Rami oder die Fliesenwelt

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    • Rami oder die Fliesenwelt

      Weltenbastlerischer Hintergrund

      Die Fliesenwelt stammt aus meiner Kindheit. Sie ist das, was herauskommt, wenn einem Jungen langweilig ist, der gerade einen Zeichentrickfilm gesehen hat, bei dem eine Blüte eine ganze "Welt für sich" beinhaltet, und die Wände der Küche, aus deren Fenster er starrt, über den Arbeitsflächen gefließt sind. Weiter ausgearbeitet wird die Welt wohl kaum noch. Sie hat mir zuviel Ähnlichkeit mit dem Teppich von Terry Pratchett.

      Es existieren einige Informationen zu Kultur, Gesellschaft, politischem System, Sprache und Technik, die ich vielleicht noch beschreiben werde. Aus Nostalgie mag die Beschreibung auch noch eine Bebilderung bekommen. Aber eigentlich gebastelt wird hier nicht mehr, es sei denn es ergibt sich ein Anlass wie ein Wettbewerb oder eine Anregung, die nicht übersehen werden kann. So ist denn auch der Anlass, die Welt hier vorzustellen, die Slowbastel-Aufgabe diesen Monats. Als ich die Welt für eine geplante Homepage beschrieb, fiel mir auf, dass hier ein Ansatz zum Thema liegt und es ist einfacher zu schreiben, wenn ich dabei nicht alles neu erklären muss.

      Bevor ich zur Fliesenwelt selbst komme, muss ich noch kurz etwas erläutern. Irgendwann stellte ich mir die Frage, wohin Dörfer, Städte und Landstriche verschwinden, wenn sie in der Fantasy hinfortgezaubert werden. Die Antwort ist, dass da wohl ein verrückter Wissenschaftler im erdfernen Weltraum einen Forschungskomplex betreibt, und die dislozierten Objekte in einem riesigen Zylinder, einer Dysonsphäre und ähnlichem sammelt und dort an ihnen Experimente vornimmt. Daher bezeichne ich meine Welten auch als Zylinderwelt. Als eine irdische Stadt, nennen wir sie B**l*f*ld, verschwand, richtete die Bundesregierung das Bundesamt für Verschwörung und Metatechnologie ein, dass am Ort der verschwundenen Stadt eine Kulisse errichtete und bei ihren Nachforschungen auf Informationen und Technologie stieß um den erdfernen Forschungskomplex MZZ-1701-α zu finden, zu erreichen und zu infiltrieren. Ja, dass dient dazu, um auf der Webseite eine gewisse Verbindung der Welten zu haben, obwohl die Idee schon älter ist und der Zylinder für Experimente schon viele Jahre auf dem Buckel hat. Es erlaubt mir ein wenig Science Fiction, wobei ich nur den Forschungskomplex beschreiben muss. Zudem stehen nicht weit bebastelte Weltensplitter, die teils nur eine Idee sind oder aus einer Karte bestehen, bei der Präsentation nicht so verloren da. Auch wenn ich sie weitgehend ignoriere, stellen sie ja vielleicht für andere eine Inspiration dar.

      Und so sind denn meine Welten alle irgendwie Zylinderwelten. Meine Hauptwelt ist die Träne der Götter, ein Kontinent der eben aus dislozierten Orten besteht, weshalb da auch irgendwann eine Erklärung folgen musste. Daneben existieren noch zwei Welten. Die Kugelkontinente Orbret, die ihre Entstehung Experimenten verdanken und Konsequenz der Hintergrundgeschichte und eines Kartentutorial sind, sowie eine Welt ohne Fantasy, Science Fiction, Mystery. In der Logik der Zylinderwelten eine Darstellung, wie sie vor Beginn der Dislokationen aussah. Bevor ich zur Träne der Götter fand, existierte noch eine andere Fantasywelt. Ob ich einiges davon woanders Einbaue oder im jetzigen Stand irgendwann mal vorstelle, kann ich nicht sagen.

      Wie gesagt stammt die Fliesenwelt aus meiner Kindheit. Mittlerweile wurde sie aus der elterlichen Küche entfernt. Nach einer Zeit der unabhängigen Existenz der Fliese musste ich feststellen, dass sie in meiner Vorstellung in der Teeküche eines Labors im erdfernen Forschungskomplex MZZ-1701-α gelandet war. Der verrückte Wissenschaftler weiß es nicht, aber mittlerweile habe ich die Fliese fest in seinen Forschungskomplex MZZ-1701-α eingebastelt. Mal schauen, ob es ihm Probleme oder unerwartete und verfälschte Ergebnisse beschert. Äußerst beunruhigend ist die Erklärung, wie sie dort hin gelangte.

      Den Hintergrund musste ich erklären, da die Welt als Zusammenfassung eines Berichts des Bundesverschwörungsamtes firmiert, wie es für alle Weltensplitter, also meine aufgegebenen oder nur im Ansatz vorhandenen Welten und bloße Ideen geplant ist. Weiter ausgearbeitete Welten werden aber neutral beschrieben, hier hatte ich nur Lust auf den Fluff.
    • Beschreibung der Fliesenwelt

      Es folgt eine Zusammenfassung des Berichts Kontaktaufnahme Fliese, Akte Z-3597.F786.δ des Bundesamtes für Verschwörung und Metatechnologie, verfasst von den Inspektoren Müller und Dupfenbach, die den erdfernen Forschungskomplex MZZ-1701-α infiltrieren konnten. Im Gegensatz zu den anderen Welten ist die Fliese kein Forschungsobjekt, sondern befindet sich als Fliese in der Teeküche eines Forschungslabors. Die Berichtenden gehen davon aus, dass dies den Leitern des Forschungskomplexes unbekannt ist und wir hier Verbündete entdeckt haben. Aufgrund der Notwendigkeit heimlichen Vorgehens konnten bisher jedoch recht wenig Informationen gesammelt werden.
      Diese Welt besteht im Prinzip aus einer Fliese. Man denke an eine rot glasierte Fliese mit unglasierten Linien, die ein Muster bilden. 70er Jahre-Landhausstil. Die glasierten Flächen sind der bewohnbare Raum, ähnlich wie wir reden die Bewohner, wenn man es übersetzt von bewohnbarer Keramik, in ihrer Sprache existiert der Begriff Rami. Die unglasierten Linien gelten als "wüste Streifen", der Ausdruck des Fliesensprache konnte noch nicht ermittelt werden. An den Rändern gibt es die sogenannten 'Fugen', die die Fliesen begrenzen und hier klingt der fliesische Ausdruck wie Fugge, nur mit einem sehr schnell ausgesprochenen 'u' und mehr 'g's. Auch das 'F' klingt irgendwie anders. Nicht ganz geklärt ist, ob die wüsten Streifen wirklich nicht glasiert sind und so eine Verbindung zwischen dem weiter unten erklärten Oben und Unten darstellt, oder ob hier die Glasur dünner ist und nur Risse diese Passage erlauben.

      Die Bewohner leben nicht "auf" der Fliese, wie man annehmen könnte, denn die "Glasur" wölbt sich über sehr kleinen, für die Fliesianer wohl sehr großen Hohlräumen. Die Glasur sorgt für ein warmes, rotes Licht und schützt die Bewohner vor vielen Unbilden, wie Regen heißen Fetts oder auch einem Ereignis, dass ähnlich unserer Sonnenfinsternis vorübergehend das Licht verdunkelt. Aufgrund der geringen Kenntnisse wird der entsprechende Begriff bisher allerdings mit Waschlappen übersetzt. Eine Vermutung besteht darin, dass damit eine Art Teufel gemeint ist, der durch den Begriff ob seiner Unfähigkeit, die Bewohner unter der Glasur zu erreichen, durch den Begriff verspottet werden soll. Kritiker verweisen darauf, dass diese übertragene Bedeutung dabei in unzulässiger Weise von unserer Sprache auf die weitgehend unbekannte Sprache der Fliesenbewohner, oder besser der Rami-Gesellschaften, übertragen wird. Also übertragen diese Kritiker den Begriff einfach mit 'Sonnenfinsternis'. Jedenfalls gilt die Oberseite, Holl genannt, als äußerst gefährlich.

      Dennoch gibt es Reisende und Expeditionen, die u.a. zur Gewinnung verschiedener Rohstoffe durchgeführt werden, die nicht vor ihr zurückschrecken und so konnten die Bewohner denn auch entdeckt werden und sogar Kontakt hergestellt. Hierbei erwies es sich jedoch als unmöglich, die Sprache der Bewohner zu erlernen, die allerdings selbst sehr geschickt darin sind, die unsere zu Erlernen. Es muss nochmals auf die Umstände der Kontaktaufnahme verwiesen werden, die die Tiefe der Untersuchungen beschränkte.

      Fortsetzung folgt ...

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    • Sprache und Bewohner der Fliesenwelt

      ...Fortsetzung

      Das Wenige, was über die Sprache der Bewohner, bzw. über die Sprache derjenigen Bewohner mit denen Kontakt hergestellt werden konnte, gesagt werden kann, beschränkt sich auf eine simple Wortliste. Besonders interessant erscheint folgende Auswahl:
      • F'ggge die, die Fliesenwelt begrenzende Fuge
      • H'pppt Kopf
      • Rami bewohnbare Keramik der Fliesenwelt
      • Rei Politischer Anführer, vielleicht ein Monarch
      • Bagaradsandiworai Expeditionsleiter


      Die Bewohner konnten aufgrund der geringen Größe nicht direkt in Augenschein genommen werden. Sie sind scheinen aber grob menschenähnlich mit Armen und Beinen zu sein. Der Kopf -H'ppt- ist jedoch Zylinderförmig.

      [Wenn ich die Wortliste wiederfinde, ergänze ich noch ein paar. Die Bewohner sind so dürftig beschrieben, weil es für die Bastelaufgabe nicht die Spannung verderben soll. Sie erlaubt es mir nämlich endlich -nach Jahrzehnten- etwas davon besser zu erklären. Wenn das online ist, vervollständige ich die Beschreibung noch etwas.]

      Fortsetzung...

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    • Geschichte und politische Organisation der Fliesenwelt

      ...Fortsetzung

      Zur Geschichte der Fliesenwelt konnte bisher wenig festgestellt werden. Eine alte Sage verweist darauf, dass sich die Fliese einst in einer größeren Küche befand. Da die Fliese nicht zu den entführten Objekten gehört, erscheint dies jedoch unwahrscheinlich. Es wird davon ausgegangen, dass die Fliese von einer größeren Fliesenwelt stammt und durch unbeabsichtigte Nebeneffekte der Landschaftsentrückungen in den Forschungskomplex gelangte. Es wird vorgeschlagen zu überprüfen, ob eine Art Verschmutzung des Universums eingetreten ist, die zufällige Landschafts-Dislokationen bedingt und somit eine neue Gefahr darstellt.

      Wichtig wären Informationen zur politischen Organisation. Doch um die Mission nicht zu gefährden, schlagen die Berichtenden hier eine eigene Unternehmung vor, statt selbst die Kontakte zu vertiefen. Es konnte festgestellt werden, dass sich ein Expeditionsleiter, der gleichzeitig ein politischer Anführer zu sein scheint, Rei nannte und ein anderer, der weniger bedeutend zu scheint, Bagaradsandiworai. Ob letzterer ein Militär, ein Wissenschaftler oder ein Anführer anderen Ranges ist, lässt sich kaum sagen. Es scheint eine Oberschicht, die wohl eine erbliche Position im sozialen Gefüge innehat. Darauf deuten Bemerkungen über J'rrrd und Harrid hin, die wohl untergeordnete Schichten oder Stände bezeichnen, von denen die Oberschicht nur verächtlich spricht. Auch scheinen die Vorfahren des Rei ebenfalls dieses Amt innegehabt zu haben. Die Vermutung einer monarchischen Staatsform liegt nahe.

      Es wird vorgeschlagen, eine Operation Teeküche durchzuführen, um mehr über die Fliesenwelt herauszufinden und womöglich Verbündete im Forschungskomplex MZZ-1701-α zu gewinnen, auch wenn ihre Möglichkeiten begrenzt scheinen.

      Ende des Berichts

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