[2018-01][Silaris] Die Sexualmoral der Avechai und Sariler

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    • [2018-01][Silaris] Die Sexualmoral der Avechai und Sariler



      Über dieses Thema habe ich mich schon mal per PN mit Tö ausgetauscht und war etwas unschlüssig, ob ich es dem ganzen Forum präsentieren soll, aber wenn es schonmal Slowbastel-Thema ist…

      Die beiden im Titel genannten Völker sind die in Silaris, deren Vorstellungen beim Thema Sexualität von den unseren am weiteten abweichen, deswegen lohnt es sich am ehesten sie zu beschreiben.

      Zu Beginn erstmal die Warnung: Das Thema sexualisierte Gewalt wird hier auch mitbehandelt und Diskriminierung gegenüber Ausländern und Behinderten kommt auch vor. Und selbstverständlich soll keines der beiden Systeme meine persönliche Utopie sein. Das wäre ja auch langweilig.


      Avechain

      Über Avechain habe ich soweit ich weiß im Forum noch nicht so viel erzählt, deswegen ganz kurz: Die Avechai sind ein technologisch und wissenschaftlich weit entwickeltes Volk, das einen Landstrich bewohnt, der teilweise recht fruchtbar ist, im Norden aber in Wüste übergeht und von einem großen Salzsee begrenzt wird, hinter dem sich eine ausgedehnte Salzwüste befindet, wo außer Mikroorganismen und Elementaren nur recht wenig lebt. Das Klima in Avechain ist sehr warm und trocken, das verfügbare Wasser stammt hauptsächlich aus Bächen und Flüssen, die in feuchteren Regionen entspringen. Deswegen sind sie auch immer gefordert, ihre Ressourcen schonend zu verwenden.

      Aber jetzt zum Thema Sexualität.


      Einvernehmlichkeit und Sicherheit sind für die Avechai die Grundgedanken bei der Auslebung ihrer Sexualität und solange die Leute alt genug (sechzehn) und unverheiratet sind, gibt es neben diesen beiden und einer gewissen Diskretion keine Einschränkungen, was das Ausleben der Sexualität angeht.

      Vergewaltigung wird mit langjährigen Haftstrafen geahndet, aber auch jegliche Form von Nötigung oder Manipulation zu sexuellen Handlungen und das Ausnutzen hilfloser Situationen führen ins Gefängnis, aber auch, wenn jemand durch Vorspiegelung falscher Tatsachen einen anderen ins Bett bringt.

      Vor allem diese Regelung löst anderswo teilweise Befremden aus. Ebenfalls empfindlich bestraft wird die bewusste Gefährdung des Partners durch bekannte Krankheiten oder gefährliche Praktiken und wer jemanden fahrlässig ansteckt, weil er sich nicht untersuchen lässt, kann ihn das ebenfalls ins Gefängnis führen.


      Sobald Avechai heiraten, sind sie dann zu strenger Monogamie verpflichtet und Ehebrecher landen meistens ebenfalls im Knast. Ein Ehepartner gilt genauso als Familienmitglied wie Eltern oder Geschwister, deswegen ist eine Scheidung nur sehr schwer möglich.

      Häusliche Gewalt wird auch hart bestraft, aber selbst dann, oder nach Ehebruch ist eine Scheidung ein aufwändiger bürokratischer Akt. Scheidungen „weil man sich auseinandergelebt hat“, oder das Eheleben langweilig findet, sind in Avechain nicht möglich und gelten als zutiefst unmoralisch und Zeichen der emotionalen Verrohung von Völkern, die so etwas praktizieren.

      Diese Form der Ehe ist unabhängig vom Geschlecht der beiden beteiligten Personen möglich, mehr als zwei dürfen es aber nicht sein. Es gibt aber den Graubereich, wo jemand mit dem Einverständnis des Partners fremdgeht, was manchmal toleriert wird, wenn keiner der Beteiligten dagegen klagt.

      Wegen der strikten Regeln gibt es aber eine relativ große Anzahl von Avechai, die auf die Ehe komplett verzichten und teilweise Kinder so großziehen, was möglich ist, aber bei Konservativen nicht auf Begeisterung stößt und immer wieder kritisiert wird.


      Es gibt in Avechain legale Prostitution, wobei es erforderlich ist, dass Kunde und Dienstleiter vorher einen schriftlichen Vertrag abschließen, in dem sie Gesundheitsdaten angeben und in dem der Kunde versichert, nicht verheiratet zu sein. Dieser Vertrag muss von den Prostituierten mindestens zwei Jahre lang aufgehoben und für Kontrollen bereitgehalten werden und ist öfter Anlass für Spott aus anderen Ländern.


      Sex mit Ausländern ist in Avechain allgemein nicht gern gesehen, weil die ja alle völlig unmoralisch und barbarisch sind. Wenn doch, sollte möglichst kein Kind zustande kommen, weil sonst die Gefahr besteht, dass es weniger intelligent ist und charakterliche Mängel aufweist.

      Wenn sich ein Ausländer als Avechai ausgibt, um ans Ziel seiner Wünsche zu kommen (gerade dunkelhäutigere Sariler oder hellhäutigere Elavier können das durchaus schaffen) gilt das als Vergewaltigung und der Täter landet im Knast.
    • Das klingt eigentlich nach einer relativ angenehmen Weltgegend, zumindest wenn eins keine Ehe schließt. ;D

      Gibt es Versuche von Konservativen, strengere Ehepflichten einzuführen?

      Wie sieht es mit anderen Beziehungsformen aus? (mehr als 2 Partner z.B.)

      Wie sieht es mit Ausländern und Prostitution aus?

      Welche Rechte haben Ehepartner*innen gegenüber anderen? D.h. welche Motivation steht dahinter, eine Ehe zu schließen? Gibt es unterschiedliche Gesetzgebung bezüglich dem Aufziehen von Kindern?

      Welche Möglichkeiten haben Konservative, den anderen das Leben schwer zu machen? ;D "Konservativ" impliziert, dass es früher mal anders war, als jetzt - wie alt ist die Gesetzgebung, oder hat sich etwas anderes verändert, und wenn ja, warum?

      Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • Ja. Avechain ist recht angenehm, jedenfalls wenn man als Eingeborener und nicht als Migrant dort hinkommt und sich mit dem Klima anfreunden kann.
      Andere Beziehungsformen sind okay, wenn alle unverheiratet sind, sonst Graubereich, wenn alle Beteiligten einverstanden sind.
      Strengere Eheregeln streben die Konservativen eigentlich nicht an, aber sie engagieren sich gegen Aufweichungen derselben. Sie haben eine Partei, die auch immer von einem gewissen Prozentsatz gewählt wird, aber bisher noch Ministerpräsident/in stellen konnte. Ansonsten üben sie hauptsächlich sozialen Druck aus.
      Traditionell hatten unverheiratete Väter keinerlei Rechte, was ihr Kinder angeht (aber auch keine Unterhaltspflichten oder ähnliches). Das ist jetzt seit wenigen Jahrzehnten anders, wenn sie per Vaterschaftstest nachweisen können, dass sie der Vater sind, dürfen sie die Kinder auch sehen und haben Mitspracherecht. Das geht erst, seit es zuverlässige Vaterschaftstests gibt, vorher hätte da ja jeder kommen können.
      Bei Verheirateten ist das Sorgerecht immer geteilt.
      Staatliche Unterstützung gab es früher auch nur für verheiratete Eltern, inzwischen gibt es für diese immer noch mehr, aber auch welche für unverheiratete. Die Änderung liegt daran, dass die Regierung den Eindruck hatte, dass es sonst zu wenige Kinder gibt.
      Außerdem dürfen Ärzte bei lesbischen Frauen nur dann eine künstliche Befruchtung durchführen, wenn diese verheiratet sind.

      Ach ja, fast vergessen: Die Prostituierten dürfen Ausländer auch besuchen, wenn sie sich an den Vertrag halten...
    • Und wie angekündigt jetzt die Sariler, wenn auch verspätet, das Slowbasteln war hier ein bisschen sehr slow…
      Die Sariler waren ursprünglich ein in verschiedene Stämme zersplittertes Volk mit sehr kleinteiligen Dorfgemeinschaften, in denen Privateigentum keine bedeutende Rolle gespielt hat, zumindest im sarilischen Kernland.
      Diese Gesellschaft wurde dann zumindest teilweise durch den Einfluss der südlichen Mächte Arunien und Ruaris mehr oder weniger zwangsindustrialisiert, was jedoch mit viel Gewalt und Terror einherging. Im südlichen Landesteil (heute Tessmar) konnte sich eine kapitalistische Industriegesellschaft mithilfe der Dergom-Minderheit durchsetzen, im Norden fasste sie nie Fuß und am Ende eines Bürgerkriegs parallel zum großen Arunisch-Ruarischen Krieg (vor ca. 130 Jahren) setzte sich ein totalitäres Ein-Parteienregime durch, das Sarilien bis heute beherrscht und dessen Ideologie, die teilweise ältere Traditionen aufgreift, das Land sehr stark prägt.

      Aber jetzt zum eigentlichen Thema: Sexualität, Familie und Geschlechterrollen.
      Die sarilische Gesellschaft ist matrilinear organisiert und es gibt keine Ehe, die mit sexueller Treue verknüpft ist. Traditionellerweise gibt es für einen jungen männlichen Sariler drei Möglichkeiten.
      Möglichkeit 1: Er zieht zur Familie einer Frau und wird dort Familienmitglied. (Vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere an die Sache mit der Zierhacke.) In diesem Fall wird von ihm Loyalität gegenüber dieser Familie und Gehorsam gegenüber der Clanmutter erwartet, aber keine sexuelle Treue und es ist auch völlig legitim, wenn er mit mehreren Schwestern oder Cousinen gleichzeitig was am Laufen hat.
      Möglichkeit 2: Er bleibt bei der Familie seiner Mutter und „besucht“ andere Frauen, deren Kinder dann aber in ihrer Familie aufwachsen und die männlichen Verwandten der Mutter als männliches Vorbild haben.
      Möglichkeit 3: Er erbeutet im Kampf eine Frau aus einem anderen Stamm oder Volk und bringt die mit zur Familie seiner Mutter.
      Möglichkeit 3 spielt im modernen Sarilien keine Rolle mehr und Möglichkeit 1 ist auch sehr selten geworden, weil von den Bürgern berufliche Mobilität erwartet wird. Als neues Familienmodell gibt es Lebenspartnerschaften zwischen zwei oder mehr Menschen, die sich vertraglich zusichern Verantwortung füreinander zu übernehmen, was aber wieder keine sexuelle Treue beinhaltet. Es kann sich dabei auch um Geschwister oder Freunde handeln, die überhaupt keine sexuelle Beziehung haben.

      Die Sexualität gehört zu den wenigen Dingen, die in Sarilien kaum reglementiert sind, allerdings sind alle gesetzlich dazu verpflichtet, sich regelmäßig auf Geschlechtskrankheiten untersuchen zu lassen. Wer eine hat und trotzdem nicht enthaltsam lebt, landet je nach Schwere im Gefängnis oder kann sogar hingerichtet werden.
      Insbesondere für Männer gibt es jedoch das Prinzip der „Zeugungswürdigkeit“ und es kommt relativ häufig vor, dass Männer, die als „nicht zeugungswürdig“ gelten, ohne ihr Wissen und ohne Einwilligung sterilisiert werden. Bei manchen Straftaten ist auch Kastration eine mögliche Strafe, was aber aktuell sehr kontrovers diskutiert wird. Bei Frauen gibt es das auch, aber sehr viel seltener, schließlich verteilt ein Mann sein Erbgut ja viel stärker. Männer mit aus Sicht des Staates besonders positiven Eigenschaften werden dafür ermutigt möglichst viele Kinder zu zeugen. Es gibt sogar Bestrebungen, dass sich überhaupt nur Männer besonderer Qualität fortpflanzen dürfen, aber diese konnten sich bisher nicht durchsetzen.

      Anderswo in Silaris wird gerne behauptet, dass Vergewaltigung in Sarilien überhaupt keine Straftat ist. Es ist richtig, dass es dafür keinen eigenen Straftatbestand gibt. In diesem Zusammenhang zugefügte körperliche Verletzungen werden genauso behandelt wie andere Körperverletzungsdelikte. Daneben gibt es auch noch ein umgangssprachlich als „Ekelparagraph“ bezeichnetes Gesetz, das es erlaubt, Strafanzeige zu erstellen, wenn durch eine erzwungene Handlung das Ekelgefühl eines Menschen verletzt wurde. Dieser kommt bei Vergewaltigungen ohne körperliche Folgen manchmal zum Einsatz, was für den Täter unabhängig von der verhängten Strafe einen großen Reputationsverlust bedeutet und ihn sozusagen zum Gespött der Leute macht.
      Entgegen anderslautender Behauptungen sind Vergewaltigungen in Sarilien nicht häufiger als anderswo, denn die gesellschaftlichen Strukturen geben dieser Tat längst nicht so viel Macht. Die Sariler kennen keinen an sexuelle Enthaltsamkeit gebundenen Ehrbegriff und Nachteile in Bezug auf das gesellschaftliche Ansehen hat das Opfer nicht zu befürchten, der Täter aber durchaus.
      Der Eindruck ist aber trotzdem nicht ganz unbegründet, denn insbesondere gegen Feinde mit entsprechenden Ehrvorstellungen wie Elaviern oder Dergom wurde und wird von den Sarilern Vergewaltigung gerne gezielt als Kriegswaffe eingesetzt.
      Sarilien-Besucherinnen haben aber nichts zu befürchten, wenn sie nicht gerade einen heißen Flirt anfangen, um es sich dann in letzter Minute anders zu überlegen, denn so ein Verhalten ist den Sarilern eher fremd, sie neigen nicht nur im Bereich Sexualität dazu Dinge sehr deutlich und direkt anzusprechen.

      Sexuelle Handlungen mit Kindern oder Tieren sind auch in Sarilien verboten, als Kind gilt wer noch nicht geschlechtsreif ist, unabhängig vom Alter. Das sarilische Schönheitsideal (folgt demnächst) wirkt aber Beziehungen älterer Erwachsener mit Jugendlichen eher entgegen, Lehrer machen sich dadurch strafbar, solange ihre Schützlinge die Schule oder Sportausbildung etc. besuchen. Bei Erwachsenen, die direkt Macht übereinander haben, gelten Beziehungen auch als anstößig, sind aber nicht verboten.
      Wer seinen Partner bei irgendwelchen Aktivitäten so verletzt, dass er ärztliche Hilfe benötigt oder gar ins Krankenhaus muss, macht sich unabhängig von der Einvernehmlichkeit strafbar. Wenn er Glück hat, kommt er aber zu einem Richter, der das Ganze als Tapferkeitsritual durchgehen lässt.
      Beziehungen zwischen Geschwistern mit demselben Vater gelten nicht als Inzest, weil sich das schwer ausschließen lässt, bei derselben Mutter aber schon.
    • Amanita schrieb:

      Möglichkeit 3: Er erbeutet im Kampf eine Frau aus einem anderen Stamm oder Volk und bringt die mit zur Familie seiner Mutter.
      Möglichkeit 3 spielt im modernen Sarilien keine Rolle mehr
      Nicht dass ich Option 3 so besonders verlockend fände - aber ich könnte mir Leute vorstellen, die sich sehr traditionell sarilisch geben, und dann auf einer symbolischen Ebene einen solchen "Raub" inszenieren. Ähnlich wie der Hochzeitsbrauch des Brautentführens.

      Oder es ist eine Möglichkeit für eine Frau, aus einer Familie, die sie schlecht behandelt, zu entfliehen, indem sie sich "rauben" lässt?

      Amanita schrieb:

      Wer eine hat und trotzdem nicht enthaltsam lebt, landet je nach Schwere im Gefängnis oder kann sogar hingerichtet werden.
      Wie wird das geahndet?

      Amanita schrieb:

      Insbesondere für Männer gibt es jedoch das Prinzip der „Zeugungswürdigkeit“ und es kommt relativ häufig vor, dass Männer, die als „nicht zeugungswürdig“ gelten, ohne ihr Wissen und ohne Einwilligung sterilisiert werden.
      Wie kriegen sie das hin, dass es ohne das Wissen der Betroffenen passiert? :o Chemische/Magische Mittel?

      Amanita schrieb:

      als Kind gilt wer noch nicht geschlechtsreif ist, unabhängig vom Alter
      Oha. Das setzt das Alter dann aber ganz schön niedrig an, in den meisten Fällen.

      Welche anderen Faktoren hängen an der Volljährigkeit? (Vertragsfähigkeit, Alkohol trinken, ...)

      -

      *obligatorische Queerfragen stell* ;)

      Wie sieht es mit trans Männern aus, die zu der Familie ihrer Frauen ziehen wollen? Wie sieht es mit trans Frauen aus, generell?
      Wie ist das gesellschaftliche Ansehen von (cis) Frauen, die keine Kinder bekommen können/wollen?

      Any sufficiently complex explanation is indistinguishable from ISSO. / / / Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.
    • Vielen Dank für die Fragen und Anregungen, Jundurg.


      Nicht dass ich Option 3 so besonders verlockend fände - aber ich könnte mir Leute vorstellen, die sich sehr traditionell sarilisch geben, und dann auf einer symbolischen Ebene einen solchen "Raub" inszenieren.

      Das könnte ich mir gut vorstellen.


      Oder es ist eine Möglichkeit für eine Frau, aus einer Familie, die sie schlecht behandelt, zu entfliehen, indem sie sich "rauben" lässt?

      Diese Möglichkeit gab es im „alten“ Sarilien. Heute ist es aber auch in Sarilien völlig normal, dass Erwachsene jeglichen Geschlechts ihre Familie verlassen und es gibt auch von staatlicher Stelle Anlaufstellen für misshandelte Kinder, was auch in der Schule kommuniziert wird, wenn den Lehrern nicht sowieso schon was auffällt. Allgemein ist der sarilische Staat eher zu schnell als zu zögerlich, wenn es darum geht Kinder in die eigene Obhut zu nehmen.


      Wie wird das geahndet?

      Wie andere Verbrechen auch. Nach Anzeige, oder wenn es durch Zeugen beobachtet wurde.

      Wie kriegen sie das hin, dass es ohne das Wissen der Betroffenen passiert? Chemische/Magische Mittel?

      Das steht beides zur Verfügung. Es kann aber auch sein, dass sich die Leute wegen einer realen oder erfundenen Diagnose einer OP unterziehen müssen, wo das dann gleich miterledigt wird.


      Volljährigkeit

      Da gibt es in Sarilien zwei Stufen. Die erste ist die Geschlechtsreife, die neben den sexuellen Kontakten auch den Konsum von Alkohol und Drogen (wäre ein Thema für sich) erlaubt.

      Vollständig erwachsen sind die Sariler dann nach Abschluss der Schulbildung, unabhängig davon wie alt sie dann sind. Dann sind sie vertragsfähig und dürfen Parteimitglied mit allen Rechen werden und dann auch entsprechend Vertreter ihrer Ortsgruppen wählen.

      Wie sieht es mit trans Männern aus, die zu der Familie ihrer Frauen ziehen wollen? Wie sieht es mit trans Frauen aus, generell?

      Für die trans-Männer lag das genauso wie für die anderen im Ermessen der neuen Familie, war aber normalerweise kein großes Problem, weil es ja auch kein Problem ist, dass die Frauen von anderen schwanger werden. Trans-Frauen sind normalerweise auch bei der Familie geblieben.


      Wie ist das gesellschaftliche Ansehen von (cis) Frauen, die keine Kinder bekommen können/wollen?

      Nicht können war und ist kein Problem, da gilt dann die Vorstellung, dass sie eben dafür bestimmt sind ihrem Stamm bzw. Staat auf andere Weise zu dienen.

      Nicht wollen war früher eigentlich nicht vorgesehen, es gibt aber halbwegs wirksame pflanzenbasierte Verhütungsmittel, die dann halt diskret konsumiert wurden, woraufhin die Allgemeinheit dann davon ausging, dass sie eben nicht können.

      Heute werden die von manchen Leuten ein bisschen schief angeschaut, aber je nach Beruf ist es sogar erwünscht.
    • Sorry, dass ich mich bisher nicht gemeldet habe. Freut mich sehr, dass du dein Gebasteltes im Rahmen vom Slowbasteln anbringen konntest. Es wäre schade gewesen einen solchen Einblick in dein Welt zu verpassen. Ich bin ja immer wieder begeistert von der realistischen Tiefe die du schaffst, auch wenn ich leiden immer wieder viel vergesse.

      Die bisher gezeigten Kulturen gehen von einem binären Gendersystem aus, aber wie sieht es mit intersex und nichtbinären Personen aus? Wie gehen die Gesellschaften mit denen um?