[2017-12][Hexenlande] Ökosystem der Unterwelt

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    • [2017-12][Hexenlande] Ökosystem der Unterwelt

      Wohl motiviert von Empires of Undergrowth, sonem kommenden Ameisenkolonie-Computerspiel, hab ich die letzten Stunden mit Recherchen zur Flora/Fauna in der Unterwelt verbracht und mir da was zusammengefriemelt. Los ging die Überlegung mit dem Arachnenvolk, das eben an sozialen Insekten orientiert sein soll, und führte dann zum subterranen Stoffkreislauf. Ich hab noch nicht viel im Höhlenwelten-Thread gelesen, aber da gehts für mich dann vlt. weiter.. o.o Sehr gefällt mir wieder das SciFi-Thema von geschlossenen und mitunter künstlichen Ökosystemen in eine Fantasywelt zu transportieren.


      Die weitläufigen Höhlensysteme sind sauerstoffarm, luftfeucht und ganzjährig ein paar Grad über dem Gefrierpunkt. Nun gibts da wie bei uns erstmal meist nur Kleinstlebewesen in der Nähe von Gewässern, Fischchen und sowas.

      Lichtkammern-Ökosystem
      Zudem existieren isoliert aber auch die Lichtkammern. Hier sind einige Insekten, Pilze, Algen und Fische mit biolumineszenten Tönen von grün und blassblau hell genug, dass Farne, Moose und Algen photosynthetisch Sauerstoff erzeugen. Mit dem hohen Sauerstoffgehalt können die wiederum ihr Licht erzeugen, zudem aber auch einige Insekten größer werden. Die meisten Lebewesen sind pigmentlos und blind, während einige der dennoch eher trüben Beleuchtung mit großen Augen entgegenwirken.
      Maßgeblich an der grünen Beleuchtung beteiligt sind große Lichtmotten, Riesentausendfüßler, Glühwürmchen und Pilze. Ein blassblaues Licht kommt von Kleinstlebewesen, Algen und kleinen Fischen im Wasser. Dominante Lebensformen der Kammern sind hierbei die grünen Farne und Moose, welche von dunkelgrünen Riesentausendfüßlern von etwa 2 zu 0,5 Metern verschlungen werden. Die Tausendfüßler strahlen selbst zwischen ihren Segmenten grünes Licht aus, das bei sauerstoffarmer Umgebung schwächer wird. Neben den großen Motten Spannweiten von einer Armlänge leben auch ähnlich große Spinnen, wobei die Motten mit einem Licht am Hinterleib miteinander kommunizieren. Nach warnendem Flackern erlischt das Licht der Motten, was dem Einfall großer, pigmentloser Fledermäuse zu verschulden ist, die zwischen den Kammern wohnen und auf ihrer Beutesuche in diese eindringen. Im Wasser wiederum sind Pfeilschwanzkrebse die größten Lebensformen.

      Bewirtschaftung durch unterirdisch lebende Völker
      Das fragile Ökosystem vieler Lichtkammern wurde etwa durch übermäßiges Erbeuten Licht spendender Käfer gekippt, indem die Beleuchtung für die Flora nicht mehr ausreichte. So gibt es bei mit Lichtkammern wirtschaftenden Völkern Gärtner, welche wissen die Systeme aufrechtzuerhalten und die nötige Saat auch in neue Kammern tragen können. Die größeren Insekten können hierbei aber nicht lange in der sauerstoffarmen Umgebung außerhalb der Lichtkammern überleben, sodass deren wertvolle Larven in die neuen Kammern getragen werden.
      Während Zwerge vor allem die Pilze, Krebse, Fische und die großen Insekten der Lichtkammern als nahrhaft betrachten und hierzu die Lichtkammern bewirtschaften, ist die Arachnenphysiologie auf das Erbeuten der weißen Riesenfledermäuse ausgerichtet, die sich in den weitläufigen Netzen ihrer blinden Weberinnen verfangen.


      Offene Fragen:

      • Der Riesentausendfüßler ist vlt. noch bearbeitungswürdig, aber die Idee des leuchtenden Gärtner-Herbivoren gefällt mir irgendwie, auch wenn das Tier selbst ziemlich kopiert ist.
      • Für die Sauerstoff-Lichtkammern müsste die Luft auch nicht gut entweichen dürfen, aber das sind ja isolierte Kammern, also nicht jedes Stück Höhle eignet sich, daher ists so okay oder so.
      • Lichtkammern könnten vlt. als Luftoasen für Oberflächenbewohner oder so dienen, wenns drumrum eher sauerstoffarm ist(?).
      • Eine Frage war noch, ob durch Zwerge und Arachnen von oben herabtransportierte Biomasse maßgeblich zu Unterwelt-Ökosystemen beitragen soll.
      • Die weißen Riesenfledermäuse hätt ich lieber blind und kreischend, aber dann hätten die Motten keinen Grund für ihr Lichtkonzert bzw. dafür die "Nacht" in die Lichtkammer zu bringen..
      • Arachnen-Weberinnen haben Stealth-Netze, die von Ultraschall-Riesenfledermäusen nicht wahrgenommen werden können ?
      • Außerhalb der Lichtkammern gibts noch die 'Feuerseen', aber da lebt eher wenig. Ein paar Schlangen hätte ich da gerne, aber ich wüsst jetzt nicht, wovon die leben und wieso am Feuersee anstatt in der Lichtkammer dann. In dem noch eher toten Biotop brauchen die Feuerriesen nämlich Reptilien für die Schuppenhautgewinnung, ggf. Nahrung.. und Knochen als Werkstoff wären auch ganz sinnig.
      • In der Realo-Untersee gibts noch einen Fisch mit rot leuchtenden Augen, durch die er rote Pigmente erkennen kann, die da unten sonst ausgefiltert sind. Das hätte ich ggf. gerne bei einigen Zwergen und Arachnen als Warnung für rote Feuerriesen im sonst dunklen oder so, andererseits kommen die bislang von ihren Feuersee-Städten selbst mit (rotem) Feuer(?) Was wäre da eigentlich ihr Brennstoff für?
      • Gorgonen gäbs noch als Unterweltvolk, wobei auch eher saisonal. Die würden sich ggf. trotzdem über ein bisschen Ökosystem da unten freuen, vielleicht zusammen mit den Restschlangen. Die Arachnen wurden ja mit den Riesenspinnen ein bisschen evolutionär erklärt so.
      • Vereinzelt gibts noch Fuhrmänner der Zwerge und Riesen in Gondeln auf unterirdischen Fluss- und Kanalsystemen, vlt. kann man mit denen noch was machen.
      > Möchte in Fantasy-Ausrichtung an den Erfolg von Scientology anknüpfen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von Eru ()