Völkerstammbäume

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    • Völkerstammbäume

      Angeschnitten habe ich das ja schonmal irgendwo gesehen, aber bei erstaunlich vielen Welten habe ich soetwas wie eine Historie bezüglich der kulturschaffenden Völker wenig gesehen - selbst wenn das Thema bestand, so war es doch oftmals recht mager ausgeführt.

      Daher Frage ich mich, hat jemand hier bereits einen etwas ausführlichen Stammbaum seiner Völker anzubieten? Gerne ausführlich, doch zu längere Texte bitte ich der Übersicht halber in Spoilern einzuklammern.

      Momentan erstarkt mein Bedürfnis zu basteln wieder, allerdings denke ich, meine alte Welt zu verlassen und stattdessen eine neue Welt zu bauen... mal sehen. Ich werde dem Thema derzeit nicht viel beizutragen haben, bin jedoch auf Eure Antworten gespannt.
      "Sel'ana... Wir werden bestehen." - Arinai Shuir del'Julinya
    • Ui, das ist gerade eine aktuellere Baustelle bei mir. Jedenfalls mag ich das alte Modell nicht mehr so sehr und versuche mich in einer neuen Stammbaumfolge (zusammen mit der Rest-Mystik, welche eben die Grundzüge der Welt erklären soll).

      Mit erster Impuls für ein gescheites Modell war bei mir die Gargoyles-Serie, in der vom ersten, zweiten und dritten Volk gesprochen wird. Das gibt dem ganzen schonmal eine sinnvolle Chronologie, die bei mir auch Grundlage für eine Unterteilung in drei Welt-Sprachfamilien war, die sich nu durch alle Völker ziehen. Also wer näher mit dem ersten Volk verwandt ist, spricht eben etwas aus dessen Sprachfamilie.


      Altes Modell:

      Hier beginnts mit einer Version der vier Elemente, zu denen irgendwelche Urwesen gehören. Dem entspringt das erste Volk der Riesen, auch in vier Element-Versionen dem nordischen folgend halt Winter-, Feuer-, Berg- und Sturm. In dieser Zeit wurde 'die Welt geformt'. Das ist dann die Sprachfamilie Ur.

      Dann kommen die Naturgeister und mit ihren sterblich Albenkindern das zweite Volk und die Sprachfamilie des albischen.

      Und zuletzt eben wie bekannt das Menschenungetüm als die Baumgeborenen, also auch ein Zweig Naturgeistkind, wobei die späteren Völker auch Wurzeln bei den Riesen haben, ein bisschen Avatar-Herr-der-Elemente-mäßig haben verschiedene Kulturen dann etwas mit einem der Element-Riesenvölker am Hut. Hier dann die eigene Sprachfamilie Norn mit einem weniger schicksalsergebenen Weltverständnis.

      Auch andere Völker wurden nach Möglichkeit in Verwandtschaft zu einem der Urelemente gestellt, also die Wind-Harpyen oder Erd-Gorgonen oder Feuer-Sphingen und sollen dahingehend eben magisch begabt und kulturell geprägt sein.

      Eine Art alte Verwandtschaftstabelle vom 15 Jan 2014 gibts dann hier:
      Spoiler anzeigen

      Zu Lesen: Zum Beginn gabs Urgewalten und später die Urgeister als Repräsentationen von physischer gegenüber astraler Welt. Die erste Spalte ist 100% Urgewaltenkind, die zweite 80%/20% und so weiter, bis die letzte Spalte eben 100% Urgeistkind ist.

      Jetzt beim Runterschreiben find ich das noch furchtbarer :-/

      Neues Modell:

      Mit den Völkern kamen bereits einige Verwandtschaften und Abstammung, da kam dann dass Gorgonen irgendwie von Nixen abstammen, die 'Cernunnos' wohl die Ahnherren für gehörnte Tiermenschen und Centauren sind und Trolle erstmal Kinder verschiedener Elementriesen waren.
      Jedenfalls bin ich nu soweit, dass die Abstammungslinie bei mir die weltlichen genau wie die Geister berücksichtigen muss. Das erste, zweite und dritte Volk können teilweise eben auch bei den astralen landen dann anstelle bei den physischen. Und zuletzt muss da dann auch die Flora und Fauna, also alles lebende, irgendwie mit erklärt werden. Nachher soll aus dem Baum ersichtlich sein, woher die Raubkatzen oder Wölfe oder Vögel oder grasenden Herdentiere oder Rüsseltiere kommen. Und vielleicht eben auch, woher technologische Kompetenzen wie der Schiffsbau oder sowas kommen, also bis zur Kultur hin, vlt. etwa einem Familienverständnis oder sowas.

      Ich hab hier in etwa aufgelistet, welche 'Familien' an Völkern, Tieren und Geistern ich da mindestens drin haben will und auch schon zusammenhängende Teilgrüppchen gebildet. Zusammen mit der alten Elemente-Aufteilung will ich hier auch die Raubtiergruppen Wölfe, Katzen, Vögel, Reptilien, Bären und Raubfische einordnen. Da hader ich noch ein wenig mit der Zuordnung.. also Feuer-Vögel, Winter-Wölfe und Erd-Reptilien ließen nur noch Donner-Katzen zu, aber ich hör ja auch gerne Thundercats auf youtube X_X. Und es sind ja auch mehr Raubtiergruppen als Elemente.

      Was mich an der Warhammer-Welt z.B. stört ist, dass der Waldelfenkönig sich in eine gehörnte Waldgott-Inkarnation verwandelt, dann aber Lore-Mäßig scheinbar nichts mit dem Volk der gehörnten Tiermenschen am Hut hat.

      So weit so furchtbar. Also ich muss mich erstmal mit Fragen des astralen und sterblichen rumplagen, was unter Erwachen oder Geburt verstanden wird, wie der Werdegang im Astralen so ist, also wie deren Ökosystem funktioniert und wie das mit dem diesweltlichen interagiert. Auch: Wo kommt die Seele her, wo geht sie hin? X_X
      > Möchte in Fantasy-Ausrichtung an den Erfolg von Scientology anknüpfen.
    • Stammbaum im Sinne davon, welches Volk von welchem abstammt/wie mit anderen verwandt ist?

      Im Zuge meines Entstehungsgeschichten-Threads und hinsichtlich des auslösenden Genetik-Threads hab ich mir da in den letzten 2-3 Monaten recht oft Gedanken dazu gemacht, was jenseits der Geschichten tatsächlich stimmt.


      Fix ist inzwischen, daß es bei meinen Völkern (mindestens) 5 verschiedene Arten gibt:

      Humanoid: Nördliche Menschen, Südliche Menschen, Waldelfen, Hochelfen, Dunkelelfen, (Sandelfen), Zwerge
      Goblinoid: Orks, Goblins, Oger
      Halblingoid: Halblinge
      Nymphen: Wassernymphen (Limnaden, Nereiden), Baumnymphen (Dryaden, Meliaden, usw), Bodennymphen (Oreaden, Auloniaden, Leimoniden)
      Drachen: Eingeteilt nach Elementen (von denen es 10 gibt, also auch 10 Drachenrassen)


      Sandelfen fallen ein wenig aus dem Schema heraus, da sie eigentlich ebenfalls zu den Humanoiden zählen, jeder Sandelf aber mit einem Dämon verschmolzen ist (also quasi ein Halbdämon).

      Dämonen selbst zähle ich nicht als "kulturschaffendes Volk", da nur ein sehr geringer Teil davon tierische/menschliche Form annehmen kann und sich diese nur unter das Volk mischen, anstatt selbst eines zu bilden.


      Theoretisch ist auch fix, welche dieser Arten zu welchen Gattungen gehören:

      Homo: Humanoide, Goblinoide, Halblingoide
      Custo: Nymphen, ... (noch nicht sicher, was dort sonst noch alles reinfallen wird)
      Elemus: Drachen, Elementare (nicht kulturschaffend), ... sonstige?


      Von den Abstammungen her würde sich daraus ergeben:

      • Homo (gemeinsame Abstammung von einem "Urmenschen"):
        • Humanoid (gemeinsame Abstammung von irgendwas Höhlenmenschlichem :lol: )
          • Menschen (gemeinsame Abstammung von den Ursprüngen des Zentralen Reiches nach Abwanderungen aus den Berggebieten):
            • Nördliche Menschen (Nachfahren des Zentralen Reichs)
              • Elfen (gemeinsame Abstammung von den drei ursprünglichen Elfen):
                • Waldelfen (die ursprünglichen Elfen)
                • Stadtelfen
                • Dunkelelfen
                • Sandelfen
            • Südliche Menschen (Frühe Auswanderer des Zentralen Reichs)
          • Zwerge (Abstammung von in den großen Gebirgsketten lebenden Höhlenmenschen)
        • Goblinoid (gemeinsame Abstammung von einem "Urork", aufgrund der Hautfarbe vermutlich in Urwäldern/Sümpfen/usw):
          • Orks (gemeinsame Abstammung von kriegerischen Stämmen, kräftiger Körperbau):
            • Oger (Riesenwuchs mit gleichzeitiger degenerativer Gehirnentwicklung - Gründe?)
          • Goblins (Abstammung von weniger kriegerischen Jägern und Sammlern, flinker Körperbau)
        • Halblingoid (Abspaltung von Höhlenmensch und Urork durch frühzeitige Landwirtschaft)
      • Custo (gemeinsame Abstammung von einem "Urwächter"):
        • Nymphen (regional begrenzte Wächter)
        • sonstige?
      • Elemus (gemeinsame Abstammung von einem "Urelementar", das keinem bestimmten Element zugeordnet war):
        • Drachen (gemeinsame Abstammung von Urelementaren mit Bewußtsein)
          • [Element]-Drachen (Aufteilung auf die einzelnen Elemente)
        • Elementare (gemeinsame Abstammung von Urelementaren ohne Bewußtsein)
          • [Element]-Elementare (Aufteilung auf die einzelnen Elemente - evtl. gleichzeitig mit den Drachen - Nachwirkungen eines globalen Events?)
        • sonstige?



      Da der gesamte Osten ("Irgendwo dort hinter den Bergen" :lol: ) und ein großer Teil des Südens noch nicht erschlossen sind, ist der Stammbaum aber bestenfalls lückenhaft. ;)
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    • Ich war vor ein paar Jahren noch schwer am Basteln. Rumgekommen sind für meine älteste Welt unter anderem:

      1) Karten, die grobe Stammesgrenzen aufzeigen
      2) ein sehr grober historischer Abriss der Völkerwanderungen
      3) ein einfacher sprachlicher Überblick
      4) und eine laaaaaaange Liste an Ethnien. Kurzlebige und reiselustige Spezies haben dutzendmal mehr Ethnien als langlebige, behäbigere.

      Methodisch war es dadurch sehr simpel, eine flächendeckende Genealogie zu bilden. Durch Karten und eine extrem holzschnittartige Geschichte lassen sich Raum und Zeit leicht aufeinander beziehen. Der Rest ist dann halb Brainstormen, halb Schlüsse ziehen: Wenn die und die da und da ankamen, werden sie sich wahrscheinlich so und so verändert haben. Auf einem so reißbrettartigen Level geht das alles ziemlich schnell. :)

      Ich arbeite hier also nicht wirklich mit biologischer Abstammung, die spielt keine Rolle. Es geht um Identitäten und die Ausbreitung von Sprachen, Techniken und Lebensweisen. Die einzelnen Ethnien hierin detailliert auszustaffieren und ihre Kulturen auszuarbeiten, ist natürlich schwerer und mache ich auch nur dort, wo ich es brauche, weil die Geschichte da hin führt. Es ist also in meinem Fall alles ein bisschen... andersrum.^^

      Das ist alles aber schon einerseits so alt und andererseits derbe unübersichtlich, ich will euch nicht anöden. Für die, die es dennoch anschaulich möchten, gibt's dennoch mal einen Einblick, der sich querschnittsmäßig um die Frühgeschichte eines Subkontinents namens Aldor dreht:


      Spoiler anzeigen




      "(...) Die Ugelaren haben als mächtigster Gonka-Stamm den Norden von Aldor annektiert, sowie den sieben übrigen Gonka-Stämmen Gebiete zugewiesen. Sie sind die Protektoren von Aldor, welche darauf achten und garantieren, dass jeder Stamm in seinem Territorium uneingeschränkt herrschen kann. 1588 gelingt es Vertreterinnen der Spoobaneia von Aldor, (...) in den ugelarischen Machtzenten durchzusetzen, dass auch ihre Territorien geschützt werden sollen. Beide Spezies verändern den gegebenen Lebensraum nur sehr gering und haben so verschiedene Interessen, dass echte Konflikte nicht entstehen. (...)"

      Anmerkung: Ein durchschnittlicher Gonx wiegt um die 600 kg und hat außerdem einen massiven Knochenpanzer, ein Spoobaner (? ich hadere immer noch mit diesen Namen) ist schon mit 15 kg stattlich. Eine militärische Konkurrenz schloss sich also aus. Es war das Glück der Spoobaner, dass die Gonxe erstens überwiegend herbivor und zweitens sehr behäbige Lebewesen sind, die rein psychisch eher auf Selbstverteidigung und Konfliktvermeidung getrimmt sind, als darauf, andere abzumurksen. Das ungleich größere Geschick der Spoobaner in technischen Handwerken, ihre höhere Mobilität und ihre große Zahl und Vermehrungsfreude (da sie leider nur um die 20 Jahre alt werden) machte außerdem die körperliche Schwäche mehr als wett.
      Normalerweise kam es daher entweder zum kompletten Aneinandervorbeileben, oder es bildeten sich symbiotische Stadtkulturen.


      (...) „Gonka“ ist lediglich ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von nichtschriftlichen Sprachen, die die Stämme der Gonxe ausbildeten, als sie nach Süden auswanderten. In der Regel galt: Ein Stamm, eine Sprache. Einerseits führte die hohe Lebenserwartung der Gonxe von mindestens 60 Jahren dazu, dass sich ihre Mundarten nur schleichend ändern. Andererseits nehmen sie es mit der sprachlichen Präzision ihrer oftmals verwaschenen Laute nicht sehr genau, sodass sich besonders in den handelsschwachen und militärisch stabilen Provinzen des Südens eine sehr starke Regionalisierung der Gonka-Sprachen ergeben hat. Eine grammatische Differenz lässt sich nur in West-Ost-Richtung beobachten, da sich hier konkurrierende Machtzentren mit eigenen Handelsnetzen bildeten. Die Sprachen der schwächeren Satteliten-Stämme waren oft in ihrer Tradition bedroht. Manche sahen sich hierdurch veranlasst, sich sprachlich zu isolieren und jede Übernahme zu vermeiden, wie beim Alkurakischen, während z.B. die Xurbeten ihre Sprache aufgaben. (...)




      (...) Ethnische Klade: Ugelida


      Ugelaren


      ...zahlenstärkster und lange Zeit dominanter Stamm des aldoranischen Subkontinents. Ugelaren sind vielfach aber auch weiter östlich z.B. auf Inseln des violetten Meeres zurückgeblieben.


      Osruto

      ...im Wesentlichen wurde aus den Osruto später die Provinz Osrutan. Diese Gegend ist sehr reich, da die frühere Macht innerhalb der aldoranischen Stämme ihnen hohe Tribute ermöglichte. Die früh absehbare Abkoppelung von der Stadt Göntoran, welche unter den aldoranischen Stämmen einzigartig war, ermöglichte es den Osruto, in ihrer Identität eine feste Grenze zwischen sich und den Nachfolgestaaten Aldors zu ziehen und sich stattdessen den schnell wachsenden Imperien des Westens anzuschließen.


      Xurbeten

      ...lebten lange Zeit parallel mit den Spoobaneia der Felduan-Kultur im selben Territorium und übernahmen viel von diesen, bis hin zu symbiotischen Stadtgemeinden. Xurbeten waren jedoch auch die ersten, die später nach Norden expandierten, z.B. ins spätere Yagomar. Ihr ausgeprägtes Handelswesen hat sie in vielen Städten des Kontinents ansässig gemacht.


      Mintesen

      ... waren ein enorm militanter Stamm und unterhielten ein ausgeprägtes Söldner-Verhältnis zu den Osruto-Häuptlingen. Nach dem strategisch bedeutenden Tod von einem darunter, Ventok des Brutalen, gingen die Mintesen ein Bündnis mit den Exmosaren ein, um ihre Sicherheit zu erhöhen und im rasch eskalierenden Bündnisrieg ihre Neutralität zu wahren. Aus ihren vereinten Territorien entstand später der friedliche und eher eigenbrötlerische Bundesstaat Swontular, was mintesisch für "Heimat" ist.


      Exmosaren

      ... leben sehr zurückgezogen als Landwirte in den Mooren südlich von Göntoran und vermieden jeden Austausch mit anderen Provinzen, zeitweise selbst den alle zehn Jahre abgehaltenen "Rat der Häuptlinge". Ihre einfache Lebensweise und die schützende Natur machten sie für Überfälle sehr unattraktiv.


      Alkuraken

      ... wurden von den Mintesen im Bündniskrieg um ca. 1200 stark dezimiert und ihr Reich eingeäschert. Dieser Stamm wurde aufgrund seiner bedingungslosen Treue gegenüber den alten Fürsten von Ugelar, die von alters her ihr territoriales Überleben sicherte, in deren Territorium integriert. In den Städten sieht man sie aber selten.


      Satubaren

      ... wurde ein Hochland östlich von Göntoran zugewiesen, da sie sehr zahlenschwach waren. Schon früh entwickelten sich ihre Städte zu besonderen Handelszentren und sie nahmen über die Ostküste, die eine "ideelle" Heimat aller Gonxe war und meistens neutralen Boden darstellte, einen beachtlichen nicht-militärischen Einfluss aus. Der Große Tempel des Donners befindet sich auf einem Berg nahe ihrer Hauptstadt, Aköröndir. Findet man Gonxe auf anderen Kontinenten, die aldoranische Wurzeln haben, handelt es sich fast immer um diesen Stamm.


      Vontgarnen

      ... ein weiterer zahlenschwacher Stamm, der aber früher als alle anderen sesshaft wurde, da er sich mit der blühenden Spoobaneia-Kultur der Stadt Göntoran vereinte und sich in deren Kastensystem an der Spitze einreihte. Der Häuptling der Vontgarnen war somit auch der Großfürst der berühmten Stadt der Schmiede und beherrschte somit die "Waffenkammer von Aldor", außerdem hatte er starke Bündnisse mit den neutralen Spoobaneia. Bessomos, ein Großfürst lange vor dem Bündniskrieg, führte die ersten Silbermünzen ein, die sich bald im aldoranischen Raum verbreiteten und die bis dahin üblichen Muscheln (Osten, Süden) oder Kristalle (Westen, Norden) ersetzten.

      Taumadoren
      ... haben kulturell viele Gemeinsamkeiten mit den restlichen Ugeliden, überquerten aber niemals das violette Meer und wurden daher nicht in Aldor ansässig. Ihre Kultur zerfällt in viele kleinere Einheiten, die einander zeitweise bekriegten, aber auch nennenswerten Handel trieben und ebenfalls mit den Spoobaneia zu Symbiosen neigten.


    • Für Issoy hab ich schon mehrmals Völkerstammbäume gemacht, meist, um mir über Sprachähnlichkeiten klarzuwerden. Das letzte Modell ist aber mittlerweile hoffnungslos veraltet.

      Ganz grob gibt es vor allem drei große Sprachfamilien, die vom Paraboloid selber kommen. (Soalūnisch, Nlakisch und Kemanassisch, wobei ausgerechnet das soalūnische am wenigsten stark vom Kontinent Soalūn herrührt - ich suche immer noch einen besseren Namen!) dazu kommen viele weitere Sprachen, die von anderen Welten hereingetragen wurden. (darunter Deutsch, spärliche Reste von Englisch und Latein, sowie eine Menge Sprachen von Völkern, die vom deshnianischen Imperium unterworfen wurden.)

      Was die Völker aber angeht, sind sie nicht mehr so wirklich nur über die Sprache zu erschließen... die meisten Menschen, die Deutsch sprechen, haben nlakische oder soalūnische Wurzeln (oft leicht ersichtlich an Nachnamen). Abstammung ist etwas kompliziert, wenn weltenübergreifende Immigration möglich ist. ;) Einige Völker definieren sich also eher über Sprache, andere über geographische Region, über Kultur, ...
      Die alle neu zu ordnen und die Geschichte erstmal in Erfahrung zu bringen wird spannend. Bei einigen weiß ich noch gar nicht, wo die herkommen.^^

      Für Ngiana ist es mindestens so kompliziert, aber da hab ich die Geschichte (mit doch einigen größeren Völkerwanderungen) noch nicht ansatzweise verstanden. Es ist ein fast erdgroßer Planet mit dementsprechend viiiiielen Sprachen und Ethnien. Die werd ich mein Lebtag nicht mal annähernd alle kennen. :faint:
      Besonders interessant werden Ethnien, die aus Menschen, Halborks und Orks zusammengemischt sind, sich aber trotzdem zusammen als ein Volk verstehen. Und möglicherweise hab ich noch mehr intelligente Arten, die ich dazumischen werde können. ;)

      Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • Ah, Völkerstammbäume. Dazu fällt mir zunächst mal ein, dass die meisten historischen realweltlichen "Völker"stammbäume in Wirklichkeit Sprachenstammbäume sind, auch wenn es durch das Buch Gene, Völker, Sprachen von L. L. Cavalli-Sforza in jüngerer Zeit Mode geworden ist, solche Sprachenstammbäume auf genetische Stammbäume aufzupropfen, was ich für eine zweifelhafte Methode halte.

      Aber in den meisten Fantasy-Welten gibt es natürlich nicht nur Menschen, sondern auch noch andere kulturschaffende Lebensformen, und da sieht das schon anders aus.

      Bei meinen Weltenprojekten sieht das aber wiederum so aus, dass es nur im Spalier-Universum nichtmenschliche Intelligenzen gibt, aber da sind das ganz einfach Aliens, die sich auf anderen Planeten entwickelten, insofern gibt es da keinen Stammbaum, der sie alle umfasst (obwohl ich mit der Idee spiele, dass sich planetare Biosphären quasi geschlechtlich fortplanzen, wobei raumfahrende Intelligenzen als "Keimzellen" fungieren). Auf dem Elbenpfad, in der Welt des Globalen Frühlings und in der alternativen Zeitlinie Rosæ Crux gibt es nur Menschen. Die Elben des Elbenpfads (wie jetzt? Doch Elben? Ja, aber diese Elben sind auch nur Menschen!) sprechen Sprachen, die mit den indoeuropäischen Sprachen verwandt sind, und unterscheiden sich genetisch nicht wesentlich von anderen Westeuropäern.
      ... brought to you by the Weeping Elf
    • Interessant, jeder hat da irgendwie eine andere Herangehensweise :)

      PBard schrieb:

      Stammbaum im Sinne davon, welches Volk von welchem abstammt/wie mit anderen verwandt ist?
      Korrekt. Wobei dabei natürlich spätere Kreuzungen auch interessant wären.
      Wobei ich dachte wären z.B. 2-3 Völker, welche denselben Urvorfahr besitzen. Diese Urvorfahren könnten große Wanderungen unternommen haben (bsp in einer Eiszeit) und nach Erwärmung wurden diese getrennt, wodurch sich im Laufe der Jahrtausende quasi neue Völker bildeten, die nur noch Silhouettenhaft etwas mit dem Ur-Volk zu tun haben.
      Aber auch sekundäre Ereignisse wie Magiegebrauch, Weltereignisse und andere Dinge können durchaus zu neuen Völkern führen. Desweiteren würden mich da auch Dinge interessieren, welche z.B. durch Revolutionen ausgelöst worden sind.

      Natürlich können sich kulturschaffene Spezies völlig unabhängig voneinander entwickeln und andere Völker sich wieder vermischen. Da war ich besonders interessiert dran.

      Ich finde allerdings, dass man einen Völkerstammbaum nicht direkt mit einem Sprachenstammbaum zusammensetzen kann. Sprachen wandern zwar mit den Völkern, verändern sich jedoch meist innerhalb von Grüppchen sehr dynamisch und können verlassen, komplett verfremdet und Neu erschaffen sein.

      Bisher habe ich sehr interessante Ansätze gesehen :)
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    • Aktuell habe ich keinerlei Stammbäume, doch ich hatte mal Idee.
      Da ich sehr antropozentrisch bastel, habe ich mal überlegt wie ich es begründe, dass alle kulturschaffenden Spezies irgendwie menschenartig sind, obwohl sie nichtmal im Reich Animalia sind. Statt einer Welt, in der sich durch Evolution der Stammbaum weiter verzweigt, könnte man es umdrehen. Alles wird immer menschlicher aus verschiedenen Spezies werden langsam Rassen, so kann man super Tiermenschen erklären. Das wirft natürlich Fragen auf: Wo kommen die ursprünglichen Wesen her? Und warum sollte gerade der Mensch das Ziel der Evolution sein? Ich hab das Modell kurz danach verworfen.
    • Tatsächlich hab ich in Kaláte so was Ähnliches, Tö. Allerdings ist das "Ziel" der Evolution nicht der Mensch, sondern ein dünnes, grosses, feingliedriges Alienwesen - eine lange ausgestorbene Spezies, die genauso aussah, hat sich in den Kopf gesetzt, überall evolutionsschubsende Bazillen zu verteilen, damit sie ja irgendwann quasi wiedergeboren werden.
      Da dadurch relativ viele Spezies bereits kompatibel sind, gibt es inzwischen auch Stammbäume mit Misch-Spezies und so Kram. Das ist jetzt allerdings alles rein auf genetischem Level und keinerlei zwingende Aussage über Völker. Man kann aber schon teilweise schliessen, dass es, wo es genetische Spuren gibt, wahrscheinlich auch kulturelle Spuren gibt.
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    • Interessante Ansätze: @Veria: das ist eine ziemlich coole Sache... erstaunlicherweise kennt man eher den umgekehrten Schluss, dass sich alles von einer Spezies aus entwickelt... aber, dass alles sich auf eine Spezies hinzubewegt... echt genialer Ansatz. Wie kann man sowas ausbauen. Eindeutig einmal ISSO. Dann magischen Einfluss... oder deine Bakterien... allerdings wären da nicht Viren besser? Diese sind doch ehe Parasiten... und sollten vielleicht auch in der Lage sein, DNA der Spezien umzuschreiben...

      Ansonsten stört mich an den Fantasyvölkern immer, dass menschenähnliche Wesen sich separat entwickelt haben. Häufig gemacht von irgendwelchen Göttern (aus der Erde geformt, aus Licht geformt etc pp). Dass wir diese Frage der Stammbäume stellen ist eigentlich eher eine neumodische Verknüpfung von Fantasy mit Wissenschaft. Aber soweit so gut - ich selber hatte auch mal sowas ähnliches, weil ich OPrks und Elben und son ganzen HdR-Quark drin haben wollte... ergänzt dann noch mit Tierwesen und wir haben das unoriginelleste Setting überhaupt.

      Also habe ich mich mal bewusst rangemacht und alles weggekürzt - voila... nun hatte ich nur noch ein Volk - und von diesem Ausgehend gab es dann wieder Entwicklungen. Allerdings nenne ich diese Kulturkreise, weil es immer noch eine Rasse ist. Einerseits habe ich geografische Einflüsse, aber auch magische Einflüsse, die die verschiedenen Kulturkreise prägen. Das heißt, es gibt eigentlich nur ein kulturschaffendes Volk, die sich ähnlich wie hier auf Erden einfach nur auseinanderentwickeln.

      ​​
      Wo ein Waldgott steht wächst grünes Gras,
      wo ein Waldgott ruht, sprießen Wälder,
      wo ein Waldgott weint, entstehen Sümpfe,
      wo ein Waldgott blutet, ist das Land geheiligt
      und wo ein Waldgott stirbt, wird leben sein.​
    • EDO ist für mich einfach... wenn man hunderttausende Möglichkeiten hat und sich entscheidet, sie alle zum Fenster rauszuwerfen. Ich habe mich nie in irgendeiner Welt bemüht, menschenähnlich zu designen. Gonxe sehen eher aus wie eine Kreuzung aus Kühen und Krabben. Sie haben vier Beine, vier kurze Arme mit Knochenscheren, und der Rumpf geht weder in die Höhe noch in die Länge, sondern in die Breite.

      Spezies haben für mich mit Völkern nix zu tun. Wir Menschen sind auch nicht "ein Volk" und waren es nie. Tut mir von daher leid, wenn ich den Threadtitel missverstanden haben sollte.^^
    • Vyserhad schrieb:

      Interessante Ansätze: @Veria: das ist eine ziemlich coole Sache... erstaunlicherweise kennt man eher den umgekehrten Schluss, dass sich alles von einer Spezies aus entwickelt... aber, dass alles sich auf eine Spezies hinzubewegt... echt genialer Ansatz. Wie kann man sowas ausbauen. Eindeutig einmal ISSO. Dann magischen Einfluss... oder deine Bakterien... allerdings wären da nicht Viren besser? Diese sind doch ehe Parasiten... und sollten vielleicht auch in der Lage sein, DNA der Spezien umzuschreiben...
      Was die genau sind, ist so der Knackpunkt. Sie haben einen eigenen Stoffwechsel, sie teilen sich, sie haben einen Zellkern (ihre Genfracht), aber sie dringen auch in Zellen und Teile von ihnen sogar in Zellkerne ein, wobei sie allerdings nicht die eigene Vermehrung im Sinn haben. Genetisch zusammengestöpselte Wesen müssen ja nicht unseren Schubladen entsprechen.
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    • So ein Völkerstammbaum meiner Welt wird recht schnell unübersichtlich, aber ich habe mich trotzdem mal an einem versucht. ;D Er ist alles andere als vollständig, denn das, was ihr dort seht, sind nicht ansatzweise alle Völker, sondern nur eine größere Familie. Die Völker der Thyonen und Ilaren entstanden auch aus noch weiteren kleineren Völkern, die schließlich in ihnen aufgingen, und im Prinzip kann man oft auch nicht von z.B. DEN Thyonen sprechen. Das aber noch weiter aufzudröseln, wäre schon ein Haufen Arbeit und ich glaube, zum Veranschaulichen reicht das hier erst einmal. Die Merohim habe ich mit einer gestrichelten Linie hinzugefügt, denn es handelt sich hierbei (der Religion des Sentarismus und den Erzählungen der Alben nach) um menschenähnliche Wesen überwältigender Macht, die aus Angehörigen des Menschenvolkes der Anachim die Elben schufen/züchteten.

      Nicht alle Völker auf diesem Stammbaum existieren noch; so können die Menschen, die heutzutage im thyonischen Herzogtum Ribiken leben, nicht mehr mit den Ribikern gleichgesetzt werden, die sich zu Beginn des amnúrischen Zeitalters vor tausend Jahren mit den Amnúrern vereinten. Die Amnúrer wiederum haben sich in verschiedene Völker aufgeteilt, die nicht wesentlich mehr miteinander zu tun haben, als z.B. Deutsche, Engländer und Franzosen in unserer Welt: es gibt also durchaus noch verbindende Elemente wie z.B. der Glaube, doch die alte amnúrische Sprache wird nur noch als Zweitsprache von Händlern, Gelehrten und Adligen benutzt.
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      Straße war gestern, du siehst mich im Board
      Ich häng im World Wide Web, das ist kein friedlicher Ort
      Opfer, wag einen Blick auf die oberen Ränge
      Schieb Respekt; ich bin Forenlegende.


      ~ Komm in den Chat. Wir haben Kekse. ~
    • @Pboard: Lese ich das richtig, dass die Elfen von den Menschen abstammen? Hast du den Teil schon ausgearbeitet und magst den teilen?

      EDIT: Oh, in der Zwischenzeit gab es irgendwelche aufgeregten Posts. Nicht gelesen nehme keinen Bezug dazu. Mich interessiert es aber wie das ganze ausschaut @Pboard.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Enligunon ()

    • Enligunon schrieb:

      @Pboard: Lese ich das richtig, dass die Elfen von den Menschen abstammen? Hast du den Teil schon ausgearbeitet und magst den teilen.
      Jup, liest du richtig.

      [Bhrin Maethairh] Entstehungsgeschichten der Völker <--- War damals noch nicht sicher, wie sehr diese These der Realität entspricht, aber inzwischen ist sie Kanon. Ein derber Schlag für meine rechtsradikalen Waldelfen-Arier. ;)
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    • Jetzt habe ich den ganzen Abend an meinem Völkerstammbaum gesessen und währenddessen ist hier die Lage ein wenig eskaliert...
      Und ich kann noch nicht mal mit einer eigenen EDO-Welt dienen. :-[

      Meine Übersicht ist so verdammt breit geworden, weil die meisten meiner Völker aus anderen Welten nach Esper entführt und angesiedelt wurden. Die einzelnen Blöcke sind also von oben nach untern nach ihrem "Erscheinen" auf Esper angeordnet. In welcher Reihenfolge das bei den entführten Völkern passiert ist, weiß ich nicht, es spielt aber auch keine Rolle, weil sich im "Jetzt" der Welt keines der Völker seiner Herkunft bewusst ist.

      Etwas unübersichtlicher ist die Völkeraufteilung vor allem bei den Menschen mit ihren sechs Zweigen, die sich teilweise untereinander gemischt haben und neue Völker entstehen ließen.

      Die Völker der Taesioru (Gestaltwandler) und der IalOD (heute als kümmerliche Reste von Androiden vorhanden) wurden von den Rhik-Hadjim (Espers originale Bewohner) hergestellt, bevor es zum großen Weltenbrand und dem Untergang der Hochkultur kam. Wer weiß, was für Völker bei dieser Gelegenheit noch vernichtet wurden?

      Die Thris sind nach dem Weltenbrand entstanden, als sich herumwirbelnde Energiewirbel in eine feste Existenz "gewollt" hatten. Die Thris trafen dann auf menschliche Einwanderer an Espers Ostküste und schafften es irgendwie, mit ihnen Nachkommen herzustellen. Was sie daraufhin schnell wieder aufgaben, als sie merkten, dass diese Mischwesen nicht Teil des gemeinsamen kollektiven Bewusstseins waren. Die auf diesem Wege entstandenen Tyrianer sind das einzige Inter-Spezies-Mischvolk Espers.

      Die insektoiden Elakken sind das Ergebnis eines aus dem Ruder gelaufenen chimäroiden Experiments, haben also künstlichen Ursprung.
      Espers jüngstes Volk sind die Tweggen, eine Handvoll Zwerge (Ha! Immerhin das D von EDO ist vertreten!), die vor etwa 300 Jahren durch das letzte noch funktionierende Weltentor versehentlich nach Esper geraten sind.

      Bei den Pflanzenhaften gibt es links den Zweig Kaloum, bei dem sich aus mobile Pflanzenwesen aus im Boden verwachsenen Pflanzen entwickelt haben. Im rechten Zweig der Aihlinn hat man als Widerstand gegen göttliche Wesen die Geschlechter streng voneinander getrennt und verzichtet größtenteils auf geschlechtliche Fortpflanzung, deswegen zählen die weiblichen Bheann wohl inzwischen als eigenes Volk. Die Lineannh, die inzwischen die überwältigende Mehrheit stellen, entstehen aus ungeschlechtlich vermehrten Pflanzenablegern.
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      • Esper_Voelker.jpg

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    • Ich kann nicht mit einer Systematik meiner Weltenbewohner dienen. Aber ein bißchen was grundsätzliches: Auf Phera teilen die sich die kulturschaffenden Bewohner in Menschen und "Andere".

      Von den Menschen kenne ich bisher drei Völker genauer, die Coreni, die Pao und die Kitaru. Diese unterteilen sich wiederum in verschiedene Kulturen, mal mehr, mal weniger voneinander verschieden. Ich hab eine grobe Ahnung über Völkerwanderung, insbesondere bei den Coreni, die ihre Gegend deutlich später besiedelt haben als ihre Nachbarn. Da ich aber Eigenwelttourist bin, kann ich nicht ausschließen, dass in anderen Gegenden noch andere Völker leben, mit dem frostigen Süden wollte ich mich beispielsweise schon länger mal beschäftigen.

      Was die "Anderen" angeht - die unterscheiden sich von den Menschen dadurch, daß sie "höher mutabel sind", sprich, sie passen sich extrem schnell an die Umgebung an. Während die Menschen ihre Umwelt ihren Bedürfnissen anpassen, passen sich die "Andere" eben der Umwelt an. Sie sind vom Grundsatz her schon humanoid, können aber auch riesig oder klein werden, Fell, Schuppen, Schwimmhäute entwickeln, Nachtsicht oder Echolot, alles mögliche, was eben gerade für ihre Lebensraumnische passend ist. Das wiederum heißt, dass es durchaus Elfen, Zwerge, Yetis *handwedel* Katzenmenschen... geben könnte, weil das eben die passendste Anpassung an den Lebensraum ist - ja auch ein bißchen im Sinne zielgerichteter Evolution, weil die Mutationen irgendwann weniger werden, wenn die Anpassung für eben jenen Lebensraum eine stabile Form entwickelt hat. Wenn sich die Lebensbedingungen wieder ändern, kurbelt das die Mutationsrate wieder an, um sich erneut anzupassen - und ja, dass ist vermutlich mit viel "Ausschuss" verbunden und das ist sicher nicht schön für die betroffenen Eltern. :meh:

      Bis jetzt habe ich konkret die Niasso (und als Untergruppe die Meeresniasso), im Vergleich zu den Menschen nur so halbhoch, zierlich, mit bläulicher/grünlicher Haut, angepasst an Sumpf oder Meer. Außerdem hab ich (letztes Jahr?) bei der WBO eine Art Yetis kennengelernt, dicht behaarte Gebirgsbewohner. Ich weiß auch, dass es Elfen gibt, die tatsächlich ziemlich klassisch elfisch sind. Es sollte auch noch Eiselfen geben, da hadere ich noch mit dem Prinzip, dass die zur Anpassung eigentlich klein, rund und haarig sein müssten... pöh, Eiselfen, die wie Zwerge aussehen.

      (und jetzt bin ich beeindruckt, dass ich tatsächlich mal einen Weltenbeitrag geschrieben habe :o )
      Mir hatten doch nüscht! Damals, kurz nach dem Krieg!
    • Mit mehreren Spezies und Unterarten kann ich leider nicht dienen, denn Ilumay wird nur von Menschen bewohnt. Die erste Entwicklung begann in Inguya, wo sich die ersten Menschenarten entwickelten und sich schließlich weiter ausbreiteten. Durch die unterschiedlichen Lebensräume und äußeren Einflüsse der drei großen Kontinente Inguya, Sukari und Siliénar, auf denen die Menschen leben, sowie unterschiedliche genetische Anlagen der anderen Menschenarten, die von den heutigen Menschen verdrängt wurden, bildeten sich unterschiedliche Phänotypen heraus, die heute das Erscheinungsbild der Bevölkerung prägen.

      Die genetische Variation in der Population Siliénars ist relativ gering. Tatsächlich finden sich gerade im nördlichen Bereich aber tendenziell mehr Menschen, die durch einen robusteren, größeren Körperbau besser an die kalten, teils eisigen Temperaturen und im Süden Menschen, die durch einen kleineren Körperbau, dunklere Haut und größere Extremitäten besser an das warme Klima angepasst sind. Bei den Überlegungen bezieh ich mich auf die Ökogeographischen Regeln, die ich als Laie natürlich nur ansatzweise kenne. Außerdem leben im Süden noch Menschen, die erst "kürzlich" (evolutionsgeschichtlich) vom Kontinent Inguya eingewandert sind.


      Trotzdem bleiben es im Grunde Menschen. Das die Bewohner des hohen Nordens von den Menschen am mediterran anmutenden liendischen Meer gerne mal als große Trolle bezeichnet werden, muss jetzt nicht damit zusammenhängen, dass sie es tatsächlich sind, sondern dass sie den anderen als solche so erscheinen. Wahrscheinlich weil keiner von den Südmenschen jemals im Norden war und damit keiner eine Ahnung hat, wovon er da eigentlich redet. Dadurch entstehen Bilder von Völkern in den Köpfen der Menschen, die so gar nicht zutreffen müssen. Zugehörigkeit, Identität, Ethnizität, etc. ist auf Siliénar ähnlich schwierig zu fassen, wie es im prähistorischen und antiken Europa der Fall war.

      Auf dem Kontinent existieren viele verschiedene Völkerschaften und Kulturen, mal mit fließenden, mal mir scharfen Grenzen. Sie definieren sich durch unterschiedliche Sprachen, Sachkulturen, Religionen, Traditionen und überhaupt allgemeinen Zugehörigkeitsgefühlen. Scharfe Grenzen hierbei wohl sind eher eine Folge von raschen politischen Umwälzungen, beispielsweise der Ausbreitung des accamarischen Kaiserreiches nach Norden. Dabei ist eine kulturelle Grenze, ähnlich wie bei vielen anderen Beschreibungen in diesem Thread, keineswegs an einen Phänotyp gebunden. Der kann in gewissem Maße aber natürlich eine Rolle spielen. Ebenso wie die Fähigkeit Magie zu wirken.

      Allgemein tu ich mich halt immer mit scharfen Grenzen und kurzen Erklärungen schwer, was aber vermutlich an dem vom Archäologie-Studium bestimmten Blick auf die Verhältnisse im antiken Europa liegt. Da ich auch meine Welt in einer Zeit, die mit der Zeitenwende um das Jahr Null in Europa vergleichbar ist, spielen lassen möchte, kann ich nicht einfach sagen: "Hier sitzt jetzt Volk soundso und da hockt Volk diesunddas und Volk blablablubb ist nochmal ganz anders und chillt hier rum". Überhaupt find ich das auch gar nicht nötig, alles genau zu bezeichnen und festzulegen und wenn ich ehrlich bin, möchte ich das auch gar nicht. Das würde mir einfac nicht behagen.
      "Archäologie ist die Suche nach Fakten. Nich nach der Wahrheit. Wenn Sie an der Wahrheit interessiert sind, Dr. Tyries Philosophiekurs ist am Ende des Ganges. Also vergessen Sie diese Geschichten von verborgenen Städten und die Welt umzugraben. Wir folgen keinen alten Karten, entdecken keine vermissten Schätze und noch nie hat ein X irgendwann irgendwo einen bedeutenden Punkt markiert."

      - Prof. Dr. Henry Jones Jr.
    • Ich finde so Völkerstammbäume (oder bei Welten mit mehreren Spezies auch Stammbäume in denen diese enthalten sind) immer recht spannend. Eigentlich ein Wunder, dass ich sowas bislang für keine meiner Welten gemacht hatte; obwohl ich so Abstammungszeugs immer mal kurz irgendwo notiert hatte.

      Inspiriert von diesem Thread habe ich mich mal durch meine Notizen gewühlt und einen groben Stammbaum (eines Teils) der Völker zusammengezimmert. Ich bebastle zur Zeit hauptsächlich Antike und Klassik der Toraja, da ich ein paar Sachen aber bis in ferne Zukunft geplant habe und hier und da auch Ideen für spätere Zeiten schon existieren, geht mein Stammbaum über Antike und Klassik (grün) hinaus. Vor den "Proto-XY" käme der sicherlich interessante Teil der Dienervölker der Altvorderen und der direktere Abkömmlinge der Kolonisten; diesen Teil lasse ich aber (zur Zeit) bewusst offen. Bezeichnungen in Anführungszeichen sind bloße Arbeitsbezeichnungen, alles andere sind mehr oder weniger eingedeutsche Volksbezeichnungen.
      Bei allen Völkern handelt es sich um "Menschen".



      Edit: Ich hab's nochmal etwas erweitert und mit einem Zeitstrahl verknüpft ... "übersichtlich" wäre arg übertrieben, aber irgendwie nützlich ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nharun ()