Häuschen, Türme, Tempel, Burgen für Karten

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    • Häuschen, Türme, Tempel, Burgen für Karten

      Es gibt ja schon so einige Tutorials für Karten. Aber wie viele Tutorials stoppen sie meist da, wo künstlerische Fähigkeiten gefordert sind. Da möchte ich eine kleine Hilfe geben. Häuschen, Türmchen, Tempelchen und dergleichen als Symbole sind nicht so schwierig zu erreichen. Und wer faul ist, kann sie, wenn er oder sie ein paar hat, nach Pherims Tutorial zu Pinselspitzen verarbeiten.

      Netterweise gibt es historische Vorbilder. Der geneigte Leser, lade diese Karte des Hochstifts Paderborn von Johannes Gigas bei Wikimedia Commons herunter. Wie hier zu lesen ist, ist sie gemeinfrei.

      Die durch die Häuschen symbolisierten Städte, Dörfer, Burgen und Klöster sind jeweils durch einen in die Zeichnung eingefügten Kreis in ihrer Lage genau bestimmt. Solche Karten wurden handkoloriert. Dabei waren unterschiedliche Qualitäten zu bekommen. Die genannten Kreise sollten rot ausgemalt werden. Hier sind einfach rote 'Balken' durch sie gezogen worden. Man sieht auch an Bäumen und anderen Einfärbungen, dass bei dieser Karte nicht sehr sorgfältig gearbeitet wurde. Dort, wo die Symbole Ähnlichkeiten mit dem Original haben, ist das zufällig. Die Burg Boke hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem -im 19. Jh. abgerissenen- Original. Das beruht eben darauf, dass Gigas für die Symbole einfach das typische Aussehen solcher Gebäude zeigt. Die Städte haben denn auch kaum bis gar keine Ähnlichkeit mit dem Original. Es gibt Karten, bei denen das anders ist. Nur sind sie selten und zeigen in der Regel kleinere Gebiete.

      Klöster wurden damals gerne als Rundtempel mit einem Kreuz auf dem Dach dargestellt. Wegen der ganzen Bögen sind sie schwieriger zu behandeln als Objekte mit geraden Linien. Daher beschreibe ich das Vorgehen an ihnen.

      Die folgenden Schritte beschreibe ich mit GIMP. Sie dürften aber auf das individuelle Programm der Wahl zu übertragen sein. Fotos werde ich später noch hochladen, dass dauert bei mir etwas länger. Leider kann ich aus dem Grund auch keine großzügigen Bildschirmansichten posten, wie üblich. Ich schreibe dann nochmal einen Post, wenn die Bilder alle da sind.

      Ein Grafiktablett oder zeichnerische Fähigkeiten sind nicht nötig. Es kann sein, dass einzelne Schritte wiederholt werden müssen, aber es gelingt recht schnell. ('Unter Bearbeiten -> Rückgängig können bei GIMP die letzten Schritte, Schritt für Schritt rückgängig gemacht werden.)

      1. Die Bilddatei der Karte mit GIMP öffnen.
      2. Eine neue Ebene anlegen:
      2. 1. Im Menu Ebene Neue Ebene auswählen.
      2. 2. In der erscheinenden Dialogbox als Name Hintergrund eintragen.
      2. 3. Als Ebenenfüllart "weiß" auswählen.
      2. 4. Auf die Schaltfläche "Ok" klicken.
      3. Die Ebene nach unten befördern.
      3. 1. Den Dialog Ebene anwählen. (Zur Not im Menu "Fenster" unter "andockbare Dialoge" "Ebenen" auswählen.)
      3. 2. Die Ebene Hintergrund mit der Maus anwählen.
      3. 3. Unterhalb des Ebenen-Dialogs auf den Pfeil nach unten drücken, so dass die Ebene wieder unter der Karten-Ebene liegt und die Karte wieder zu sehen ist.
      4. Eine Ebene mit einem Vorbild anlegen:
      4. 1. Das Lupenwerkzeug auswählen. (Zur Not im Menu Werkzeug Vergrößerung wählen.) (Klickt man ins Bild, vergrößert man. Drückt man 'Steuerung' und klickt gleichzeitig ins Bild, verkleinert man.)
      4. 2. Auf der Karte ein Kloster suchen. Ich habe das Kloster Böddeken genommen, bei dem der rote Balken fehlt; im Grunde ist es aber egal, welches Kloster genommen wird.
      4. 3. Jetzt das Klostersymbol so vergrößern, dass es gut zu sehen ist.
      4. 4. Aus dem Menu "Werkzeug" in der Auswahlliste "Auswahlwerkzeuge" die "Rechteckige Auswahl" auswählen. (Klickt man ins Bild, kann man ein Rechteck aufziehen. Lässt man los, hat man das Rechteck ausgewählt.)
      4. 5. Die Kartenebene durch Anklicken im Ebenendialog auswählen.
      4. 6. Das Symbol mit einer Rechteckigen Auswahl auswählen.
      4. 7. Im Menu "Bearbeiten" "Kopieren" auswählen. Das befördert das Kloster in die Zwischenablage.
      4. 8. Im Menu "Bearbeiten" in der Auswahlliste "Einfügen als" "Neue Ebene" auswählen. Das hat den Vorteil, dass sich die Symbole in der linken oberen Ecke sammeln und leicht zu finden sind.
      5. Eine neue Ebene anlegen. Vorgehen wie unter 2, nur dass der Name "Kloster 1" lauten sollte und als Ebenenfüllart "Tranparenz" ausgewählt werden sollte.
      6. Analog dem Ebene nach unten befördern sicherstellen, dass die Ebene "Kloster 1" oben liegt.
      7. Die Ebene "Kloster 1" durch klicken im Ebenendialog auswählen, falls sie nicht ausgewählt ist.
      8. Den Tempel in der linken oberen Ecke mit dem Lupenwerkzeug so weit vergrößern, bis man die einzelnen Pixel erkennt.
      9. Im Menu "Werkzeuge" in der Auswahlliste "Malwerkzeuge" den Stift wählen.
      10. Die Werkzeugeinstellungen sollten angezeigt werden. Wenn kein Pinsel ausgewählt ist, einen runden auswählen und die Größe auf 1 setzen.
      11. Nochmals sicherstellen, dass die Ebene "Kloster 1" ausgewählt ist.
      12. Den Tempel nachzeichnen. (Klicken und ziehen und man zeichnet eine Linie frei Hand. Gerade Linien können gezogen werden, indem man ins Bild klickt, "Shift" drückt und die Linie zieht und wieder ins Bild klickt.
      13. Muss man freihändig nachzeichnen, besteht der Trick darin, dass der Blick nicht auf den Mauszeiger gerichtet ist, sondern vor ihm hergeht.
      14. Im Menu "Bearbeiten" können mit "Rückgängig" Arbeitsschritte zurückgenommen werden und so Fehler korrigiert werden.
      15. Es kann von Vorteil sein, zunächst die Schattierungen wegzulassen, da man dann von der gewünschten Seite schattieren kann. Das ist nicht schwer. Einfach auf der dunklen Seite in einem Abstand von drei oder vier Pixeln einpixelige horizontale Linien ziehen. Die Karte zeigt, wie es geht. In der Regel schließt sich am Fuß eines Gebäudes noch ein Balken als kurzer Schatten an. Auf einer Karte ist kein Platz für richtige Schatten, also Glück gehabt. Das bekommt wirklich jeder hin. Für die Schatten am Besten eine neue transparente Ebene "Kloster 1 Schatten" anlegen.
      16. Das Ganze für ein anderes Kloster - ich habe Holthusen bei Büren gewählt- wiederholen.

      (Eine Datei mit dem Nachgezeichneten Gebäude erhält man über das Menu "Datei", indem aus der Auswahlliste "Erstellen" der Punkt "Aus Zwischenablage" gewählt wird. Vorher muss natürlich unsere Nachzeichnung mit der Rechteckigen Auswahl ausgewählt werden. Zudem sollte dabei der weiße Hintergrund zu sehen sein. Mit den Augensymbolen im Ebenendialog kann dazu die Sichtbarkeit der einzelnen Ebenen an- und abgestellt werden.

      Der weiße Hintergrund dient auch dazu, die Nachzeichnung besser zu sehen. Wer sie nicht so toll findet, soll sie verkleinern. Denn so groß, wie wir sie sehen, soll sie eigentlich kein anderer sehen. Im Original ist die Karte recht klein.)

      Nun vergleiche man die Klöster und sehe, dass sie sich durchaus unterscheiden und nach dem gleichen Prinzip unterschiedlich gezeichnet sind. Und nicht jedes ist gleich gut geworden, oft einige Details nur angedeutet oder weggelassen, um Schrift, Flüsse oder andere Symbole unterzubringen.

      Nun kommen wir so zwar leicht an hübsche Symbole für unsere Karten, aber ganz befriedigt das noch nicht. Denn eigentlich wollen wir nicht kopieren, was Gigas einst gezeichnet hat, auch wenn es gemeinfei ist. Dazu mehr im zweiten Teil. Er ist nicht schwerer. Und braucht wieder weder Grafiktablett noch Zeichentalent. (Ich selbst kann nur ganz rudimentär Zeichnen. Das sieht in der Regel so aus wie Kinderzeichnungen in der Grundschule. Netterweise gibt es hier Tricks.)

      Wichtig ist, ein paar Klöster nachgezeichnet zu haben und sich die anderen auf der Karte gut anzuschauen, um mit dem nächsten Teil fortzufahren.

      EDIT: Wenn ich demnächst (hoffentlich) wieder einen besseren Zugang habe, bebildere ich das richtig.
      Bilder
      • KlosterBöddeken.jpg

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      • KlosterBöddekenZ.jpg

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      • KlosterBöddekenZuS.jpg

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      • KlosterBöddekenSWZ.jpg

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      • KlosterBöddekenSWZuS.jpg

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      • KlosterHolthusen.jpg

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    • Wie versprochen, ein zweiter Teil:

      Wer nicht richtig zeichnen kann, der kann sich ein Vorgehen mit Hilfspunkten, Hilfslinien u.s.w. suchen. Ein Beispiel ist das Tutorial für die "Architektur-Bäume" auf der Homepage.

      Der geneigte Leser schaue sich also bei den Klostersymbolen an, wo hier Hilfspunkte liegen könnten.

      Ich denke, ich brauche hier nicht viele Worte machen, sondern nur auf den Anhang verweisen.

      Zum Abschluss möchte ich noch daran erinnern, dass ich mir hier schon ein schwieriges Symbol ausgesucht habe. Die Häuschen mit vorwiegend geraden Linien dürften leichter sein. Es wirkt dabei natürlicher, wenn eine Linie mal nicht ganz gerade ist, wie bei dem Symbol des Klosters Böddeken.

      Ach ja, die angehängten Bilder zeigen meinen ersten Versuch. Dazu habe ich höchstens eine Viertelstunde gebraucht. Und das auch nur, weil ich die verschiedenen Dateien brauchte, um sie anzuhängen und daher mit verschiedenen Ebenen hantiert habe. Bei weiteren Exemplaren, würde ich andere Strichbreiten wählen und darauf achten, dass die Kuppel nicht zu niedrig ist. Aber neben anderen Symbolen, die alle unterschiedlich und unterschiedlich nachlässig gezeichnet sind, würde nicht auffallen, dass das mein erstes Symbol ist.

      Das klappt auch mit Grafiktablett oder mit Bleistift und Zettel. Aber ich habe die Maus benutzt. Damit sollten schnell einige Symbole für Karten zusammenkommen.

      Ich hoffe, dass das einigen Bastlern weiterhilft. Und statt Kreuz einen Halbmond, ein Thanitzeichen oder was es sonst in eurer Welt gibt, zu skizzieren, gelingt sicher ohne weitere Anleitung.
      Bilder
      • Punkte.jpg

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Riothamus ()

    • Oben ward geschrieben, dass nur zwei Klöster nachgezeichnet werden sollen. Und es ist dann auch schnell zu sehen, dass es einfacher ist, selbst zu zeichnen. Aber wer sich vervollkommnen will, der kann natürlich später noch mehr nachzeichnen.

      Einerseits variiert Gigas. Das bedeutet, dass wir von ihm noch mehr lernen oder abschauen können.

      Andererseits sind die Symbole klein und mitunter etwas nachlässig gezeichnet. Und gerade aus Fehlern können wir lernen. Dabei wird jeder gleich etwas verbessern oder doch so stehen lassen, um den Eindruck zu testen.

      Dabei kann auch ausprobiert werden, etwa wie unterschiedlich dicke Linien wirken.

      Bei den angehängten Klöstern ist das alles ausprobiert und teils leicht zu sehen, teils zu erahnen, mitunter aber nicht zu sehen. Dennoch wird es vielleicht hilfreich sein, diese Versuche zu sehen.

      Die Romkapelle vor den Toren Paderborns war zwar kein Kloster, ist aber so dargestellt, weshalb ich da auch großzügig bin.

      Es ist leicht zu sehen, dass die Ergebnisse nicht so fein sind. Das sollen sie aber auch gar nicht, dass sind Ergebnisse von Experimenten, die dann die nachfolgenden Ergebnisse besser aussehen lassen sollen.
      Bilder
      • Kloster 01 Romkapelle.jpg

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      • Kloster 04 Dalheim.jpg

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      • Kloster 05 Neuenheerse.jpg

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      • Kloster 06 Willebadessen.jpg

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      • Kloster 07 Hardehausen.jpg

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      • Kloster 08 Wormeln.jpg

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      • Kloster 09 Gherden.jpg

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      • Kloster 10 Marienmünster.jpg

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      • Kloster 11 Falkenhagen.jpg

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    • Die Karte da ist ja ein super Tipp. :)

      Eine Frage: Warum benutzt du für das Nachzeichnen das (pixelige) Pen Tool? Ist das auch Teil des Plans? :D
      Wenn ich diese Beispiele so vor mir sehe, denk ich mir auch direkt, dass es sich anbietet, das Symbol auf dem Dach dann durch was passendes Weltspezifisches zu ersetzen. :)
      Und diese Säulen von Neuenheerse können auch gut als Basis für eher griechisch inspirierte Anmutung dienen, schätze ich.
      nobody.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von aeyol ()

    • @aeyol : Es gibt noch bessere Karten für solche Zwecke. Leider finde ich keine, die so kopiert werden dürfte. Für einen Streit vor dem Reichkammergericht wurden hier z.B. im späten 16. Jh. zwei Kartenskizzen angefertigt, die einfach wunderbar für Weltenbastler sind, um zu zeigen, mit welch einfachen Mitteln man so etwas machen kann.

      Den Stift nehme ich wohl deshalb, weil mir nicht bewusst ist, dass es besseres gibt. Ich habe da nur rudimentäre Kenntnisse. Aber die Sachen hier sind ja auch leicht. Das ist ja kaum mehr als Malen nach Zahlen. Und als kleine Häuschen in der Karte mit weniger Kontrast und etwas weichgezeichnet, sieht es nicht so schlecht aus. Aber über Verbesserungsvorschläge freue ich mich immer.

      Ja, das Kreuz muss ausgetauscht werden, aber erst einmal ist es weltenbastlerisch neutral. Und die Form ist natürlich insgesamt klassisch inspiriert. Dass die Säulen bei Neuenheerse so hervorstechen, liegt auch daran, dass ich dickere Linien genommen habe. Sonst würden sie wohl eher wie bei Willebadessen (Nr.06) nur wie Vorlagen wirken.

      @Elatan : Welchen Punkt meinst du?
    • Wenn man noch entsprechendes Kartenmaterial findet, das so genutzt werden darf, können und sollten wir das hier im Forum auch mal sammeln, finde ich. Teils gibt es für sowas auch Ressourcen bei deviantArt, aber selbst zeichnen ist doch schöner und individueller - _gerade_ mit den kleinen Unregelmäßigkeiten/Fehlerchen.

      Bezüglich des Stifts: Ich dachte echt, du machst das mit Absicht, weil sich so deine Zeichnung stärker vom Original abhebt. :D aber gut: ich würde tatsächlich eher einen Pinsel nutzen, der dann auch zu diesem "gezeichnete Karte"-Look passt. Evtl hier auch "Chalk03", aber ich bin grad zu müde um in Gimp zu schauen ... wenn man da ein bisschen guckt, findet man schon was passendes. Einfach einen der Pinsel, die traditionelle Mal- oder Zeichenwerkzeuge simulieren sollen. Bleistift und sowas in der Art würde natürlich auch passen, wenn verfügbar. Oder "Tinte". Das bieten auch die meisten Programme.

      Und selbst wenn nicht, würde ich dann eher einen "Standard Round Brush" nutzen, der über Anti Aliasing verfügt, also eben glatte Kanten hat. Es sei denn man strebt wirklich einen retro pixel-Look an (es gab hier im Forum doch einen Bastler, der solche Weltengrafik hat - war auch im Kompendium drin).
      nobody.
    • Riothamus schrieb:

      Die durch die Häuschen symbolisierten Städte, Dörfer, Burgen und Klöster sind jeweils durch einen in die Zeichnung eingefügten Kreis in ihrer Lage genau bestimmt.
      Den. Hab mich falsch ausgedrückt.
      Straße war gestern, du siehst mich im Board
      Ich häng im World Wide Web, das ist kein friedlicher Ort
      Opfer, wag einen Blick auf die oberen Ränge
      Schieb Respekt; ich bin Forenlegende.


      ~ Komm in den Chat. Wir haben Kekse. ~
    • @aeyol : Ich habe den Thread ja gerade angelegt, um zu zeigen, wie man so etwas leicht selbst zeichnen kann, ohne dafür Zeichnen können zu müssen. Da ist das Nachzeichnen ein erster Schritt und eine Übung, um sich zu verbessern und einige andere Optionen zu gewinnen.

      Bei den Nachzeichnungen ist daher auch das Werkzeug nicht so wichtig. In der Tat hatte ich kurz überlegt, ob ich Pinsel oder Stift nehme. Gemütszustand und Bauchgefühl führten zum Stift. Ich hatte auch erwartet, länger zu brauchen, bis ich mit Hilfslinien etwas Brauchbares hinbekomme. Aber in diesem Fall war es recht leicht. Ein paar Rechtecke kann sich jeder so vorstellen.

      Ich gebe gerne zu, dass ich eigentlich mal mit verschiedenen Pinseln experimentieren muss. Allerdings wird das einfacher gehen, wenn ich es gleich mit Gebäuden versuchen kann. Jetzt werde ich erst einmal ein paar Versionen des Kloster-Tempels einüben. Natürlich hat der Stift da den Vorteil zu mehr Genauigkeit zu erziehen. Aber jemand, der so etwas noch nicht gemacht hat, dem mag ein ausgleichender oder am Rand weichzeichnender Pinsel weniger frustrierend erscheinen. Ich werde mal sehen, oben einen Hinweis darauf einzubauen. Es hat ja nicht jeder erlebt, dass Formen anhand einfacher Grundmuster herausgearbeitet werden können, ohne wirklich Zeichnen können zu müssen.

      Ich habe die Karte gewählt, weil man mit ihr gleichsam eine Anleitung für diese Tempelchen, Burgen, Städte, Dörfer, einzelne Häuser und auch Bäume und Sträucher bekommt, wenn man etwas über ihre Formen nachdenkt, nachdem man einige am Rechner durchgepaust hat. Es ist ja nicht das Ziel nur abzupausen, wie ja auch schon schrieb. Schön wären noch ein paar weitere Karten, die andere Formen verwenden, um mehr davon zu lernen. Aber das ist dann eigentlich nur eine Frage der Quantität der eingeübten Formen. Dazu könnte schon die Tabula Peutingeriana, die ganz einfach bei dem verlinkten Wikipedia-Artikel zu finden ist, dienen. Und bei Wikimedia Commons finden sich viele frühneuzeitliche Karten.

      Ich dachte eher an Karten, die das Vorgehen auf ein höheres Niveau heben. Und das kann ich eben schlecht ohne Beispiel erklären. Aber vielleicht finde ich ja noch ein Beispiel im Netz.

      @Elatan: Ja, die Kreise fallen eben oft nicht auf, weil sich kaum jemand hochwertig kolorierte Karten leistete. Und natürlich sind viele Karten ungenau.
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