EDO-Welten (von den Völkerstammbäumen abgetrennt)

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    • Nimroth schrieb:

      Apropos, falls du's mal brauchen solltest: Bei Bedarf kann ich mir dein Zeug durchaus mal durchlesen und gegebenenfalls 'ne rein objektive Rückmeldung geben. Mir fällt nun wirklich nicht bei allem was brauchbares ein (und das solltest du dir auch nicht nah gehen lassen, ein Schweigen von mir hat nichts mit Abwertung zu tun), aber hin und wieder als so eine Art persönliches Versuchskarnickel sollte es reichen.
      Wie gesagt, ich würde niemanden dazu zwingen, EDO zu lesen, wenn einfach das Interesse dazu fehlt. Ich würd mich ja auch nicht dazu zwingen lassen, eine Highlander-Romanze zu lesen (obwohl... da gab's mal ein Buch, wo die Protagonistin sich in einen highlandischen Werwolf verguckt hat und... äh... *hust* :lol: ).

      Aber interessant fänd ich es natürlich schon, wie sich die Welt für jemanden "anfühlt", der EDO eigentlich nicht viel abgewinnen kann. Wobei ein nicht geringer Anteil der Weltentexte mehr oder weniger Erklärungen dafür sind, wie es zu den typischen Klischees kommen konnte, und wie falsch diese dann meist sind.

      [Bhrin Maethairh] Tod, Bestattungen und Jenseits beschäftigt sich im ersten Post zB mit der weltbewegenden ( :lol: ) Frage, warum in Goblin-Dörfern überall Knochen und Totenschädel herumhängen, und warum die Goblins sich mit solchen auch selbst schmücken.

      Bei dem Text würde mich auch prinzipiell interessieren, warum er gar so unbeliebt ist. Sind die Texte zu langweilig geschrieben, ist das Thema zu unangenehm, ist die Denkweise der Goblins zu fremdartig, oder will schlicht niemand etwas über Goblins lesen, weil diese von den typischen EDO-Völkern einfach im Allgemeinen immer die Langweiligsten und am Schlechtesten ausgearbeiteten sind?

      Vyserhad schrieb:

      Trotzdem finde ich sind Welten mit Zwergen und Elfen immer schwer belastet. Das persönlich erleichtert vielleicht den Einstieg, aber ich habe kaum eine Welt gesehen, die wirklich hervorsticht - als Welt. Oft sogar im Gegenteil. Da sind die Welten fad.
      Um hervorstechen zu können, müßte eine Welt aber auch erst einmal überhaupt die Gelegenheit bekommen, sich präsentieren zu dürfen. Offenbar schrecken schon die bloßen Erwähnungen der Völkernamen aber viele hier bereits vom Lesen der Texte ab, was ich persönlich schade finde. Vielleicht würde der ein oder andere sogar etwas Interessantes finden, wenn er die entsprechende Welt nicht gleich pauschal als EDO-Mist ablehnt.

      Bei Bhrin selbst ergibt sich für mich schon eine gewisse Ironie daraus - die Geschichten im Speziellen, aber auch die Welt als Ganzes baut vor allem auf der Verarbeitung von Vorurteilen und Mißverständnissen auf. Daß dann ausgerechnet EDO-Vorurteile und das Mißverständnis, meine Welt wäre nur eine unausgegorene Tolkien-Kopie, die Leute vom Lesen der Texte abhält... keine Ahnung, ob ich jetzt lachen oder weinen soll. :lol:

      Aber wie gesagt, darum geht es auch nicht wirklich. Die Meisten hier halten sich ja auch dran, daß sie die Texte dann einfach nicht lesen, was auch ihr gutes Recht ist. Das finde ich nicht nur okay, sondern auch gut so. Wie heißt's so schön in der Weltmetropole Wien: Guster und Ohrfeigen sind zum Glück verschieden.

      Vyserhad schrieb:

      (kann man EDO schon als separates Fantasygenre bezeicnen? - dann ist das ja eine "Ist das Kunst oder kann das weg"Frage ; ) )
      Die Frage läßt sich wie so ziemlich jeder Versuch, Fantasy und seine Bestandteile begrifflich zu definieren, beantworten mit einem klaren:

      JEIN... vielleicht... keine Ahnung! :lol:

      Früher war EDO einfach nur eins der Kriterien für High Fantasy - heut gibt's genügend High Fantasy ohne EDO und genügend EDO ohne High Fantasy, daß da (mal wieder) alles irgendwie schwammig ist.

      Ich würde sagen, nachdem erstens die Nische groß genug ist, und zweitens die Abgrenzung zu Nicht-EDO für Fantasy-Verhältnisse recht gut definierbar ist: Jo, ich würd's schon als eigenes Sub-Genre sehen.

      Was dann jemand aus der Abgrenzung macht, kann sich natürlich um Welten (see what I did there?) unterscheiden, aber das tut es bei anderen Sub-Genres je auch. Die Heartstrikers Trilogie hat zB so gut wie garnichts mit Twilight und Co zu tun, trotzdem zählen alle zu Urban Fantasy.
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    • Also ich les' mich eigentlich durch alle Welten durch. Klar hat man nicht Aufmerksamkeit für alle und hat seine präferierten Settings, aber mir ist auch der Begriff Edo vollkommen neu. Jetzt allein deswegen zu einer Welt Nö zu sagen, würde ich nicht tun. Was für mich eine Welt lesenswert macht, sind Detail und die Geschichten daherum. Wenn mich das fesselt, ist mir sogar das Setting egal letztlich. Das widerspricht sich nicht, es ist halt prä-entscheidend manchmal, aber nicht immer leitend.

      Ich sag nur: Mach was du willst. Es ist ja deine Welt :)
      "Sel'ana... Wir werden bestehen." - Arinai Shuir del'Julinya
    • Ah, ich erinner mich, was du mit "Evolutionstheorien" meinst! Da gabs irgendwie die These, dass Weltenbauer mit einer 0815-Welt anfangen und dann mehr in Richtung Eigenkreation abwandern, wogegen du geantwortet hast, dass es in der Evolution deiner Weltenprojekte mit dem Eigensetting vs. EDO-Setting eben andersrum war. Naja, q.e.d., dass Qualitätsanstieg eben nicht zwangsläufig mit einem Weg von EDO korreliert.

      PBard schrieb:

      Wobei ein nicht geringer Anteil der Weltentexte mehr oder weniger Erklärungen dafür sind, wie es zu den typischen Klischees kommen konnte, und wie falsch diese dann meist sind.
      Das ist eine spannende Beobachtung, und mir z.B. auch aus dem ersten Witcher noch bekannt.

      Für mich klingt das, als wäre in dieser Art der Weltpräsentation Humor verpackt, also einfach bereits durch Aufgreifen und Veränderung des Bekannten (Rotkäppchen aber in blau/Oger als Held). Ansonsten klingt die Situation nach einer Art Belehrung, in der einer Figur und damit dem Leser das Vorurteil genommen wird. Vermutlich hast du da aber auch andere Mittel.

      Soweit mein Eindruck. In meiner ED-Welt (ohne O) versuch ich nicht am Bekannten zu erklären, sondern irgendwie blumig vom Eindruck aus, den man ohne Klischeekenntnis so bekommt. Wobei ich die in einigen Fällen vermutlich eher bestätige oder auf die Spitze treibe, anstatt sie zu widerlegen (wenn das Volk der Sphingen den Beinamen "Würger" bekommt), und in anderen Fällen eben auch nicht als Gegenkontrast aufgreife, weils ganz woanders hin geht.
      Also benutze ich genauso die bekannte Ästhetik mit den bekannten Bezeichnungen, greife unser Klischeewissen aber nicht auf, weil es den Bevölkerungen der Welt auch nicht bekannt ist. Wenn dann aber z.B. eine oberflächliche Nixenaristokratie irgendwie an Arielle erinnert, ist das durch neu geknüpfte Nähe zur Vorlage aber wieder eine Lesererkenntnis, also wohl auch eine Art Humor.

      Irgendwann hatte ich den Gedanken, dass alle möglichen bekannten Figuren/Situationen auch in der Eigenwelt spielen könnten, davon bin ich dann aber weggekommen. Anstatt alles sein zu wollen sollte sich die Welt eher selbst finden. Würde ich jetzt aber auch keiner anderen EDO-Welt direkt unterstellen alles abdecken zu wollen.
      > Möchte in Fantasy-Ausrichtung an den Erfolg von Scientology anknüpfen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Eru ()

    • Eru schrieb:

      Naja, q.e.d., dass Qualitätsanstieg eben nicht zwangsläufig mit einem Weg von EDO korreliert.
      Jup, das war ja auch der Punkt bei dem fiktiven Beispiel oben mit HdR-Kopie vs. abstrakte Welt - aus irgend einem Grund wird hier der Trugschluß gezogen, die Qualität der neuen Welt hänge mit dem Entfernen von EDO zusammen, obwohl diese in der Entwicklung des Bastlers offenbar die geringfügigste Veränderung war.

      Ich behaupte sogar, daß einige Bastler im Laufe ihrer Entwicklung von EDO weggehen, nicht weil es ein notwendiger Schritt wäre, sondern gerade weil EDO hier als so kindlich und langweilig dargestellt wird. Das Konzept ist ja nicht neu, wie viele junge Erwachsene sagen sich von angeblich kindlichen Dingen los, obwohl sie ihnen Spaß machen, nur um als erwachsen wahrgenommen zu werden?

      Daß dann entsprechend solche Bastler jenseits von EDO reifere und interessantere Welten schaffen, ist eine selbsterfüllende Prophezeiung - NATÜRLICH sind die späteren Welten reifer und interessanter, aber das wären sie auch gewesen, wenn der Bastler am EDO festgehalten hätte.



      Was mich aber jenseits des Themas Bashing inzwischen tatsächlich interessieren würde: Jetzt waren doch schon einige Wortmeldungen hier drunter ala "Bisher ist mir auch keine interessante EDO-Welt untergekommen". Reden wir da von Romanwelten, oder von Welten anderer Bastler?

      Romanwelten: Da fände ich es unfair, EDO-Bastler über einen Kamm zu scheren mit Autoren, die vermutlich nie den Anspruch an sich selbst gestellt haben, eine interessante Welt zu erschaffen. Eine langweilige Hintergrundwelt kann einem Roman zwar schaden, eine schön ausgearbeitete, interssante Welt ist aber keineswegs Voraussetzung für einen guten Roman.


      Weltenbastler: Allzu viele EDO-Bastler scheint es ja nicht mehr zu geben (und wenn dieses zyklisch wiederkehrende Aufploppen von Gebashe nicht nur eine kurzzeitige Erscheinung ist, dann versteh ich auch warum). Aber wenn unsere Welten tatsächlich kollektiv langweilig sind, warum dann nicht (konstruktive) Kritik abgeben?

      Was ödet euch an Bhrin so an? Warum ist Elbenpfad in euren Augen langweilig? Wieso kann Falranda diesem Trend nichts entgegensetzen? Wieso ist der Eindruck von ED(O :lol: ) nach dem Lesen der Hexenlande Texte noch immer so schlecht wie vorher? Wieso hat "Noch keine EDO-Welt bisher das Gegenteil bewiesen", wenn es hier im Forum doch einige gibt, die das durchaus versuchen?



      Irgendeinen Grund muß es doch haben - ich weigere mich zu glauben, daß zB Das Ritual des Göttermondes nur deswegen lesenswerter war als meine Texte hier im Forum, weil ich dort das Wort "Ork" weggelassen hab. Sind die Shugh-Karashur Clans plötzlich langweiliger, weil sie Orks sind? Ist Shughkoshs Geschichte bedeutungsloser, nur weil es eine Ork-Legende ist? Wäre das Ganze wesentlich zugänglicher, wenn die Clans ein Menschenvolk wären, oder lilahäutige Schmorks?

      Wenn ja, dann kann ich tatsächlich nichts anderes tun, als das zu akzeptieren und meine Texte eben wieder für mich zu behalten. Das ist nicht weiter schlimm, ich hab jahrelang hier nur mitgelesen, auch wenn zB Kikis Kritik zu den Waldelfen unbezahlbar war. Aber gegen rein emotional bedingte Vorurteile kann ich halt nicht viel machen, gerade weil ich niemanden zwingen würde etwas zu lesen, das derjenige von vornherein langweilig findet.

      Wenn nein, dann wäre es für mich durchaus interessant herauszufinden, warum die Texte im Forum stinklangweilig sind, nichts Neues einbringen und den Eindruck vermitteln, daß sie nur billige Kopien anderer Welten sind. Ich nehme mir für diese Texte nicht weniger Zeit als für einen WBO-Beitrag, meist sind diese sogar besser durchdacht und über Monate/Jahre hinweg entstanden.

      Eru schrieb:

      Für mich klingt das, als wäre in dieser Art der Weltpräsentation Humor verpackt, also einfach bereits durch Aufgreifen und Veränderung des Bekannten (Rotkäppchen aber in blau/Oger als Held).
      Eher nicht, zumindest nicht bewußt. Humor bring ich wenn dann eher über den Tonfall der POV Charaktere ein (Ilses Sarkasmus, Azrys meist unbewußter trockener Humor, Gelkriins naive Sicht der Dinge), oder über die Eigenheiten einzelner Charaktere. Da die Weltenpräsentation durch tatsächliche Weltentexte passiert, trifft das dort genauso zu wie in den Geschichten selbst.

      Sapkowski ist da wieder ein schönes Beispiel. Seine Version von Schneewittchen widerspricht dem Original in allen vitalen Punkten - lachen konnte ich dabei aber keineswegs. Ich hoffe, daß auch kaum jemand bei der Erkenntnis Lust zum Lachen empfindet, daß "Heldengruppen" auf Goblinjagd in Wirklichkeit ein friedliebendes, indigenes Volk abschlachten.

      Die Spells, Swords and Stealth Serie von Drew Hayes ist da ein wesentlich besseres Beispiel, wie aus dem Verkehren der Klischees Humor entstehen kann. Den Büchern mangelt es keineswegs an Ernsthaftigkeit - im Gegensatz zu den vielen RPG-Verarschungen, die NUR auf die Klischees aufbauen, erzählen die Bücher tatsächlich interessante Geschichten mit liebenswerten, mehrdimensionalen Charakteren. Aber da wird das Aufbrechen des Bekannten tatsächlich als Ausgangspunkt des Humors genommen.

      Eru schrieb:

      Ansonsten klingt die Situation nach einer Art Belehrung, in der einer Figur und damit dem Leser das Vorurteil genommen wird.
      Manchmal. Aus Ilses Sicht geschriebene Texte haben durchaus mal diesen leicht erhobenen Zeigefinger, aber meistens schreibt sie einfach nur, wie die Dinge sind. Bei dem oben verlinkten Schädelbrauch der Goblins zB wirft sie nur kurz ein, daß dieser "keineswegs dem Zweck der Abschreckung" dient, konzentriert sich sonst aber einfach auf die Wiedergabe der Bräuche und der zugrundeliegenden Gedanken.

      In den Geschichten selbst wird das meiste entweder einfach über POV gemacht (Goblins, Sandelfen, fanatisch religiöse Dunkelelfpriesterinnen und neuerdings auch zwei Orks als Protagonisten - die eben ganz selbstverständlich über das tatsächliche Wesen ihrer Kulturen schreiben), oder über das Entdecken der Wahrheit durch diese Protagonisten.

      Gelkriin lernt die vormals verhaßten Orks als vielschichtige Hochkultur kennen und schätzen und erkennt im Laufe der Zeit an, daß auch die Menschen nicht anderes sind als großgewachsene, häßliche Goblins. Ilse lebt eine Zeit lang unter Goblins, Dunkelelfen, Drachen und Co, und kann danach deren Kultur von einem anderen Standpunkt aus beschreiben. Azry sieht die Welt aus der eher pragmatischen Sichtweise einer berechnenden Soziopathin, gibt sie also zumeist sehr realistisch wieder.

      Eru schrieb:

      Also benutze ich genauso die bekannte Ästhetik mit den bekannten Bezeichnungen, greife unser 'Klischeewissen' aber nicht auf, weil es den Bevölkerungen der Welt auch nicht bekannt ist. Wenn dann aber z.B. eine oberflächliche Nixenaristokratie irgendwie an Arielle erinnert, ist das durch neu geknüpfte Nähe zur Vorlage aber wieder eine Lesererkenntnis, also wohl auch ein Funken Humor.
      Das find ich auch eine sehr interessante Herangehensweise!

      Ich halt es bei Bhrin anders, ich gehe im ersten Schritt einmal davon aus, daß die Klischees in der Welt selbst als "Tatsachen" gesehen werden. Jeder "weiß" auf Bhrin, daß Orks grobschlächtige, agressive Haudraufs mit der Intelligenz einer Türklinke sind. So wie das eben die Leute in einer typischen Klischee-Welt auch wissen.

      Von dort aus geh ich der Frage auf den Grund: WARUM glauben die Leute das zu wissen? Weil die Orks eine Gesellschaft bilden, die einen starken Fokus auf Stärke und Ehre legen. Weil selbst der einfachste Tischler nebenher seinen Körper trainiert und auf Zuruf seines Kriegsherren in den Kampf zieht. Weil die Orks diese Klischees teils bewußt schüren, um mit der dadurch entstehenden Angst der Bedrohung durch die zahlenmäßig überlegenen Menschen und Zwerge entgegen zu wirken.

      Und der wichtigste Teil ist dann: Wie sieht es wirklich aus? Daß die Orks tatsächlich eine Hochkultur bilden, daß bei vielen Orks das Ehrgefühl weit höher steht als die Kampfeslust (und beides unter Umständen überhaupt nur gelebt wird, um nicht als Außenseiter zu gelten), daß sie genauso individuelle Persönlichkeiten aufweisen wie alle anderen Völker, daß sie hervorragende Wissenschaftler und Handwerker hervorbringen (die legendären "Zwergenartefakte" aus den noch viel legendäreren "Zwergenschmieden" werden zB in Wirklichkeit von Orks hergestellt), usw, usw.
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    • PBard schrieb:

      Jetzt waren doch schon einige Wortmeldungen hier drunter ala "Bisher ist mir auch keine interessante EDO-Welt untergekommen".
      Also mir ist schon die ein oder andere untergekommen, allen voran Pollis ED-(ohne O)-Welt Sapphiria - gerade auch, weil ich das zwergische Raumfahrtprogramm so mag.
      Don't diagnose and drive.

      Dieser Bastler hat sich freiwillig dazu verpflichtet, ab sofort je Woche einen wertvollen Bastelpost mehr zu verfassen als bisher. Er möchte damit das Forum zu mehr Aktivität anregen. Hilf ihm und mach einfach mit!
    • OT:

      PBard schrieb:

      Irgendeinen Grund muß es doch haben - ich weigere mich zu glauben, daß zB Das Ritual des Göttermondes nur deswegen lesenswerter war als meine Texte hier im Forum, weil ich dort das Wort "Ork" weggelassen hab.
      Ich würde gerne mehr über Bhrin erfahren - aber meine eigenen schlechten Lesegewohnheiten stehen dem entgegen. Hat aber mit EDO oder Völkernamen überhaupt nichts zu tun. Ich tu mir einfach schwer, Informationen aus mehreren In-World-Texten herauszulesen. Das finde ich mühsam, da bin ich meist zu faul oder zu müde dafür und wünsche mir, vom Post mehr an der Hand genommen zu werden, so "hierüber geht es grob, und jetzt kommt der Text soundso aus der Perspektive soundso, weil". Außerdem ist es gefühlt leichter, etwas zu lesen, wo Bastler*in gerade noch selber überlegt, wie das jetzt genau ist, als etwas das völlig feststeht (zumindest ist es da auch etwas schwieriger, Senf dazu zu geben. Steht ja fest, braucht vllt gar keinen Senf.^^) edit: Oh, und: Kontext, um etwas einzuordnen. Bräuche von Goblins - ah, da will ich aber zuerst wissen, wie die Goblins so über die ganze Welt global einzuordnen sind. Wo befinden wir uns? In der "Mitte" der Welt, am Rand? So kleine Kontextdetails brauche ich komischerweise zum Einordnen von Information, sonst bleibt sie nicht hängen.

      Bei der WBO fällt das Problem weg - wo ich Juror bin, muss ich ja die Texte lesen. Und wenn ich dann mal drinnen bin, gefällt es mir ja. Ich hab keine Ahnung, ob dir diese Kritik hilft - oder ob es vielleicht nur mir so geht. Vielleicht magst du ja mal mit unterschiedlichen Präsentationsformen herumspielen? :)

      Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • PBard schrieb:

      Bei dem Text würde mich auch prinzipiell interessieren, warum er gar so unbeliebt ist. Sind die Texte zu langweilig geschrieben, ist das Thema zu unangenehm, ist die Denkweise der Goblins zu fremdartig, oder will schlicht niemand etwas über Goblins lesen, weil diese von den typischen EDO-Völkern einfach im Allgemeinen immer die Langweiligsten und am Schlechtesten ausgearbeiteten sind?
      Nur, damit ich das jetzt richtig verstehe: Ist das dein genereller Eindruck, dass es langweilig geschrieben ist, oder gehst du davon aus, dass ich es von vornherein langweilig finden werde?

      PBard schrieb:

      Was mich aber jenseits des Themas Bashing inzwischen tatsächlich interessieren würde: Jetzt waren doch schon einige Wortmeldungen hier drunter ala "Bisher ist mir auch keine interessante EDO-Welt untergekommen". Reden wir da von Romanwelten, oder von Welten anderer Bastler?
      In meinem Fall: Beides.
      Interessanterweise waren die EDO-Bastler aus früheren Communitys auch unglaublich abgehoben und fühlten sich bei der kleinsten Kritik bis in die tiefsten Tiefen ihrer zärtlichen Seele geschunden. Ihre Welten unterschieden sich von anderen EDO-Welten im Prinzip höchstens dadurch, dass die Orte, Götter und Persönlichkeiten andere Namen hatten.
      Allgemeinhin betrachteten sie auch jeden, der nicht haargenau wie sie baute, als "niederen Pöbel", der von Fantasy keine Ahnung hat und deshalb auch kein Recht habe, ihre Sachen zu kritisieren.

      Leider habe ich so unglaublich viele Exemplare dieser Sorte getroffen, dass es meiner allgemein schon vorhandenen Abneigung gegenüber EDO nicht gerade geholfen, sondern sie stattdessen zusätzlich enorm befeuert hat.
      People who think they're adorable are almost always the most insufferable beings in the world.
    • Jundurg schrieb:

      Außerdem ist es gefühlt leichter, etwas zu lesen, wo Bastler*in gerade noch selber überlegt, wie das jetzt genau ist, als etwas das völlig feststeht (zumindest ist es da auch etwas schwieriger, Senf dazu zu geben. Steht ja fest, braucht vllt gar keinen Senf.^^)
      Auch OT:

      :kopfkratz:

      War das jetzt generell gemeint, oder noch auf mich bezogen?

      Ich persönlich werde wohl nie etwas im "DuDW - Präsentation"-Forum posten, weil ich nie einen Text als fertig betrachten werde. Was in "DuDW - Diskussion" steht ist für mich genau das: noch in Diskussion, und damit in jedem Fall senf-bedürftig.

      Und wie beständig ich selbst mit meinen "fertigen" Sachen bin, wenn Kritik von außen kommt, sieht man ja im Bilder-Thread ... :lol:

      Nimroth schrieb:

      Nur, damit ich das jetzt richtig verstehe: Ist das dein genereller Eindruck, dass es langweilig geschrieben ist, oder gehst du davon aus, dass ich es von vornherein langweilig finden werde?
      Ganz viel OT:

      Ursprünglich weder noch. Mir ist nur aufgefallen, daß ich beim Bilderthread sehr viel produktive Kritik bekomme (was mich in diesem Bereich ungemein weiterbringt), während die Weltentexte null Interesse wecken und offenbar ungelesen weggeklickt werden. Die Aussagen hier im Thread haben die Vermutung dann untermauert, daß niemand die Texte gelesen hat, und mich hätte einfach der Grund dafür interessiert.

      Bei dem Teil der Forengemeinschaft, die sie nicht liest "weil EDO" kann ich nicht viel tun. Wenn jemand Highlander-Romanzen posten würde, dann würden mich ja auch keine 10 Pferde dazu bringen, das zu lesen - unabhängig von der Qualität des Beitrages. :lol:

      Auch bei "Inword-Texte interessieren mich nicht" kann ich nicht viel ändern, weil ich eben kein Enzyklopädien-Schreiber bin. Ich mag keine Zahlen, Tabellen und Vergleiche mit unserer Welt, und ich kann nicht konzis und pragmatisch schreiben. All meine Beiträge bisher (WBO, Speedbasteln, Slowbasteln und Weltenthreads) sind Inworld-Texte, weil mir das erlaubt in einer Weise zu schreiben, bei der ich mich wohlfühle.

      Ich kann versuchen, statt mehrerer kürzerer Abschnitte eine komplette Abhandlung zu schreiben. Einen ersten Draft für ein wissenschaftliches Paper für die Collegimas Magicarum - also trockener, mit weniger persönlicher Note und mit mehr Fachausdrücken. Das macht zwar bedeutend weniger Spaß, und ein enzyklopädischer Eintrag wird dann auch nicht draus, aber vielleicht wird es dadurch etwas erträglicher.

      Zurück zum Topic:

      Aber all das hat mit EDO ja wirklich nichts zu tun, wie Jundurg schon schreibt. Nicht einmal damit, daß die Welt an sich langweilig wäre, ich hab nur einen beschissenen Schreibstil, mit dem keiner was anfangen kann.

      Es wär halt schön, wenn meine Unzulänglichkeit beim Verfassen von Texten jetzt nicht auf EDO als Subgenre zurückfällt, denn das hat mit diesem nichts zu tun - und die anderen EDO-Bastler sind darin auch bedeutend besser.

      Wenn ich jetzt wieder zu Non-EDO-Amagron zurückkehren würde, dann wäre mein Schreibstil genauso unerträglich (nur die Weltenlogik wäre vermutlich bedeutend besser als beim ursprünglichen Amagron :lol: ).

      Nimroth schrieb:

      In meinem Fall: Beides.
      Interessanterweise waren die EDO-Bastler aus früheren Communitys auch unglaublich abgehoben und fühlten sich bei der kleinsten Kritik bis in die tiefsten Tiefen ihrer zärtlichen Seele geschunden. Ihre Welten unterschieden sich von anderen EDO-Welten im Prinzip höchstens dadurch, dass die Orte, Götter und Persönlichkeiten andere Namen hatten.Allgemeinhin betrachteten sie auch jeden, der nicht haargenau wie sie baute, als "niederen Pöbel", der von Fantasy keine Ahnung hat und deshalb auch kein Recht habe, ihre Sachen zu kritisieren.

      Leider habe ich so unglaublich viele Exemplare dieser Sorte getroffen, dass es meiner allgemein schon vorhandenen Abneigung gegenüber EDO nicht gerade geholfen, sondern sie stattdessen zusätzlich enorm befeuert hat.
      Find ich wie gesagt genauso dämlich wie hier das EDO Bashing. Die Phantastik (und Fantasy im Speziellen) ist ein derart breites Feld, daß es eben so viele Ausprägungen davon gibt wie Autoren.

      Aber ich kann nunmal nicht ändern, was andere EDO-Bastler vor mir verzapft haben. :(

      Ich würde mich über die Kritik eines High Fantasy Schreibers genauso freuen wie über die eines SciFi Autors oder eines Urban Fantasy Experten. Ich laß mir zeitweise auch Kritik von Leuten geben, die mit Phantastik gar nichts am Hut haben, weil unterschiedliche Standpunkte immer eine Bereicherung sind
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    • PBard schrieb:

      ich hab nur einen beschissenen Schreibstil, mit dem keiner was anfangen kann.
      :o Aber nicht doch! Wie gesagt, ich erinnere mich an einen deiner WBO-Beiträge (Fips´ Garten? Gärten?), der war doch super. Was du beim Speedbasteln postest, lese ich auch immer.

      Ums Enzyklopädische gehts mir eigentlich gar nicht so sehr (auch wenn ich wohl sowas tatsächlich am liebsten lese, aber zuu trocken ist auch nicht gut), sondern ums Nicht-Einordnen können.

      Back-à-topic:

      Ich überlege seit Jahren, ob Ngiana noch mehr in Richtung EDO entwickelt wird. Es kann gut sein, dass mir irgendwann eine Elfen-Idee kommt, die mir passend erscheint. Orks gibt es ja, und Zwerge haben sich zusammen mit Schraten zu Mislirni entwickelt (und sind so verfremdet, dass Leser*innen darin vermutlich kaum noch Zwerge erkennen) - sie sind aber sogar noch zum Teil Höhlenbewohner, und großteils klein. Okay, einzelne halt auch riesengroß. Ich mag halt Ausnahmen. .. Ahja, und Vampire gibts ja nun auch schon.

      Insgesamt kann ich also über mein bisheriges Leben drei oder vier Phasen erkennen:

      Kindheit: eher kein EDO, da ich LotR noch nicht kannte, dafür sehr viel deutsche Heldensagen. Okay, ein bisschen EDO.
      Bis 15: Total EDO in allen möglichen Variationen. (Elben! Zwerge! Dreiköpfige Oger, die aussehen wi drei Ratten, die aufeinanderstehen. (meine Zeichenkünste halt...) Hasenwaldelfen. o_0)
      15-22: Weg mit all dem EDO! Es nervt! Ich will Ganz Was Anderes! Am besten gleich überhaupt keine Welt mehr, sondern frei herumfliegende Ideen... (-> Kleinwelten)
      Ab 22 (Ngiana-Reboot): Okay, irgendwie vermisse ich EDO teilweise - vllt kann ich mir die Sachen rauspicken, die ich mag, und die anderen weglassen.

      Das Narrativ "EDO muss weg, um etwas Neuem Platz zu machen!" ist da also schon drin. Aber es ist nur ein Teil der Geschichte. ;) Und ich glaube, dass es schon Gründe gibt, warum das so abgelaufen ist bei mir, also kein zufälliges Muster ist. Aber es ist natürlich ein mögliches Muster unter vielen.

      ( Klammer auf.

      Dieses Muster kenne ich aus der Musikgeschichte, insbesondere des 20.Jhdts, sehr gut. Es ist bei seeeehr vielen Komponist*innen zu beobachten:

      - Status quo entwickelte sich zu Klischee, junge Generation wächst erstmal damit auf -> Nachahmung
      - Junge Generation lehnt diese Klischees total ab! -> Neuentwicklung
      - Zwanzig Jahre später: Na gut, die alten Klischees sind auch nicht so doof -> Integration von Neuentwicklung und alten Klischees

      Die überwiegende Mehrzahl der Komponisten, die z.B. in den wilden Zwanzigern schräge atonale Musik gemacht hat, hat mit zunehmenden Alter dann plötzlich wieder tonal und brav komponiert - im besten Fall aber anders brav als die Generation davor, aufgrund ihrer gemachten Erfahrungen.

      Klammer zu.)

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    • PBard schrieb:

      ich hab nur einen beschissenen Schreibstil, mit dem keiner was anfangen kann.
      Ich habe den verlinkten Beitrag gerade gelesen und muss a) widersprechen und b) verstehe ich nicht recht, was du hast. Auf mich wirkt das wie ein typischer Tagebuchstil, den ich als eigentlicher Sachtext-Liebhaber hin und wieder durchaus gerne lese.
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    • Nimroth schrieb:

      PBard schrieb:

      Was mich aber jenseits des Themas Bashing inzwischen tatsächlich interessieren würde: Jetzt waren doch schon einige Wortmeldungen hier drunter ala "Bisher ist mir auch keine interessante EDO-Welt untergekommen". Reden wir da von Romanwelten, oder von Welten anderer Bastler?
      In meinem Fall: Beides. Interessanterweise waren die EDO-Bastler aus früheren Communitys auch unglaublich abgehoben und fühlten sich bei der kleinsten Kritik bis in die tiefsten Tiefen ihrer zärtlichen Seele geschunden. Ihre Welten unterschieden sich von anderen EDO-Welten im Prinzip höchstens dadurch, dass die Orte, Götter und Persönlichkeiten andere Namen hatten.
      Allgemeinhin betrachteten sie auch jeden, der nicht haargenau wie sie baute, als "niederen Pöbel", der von Fantasy keine Ahnung hat und deshalb auch kein Recht habe, ihre Sachen zu kritisieren.

      Leider habe ich so unglaublich viele Exemplare dieser Sorte getroffen, dass es meiner allgemein schon vorhandenen Abneigung gegenüber EDO nicht gerade geholfen, sondern sie stattdessen zusätzlich enorm befeuert hat.

      Sorry fürs OT, aber die Idee, ein solches Forum mal mit ein paar von uns zu kapern amüsiert mich grade sehr :rofl: :diablo:
      Ist aber wahrscheinlich in der Praxis eh nicht so lustig...
      Genrekonstruktivist, Weltformeltheoretiker und professioneller Es-sich-selbst-kompliziert-Macher

      Fragen stellen ist wichtiger als Antworten geben. Meistens...
    • Zum Schreibstil find ich da auch nichts furchtbares dran, wobei ich selbst auch mit der Einstellung 'will sowieso keiner lesen' an eigene Texte herangehe und daher versuche viel runterzukürzen und nachzuschleifen.

      Ansonsten sind Welten eben eher umfangreich und das Forum auch nur mittelmäßig groß. Sprich, jeder hätte viel vorzustellen und keiner die Zeit überall mitzukommen, oder anders viele Produzenten bei nicht ganz so hohen Konsumkapazitäten. (Das ist dann wohl die Aufmerksamkeitsökonomie) Uund obendrein gibts wie gestern im irc bestätigt auch die stillen Leser.
      Da bin ich selbst leider auch nicht sehr aktiv mit Rückmeldungen zu anderen Vorstellungen, die ich zum Teil halt doch überfliege oder lese, präsentiere aber selbst wenig für eine Gegenseitigkeit.

      Zum direkten Textfeedback gibts ja einmal die Antworten in den Präsentationsthreads, dann persönliche Durchschauangebote wie hier schon geschehen oder in der Börse ausgeschrieben, und zuletzt ja auch den Qualirückmeldeversuch damals, hust. Da könnt man vielleicht neu ansetzen, wenn du Rückmeldungen vermisst.

      Ansonsten bleibt der Allerweltsteil und ggf das Theorieforum für kleinere Aspektpräsentationen, nuja, spannend ists da allemal.
      > Möchte in Fantasy-Ausrichtung an den Erfolg von Scientology anknüpfen.
    • KeyKeeper schrieb:

      2. Tugend: Höflichkeit
      Es wird erwartet, dass die Grundregeln der Höflichkeit jedem Forumsmitglied bekannt sind. Höflichkeit reicht für uns von "Keine Leute beschimpfen" bis "Seine eigene Zeit nicht für wertvoller als die Anderer halten". Letzteres heißt z.B.: "Sucht mir doch mal Information XYZ heraus, ich hab gerade keinen Bock" kommt bei uns nicht gut an

      3. Tugend: Kritikfähigkeit
      Wer hier Informationen über seine Welt postet, muss damit rechnen, dass jede Menge Fragen auf ihn zukommen. Wer sich ausschließlich Schultergeklopfe und Lobeshymnen erwartet, der ist hier an der falschen Adresse.

      Die "Diskussion" hier ist doch nichts anderes als "Schmeckt Schokoladen- oder Vanilleeis besser". Ich plädiere dafür, dass sie geschlossen wird. Wie hier im Thread auch schon gesagt wurde: Jedem das Seine. Der Thread hier scheint mehr Emotionen in Wallung zu bringen, als es dem Forenklima oder einer Diskussion gut tut. Konkrete Fragen zu "Wie kann ich meine Weltentexte besser lesbar machen" sollten an anderer Stelle welten- oder bastlerspezifisch geklärt werden.

      Und jetzt alle Mal tief durchatmen und weiterbasteln! :knuddel:
    • @PBard
      Ich habe folgende Probleme in deine Welt einzutauchen:
      Ich bin kein guter Leser und kann mit Inworldtexten wenig anfangen, ich lese sie trotzdem, aber wenn sie nicht gerade von Amanita oder Jundurg stammen, werde ich sie nicht behalten. Leider willst du die lexikonartigen Beiträge löschen. Die helfen mir die Welt besser ordnen und verstehen zu können, was Jundurg anscheinend auch schwerfällt. Was mir auch auffällt, je länger etwas ist, desto schwerer ist es zu antworten, denn ein langer Text über ein Thema, ist oft recht abgeschlossen und es bleiben wenige unbeantwortete Fragen, bzw. sind die verbliebenden sind nicht so spannend. Oder es ist einfach zu viel, als dass man konzentriert bleibt. (Ich habe bei dir den Eindruck du schreibtst schneller als ich lesen kann. ^^)
      Aber all das scheint gar nicht so wichtig zu sein, wenn ich mir die Welten oder die Stücke von Welten die ich kenne ansehen. Dann zeigt sich mir, dass ich mich fast ausschließlich an die Teile erinnere, die ich spannend finde. (Ich habe ein furchtbar schlechtes Gedächtnis, es macht mir manchmal Angst.) Jedenfalls kann ich mir bei dir, PBard, an den Nanomaschinenbeitrag vom Speedbasteln erinnern. Der war so interessant brutal, dass davon was hängen geblieben ist.
      Das scheint natürlich eine furchtbar schlechte Ausbeute zu sein, aber es gibt genug Welten, von denen ich nichts behalten habe und ich rede nur über mich, mit meinem Siebgedächtnis und dem Fokus einer Hummel.

      Ich persönlich bin außerdem recht schlecht im Antworten, da ich Ewigkeiten zum Formulieren brauche. (Ich habe über 2,5h an diesem Beitrag geschrieben.) Er einzige Grund, weshalb ich vor ein paar Monaten so super aktiv war, dass meine Betragszahl um 30% gewachsen ist, war, dass das Forum wieder sehr lebendig wurde, was ich zu großen Teilen dir zuschreibe. <3 :bussi:

      Das ist jetzt alles sehr hart und ich habe Angst, dass du uns verlässt. Ich möchte dich hier nicht mehr missen :kuschel: und ich will dich doch mal auf nem Treffen kennenlernen. :heul: Dann kann man auch immer deutlich mehr und fokussierter von einer Welt erfahren und vielleicht sogar in kleiner Runde daran mitbasteln. An die gemeinsam gebastelten Dinge (Göttergaben, Rosa Elite, Elementarsystem von Lym, abstrakte Welten, Kalender, Gonrhin, Lichtwege im gekrümmten Raum, …) kann ich mich sehr gut erinnern und die erhöhen die Bindung zur Welt und zum Bastler.
    • Tö. schrieb:

      Was mir auch auffällt, je länger etwas ist, desto schwerer ist es zu antworten, denn ein langer Text über ein Thema, ist oft recht abgeschlossen und es bleiben wenige unbeantwortete Fragen, bzw. sind die verbliebenden sind nicht so spannend. Oder es ist einfach zu viel, als dass man konzentriert bleibt.
      Das habe ich auch, dennoch hält mich das so manches mal nicht ab.

      Ich finde aber, man kann längere Text auch interessanter gestalten, in dem man durchaus einen Status Quo signanlisiert, der in zukünftiger Entwicklung noch offen ist. Das fehlt oftmals. :)
      Auch ist eine klarere/ansprechendere Struktur vielleicht ganz gut. Mehr unter Segmenten anstatt langen zusammenhängenden Texten. Denn seien wir mal ehrlich, die Ära in der noch jemand lange Forenbeiträge liest ohne großartiges Interesse ist seit Jahren vorbei. Das beobachte ich überall.
      "Sel'ana... Wir werden bestehen." - Arinai Shuir del'Julinya
    • Warum hast du uns (also alle Bastler, nicht nur das MOD-Team) erst jetzt und auf diesem teils etwas unglücklichen Weg auf dieses ungute Gefühl deinerseits aufmerksam gemacht? :(
      Ich denke vielen ging es so, wie Jundurg es bereits formuliert hat:

      Jundurg schrieb:

      PBard schrieb:

      Ist es tatsächlich so schwer vorstellbar, daß man auf Dauer einfach nur noch frustriert ist, wenn man sich alle paar Wochen für seine Welt "entschuldigen" muß?
      Naja, klassischer Fall von Privileg: Ich nehme das viel weniger wahr, weil es mich nicht betrifft. ;)
      Also ich werde jetzt auf jeden Fall mehr darauf achten, was ich zu dem Thema schreibe. Ich gehöre nämlich definitiv zu den Leuten, die massive Vorbehalte gegenüber gewissen Klischees (zu denen ich Elfen, Zwerge und Orks zähle) entwickelt haben, und hab da einiges zu tun, das zu hinterfragen.
      Und um deine Frage zu beantworten: das sollte sich jeder vorstellen können.
      Eine andere Frage lautet aber auch: wie oft meint der Schreibende/Antwortende es wirklich böse?
      Das der-/diejenige EDO (und somit indirekt auch deine Welt, obwohl er/sie diese mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gar nicht kennt) total doof findet ist klar, aber darüber hinaus ...
      Ich weiß aber was du meinst und JA, da sollten sich alle Bastler mal ein Herz nehmen und mal überdenken, wie sie was formulieren (oder wie du schon sagtest "einfach die Klappe halten") und wir vom MOD-Team sollten hier und da besser überprüfen ob es sich um konstruktive Kritik, rein persönliche Meinung (die wir keinem von euch wegnehmen wollen) oder einen Angriff handelt.
      Man sollte aber auch an uns (frühzeitig und vernünftig) herantreten, wenn so etwas dermaßen aufstoßt. Gerade wenn es sich über viele Threads verteilt, sieht man ggf. ein solches Gesamtbild, wie du es skizziert hast, überhaupt nicht.
      Da denkt man sich in einem Thread vielleicht nur: Oh mann! Lass den armen Tropf doch reden; verläuft eh im Sande. Wenn ich jetzt zu diskutieren anfange, entwickelt sich der Thread nur in eine falsche Richtung.
      Und im Großen und Ganzen gesehen, kommt es dann so rüber, als würden wir es tolerieren/akzeptieren.
      Das ist so aber definitiv nicht gewollt.

      Aus diesem Grund: danke für's aufmerksam machen.
      Da bin ich ganz bei Tö, auch wenn ich mir den Schuh (mit dem du hier rumwirfst) nicht anziehen muss. ;)
      Dafür liebe ich Klischees in jedweder Form viel zu sehr und kann EDO definitiv was abgewinnen.

      Tö. schrieb:

      Aber ich werde aufpassen, dass ich kein EDO-Gebashe betreibe, insbesondere um mich als kreativer darzustellen, denn hier sehe ich großes Schadenspotential.
      Danke für die Gedankennahrung und Aufklärung. :knuddel:

      Was aber sonst die "meine Welt wird nicht oder gar nicht beachtet"-Problematik anbelangt: da bist du mit Sicherheit nicht alleine und das liegt ebenfalls mit Sicherheit nicht (nur) an deinem Genre.
      Das liegt an all den vielen bereits genannten "Problemen", denen man auf die eine oder andere Weise begegnen kann oder halt nicht.
      Daraus abzuleiten, dass keiner deine Welt mag oder sie "alle" doof und langweilig finden, ist einer Informatikerin nicht würdig ;) :festknuddel:
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