doch Gleichwarme bleiben und wir nie wissen werden, ob sie Geist-gleich-wie-Drachen sind? Es ist einfacher, darüber nicht-zu-Denken!
      Gerrukh gähnte und tat damit seine Meinung kund.
      Du bist kein guter Philosoph, grummelte Verra
      Hüterin der Schrecken, Licht des Nordens, Akolythin des Herrn der Zeit (Zitat Merlin)

      Man kann WBs nicht in Fäkalien aufwiegen (Zitat Alkone)

      Hast du grade einen akustischen Kotz-Smiley gemacht? (Zitat Jundurg)
    • @Teja: Ich fühle mich etwas römisch bei dem Text. Also, ausser bei dem Teil über die Erweckung der Toten.
      Ist das denn Fakt, dass die Seelen der Erweckten noch rumgurken, oder nur Glaube? Gibt es auch für Frauen Wege, die Erweckung zu verhindern, oder können das nur Männer, wenn sie Arden werden?

      @Eld: Sehr schön, ich liebe es, wie du gestelzte Wörter eingebaut hast. Du, sag mal, ist die Bürgerrechtssituation in der Glorreichen Republik denn sooo guuut?

      @Elatan: Ist es für die Männer aus einfachen Verhältnissen wirklich besser, sich bezahlen zu lassen, als selber das Bürgerrecht zu kriegen?
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    • @Cyaral: Die Frage "Was, wenn wir intelligentes Leben finden?" mal aus anderer Perspektive. Nett geschrieben.
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    • Lobsbeeren:
      @Veria: Ich wurde überzeugt! Verdammter Pöbel! (ง ͠° ͟ل͜ ͡°)ง

      @Teja: Ich lese immer gerne etwas über Cir! Auch das war wieder interessant. :)

      @Eld: Ui, du tüchtiges Schreiberlein. Wie erlangt man denn die Bürgerrechte in Renaliac?

      @Cyaral: Ach, so OT war das doch gar nicht. Ein schöner kleiner Text. :)

      Antworten:
      @Veria: Darüber ließe sich wohl streiten. Kurzfristig und für den einzelnen mag es auf alle Fälle besser wirken/sein. Wenn du ein einfacher Typ bist, der nicht viel Geld hat, dann bist du ganz froh darüber, ein paar Münzen mehr in der Börse zu haben. Dafür verzichtest du dann vielleicht auch eher auf deine einzelne kleine und unbedeutende Stimme (oder die wenigen Stimmen, die du im Vergleich zu den Reichen haben wirst), mit der du ohnehin nichts reißt. Da die meisten so denken, ist es also vielleicht tatsächlich besser, auf seine Bürgerrechte zu verzichten. Aus unserer Sicht und mit unserem Demokratieverständnis ist das natürlich alles andere als schön.
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    • Lobse:
      @Veria Das haben wir immer schon so gemacht, was sollen denn die Nachbarn denken, da könnte ja jeder kommen! Hat da ein realer Gott seine Finger im Spiel?

      @Eld Ich finde den gestelzten Stil auch echt toll. Die glorreiceh Republik in der Tat.

      @Elatan Boah so kann man ja hunderte von Dienstjahren anhäufen! Aber eigenltich sehr praktisch. Also, wenn man Geld hat.

      @Cyaral Talwesen? Interessante Bezeichnung


      Und Antworten:

      @Veria Die Geister der Toten spuken tatsächlich manchmal umher, aber zum größten Teil ist das Aberglauben. Natürlich sieht der Ältestenrat keinen Grund, das aufzuklären. Natürlich können sich Frauen auch freikaufen, wenn ihre Familie entsprechend viel Geld hat. Die zweite Möglichkeit ist, dass sie sich selbst erweckt und als untote Nekromantin weiterexistiert. Das ist aber eher selten. Wenn sie es dann noch schafft, eine Maske zu gewinnen, wird sie auch automatisch zum entsprechenden Mitglied des Ältestenrates. Ja, der besteht ausschließlich aus untoten Nekromantinnen.
      Braiiiins.
    • Schön, das ihr zu dem Thema was zustande gebracht habt! Mir ist nichts eingefallen, was nicht ein langweiliger kleiner Lexikonartikel gewesen wäre - eure Texte dagegen sind tatsächlich interessant und schön zu lesen! *lobsbeeren für alle*

      @Veria Glaubt der Erzbaron-Bischof selbst, was er da sagt? Oder andere vergleichbaren Ranges? Oder benutzen sie nur diese Tradition um ihre Macht zu festigen?
      @Teja Gerade durch das Nachwirken des Bürgerrechts selbst nach dem Tod in einer nekromantischen Gesellschaft ziemlich erstrebenswert!
      @Eld Wow, so viel und das zu dem Thema, Respekt! Und sehr schön geschrieben!
      @Elatan Interessantes System - und selbst die bürgerrechtslosen halten das System für gerecht?
      @Cyaral Schöner Dialog, interssante Perspektive!
    • @Teja: Nein, da ist kein echter Gott im Spiel, der das so bestimmt hätte. Über Existenz oder Nichtexistenz von Göttern in Kaláte bitte den Theologen deines Vertrauens fragen.
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    • @Nharun: Ob der das selber glaubt ... ich würde mal sagen, er glaubt den Schmarrn genauso, wie der Papst glaubt, dass Maria leiblich in den Himmel aufgefahren ist. Daher: Ich weiss es nicht, vielleicht nicht, vielleicht aber auch doch.
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    • Nharun schrieb:

      @Elatan Interessantes System - und selbst die bürgerrechtslosen halten das System für gerecht?
      Die Bürgerrechtslosen sind ja im Prinzip selbst daran schuld, kein Bürgerrecht zu haben. Natürlich halten nicht alle das System für perfekt und völlig gerecht. Sie finden es aber gut, zumindest im Prinzip die Wahl zu haben, sich für oder gegen ihren Bürgerstatus zu entscheiden. Wirklich ungerecht werden das System vor allem die finden, die nicht die Möglichkeit haben, Militärdienst zu leisten (also weder für sich selbst noch für andere) und auch keinen anderen an ihrer Statt schicken können, weil sie sich z.B. um kranke oder alte Angehörige kümmern müssen.
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