Welten ohne Entfernungen

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    • Welten ohne Entfernungen

      Ich versuche gerade meine Welt etwas zu spezialisieren. Ein Aspekt, den ich schon länger formuliert habe, ist dass sich die Welt nicht in Entfernungen messen lässt.

      Bei mir siehts folgendermaßen aus. Es gibt weite Landschaften und dort ruhen fixe Punkte. Diese fixen Punkte sind räumlich stabil und weisen feste größen auf, allerdings gilt dies nicht für die weiten landschaften drumherum. Diese variieren in der größe. Dies hat zur Folge, dass verschiedene Abstände zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich groß sind.

      Jetzt zu meinen Fragen. Gibt es bereits ähnliche Konzepte? Und wie verhält sich die Umgebung, wenn dies der Fall ist? Was macht es mit den Lebewesen?

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      Wo ein Waldgott steht wächst grünes Gras,
      wo ein Waldgott ruht, sprießen Wälder,
      wo ein Waldgott weint, entstehen Sümpfe,
      wo ein Waldgott blutet, ist das Land geheiligt
      und wo ein Waldgott stirbt, wird leben sein.​
    • Vyserhad schrieb:

      Ich versuche gerade meine Welt etwas zu spezialisieren. Ein Aspekt, den ich schon länger formuliert habe, ist dass sich die Welt nicht in Entfernungen messen lässt.

      Bei mir siehts folgendermaßen aus. Es gibt weite Landschaften und dort ruhen fixe Punkte. Diese fixen Punkte sind räumlich stabil und weisen feste größen auf, allerdings gilt dies nicht für die weiten landschaften drumherum. Diese variieren in der größe. Dies hat zur Folge, dass verschiedene Abstände zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich groß sind.

      Jetzt zu meinen Fragen. Gibt es bereits ähnliche Konzepte? Und wie verhält sich die Umgebung, wenn dies der Fall ist? Was macht es mit den Lebewesen?
      So was Ähnliches meine ich mich aus Phantásien (Michael Ende, Die Unendliche Geschichte) erinnern zu können. Da geht das noch viel weiter, es ist schlichtweg unmöglich, eine Karte von Phantásien zu zeichnen, weil alles im Fluss (und die Welt auch noch unendlich groß) ist.
      ... brought to you by the Weeping Elf
    • Tö hat ein bisschen sowas auf kn:

      Tö. schrieb:

      -Eins meiner Lieblingsdetails: Der Boden/Raum in kn „atmet“. Im Sommer sind die Gebäude und Innenräume größer und die Abstände zwischen den Gebäuden kleiner, aus Straßen werden Gassen. Im Winter schrumpfen die Gebäude und Räume, aber die Straßen werden länger, vielleicht reißen sie sogar auf, sodass man über notdürftige Holzplanken zum Nachbar wandern muss, bis sie sich im Frühling wieder schließen. Isso ^^

      /Edit: Was ich mir vorstellen könnte, sind Lebewesen, die an den fixen Orten hausen, und einige Spezialisten, die sich auch in das schwimmende Gewaber trauen. Je nachdem wie die Verzerrung wirkt (wie ein Meer?) möchte man da vielleicht nicht dauernd sein. Hierzu gehört auch die Frage, wie schnell das geht, also ob temporäre Karten nicht vielleicht doch nützlich sein könnten für nen Monat oder ein Jahr.

      Eine andere Frage, die sich mir stellt, ist was passiert, wenn zwei Fixorte andocken. Darüber hinaus dann, ob sie wieder auseinanderfallen, ob einzelne Orte in kleinere zerbrechen können, oder was die Fixorte natürlich ausmacht, sprich, ob ein Fixort nach genug Zerbrechen auch Gewaber werden kann, oder man im Gewaber Orte fixieren kann. Dann, ob man die Fixorte speziell zu Orten hin oder von solchen fort lenken kann.

      Mich erinnert das vor allem an fliegende/schwimmende Inseln, nur dass man auf andere zuschwimmen kann, ohne sich von anderen zu entfernen, weil der Raum dazwischen sich dehnt und zerrt. Was passiert mit Räumen, die ganz auf Null sinken? Verschwinden die ganz? Tauchen Räume aus dem Nichts wieder auf? Vielleicht gibts ja einen verlorenen Wald, der seit ewig nimmer da war, und dann plötzlich woanders wieder herauskommt und alles um sich herum wegschiebt. Das würde aber bedeuten, dass die wabernden Flächen auch fixe Wunschgrößen hätten, nur eben auch kleiner werden könnten. Und dann gibts natürlich die Frage, was Leute im Wald erlebt haben, während der nicht da war.
      > Möchte in Fantasy-Ausrichtung an den Erfolg von Scientology anknüpfen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Eru ()

    • Ich hab in der Sektorwelt (Name in Progress) immerhin Orte, die mal da, mal dort und mal woanders sind (abhängig vom aktuellen Wochentag), entsprechend kann man da auch nicht von konstanten Entfernungen reden - allerdings betrifft das nicht alle Orte, die meisten sind inklusive ihrer Entfernungen zueinander fix.
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    • Ah sehr interressant: Kurze Feedbackrunde:

      Entfernungen:
      - bewegliche Orte (zeitgebunden - geht aber bestimmt auch anders)
      - veränderung der Distanz zwischen zwei Orten aufgrund von Dehnung und Streckung
      - Orte mit bestimmten Wunschgrößen, die sie aber nicht immer erhalten können aufgrund der Umgebung
      - Dauer der entfernung - temporäre Karten
      - Zyklus der Entfernungen

      Vielleicht kann man da weiterarbeiten.


      WeepingElf schrieb:

      So was Ähnliches meine ich mich aus Phantásien (Michael Ende, Die Unendliche Geschichte) erinnern zu können. Da geht das noch viel weiter, es ist schlichtweg unmöglich, eine Karte von Phantásien zu zeichnen, weil alles im Fluss (und die Welt auch noch unendlich groß) ist.
      Oha... ich habe gerade verucht zu recherchieren, aber leider fand ich zu dem Land selber nichts. Und meine Kenntnisse des Films sind da auch recht ungenau (vor allem weil Film und so). Hast du das was zum nachlesen?


      Eru schrieb:

      Eine andere Frage, die sich mir stellt, ist was passiert, wenn zwei Fixorte andocken. Darüber hinaus dann, ob sie wieder auseinanderfallen, ob einzelne Orte in kleinere zerbrechen können, oder was die Fixorte natürlich ausmacht, sprich, ob ein Fixort nach genug Zerbrechen auch Gewaber werden kann, oder man im Gewaber Orte fixieren kann. Dann, ob man die Fixorte speziell zu Orten hin oder von solchen fort lenken kann.
      Oha, das ist interressant. Ich würde jetzt mit der Schulphysik kommen und sagen, sowas geht nicht, aber wir sprechen ja von einem exotischen bislang nicht beobachteten Vorgang (?). Wenn man von solchen Fähigkeiten ausgehen würde, würde das ja auch das Leben an Fixen Orten unheimlich schwerer machen....

      Davon abgesehen glaube ich, dass es sowas auch in der Realität gibt... wie soll man sonst erklären, dass einen Manche Wege, die man schon dutzendfach gegangen ist, so unheimlich lang sind ; )

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      Wo ein Waldgott steht wächst grünes Gras,
      wo ein Waldgott ruht, sprießen Wälder,
      wo ein Waldgott weint, entstehen Sümpfe,
      wo ein Waldgott blutet, ist das Land geheiligt
      und wo ein Waldgott stirbt, wird leben sein.​
    • Bei Phantásien kann ich weiterhelfen: Der Elfenbeinturm ist in der Mitte und von überall aus braucht man genau gleich lang dort hin.
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    • Find ich konzeptuell insgesamt sehr cool, dass man den Raum nicht als ein kontinuierliches "geomterisches" Objekt ansieht, sondern als eine Ansammlung von Orten, zwischen denen man auf irgendeine Art wechseln kann. In gewisser Weise sind FIlmwelten meistens solche Orte, weil die einzelnen Sets ja nicht auf die Art zusammenhängen, wie es uns der FIlm suggeriert. Auf unabsichtliche Weise kann sowas auch in Romanwelten entstehen, wenn Autoren nicht besonders auf räumliche Kontinuität achten und ein Zimmer mal im zweiten, mal im sechsten Stock liegt (looking at you JKR). Wenn man auch noch Reisezeiten berücksichtigt wird man fast in jedem Werk Unstimmigkeiten finden, so als "Traveling at the speed of plot". Ich hab mir in solchen Fällen oft so einen nicht-kontinuierlichen Raum als Lösung vorgestellt, auch wenn der Schöpfer darüber meistens gar nicht nachgedacht hat.

      Einen interessanten Aspekt finde ich die minimale Größe der Orte, die man sich so einrichtet. Wenn die sagen wir mal kleiner wäre als die Größe eines intelligenten Wesens, wird das Ganze vorstellungsmäßig ziemlich hart. Aber aus so Zellen mit vielleicht 10 Meter Durchmesser könnte man schon eine Welt aufbauen.

      Verwandt ist vielleicht aich ein Knzept, dass man doch relativ oft findet: Ein Ort, den man nur von einer bestimmten Seite aus betreten kann, also im Stile von Gleis 9-3/4. Da ist auch das grundsätzliche geometrische Gefüge des Raums durcheinander gebracht, auch wenn es sich wahrscheinlich sogar mathematisch formulieren ließe.
      Genrekonstruktivist, Weltformeltheoretiker und professioneller Es-sich-selbst-kompliziert-Macher

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    • Alpha Centauri schrieb:

      Verwandt ist vielleicht aich ein Knzept, dass man doch relativ oft findet: Ein Ort, den man nur von einer bestimmten Seite aus betreten kann, also im Stile von Gleis 9-3/4. Da ist auch das grundsätzliche geometrische Gefüge des Raums durcheinander gebracht, auch wenn es sich wahrscheinlich sogar mathematisch formulieren ließe.
      Dafür bieten sich gerichtete Graphen an. Ich habe mal eine Weile an einem Roguelike gearbeitet, dass solche Orte haben könnte – vom Konzept her würde das gut funktionieren, aber ich bin leider zu doof, Field-of-View für so etwas zu implementieren.
      Weltraumschlangen! :fluecht: