[2018-04][Laharia] Party auf der Insel!

    • [2018-04][Laharia] Party auf der Insel!

      Einige Feste und Bräuche kenne ich ja schon, aber mehr ist besser, definitiv. Ich wende meinen Blick daher auf ein Volk, das ich noch nicht näher bebastelt habe: Die Deimato im Osten der Insel.

      Die erste Frage ist daher: Was feiern die denn so? Sie wohnen in Wüste bis Steppe, richtig kalt wird es dort im Jahresverlauf nie. Ein klassisches Frühlingsfest gibt es daher vermutlich nicht, auch wenn sie wohl schon irgendwie das Ansteigen und/oder das Nichtmehrsinken (sprich: Jahreswechsel) der Sonnenbahn feiern. Vielleicht feiern sie andersrum eher den Jahreszenit, weil es danach wieder kühler wird ... was nicht stimmt, weil die Temperaturkurve der Sonneninstrahlungskurve ja hinterherhinkt - aber Party muss ja nicht meteorologisch korrekt begründet sein.
      (Vielleicht haben die Deimato auch den Kalender andersrum und den Jahreswechsel nicht in der dunklen Zeit sondern zum Jahreszenit? An sich wäre das auch deutlich besser messbar. Mal im Hinterkopf behalten.)
      Da die Deimato ein nomadisches Reitervolk sind, bietet sich auch eine Art Reitfest an, oder etwas, was mit den Herden zu tun hat. Dabei stellt sich dann auch schon die Frage, was für Tiere die denn eigentlich reiten - Yadaki sind die gängigen Nomadenreit- und -tragtiere im Westen, aber im Osten kann das anders sein. Vielleicht gibt es da sogar welche, die ich noch gar nicht kenne. Herdentiere sind es aber auf jeden Fall.
      Und selbst Feste, die nicht direkt mit den Tieren zu tun haben, könnten gut Bräuche beinhalten, die man reitend ausführt. Quasi zeremonielle Reitvorführung oder so. (Bei Gelegenheit sollte ich mal eruieren, ob Mongolen sowas machen.)
      Wobei ich mir allemal sicher bin, ist, dass sie saufen wie Löcher. Da gibt es sicher auch Bräuche dazu, ein Äquivalent zum "Ozapft is" vielleicht.

      Das war Live-Slowbasteln für heute, Gesamtdauer drei Stunden. Ich weiss, dafür war die Ausbeute gering. Morgen geht's aber weiter.
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    • So ein Fest, wo alle Teilnehmer sich auf einem Reittier befinden, ist schon nett. Sind die Reittiere groß genug, dass da mehrere Leuts drauf passen? Und wie schnell sind die? Eine Festprozession, die mal schneller als Schrittgeschwindigkeit vorankommt, wär doch auch mal was.
      Genrekonstruktivist, Weltformeltheoretiker und professioneller Es-sich-selbst-kompliziert-Macher

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    • Die Reittiere dürften von der Grösse her irgendwo zwischen Esel und Pferd liegen, also zwei Leute müssten schon gehen, vielleicht auch mal drei. Bei der Geschwindigkeit bin ich mir noch unsicher, ich tippe eher auf eine nicht ganz so hohe Maximalgeschwindigkeit, aber dafür mehr Ausdauer. Fluchttiere sind sie keine.

      Mit "Festprozession" hast du einen Nerv getroffen. Ich hab jetzt Bilder im Kopf, wie die Reiter mit einem ziemlichen Zahn durch die Gegend preschen und dabei mit bunten Tüchern oder Fahnen eine Choreographie aufführen. Ich weiss bloss noch nicht, warum - allemal ist das aber wohl eher nicht in der dunklen Zeit, da würde man den bunten Stoff ja nicht gut genug sehen.
      Vielleicht, gerade weil Fahnen ja oft mit Identität zu tun haben, ist es ein Fest zu irgendeiner historischen Sache. Ein wichtiger Sieg, ein Friedensschluss, ... vielleicht die Gründung des Stammesreiches? Die Wahl von Kima Idre Dui Pamils zum Staatsoberhaupt vielleicht? (Das Ende von Sicaue und der Anfang der modernen Staaten waren definitiv sehr wichtig.)
      Frage am Rande: Feiern das auch die Marcoova, die kulturell keine Deimato, sondern Ima oder Dinta sind? Feiern das auch die beiden Deimato-Stämme, die nicht zum Stammesreich, sondern zu Tuibe gehören? Kima Idre Dui Pamils ist dort jedenfalls auch als sehr wichtige, positive historische Person anerkannt. (Kima = Untergrundmagier in Sicaue)
      Wenn es um Kima Idre geht, dann gehört zu der Prozession vielleicht auch eine magische Lightshow. Oder es gibt zwei Prozessionen? Nachts sieht man die Lightshow ja definitiv besser.

      Und eine Kinderprozession! Ich will eine Prozession von Deimatokindern auf Jungtieren haben, mit viel Spass, Gelächter und Sich-in-Tüchern-Verheddern-weil-man-noch-übt. ;D
      Jaaaa!
      Irgendwie sind die Tücher vor meinem Auge konsistent orange. Dann sind sie halt so. Vielleicht hatte Kima Idre ja orange Haare.


      Und das war das Live-Slowbasteln für heute. Bin irgendwie müde jetzt.
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    • Alpha Centauri schrieb:

      Stichwörter: Wald - Ring - Verspätung - Geruch - wackeln -selten
      Mal sehen, ob die Stichwörter mir noch etwas bringen. Wald ist eher ungünstig, die haben da keinen, aber beim Rest ... sehen wir mal.


      Für so eine Festprozession ist es sicher sinnvoll, wenn man sie eine Weile lang sehen kann, also preschen die Reiter im Kreis (=> Ring). Ich denke, gerade der Ringschluss, wenn die vordersten zu den hintersten anschliessen, dürfte ein besonderer Moment in der Prozession sein. Die Bedeutung dürfte sich auf das Ende des sicauischen Kastensystems beziehen, weil dann ja die ehemals höchsten Kasten gleichwertig zu den ehemals niedrigsten wurden. Da das nur ein kurzer Moment ist, dürfte der einzelne Zuseher das nur eher selten zu Gesicht kriegen, aber es sollte schon jeder mitkriegen, dass das grad passiert. Vielleicht schlägt man einen Gong oder so. Oder man trötet - Gongs sind schon im Westen gängig, im Osten dürfen sie gerne was anderes machen (zumal so ein Gong ziemlich riesig ist, für Nomaden eher unpraktisch).
      Geruch? Beschluss: Bei der Nachtprozession haben sie Feuerschalen, wo Duftöle oder sowas drin sind.

      Alles in allem:
      Deimato feiern irgendwann in der hellen Zeit des Jahres eine Art Nationalfeiertag, an dem sie die sicauische Untergrundmagierin Kima Idre Dui Pamils, die auch das erste (und einzige) Staatsoberhaupt des Stammesreiches der Marcoova war, ehren. Es ist der Jahrestag ihrer Wahl, gefeiert wird trotzdem auch der Fall der sicauischen Lavque, der irgendwann anders im Jahr und vor allem etliche Jahre früher stattfand.
      An diesem Feiertag gibt es Vormittags den kleinen Umzug, wo sich Kinder spielen und sich in den Tüchern verheddern, ihnen fällt auch mal was runter und sie machen Fehler in der Choreographie. Sind halt Kinder. Nichtsdestotrotz ist das ein vollwertiger Umzug und der Ringschluss wird von den Zuschauern eifrig betrötet.
      Nachmittags ist dann der richtige Umzug, wo erwachsene Reiter unterwegs sind, auch einiges schneller als die Kinder. Sie machen Fahnenwerfen oder wedeln mit Tüchern, beim Ringschluss tröten die Zuschauer auch wieder.
      In der Nacht dann gibt es den Umzug der Magier mit Lightshow, Feuerschalen, Fackeln und ähnlichem. Und auch da gibt es wieder den Ringschluss, der von den Zuschauern betrötet wird.

      Ob da mal wer Verspätung hat? Ob da irgendwas wackelt? Weiss ich noch nicht. Da muss ich noch weiter forschen, aber für heute war es das mal mit Live-Slowbasteln.
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    • Was hier natürlich noch fehlt, ist, was für Reittiere das sind. Yadaki sind, wie gesagt, im Westen bei Nomaden gängig - aber die Deimato sind im Osten (und zudem in noch trockeneren Regionen als Yadaki es eigentlich mögen), daher kriegen die neue, hab ich beschlossen. Und zwar gibt es da zwei Möglichkeiten: Entweder gehören diese neuen Reittiere wie alle bisherigen zur miteinander kreuzbaren Gruppe der Lintakiti - oder eben nicht.
      Variante zwei gefällt mir sehr, weil mehr Tiergruppen definitiv besser sind als weniger. (Und Pferde und Kamele gehören ja auch nicht zur selben Gruppe, um mal mit der echten Welt zu rechtfertigen.)

      Die Reittiere der Deimato sind definitiv Wüstentiere, die mit sehr wenig Wasser und Nahrung auskommen.
      Erstmal lege ich fest, dass diese Tiere so gut wie alles fressen können. Normalerweise Pflanzen, aber sie verschmähen auch nicht, wenn wo ein verdurstetes Tier herumliegt. Zudem sollten die Deimato aufpassen, dass die Tiere nicht Holzpflöcke oder Bretter wegnaschen, die die Tiere auch durchaus verdauen können. Natürlich können die Tiere Unmengen Wasser speichern, wofür ich ihnen eine spezielle Aufbewahrungsblase spendiere - sie machen das also nicht im Magensystem. Sinnvoll ist für diese Tiere auch eine grosse Oberfläche der Füsse, damit sie nicht im Sand versinken. Die Lösung hier sind viele, weit gespreizte Zehen mit Haarbüscheln dazwischen. Das Fell isoliert sehr sehr gut und zum Schutz vor Sandstürmen können die Tiere Hautlappen vor die Körperöffnungen legen.
      Wichtig auch: Diese Tiere pinkeln nicht. Gar nicht. Und der Kot wird noch im Körper gewaltig ausgetrocknet.

      Jetzt ist natürlich noch die Frage, wie sie leben und wie sie sich verhalten. Und wie sie sich fortpflanzen. Ich denke, sie sind Hermaphroditen, wobei die Leittiere sich hauptsächlich männlich aufführen, aber trotzdem sich auch drauf konzentrieren, selber Nachwuchs auszutragen, allerdings nur untereinander. Die übrige Herde führt sich nicht männlich auf ... meistens. Es gibt immer ein paar "Trickster", was das angeht.
      Eine wildlebende Herde ist wohl etwa 30 Tiere gross, die Herden der Deimato-Stämme sind natürlich grösser. Die "Leittiere" der Herden in den Stämmen sind die Stammesangehörigen. Hängt die Fortpflanzung dann nur an den "Trickstern"? Vermutlich werden die aktiver, wenn sonst in der Herde nichts in Richtung Fortpflanzung läuft.
      Die Tiere orientieren sich an ihren "Leittieren", also den Stammesangehörigen, was die Erkennung von Freund und Feind angeht. Wenn also zwei Deimato-Stämme sich zoffen, dann gehen auch die Tiere auf die gegnerischen Stammesangehörigen und in Folge auch aufeinander los. In friedlichen Situationen können die Herden aber problemlos gemischt werden und wenn zwei Deimato-Gruppen genug Zeit miteinander verbringen, können auch Tiere zwischen den Herden ausgetauscht werden, bevor sie sich wieder trennen.
      Einen Namen brauchen die Tiere noch ... mal den Spamordner nach Buchstabensalat durchfilzen. Okay, sie heissen also Fenki. Interessant, das passt überraschend zur Namensgebung der Tiere aus der Lintakiti-Gruppe, die auch alle auf -ki enden. Vielleicht dachten die Leute früher, dass das Fenki auch zu der Gruppe gehört, und sind erst später draufgekommen, dass es nicht mit den anderen kreuzbar ist - oder die Kreuzbarkeit war nicht das ursprüngliche Kriterium, sondern die Reitbarkeit (wobei die beim Drelaki ... naja, zumindest wird es derzeit nicht geritten, vielleicht früher schon - es ist ein riesiges Viech, aber Elefanten reitet man ja im RL auch, von daher ... warum nicht?).
      Oder das Fenki gehört doch zu der Gruppe und ist auch kreuzbar. Muss ich mir noch überlegen.

      So, und jetzt zurück zum eigentlichen Slowbastel-Thema. Das Fest ist ja ein Zusammenhalte-Fest (Kima Idre Dui Pamils stand ja für die Einigkeit des Stammesreiches), entsprechend wird zu diesem Fest auch ein Treffen mehrerer Herden arrangiert. Die verschiedenen Herden werden in verschiedenen Farben geschmückt (ausgenommen orange, das den von den Stammesangehörigen gewedelten Tüchern und Fahnen vorbehalten ist), aber für die Prozession gut durchmischt.
      Wackeln tut noch immer nix und Verspätung hat auch niemand, aber das war es hiermit mit Live-Slowbasteln - und mit dem April-Slowbasteln als ganzes auch.
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