Musik mit Bezug zu euren Welten

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  • Musik mit Bezug zu euren Welten

    Ich hab eigentlich viel zu viele Projekte. Deswegen hab ich es mir jetzt monatelang nicht erlaubt, dieses zu starten... aber es ist eh wurscht, wenn ich nicht hieran arbeite, dann halt an 350987 anderen Projekten, die ich ständig anfange. Da es also keinen Unterschied macht, an wievielen Projekten ich gerade gleichzeitig prokrastiniere, dachte ich mir, ich stell den Thread einfach schon mal rein.

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    Ich würde gerne von Zeit zu Zeit kleine Nebenher-Kompositionen machen. Die mache ich sowieso, und es würde mir aber Spaß machen, das ein wenig vernetzter zu tun, d.h. versuchen, auf Wünsche zu reagieren, einzugehen. Ich kann nie versprechen, dass am Ende etwas rauskommt, was einer Auftraggeber*in gefällt, oder zu deren Welt passt, usw. Oder dass überhaupt etwas rauskommt, notwendigerweise.

    Ich hab im Moment keine Ambitionen in Richtung professionellen Soundtracks. D.h. es wäre eher eine Spielerei. Ein Ergebnis könnte so aussehen, wie meine Gunnerkrigg-Court-Vertonungs-Serie, oder auch ein weirdes Midi-Stück (was vielleicht zu manchen Welten passt) oder auch anders, falls ich mir doch mal wieder neue Möglichkeiten erschließe. Also zum Vergleich, was so ungefähr alles möglich ist:
    - Gunnerkrigg Chords (Klavierstücke, zuhause aufgenommen)
    - weitere Klavierstücke (die Liste ist nur um ein paar wenige Stücke länger momentan, da kommt iwann noch was dazu)
    - MIDI-Stücke im GMSRIS-Stil
    - sonstiges weirdes MIDI (die Liste enthält v.a. Zeug, das ich als Teenager gemacht hab. Fair Warning.)

    Ihr könnt mir gerne auch Musik schicken, die ich mir zum Vorbild nehmen soll - vielleicht kann ich damit ja was anfangen. Auch Bitten wie "Bitte nicht zu viele schräge Töne" finde ich akzeptabel, kann aber nicht versprechen, dass ich mich 100% daran halte. Ihr könnt beim Endergebnis dann noch entscheiden, ob es zu eurer Welt passt, wenn nein, dann überlege ich mir einen Titel, der subtil aber nicht eindeutig auf eure Welt deutet, oder so.^^ Generell würde ich das Ergebnis gern auf meinen Youtube-Kanal hochladen, falls das jemandem unangenehm ist, kann ich auch darauf verzichten, den Weltenbezug dazuzuschreiben.

    Es gibt eine Menge Stile, mit denen ich mich schwertu. Leicht-fluffiger Jazz z.B. - das kann ich überhaupt nicht. Bin einfach kein leichtfluffiger Jazzmensch. Aber wenn jemand genau so was will, würde ich es probieren, und vermutlich auf unterhaltsame Weise scheitern, kA.^^

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    Aufträge bzw. Vorschläge sollten idealerweise irgendeinen Ansatzpunkt bieten, der sich zur Vertonung eignet. Also nicht: "Verton mal meine Welt, hier sind 25 Seiten Beschreibungstext" sondern eher kleineres, einzelne Szenen einer Geschichte vielleicht oder auch Landschaften, Völker oder auch Einzelpersonen. Tendentiell glaub ich, je kleiner, desto besser, denn ich will ja kein episches Meisterwerk machen, sondern eine Gelegenheitskomposition. (Heißt nicht, dass ich mir damit keine Mühe gäbe, aber es soll trotz allem ein Nebenprojekt sein.) Ihr könnt auch Melodien vorgeben, die ich irgendwie als Easter-Egg einbauen soll, fände ich lustig.

    Also, Versuchskaninchen vor. ;D

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  • Hiiier, iiiich! :klatsch:


    ich finde diese Idee super, also vor allem auch als Übung für dich selbst. Also was die konkrete Szene angeht, hätte ich durchaus eine. Die Frage ist, wie ich das beschreibe. Ich schicke einfach mal eine aktuelle Textstelle voraus. Vielleicht hast du ja Lust und Inspiration, dazu irgendwas jundurg'sches zu komponieren. Wäre sicherlich sehr spannend. :)

    Spoiler anzeigen


    Ich habe Tiere gesehen. Verwahrlost. Da war ein Raum, zugestellt mit alten Maschinen. Die waren rostig und nicht mehr in Betrieb. Aber die Tiere waren jetzt statt ihrer. Gezüchtigt, verformt und scharf gerichtet. Durch die Hand eines Obersten. Sie jaulen und quengeln, das stört den Obersten. Es ist nicht schicklich, sich aufmüpfig zu verhalten. Aber das wussten die Tiere nicht. Woher sollen sie das denn überhaupt wissen?! Mein Gott, es ist so verstörend.

    Wisst ihr, sie erinnern mich irgendwie an Menschen, diese Tiere. Im Getriebe der toten Maschinerie sind sie irgendwann verloren gegangen. Entrastert. Es dreht sich niemand mehr nach ihnen um. Und das Rattern dieses zerstörten Getriebes klingt in meinem Kopf wie das Ticken einer Uhr. Das tickt unaufhörlich weiter, immer weiter. Und das Gefiepse und Gepiepse dieser Scheusale passt sich ein in diesen finsteren Chor. Wie Teufelslieder vor dem Herrn – Gott ist tot! Gott ist tot! – so hallt es von den Wänden her. Es wird immer lauter. Man könnte meinen, sie seien kurz davor, sich gegenseitig zu fressen. Diese Menschen, nein falsch! Diese Tiere, ich meine die Tiere, die mich mit schwarzen Knopfaugen und spitzen Zähnen verfolgen. Ich frage mich, welche Gottesgestalt hätte es so gewollt?

    Die Dunkelheit breitet sich weiter aus und das Getriebe verzehrt sich selbst. Alles nimmt kein Ende mehr und neue Pfade sprießen in diesem Unteren, in diesem Labyrinth, das wie ein Rhizom sich wuchernd ausbreitet, immer tiefer nach unten. Die Tiere beginnen zu marschieren, rechts, links, rechts, links! Tick – tack. Dann sehe ich, wie sich Blutlachen bilden. Das Blut ist schwarz und dickflüssig, es stinkt nach Verwesung und Unrat. Mir wird schlecht davon, sodass ich mich übergeben muss.

    Die ganze Geräuschkulisse beginnt förmlich zu explodieren. Ich beginne, zu laufen. Schneller, weiter, panischer. Am Ende des Korridors wuchern neue Wegabzweigungen. Und so geht es weiter. Es macht mich wahnsinnig! Die Zeit läuft ab (wohin eigentlich?) und ich werde selbst zum Tier. Will mich befreien und endlich heraustreten aus diesem abscheulichen Gefüge, aus diesem Schwarm, der mich verzehrt. Will dieses Ding endlich abschütteln, dieses namenlose Grauen – diese Bestie – die hier unten über mich herrscht. Ich explodiere innerlich und alles scheint zu glühen. Aber ich bleibe grau, bleibe ein kaum wahrnehmbarer Schatten an diesem Ort, der schon längst verloren geglaubt ist.

    Hier unten herrscht nur ein einziges Prinzip.
    Und wer dieses Gesetz geschrieben hat, ist wahrlich wahnsinnig.

    Keine Auswege, nur (Irr-)Wege. Und es werden mehr...
    Beyond Vega, Pollon Is.
    Betrachte die Bruchstücke.
  • Das Angebot lacht mich ja an :) . Vielleicht magst du ja mal was Siebentaktiges im valekischen Stil versuchen, wäre sehr gespannt, was du draus machst. (Mit Youtube bin ich allerdings nicht wirklich grün ...)
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  • Ich habe mich noch nie getraut ein Bastlerbörsen-Angebot tatsächlich anzunehmen, aber ich fänds so toll, wenn du ein Stück mit Weltenbezug aufnehmen würdest, dass ich diesmal eine Ausnahme mache. :klatsch: *begeistert als Versuchskaninchen meld*

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tö. ()

  • Klingt echt spannend. Es gab hier vor Jahren mal Angebote von Minneyar und Snapshot, die auch sowas fabriziert haben. War sehr toll, gerade weil die Ergebnisse so unterschiedlich waren! Ich freu mich schon sehr auf das, was hierbei entsteht.

    Bin leider selbst nicht so aktiv im Moment, aber falls du noch Luft und Lust haben solltest - als ich diesen Thread sah, hatte ich direkt ein paar Töne im Kopf, die ich gern auch in den Ohren hätte.
    Lustigerweise geht es teils auch in Richtung Uhrenticken, Uhrwerk, aber stimmungsmäßig anders als bei Mrs Mortisaga:

    Spoiler anzeigen

    Nimru

    Das Herz der Welt. Stadt der Lemroi*, nimmerstill. Es drehen sich die Zahnräder klackend, große Zahnräder ächzen, kleine quietschen.
    Manch Lemroi ist auf schweren Rädern rumpelnd unterwegs, andere auf vielen klickenden Beinchen, andere klingen melodisch metallen hämmernd wie ein gehendes oder rollendes Glockenspiel.
    Mit surrenden, klickenden Stimmen schnarren die Lemroi, auch das Pusten von Dampf gehört zu ihrer Sprache, wenn sie zornig sind.
    Man hört jedoch auch tiefe Töne ähnlich einer Klarinette, von orgelflötenartigen Kommunikationsausgängen.

    * Lemroi sind so eine Art "Steampunk Roboter"


    was mich alternativ interessieren würde, wie du folgendes verklanglichen würdest:

    Spoiler anzeigen

    Das Labyrinth:

    Ein unendliches Labyrinth im Nebel, dessen Wände aus Schlangen bestehen, die sich mal egelartig-schmierig, mal vertrocknet und untot-skelettiert um vermoderte Schädel winden. Dunkle Geister sind in diesem Labyrinth unterwegs, und sie jagen dich, weil sie deine Wärme, dein Lebenslicht spüren und es vernichten wollen. Hin und wieder verblasst dieses Bild, du befindest dich wieder in vertrauter, harmloser Umgebung, vielleicht in einer ruhigen Seitengasse einer Stadt, mit wenigen Passanten. Aber sobald du allein bist, niemand dich sieht, kommen sie wieder, die Schlangen, und der Nebel nimmt dir die Sicht. Sie kommen näher. Der Nebel verdichtet sich zu klebrigen Schlieren, die verdächtig an immer fester werdende Spinnenfäden erinnern...


    Ich fänds klasse, wenn dir dazu was einfiele. :)
    nobody.
  • @Morti
    Bei dem surrealistischen Stil denke ich mir, dass meine Herangehensweise ähnlich sein sollte. Möglicherweise also improvisatorisch. Und ich denke, das sollte und könnte recht schräg werden. ;)

    @Tö
    Das Gegenkaninchen hat noch kein Futter.^^

    @Veria
    Also wenn du den 5:7 Rhythmus meinst, den hab ich schon einigermaßen drauf. Was die sonstige Stilistik der valekischen Musik betrifft, kenne ich mich aber nicht so aus. Vielleicht ein paar Worte zu verwendetem Tonsystem? Was ich von dir gehört habe, war meistens pentatonisch angelehnt; das wär natürlich relativ einfach.
    Was stört dich an Youtube spezifisch hierfür?

    @aeyol
    Ok, die Szenen werd ich mir mal anschauen... Bei Nimru ist die Beschreibung schon mit so vielen akustischen Details ausgestattet, dass ich mir eher schwertue, das zu vertonen. Das klingt eher nach einer Aufgabe für einen Soundingeneur, da eine Geräuschkulisse zusammenzubauen.^^ Das Labyrinth könnte sich aber gut eignen. Mal sehen. Ausprobieren geht über Labern. :)

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  • Der 7:5 wäre ohnehin nur ein Beispiel, das ist nicht in jedem valekischen Stück so. Die Pentatonik ist mir bisher nur in der Hofmusik untergekommen, ich dachte jetzt stilistisch aber mehr an die Volksmusik (Maigir Samea, Maizetha - der deutliche Einserschlag im zweiten gilt aber als ungewöhnlich) - was da abgesehen von den 7 Taktschlägen am Wichtigsten ist: Es gibt immer zwei Flötentracks, die denselben Rhythmus spielen (die Gabelflöte, gespielt von vierarmigen), und typischerweise wiederholt sich der Rhythmus jeden oder wenigstens die meisten Takte.
    Vielleicht krieg ich Tavaid Samea zeitnah fertig, dann hast du noch ein drittes Beispiel für valekische Volksmusik, noch sind da hinten aber viele viele leere Takte ...

    Was Youtube angeht, vielleicht ist es irrational, aber ich vermeide normalerweise nach Kräften, irgendwelche Hochladeplattformen zu verwenden. Ich tu meine Lieder ja auch nicht drauf oder auf Soundcloud oder was es da gibt, sondern einfach auf meinen Webspace, damit fühl ich mich einfach wohler.
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  • Veria schrieb:

    Es gibt immer zwei Flötentracks, die denselben Rhythmus spielen (die Gabelflöte, gespielt von vierarmigen), und typischerweise wiederholt sich der Rhythmus jeden oder wenigstens die meisten Takte.
    Hm, es gibt eine Menge Möglichkeiten.

    Ich könnte mich quasi in die Rolle eines Komponisten versetzen, der eine Reise nach Valeka gemacht hat, dort die Volksmusik gehört hat und dann, zurück zuhause angekommen, am Klavier seine Eindrücke verarbeitet.

    Oder ich gehe her, und versuche, authentisch valekische Musik zu machen, aus einer in-world Perspektive. Halt mit MIDI (und das Ergebnis, da es dann MIDI ist, müsste auch ned unbedingt auf Youtube. ;) )

    Beides hat wohl seinen Reiz... was du über die zwei Flöten geschrieben hast, lässt sich am Klavier ja zumindest imitieren, indem es eine klare Zweistimmigkeit in der Oberstimme gibt. Der 5er Rhythmus könnte dann halt im Bass passieren.

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  • Wie du es meinst. Vielleicht erfinde ich für Tuibe eine Art Klavier und dann wärst du ein tuibischer Komponist, der valekische Musik nachmacht. ;D
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  • Also, mich würde ja stimmungsvolle Musik zu dem ein oder anderen Bild interessieren.

    Wenn du also zwischendurch irgendwann mal Luft haben solltest (erstmal dürftest du ja mit den bisherigen Anfragen ausgelastet sein :lol: ) ...
    Bring me your soul, bring me your hate
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    Bring me your fear, bring me your pain
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    - Les Friction, Dark Matter
  • @Jundurg
    Hihi ja, irgendwie hab ich das bei Nimru schon befürchtet. Aber so oder so hat's mir auch Spaß gemacht, mir über die Geräuschkulisse da mal Gedanken zu machen, inspiriert durch deinen Thread. :D

    Tatsächlich wäre die Labyrinthszene auch von größerer Bedeutung für mich, weil es mehr den "bekannten Teil der Welt" beträfe.

    @PBard
    Das ist auch eine tolle Idee. :D (irgendwie hab ich dabei grad direkt dein "Spiegel"-Bild im Kopf)
    nobody.
  • Hattest du nicht mal gesagt, zu Rhingon würde ein Walzer passen oder war das wer anders? :lol:

    Ich weiß nicht, ob ich mit Weltmusik für mich viel anfangen könnte, mach deswegen ruhig erstmal die anderen Aufträge. Aber gespannt bin ich schon auf eventuelle Ergebnisse...
    Genrekonstruktivist, Weltformeltheoretiker und professioneller Es-sich-selbst-kompliziert-Macher

    Fragen stellen ist wichtiger als Antworten geben. Meistens...
  • aeyol schrieb:

    @PBard
    Das ist auch eine tolle Idee. :D (irgendwie hab ich dabei grad direkt dein "Spiegel"-Bild im Kopf)
    Das kann ich ihm nicht antun ... da müßt ich ihm ja erst den Char weiter erklären, und man sieht ja, wie schnell ich bei dem ins Schwafeln komme ... :lol:

    [Tante Edith meint dazu:] Außer du willst eine Herausforderung, @Jundurg! ;)
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  • PBard schrieb:

    [Tante Edith meint dazu:] Außer du willst eine Herausforderung, @Jundurg!
    Ich kann nicht abschätzen, was eine Herausforderung ist, und was einfach... im Moment ist mal alles eine Herausforderung.^^

    Bei Gunnerkrigg Chords war es auch so, dass ich immer zuerst am vorhandenen musikalischen Material weitergegraben hab, bis ein neues Stückchen herauskam, und ich mich dann gefragt habe, was das wohl im Comic sein könnte. Also erst Stück, dann Titel... das Umgekehrte muss ich erst noch üben!

    Wo ich drüber nachdenke: Das Bild mit dem Spiegel eignet sich aber möglicherweise wirklich gut, weil es bereits eine Form-Idee implizit enthält. Mindestens eine.

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  • Also ich hab heut mal was fabriziert:
    improvesQrqation

    Hab mir als erstes aus Mortis Text ein paar Zeilen herausgeschrieben:

    1) Ich habe Tiere gesehen
    2) Das Getriebe verzehrt sich selbst
    3) Tick Tack Rechts Links
    4) Explodieren
    5) Ich bleibe grau
    6) Gesetz. Nur ein einziges Prinzip

    Ans Klavier, und danach die Aufnahme ordentlich nachbearbeitet, mit Hall und Beschleunigung ums Fünffache herumgespielt.

    Ein paar der Ideen haben nicht so wirklich funktioniert... beispielsweise ist das Tick-Tack in der fünffachen Beschleunigung nicht mehr als solches zu hören. Die Beschleunigung war aber notwendig für die Girlanden-Kribbelkrabbel-Abschnitte in den hohen Lagen. (War auch während der Improvisation schon bewusst so gedacht, dass es nachher beschleunigt wird)

    Am Ende bin ich ein wenig zu lange auf dem Gleichen hängengeblieben... das passt zwar zum Text, ist aber klanglich nicht so spannend (zumal es durch die hohe Geschwindigkeit eher ein schnelles Auströpfeln ist als ein langsamer Abschied... war aber lustig da zu sitzen und so zehnmal hintereinander bis dreizehn zu zählen. Symbolik halt.^^ Hört man leider nicht.)

    Für andere Welten intendiere ich eher etwas zu komponieren, als zu improvisieren, das dauert dann deutlich länger im Normalfall... Aber für Esqr hätte das vom Gefühl her überhaupt nicht gepasst. ;)

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  • Hab grad mal wieder versucht, im "valekischen Stil" zu improvisieren... rechte Hand 7er-Takt mit Achteln, linke Hand 5er-Takt. :freak: Es ist sauschwer. ;D Ich hab kein Problem damit 7 gegen 5 zu spielen, wenn es nur der bloße Rhythmus ist - aber wenn ich gleichzeitig noch Achteln mache, dann komm ich draus. Ist ja dann genaugenommen auch nicht mehr 7 gegen 5, sondern 14 gegen 5. :schreck:

    Meine Sturheit hat gerade eingesetzt. Ja ich weiß, dass du meintest, die 5er seien eh optional, Veria, aber ich will das schaffen, verdammtnochmal! ;D

    Ob es am Ende gut klingt, weiß ich nicht, aber es ist eine Herausforderung, an der ich vllt mal die nächsten Monate üben muss. Es ist schon sauschwierig, in der linken Hand nur den 5er-Rhyhthmus zu spielen, aber idealerweise wäre da ja auch noch Abwechslung drin, d.h. verschiedene Töne.

    *weiterüb*
    *einzweidreivierfünfsechssiebeneinszweidreivierfünfsechssieben* Aaaah!
    Ich kann nicht bis sieben zählen... :kopfwand:

    edit:
    Eine Viertelstunde auf den Tisch klopfen später...

    Dass sich die Rhythmen in der Gabelflöte taktweise wiederholen, ist wirklich sinnvoll - jedenfalls ein gutes Mittel, nicht völlig den Faden zu verlieren. Eine weitere Erleicherung ist es, im Fünfer den letzten Schlag wegzulassen (wie es ja in einem von Verias Beispielen auch der Fall war, wenn ich mich richtig erinnere). Das macht ziemlich einen Unterschied, weil den letzten Schlag des Fünfers zu treffen anscheinend besonders tricky ist.

    Mein derzeitiger Überhythmus ist:

    (o = Viertel, n = zwei Achteln, o_ = Halbe, ´ = Akzent)

    Rechte Hand: ó o o ń o n n
    Linke Hand: ó o o ó_

    Wenn ich es richtig mache, kommt der zweite Akzent der linken Hand nach dem fünften Schlag der rechten Hand bzw. Gabelflötenstimme.

    Aus meiner Sicht würde es kulturell Sinn machen, wenn verschiedene häufige Muster für die Gabelflöte eigene Namen hätten. Vielleicht was zum Basteln, Veria?

    edit2:

    Graphisches Schema:


    Den fünften Fünferschlag zu machen ist am Gefährlichsten... aber ich hab mir zumindest mal graphisch erschlossen, dass er unmittelbar knapp nach der zweiten Achtel des sechsten Siebenerschlages fällt.

    edit3:
    Nochmal in größer:

    Ausgegraut sind alle Schläge, die ich momentan auslasse.

    edit4:

    Den Rhythmus zu lernen, geht schneller, als ich dachte. Mir tun jetzt aber schon beide Handgelenke weh, deswegen sollte ich evvventuell aufhören, aufs Klavier zu hauen.^^

    Hab jetzt aber noch einen zweiten Rhythmus:

    7: o_ o_ n o n
    5: ó o o ó o

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    Dieser Beitrag wurde bereits 9 mal editiert, zuletzt von Jundurg ()

  • Update:

    Der valekische 7:5 Rhythmus ist erstaunlich schnell zu erlernen. Ich hab jetzt 2 kleine Stückchen mal in Arbeit, und ertappe mich dabei, wie ich zu einem Ohrwurm der Melodie im 7er-Takt den 5er-Takt dazuschnipse.

    Dabei verrutsche ich zwar immer noch jedes zweite Mal um einen Sekundenbruchteil aber: Das macht für mich schon glaubhaft, dass man auch in Valeka, wenn man mit sowas aufgewachsen ist, da ganz intuitiv dazuklatschen kann. Was mir ja anfangs völlig unmöglich schien. ;)

    Veria, du kannst gerne noch weitere Details überlegen, wie so Stücke formal aufgebaut sind. Im Moment hab ich kurze Melodieschleifen, die aus 3-4 Takten bestehen, in Endlosschleife, und einem B-Teil, ebenfalls aus 3-4 Takten. Vielleicht gibt es ja noch eine weitere Zahlensymbolik oder einen typischen Aufbau, den ich imitieren sollte.^^

    Harmonisch mach ich im Moment aber nicht besonders viel, es sind so vage dur/moll/kirchentonart-artige Skalen, da denk ich nicht so wirklich drüber nach, was ich da mache. Beim zweiten Stückchen hätte ich die Möglichkeit, noch ein bisschen mehr zu modulieren, als mir für Volksmusik normal vorkommt... im Zweifelsfall ist das der Einfluss vom fremden Komponisten, der durch Valeka gereist ist. ;)

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