[2017-11][Ilumay] Hirsch, Feuer und Himmel: Die Herrscherdynastien des zerfallenen Kaiserreichs von Accamar (Ästhetik der Mächtigen)

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    • [2017-11][Ilumay] Hirsch, Feuer und Himmel: Die Herrscherdynastien des zerfallenen Kaiserreichs von Accamar (Ästhetik der Mächtigen)

      Trajan schrieb:



      Ästhetik der Mächtigen - zwischen Kunst, Politik und Kultur


      Stichworte zur Inspiration: Papier • Schwamm • Pelz • Lyrik • Propaganda • Lehm


      Ich will mal ein bisschen mehr über die Adelsfamilien des nachbürgerkriegszeitlichen Kaiserreich Accamar wissen, welches auf dem Kontinent Siliénar liegt bzw. lag. Vor allem über die drei großen Familien Fingálohar (Königreich Sinárien), Hathálos (Königreich Monirie) und Ephiaer (Rest-Kaiserreich Accamar/Königreich Illarien), die als größte Nutznießer aus dem Bürgerkrieg hervorgingen und ihre eigenen Reiche etablieren konnten. Aber auch über kleine Fürstentümer und Stadtstaaten wie zum Beispiel die unverschämt reiche Stadt Iavía hätte ich gerne mal mehr gewusst.

      Wer sind diese Menschen, in deren Hände die Fäden der Macht zusammenlaufen? Wie leben sie? Wie bauen sie? Was bauen sie? Wie erhalten sie ihre Macht? Stehen sie in accamarischer Tradition oder etablieren sie etwas neues? Vermischen sich dabei vielleicht lokale, regionale und überregionale Kulturen oder gibt es eine klare Abgrenzung? Was macht das Neue aus? etc. etc. Alles Fragen, auf die ich nur wenige Antworten habe und die ich wissen muss, wenn ich Anfang nächsten Jahres mit meiner Rollenspielrunde das Königreich Sinárien erkunden möchte...Aber ob ich auf das Stichwort Schwamm eingehen kann...mal schauen :D

      (Was es mit "Hirsch, Feuer und Himmel" auf sich hat, wird im Verlauf des Threads klarer werden ;) )
      "Archäologie ist die Suche nach Fakten. Nich nach der Wahrheit. Wenn Sie an der Wahrheit interessiert sind, Dr. Tyries Philosophiekurs ist am Ende des Ganges. Also vergessen Sie diese Geschichten von verborgenen Städten und die Welt umzugraben. Wir folgen keinen alten Karten, entdecken keine vermissten Schätze und noch nie hat ein X irgendwann irgendwo einen bedeutenden Punkt markiert."

      - Prof. Dr. Henry Jones Jr.
    • Salyan schrieb:

      Wie bauen sie? Was bauen sie?
      Du setzt also einen Fokus auf Architektur? Sehr cool :D Ich bin gespannt was noch kommt.
      I would have followed you, my brother. My captain. My king.


      Diese Bastlerin verpflichtet sich freiwillig dazu, ihren freiwilligen Verpflichtungen nur noch auf freiwilliger Basis nachzukommen. Die Freiwilligkeit dieser Tatsache ist freiwillig.
    • Lyrillies schrieb:

      Du setzt also einen Fokus auf Architektur? Sehr cool Ich bin gespannt was noch kommt.
      Nicht nur, dazu bräuchte ich vermutlich ein wenig Anschauungsmaterial und damit kann ich leider nicht dienen. Zumindest diesen Monat nicht...^^


      Den Anfang versuch ich auch mal in Stichpunkten^^ Fangen wir mal mit den ganz übergeordneten Sachen an...

      • Das Kaiserreich Accamar ist durch einen Bürgerkrieg zerbrochen
        • Cáiron Málanyr, der schwache letzte Kaiser, wurde nämlich heimtückisch ermordet.
      • Die Familien der Háthalos und der Ephiaer melden Ansprüche an die Kaiserkrone an.
      • Es bilden sich zwei große Lager, die Provinz Sinárien (unter Führung der Fingálohar) enthält sich vorerst, ebenso zahlreiche kleinere Teilprovinzen.
        • Manche von denen werden gleich mal unter die Herrschaft der beiden Streihähne gezwängt und können sich nicht mehr enthalten.
      • In der Hauptstadt des Kaiserreichs übernimmt die Militärführung die Herrschaft, der Thron bleibt vakant.
      • Als die Provinz Monirie (Háthalos) Richtung Hauptstadt marschiert, erklärt sich Sinárien für unabhängig und fällt Monirie in den Rücken.
      • Illárien (Ephiaer) greift daraufhin ebenfalls ein, verliert aber vor den Toren der Hauptstadt und muss sich zurückziehen.
      • Es bleiben vier verfeindete Großparteien übrig: Sinárien, Monirie, Illárien und das drastisch geschrumpfte Accamar.
      • Da die zentrale Militärleitung nicht mehr alle Seiten kontrollieren und verteitigen kann, lösen sich immer mehr Splitter aus dem Reich, die teilweise gleich wieder von stärkeren Parteien geschluckt werden.
      • Der accamarische Bürgerkrieg (die Krisen, die zu seinem Beginn führten mal nicht mitgezählt) hält mehr als 20 Jahre an, in denen Monirie und Illárien weiter um die Kaiserwürde kämpfen und Sinárien seine Grenzen gegen Aggressoren verteidigt und teilweise ausweitet.
        • Dass sich Hárcion Ephiaer kurzerhand zum Kaiser krönen lässt (aber ohne entsprechende Insignien aus der ehemaligen Hauptstadt), scheint kaum jemanden zu interessieren.


      So viel zur Politik, die zur aktuellen Situation geführt hat. In der Region, in der die drei Provinzen am nächsten aneinander liegen, herrscht eine Pattsituation. Nicht geht vorwärts und jeder wartet nur, bis die Kämpfe wieder aufflammen. In den Reichen selbst hat sich eine gewisse Stabilität breitgemacht, da die Gefahr, durch ein Schwert oder einen Speer zu sterben in den Grenzbereichen deutlich höher ist, als in den großen Städten der Reiche. Und im armen Restkaiserreich, das von allen Seiten umzingelt ist.


      Von wegen Städte in den Reichen: Da es sich um Landstriche handelt, die seit Generationen in accamarischer Hand sind, gehe ich mal davon aus, dass sich dort die liendische Kultur, die dem Kaiserreich zu Grunde liegt, ausgebreitet hat und sich auch Jahrzehnte nach dem Ende des Zentralstaats bester Gesundheit erfreut. Also ist dort, zumindest in den Städten, der liendische Architekturstil, sehr lebendig...jetzt muss ich nur herausfinden, was den ausmacht :D Zumindest weiß ich, dass dort hauptsächlich aus Stein gebaut wird, in den waldreicheren Gebieten im Norden (also Monirie und Sinárien) vermischt sich das natürlich stärker mit der Holzbauweise als in einem eher waldarmen Gebiet (wie Illárien).

      Gerade die Stadt Sínaron, also die Hauptstadt Sináriens, muss ich dringend ein bisschen genauer beleuchten, da ich hier in Kürze ein kleines Rollenspielabenteuer für meine Gruppe spielen lassen möchte (und ich weder etwas über Sínaron, noch über das Abenteuer, geschweigedenn die Leitung einer Gruppe weiß^^). Dass dieses Abenteuer "zufälligerweise" während der Festlichkeiten zum Geburtstag und 20-jährigen Thronjubiläum von König Loriándar I. Fingálohar stattfinden soll, spielt mir auch in die Karten: So kann ich noch besser die Ästhetik des mächtigsten Mannes im Norden beleuchten.^^


      @Veria: Vielen Dank, der Begriff "Hirsch, Feuer und Himmel!" ist jetzt unter anderem auch das Inworld-Pendant zu "Himmel, Arsch und Zwirn!" :lol:
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    • Salyan schrieb:

      In der Hauptstadt des Kaiserreichs übernimmt die Militärführung die Herrschaft, der Thron bleibt vakant.
      Das klingt ungewöhnlich, warum haben sie denn keine Marionette auf den Thron gesetzt?

      Salyan schrieb:

      Der accamarische Bürgerkrieg (die Krisen, die zu seinem Beginn führten mal nicht mitgezählt) hält mehr als 20 Jahre an, in denen Monirie und Illárien weiter um die Kaiserwürde kämpfen und Sinárien seine Grenzen gegen Aggressoren verteidigt und teilweise ausweitet.
      20 Jahre ist lang, da frage ich mich, wie destabilisiert die Gesellschaft war - ich meine moralisch ging es sicher bergab? Auch wäre sicherlich interessant zu erfahren, wie sehr es den Adel beeinträchtigt hat. Mussten sie die Kriegsanstrengungen stärker mitfinanzieren?
      Wurde die Wirtschaft stark in Mitleidenschaft gezogen? Wenn ja, hatte das spürbare Folgen für die Bevölkerung als Gesamtes?
      "Sel'ana... Wir werden bestehen." - Arinai Shuir del'Julinya
    • Akira schrieb:

      Salyan schrieb:

      In der Hauptstadt des Kaiserreichs übernimmt die Militärführung die Herrschaft, der Thron bleibt vakant.
      Das klingt ungewöhnlich, warum haben sie denn keine Marionette auf den Thron gesetzt?
      Das konnte die Militärführung nicht einfach so machen. Zum einen weil der Mörder Cáirons nie gefasst wurde und damit kommt eigentlich jeder in Frage. Eine Marionette unter dem Einfluss des Heermeisters hätte den Verdacht auf ihn gelenkt. Zum anderen hatte Cáiron keinen legitimen Erben. Wahrscheinlich gibt es da zahlreiche Nah- und Fernverwandte, die einen Anspruch erhoben (die mächigen Adelsfamilien sind ja immer irgendwie miteinander verwandt oder verschwägert^^), aber keine konnte eine nötige Mehrheit für sich erhalten...oder sie verschwanden spurlos^^.

      Abgesehen davon ist die Thronfolge ein wenig komplizierter als das. Neben dem Militär braucht der Kandidat die Unterstützung der Geistlichkeit, der Magier und der Aristokratie. Da Cáirons Vater Ealérion, der Rayucar Neárdin (Kaisertitel und Thronname), die Aristokratie stark geschwächt hat, indem er den Provinzkönigen mehr Rechte zugestanden hat, ist das alte Übergewicht der Aristokratie weg. Nach Cáirons Tod war also alles ein wenig im Umbruch und da es keinen Kandidaten gab, der eine große Mehrheit an Unterstützern aufbringen konnte, hat sich der Heermeister (übrigens ein Nicht-Adliger, Name fehlt mir noch) kurzerhand entschlossen, nich einfach einen Rayucar zu bestimmen (er hätte es gekonnt, aber das hätte eben mehr Probleme bereitet, als es gelöst hätte), sondern vorerst selbst als Reichsregent weiter zu walten und zu schalten.


      Akira schrieb:

      Salyan schrieb:

      Der accamarische Bürgerkrieg (die Krisen, die zu seinem Beginn führten mal nicht mitgezählt) hält mehr als 20 Jahre an, in denen Monirie und Illárien weiter um die Kaiserwürde kämpfen und Sinárien seine Grenzen gegen Aggressoren verteidigt und teilweise ausweitet.
      20 Jahre ist lang, da frage ich mich, wie destabilisiert die Gesellschaft war - ich meine moralisch ging es sicher bergab? Auch wäre sicherlich interessant zu erfahren, wie sehr es den Adel beeinträchtigt hat. Mussten sie die Kriegsanstrengungen stärker mitfinanzieren?Wurde die Wirtschaft stark in Mitleidenschaft gezogen? Wenn ja, hatte das spürbare Folgen für die Bevölkerung als Gesamtes?
      Ich denke auch, dass der Krieg nicht spurlos an der Gesellschaft vorbeigegangen ist. Aber wahrscheinlich war es kein durchgehendes Gemetzel, sondern einfach eine unruhige Zeit, mit einzelnen großen Schlachten und Feldzügen, die aber zur Destabilisation geführt haben. Gerade im Grenzland kann ich mir gut vorstellen, dass hier die Gesetzen nicht so ernst genommen werden und es ein relativ rechtsfreier Raum ist. Banditen und Wegelagerer oder kleine Söldnertrupps auf Abwegen waren bestimmt keine Seltenheit. Korruption und Vetternwirtschaft auch nicht. Und wie einzelne Fürsten über ihre Landstriche geherrscht haben...sicher nicht immer freundlich.^^ The gods would not be amused.

      Zum Adel...Gute Frage! Kommt wahrscheinlich auf die Region an. Die Hauptlast dürften in den meisten Fällen die Bauern und einfachen Bürger durch ihre Steuern und Abgaben getragen haben, was zur Verschuldung und damit starken Abhängigkeiten von Wenigen geführt hat. Aber natürlich kommt der Adel mir nicht so leicht davon...Gerade für Monirie könnte ich mir vorstellen, dass König Angarin Háthalos die Chance genutzt hat, unliebsame Adlige zu entmachten und ihr Vermögen einzuziehen. In Sinárien ging es allen den Umständen entsprechend gut, da sie Loriándar weitestgehend zurückgehalten hat und seine Adligen schon seit langem unter ständiger Kontrolle hat. Durch die guten Ernten der letzten Jahre konnte er den Bauern in seiner Amtszeit sogar dreimal ihre Abgaben erlassen.

      Daher zum Thema Wirtschaft: Die Grenzgebiete und das accamarische Kernland dürften den Konflikt richtig stark zu spüren bekommen haben. Die Regionen, die weit abseits liegen, haben das nur am Rande mitbekommen. Was sie aber merken: Eine große Auswanderungswelle aus den betroffenen Gebieten in die sicheren Teile der neuen Reiche. Insgesamt sehe ich aber einen Bevölkerungsrückgang, auch weil diverse Hungernöte und Seuchen ihren Teil dazu beitragen werden.
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      - Prof. Dr. Henry Jones Jr.
    • Salyan schrieb:

      Zum anderen hatte Cáiron keinen legitimen Erben.
      ...das ist interessant. Was wäre denn ein legitimer Erbe gewesen?
      Ich denk ja meist direkt an nahe Verwandte (Brüder/Schwestern/Kinder), der üblichen Erbmonarchie halt. Da kommt ja die Frage auf, hatte er einfach keine Kinder oder sind die mysteriöserweise verschwunden?
      Andererseits, selbst wenn er Kinder gehabt hätte... wer weiß welchen Einfluss auf ihnen herrschte - da wäre dein genanntes Problem immer noch da. *kopfkratz*

      *hihi, verzeihung das ich da Buddel - aber ich mag solch ein Szenario ungemein, wie sich es dann immer so auffaltet*

      Salyan schrieb:

      Eine große Auswanderungswelle aus den betroffenen Gebieten in die sicheren Teile der neuen Reiche.
      Das dürfte sicherlich Probleme verursacht haben, hast du denn ungefähr ein Bild davon, wie groß so ein Treck durchschnittlich war? Kann mir vorstellen, dass die Züge auch Angst verbreitet haben bei den Menschen, an denen sie vorbeizogen. Man packt meist nur das Nötigste ein und erzählt vom Leid. Da denken sich die Leute wahrscheinlich: Steht es so schlimm? Wie lange wirds dauern bis es hier auch so schlimm wird?
      Bis sie am Zielort ankommen, wo sich neue Probleme auftun.

      Bin gespannt, was da noch so alles offenbart wird. Soetwas ist genau mein Ding :)
      "Sel'ana... Wir werden bestehen." - Arinai Shuir del'Julinya
    • Wird Zeit den Monat zu beenden...leider war nicht allzu viel Zeit in den letzten Tagen und Wochen sich groß um das Slowbasteln zu kümmern...


      Akira schrieb:

      Salyan schrieb:

      Zum anderen hatte Cáiron keinen legitimen Erben.
      ...das ist interessant. Was wäre denn ein legitimer Erbe gewesen?Ich denk ja meist direkt an nahe Verwandte (Brüder/Schwestern/Kinder), der üblichen Erbmonarchie halt. Da kommt ja die Frage auf, hatte er einfach keine Kinder oder sind die mysteriöserweise verschwunden?
      Andererseits, selbst wenn er Kinder gehabt hätte... wer weiß welchen Einfluss auf ihnen herrschte - da wäre dein genanntes Problem immer noch da. *kopfkratz*


      Ein legitimer Erbe...hm. Ein Sohn oder ein Bruder wäre vermutlich derjenige, mit dem besten Anspruch gewesen. Allerdings hatte Cáiron einfach keine Kinder und seine Brüder starben noch vor seinem Vater auf den Schlachtfeldern. Ist aber auch nicht so einfach mit der Thronfolge, denn Cáiron war auch nicht unumstritten, sondern eher der kleinste gemeinsame Nenner.
      Bezüglich einer Frau auf dem Thron...Da muss ich leider jeden Verfechter der political correctness vor den Kopf stoßen: Accamar war partriarchal geprägt. Abgesehen von der Magierschaft und einigen bestimmten Priesterämter gewisser Göttinnen, waren Frauen vom politischen Leben mehr oder weniger ausgeschlossen.


      Akira schrieb:

      Salyan schrieb:

      Eine große Auswanderungswelle aus den betroffenen Gebieten in die sicheren Teile der neuen Reiche.
      Das dürfte sicherlich Probleme verursacht haben, hast du denn ungefähr ein Bild davon, wie groß so ein Treck durchschnittlich war? Kann mir vorstellen, dass die Züge auch Angst verbreitet haben bei den Menschen, an denen sie vorbeizogen. Man packt meist nur das Nötigste ein und erzählt vom Leid. Da denken sich die Leute wahrscheinlich: Steht es so schlimm? Wie lange wirds dauern bis es hier auch so schlimm wird?Bis sie am Zielort ankommen, wo sich neue Probleme auftun.


      Naja, keine Hunderttausend, die sich einfach alle auf einmal auf den Weg machen. Kleine Dörfer und Gutshöfe fielen teilweise wüst und einige Landstriche wurden komplett entvölkert, vielleicht ein paar Hundert oder Tausend auf einmal. Aber keine Ahnung, ob diese Zahlen realistisch sind.

      Ziemlich sicher haben solche Züge Probleme und Angst verursacht. Sowas kann dann auch in späterer Zeit zu bestimmten Sagen und Märchenerzählungen werden: Das Märchen vom Lumpenheer (oder so ähnlich^^). Gerade in der Nähe von Städten, die scheinbaren Schutz bieten, siedeln sich solche Leute an. Da es aber nicht überall so weitergeht, wie im alten Dorf oder Hof, dürften hier viele schnell in bittere Armut fallen, was zur Entstehung von Armutsvierteln, ja regelrechten Slums beitragen wird.



      Allerdings hab ich es tatsächlich geschafft noch ein wenig für das Slowbasteln zu machen. Das traf sich auch gut mit den anderen Dingen, die ich gerade so nebenher mache: Der Grundaufbau der Stadt Sínaron.

      • Sínaron ist die Hauptstadt des sinarischen Königreichs. Auf einem flachen Plateau thront die Altstadt über dem Zusammenfluss des ruhigen und breiten Maian-Flusses, der von Ost nach West fließt und des durch das Hügelland mäandernden Verun, der von Süden kommt. Nördlich des Maian schließt sich eine ausgedehnte Ebene an, die vor allem landwirtschaftlich genutzt wird. Im Verun-Tal wird Wein angebaut.
      • Die Altstadtwird von den Bewohnern die „liendische Stadt“ genannt. Sie ist größtenteils in südländischemStil erbaut. Beherrscht wird sie vom Königspalast, der auf dem höchsten Punktdes Plateaus errichtet wurde. Außerdem finden sich in der Altstadt unteranderem noch das große Theater an der Flanke des Hügels zur Ebene hin, dasForum, wo auch die überlebensgroße Marmorstatue von Mároin Fingálohar, demersten König, errichtet wurde sowie der dem wichtigsten Gott Aiúlon geweihte Arléas-Tempel.
      • Die Hänge, die Flussufer und die Flussinsel im Maian, der an dieser Stelle relativ breit und flach ist, sind ebenfalls bebaut. Mehrere Brücken garantieren einen sichern Übergang über die beiden Flüsse. Eine echte Mauer besitzt nur die liendische Stadt auf dem Plateau, die anderen Viertel sind größtenteils ungeschützt oder mit Zäunen, Palisaden und Erdgräben abgegrenzt.
      • Architektonisch hebt sich die liendische Stadt von den übrigen Stadtvierteln ab. Hier bestehen die Häuser größtenteils aus Gussmauerwerk oder Bruchstein, verblendet mit Lehm und Gips, abgeschlossen mit Ziegeldächern. In den übrigen Stadtvierteln finden sich zwar auch teilweise solche Bauten, je weiter man an die Randbereiche gelangt, desto mehr herrschen Holzbauten mit Schindeldächern und seltener auch Fachwerk vor.
      • Zwischen Maian-Insel und Verun-Mündung liegt in einer künstlichen Bucht der Hafen. Er besteht aus einer langen, steinernen Kaimauer und mehreren Holzstegen. Hier liegen hauptsächlich Lagerhäuser und Tavernen. Die Insel wird kontrolliert von einem großen Zoll- und Handelshaus sowie dem dazugehörigen Tempel für Lirénin, den Gott des Handels und der Straßen. Nördlich der Insel schützt die Neue Garnison den Zugang zur Inselfurt und dem nördlichen Stadttor.
      • Auf der jenseitigen Verun-Seite befinden sich hauptsächlich Wohnhäuser, aber auch eine große Baustelle, an dessen Ort in Zukunft eine Art Arena entstehen soll. Auch um die Altstadt haben sich Wohnblocks angesiedelt, die ein wenig tiefer liegen als die befestigte liendische Stadt und in denen hauptsächlich einheimische Handwerker und Arbeiter leben.
      • In der ganzen Stadt verteilt liegen weitere, kleinere Tempel für verschiedene Götter, Tavernen und Kneipen sowie natürlich Bäckereien, Metzgereien, Verkauffstände auf kleinen Plätzen und Märkten und alles, was man von der Hauptstadt eines Königreichs wie Sinárien erwarten könnte.


      Mit dieser Kurzbeschreibung hab ich immerhin etwas noch auf die Reihe gebracht...leider hab ich keine Bilder zur Visualisierung, aber jeder kann seine Fantasie ja selbst spielen lassen^^.
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      - Prof. Dr. Henry Jones Jr.
    • Achja, um das noch aufzulösen:

      Hirsch, Feuer und Himmel.

      Ist eigentlich ganz einfach und auch unspannend: Es sind die Wappen der drei Königsfamilien Fingálohar, Háthalos und Ephiaer, die sich im Bürgerkrieg bekäpft haben und immer noch bekämpfen.

      • Das Wappen der Fingálohar von Sinárien zeigt den springenden Mistelhirsch in Silber auf grünem Grund, von Schwarz umrahmt. Der Mistelhirsch, herzlichen Dank an @Jundurg für das Überlassen dieses Wesens, besitzt ein Geweih, aus dem Misteln wachsen. Er ist eine Sagengestalt und aufs Engste mit den Fingálohar verbunden.
      • Das Wappen der Háthalos von Monírie zeigt eine rote Flamme auf schwarzem Grund.
      • Das Wappen der Ephiaer von Illárien zeigt urprünglich einen weißen Greifvogel auf blauen Grund. Diesen ersetzten sie aber seit dem Thronanspruch durch die stilisierte Himmelskrone von Accamar, welche sich in ihrem Besitz befindet. Manch Spötter will in der Krone aber lieber eine weiße, fluffige Wolke abgebildet sehen.


      Hirsch, Feuer und Himmel sind nie alle zur selben Zeit am selben Ort, darum der Ausruf: "Hirsch, Feuer und Himmel!" (mit regional variierender Reihenfolge der Begriffe). Er soll die Unmöglichkeit einer Sache oder Situation zum Ausdruck bringen und wird in dem Kontext auch als Fluch benutzt, der anzeigt, dass eine Situation gerade richtig beschissen geworden ist.
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