EDO-Welten (von den Völkerstammbäumen abgetrennt)

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    • Jundurg schrieb:

      Ich finde, EDO-Fantasy hat eine ganz große Stärke, die oft übersehen wird: Die Klischees müssen nicht vom Bastler, von der Bastlerin erst aufgebaut werden, sondern können bereits auf einem höheren Level verarbeitet werden.
      Das sehe ich genauso. Deswegen habe ich bei PBoard nachgefragt, ob die Elfen tatsächlich von den Menschen abstammen. Ist das erste Mal, dass ich das so herum gelesen habe und dachte "Cool." Das ist kreativer Umgang mit bereits ausgeteilten Karten.

      Vergleiche das mit Schach: Es ist nicht nicht langweilig oder banal, nur weil alle Figuren, Regeln und das Spielfeld bekannt und fest sind. Aber wenn jemand einfach nur die Eröffnungen herunterrattert, ist das ziemlich lahm.

      So eben auch beim Weltenbasteln. Dass jemand sagt, dass Elfen spitze Ohren sind, groß und eine hübsche Schnute haben, ist kein großer Wurf. Dagegen kann man mit irgendeinem 16armigen Tentakelmonster immerhin beanspruchen, überhaupt etwas Neues gemacht zu haben.

      Ich lese Sprüche wie "Kein Bock auf EDO, ist mit zu eindimensional." schlicht als einen Satz, der in etwa in die Richtung geht wie "Kein Bock auf Schach, ist mir zu langweilig."

      Wenn ich mir die Bücher "Die Elfen" und "Die Zwerge" unter weltenbastlerischer Perspektive angucke, finde ich die aus dem Grunde nicht spannend, weil sie eben EDO und nichts weiter sind.
    • Jundurg schrieb:

      Den Frust von der anderen Seite - dass ständig auf EDO-Welten gebasht wird - habe ich bewusst noch nicht oder nur sehr schlecht wahrgenommen. Da muss ich wohl auch noch mehr drauf achten. Das wäre in der Tat nicht schön, wenn sich Menschen ausgegrenzt fühlen, weil sie vermeintlich einem Mainstream folgen (in Wirklichkeit folgen wir eh alle irgendwelchen Mainstreams... auch das Ausbrechen aus dem Klischee wird zum Klischee nach einer Weile.)
      Naja, es ist schon so, dass wenn jemand sagt "ich hab Elfen" fast reflexartig nachgeschoben wird "aber meine sind trotzdem kreativ". Das da ein gewisser Rechtfertigungsdruck besteht, weil EDO ein Ruf von Klischeehaftigkeit anhaftet (oder unterstellt wird), ist ja nicht zu leugnen. Und auch das "ich hab mit einer EDO-Welt angefangen, mich dann aber natürlich weiterentwickelt" spricht von einer gewissen Überlegenheit gegenüber den ach so verächtlichen EDO-Welten. Aber Elfen oder nicht, das ist ja kein Qualitätsmerkmal der Welt, es kommt ja auch immer auf das WIE an, wie alles umgesetzt wird. Das kann mit EDO kreativ und glaubwirdig und lesenswert sein und genau so ohne alles EDO langweilig und unstimmig. ;)

      Von daher kann ich PBard schon verstehen, auch wenn ich den Ton durchaus etwas unangemessen fand *Kekse an alle verteil*
      Mir hatten doch nüscht! Damals, kurz nach dem Krieg!
    • So, hab versucht darüber zu schlafen - aber ich kann nicht versprechen, daß die Antwort super-flauscheweich-liebevoll wird, denn mich regt das Thema inzwischen einfach nur noch auf. Und die Nonchalance, mit der die Herabwürdigung einer ganzen Gruppe von Bastlern allgemein akzeptiert wird.

      (Sorry, Vinni: Ja, der Ton war unangemessen. Mir geht's grad generell wirklich schlecht, und da trifft so ein Tritt in die Magengrube gleich dreifach hart - selbst wenn er nicht beabsichtigt und einfach nur schludrig dahingeschrieben war.)



      Aber zuerst nochmal kurz zum OT:

      Veria schrieb:

      Dazu gibt es auch schon einen Thread, und speziell in diesem Beitrag wurde das alles wunderschön erklärt.
      Ich versteh ehrlich gesagt nicht, wo dieser Beitrag jetzt dem meinen widersprechen soll. Murghs schreibt auch nur, daß man keine direkten Rückschlüsse zwischen Rasse und Volk ziehen kann. Das hab ich hier doch auch:

      PBard schrieb:

      Biologische Einordnung ist weder eine Voraussetzung, noch ein Garant für eine gemeinsame Identität - aber sie kann dennoch eine Grundlage sein.
      Nur weil sich beide nicht gegenseitig bedingen, heißt das aber noch lange nicht, daß sie sich gegenseitig ausschließen ...? ???

      Weder im verlinkten Beitrag, noch in den diversen Begriffsdefinitionen kann ich irgendwo auch nur Ansätze dafür finden, daß eine Rasse nicht gleichzeitig ein Volk sein KANN. Sie muß es nur eben nicht.



      Jundurg schrieb:

      Den Frust von der anderen Seite - dass ständig auf EDO-Welten gebasht wird - habe ich bewusst noch nicht oder nur sehr schlecht wahrgenommen. Da muss ich wohl auch noch mehr drauf achten. :)
      Das ist jetzt etwas, das mich WIRKLICH erstaunt hat, und ich würde da gerne eine Frage in die Runde stellen (die nebenbei weder anklagend, noch sarkastisch gemeint ist - ich verstehe es einfach wirklich nicht):

      Ist es tatsächlich so schwer vorstellbar, daß man auf Dauer einfach nur noch frustriert ist, wenn man sich alle paar Wochen für seine Welt "entschuldigen" muß?



      Braucht es wirklich ein Übermaß an Empathie um zu erkennen, warum Aussagen wie "Man beginnt erst einmal mit EDO und entwickelt sich dann zu etwas Eigenständigem weiter" problematisch sind? Vor einigen Wochen hatten wir hier ein ganzes Thema, in dem diese These lang und breit diskutiert wurde, ohne daß auch nur irgend jemand mal inngehalten hätte, um zu überlegen: Wenn wir hier ständig behaupten, daß EDO nichts weiter ist als eine Spielwiese für n00bs, um sich erst einmal zurecht zu finden - wie fühlt sich ein EDO-Bastler dann, wenn er das liest?

      Ich bin mir relativ sicher, wenn ich einen Thread für die These aufmachen würde, daß SciFi mit humanoiden Aliens nur etwas für n00bs ist und daß sich jeder mit der Zeit stattdessen in die viel erwachsenere und künstlerisch wertvollere Richtung der Hard SciFi entwickelt... dann könnte ich mich auf einen wahren Shitstorm gefaßt machen. Und zwar ZU RECHT.

      Dieselbe These mit EDO hingegen wird entweder stillschweigend akzeptiert, oder aber sogar noch mit persönlichen Beispielen unterlegt.

      Woher kommt das? Warum hat EDO diese Sonderstellung? Warum ist es so schwer zu verstehen, daß solche Aussagen für einen EDO-Bastler ein Schlag ins Gesicht sind? Warum werden solche deutlich diskriminierenden Aussagen als selbstverständlich und harmlos wahrgenommen, und das offensichtlich sogar von Leuten, die ansonsten sehr darauf bedacht sind, anderen nicht auf die Füße zu treten?

      Ich bin mir schon darüber im Klaren, daß die wenigsten dieser Aussagen bewußt malevolent sind, aber an der Stelle einfach mal die Bitte, sich in die andere Seite reinzuversetzen: Wenn ihr euch ständig anhören müßtet, daß euer Subgenre (und damit direkt auch eure Welt) unkreativ und nur ein n00b-Produkt ist, interessiert es euch dann, ob die Aussage ein bewußter Angriff war oder nur ein nonchalanter Schnellschuß?



      Enligunon schrieb:

      Ich lese Sprüche wie "Kein Bock auf EDO, ist mit zu eindimensional." schlicht als einen Satz, der in etwa in die Richtung geht wie "Kein Bock auf Schach, ist mir zu langweilig."
      Ist IMHO ein schöner Vergleich. Und ich fände "Kein Bock auf Schach, ist mir zu langweilig" in einem Forum für Gesellschaftsspiele genauso unangebracht.

      (Vor allem, wenn die Schachspieler dort alle paar Wochen wieder zu hören bekommen, wie langweilig doch Schach ist und daß jeder Gesellschaftsspieler sich irgendwann von solch einfach gestrickten Spielen weiterentwickelt zu Siedler von Cataan-Profis. Wem diese Aussage jetzt absurd vorkommt: Jup, genau so liest sich für mich "Jeder Bastler entwickelt sich irgendann von EDO zu Nicht EDO weiter. :lol: )

      Ehrlich gesagt verstehe ich auch diesen Trugschluß der natürlichen Evolution eines Bastlers nicht.

      Wenn jemand HdR mit Dofro, Dangalf und Laslego nacherzählt und später dann eine transzendental-abstrakte eigene Welt erschafft ... wie kommt man dann auf die Idee, die Evolution dieses Bastlers mit "EDO--->Nicht-EDO" zu umschreiben? Da hat sich offenbar generell im Bastelstil desjenigen jede Menge verändert, da sehe ich "es gibt keine Elfen mehr" als die kleinste und wirklich unwichtigste Änderung. Dennoch wird dieser hier eine unglaubliche Bedeutung beigemessen und man bekommt ständig zu hören "Früher habe ich Welten mit Elfen gebastelt, aber inzwischen bin ich gereift".

      Ich habe wie gesagt mit einer (fürchterlich schlechten) Welt angefangen, die nur aus Menschen und selbst-verbrochenen sonstigen kulturschaffenden Wesenheiten bestand. Auch ich habe mich seit damals weiterentwickelt - oder muß ich mich damit abfinden, daß meine Entwicklung stattdessen eine Degeneration darstellt, weil einer der (kleineren, unwichtigeren) Schritte "Nicht-EDO--->EDO" war?
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      Bring me your fear, bring me your pain
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      - Les Friction, Dark Matter
    • PBard schrieb:

      Ich bin mir relativ sicher, wenn ich einen Thread für die These aufmachen würde, daß SciFi mit humanoiden Aliens nur etwas für n00bs ist und daß sich jeder mit der Zeit stattdessen in die viel erwachsenere und künstlerisch wertvollere Richtung der Hard SciFi entwickelt... dann könnte ich mich auf einen wahren Shitstorm gefaßt machen. Und zwar ZU RECHT.

      Dieselbe These mit EDO hingegen wird entweder stillschweigend akzeptiert, oder aber sogar noch mit persönlichen Beispielen unterlegt.

      Woher kommt das? Warum hat EDO diese Sonderstellung? Warum ist es so schwer zu verstehen, daß solche Aussagen für einen EDO-Bastler ein Schlag ins Gesicht sind? Warum werden solche deutlich diskriminierenden Aussagen als selbstverständlich und harmlos wahrgenommen, und das offensichtlich sogar von Leuten, die ansonsten sehr darauf bedacht sind, anderen nicht auf die Füße zu treten?
      Ein Wort: Tolkien.

      Tolkien hat da einfach mal nen Standard gesetzt, der seit Jahrzehnten das Bild der Fantasy bestimmt, und viele, viele Fantasy-Autoren, die nach ihm kamen, haben sich nach seinem Vorbild eine mittelalterliche Welt mit Elfen, Zwergen und Orks zum Schauplatz genommen und dort mitunter die Geschichte vom Herrn der Ringe mehr oder weniger nacherzählt. Und dass es so viele Mittelerde Knock-Offs gibt, verleidet den Fantasy-Kennern, die schon vieles gelesen haben (und denen dabei oft die immer selbe Geschichte leicht abgewandelt vorgesetzt wurde), eben diese vermeintlich immer gleichen Akteure.
      Dabei ist das Problem gar nicht, dass bekannte Akteure auftauchen, sondern dass die erzählte Geschichte immer gleich ist. Um der Voreingenommehheit der EDO-Überdrüssigen entgegenzukommen, gibt es dann zwei Strategien:
      1. "Ich habe zwar Elfen, Zwerge und Orks, aber bei mir sind die ganz anders"
      2. "Ich habe Elfen, Zwerge und Orks, und die sehen aus und sind so drauf, wie man es von ihnen standardmäßig erwartet, aber die Welt an sich und die darin erzählten Geschichten haben null mit dem HdR-Klischee zu tun."
      Strategie 1 verändert was an der Oberfläche, Strategie 2 verändert was an der Substanz.

      Was das Sci-Fi-Beispiel betrifft: Der Schwerpunkt von Science Fiction liegt nun mal nicht so sehr auf den Aliens in egal welcher Form; die sind das Beiwerk. Das Hauptaugenmerk liegt meistens auf den Menschen. Aber auch hier gilt: Ausgelutschte Geschichten können mit noch so abgefahrenen Aliens kaschiert werden, ausgelutscht bleiben sie trotzdem.
    • PBard schrieb:

      Ich versteh ehrlich gesagt nicht, wo dieser Beitrag jetzt dem meinen widersprechen soll.
      Tut er nicht. Ich bezog mich auf Elatan.

      PBard schrieb:

      Ist es tatsächlich so schwer vorstellbar, daß man auf Dauer einfach nur noch frustriert ist, wenn man sich alle paar Wochen für seine Welt "entschuldigen" muß?
      [...]
      Braucht es wirklich ein Übermaß an Empathie um zu erkennen, warum Aussagen wie "Man beginnt erst einmal mit EDO und entwickelt sich dann zu etwas Eigenständigem weiter" problematisch sind? Vor einigen Wochen hatten wir hier ein ganzes Thema, in dem diese These lang und breit diskutiert wurde [...]
      Okay, ganz knapp: Verlink mir das. Ich kann mich nicht an diese Aussage erinnern und habe entsprechend auch überhaupt keinen Kontext aufm Schirm.
      Ganz abgesehen davon: Ich hatte nie den Eindruck, dass du dich für deine Welt entschuldigen musst. Deine Welt kam ja auch z.B. bei der WBO super an, so unbeliebt kann sie also auch wieder nicht sein. Wer hat das verlangt, dass du dich "entschuldigst"? Oder auch "verlangt", meinetwegen?


      Ich erinnere mich an Aussagen von mir zum Weiterentwickeln von Weltenbastlern, das ist aber alles schon länger her. Da hab ich gesagt, dass Klischees eine Anfängerkrankheit sind.
      Don't diagnose and drive.

      Dieser Bastler hat sich freiwillig dazu verpflichtet, ab sofort je Woche einen wertvollen Bastelpost mehr zu verfassen als bisher. Er möchte damit das Forum zu mehr Aktivität anregen. Hilf ihm und mach einfach mit!
    • Jerron schrieb:

      Ein Wort: Tolkien.
      *ein Augenlid beginnt nervös zu zucken* :lol:
      j/k

      Jerron schrieb:

      Dabei ist das Problem gar nicht, dass bekannte Akteure auftauchen, sondern dass die erzählte Geschichte immer gleich ist.
      Exakt, die Völker sind doch garnicht das Problem. Und das ist der Grund, warum ich diese Anti-EDO-Haltung nicht verstehe.

      Wenn ich den HdR mit eigens kreierten Rassen (die hochgewachsenen Grobbits, die grünhaarigen und dreiarmigen Olfen, die gallertartigen und stieläugigen Blerge und die bösen, tentakelbewehrten Knorx) nacherzähle, wird die Geschichte dadurch auch nicht spannender, weil ich sie mit anderen Statisten auch schon huntertmal gelesen/gehört/gesehen habe.

      (Wobei ich auch dann nicht generell von "Problem" sprechen würde. Wenn der Autor dann zB die Charaktere spannend rüberbringt, dann kann ich persönlich zB auch eine 08/15-Story als lesenswert empfinden.)


      Jerron schrieb:

      Was das Sci-Fi-Beispiel betrifft: Der Schwerpunkt von Science Fiction liegt nun mal nicht so sehr auf den Aliens in egal welcher Form; die sind das Beiwerk. Das Hauptaugenmerk liegt meistens auf den Menschen. Aber auch hier gilt: Ausgelutschte Geschichten können mit noch so abgefahrenen Aliens kaschiert werden, ausgelutscht bleiben sie trotzdem.
      Ist das nicht in der Fantasy ähnlich? Es gibt zwar immer die Elfen, Zwerge und sonstigen nebenher, aber "Der Held" ist im Gegensatz zum HdR standardmäßig ein Mensch. In den Klischeewelten ist ja auch der Mensch meist die Rasse, die sich wie die Karnickel vermehrt und - im Gegensatz zu den homogenen [füge hier beliebige andere Rasse] - durch Diversität auszeichnet.

      Veria schrieb:

      Tut er nicht. Ich bezog mich auf Elatan.
      Ah! Okay, ergibt mehr Sinn. :lol:

      Veria schrieb:

      Okay, ganz knapp: Verlink mir das. Ich kann mich nicht an diese Aussage erinnern und habe entsprechend auch überhaupt keinen Kontext aufm Schirm.

      [...]

      Ich erinnere mich an Aussagen von mir zum Weiterentwickeln von Weltenbastlern, das ist aber alles schon länger her. Da hab ich gesagt, dass Klischees eine Anfängerkrankheit sind.
      Dann glaub ich nicht, daß wir grad an denselben Thread denken. Das war erst vor knapp 2-3 Monaten, und es ging ausdrücklich um Standard-Völker/Rassen vs. Eigenkreationen.

      Hatte mir fest eingebildet, das wäre der Thread gewesen, aus dem ich weiter oben schon zitiert hab, aber in dem ging es am Ende ja nur noch um Immersion. :pfeif:

      Oder meintest du deine Aussage darin, daß dir eine Welt mit Orks hohl und unfertig vorkommt? Da fand ich deine Aussagen zu dem Thema in 2005 schlimmer ... :lol:

      Ich such mal, welcher Thread das war (die Suche funktioniert leider nicht mehr so, wie sie soll, also heißt's wohl: manuell suchen).


      Veria schrieb:

      Ganz abgesehen davon: Ich hatte nie den Eindruck, dass du dich für deine Welt entschuldigen musst. Deine Welt kam ja auch z.B. bei der WBO super an, so unbeliebt kann sie also auch wieder nicht sein. Wer hat das verlangt, dass du dich "entschuldigst"? Oder auch "verlangt", meinetwegen?
      Ich hab bei der WBO aber auch bewußt nicht ein einziges Mal den Namen einer Art/Rasse genannt (abgesehen vom Szerecvan-Beitrag, weil das Gedicht "Der Halblings ist tot" ohne das Wort Halbling irgendwie seltsam wäre :lol: ). Jetzt nicht, weil ich nicht als EDO-Welt be-/verurteilt werden wollte, sondern weil ich befürchtet hab, daß sonst mein Namensstempel draufstehen würde und damit bei der Jurie die Spannung raus wäre. Gibt ja im Moment nicht mehr viele Leute, die offen EDO-Welten basteln.

      Offenbar ist mir das "Kaschieren" der Arten/Rassen auch ganz gut gelungen, denn wenn zB bei der Dwyfrinsklinge offensichtlich gewesen wäre, daß sich eine Handvoll Ork-Clans mit ein paar Zwergen-Sippen um das Artefakt streiten, hätte Heinrich wohl nicht vermutet, daß Marteinn und Ketarch dieselbe Person sind. :lol:

      Btw, "verlangt" hat natürlich keiner, daß ich mich entschuldige. Aber:

      Vinni schrieb:

      Naja, es ist schon so, dass wenn jemand sagt "ich hab Elfen" fast reflexartig nachgeschoben wird "aber meine sind trotzdem kreativ". Das da ein gewisser Rechtfertigungsdruck besteht, weil EDO ein Ruf von Klischeehaftigkeit anhaftet (oder unterstellt wird), ist ja nicht zu leugnen
      Sollten mir Aussagen gegen EDO am Arsch vorbeigehen, weil ich meine Welt so mag, wie sie ist? Natürlich sollten sie.

      Tun sie aber nicht, denn wenn "mein" Subgenre verrissen wird, dann ist das implizit auch ein Angriff gegen meine Welt, und dann ist der Druck da, meine Design-Entscheidungen entweder zu überdenken (was ich in diesem speziellen Fall ganz sicher nicht tun werde), oder diese eben zu rechtfertigen.
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      Bring me your fear, bring me your pain
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      - Les Friction, Dark Matter
    • Hier geht's ja hoch her.
      Ich glaube, die Ablehnung gegenüber "EDO" hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass man ziemlich häufig auf die Vorstellung stößt, das Elfen, Orks und Zwerge (und vielleicht auch noch Drachen) zwingend zu Fantasy gehören und alles, wo die nicht vorkommen, eigentlich gar keine ist, oder höchstens irgendein Nischenprodukt. Da finde ich es schade, dass die zahllosen anderen Möglichkeiten nicht oder nur extrem selten genutzt werden. Und leider hat man da auch öfter das Gefühl, das einfach was abgeschrieben wird, von Leuten, die hoffen, ihre Sachen so besser verkaufen zu können, ohne dass wirklich über die Themen nachgedacht wird, weil ja schon alles da ist. Genau das haben wohl auch diejenigen vor Augen, die EDO-Welten am Anfang der "Weltenbaukarriere" verorten. Natürlich geht da aber trotzdem auch viel mehr.

      Ich persönlich finde, dass man mit Elfen durchaus sehr viel machen kann, da gibt es ja auch zahlreiche unterschiedliche Traditionen und Variationsmöglichkeiten. Und mit elfischer Diversität jenseits von hell und dunkel neben menschlicher Diversität und den unterschiedlichen Interaktionen und kulturellen Vorstellungen gegenüber der eigenen und anderen Arten könnte man sicher auch viel Spannendes machen.
      Bei Orks wüsste ich jetzt nicht, wie man die auf eine für mich interessante Art und Weise verwenden könnte und mir persönlich gibt das Konzept auch überhaupt nichts. Eine absolut böse, aber irgendwie noch humanoide Rasse, die nicht nur bedenkenlos abgeschlachtet werden darf, sondern das zum Wohle der Guten sogar werden sollte, ist für mich ein hochproblematisches Konzept, auch wenn ich nicht davon ausgehe, dass Tolkien oder seine Nachahmer das wirklich so gemeint haben, wie man es verstehen kann.
      Wenn ich in Silaris Orks einbauen würde, an denen alle neuen Chemiewaffenentwicklungen der menschlichen Völker bedenkenlos ausprobiert werden können, würde das aber vielleicht doch den einen oder anderen mehr stören, als wenn Orks in der Mittelalterwelt mit dem Schwert geköpft werden. Wobei, wäre vielleicht eine Chance Silaris durch einen Aufreger in die Schlagzeilen zu bringen. :fluecht:
    • PBard schrieb:

      Das ist jetzt etwas, das mich WIRKLICH erstaunt hat, und ich würde da gerne eine Frage in die Runde stellen (die nebenbei weder anklagend, noch sarkastisch gemeint ist - ich verstehe es einfach wirklich nicht):

      Ist es tatsächlich so schwer vorstellbar, daß man auf Dauer einfach nur noch frustriert ist, wenn man sich alle paar Wochen für seine Welt "entschuldigen" muß?
      Naja, klassischer Fall von Privileg: Ich nehme das viel weniger wahr, weil es mich nicht betrifft. ;)

      Also ich werde jetzt auf jeden Fall mehr darauf achten, was ich zu dem Thema schreibe. Ich gehöre nämlich definitiv zu den Leuten, die massive Vorbehalte gegenüber gewissen Klischees (zu denen ich Elfen, Zwerge und Orks zähle) entwickelt haben, und hab da einiges zu tun, das zu hinterfragen.

      Ngiana hatte 2003 Elben (mit 'b') und Zwerge. Als ich etwas älter geworden war - so mit 15 - hab ich mich selber öfter gefragt: "WTF, warum hatte ich jemals Elben?" Der Witz ist nämlich: Ich war nie ein besonders großer Tolkien-Fan. Was immer mich bewogen hat, Elben in meine Welt zu packen, konnte ich ein paar Jahre später nicht mehr nachvollziehen.

      Bin ich also aus EDO herausgewachsen? Das ist eine verlockende einfache Erklärung, aber halt auch falsch. ;D Woraus ich herausgewachsen bin, war das wahllose Übernehmen von allen Ideen von überallher, selbst wenn ich selber gar nicht so viel damit anfangen konnte. 2004 war Ngiana ein Topf, wo ALLES hineinkam, ein Flickwerk, indem auch grundverschiedene Settings halt irgendwie auch noch in entlegene Ecken gepackt wurden.

      Verflixt, ich komme doch nicht darüber hinweg: Wenn ich Klappentexte von Fantasywerken anschaue (z.B. in der Bücherei) dann suche ich nach Anhaltspunkten, die das Buch für mich interessant machen - und wenn ich da von Elfen und Zwergen lese, dann lege ich das Buch meistens weg - es sei denn, es gibt irgendetwas anderes, das ganz deutlich erkennen lässt, dass es sich nicht um heroische Mittelalter-Fantasy der Tolkien-Schule handelt. (Darauf hab ich kein Bock...) Sprich: Wenn ich am Cover erkennen könnte, dass es EDO-Völker gibt, aber sagen wir mal der*die Protagonist*in eine Ogerfrau ist, oder ein Goblin (in einem Buch, dass nicht "die Goblins" heißt^^), oder halt irgendwas, das deutlich kein menschlicher verlorener Königssohn ist, dann lege ich es nicht weg.

      Bei Weltensachtexten ist das Tückische, dass es da vllt erstmal keine Protagonisten gibt. Daher scheint es (für mich) ungünstig, eine EDO-Welt-Vorstellung mit einer Liste der Völker zu beginnen. Nicht falsch verstehen, dass bezieht sich nicht auf dich PBard! Das gleiche habe ich auch mit Landkarten, die voll mit Klischees scheinen - ging mir ja neulich auf der GFF so mit der Weltkarte von Heinz Praßl, die ich ebenfalls etwas zu Unrecht gebasht hatte. Ich bin einfach kein Rollenspieler, daher denke ich nicht daran, dass es da total von Vorteil sein kann, wenn die Spieler sofort wissen "Ach ja, das hier ist quasi Griechenland".
      Wenn ich also zuerst die Klischees - oder vermeintlichen Klischees - sehe, dann sortiere ich es automatisch in eine Schublade und horche erst wieder auf, wenn etwas plötzlich diesem Bild total widerspricht und mich zwingt, die Schublade wieder zu öffnen. Am meisten interessiert mich an Welten aber, was die einzelnen Bastler*innen selbst noch mitbringen, ihre persönliche Perspektive. (Die herauszufinden, dauert aber sowieso länger als 1 Weltentext ;) )

      Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • Amanita schrieb:

      Ich glaube, die Ablehnung gegenüber "EDO" hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass man ziemlich häufig auf die Vorstellung stößt, das Elfen, Orks und Zwerge (und vielleicht auch noch Drachen) zwingend zu Fantasy gehören und alles, wo die nicht vorkommen, eigentlich gar keine ist, oder höchstens irgendein Nischenprodukt. Da finde ich es schade, dass die zahllosen anderen Möglichkeiten nicht oder nur extrem selten genutzt werden.
      Das ist wieder das Gegenstück, und genauso sinnlos und kontraproduktiv. Wobei ich das in dieser Form schon lange nicht mehr gehört habe (zum Glück!), und es inzwischen ja doch recht viele Welten gibt, die sich da kein Korsett aufzwingen lassen.

      Amanita schrieb:

      Bei Orks wüsste ich jetzt nicht, wie man die auf eine für mich interessante Art und Weise verwenden könnte und mir persönlich gibt das Konzept auch überhaupt nichts. Eine absolut böse, aber irgendwie noch humanoide Rasse, die nicht nur bedenkenlos abgeschlachtet werden darf, sondern das zum Wohle der Guten sogar werden sollte, ist für mich ein hochproblematisches Konzept, auch wenn ich nicht davon ausgehe, dass Tolkien oder seine Nachahmer das wirklich so gemeint haben, wie man es verstehen kann.
      Ich würd dir jetzt gerne meine Orks vorstellen ... :lol:
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      Bring me your fear, bring me your pain
      You will destroy in my name

      - Les Friction, Dark Matter
    • Ich werde mir deine Weltentexte bei Gelegenheit mal angucken. ;)

      PBard schrieb:

      Das ist wieder das Gegenstück, und genauso sinnlos und kontraproduktiv. Wobei ich das in dieser Form schon lange nicht mehr gehört habe (zum Glück!), und es inzwischen ja doch recht viele Welten gibt, die sich da kein Korsett aufzwingen lassen.
      Hier nicht, aber im Fantasy-Teil des NaNoWrimo-Forums hat man das noch öfter. Wobei man da auch gerne solche Fragen findet wie "Was soll ich tun, damit meine Elfen interessant werden?" Da denke ich mir dann wirklich, dass es schlauer wäre sich für etwas andere zu entscheiden, wenn einem selbst keine Antwort auf diese Frage einfällt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Amanita ()

    • Ich find's ja offen gesagt etwas albern, anderen Leuten vorzuschreiben, was nun "faule" oder aber "schlechte" Fantasy ist, sei's nun, weil man EDO-, Urban- oder SciFI- bzw. Science Fantasy-Kram bevorzugt. Das ist in erster Linie Geschmackssache, mehr nicht.
      Natürlich gehöre ich zu den Leuten, die Elfen, Zwerge, Trolle und Orc/ks inzwischen einfach nicht mehr sehen können, weil ich mich a) für diese Rassen null interessiere und b) diese Rassen in der Regel mit einem Mittelaltersetting daher kommen, worauf ich sowieso nicht gerade abfahre.
      Wäre aber doch arg vermessen, andere Autoren nun pauschal als "niedere Kreaturen" abzustempeln, nur weil ich damit nichts anfangen kann. Ich habe auch schon oft erlebt, wir mir Leute sagten, Urban-Fantasy hätte nichts mit Fantasy zu tun und wäre total unnütz, was in dem Genre zu schreiben, weil man ja eh schon in einer ähnlichen Welt lebt und sich das ja überhaupt nicht "lohnen" würde (und außerdem kämen ja keine Elfen vor).

      Ich meine, ich halte auch so Paranormal Romance-Bücher wie Twilight und Geschichten wie 50 Shades Of Grey für absoluten Schund, aus deren gefledderten Einzelteilen ich mir nichtmal ein Feuer zum wärmen machen würde, aus Angst, die aufsteigenden Dämpfe könnten mich in den Wahnsinn treiben. Jetzt haben sich die Bücher aber echt gut verkauft, also scheint es einen ganzen Haufen Leute zu geben, die das anders sehen als ich. Ich versteh' den Reiz hinter solchen Geschichten zwar nicht, aber wer bin ich, das zu verurteilen.
      Außerdem gehen mich die Beweggründe hinter den Geschmäckern anderer Leute auch gar nichts an.

      Disclaimer: Mit dem Twilight- und Shades-Beispiel möchte ich übrigens nicht sagen, dass EDO-Fantasy in meinen Augen qualitativ genau wie Twilight oder Shades ist. Nur für den Fall, dass das jetzt für irgendwen hier Salz auf die Wunde ist. ;)
      People who think they're adorable are almost always the most insufferable beings in the world.
    • Nimroth schrieb:

      Jetzt haben sich die Bücher aber echt gut verkauft, also scheint es einen ganzen Haufen Leute zu geben, die das anders sehen als ich.
      Erst einmal möchte ich einwerfen, dass das nicht unbedingt sein muss: Es kann auch sein, dass sich das viele wegen des Hypes kaufen, und den Kauf dann bereuen. Ich habe das auch per Hörensagen(TM) auch über die genannten Werke so gehört.

      Zum Thema:
      Falranda ist definitiv eine sogenannte EDO-Welt und das ist die Welt, die ich momentan am meisten bebastele. Und ich würde sagen, dass Falranda abseits des Themas den stärksten Inhalt hat. "Hochhäuser" besteht im Grunde nur aus einer coolen Idee und dem nötigsten, damit sie nicht sofort wieder auseinander fällt, aber sonst ist da nicht viel. Genau so sieht es bei der Spieluhr und YAV aus. Auf der anderen Seite ist Zantrel nur in soviel Detailreichtum zu bebasteln, dass es wahrscheinlich eine Lebenszeit dauern würde, bis ich etwas habe, was auch tatsächlich irgendwie einen Wiedererkennungswert hat – im Grunde ist es mehr Spielerei mit Mathematik und Interpretation als Weltenbasteln, aber für das Thema haben wir ja einen anderen Thread.

      Wie Jerron schon sagte: Mit Völkern hat das wenig zu tun. So lange ich meine Rassen/Völker einfach aus anderen Werken kopiert habe um sie dann irgendwie zusammenzuflicken, war Falranda eben hauptsächlich Standard-Fantasy (die ich nicht basteln will, ganz unabhängig davon, dass das kein Werturteil sein soll – Aventurien ist großartig).
      Das ist es jetzt nicht mehr. Die Mythologie kümmert sich um die Fragen, die in meiner Philosophie wichtig sind und entsprechend gestalte ich auch die Konflikte. Da ist kein Platz für Überlegungen von "gut" und "böse", da spielen die größte Rolle eher Ziele, Weltvorstellungen und Denkfehler.
      Und dafür bietet sich EDO an. Elfen sind prima geeignet, Extremismus darzustellen, egal in welcher Richtung. Zwerge sind ja geradezu geschaffen, um Konservativismus in allen seinen Ausprägungen darzustellen und mit technologischer Entwicklung in Kontrast zu stellen. Orks sind, wenn man sich umsieht, großartig, um sich mit Rassismus auseinanderzusetzen. Und Menschen sind prima für die Betrachtung der Sterblichkeit.

      Das ginge auch alles mit eigenen Völkern und halt auch nur mit Menschen. Bei ersterem ist halt die Frage, ob man diesen Aufwand betreiben möchte und ob man es vielleicht als Gefahr sieht, dass man ausversehen eines der EDO-Völker nachbastelt. Bei letzterem wird es schwieriger, extreme Abweichungen zu rechtfertigen.
      Weltraumschlangen! :fluecht:
    • Weltraumschlange schrieb:

      Und dafür bietet sich EDO an. Elfen sind prima geeignet, Extremismus darzustellen, egal in welcher Richtung. Zwerge sind ja geradezu geschaffen, um Konservativismus in allen seinen Ausprägungen darzustellen und mit technologischer Entwicklung in Kontrast zu stellen. Orks sind, wenn man sich umsieht, großartig, um sich mit Rassismus auseinanderzusetzen. Und Menschen sind prima für die Betrachtung der Sterblichkeit.
      Vielleicht habe ich eine Quelle der EDO-Ablehnung gefunden. Jeder sieht in den EDO-Rassen etwas anderes und nimmt erstmal eher nicht wahr, dass das nicht das ganze Potential ist.
      Ich habe letztens überlegt, welche laharischen Arten am ehesten Elfen, Zwerge und Orks wären (ich kam auf Ditay, Lazatha und Marcoova), aber gerade deine Themen liessen sich mit den drei überhaupt nicht darstellen. (Ditay sind überhaupt nicht extremistisch und werden weniger alt als die meisten anderen Arten, Lazatha sind überhaupt nicht konservativ. Wenigstens tummelt sich bei den Marcoova ein bisschen Rassismus.)
      Ich hatte deine Themen bisher überhaupt nicht als EDO-Themen auf dem Schirm.

      Ganz kurz: Bei EDO denkt man erstmal an den kleinsten gemeinsamen Nenner, und das ist ziemlich dünn.
      Don't diagnose and drive.

      Dieser Bastler hat sich freiwillig dazu verpflichtet, ab sofort je Woche einen wertvollen Bastelpost mehr zu verfassen als bisher. Er möchte damit das Forum zu mehr Aktivität anregen. Hilf ihm und mach einfach mit!
    • Hm, dieses Thema bringt mich ins Grübeln, denn ich habe einen sehr großen Anti-EDO-Bias. Ich versuche mal zu ergründen woher der stammt.
      Mein Problem ist, dass ich vielen populären Dingen skeptisch bis kritisch gegenüberstehe und deshalb einen sehr eigenen Geschmack entwickle. So gibt es Vieles was mir böse aufstößt, einfach weil ich es kitschig finde, so zum Beispiel Weihnachten, Superhelden und Mittelalterfantasy, insbesondere mit Drachen, Elfen und so weiter. Ich habe da nicht mehr Tiefe. Ich möchte einfach für mich interessante Welten, selbst wenn sie unausgegoren sind, dabei kann ich es mir leisten so ignorant zu sein, dass ich oberflächlich für mich uninteressante Welten direkt aussortiere. Die einzige Ausnahme davon bildet dieses Forum, in dem ich nahezu jeden Beitrag lesen, auch wenn es um eine EDO-Welt geht. Doch dies hat meinen Anti-EDO-Bias bisher kaum gemindert. Das kommt mir alles sehr irrational vor, doch es ist wirklich.
      Die Frage ist, was mache ich jetzt? Arbeite ich an meinem Geschmack und les mich in EDO rein? Nein, mir schmeckts nicht und ich habe keinen Bedarf am Geschmack zu arbeiten, da die Konsequenzen für mich und andere minimal sein dürften. Aber ich werde aufpassen, dass ich kein EDO-Gebashe betreibe, insbesondere um mich als kreativer darzustellen, denn hier sehe ich großes Schadenspotential.
      Danke für die Gedankennahrung und Aufklärung. :knuddel:
    • Was genau unterscheidet Bashing von dem bloßen äußern seiner Meinung zu einer bestimmten Sache? Bisher habe ich nur gelesen, dass irgendwer geschrieben hat "Ich finde EDO lahm."

      Oder allgemeiner: Wann und wie darf man denn seine Meinung zu bestimmten Ideen äußern, wenn sie negativ sind? Und wie unterscheidet sich diese erlaubte Form von dem, was hier im Forum bisher geschrieben wurde?
    • PBard schrieb:

      Dann glaub ich nicht, daß wir grad an denselben Thread denken. Das war erst vor knapp 2-3 Monaten, und es ging ausdrücklich um Standard-Völker/Rassen vs. Eigenkreationen.
      Hatte mir fest eingebildet, das wäre der Thread gewesen, aus dem ich weiter oben schon zitiert hab, aber in dem ging es am Ende ja nur noch um Immersion. :pfeif:
      Das war glaub schon der gemeinte Thread, das EDO-feindlichste da sind aber die uralt-Verlinkungen im Einstiegsbeitrag, um die es in den letzten Beiträgen nochmal geht. Mit Daseinsberechtigungen schmeiße ich da jedenfalls um mich, z.B. im Sinne des narrativen Aufwandes vs Nutzens. Ich weiß aber nicht, ob du meine späte Antwort dazu noch gelesen hattest.

      Eru schrieb:

      Gebrauch von Etabliertem, Genre-Konventionen #14
      "Welten mit Elfen sind scheiße und die Autoren dahinter einfach nur faul und unkreativ" - In meiner Welt gibt's auch Elfen, Zwerge und Trolle, insofern diffamier ich mich ja erstmal selbst ;D


      [...]

      bewußt mit der Vertrautheit zu arbeiten und mich darauf konzentrieren, wie ich entweder für mich oder für einen Konsumenten dieses Konzept interessant gestalten kann
      - Das klingt doch schön. Wobei ich da wieder bei den Kernthemen wäre, also auch was thematisch verfolgt werden soll und wo da die narrative Daseinsberechtigung für den Elf ist. (Also ISSO weil Autorenwunsch kann man auch als Daseinsberechtigung betrachten, die Unterteilung in innerweltlich, narrativ und außerweltlich zumindest nach #11 finde ich da trotzdem sinnvoller zum Arbeiten am Konzept)
      > Möchte in Fantasy-Ausrichtung an den Erfolg von Scientology anknüpfen.
    • Enligunon schrieb:

      Was genau unterscheidet Bashing von dem bloßen äußern seiner Meinung zu einer bestimmten Sache? Bisher habe ich nur gelesen, dass irgendwer geschrieben hat "Ich finde EDO lahm."

      Oder allgemeiner: Wann und wie darf man denn seine Meinung zu bestimmten Ideen äußern, wenn sie negativ sind? Und wie unterscheidet sich diese erlaubte Form von dem, was hier im Forum bisher geschrieben wurde?
      Welche Information gewinnt denn ein EDO-Bastler dadurch, dass jemand seine generelle Meinung über EDO sagt?

      Oder direkter: ich halte die Klasse "EDO" für nutzlos in der Kritik.

      Also um deine Frage zu beantworten: Kritik an der Form ist klar als subjektiv zu kennzeichnen und sollte konfrontative Sprache vollkommen vermeiden. Das betrifft im speziellen auch Kritik an EDO.
      Weltraumschlangen! :fluecht:
    • Jundurg schrieb:

      Ngiana hatte 2003 Elben (mit 'b') und Zwerge. Als ich etwas älter geworden war - so mit 15 - hab ich mich selber öfter gefragt: "WTF, warum hatte ich jemals Elben?" Der Witz ist nämlich: Ich war nie ein besonders großer Tolkien-Fan. Was immer mich bewogen hat, Elben in meine Welt zu packen, konnte ich ein paar Jahre später nicht mehr nachvollziehen.

      Bin ich also aus EDO herausgewachsen? Das ist eine verlockende einfache Erklärung, aber halt auch falsch. ;D Woraus ich herausgewachsen bin, war das wahllose Übernehmen von allen Ideen von überallher, selbst wenn ich selber gar nicht so viel damit anfangen konnte. 2004 war Ngiana ein Topf, wo ALLES hineinkam, ein Flickwerk, indem auch grundverschiedene Settings halt irgendwie auch noch in entlegene Ecken gepackt wurden.
      Huch, sorry... den Eintrag hab ich komplett verschnupft, wie es scheint ... :o

      Jup, wahlloses Übernehmen seh ich auch als Problem. Nicht aus Empfängersicht (auch Herr der Armreife, die Geschichte von Dofro dem Vierteling hätte an und für sich eine Existenzberechtigung, wenn auch nur ein einziger Leser daran Freude hat), sondern aus Bastlersicht.

      Aber vermutlich wird man als Bastler nicht ewig glücklich damit sein können, nur wahlloses Zusammenstöpseln zu betreiben. Aber auch da: Wenn's einem Spaß macht, dann erkenn ich demjenigen deswegen doch nicht die weltenbastlerische Reife und seiner Welt nicht den Wert ab.

      Jundurg schrieb:

      Wenn ich am Cover erkennen könnte, dass es EDO-Völker gibt, aber sagen wir mal der*die Protagonist*in eine Ogerfrau ist, oder ein Goblin (in einem Buch, dass nicht "die Goblins" heißt^^), oder halt irgendwas, das deutlich kein menschlicher verlorener Königssohn ist, dann lege ich es nicht weg.

      Also, ich hätte Gelkriin und Nicnaabri anzubieten, die jeweils die Protagonisten ihrer Geschichte sind. Und dann noch Bhikbri, den man in meinem Platformer steuert. Und vielleicht zählt noch Tizimamik - die ist zwar nicht Protagonist, aber wischt mit den beiden Protagonisten regelmäßig den Boden auf, wenn sie die Rechte ihres Volkes bedroht sieht. :lol:

      (Der zukünftige König von Gaetlewyn würde dich hingegen nicht glücklich machen - aber das ist einfach ein Klischee, das zu verhackstückeln ich einfach nicht lassen KONNTE! *hrhrhr*)


      Nimroth schrieb:

      Ich habe auch schon oft erlebt, wir mir Leute sagten, Urban-Fantasy hätte nichts mit Fantasy zu tun und wäre total unnütz, was in dem Genre zu schreiben, weil man ja eh schon in einer ähnlichen Welt lebt und sich das ja überhaupt nicht "lohnen" würde (und außerdem kämen ja keine Elfen vor).

      Joah, das ist wie gesagt genauso ausgemachter Schwachsinn!

      Btw, passend zum Thema "Schade, wenn du dem Teil keine Chance gibst, verpaßt du vielleicht etwas" - gerade die angesprochene Urban Fantasy / Paranormal Romance Kiste ist etwas, das mich nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen anspricht.

      Aber wenn ich einfach partou gesagt hätte: Nö, so einen Mist tu ich mir garnicht erst an, dann wäre mir die Pax Arcana-Reihe durch die Lappen gegangen, und dabei vergöttere ich Elliott James' Schreibstil!

      (Ob man den Sachen jetzt eine Chance gibt, bleibt aber jedem selbst überlassen - nicht jeder muß Urban Fantasy mögen, ebenso wie niemand EDO mögen muß - es geht rein nur darum, daß man halt einfach beides nicht schlechtreden muß, nur weil man es nicht mag.)

      Tö. schrieb:

      Die Frage ist, was mache ich jetzt? Arbeite ich an meinem Geschmack und les mich in EDO rein? Nein, mir schmeckts nicht und ich habe keinen Bedarf am Geschmack zu arbeiten, da die Konsequenzen für mich und andere minimal sein dürften. Aber ich werde aufpassen, dass ich kein EDO-Gebashe betreibe, insbesondere um mich als kreativer darzustellen, denn hier sehe ich großes Schadenspotential.
      Danke für die Gedankennahrung und Aufklärung. :knuddel:

      Ich könnte mich zumindest nicht erinnern, jemals etwas in die Richtung von dir gelesen zu haben. :knuddel:

      *deutet einen Absatz weiter hoch*

      Und was du magst / nicht magst ist ja deine Sache, das ist ja absolut nicht verwerflich!

      Enligunon schrieb:

      Was genau unterscheidet Bashing von dem bloßen äußern seiner Meinung zu einer bestimmten Sache? Bisher habe ich nur gelesen, dass irgendwer geschrieben hat "Ich finde EDO lahm."

      Oder allgemeiner: Wann und wie darf man denn seine Meinung zu bestimmten Ideen äußern, wenn sie negativ sind? Und wie unterscheidet sich diese erlaubte Form von dem, was hier im Forum bisher geschrieben wurde?

      Also, erst einmal darfst du alles, was das Moderatorenteam dir durchgehen läßt. Und da dieses EDO-Bashing nicht als Problem sieht: Have at it, Hoss! :lol:

      Die Frage ist halt, ob man nun scharf darauf ist, mit solchen Aussagen regelmäßig den betroffenen Leuten verbal einen Tritt in die Leistengegend zu verpassen.

      Die einfachste Orientierungshilfe ist es, wenn man statt EDO etwas einsetzt, das einem selbst am Herzen liegt und womit man einen großen Teil seiner freien Zeit verbringt. Das kann ein Hobby sein, der Lebenspartner oder auch ein Gegenstand wie das geliebte Auto.

      Und dann stellt man sich drei Fragen (hier mal am Beispiel "Weltenbasteln" generell):

      1) Wär ich glücklich, wenn jemand schreibt "Weltenbasteln ist lahm - als Kind hab ich das auch getan, aber ich bin dieser Dummheit entwachsen"? Was, wenn ich diesen Satz nicht nur einmal, sondern immer und immer wieder lesen muß, am Besten noch von Leuten, deren Meinung mir eigentlich sogar etwas bedeutet?

      2) Trage ich mit "Weltenbasteln ist lahm - als Kind hab ich das auch getan, aber ich bin dieser Dummheit entwachsen" überhaupt zum aktuellen Thema bei, oder will ich einfach nur meine Meinung unter die Leute bringen? Noch schlimmer: Schreib ich das vielleicht nur, um meine eigene Überlegenheit gegenüber den kindischen Weltenbastlern zu demonstrieren?

      3) Was würde es mir bringen, wenn jemand zu mir sagt "Weltenbasteln ist lahm - als Kind hab ich das auch getan, aber ich bin dieser Dummheit entwachsen"? Kann ich daraus einen konstruktiven Veränderungsprozeß ableiten? Würde ich aufgrund dieser Aussage etwas an meiner Vorgehensweise ändern/verbessern?

      Wenn eine der Antworten darauf "Nein" ist, kann ich mir ja überlegen, ob es die anderen beiden wert sind, trotzdem zu schreiben (Nein-Ja-Ja zB ist der typische Fall von konstruktiver Kritik, also eigentlich etwas Positives, wenn der Empfänger solche wünscht).

      Sind hingegen zwei oder gar alle drei Antworten darauf "Nein", dann würde ich den Satz runterschlucken und mich stattdessen einem anderen Thema widmen, denn dann ist die Aussage mit hoher Wahrscheinlichkeit Bashing und ganz sicher nicht konstruktiv.

      Btw, ich trete oft genug selbst in die Falle und mach ganz nebenbei Bemerkungen, die eigentlich nicht böse gemeint sind, aber sehr abwertend aufgenommen werden. Aber dann muß ich damit leben, daß sich jemand auf den Schlips getreten fühlt - und mich gegebenenfalls entschuldigen, statt zwanzig Rechtfertigungen zu finden, warum sich der andere eine dickere Haut wachsen lassen sollte.

      Yagomar hat das IMHO super gelöst (ganz im Gegensatz zu mir, sorry).

      Eru schrieb:

      Das war glaub schon der gemeinte Thread, das EDO-feindlichste da sind aber die uralt-Verlinkungen im Einstiegsbeitrag, um die es in den letzten Beiträgen nochmal geht. Mit Daseinsberechtigungen schmeiße ich da jedenfalls um mich, z.B. im Sinne des narrativen Aufwandes vs Nutzens. Ich weiß aber nicht, ob du meine späte Antwort dazu noch gelesen hattest.
      Also, zumindest beim Überfliegen hätte ich jetzt nicht die "Evolutionstheorien" gefunden, die da abgehandelt wurden - was mich wundert, ich war eigentlich fest der Meinung, das wär in dem Thread gewesen... *hebt hilflos die Schultern*

      Den alten Thread hab ich da jetzt nicht dazugezählt - was ich von dem halte hab ich ja schon mal an anderer Stelle sehr deutlich festgestellt. :lol:

      (Die Stelle find ich aber auch nicht mehr ... entweder da ist etwas verloren gegangen, oder ich bin einfach nur blind.)


      Also, ich fand "Ich bashe mich damit ja selbst" jetzt nicht unbedingt beruhigend - wenn jetzt sogar schon andere EDO-Bastler nachtreten! :lol:

      Aber, jup, hab ich gelesen - konnte dem zweiten Teil auch nicht widersprechen.



      [Edith, o meine Edith!] Weltraumschlange war wesentlich schneller und präziser ... :lol:

      *haßt Tippen auf dem Handy*
      Bring me your soul, bring me your hate
      In my name you will create
      Bring me your fear, bring me your pain
      You will destroy in my name

      - Les Friction, Dark Matter

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von PBard ()

    • PBard schrieb:

      Btw, passend zum Thema "Schade, wenn du dem Teil keine Chance gibst, verpaßt du vielleicht etwas" - gerade die angesprochene Urban Fantasy / Paranormal Romance Kiste ist etwas, das mich nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen anspricht.

      Aber wenn ich einfach partou gesagt hätte: Nö, so einen Mist tu ich mir garnicht erst an, dann wäre mir die Pax Arcana-Reihe durch die Lappen gegangen, und dabei vergöttere ich Elliott James' Schreibstil!
      Ich persönlich finde ja großen Gefallen an The Witcher, kann aber nicht genau sagen, was es ist. Jemand meinte mal, dass es gewiss an der Gewalt in den Spielen läge, aber nach der Theorie müsste ich auch Game of Thrones abgöttisch lieben - was ich aber nicht tue. Ich bin als Cyberpunk-Liebhaber halt einfach nicht die angepeilte Zielgruppe für solche Sachen, fertig isses.
      Es wird immer Leute geben, die sich selbst viel zu wichtig nehmen und es einfach nicht begreifen können, dass andere Leute doch tatsächlich anders funktionieren als sie und dementsprechend auch andere Unterhaltung in unterschiedlichen Settings bevorzugen. Das sind dann immer die, die sich möglichst pompös und erhaben über den Geschmack anderer erheben müssen und gleichzeitig die "Dummköpfe" um sich herum erniedrigen, damit ihr Weltbild bloß nicht wackelt, aber ganz ehrlich? Solche selbstgefälligen Leute solltest du geistig wegfiltern, jede Rauhfasertapete trägt mehr Diskussionswille in sich und man kann seine Zeit wesentlich besser verbringen, als sich wegen so was zu ärgern.
      Du solltest aber trotzdem aufpassen, keine Leute zu erwischen, die einfach nur eine unbedachte Äußerung losgelassen haben und vor allem nichr sofort überall Feinde zu sehen, auch wenn ich nachvollziehen kann, wie frustrierend das auf Dauer sein kann. Diese pauschalen Rundum-Tritte gegen sämtliche Kniescheiben im Erstpost fand ich nämlich nich' so dolle. ;) Aber nun isses ja auch egal. :)

      Btw, bezüglich Urban Fantasy muss ich ja zugeben, dass ich da teils extremere Abneigungen als bei Mittelalter-Settings habe und zwar immer dann, sobald die Existenz von Vampiren auch nur irgendwie angedeutet wird. Da habe ich im Lauf der Zeit einfach zu viele Geschichten in der Hand gehabt, die mir einfach nicht gefallen haben und wodurch mir inzwischen einfach nur noch der Nacken gefriert, aber zum Glück kann man anderen Leuten nicht vorschreiben, mit welchen Geschichten sie sich zu unterhalten haben. ;)

      PBard schrieb:

      (Ob man den Sachen jetzt eine Chance gibt, bleibt aber jedem selbst überlassen - nicht jeder muß Urban Fantasy mögen, ebenso wie niemand EDO mögen muß - es geht rein nur darum, daß man halt einfach beides nicht schlechtreden muß, nur weil man es nicht mag.)
      Apropos, falls du's mal brauchen solltest: Bei Bedarf kann ich mir dein Zeug durchaus mal durchlesen und gegebenenfalls 'ne rein objektive Rückmeldung geben. Mir fällt nun wirklich nicht bei allem was brauchbares ein (und das solltest du dir auch nicht nah gehen lassen, ein Schweigen von mir hat nichts mit Abwertung zu tun), aber hin und wieder als so eine Art persönliches Versuchskarnickel sollte es reichen.
      People who think they're adorable are almost always the most insufferable beings in the world.
    • Enligunon schrieb:

      Was genau unterscheidet Bashing von dem bloßen äußern seiner Meinung zu einer bestimmten Sache? Bisher habe ich nur gelesen, dass irgendwer geschrieben hat "Ich finde EDO lahm."
      Viele Sachen kann man so formulieren, dass man dies auch nur als seine Meinung kundtut. Problem an der Sache ist, dass es auch Leute gibt, die Sachen in Aussagen hineininterpretieren, die man so gar nicht gesagt hat. Solange man da aber ruhig rangeht und die kritik zielführend ist, ist das kein Problem. Also - ich denke, in einem allgemeinen Thread zu sagen: "Ich mag das nicht so, habe es aber als inspirationsquelle genommen und jetzt das und das" finde ich persönlich vernünftig und vielleicht zielführend. In einer Weltvorstellung aber zu sagen"Deine Elfen sind lanfweilig, bastel lieber eigene Völker" wäre nicht zielführend. Ich denke, auf den Kontext kommt es halt an.

      Weltraumschlange schrieb:

      Oder direkter: ich halte die Klasse "EDO" für nutzlos in der Kritik.
      Ich kannte bis vor kurzem diese Abkürzung gar nicht, was schon was zu sagen hat. Trotzdem finde ich sind Welten mit Zwergen und Elfen immer schwer belastet. Das persönlich erleichtert vielleicht den Einstieg, aber ich habe kaum eine Welt gesehen, die wirklich hervorsticht - als Welt. Oft sogar im Gegenteil. Da sind die Welten fad. Da macht es das auch nicht besser, wenn die Elfen umbenannt wurden. Klar, auch ich finde einige Aspekte ziemlich cool. Zum Beispiel die Idee des älteren Elfenvolks als überlegenes Volk, oder das Konzept der Goldschürfenden Zwerge, die als Verteidigungsbastion sind. Oder die Aufsplittung der Elfen (warum nicht mal Waldmenschen und Eismenschen?) in verschiedene Völker. Unterschiedliche magische Bewanderung. Aber ich bin davon für mich dann soweit weggegrückt und habe mich er Elemente bedient, die ich interessant finde. Dies war dann für mich die gelungenere Methode. Und wenn jemand neue Völker basteln will - gerne bitte, wenn jemand nur eine Zwergegesellschaft basteln will - auch bitte, gerne. Jeder nach seiner Facon - da ist dann auch gar keine Genrediskussion nötig (kann man EDO schon als separates Fantasygenre bezeicnen? - dann ist das ja eine "Ist das Kunst oder kann das weg"Frage ; ) )

      ​​
      Wo ein Waldgott steht wächst grünes Gras,
      wo ein Waldgott ruht, sprießen Wälder,
      wo ein Waldgott weint, entstehen Sümpfe,
      wo ein Waldgott blutet, ist das Land geheiligt
      und wo ein Waldgott stirbt, wird leben sein.​