[2017-12] [Assai] Ernährung der Kyelter Nord-Oenas

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    • [2017-12] [Assai] Ernährung der Kyelter Nord-Oenas

      Erster eigener Thread! :klatsch:

      Das diesmonatige Slowbastel-Thema ist wie geschaffen dafür, mich endlich mal mit meinen gegensätzlichen Ideen der Lebensweise der Kyelter im Hohen Norden des Kontinents Oena zu befassen, besonders mit ihren Ernährungsgewohnheiten! :thumbup:
      Warum gegensätzlich? Nun, ich weiß noch nicht viel über diese Völker, aber das wenige reicht, um sich zu verrennen. Ich hoffe, hier die nötigen Anstöße zu bekommen, um voran zu kommen! :D

      Kyelter sind eine kulturschaffende Spezies humanoider Paarhufer, die aus biologischen Gründen keine tierischen Eiweiße vertragen. Sie sind somit größtenteils Pflanzenfresser. Ihr Lebensraum erstreckt sich hauptsächlich über die subarktische Taiga und die nördlicher liegende Tundra. Ihr seht das Problem. ;D
      Sie leben in kleinen sozialen Gruppen hauptsächlich als Sammler.
      Wie Trajan es in seinem Thread beschrieben hat, geht es mir auch in etwa: Ich will möglichst plausible Erklärungen für die Eigenheiten meiner Welt finden. Also habe ich mir schon ein paar Gedanken zu Nahrungsquellen gemacht.

      - Meine Tundra könnte eine höhere Dichte an (für Kyelter) essbaren Pflanzen bei ähnlicher Pflanzendichte aufweisen.
      - Ich kenne mich mit irdischer Wasserflora nicht aus, aber sie könnte auf Assai für die Kyelter eine Hauptnahrungquelle darstellen.
      Und eine fixe Idee von vor ein paar Tagen:
      - Die Kyelter könnten mit Großwildherden wandern und irgendwie eine Art Symbiose mit den Tieren eingehen. Sie könnten beispielsweise auch deren, wie auch immer gearteten Ausscheidungen (oder Teile davon/ damit behandelte Pflanzen/...) verspeisen.

      All diese Lösungen würden vermutlich konsequenterweise eine jahreszeitliche Wanderung (mit den Herden) voraussetzen.

      Soweit meine Ideen, die ihr gerne zerreißen dürft, kommentieren, beklugscheißen und was euch sonst noch einfällt. Habt ihr ähnliche Probleme gehabt (Lebensweise passt schlecht zur Umgebung)? Kennt ihr euch mit (sub-)arktischen Völkern in euren Welten aus?
      Wichtig ist mir hauptsächlich, dass sie Pflanzenfresser bleiben und der Wohnort ist auch schlecht veränderbar (über das Klima ließe sich noch reden, was aber globale Umbrüche zur Folge hätte :fluecht: ), alles andere ist veränderbar.
      Ich hoffe, man kann auf diesen Text überhaupt irgendwie antworten. :weissnicht: ;D
    • Wenn sie dort leben, dann könne sie dort auch überleben. Also werden sie essen, was vor Ort vorhanden ist. Tannen- oder Fichtennadeln wurden in Nordamerika z.B. als Vitamin-C-Lieferant zu einem Tee bereitet. Hier könnten die jungen, hellgrünen Triebe gesammelt und verzehrt werden.

      Dann dürfte es auch ein Äquivalent zu Gras geben. Die europäische Kranbeere, breitet sich recht weit nach Norden aus. Kranbeere ist keine Eindeutschung der Englischen Bezeichnung Cranberry, sondern die Übernahme des traditionellen niederdeutschen Ausdruck in das Hochdeutsch Norddeutschlands. Die europäische Version ist etwas kleiner als die heute als Cranberry bekannte amerikanische Moosbeere, was eine weitere Bezeichnung ist.

      Dann sind da natürlich der Samen der Nadelbäume, die ja auch Energie enthalten müssen. Und was ist mit Baumharz -ich erinnere an Ahornsirup.

      Mit Wasserpflanzen kenne ich mich auch nicht aus.

      Mist kann nicht nur als Dünger dienen, er kann auch wärme erzeugen. Wo große Herden waren, könnten im Frühjahr die ersten Pflanzen wachsen. Viel Energie wird nicht mehr enthalten sein. Gras und Blätter sind ja die Nahrung solcher Herdentiere, wenn ich recht informiert bin.

      Allerdings werden sie Vorratshaltung betreiben müssen. Vielleicht mit einem zuckrigen Harz, dass dann im Winter noch gefriert?
    • Hey, danke für die Beispiele!
      Ich denke, das überleben in der Taiga ist nicht das Problem, aber auf die Idee mit dem Harz/Sirup und dessen Lagerung war ich noch nicht gekommen. Cool! :D
      Was die Tundra angeht, laufen deine Vorschläge auch auf das gehäufte Auftreten essbarer Pflanzen hinaus, verstehe ich dich da richtig? So weit ich weiß leben irdische Arktisbewohner schließlich überwiegend von Fleisch. Das ist sicher nicht unbegründet, sondern hat mit der aufwändigen Beschaffung pflanzlicher Nahrung zu tun...

      Ansonsten habe ich mich etwas auf die Idee versteift, die pflanzlichen Hinterlassenschaften der Tiere irgendwie in den Speiseplan aufzunehmen. Besonders nachdem ich im von Eru ( ??? ) verlinkten Text über sie Sami gelesen habe, dass sie (früher) den Mageninhalt der Rentiere aßen, wie Raubtiere.

      Ich mach mir dazu nochmal ein paar Gedanken! ;D
    • Ich glaub auch, dass die mit der Taiga kein Problem haben, Elche schaffen das auch und z.T. Rinder und früher angeblich Mastodonten. Da nochmal Wiki zu den Essgewohnheiten der Elche: de.wikipedia.org/wiki/Elch#Nahrung_und_Nahrungserwerb

      Neben "protein- und mineralreiche"m frischen Laub (verglichen mit Gras) haben die wohl auch eine Nische mit Wasserpflanzen gefüllt, aber die hattest du ja auch schon erwähnt.

      Beim Mageninhalt, uhrm.. o.o ..früher dacht ich, dass beim Wiederkauen auf die Wiese gekotzt wird, aber das scheint wohl nicht so zu sein, sonst hätt man sich daran bedienen können. (Wobei, sicher bin ich mir immer noch nicht.) Sonst helfen vielleicht extra Mägen durchzukommen. Ich hoffe ihre Physiologie ist aufs Sammeln der Nahrung auch ausgerichtet mit Armen oder Mund in Reichweite der Zielpflanzen. Sonst fällt mir ne Woche später leider auch nichts entfernt hilfreiches ein.. :-/ ..vlt. ein mobiler Garten als Rucksack-Aufsatz oder Gartenbau direkt auf Kopf und Rücken oder als Schlitten? Von Trollen und Riesen kennt man das ja manchmal, dass da Moose und Sträucher wuchern.

      Allgemein im Ackerbau soll Reis verglichen mit Mais und Weizen und anderen Grundnahrungspflanzen am energiereichsten sein und so auch die hohen Bevölkerungszahlen in Asien historisch erklären, aber das ist ja sehr Wasserintensiv nun und für die Klimazonen unpassend. Td. vielleicht eine interessante Notiz, wenn du an eigenen Pflanzenbau gehst.
      > Möchte in Fantasy-Ausrichtung an den Erfolg von Scientology anknüpfen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Eru ()

    • @Eru vielen Dank für das Nase-auf-den-Elch-Stupsen. :) Nach der Lektüre der Essgewohnheiten verschiedener (sub)arktischer Pflanzenfresser und weiteren Nachforschungen zur Sammeltätigkeit nordischer Jäger-Sammler-Völker, bin ich der Lösung des Problems näher gekommen.

      Aber zuerst das Wichtigste: Ich habe mir nochmal ein bisschen meine Welt angeschaut und festgestellt, dass sie eigentlich wärmer ist, als ich angenommen hatte. :o ;) Somit gibt es jetzt nur noch im Winter durchgehend vereiste Polkappen (zumindest am Südpol) und nur noch der alleräußerste Norden des Kontinents Oena ist mit Moos- und Flechtentundra bedeckt. Was bisher ebenfalls so schien ist jetzt eher subpolares Heideland mit ausgedehnten Beerenbuschteppichen, Sträuchern und vereinzelten Kleinst- und Krüppelbäumen.

      Hier gibt es jetzt genug Beeren, Nüsse und Wurzeln, um problemlos auch an der polnahen Nordküste (zumindest als Nomade) zu überleben. Im Winter ziehen sich die meisten Kyelter nach Süden zurück. Diejenigen, die bis zur Taiga wandern, tun sich an Baumsirup, Hartlaub und überwinternden Wurzeln gütlich. Doch viele bleiben auch in der Tundra und essen vor allem (Achtung, Elche) Beerenstrauchreisig, in südlicheren Gegenden auch Baumrinde und als besonderen Eiweißlieferanten Wasserpflanzen. Hier habe ich mir verschiedene Wasserpflanzen unserer Erde angeschaut (vor allem Wasserlinsen, aka Entengrütze) und eine Gattung von sternförmigen Pflanzen in Oenas Flüssen angesiedelt. Diese schwimmen im Sommer nahe der Wasseroberfläche und vermehren sich stark. Sie sind ungenießbar für Kyelter bis der Winter naht und sie ihre strahlenförmigen Auswüchse zurückbilden und als befruchtete verdickte Kügelchen auf den Grund sinken. Durchschlägt man das Eis, kann man sie mit Netzen oder der bloßen Hand zu tausenden ernten und als sehr energie- und eiweißreiche Nahrung nutzen.

      Ich würde immernoch sehr gern den Kyeltern, vor allem den nördlichsten, die pflanzlichen Hinterlassenschaften der Tierherden schmackhaft machen :pfeif: , aber mir fällt noch immer keine befriedigend besondere Art ein, wie man das schön einbauen kann, dass es auch einen Einfluss auf die Kultur und den Umgang mit anderen Völkern hat. Nur so ganz normal "und sie essen Tierdung" ist mir zu langweilig, falls ihr versteht, was ich meine, der zündende Gedanke ist aber noch nicht gekommen... (Und nein, ich bin nicht exkrementophil. ;D )

      Zur Physiognomie: Ja, sie sind wie gesagt humanoid. Arme, Beine, Mund - alles nötige vorhanden! 8)