[2017-10][Tervela] Die Gesellschaften der Vakurrae

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    • [2017-10][Tervela] Die Gesellschaften der Vakurrae

      Ich fange auch mal (seeeehr) spät an. Hab Lust auf die Aufgabenstellung und keine anstehenden Klausuren mehr, sowie ein langes Wochenende am Horizont. Sonderlich "Slow" ist es nicht, aber ich mag das Thema. :pfeif:

      Slowbastel-Ergebnis:

      Vakurrae sind eingeteilt in nomadische Schwärme (größtenteils weiblich) und sesshafte Siedlungen (größtenteils männlich sowie Kinder).

      Sesshafte Gesellschaft:

      Der Rang eines Mannes wird für den Zwischenraum zwischen zwei Landungen eines Schwarms in seiner Siedlung durch die Anzahl an Partnerinnen festgelegt. Ist die Gesellschaft so groß, dass nicht jeder wissen kann, wie viele Partnerinnen jeder Mitbürger hatte, wird die Rangfolge auf verschiedenen Stufen ausgemacht, wobei sesshaft gewordene Schwarmfrauen als Richterinnen dienen können. Auch werden Geschichten verbreitet, um Herrschaftsansprüche zu untermauern.
      Die sesshaften Schwarmfrauen, „Geehrte“ genannt, nehmen eine Sonderstellung ein und werden hoch geachtet.
      Ein männlicher Bürger herrscht (dominiert ist das bessere Wort) maximal über 500 erwachsene männliche Artgenossen, ist die Gesellschaft größer als 500 gibt es Zwischenherrscher, die dem eigentlichen Herrscher unterstehen und für Teile der Bevölkerung zuständig sind.
      In Staaten, die mehrere Städte/Siedlungen umfassen, werden die Herrscher einmal pro Jahr festgelegt, meist durch eine Art Schönheitswettbewerb, bei dem die ansässigen Geehrten Richterinnen sind. Da Geehrte eine Minderheit darstellen, wählen andere Mehr-Siedlungs-Staaten ihre Herrscher direkt, wobei der Fokus eher auf Befähigung als auf Aussehen liegt, oder werden von einem Ältestenrat oder einem durch Erbe festgelegten Adeligen regiert.
      Keine zwei männlichen Vakurrae haben den exakt gleichen Rang, daraus resultierende Konflikte werden mit Schautänzen oder physischen Kämpfen geklärt.

      Außerhalb der männlichen Gesellschaft stehen:

      Der Ältestenrat (es sei denn, er regiert), der einen neutralen Pool aus Weisheit und Wissen für den aktuellen Herrscher darstellen soll.

      „Ferne“, Männer die aus was auch immer für Gründen uninteressiert an der saisonalen Balz sind.

      Boten, die kein festes Zuhause haben.

      Ziehende, die kein festes Zuhause haben und als unattraktiv gelten.

      Hupfen, erwachsene, nicht-ziehende Frauen (manchmal auch körperlich eingeschränkte Männer mit einschließend), die in manchen Staaten Dienerinnen (und Gespielinnen) der Adeligen sind, in anderen dem Ältestenrat unterstehen und ihnen dienen oder in ihrem Dienste einfache Gelehrte werden. In wieder anderen (fortschrittlicheren) Staaten können sie auch ganz normal Berufe ergreifen.

      Der soziale Rang ist größtenteils unabhängig vom Beruf und ändert sich oft. Ausnahmen bilden Staaten mit Monarchie/Aristokratie, in dem die Familien oft durch die Verbreitung von Propaganda ihren Herrschaftsanspruch unterstreichen. In diesen Staaten üben Adelige oft keine Berufe außer ihren politischen Aufgaben aus und einem Bauern wäre es beinahe unmöglich, zum Herrscher aufzusteigen.

      Ziehende Gesellschaft:

      Ganz oben steht die Anführerin, meist die Gründerin des Schwarms. Schwärme zerfallen oft nach dem Tod der Gründerin, aber manche bleiben unter neuer Herrschaft bestehen (meist ist die neue Herrscherin dann über mehrere Jahre von der vorherigen Herrscherin auf diese Aufgabe ausgebildet worden).

      Unter ihr, etwas abseits steht die Nachfolgerin, falls die Anführerin eine trainiert. Diese darf, außer die Anführerin sagt anderes, nicht von den erfahreneren Kriegerinnen herumkommandiert werden, aber auch nicht selbst die theoretisch unter ihr stehenden kommandieren.

      Dann kommen die Vertrauten, meistens Gründungsmitglieder des Schwarms, verdiente Kriegerinnen und enge Freundinnen/Schwestern der Anführerin. Dienen manchmal als Co-Herrscherinnen, stellen manchmal die Nachfolgerin.

      Darunter steht der „innere Kreis“ die Sprecherinnen der fliegenden Gilden, die oberste Wächterin (=Polizeichefin) und der/die oberste Heiler(in). Sie legen der Anführerin wichtige Anliegen ihrer Bereiche vor, sind oberste Logistiker und vermitteln in den Einzelaspekten des Schwarms. Wenn die Anführerin nicht ein(/ihr) Kind oder eine Vertraute zum Herrscher formt, wird die Nachfolgerin aus diesem inneren Kreis rekrutiert.
      Wenn Schwärme auseinanderbrechen sind es oft Mitglieder des Kreises, die die Splitterschwärme anführen.

      Unter dem inneren Kreis stehen die Alten Kriegerinnen (mit dem Ältestenrat vergleichbar) und die ziehenden Gelehrten (unter diesen gibt es auch Männer).
      Über die Gelehrten hat die Anführerin außer in einem Krieg keine Befehlsgewalt, die Alten Krieger müssen ihr aber jederzeit gehorchen.
      Diese beiden Organe haben Beraterfunktion und Gelehrte arbeiten außerdem an Innovationen, die dem Schwarm in Konflikten nützen könnten oder die die Händlergilde bei Landungen teuer verkaufen kann.

      Darunter stehen die normalen Kriegerinnen. Sie sind Leibwachen des Kreises und der Gelehrten, dienen außerdem als Schwarmpolizei (dann als „Wächter“ bezeichnet und nur der Anführerin und der obersten Wächterin Rechenschaft schuldig) und als Fußsoldaten.

      Darunter, außerhalb der eigentlichen Schwarmhierachie, stehen die fliegenden Gilden: Händler, Handwerker, einfache Heiler, Köche und so weiter. (Auch diese Stufe kann Ziehende enthalten)

      Darunter stehen mitreisende Abenteurer/Reisende (die nicht zwangsläufig zum Schwarm gehören) und Auszubildende („Halbe“) der verschiedenen Berufe. (Ziehende sind auch unter diesen Vakurrae. Oft reisen junge Männer mit, die aus ihrer Heimat fort wollen und sich dann an anderen Orten niederlassen, die ihnen besser gefallen. Oder sie wollen schlicht und ergreifend die Welt sehen.)

      Der Verdienst des Schwarms ist kollektiv: Solange es ihm gut geht, wird jedes Mitglied versorgt und Expeditionen oder Handelsunternehmungen (mit anderen Schwärmen oder sesshaften Siedlungen) bringen jedem Profit.

      Ein Schwarm gilt ab drei Mitgliedern als Schwarm.
      Schwärme sind unterschiedlich groß, der Durchschnitt wird so 200 Mitglieder sein, aber auch Riesenschwärme (oft zeitweilig aus Gründen zusammengeschlossene, verbündete Einzelschwärme) von 1000-3000 sind möglich (aber selten).


      Im Kampf oder aufgrund von hohem Alter ehrenhaft sesshaft gewordene Frauen werden „Geehrte“ genannt, sie kennzeichnen sich oft durch bunt eingefärbtes Ohrgefieder oder Färbung der äußersten Schwungfedern.
      Sie haben oft zwar noch freundschaftliche Verbindungen zu ihrem vorherigen Schwarm, gelten aber generell als neutrale Mediatoren.

      Anbei: so sieht ein Vakura ungefähr aus (zumindest besser als die Skizze in "zuletzt gebastelt"). Dieses Beispiel ist weiblich.
      Farbenmäßig ist sandfarben bis tiefstes dunkelbraun bis schwarz möglich, weiß und grau sowie weiß-grau-gefleckt existieren in nördlichen Gebieten, sind aber sehr selten und gelten eher als Freaks (immerhin sind nur Alte grau/weiß, warum also dieses Kind?). Die Zierfedern können alle Farben des Regenbogens haben und abstrus gemustert sein (Wie in der Skizze zu sehen sind auch die Frauen nicht komplett eintönig, ein Mann hätte aber wesentlich mehr wesentlich längere Schwanzfedern und mindestens 50% seines Körpers wären bunt).
      Bilder
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    • (All das hier ist sehr neu und noch etwas experimentell)
      Also, erst einmal:

      Was sind Vakurrae?

      Manch einer wird sie vielleicht in "zuletzt gebastelt" gesehen haben:

      Vakurrae (singular: Vakura) sind flugfähige, kulturschaffende Wesen die wie eine Mischung aus Flugsaurier (ala Archeopteryx/Sinornithosaurus, nicht wie Pterodactylus!) und Fledermaus aussehen. Die Männer, die aufgrund ihrer großen Zierfedern nicht sehr gute Flieger sind, sind sesshaft und bilden Staaten während die Frauen in Schwärmen umherziehen. Zusammen kommen die Geschlechter nur zur Vermehrung und Monogamie gibt es üblicherweise nicht. Die Männer unterstützen sich gegenseitig bei der Brut und der Aufzucht der Kinder.

      Namensschema: [(Titel)] (individueller Name) (Ort des Schlupfes) (Vatername) [(Schwarm)]
      also beispielsweise "Große Kriegerin Ayal Hamburg Peter Silberfelsenschwarm" (klingt natürlich in ihrer noch zu bastelnden Sprache eleganter)

      Titel werden nach ehrenhaften Taten vergeben, also hat nicht jeder einen.
      Auch gehört nicht jeder einem Schwarm an.

      Ein Vakura gehört automatisch zu dem Staat, auf dessen Grund er/sie schlüpft, es sei denn es gibt individuelle Regeln zwischen Staaten, die etwas anderes besagen. Männer bleiben meist ihr Leben lang Angehörige des Staates.
      Frauen gehören dem Staat ihres Vaters an, bis sie erwachsen sind (= Fliegen können) und sich einem bestehenden Schwarm anschließen oder einen Eigenen gründen.

      Zur Aufnahme in einen Schwarm muss eine Prüfung bestanden werden, deren Inhalt von der Anführerin des Schwarms entschieden wird (eventuell unter Miteinbeziehung ihrer Vertrauten, aber das ist kein Muss). Es kann alles sein, von "hebe diese Feder auf" zu "Töte drei Drachen", nur theoretisch machbar muss es sein (also nicht "töte drei Drachen in einer Sekunde"). Theoretisch ist es auch männlichen Vakurrae erlaubt, sich einem Schwarm anzuschließen, genauso wie es auch sesshafte Frauen gibt (alte, verletzte, flugunfähige oder auch einfach aus freiem Willen bleibende).


      Dies führt zu einer ersten Grobeinteilung der Vakurrae:

      (weibliche) Schwarmangehörige sind die angesehensten Vakurrae, je ranghöher desto angesehener, wobei im Endeffekt auch der Ruf, die Größe und die Kontakte des Schwarms eine Rolle spielen. Eine Vakura die mit ihrer Schwester zusammen einen winzigen Schwarm ohne (Handels-)kontakte hat, steht deutlich unter der Anführerin eines jahrzehntealten, hunderte Vakurrae umfassenden und einflussreichen Schwarms, vermutlich sogar unter dessen rangniedrigsten weiblichen Mitglied.

      Darauf folgen männliche Adelige/Herrscher und sogenannte "Geehrte", ehemalige Mitglieder von Schwärmen, die durch Verletzung oder Alter (oder andere ehrenhafte Gründe) sesshaft geworden sind. Geehrte leben zwar auf dem Grund eines Staates, sind aber nicht an dessen Regeln gebunden. Oft dienen sie als Berater, (höhere) Gelehrte oder Lehrer für Kinder höherer Männer.

      Darunter stehen normale Männer, die sesshaft den Gesetzen ihres Staats folgen und einen Beruf ausüben. Sie können beispielsweise Bauern sein, Handwerker, Händler, Barden, einfache Gelehrte und so weiter.

      Danach kommen die "Ziehenden", Männer, die sich einem Schwarm angeschlossen haben und ihre Federn regelmäßig beschneiden, um mit ihren Artgenossinnen mithalten zu können. Sie gelten als unattraktiv und untauglich als Partner, können aber als Heiler, Geistliche oder einfach zur Unterhaltung dienen (beispielsweise als mitreisende Barden), einige sind auch neugierige Gelehrte, die die Welt sehen wollen.

      Unter ihnen stehen "Halbe", Auszubildende/Studenten in Professionen, ob nun im Schwarm oder sesshaft.

      Darunter stehen unfreie Männer oder Verbrecher, die ihre Freiheit aberkannt bekommen haben.

      Noch weiter unten stehen die "Hupfen", weibliche Vakurrae, die sich aus diversen Gründen nicht einem Schwarm angeschlossen haben, obwohl sie meist eigentlich fliegen können sollten. Sie müssen den Gesetzen des Staates folgen (zumindest bis sie sich einem Schwarm anschließen), in dem sie geschlüpft sind. Je nach Regierendem kann das bedeuten, dass sie als Gespielinnen/Kinderfabriken des Herrschers oder höherer Adeliger enden.

      Außerhalb dieser Rangfolge stehen die Kinder, oft auch bis zu zwei Jahren nach dem Fliegenlernen, damit sie genug Zeit haben, sich einem Schwarm anzuschließen (und nicht mit Erwachsenwerdung direkt bei den Hupfen landen)



      Das war erst einmal das Grobgerüst, die Bezeichnungen der Stufen werden noch geändert. Außerdem gibt es innerhalb der Gesellschafteb noch feinere Abstufungen, auf die gehe ich bald ein.

      Gute Nacht :-)
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    • Cyaral schrieb:

      Große Kriegerin Ayal Hamburg Peter Silberfelsenschwarm
      :lol:

      Cyaral schrieb:

      Geehrte leben zwar auf dem Grund eines Staates, sind aber nicht an dessen Regeln gebunden. Oft dienen sie als Berater, (höhere) Gelehrte oder Lehrer für Kinder höherer Männer.
      Das gefällt mir richtig gut. :) Es macht total Sinn, dass für diese Geehrten andere Regeln gelten - und ist dann naheliegend, dass sie diese Position auch sinnvoll nutzen können.

      Cyaral schrieb:

      Noch weiter unten stehen die "Hupfen", weibliche Vakurrae, die sich aus diversen Gründen nicht einem Schwarm angeschlossen haben, obwohl sie meist eigentlich fliegen können sollten.
      Was für Gründe gibt es denn, in einem Staat zu bleiben, in der ihre Stellung eher schlecht ist? ("Kinderfabriken" :zitter: )

      Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • Die Staaten haben nicht universell die gleichen Gesetze. In manchen Staaten haben Hupfen ein besseres Leben, manchmal sogar auf einer Ebene mit den arbeitenden Männern. In solchen Staaten ist es vielleicht der Wunsch nach einem bestimmten Beruf, der nomadisch nicht oder schwer zu erlernen ist. In schlechteren Staaten sind es vermutlich eher Vakurrae mit Höhenangst, Körperlichen Problemen; die sich um Verwandte kümmern müssen (kranke Väter, verwaiste kleinere Geschwister) oder die aus irgendwelchen Gründen nicht von einem Schwarm aufgenommen wurden (Die Anführerin kann ja absichtlich sehr schwere Aufgaben stellen, wenn sie einen Bewerber nicht haben will). Sie könnten zwar einen eigenen Schwarm gründen, aber einen Schwarm zu etablieren kann schwer sein, wenn man weder Handelspartner noch größere verbündete Schwärme noch Geld hat.

      Ich seh auch vor meinem inneren Auge Adelige besonders schöne junge Frauen gezielt vergiften, sodass sie nicht mehr fliegen können (kein Gleichgewichtssinn mehr, Blind, deformierte Schwungfedern usw.) und als Hupfen bei ihnen bleiben. Ob das tatsächlich passiert hängt davon ab, wie diktatorisch/demokratisch der Staat ist und ob/wie diese Adeligen bestraft werden.

      Generell denke ich, dass die meisten Hupfen Bedienstete (höherer Herrschaften) sind, eine Position, die natürlich auch missbraucht werden kann aber nicht immer wird. Viele werden auch kinderlos sein es sei denn sie sind außergewöhnliche Schönheiten.
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    • Intrageschlechtliche Gesellschaft/Rangfolge: Männer

      Der endgültige Rang eines Vakura in seiner Gesellschaft wird nicht durch Abstammung oder Funktion festgelegt. Die Ränge wie Anführer stehen neben den regulären Professionen, auch ein einfacher Bauer kann deshalb zum Herrscher aufsteigen.

      Der Rang wird durch die Anzahl der Partnerinnen in einer Balzsaison (also wann immer ein Schwarm in einer Siedlung landet) und in geringerem Maße durch die Anzahl der Nachkommen bestimmt: Je mehr desto höher steht der männliche Vakura. Dieses System entstand in der traditionellen Lebensart, in der maximal 200 erwachsene Männer in einer Siedlung lebten und diese sehr weit auseinander lagen. Zu der Zeit gab es nur eine Schicht innerhalb derer konkurriert wurde (erwachsene Männer. Halbe existierten damals bereits, wurden aber noch zu den unmündigen Kindern gezählt)

      Wegen seiner Herkunft funktionierte dieses System dementsprechend auch am Besten in kleinen Gruppen, weshalb größere Städte und Siedlungen (sowie Staaten mit mehreren Siedlungen, auf die wir später zu sprechen kommen) Anpassungen vornehmen mussten.
      In diesen Gesellschaften hat der soziale Ruf eines Mannes und über ihn berichtete Geschichten die größte Bedeutung für seinen Rang. Dadurch sind neue Gruppen entstanden: "Adelige" (ehemals besonders reiche Händler/Handwerker/Bauern) begannen ihre Vorherrschaft durch mehr oder weniger fabrizierte Geschichten zu festigen ("Adeliger X hatte diese Saison 1000 Frauen") und bildeten schließlich ihre eigene Schicht, arme Arbeiter oder Landstreicher ohne Grundbesitz wurden in eine weitere Schicht gedrängt und zu Unfreien ernannt, die den höheren Schichten dienen mussten und keine Kinder haben durften ("Es ist fahrlässig, ohne sicheren Nistplatz Kinder zu bekommen").
      Sie stehen unter der Aufsicht der höheren Schichten (werden je nach Rang verteilt) und ziehen für Adelige, Großbauern und andere Vielbeschäftigte die Kinder auf, arbeiten als Diener oder auf den Feldern. Viele melden sich auch als Boten oder Ziehende (wenn sie denn in einen Schwarm aufgenommen werden), da diese mehr Freiheit genießen.
      Halbe wurden ebenfalls zu einer eigenen Schicht, da es nun so viele von ihnen an einem Ort gab.

      Weil nicht alle in direkte Konkurrenz treten konnten, wird der Rang zuerst zwischen den Bewohnern einer Gegend/Viertels und den Angehörigen einer Schicht klargemacht (Die Balz findet öffentlich statt- man sieht also, wer wie viele Frauen beeindruckt und sie eventuell von einem anderen "abwirbt"). Theoretisch dürfen zwar auch alle zu den folgenden Rangbestimmungen, aber wer bereits in der ersten Runde wenig Glück hatte, der wird auch dort keine Chance haben.
      In der zweiten Runde sehen die Konkurrenten nicht mehr mit eigenen Augen, wie erfolgreich der Widersacher ist- meist sind die Frauen zu der Zeit schon beim Eierlegen oder bereits weitergezogen. Deshalb nimmt jeder mindestens zwei Zeugen mit, die die Anzahl der Frauen gesehen haben. Die zweite und alle weiteren Runden bestehen zum einen aus den Streitereien und Erzählungen der Zeugen und zum anderen im direkten Vergleich der Gefiederpracht (das ja das entscheidende Element bei der Gewinnung der Frauen ist). Meist spielen dabei Geehrte Richter.

      So geht es immer weiter bis schließlich einer überbleibt, der daraufhin der Herrscher wird. Unter ihm stehen Teilherrscher (die bei der Rangbestimmung auch weit kamen und untereinander ebenfalls eine Rangfolge haben), je nach Größe der Siedlung stehen unter denen weitere Teilherrscher. Im Endeffekt herrscht ein Herrscher jeder Stufe direkt über 100-500 erwachsene freie Männer, die ihrerseits über 100-500 Männer herrschen können.
      (siehe Schaubild)

      In noch größeren Gesellschaften (Staaten) gibt es mehrere Orte an denen die Frauen nicht gleichzeitig landen. Da daher das zuvor genannte System verkompliziert würde, legen diese Gesellschaften ihre Herrscher maximal einmal im Jahr fest. Dies geschieht oft in Form eines Schönheitswettbewerbs vor Geehrten, die darin Stellvertreter für alle Frauen sind- die Ergebnisse werden prozentual hochgerechnet, um die Daten vergleichbar zu machen. Man könnte also fast sagen, die weibliche Minderheit in diesen Staaten wählt den Herrscher. Da das einigen nicht gepasst hat (Geehrte sind maximal 10% eines Staates es sei denn es gab in der Nähe mal ein großes Unglück das viele Schwarmfrauen verletzte) wählen einige Staaten ihren Herrscher direkt (Lokalwahlen, Regionalwahlen, Gesamtwahlen; Direktwahl ohne Parteien) und andere haben eine Aristokratie entwickelt oder lassen sich vom Ältestenrat beherrschen.

      Insgesamt verläuft diese Rangordnung kontinuierlich, es gibt keine zwei genau Gleichrangigen, allerdings ist manchmal im ersten Moment unklar, wer der Boss ist (zum Beispiel wenn jemand in einen anderen Stadtteil zieht). So eine Situation wird durch Angeben/Schautänze mit den Zierfedern und, falls das nichts bringt, mit einem körperlichen Kampf geklärt.



      Es gibt auch einige Gruppen, die (zumindest teilweise) außerhalb dieser Rangfolge leben, aber dennoch zum Staat gehören:

      Der Ältestenrat, in den alle Männer mit einer gewissen Menge an Lebenserfahrung aufgenommen werden und der dem Herrscher eigentlich als neutraler Ratgeber dienen soll- wie bereits erwähnt in einigen Gegenden aber selbst herrscht.

      "Ferne", Männer die aus welchen Gründen auch immer kein Interesse an Schwarmfrauen (mehr) haben: diverse Queere, fest Verpartnerte, die monogam leben (gibt es gelegentlich, meist mit Geehrten als Partnerin(nen)) usw.

      Boten (zu oft unterwegs um Kinder aufzuziehen)

      Ziehende (selber Grund wie Boten und sie gelten sowieso sozusagen als "Eunuchen" weil sie ja ihr "männliches Merkmal" (die langen Zierfedern) abschneiden)

      In manchen Gesellschaften stehen auch Hupfen abseits (in diesem Falle beinhaltet der Begriff meist ALLE körperlich eingeschränkten außer Geehrten; diese Hupfen dienen meist dem Ältestenrat oder werden von diesem zu Experten in bestimmten Gebieten ausgebildet)


      Mit Außnahme einiger Hupfen und der Allerältesten des Ältestenrates (quasi Rentner) üben diese Außenseiter dennoch Berufe aus.



      Mehr fällt mir gerade nicht ein, außerdem sollte ich langsam mal pennen gehen :zzz:
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      • Vakurrae Männergesellschaft Rang.png

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