Speedbasteln II

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    • @Cyaral: Hübsche Sage. Die Drachen müssen ja ganz schön laut brüllen können.
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    • @Teja Wow, das ist mal Speedbasteln! So schnell!? Tollte Geschichte und ein sehr unkonventionelles Erdbeben, me like!
      @Veria Künstliche Erdbeben um zu ernten!? Hammer! Diese Erdbeeren müssen ja verdammt gut sein, wenn so ein Aufwand betrieben wird!
      @Cyaral Mit Drachen kann man immer punkten :) Und eine schöne Form hat dein Beitrag auch noch!
    • @Teja: Ok so kann es auch zu Erdbeben kommen :lol: Schöner Plottwist :thumbup:

      @Veria: Sehr cool, sowohl die fleischfressenden Erdbeeren als auch die Erntemethode :lol:

      @Nharun: Schöner Schreibstil, man kann es sich echt bildlich vorstellen. Ich finde es irgendwie immer niedlich, wie Völker sich Naturereignisse erklären ;D


      @Mein Beitrag:

      @All: Danke für die Lobsbeeren ;D :-[ Ja irgendwie liebe ich Drachen. Bisher hab ich auch auf fast jeder Welt welche, dieses Beispiel ist aus Tervela (wo die Drachen in einen Ruheschlaf gingen um ihrer Auslöschung zu entgehen- fast alles andere ist ziemlicher Aberglaube, allerdings gab es die Fremden wirklich, die Drachen ausgegraben und geschändet haben. Einer der Gründe aus denen Alrubio Fremde nicht mögen :pfeif: )
      Hüterin der Schrecken, Licht des Nordens, Akolythin des Herrn der Zeit (Zitat Merlin)

      Man kann WBs nicht in Fäkalien aufwiegen (Zitat Alkone)

      Hast du grade einen akustischen Kotz-Smiley gemacht? (Zitat Jundurg)
    • @Teja: Sehr cool, ich fragte mich schon, wie es zu dem Erdbeben immer kommen kann! :D

      @Veria: Mmmmmh, Erdbeerben ...

      @Nharun: Ein interessanter Bericht, sehr schön!

      @Cyaral: Eine schöne Sage, die Phänomen gut erklärt! :)
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    • Großes Nikolaus-Speedbasteln, 6.12.17



      Ich hatte keine Meme-Idee und es musste schnell was her. Also bitte sehr, gebt euch damit zufrieden! Mögliche Themen werden, wie immer, vorher im Chat besprochen. Wer Themenvorschläge hat, die irgendwie passen ("Nächstenliebe", "Winter", "Alter Mann mit dicken Sack") soll die doch mal mit uns teilen, damit wir am 6. dann ein schönes Thema haben. ;)
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    • Die Schenkung in Niauza


      Es war einmal ein frommer Mann namens Kinias, der jedem Wort des Propheten Gilan bis auf den letzten Strich treu folgte. Er lebte einfach und wanderte von Stadt zu Stadt und stets eilte ihm Kunde voran und alle erwarteten ihn. Von Wundern war viel bekannt, so sollen die Ernten stets üppig ausgefallen sein und von Kindersegen im folgenden Jahr wurde auch erzählt.
      Auch dem Statthalter von Niauza war ein Erbe bislang verwehrt geblieben, wenngleich seine Frau jung und gesund war. Er eilte zum Tor, als Kinias in seinen einfachen Tüchern und mit einem Ast als Gehstock die Stadt erreichte. Der Statthalter kniete nieder in den Staub der Straße mit seiner prächtigen Kleidung und er flehte den Frommen an, ihm ein Wunder zu schenken, er würde alles dafür geben.
      Da sagte Kinias: "Ich will nichts von dir haben, doch gib den Armen deine Pracht. Dann will ich deiner Frau die Hand auflegen und sie wird dir einen Erben gebären."
      Der Statthalter verteilte all seine Reichtümer, all seine weißen Seidenhosen und roten Feuergarnmäntel und das Korn aus seinem Lager an die Leute der Stadt Niauza. Kinias ging zur Frau des Statthalters und legte ihr seine Hand auf und, lange nachdem er die Stadt wieder verlassen hatte, gebar sie dem Statthalter einen kräftigen, gesunden Sohn

      In der modernen Zeit ist der heilige Kinias durchaus noch immer für viele Leute der Patron der Paare, die sich Kinder wünschen, doch auch die Porno-Industrie hat die Figur aufgegriffen - und sie versteht "Hand auflegen" durchaus sehr anders als es die Kirche tut.
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    • Die Cas Carrima sind eine öde und trockene Region nördlich der Kolossberge auf der atamerischen Halbinsel, die ansonsten als sehr fruchtbar gilt. Während überall sonst in Atamerés also schon seit über zweitausend Jahren die Zivilisation blüht und sich von dort Kultur überall auf der Welt verbreitet, müssen die Bewohner der Carrima schon immer ein entbehrungsreiches Leben führen, das sie aber auch abhärtet und dafür gesorgt hat, dass die mächtigste Familie dieser Gegend es letztendlich geschafft hat, die Macht in Atamerés an sich zu reißen, und eine neue Kaiserdynastie zu begründen.

      Aspekte der Kultur der Carrima haben sich auf diese Art im gesamten Reich verbreitet. Ein besonders beliebter Brauch ist es hierbei, Gäste zu beschenken, um die eigene Macht und Reichtum zu präsentieren. In der Carrima konnten sich tatsächlich nur die wohlhabendsten (in der Vergangenheit) erlauben, mit anderen zu teilen. Großzügigkeit war daher schon immer dort ein Zeichen von Macht – und es gibt Berichte, dass manch ein Grundbesitzer beim Versuch, einen Gast zu beeindrucken, sich selbst ruiniert hat.

      Wenn heute jemand also Gast im Hause eines Atamerers ist, so darf er sich meist über ein Geschenk freuen. Hierbei spielt es auch meist keinerlei Rolle, ob man mit dem Gastgeber befreundet ist oder gar verfeindet. So hat der atamerische Kaiser einmal Abgesandte eines verfeindeten Reiches, welches er zu unterwerfen gedachte, mit Geschenken überhäufen lassen, um seine Macht zu demonstrieren.

      Tatsächlich kann dieser Brauch allerdings auch zu Ärger mit anderen Völkern führen, denn es geschah einst, dass einem atamerischen Statthalter von einem ausländischen Gesandten Geschenke überbracht wurden, was dieser als persönliche Beleidigung ansah, da er dachte, er würde als arm oder bedürftig bezeichnet werden. Die wütende Reaktion des Statthalters sorgte für diplomatische Spannungen, die jedoch relativ schnell wieder aus der Welt geschafft werden konnten, als der Statthalter wegen dieses Vorfalles und allgemeiner Inkompetenz seines Amtes enthoben wurde.
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    • Nicht zur Jahreszeit passend, aber etwas, was ich seit langem mal genauer bebasteln wollte. Die Vorlage dürfte deutlich erkennbar sein ;)

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      Die kyrelische Schenkung

      In der Dunklen Zeit, die dem katastrophalen Einschlag im Nexotischen Golf folgte, brach die etablierte Herrschaft in der bekannten Welt größtenteils zusammen. Städte wurden zerstört und mit ihnen gingen viele Verträge verloren, viele Urkunden und die dagewesenen Machtverhältnisse verschoben sich oder wurden umgeworfen. Es war die „Gemeinschaft des Asiranas“, welche die Welt - zumindest in der Mitte der Bekannten Welt - aus dem Chaos dieser dunklen Jahrhunderte führte und eine neue Ordnung brachte. Das folgende Dokument, der Schenkungsvertrag des letzten Arrovelosianischen Königs, begründete ihren Anspruch:


      Schenkungsvertrag des Kyrelas schrieb:

      Im Namen des barmherzigen Asiranas, des Retters der Menschen, des Adeos, seines göttlichen Vaters im Himmel, und der mildtätigen Akame, durch die unser Erlöser als Mensch geboren wurde. Der königliche Herrscher, Talyras Kyrenas Kyrelas, der treue, sanftmütige, größte, wohltätigste, fromme, der siegreich über Kundroser, Sever, Suphaten, Rusen und Phalasten, der vom Blute des Arkodoras, der das Blut der Drachenherren und Echyren in sich vereint, der für immer Erhabene, dem seligen Bruder der Brüder, Skandas, dem Hochgeweihten von Velosias und Vater der Gemeinschaft, und all seinen Nachfolgern, die dem purpurnen Feuer von Tertemes bis zur Wiederkehr des Erlösers im Leibe dienen werden, den Priestern und allen höchst verehrungswürdigen und gottgeliebten Eingeweihten der einen und unteilbaren Gemeinschaft des Aufgestiegen, die ebendieser unantastbaren und heiligen arroischen Gemeinschaft durch diese königliche Verordnung untertan sind im gesamten Gebiet unter dem göttlichen Himmel, die jetzt und in allen Zeiten, die noch folgen oder vergangen sind:
      Dankbarkeit, Frieden, Liebe, Freude und Barmherzigkeit, von Adeos, dem himmlischen Vater, seinem leiblichen Sohn Asiranas und der gebärende Akame sei mit euch!
      Das, was der Erlöser und Retter, unser aller Herr und Gott, Asiranas, der Sohn des himmlischen Vaters, durch seinen Orakelspruch aus der purpurnen Flamme in Vermittlung durch unseren höchsten Priester und Vater, Skandas, auf bewundernswerte Weise ins Werk zu setzen geruht hat, das hat nun in flüssiger Erzählung durch diese Niederschrift unserer königlichen Kanzlei zum Zweck der Anerkennung durch alle Völker unter dem göttliche Himmel unsere höchst sanftmütige Milde öffentlich ausbreiten wollen.
      Wir sind berufen in unserem Glauben, in dem wir von unserem vorzüglichen und seligen Vater Skandas als Priester belehrt worden sind, in innigstem Bekenntnis unseres Herzens die Barmherzigkeit des Erlösers, die sich über uns ergossen hat, bekannt zu machen.
      Wir wollen, dass ihr wisst, wie wir es bereits zuvor mit unserem Geheiß bekräftigt und besiegelt haben, dass wir uns vom heidnischen Kult, den Altvorderen im Gewand verführerischer Götter, zurückgezogen haben, und zum reinen Glauben der Gemeinschaft, der das einzig wahre Licht in der Finsternis und ewiges Leben ist, gelangt sind, auf das vertrauend, worin uns der uns geistig nährende Vater und gleichzeitig höchste Lehrer, Skandas, unterrichtet hat.
      […]
      Für die ehrfürchtigen Männer, die Geweihten und Priester, die ebendieser unantastbaren, heiligen und unteilbaren arroischen Gemeinschaft dienen, setzen wir als unantastbar fest, dass sie die Hoheit, Einzigartigkeit, Macht und überragende Stellung haben sollen, mit deren Ruhmesglanz auch wir und unsere Blutlinie selbst ausgezeichnet erscheinen; das eben heißt, dass auch sie zu Generalhauptmännern und Fürsten erhoben werden können, ja, sogar dass sie mit den übrigen königlichen Würden ausgezeichnet werden, geben wir öffentlich bekannt; und dass wie das königliche Militär so auch die Geweihtenschaft der heiligen arroischen Gemeinschaft des Erlösers seine Auszeichnungen tragen soll, dies entscheiden wir mit dieser Schrift;
      und wie die königliche Macht mit verschiedenen Ämtern, mit dem Hofstaat, wie bekannt, all der Kammerdiener, Türhüter und Wächter ausgestattet ist, ebenso wollen wir, dass auch die heilige arroische Gemeinschaft ausgestattet werde.
      […]
      Vor allen aber erteilen wir völlige Freiheit ihm selbst, unserem seligen Vater Skandas, Hochgeweihter der Stadt Velosias und Vater, und allen die ihm im Amt nachfolgen und in den fortdauernden Zeiten kommen werden, bis das unser Erlöser wiederkehrt im Leibe, zur Ehre und zum Ruhm Asiranas', unseres Gottes in der derselben großen unteilbaren Gemeinschaft wen aus unserer Gemeinschaft, zufrieden mit seinem eigenen Ratschluss, er in die Geweihtenschaft berufen will und unter die Gelübdegebundenen zählen wird.
      Wir haben deshalb auch beschlossen, dass ebendieser, unser Vater Skandas, der höchste Hochgeweihte, und auch alle seine priesterlichen Nachfolger die Krone tragen, die wir von unserem Haupt übergeben haben, auf ihrem Haupt zum Lobe des Asiranas, unseres Erlösers und Retters.
      […]
      Daher nun, damit nicht der priesterliche Gipfel wertlos werde, sondern weit mehr als die Würde der irdischen Königsherrschaft und die Macht ihres Ruhmes geehrt werde, siehe: Indem wir ebenso unseren Palast, wie auch die umgebende Herrschaft der Stadt Pellas und des gesamten Arraslandes samt aller Städte und Gemeinden, dem berühmten Priester und Vater Skandas, dem Hochgeweihten aller, übergeben und seiner Macht und Gerichtsbarkeit und auch der seiner priesterlichen Nachfolger überlassen, entscheiden wir mit sicherem königliche Urteil durch dies unser heiliges Geheiß und die tatsächliche Verordnung: es ordnend zu verwalten, und zwar bis der Erlöser wiederkehrt im Leibe, dies räumen wir dem Recht der heiligen, unteilbaren Gemeinschaft des Asiranas ein.
      […]
      Und hier die königliche Unterschrift und unser Siegel


      Gegeben zu Pellas im 80. Jahr der Herrschaft des Talyras Kyrenas Kyrelas, des Königs von Arras und Velosias, Hüter der Gemeinschaft des Asiranas und Schirmherr der Völker


      Soweit, so gut. Nur gibt es zwei Probleme mit diesem Dokument, die erst lange, nachdem die Herrschaft der Gemeinschaft des Asiranas bereits gebrochen war, entdeckt wurden. Das geringere Problem ist die Datierung des Schenkungsvertrages, der aufgrund seiner Beschaffenheit und Sprache einfach nicht an den Beginn der Dunklen Zeit passt. Ein Vorwurf, der bereits früh erhoben wurde, aber stets mit der Überlieferungsgeschichte - das „Original“ sei ja nicht mehr als eine Abschrift, hastig angefertigt bevor die suphatischen Horden über Pellas hereinbrachen - erklärt wurde. Das größere Problem: Es gab diesen König, Talyras Kyrenas Kyrelas, niemals - er ist eine Erfindung, genau wie die beinahe achtzigjährige Herrschaftszeit, die ihm zugeschrieben wurde. Eine Lüge, die nicht auffiel, weil in der Dunklen Zeit so viel an Wissen verloren ging, aber eine Lüge, deren Aufdeckung die letzte Macht der Gemeinschaft endgültig brach.
    • @Elatan: Das ist ja eine prächtige Möglichkeit, sich in beachtliche Fettnäpfchen zu treten. ;D
      Hat der Kaiser erwartet, dass die feindlichen Gesandten sich von den Geschenken beleidigt fühlen? Oder darf man nur selber beleidigt sein, aber die andern nicht?

      @Nharun: Boah ist das schwer zu lesen. Kommt sehr authentisch rüber. (Und irgendwoher kommt mir das ganze schon bekannt vor ...)
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    • @Veria Schöne Geschichte, besonders die unterschiedlichen Sichtweisen auf sie :) Was ist denn "Feuergarn"? Ich glaub, ich würde nichts anziehen wollen, was aus "Feuergarn" hergestellt ist ... ordinäre Wolle kann ja schon genug brennen ;)

      @Elatan Interessanter Brauch, vor allem weil er so viel Konfliktpotential ermöglicht :D

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      Veria schrieb:

      @Nharun: Boah ist das schwer zu lesen. Kommt sehr authentisch rüber. (Und irgendwoher kommt mir das ganze schon bekannt vor ...)
      Ja, aufgrund des "Speed"-Teils dieses Bastelns, hatte ich nicht so viel Zeit mich von der Vorlage weiter zu lösen und sie dadurch lesbarer zu gestalten :) Ich bin mir grad nicht mal sicher, ob ich alle Sätze beendet habe und genug Zeichen gesetzt habe %-)
    • @Nharun: Also, unvollständige Sätze wären mir keine aufgefallen.
      Und was das Feuergarn angeht: Es ist rot, das ist alles. Sehr rot.
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    • Das sind ja strenge Regeln, nur eine Stunde Bastelzeit. Da kriegt ihr erst mal alle drei ein gefällt mir.

      Aber bei mir haben sich zwei Ideen etwas ausgewachsen. Mal sehen, wann das fertig und wie es präsentiert wird.

      Aber da Nachreichen erlaubt wurde, muss jetzt noch einmal die Fliesenwelt herhalten:

      Im Bundesamt für Verschwörung und Metatechnologie nimmt gerade eine Beschwerde ihren Weg. Sie stammt allerdings von dem Leiter einer unbedeutenden technischen Abteilung, die nur dazu dient, die 'normale' Technik des Amtes instand zu halten und der nicht in über alle Vorgänge, insbesondere nicht über die Fliesenwelt unterrichtet ist:

      Sie werden sich erinnern, dass unsere Agenten in dem Forschungskomplex MZZ-1701-α feststellten, dass eines ihrer optischen Geräte offensichtlich fehlerhafte Anzeigen lieferte und es zurück zur Erde geschafft wurde, um es zu reparieren. Die Ursache ist offensichtlich ein sehr bunter, miniaturisierter Hut. Offensichtlich ein sehr teurer Streich, den ihre Herren Kommissare uns hier in der Technikabteilung mal wieder spielen wollten. Bitte informieren sie sie doch, dass unsere Arbeit und die Versorgung mit einem neuen Gerät extrem teuer war. Zudem ist ihnen jener Hut sehr schlecht gelungen: Ein unelegant dicker Rand und starke Verstrebungen, dass man eher an einen Schutzhelm denkt, als an einen Hut. Die grellen Farben des Hutes, der damit einem Hawaiihemd ähnlich sieht, sind noch dazu einfach nur geschmacklos. Wir sind es hier leid fortwährend das Opfer solcher Scherze zu sein, als ob wir nicht so schon genug zu tun hätten. Zudem ist unser Budget beschränkt und ich erwarte, dass die Kosten nicht dem Budget meiner Abteilung angerechnet wird. Falls die Ähnlichkeiten zu einem Hawaiihemd eine Anspielung auf den Ort des Forschungskomplex MZZ-1701-α ist, sollten sie ihre Agenten wegen Verletzung des Dienstgeheimnisses belangen, da in meiner Abteilung niemand die notwendige Berechtigung hat, diese Information zu kennen.

      Dem Ganzen die Krone auf setzt aber die dabei befindliche, ebenfalls miniaturisierte Nachricht, die wohl einzig dem Zweck dient, uns zu verspotten und als Konsequenz mehr fordert als eine einfache Entschuldigung: "Damit könnt zeigen ihr, wer Hut aufhat. Damit besser verstehen wir eure eintönig simple Sprache, weil gekleidet dann eurer Tätigkeit gemäß."
    • Neu

      Zwar wenige, aber dafür wieder sehr schöne Beiträge. Außerdem finde ich es toll, dass Riothamus noch etwas nachreichte! :)

      @Veria: Ach, eigentlich soll gar keiner beleidigt werden. Das ist nicht wirklich die Intention dabei, allerdings kommt es natürlich trotzdem vor. Viele Atamerer wissen allerdings auch, dass bei anderen Völkern eben oft genau andersrum geschenkt wird; also der Gastgeber etwas bekommt. Der Statthalter hätte das auch eigentlich wissen und angemessen reagieren müssen.

      @Nharun: Ich fühlte mich da auch an etwas stark erinnert ... ;D
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      @Riothamus: Da war ich aber froh, dass ich deinen Fliesenweltbeitrag gelesen hab. Niedlich, dass die Fliesenbewohner den Wissenschaftlern was schenken wollten.
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      Danke. Die Hüte gehören zu dem Ästhetik-der-Mächtigen-Thema vom Slow-Basteln für November. Die Beschwerde ist eine Erweiterung. Dort war ihre Funktion erklärt, wie sie bisher bekannt war. Ich hätte verlinken sollen, aber es war schon zu spät, bzw. früh, daher hier:

      [2017-11] Fliesenwelt - Von dickköpfigen Dünnschädeln und Zungen-ADHS

      Als ich das schrieb, war mir noch nicht klar, dass die Hüte auch helfen, die individualisierte und flexible Sprache der Bewohner zu verstehen. Daher wollen sie durch das Geschenk einfach auch die Wissenschaftler/Agenten besser verstehen. Irgendwie verlangten Hüte und Sprache nach einer Verbindung. Beim Basteln kann man es damit ja übertreiben, aber die Fliesenwelt ist eben niedlich, drollig, komisch und absurd, was sie auch bleiben soll. Da wirken Texte, die einfach nur Phänomene wiedergeben nicht ganz richtig. Da musste ich es irgendwie zusammenfügen, zumal es zu der Fliesenwelt nicht so viel gibt und es vom Zufall abhängt, wann ich dort weiterbastele. Die Idee kam mir, als die anderen beiden Ideen sich als zu anregend erwiesen und ich überlegte, ob es nicht noch etwas kurzes dazu von der Fliesenwelt zu berichten gibt.