[2017-11] Wir bleiben in Rhto'rnr'sts'th

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    • [2017-11] Wir bleiben in Rhto'rnr'sts'th

      Weils so viel Spaß gemacht werde ich mein Bastelobjekt für den November gar nicht groß ändern. Ich werde versuchen, mich mit Bauformen zu befassen, mit der Art wie die großen Familien ihre Identität ausdrücken wollen und dabei ein paar der Familien vielleicht besser kennen lernen.

      For convenience kommt hier mal der Stadtplan vom Oktober her:



      Bei welchen Gebäuden wurde hier schon auf die Ästhetik geachtet? Ich habe auf jeden Fall schon festgelegt, dass die typische Form eines landwirtschftlichen Betriebs in der Gegend ein an den Seiten eingedelltes Dreieck ist. Am unteren Rand links haben wir da ein Prachtexemplar. So symmetrisch ist es selten und öfters fehlt eine Spitze, sodass mehr was bananenförmiges rauskommt.

      Schnurgerade Wände sind insgesamt nicht so häufig, ebenso wie exakte rechte Winkel. Ich glaube, da ist schon ein ästhetischer Aspekt dabei, Krümmungen werden als vollkommener und organischer empfunden. Gebäude, bei denen von Anfang an der praktische Nutzen im Vordergrund stand wie der Münzprägerei oder den Werften sind gerade Linien am häufigsten.

      Die Wasserspirale ist ja schon beim ersten Mal posten aufgefallen. Sie gehört der Familie R'o'chts'z, die das gebogene Gebäude am östlichen Rand der Sonnenstadt bewohnt. Ich glaube, hier handelt es sich nicht um die mächtigste, aber doch die extravaganteste Familie, die ihren Reichtum am deutlichsten nach außen präsentiert. Ich kann mir vorstellen, dass sie mittlerweile Schulden haben und zwar so viele, dass es die gesamte Finanzbranche vor eine Zerreißprobe stellt und das wird möglicherweise bald zur Erfindung der Zinsen führen.

      Btw @Tö., ich würde mich freuen, wenn du entscheidest, was architektonisch besonders an den beiden verdächtig geformten Gebäuden in Grünhügel ist. Vielleicht irgendwas, was auf kn hindeutet? Weiß zwar nicht, ob es umsetzbar ist, aber ich werd mein Bestes versuchen, es einzubauen. Und das rechte Gebäude hat auch noch keinen direkten Nutzen, wenn dir da was Cooles einfällt, fänd ich das sehr toll.
      Genrekonstruktivist, Weltformeltheoretiker und professioneller Es-sich-selbst-kompliziert-Macher

      Fragen stellen ist wichtiger als Antworten geben. Meistens...
    • Ui, da habe ich wohl deinen Beitrag vom 27.10. nicht genau genug oder zu müde gelesen. :-[
      Ich bin sehr geehrt, dass meine Stadt sogar auf deiner Karte verewigt ist. :festknuddel: Ich werde mir gerne überlegen was sich in den Gebäuden befindet und dir Vorschläge unterbreiten. :nick:
      Ich überlege auch schon was für Einflüsse die Partnerschaft zu Rhto'rnr'sts'th auf kn hat. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass etwas von der Ästhetik in kn zu finden sein könnte.
    • Ist das nur aus Ästhetik-Gründen oder steckt dahinter vielleicht auch ein bisschen Pragmatismus? Dass ein landwirtschaftlicher Betrieb nämlich vorrangig auf Ästhetik und weniger auf Funktion achtet, klingt eher ungewöhnlich für mich. Es sei den Bauern sind gleichzeitig gefeierte Architekten ;D

      Ich muss glaub ich nochmal einem TS-Treffen beiwohnen, um diese Namen aussprechen zu können :D
      "Archäologie ist die Suche nach Fakten. Nich nach der Wahrheit. Wenn Sie an der Wahrheit interessiert sind, Dr. Tyries Philosophiekurs ist am Ende des Ganges. Also vergessen Sie diese Geschichten von verborgenen Städten und die Welt umzugraben. Wir folgen keinen alten Karten, entdecken keine vermissten Schätze und noch nie hat ein X irgendwann irgendwo einen bedeutenden Punkt markiert."

      - Prof. Dr. Henry Jones Jr.
    • Es ist immer noch November...


      Salyan schrieb:

      Ist das nur aus Ästhetik-Gründen oder steckt dahinter vielleicht auch ein bisschen Pragmatismus? Dass ein landwirtschaftlicher Betrieb nämlich vorrangig auf Ästhetik und weniger auf Funktion achtet, klingt eher ungewöhnlich für mich. Es sei den Bauern sind gleichzeitig gefeierte Architekten ;D

      Ich muss glaub ich nochmal einem TS-Treffen beiwohnen, um diese Namen aussprechen zu können :D

      Ich denke, dass die Formen ursprünglich aus pragmatischen Gründen entstanden sind, sich aber mit der Zeit zu einem ästhetischen Ideal gewandelt haben, das auch in Sitationen Awendung findet, sie nichts mit dem ursprünglichen Zweck zu tun haben. Das würde bedeuten, dass die Meinungsführer in ästhtischen Dingen warscheinlich landwirtschaftliche Wurzeln haben und sich heute noch auf diese berufen.

      Das Dreieck mit nach innen gebogenen Seiten ist das Wappen von Rtho'rnr'sts'th. Genauer gesagt werden zwei davon ineinander geschachtelt, das innere um 180 Grad gedreht. Das innere hat eine grünlche Frabe, das äußere sieht bläulich aus. Hergestellt werden die Wappen aus Tierskelettteilen, aus dem selben Material wi die Münzen, die zusammengebunden oder -geschweißt werden. In der Form wird es als Ot'zchs'r bezeichnet. Die Konstruktion wurd über wichtigen Gebäuden an einem Mast aufgehängt. In der Unterstadt werden kleine Ot'zchs'r in abgewandelter Form als Glücksbringer verwendet, die eine Perspektive auf ein besseres Leben symbolisiert.

      Die reichen Familien versuchen wiederum oft, das offizielle Wappen noch zu übertreffen und drei, vier oder gar fünf solche Dreiecke ineinander zu schachteln. Natürlich braucht man für die inneren und äußeren besonders kleine bzw. große Tiere, dementsprechend schwierig ist es, ein so aufwendiges Ot'zchs'r herzustellen. Das Ot'zchs'r jeder Familie hängt vor ihrem Herrschaftssitz und gilt als Familienwappen. Um die ganzen Wappen unterscheidbar zu machen muss jede Familie eine Anordnung oder Farbgebung finden, die zuvor noch nicht verwendet wurde. Vandalismus oder Beansprchung von bestimmten Kombinationen kommen durchaus vor. Diesen Wettstreit zu verstehen, ist sehr schwierig und es ist eine Aufgabe der Priester zu entscheiden, was erlaubt ist und was nicht. Sie können zum Beispiel auch einen Teil des Wappens entziehen, wenn sie die jeweilgen Familie nicht mehr als würdig empfinden. Derzeit ist es allerdings so, dass der Verwalter des Hafenviertels die Priester vollkommen in der Hand hat und dieses Imstrument nur dazu benutzt, unliebsame Rivalen in Verruf zu bringen und Günstlinge zu belohnen. Aber wer weiß, ob sich nicht die Zeiten mal wieder ändern werden...
      Genrekonstruktivist, Weltformeltheoretiker und professioneller Es-sich-selbst-kompliziert-Macher

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    • Dreieckige Gutshöfe gab es bei den Etruskern als häufige Abweichung von einem viereckigen Schema. Auch die regia in Rom, ehemals Königssitz, später Amtssitz des pontifex maximus, gehört dazu. Natürlich waren die Seiten nicht nach innen gebogen und ein Teil der Räumlichkeiten diente kultischen Zwecken. Bei vielen Beispielen war wohl auch keine wirtschaftliche Nutzung mehr gegeben.

      Dass Rom die Form der regia beibehielt, war wohl auch Gründen der Tradition und Ästhetik geschuldet. Die Hütte des Romulus auf dem Palatin wurde ja auch immer wieder errichtet.

      Über so etwas für diesen Monat hatte ich kurz nachgedacht, bis ich Dein Werk gelesen hatte. Vielleicht geben die etruskischen Bauten oder die regia ja eine Anregung für die weitere Ausgestaltung.