Körperliche/geistige Veränderung des Anwenders durch Magie

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    • Körperliche/geistige Veränderung des Anwenders durch Magie

      Moin allerseits!

      Ich bastel grade nach langer Zeit an einer neuen Welt. Insbesondere denke ich grade viel darüber nach, wie ich das Magiesystem gestalten will. Das ganze soll später als Hintergrund für Pen&Paper Abenteuer mit Freunden dienen, deshalb habe ich einen gewissen Fokus auf Spielmechaniken und Umsetzungen im Rollenspiel. Das Setting wird leicht futuristisch sein. Es geht um eine Welt, die von Menschen unserer Erde durch Portale besiedelt wurde, aber nach einer noch nicht näher definierten Krise auf der Erde alle Verbindungen dorthin verlor. Das Tecchniklevel ist also leicht futuristisch, aber viele Errungenschaften gingen auch wieder verloren und sind mittlerweile eher seltene Artefakte.

      Ich habe einige Dinge, die ich bisher über die "Magie" dieser Welt weiß und eine konkrete Frage.
      Was ich bisher weiß:

      1. Magie, oder "mystische Kräfte", wie ich es lieber nennen will, nehmen ihre Macht aus drei Urkräften. Das sind keine Götter oder bewusste Wesen, eher Quellen von macht, die für bestimmte Konzepte stehen. Sie haben daher auch keine selbstgewählten Namen, daher benutze ich meine Arbeitstitel.

      Das Grün, das natürlich für Wachstum, Geburt, Ursprünglichkeit, Wildheit, Instinkt und Impulsivität steht.
      Das Weiß, das für das Bestehen, die Ewigkeit, die Reinheit, die Gemeinschaft, Disziplin, Geduld, Passivität etc. steht.
      Das Schwarz, dementsprechend der Tod, das Ende, Aggressivität, Verfall, Egoismus, Lüge, Gier und Korrution steht.

      Jeder Mystiker nimmt seine Kraft also aus einer dieser Quellen. Jede der existierenden Traditionen steht in ihrem Denkmuster einer dieser Quellen nahe und bezieht seine Kraft aus ihr.

      2. Ich möchte keinen Mana-Balken oder ähnliche Konstruktionen, um den Gebrauch von Magie zu beschränken. Meine Idee ist eine andere. Jedes Mal, wenn ein Mystiker eine Kraft benutzt, öffnet er seinen Verstand für die Macht seiner Quelle und kanalisiert ihre Macht durch seinen Willen in eine bestimmte Form. Jedes Mal, wenn er das tut, riskiert er, überwältigt und im Sinne der Quelle verändert zu werden. Wenn man die Kraft wenig nutzt und etwas Zeit zwischen den Einsätzen verstreichen lässt, passiert nichts schlimmes. Wenn man allerdings mehr von der Quelle in seinen Verstand lässt, als man innerhalb der kurzen Zeit verarbeiten kann, dann wird man geistig und körperlich im Sinne der Quelle verändert.


      Und hier nun meine Frage. Bei der Veränderung durch das Schwarz habe ich viele Ideen, wie sich diese Veränderungen ausdrücken können. Die Augen bekommen seltsame gruselige Farben, eine dunkle, beängstigende Aura, die Schatten tanzen und Dinge verwesen lässt, Lichtempfindlichkeit, Tiere haben Angst vor einem, schreckliche und blutige Illusionen verfolgen einen, Aggressivität wird zum dominanten Charakterzug des Anwenders, sein Körper selbst wird zu einer Ruine, wenn die dunkle zerstörerische Kraft der Quelle ihn immer mehr schwächt, er altert und wird gebrechlich etc. Bei den anderen beiden Kräften habe ich allerdings deutlich mehr Probleme, mir spannende Veränderungen einfallen zu lassen. Wie verändert die Weiße Quelle einen Anwender und wie die Grüne Quelle?

      Ich bin für alle Anregungen dankbar und bitte entschuldigt, dass ich so lange gebraucht habe, um auf meine Frage zu kommen :D
    • Das Grün:
      Ich könnte mir gut vorstellen, dass hier der Charakter des Anwenders immer gefühlsbetonter wird, er verleirt die Fähigkeit rational zu denken und unterliegt starken Stimmungsschwankungen. Falls es in Richtung Gegensatz von Schwarz geht, dann könnte er zum Beispiel keine Dunkelheit mehr ertragen, Tiere freunden sich leichter mit einem an, man bekommt Angst vor großen Menschenmengen und Städten und ist viel eher der Natur und der Ruhe zugeneigt. Vielleicht wächst der Körper sogar. Je nachdem könnten einem langsam kleine Krallen, Fangzähne oder Fell wachsen. Sinne werden bis ins Schmerzhafte geschärft etc.

      Das Weiß:
      Hier könnte der Anwender im Gegensatz dazu die Fähigkeit große Gefühle zu verspüren verlieren. Er denkt nur noch logisch, nicht mehr emotional...fast wie ein Vulkanier. Er wird asketisch, isst nur noch bestimmte Dinge und versucht seinen Körper rein zu halten. Damit könnte auch eine längere Lebensspanne einhergehen oder aber ein schwächerer Körperbau. Durch den Verlust von Gefühl dank seiner Passivität verliert er immer mehr an Lebenssinn und Antrieb, motivationslos sozusagen. Wie die Gemeinschaft hier rein passt, weiß ich nicht. Vielleicht könnte er einfach keine Einsamkeit mehr ertragen und meidet große freie Flächen.

      Das sind so meine ersten Gedanken dazu, vielleicht bringen sie dir ja was. Klingt auf jeden Fall nach einer interessanten Idee, dass die Anwendung von Magie einen nicht nur körperlich, sondern auch charakterlich verändert. :)
      "Archäologie ist die Suche nach Fakten. Nich nach der Wahrheit. Wenn Sie an der Wahrheit interessiert sind, Dr. Tyries Philosophiekurs ist am Ende des Ganges. Also vergessen Sie diese Geschichten von verborgenen Städten und die Welt umzugraben. Wir folgen keinen alten Karten, entdecken keine vermissten Schätze und noch nie hat ein X irgendwann irgendwo einen bedeutenden Punkt markiert."

      - Prof. Dr. Henry Jones Jr.
    • Vielen Dank für deine Ideen zu so später Stunde schonmal! :) Das waren genau die Denkanstöße, die ich brauchte!


      Salyan schrieb:

      Falls es in Richtung Gegensatz von Schwarz geht,
      Das Grün ist kein Gegensatz zu Schwarz, alle drei sind miteinander gleichermaßen unvereinbare Kräfte. Da die Dunkelheit im Sinne der Nacht in meinem Verständnis ein ganz natürlicher Teil der Natur ist, würde ich die Idee nicht übernehmen.
      Die Abwesenheit rationalem Denkens gefällt mir aber sehr gut, er wird sozusagen innerlich immer "tierischer". Vielleicht könnte er auf höheren Stufen der Veränderung ja sogar die Fähigkeit der Sprache verlieren.
      Über die beruhigende Wirkung auf Tiere hatte ich auch nachgedacht, ich will die aber nicht zu Hippie-mäßig rüberkommen lassen. Einige Nutzer des Grün sollen sich in monströse Bestien verwandeln können, da würde das unpassend wirken. Je nach Art der Fähigkeiten kann es aber auch gut passen, wenn der Charakter spirituell und eher auf die heilenden Kräfte dieser Quelle bedacht ist etwa. Im anderen Fall müssten Tiere dann ja eher die Flucht ergreifen, ähnlich wie beim Schwarz *grübel*
      Angst vor Menschenmengen und Städten ist sehr gut, vielen Dank! :D Das kann man sicher super mit einem Gefühl der Entfremdung verbinden. Die Anwender fühlt sich unter Menschen nicht mehr wohl und zieht sich immer öfter in die Wildnis zurück, wo er sich geborgen fühlt...geilon.
      Oh ja, das passt sogar gut zum System. Viele "Grüne" haben einen oder mehrere Tierkörper, in die sie wechseln können. Es würde bei denen super passen, wenn der Tierkörper die Barriere zwischen beiden Gestalten durchbricht und beide langsam zu einem Körper werden. Der Nutzer verliert sehr anschaulich die Kontrolle über seine Macht und wird von ihr verschlungen.
      Jaa die Sinne sind auch eine super Idee! Das lässt sich auch super mit dem Angleichen der Gestalten verbinden. Wenn die Tiergestalt sehr gut hören kann, dann schleicht sich dies auch in dem menschlichen Körper ein und wird zum Nachteil, weil der Nutzer es nicht mehr kontrolliert an- und ausschalten kann.



      Zu der asketischen Lebensweise hatte ich auch noch eine Idee bekommen: er isst, wie in deiner Idee, immer weniger, bis er schließlich gar keine Nahrung mehr zu sich nimmt und immer öfter stundenlang in Meditation o.ä. versunken ist. Er wird zwar sehr langlebig und altert nicht mehr (die Idee der Ewigkeit im positiven), aber sein Verstand versinkt immer öfter in der Ewigkeit seiner Quelle, bis er irgendwann nie mehr zurückkehren kann und zu einem ewig lebenden, aber quasi hirntoten Wesen wird. Ich meine, da mal eine Geschichte über einen buddhistischen Mönch gelesen zu haben, der nach 100 Jahren Meditation oder so noch immer leben soll.
      Der Verlust an Emotion passt auch sehr gut. Er wird sehr passiv und will sich nur noch in seine Meditationen vertiefen, um der Quelle nahe zu sein. Er kann immer weniger menschliche Gefühle wie Hunger, Durst, Angst vor Verlust, Schmerz und ähnlichem nachvollziehen, weil er sich selbst schon so sehr von den "kleinen" Problemen des Lebens gelöst hat.

      Salyan schrieb:

      Wie die Gemeinschaft hier rein passt, weiß ich nicht. Vielleicht könnte er einfach keine Einsamkeit mehr ertragen und meidet große freie Flächen.
      Gemeinschaft hab ich mir dazu geschrieben, um zum Egoismus und Individualismus der Schwarzen Quelle abzugrenzen. Ihr geht es nur um den Gewinn einiger gieriger mächtiger Individuen, während die Weiße Quelle eher Wert auf eine "reine" Gemeinschaft legt, deren Mitglieder die Werte der Quelle leben. Finsterer Nekromant vs. Sonnenkirche, sozusagen. Das ist aber fürchte ich zu sehr auf andere Menschen bezogen, als dass ein einzelner Anwender davon betroffen werden könnte. Außer natürlich, er verliert seine Individualität völlig... *denk* Er kann sich vielleicht irgendwann gar nicht mehr an seinen Namen erinnern, wer er ist, was er mag, was er will.



      Jo also vielen Dank auf jeden Fall für deine tollen Ideen, da hast du sogar noch ein paar Ideen aus mir rauskitzeln können :D
    • Ambicatus schrieb:

      Das Weiß, das für das Bestehen, die Ewigkeit, die Reinheit, die Gemeinschaft, Disziplin, Geduld, Passivität etc. steht.
      "Gemeinschaft" kann vllt auch bedeuten: Sich selbst aufopfern, den anderen unterordnen?

      Mir gefällt, dass es 3 Kräfte sind, und nicht 2, allerdings finde ich, dass Schwarz noch ein wenig zu pauschal "böse" wirkt. Das könnte durch den Aspekt "notwendiger Verfall" ein bisschen ausgeglichen werden. Dass also in mancher Situation es notwendig ist, etwas zu zerstören, anstatt es passiv zu ignorieren oder zu erweitern.

      Irgendwie könnte es auch ein schöner Dreier-Kreislauf sein:

      Zuerst ist nichts da, dann wächst etwas erst einmal fröhlich. Dann ist alles vollgewachsen und die Äste kommen sich gegenseitig in die Quere, es kommt zu Stagnation, Passivität. Die dann irgendwann durch Zerstörung wieder aufgebrochen wird, sodass auf der Asche wieder etwas neues wachsen kann.

      Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • Genau so ist es gedacht. Im Wertekanon des Weiß steht die Gemeinschaft über dem Individuum. Das klingt erstmal ganz gut und selbstlos, bedeutet aber auch klare Hierarchien, kollektivistische Gesellschaften und begünstigt vielleicht sogar totalitäre Staatsformen, da die ja den Wandel idR besonders unterdrücken. Die Einstellung weißer Anwender kann vielleicht mit dem Jedi-Orden verglichen werden. Ja, sie sind selbstlos und spüren keinen Zorn und keine Angst, aber sie unterdrücken/verlieren ihre menschlichen Gefühle, dürfen/können keine Liebe empfinden und sie werden so stoisch, dass sie fast jede Menschlichkeit verlieren.

      Keine der drei Kräfte ist erstmal "gut" oder "böse". Das Grün ist nicht liebe nette Natur, sondern eine urtümliche Macht, die Zivilisation zerstört und wild und entfesselt ist. Das Weiß ist auch nicht gut, sondern eine Macht der Unendlichkeit, der das Leid einiger kleiner Menschen egal ist. Und das Schwarz soll auch nicht "böse" sein, aber auf jeden Fall eine zerstörerische Kraft. Es hat aber auch einige Seiten, die wir Menschen als "gut" empfinden würden, wie etwa Individualismus. Ich habe es hier nicht so ausführlich ausbreiten wollen, deshalb kam das vielleicht nicht ganz rüber. Das Konzept dahinter ist, dass es alle drei Kräfte braucht, damit die Welt funktionieren kann. Wenn alle drei im Gleichgewicht sind, können Dinge wachsen, eine Zeit lang leben und dann wieder sterben, um Platz für neues zu schaffen. Ähnliche Konzepte gibt es glaube ich im Hinduismus mit Wishna, Brahma(?) und sonstwem, die auch für Geburt, Leben und Tod stehen, ohne das eines der drei Dinge gut oder böse ist.

      Es soll allerdings auch Mischzonen geben. Beispielsweise kenne ich bereits Anwender der Grünen Quelle, die sich innerhalb der Grünen Quelle an den Rand des Weiß begeben (oder andersrum, noch nicht sicher). Die Kräfte dieser Gruppen sind auf Heilung und Wiederherstellung fixiert, nicht auf rohe, wilde Kraft. Die Weiß/Grüne Ecke ist auch der Ort, an dem ich die meisten Spieler verorten würde. Natur und Wachstum ohne gedankenlose Wildheit und Gemeinschaft und gewisse moralische Vorstellungen, ohne das Individuum zu vergessen. Aber das nur am Rande. In so 1000 Jahren bin ich so weit, das Gesamtkonzept einmal vorzustellen :D
    • Ambicatus schrieb:

      Keine der drei Kräfte ist erstmal "gut" oder "böse".
      Yay.

      Ambicatus schrieb:

      Es hat aber auch einige Seiten, die wir Menschen als "gut" empfinden würden, wie etwa Individualismus.
      Individualismus ist toll. ;) ... In den Attributen hast du eh "Egoismus" stehen.^^

      Wenn Schwarz nicht klar als böse gelesen werden soll, dann finde ich die Attribute Lüge und Korruption vllt noch etwas ungünstig. Lüge ließe sich positiver formulieren als "List", und Korruption... naja, okay. Von Gier und Eigensinnigkeit her passt das schon. Aber vielleicht noch ein paar andere Attribute rein, die etwas auch die Vorteile anklingen lassen? Umbruch, Veränderung, Wandel...

      Die grün/schwarze Ecke oder die die weiß/schwarze Ecke fände ich auch interessant. Grad für Spieler. :)

      Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • Ich finde es cool, dass du dir da so mentale Aspekte überlegst als Wirkung und Wirkmechanismus.
      Die Veränderungen durch das Schwarz halte ich für passend. Bei den anderen fällt mir folgendes spontan ein:

      "Das Grün, das natürlich für Wachstum, Geburt, Ursprünglichkeit, Wildheit, Instinkt und Impulsivität steht."

      >Bei Wildheit uns Instinkt denke ich an tierische Merkmale, vorzugsweise an Behaarung und reptilienartige Merkmale, zB Reptilienaugen, die den Instinkt symbolisieren. Was ich mir auch gut vorstellen könnte, ist eine besondere Verbindung zur Erde oder eine Fähigkeit, die damit einhergeht (z.B. Regeneration durch das Berühren von Erde etc.)


      "Das Weiß, das für das Bestehen, die Ewigkeit, die Reinheit, die Gemeinschaft, Disziplin, Geduld, Passivität etc. steht."

      > Das finde ich auch schwierig. Zuerst dachte ich an Merkmale, die jemanden "reiner" erscheinen lassen, z.B. ebenmäßige Haut und Haare etc. Es könnte aber auch auf eine Art und Weise unheimlich sein, wenn ein Überschuss dieser weißen Kraft besteht, z.B. durch ein eintretendes Schweigen bei der Person, das würde auch zur Passivität passen. Vielleicht kann es soweit gehen, dass diese Personen im "Endstadium" weder sprechen, noch sehen, noch hörren, noch riechen etc können, weil das alles "verreint" wurde im Sinne von einer "Verstumpfung" durch den Überflüss der weißen Kraft.


      Auch bleibt dieser Schacht
      nicht immer gleich tief
    • Ich sehe, dass du dich schon damit beschäftigt hast, aber vielleicht lohnt sich ein bisschen weitere Recherche zu den Hindu-Göttern Brahma, Vishnu und Shiva, die meines Wissens genau für diese Aspekte und Beziehungen sehen, ja noch für zusätzliche Anstöße und Ideen. :)
      Mir selbst fällt für den weißen Aspekt sofort die viel genutzte Beschreibung "alterslos" ein. Also in meiner Vorstellung faltenlos, aber doch nicht jung aussehend. Vielleicht ausgemergelt, wie du schon überlegt hattest. Auch Haarlosigkeit kann ich mir gut vorstellen.
    • Uh neue Magie:
      Ich will auch ein paar Ideen äußern:

      Weiß: Ich muss an den Übergang vom Mensch zum Stein denken: Die Gesichtszüge werden undetailierter (Verlust der Individualität). Katatonie, mitden dazugehörigen Symptomen. Verlust der Sexualität oder der Genitalien. Verlust der Kreativität. Geistige Abwesenheit. Lässt sich nicht ablenken bzw. reagiert nicht mehr wenn gerufen. Farbenblindheit. Abnahme der Intelligenz. Augen geschlossen halten. Verliert die Haare. Faszination mit sehr simplen Dingen/Abläufen (Sekundenzeiger/Kerze/Pendel zusehen). Zurückgefahrener Metabolismus (Appetitlosigkeit, schweißlos, kein Harndrang). Geht nur noch in gerader Linie. Bewegt der Kopf oder die Augen nicht mehr. Wiederholt Aussagen von anderen. Versucht mit anderen Personen im Chor zu sprechen. Zorn auf Personen die anders denken, auch bei belanglosen Dingen. Versucht Dinge/Menschen "gleichzumachen".

      Grün: Unkonzentriert. Hibbelig. Gebücktere Körperhalten, bis zum gelegentlichen Laufen auf allen Vieren. Abneigung gegen Kleidung. Erhöhte Sexualtrieb (z.B. wird durch attraktiven Personen stark abgelenkt). Körpergeruch. Leicht erschreckbar. Nervosität. Großer Hunger. Fieber. Manie. Klettert auf Dinge. Erhöhte Ausdauer. Springt und tanzt beim Gehen. Sucht Körperkontakt (fasst andere Menschen an). Beißt in Dinge. Kein Bedürfnis sauber zu sein. Leckt sich. Gibt Laute von sich. Greift nach Gegenständen. Verliert Ekel. Flieht eher bei Angst. Haare wachsen schnell und lang.

      ...ääh falls mir noch was einfällt schreib ichs dazu.
      Hoffe da war was für dich dabei. ;D

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    • Jundurg schrieb:

      Wenn Schwarz nicht klar als böse gelesen werden soll, dann finde ich die Attribute Lüge und Korruption vllt noch etwas ungünstig. Lüge ließe sich positiver formulieren als "List", und Korruption... naja, okay. Von Gier und Eigensinnigkeit her passt das schon. Aber vielleicht noch ein paar andere Attribute rein, die etwas auch die Vorteile anklingen lassen? Umbruch, Veränderung, Wandel...
      Du hast recht, vieles klingt negativer behaftet, als ich es im Kopf habe. Der erste Entwurf war damals auch noch für ein anderes Rollenspiel, wo das Schwarz noch etwas böser war. Aber jetzt soll es das ja nicht sein, deshalb danke für den Hinweis! :) Umbruch, Freiheit und Eigensinn könnte man dann noch als "schönere" Attribute anführen. Wobei der Veränderungsaspekt nur zum Teil das Schwarz ist. Das Schwarz beendet einen Zustand, führt einen Umbruch herbei, der Platz für Neues schafft. Aber diese Lücke mit etwas Neuem zu füllen ist etwas, was eher die Kraft des Grün ist. Also ein jein für Veränderung :D Ich werde das Konzept in einem anderen Thread nochmal ausführlicher diskutieren, bis dahin werde ich die Formulierungen aber nochmal überdenken.

      Jundurg schrieb:

      Die grün/schwarze Ecke oder die die weiß/schwarze Ecke fände ich auch interessant. Grad für Spieler.
      Grade bei Schwarz/Weiß sehe ich schon einige wirklich interessante Fraktionen vor mir. Wobei ich vielleicht noch erwähnen sollte, dass kaum jemand von der Existenz dieser Quellen weiß oder ihnen bewusst dient. Sie haben ja keine Gestalt, keine Namen und erscheinen niemandem, man kann nicht mit ihnen sprechen...sie sind halt "nur" Quellen der mystischen Mächte. Wenn ein Zirkel/Orden/ne mystische Tradition halt sich zwischen den Quellen ansiedelt, hat sie übrigens nur Zugang zu schwächeren Kräften, da die beiden Quellen, aus denen geschöpft wird, sich oft gegenseitig widersprechen und abstoßen. Man tritt sozusagen aus dem mächtigen Hauptstrom heraus in seichtere Gewässer. Ich bin mir noch nicht sicher, ob es dann leichter sein soll, die Kontrolle zu behalten.

      Mrs. Mortisaga schrieb:

      Ich finde es cool, dass du dir da so mentale Aspekte überlegst als Wirkung und Wirkmechanismus.
      Dankeschön! :)

      Mrs. Mortisaga schrieb:

      reptilienartige Merkmale, zB Reptilienaugen, die den Instinkt symbolisieren
      Interessant, die Verknüpfung zu Reptilien war mit gar nicht gekommen...ich finde die Idee gut, aber ich sehe an den mutierten Menschen eher Merkmale anderer Säugetiere. Hörner, Krallen, Zähne, Fell etc. Eine Art rückwärts gewandte Evolution quasi.

      Mrs. Mortisaga schrieb:

      Was ich mir auch gut vorstellen könnte, ist eine besondere Verbindung zur Erde oder eine Fähigkeit, die damit einhergeht (z.B. Regeneration durch das Berühren von Erde etc.)
      Eine Verbindung zur Erde wäre auf jeden Fall passend. Da das Ganze aber am Ende Hintergrund für ein Rollenspiel sein soll, weiß ich noch nicht, ob ich die Charaktere da wirklich mit einer Fähigkeit beschenken will. Diese Veränderungen sollen ja eigentlich eine Art Beschränkung sein, Zauber nicht zu stark zu benutzen. Daher sollten sie sich eigentlich eher negativ auswirken...aber man könnte das ja einfach umdrehen. Wenn der Charakter keinen Erdboden berühren kann (weil er z.B. in einem Gebäude ist oder einer gepflasterten Stadt), heilt er generell weniger oder kann sich schlechter konzentrieren. So herum ist es eine ziemlich coole Idee finde ich, danke für den Vorschlag :)

      Mrs. Mortisaga schrieb:

      Das finde ich auch schwierig. Zuerst dachte ich an Merkmale, die jemanden "reiner" erscheinen lassen, z.B. ebenmäßige Haut und Haare etc. Es könnte aber auch auf eine Art und Weise unheimlich sein, wenn ein Überschuss dieser weißen Kraft besteht, z.B. durch ein eintretendes Schweigen bei der Person, das würde auch zur Passivität passen. Vielleicht kann es soweit gehen, dass diese Personen im "Endstadium" weder sprechen, noch sehen, noch hörren, noch riechen etc können, weil das alles "verreint" wurde im Sinne von einer "Verstumpfung" durch den Überflüss der weißen Kraft.
      Ja, Reinheitsmerkmale wären eigentlich ziemlich interessant. So würde es ja vielleicht (je nach Ansehen der jeweiligen Weißen Anwender vor Ort) auch zu sozialen Auswirkungen kommen. Er wird angegriffen oder bespuckt, Leute finden ihn einfach unheimlich und meiden ihn, Leute wollen, dass er ihre Kinder segnet und er kann sich nicht unbemerkt durch die Stadt begeben...Als äußerliche Merkmale könnte ich mir tatsächlich reine Haut, komplett glatte Haare und vielleicht eine Weißfärbung von Haut, Haaren und Augen.
      Oh ja, stell dir mal einen Priester vor, glatte Haut, weiß wie Morgennebel, lange fast schneefarbene Haare, hellgraue Augen und man weiß nie, ob er einen bemerkt oder nicht. Er starrt durch einen hindurch, als wäre man gar nicht da. Er spricht nicht, er bewegt sich nicht, keine Reaktion, aber wenn er etwas sagt, dann erscheint es als unendliche Weisheit. Wäre als Spieler vielleicht etwas langweilig, aber das bekommt man halt, wenn man zu viel mit gefährlichen Kräften herumpfuscht.

      Nikedah schrieb:

      Ich sehe, dass du dich schon damit beschäftigt hast, aber vielleicht lohnt sich ein bisschen weitere Recherche zu den Hindu-Göttern Brahma, Vishnu und Shiva, die meines Wissens genau für diese Aspekte und Beziehungen sehen, ja noch für zusätzliche Anstöße und Ideen.
      Naja, beschäftigt ist vielleicht etwas euphemistisch. Ich weis, dass es dieses Konzept im Hinduismus gibt und das war es auch schon :D Ich will mich auch nicht zu dolle inspirieren lassen, sonst neige ich immer zum einfallslosen kopieren.

      Nikedah schrieb:

      Mir selbst fällt für den weißen Aspekt sofort die viel genutzte Beschreibung "alterslos" ein. Also in meiner Vorstellung faltenlos, aber doch nicht jung aussehend. Vielleicht ausgemergelt, wie du schon überlegt hattest. Auch Haarlosigkeit kann ich mir gut vorstellen.
      Alterslosigkeit würde ganz wunderbar passen. Das passt auch super zu den weißen Haaren und der hellen Haut von oben, die werden ja eh einen ähnlichen Effekt haben. Ausgemergelt, aber nicht alt. Glatte Haut, aber nicht jung. Einfach nur weiß und alterslos. Besonders viele Weiß-Anwender in den späteren Stadien müssten zusammen wirklich unheimlich aussehen, weil sie ja körperlich immer mehr Merkmale gemeinsam haben. Vielleicht bekommen sie ja sogar ähnliche Gesichtszüge, sodass sie wirklich wie ein individualitätsloses Kollektiv auftreten können...ja, die Idee gefällt mir wirklich gut.

      Tö. schrieb:

      Weiß: Ich muss an den Übergang vom Mensch zum Stein denken: Die Gesichtszüge werden undetailierter (Verlust der Individualität). Katatonie, mitden dazugehörigen Symptomen. Verlust der Sexualität oder der Genitalien. Verlust der Kreativität. Geistige Abwesenheit. Lässt sich nicht ablenken bzw. reagiert nicht mehr wenn gerufen. Farbenblindheit. Abnahme der Intelligenz. Augen geschlossen halten. Verliert die Haare. Faszination mit sehr simplen Dingen/Abläufen (Sekundenzeiger/Kerze/Pendel zusehen). Zurückgefahrener Metabolismus (Appetitlosigkeit, schweißlos, kein Harndrang). Geht nur noch in gerader Linie. Bewegt der Kopf oder die Augen nicht mehr. Wiederholt Aussagen von anderen. Versucht mit anderen Personen im Chor zu sprechen. Zorn auf Personen die anders denken, auch bei belanglosen Dingen. Versucht Dinge/Menschen "gleichzumachen".
      Wie hier die Ideen zusammenpassen, super witzig :D Die Gesichtszüge sind gekauft! Verlust jedes sexuellen Tribes (Neues erschaffen wollen wir ja nicht) und eine körperliche Angleichung der Geschlechter passt ja auch wirklich gut zu dieser Idee.
      Bei der Abnahme von Intelligenz und Kreativität bin ich mir nicht sicher...Kreativität würde schon passen, weil das Finden neuer Wege ja eher nicht dem Weißen Weg entspricht. Verlust der Intelligenz wäre für mich eher etwas für Grüne Anwender, weil diese ja tierhafter werden.
      Generelle Katatonie und Abwesenheit passt auch gut, auch gepaart mit dem meditativen Interesse an simplen Abläufen.
      Mit Personen im CHor sprechen gefällt mir wirklich gut, das stelle ich mir in einer gemischten Gruppe sehr nervig-witzig vor und in einer Gruppe von Weißen sehr, sehr unheimlich.
      Zorn auf Andersdenkende...vom Ding her ja, allerdings stelle ich mir die Weißen eher emotionslos vor. Geringere Andwender, die noch nicht stark verändert wurden, werden diese Abneigung oder Verachtung sicherlich spüren. Aber alle, die den Pfad der Weißen Veränderungen beschreiten sollten eigentlich eher emotionslos werden.

      Tö. schrieb:

      Grün: Unkonzentriert. Hibbelig. Gebücktere Körperhalten, bis zum gelegentlichen Laufen auf allen Vieren. Abneigung gegen Kleidung. Erhöhte Sexualtrieb (z.B. wird durch attraktiven Personen stark abgelenkt). Körpergeruch. Leicht erschreckbar. Nervosität. Großer Hunger. Fieber. Manie. Klettert auf Dinge. Erhöhte Ausdauer. Springt und tanzt beim Gehen. Sucht Körperkontakt (fasst andere Menschen an). Beißt in Dinge. Kein Bedürfnis sauber zu sein. Leckt sich. Gibt Laute von sich. Greift nach Gegenständen. Verliert Ekel. Flieht eher bei Angst. Haare wachsen schnell und lang.
      Erhöhte Ausdauer würde ich wie bei Mrs. Mortisaga andersrum machen. Verringerte Ausdauer, solange er nicht in einem irgendwie gearteten Kontakt zur Natur ist. Vielleicht können geringere Stufen dieses Makels noch mit dem Tragen von Naturartefakten ausgeglichen werden, z.B. einer Halskette aus Knochen, einem Schmuck aus Federn oder einer Krone aus Baumwurzeln.
      Alle anderen Dinge gefallen mir wirklich sehr gut! Sehr tierisch, habe direkt einen hyperaktiven Hund vor Augen :D Das sind auch alles Dinge, die den Charakter in potentielle Schwierigkeiten bringen können und ihn dazu treiben könnten, Menschen generell zu meiden bzw. von ihnen gemieden zu werden.
    • Mir ist selbst noch etwas eingefallen. Anwender des Grün werden immer animalischer im Denken. Deshalb verlieren sie immer mehr die Fähigkeit zum abstrakten Denken. Höhere Gedankengänge sind für sie nicht mehr nachvollziehbar. Etwas tun, um essen zu haben, sich zu schützen oder andere grundlegende Dinge funktionieren noch, aber wenn es etwa um moralische Prinzipien oder Gesetze geht, wie etwa, dass stehlen etwas schlechtes ist, dann ist der Anwender raus. Wenn er Hunger hat und auf dem markt eine leckere Frucht sieht, dann wird er sie sich einfach nehmen wollen, ohne die Konsequenzen zu verstehen. Wenn er zu einer Fraktion mit einem bestimmten Weltbild oder einer Ideologie gehört, wird er diese immer weniger nachvollziehen können. Er wird sie vielleicht nicht mehr unterstützen und mit der Gruppe brechen oder die Prinzipien der Gruppe werden ihm einfach egal, weil er gar keinen Bezug mehr zu ihnen hat. Auch Komplotte, Intrigen und andere Verschwörungen sind über seinem Niveau. Listige taktische Manöver, die dem Instinkt zuwiederlaufen, sind ebenfalls kein Option mehr.
    • Freut mich sehr, dass dir ein paar meiner Ideen gefallen haben. :D

      Weiß erinnert mich an den "letzten Menschen" von Nietzsche:
      "[...]Ich sage euch: man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. Ich sage euch: ihr habt noch Chaos in euch.

      Wehe! Es kommt die Zeit, wo der Mensch keinen Stern mehr gebären wird. Wehe! Es kommt die Zeit des verächtlichsten Menschen, der sich selber nicht mehr verachten kann.

      Seht! Ich zeige euch den letzten Menschen.

      »Was ist Liebe? Was ist Schöpfung? Was ist Sehnsucht? Was ist Stern« – so fragt der letzte Mensch und blinzelt.[...]"