[Rundreise] Das Sonsyst

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    • [Rundreise] Das Sonsyst

      Aus dem Tagebuch des Reisenden Raben.

      Der Weltraum! Unendliche Weiten! Ich fliege durch Galaxien, die noch nie ein Rabe gese--- HAAA!!!! Wo kommt das Raumschiff her? Das spießt einen ja glatt auf!

      Ich lasse mich auf einem zweiten Raumschiff nieder, das gerade vorbeirast, und ordne meine Federn. So was. Das ist ja echt bewohnt hier. Ich spähe durch ein Bullauge und sehe einen Menschen, der eine Maschine anguckt und dabei redet. Einmal würfeln auf Intelligenz + Technik: aHA! Das ist ein Funkgerät!

      Raumschiffe haben keine Luftlöcher, durch die ein Rabe einfach mal so reinschlüpfen kann, aber das ignoriere ich jetzt mal und schlüpfe trotzdem rein, um mich umzusehen.

      Echt lustig. Ein bißchen komme ich mir vor wie in einem Raumschiff von Jules Verne oder aus einer DDR-Fernsehserie der 60er Jahre. Das soll wohl auch so sein - die Bilder der Crew zB scheinen direkt aus den Zeiten der Daguerretypie zu stammen. Die merkwürdigen, sperrigen Abkürzungen des "Newsprec" schaffen eine ganz andere Stimmung als irgendeine glatte Anglisierung oder dergleichen.

      Vor allem basiert die Zeit des Helden Cornelius Leuvenhook auf einer Geschichtsvariante, in der es Hitler und die beiden Weltkriege nicht gegeben hat und das alte Europa ungebrochen weiter von vergangener Glorie träumen konnte. Atombomben, der Kalte Krieg - nicht in diesem Universum, soweit ich das erkennen konnte. Dadurch wirkt die Zeit des 3. Jahrtausends seltsam antiquiert (oder besser: konserviert), und ich komme mir vor wie ein Kind, das an einem Sonntagmittag ins Wohnzimmer der Großeltern schleicht und in eine andere, stillere Zeit gerät.

      Außer den Bildern von der Crew gibt es nur wenig Buntes - keinerlei grafischer Schnickschnack, kein aufgemotztes Design, nur spärlich eingesetzte Mittel, wie zB das zählende Raumschiff auf der Startseite. (Nüchterner Einschub: das macht die Seite dann auch für wirklich jeden Browser lesbar).

      Die Geschichten kenne ich schon, weil ich sie ja fürs WB-Buch bekommen habe. Sie sind bewußt "klein" gehalten - Cornelius Leuvenhook ist Hilfsfunker auf einem Kurierschiff, nicht Perry Rhodan oder sonst irgendein gewaltiger, maskuliner Retter des Universums. Dadurch wird der Blickwinkel eingeengt auf die kleinen, banalen und skurrilen Ereignisse des täglichen Lebens. Hier gibt es keine Raumschlachten, keine Explosionen und bisher auch keine Aliens, die sich von innen her durch die Gedärme der Leute fressen. Und wenn es sie doch gäbe, dann käme da eben ein Poststempel drauf, und die RSS Dragon würde sie dort abliefern, wo sie hingehören.

      Die Entstehungsgeschichte dieses Systems ist spannend - ich würde nur gerne mehr Geschichten sehen! Und ich habe meine Schwierigkeiten mit dem Newsprec, weil ich kein Fan des Aküfi bin. Aber durch diesen Universum fliege ich gern noch ein bißchen weiter.

      Rabenzeit 1 gibt's bei Amazon für den Kindle, überall sonst für Tolino und als gedrucktes Buch im Buchhandel. :)
    • Re: Rundreise: Das Sonsyst

      Hallo zusammen :)

      Um gleich mal einen NewSprec-Ausdruck zu erfinden: wunschoen ;)

      Eine Science Fiction-Welt, die den Eindruck von Stimmigkeit hinterlässt.

      Endlich mal keine Ingenieure, die den Ausdruck "single point of failure" nicht kennen und dennoch Imperiale Todessterne bauen. Endlich mal keine Teenager, die beim Wort "Sex" an das Elementarteilchen des Tages denken und trotzdem das Raumschiff vom Onkel Captain steuern dürfen.

      Weise Beschränkung. Die fatale Frage "Wie funktioniert das?" wird einfach überhört. Kein Technobubble, um den Verstoß gegen das Energieerhaltungsgesetz zu kaschieren. Die Raumschiffe, die Orstas und die Ristas tun halt einfach was sie tun. Und da sie -- innerhalb des übergreifenden wissenschaftlichen Rahmens, der durch das Genre "Science Fiction" nunmal gesetzt ist -- halt nicht gegen den Energieerhaltungssatz verstoßen können, werden sie es wohl ohne Verstoß tun.

      Wie?

      Ich kann mir CPO Leuvenhooks Gesicht richtig vorstellen. "Ich hab ein Jahr Ettikette und Hofzeremoniell studiert und bin Hilfsfunker und Verbindungsoffizier auf einem Kurierschiff. Woher soll ich wissen, welchen Kram die Tecs da irgendwo einbauen? Ich hoffe, die Tecs wissen es wenigstens." Und MCPO Rostovitchev wird dazu beifällig schnauben.

      Da bleibt mir nur, Martens vom "Black Hole" eine Camel anzubieten und mich auf einen sehr feuchten Abend mit synthetischem Grappa vorzubereiten.

      Ja, es passiert in all den Schilderungen nichts wirklich Wichtiges. Oder?

      Es werden keine Welten, Galaxien oder gleich das ganze Universum gerettet.

      Allerdings ist es für Leuvenhook augenscheinlich wichtig -- als er mit KidsAndro 556 Kleiner Drache im Wartebereich der Mars-Orsta steht -- endlich sein Schiff zu Gesicht zu bekommen. Und Midshipman Mallah dürfte der Geburt ihrer Tochter sicherlich einige Bedeutung beimessen.

      Kurz: Die Leute benehmen sich wie Leute. Sie schmieren blöde Parolen an Luftschleusen, verheimlichen peinliche Zwischenfälle, hoffen, glauben und träumen.

      Ganz und gar kein "clean room"-Universum, wie Linda M.s Geschichte eindeutig unter Beweis stellt.

      Die großen Dinge -- wie der Krieg mit der PRoMars -- gewittern ein bisschen am Horizont, auch wenn hier oder da der Blitz in die kleine Welt abseits des Nups und Protradec einschlägt.

      Ein feines, kleines Universum, das die uralte, immer wahre Geschichte des Menschen und seiner Irrtümer erzählt.

      Cum grano salis ...

      Die Istory des Sonsyst hinterlässt bei mir eine ganze Menge Fragen, jedenfalls, was die Ursprünge angeht. Da wünschte ich mir einfach ein wenig mehr Hintergrund-Information, wie z.B. der Wiener Fürstenvertrag von 1913 möglich war -- die deutsch-englischen und deutsch-russischen Beziehungen war 1913 AFAIK äußerst strapaziert, vom Verhältnis zwischen dem Deutschen Reich und der Französischen Republik ganz zu schweigen. Allerdings habe ich mit befriedigtem Grinsen die Parallelen zum Wiener Kongress von 1815 zur Kenntnis genommen.

      Die "großdeutsche" Hochzeit von 1886 ist einfach genial.

      Auf "kleindeutscher" Seite müsste es ja wohl Victoria Elisabeth Auguste Charlotte von Preußen (1860-1919), eine Schwester Wilhelm II., und auf österreichisch-ungarischer Seite Franz Ferdinand (1863-1914), ein Neffe Kaiser Franz Josephs, gewesen sein.

      Sowas mag ich einfach ganz ungemein :)

      Nun ... ich hoffe also, dass Bettina irgendwann einmal gerade die Vorgeschichte und die Frühzeit des Terranischen Empires in größerem Detail darstellen wird.

      Ansonsten: Das Sonsyst ist herlic.

      cya :-)
      Martin "vi"
      "There are two major products that came out of Berkeley: LSD and UNIX. We don't believe this to be a coincidence. "
      Jeremy S. Anderson
    • Re: Rundreise: Das Sonsyst


      Auf "kleindeutscher" Seite müsste es ja wohl Victoria Elisabeth Auguste Charlotte von Preußen (1860-1919), eine Schwester Wilhelm II., und auf österreichisch-ungarischer Seite Franz Ferdinand (1863-1914), ein Neffe Kaiser Franz Josephs, gewesen sein.



      Lange, eins, setzen!

      Tja, die Fragen...

      In der Istory sind natürlich nur die Daten aufgeführt, die der fiktive Autor der Seiten als den Beginn der Raumfahrt ansieht, faktisch läuft die Geschichte unserer Welt und des Sonsyst schon ein gutes Stück früher auseinander. Wo genau es anfängt, muß ich mir noch aus den Fingern saugen ;)
      Und was die Tecs betifft: Es ist ja nicht so, daß ich dazu nicht was schreiben könnte, aber das ist natürlich kein Wissen, mit dem man das einfache Volk belasten wollen würde. Das Institut de lavage de cereveau ist natürlich auch nicht aller Welt ein Begriff...
      Tatsächlich habe ich mir nicht nur über die Reisegeschwindigkeiten Gedanken gemacht - die schon recht hoch gegriffen sind, aber sonst muß ich meine Geschichten alle umschreiben - sondern auch über den Brennstoff, der diese Geschwindigkeiten ermöglicht.
      Das Problem der Beschleunigung und was durch eine zu hohe solche mit den zumeist adligen Raumfahrern passieren könnte, ist dagegen noch nicht gelöst (im Sonsyt natürlich schon). Aber geschrieben ist halt noch lange nicht alles und meine updates der letzten Tage packe ich auch erst nach Ablauf der Rundreise im Sonsyst auf den Server, damit alle in etwa das gleiche zu Gesicht bekommen und ich die sicher noch kommenden Kritikpunkte auch gleich berücksichtigen kann.

      Schöne Grüße von der sehr geschmeichelten Bettina




      MMM
    • Re: Rundreise: Das Sonsyst

      Ein dezent technisch anmutendes (ich liebe diese beiden Blautöne der Links) und unauffäliges Design erwartet den Besucher des Sonsyst. Unermüdlich zieht das kleine Kurierschiff am oberen Bildrand seine Bahnen. Putzig und ein garantierter Erinnerungsfaktor. Nur: Muss das sein, dass es auch am Bildrand zu sehen ist, wenn ich runterscrolle? IMHO ist da ein wenig Platz verschenkt, der sonst den Texten zukommen würde, und ständig muss man es ja auch nicht sehen.

      Die konservative Atmosphäre ("muffig" will ich nicht sagen; das klingt so böse :diablo: ;D ) ist bereits so gut beschrieben worden, dass ich es kaum besser kann. Das Flair europäischen Adels des vorigen Jahrhunderts will so gar nicht zum bunten, effektverspielten High Tech passen, der einem beim Begriff SciFi zunächst in den Sinn kommt.
      Das ist anders, aber beileibe nicht schlecht. Und interessanterweise stört mich die geringe visuelle Darstellung überhaupt nicht, es fügt sich vielmehr ganz selbstverständlich ein..

      Was mir historisch so auffiel: Was ist mit unseren uneingeschränkt solidarischen Freunden jenseits des Atlantik? Dass sie nicht Supermacht spielen können wie in der Realität, ist klar, aber entweder sind sie völlig irrelevant oder ich hab da was übersehen?
      Und das Tempo, mit dem die ersten Schritte ins All getan wurden, ist enorm - da steckt nicht zufällig ein kleiner ideologischer Fingerzeig drin? ("Guckt mal, ohne Welt- und Kalte Kriege wär´s viel schneller vorwärts gegangen.") ;)

      Für die Geschichten fällt mir nur ein: Mit Liebe gemacht. ;D Es entsteht so eine greifbare Stimmung fernab von Laserblitzen und Killeraliens, mehr Buchenholz und Feinripp als Edelstahl und Nylon. Und wo gibt es das schon, dass SF-Charaktere einfach ihr Leben leben dürfen, anstatt für das Wohl ganzer Galaxien zu sorgen?
    • Re: Rundreise: Das Sonsyst



      Was mir historisch so auffiel: Was ist mit unseren uneingeschränkt solidarischen Freunden jenseits des Atlantik? Dass sie nicht Supermacht spielen können wie in der Realität, ist klar, aber entweder sind sie völlig irrelevant oder ich hab da was übersehen?


      Ích darf aus
      Expansion
      Die Geschichte der Eroberung des Sonsyst
      zitieren:
      "Parallel zur Raketentechnologie entwickelte sich auch der Bau von Raumstationen, so daß im Jahre 1941 als erste die Raumstation auf Luna für den Publikumsverkehr freigegeben wurde. An ihrem Bau waren neben dem Deutschen Imperium und dem Britischen Empire auch die United States of America beteiligt, die damit erstmalig auf ihr fundiertes Fachwissen beim Schaffen menschenfreundlicher Umgebungen aufmerksam machten. "
      Naja, und das wars dann mit den USA - bis jetzt. Da soll ja noch einiges kommen.

      Was die Geschwindigkeit der Raumfahrtentwicklung betrifft: naja, vielleicht habe ich ein bißchen arg angezogen, aber wenn sich alle 'High-Tech'-Staaten der Welt gemeinsam entschließen, daß es jetzt an der Zeit ist, ins All aufzubrechen, und da jede Menge Geld reinstecken, wirds eben auch was ;) Der erste Raketenstart im Sonsyst war ja auch wirklich für die Raumfahrt geplant gewesen, nicht als Superwaffe. Das wäre unehrenhaft und plebäisch gewesen.

      Und was das Raumschiff betrifft: klar, es ist Platzverschwendung und den counter könnte ich auch irgendwo klein in die Ecke machen, wie ich es auf meinen anderen Seiten zu tun pflege. Aber mein Sohn liebt dieses Schiff einfach, also muß es dableiben ;D
      Notfalls kannst Du ja einfach die noframes-Version der Seite besuchen, da fliegt es nicht (http://www.schriftscrolle.de/leuvenhook/cefuco.html) und da es auch den Navigationsframe nicht gibt, ist wirklich viel mehr Platz für die Texte!

      Schöne Grüße von Bettina
      MMM
    • Re: Rundreise: Das Sonsyst

      ich würde nur gerne mehr Geschichten sehen!


      nun endlich mal eine Antwort auf Terias Kritik.

      Ja, neue Geschichte würde ich auch gerne sehen... Leider fehlt die Zeit, Ideen habe ich durch die Weltenbeschreibung wieder mehr als genug bekommen. Es gibt ja bei den bestehenden geschichten auch einige lose Enden. Was ist zum Beispiel mit der ins Trudeln geratenen Merkur-Orsta? Was ist da passiert?
      Und nicht zu vergessen, der große Mars Krieg, bei dem die RSS Dragon einige Mannschaftsmitglieder verlor. Aber eine Marskarte ist bereits in Arbeit...

      Was Newsprec betrifft: das ist übrigends das älteste Element der Welt. Und ich habe ein AküLex zuhause ;)

      Schöne Grüße von Bettina
      MMM
    • Re: Rundreise: Das Sonsyst

      (möff, das Raumschiff fliegt bei mir nicht ;))

      Uffa, das ist ne Welt :)
      Das Sonsyst hat wirklich Flair, und das kommt auch auf der Seite rüber. Was ich besonders schön finde, ist, dass das Newsprec in den Texten auch verwendet wird, das macht alles viel hm... lebendiger irgendwie.
      Texte wie der über den Schiffskörper der RSS Dragon lassen alles irgendwie hm... naja nicht "echter" erscheinen, aber eben so, dass man "schwupps" in die Welt eintauchen kann und die Dinge vor sich sieht und ein nachvollziehbares Hintergrundwissen bekommt.

      Verzeih mir, dass ich nicht mehr schreibe, aber ich würde gegen mein Naturell verstoßen ;D
      nobody.
    • Re: Rundreise: Das Sonsyst

      Yerho war froh, als sich die innere Tür der Personenschleuse vor ihm öffnete, und er endlich die zwei Nummern zu große luftdichte Pickelhaube und dafür fünf Nummern zu kleinen Raumanzug ablegen konnte.

      Warum der Anzug mit Tressen besetzt war, konnte er auch nach Lektüre der Bordvorschriften nicht sagen, obwohl er sich im Laufe des Anfluges mit Sm 20 ausgiebig damit hatte beschäftigen können: Während des Lesens und des Nachschlagens der Abkürzungen war die Zeit wortgetreu wie im Fluge vergangen.

      Nach Verlassen der Schleuse blickte er sich um, dann wieder auf den einfachen, aber übersichtlichen Bauplan der RSS DRAGON, dann wieder auf den Korridor. Wo ging es noch zu dem sanierten Waschräumlichkeiten? Nach Betrachten der Konterfeis in den Personalakten hatte er sich vorgenommen, sich dem allgemeinen Striegel anzupassen, um nicht unangenehm aufzufallen.

      Oh ja, er kannte einige der Geschichten, die sich um die RSS DRAGON und ihre Besatzung rankten, und beabsichtigte nicht, sich in den Strudel gewollter Alltagstragikomödie ziehen zu lassen. Allerdings standen die Chancen eher schlecht, daß es ihm gelingen würde ...

      [Fortsetzung folgt]
      La locura nunca tuvo maestro / Para los que vamos a bogar sin rumbo perpetuo.
      La muerte será un adorno / Que pondré al regalo de mi vida.
      (Heroes del Silencio: Avalancha)
    • Re: Rundreise: Das Sonsyst

      (möff, das Raumschiff fliegt bei mir nicht ;))

      dann surfst Du wohl nicht mit dem IE, denn nur da funktioniert 'marquee'.
      Herzlichen dank auch für die freundlichen Worte.
      Irgendwie sind alle so freundlich, allenfalls fehlende Informationen werden erbeten... Gibts denn nix zu meckern??

      In der Hoffnung, daß nicht ;D, schöne Grüße von Bettina



      MMM
    • Re: Rundreise: Das Sonsyst

      Yerho war froh, als sich die innere Tür der Personenschleuse vor ihm öffnete, und er endlich die zwei Nummern zu große luftdichte Pickelhaube und dafür fünf Nummern zu kleinen Raumanzug ablegen konnte.

      Ein echtes Kunstwerk, Dein Textanfang. Da werde ich richtig frustriert über meine so wenig der Welt angepassten Kritiken, die ich bisher hier abgeliefert habe...
      Auf die Fortsetzung bin ich jedenfalls schon sehr gespannt.

      Herzlichen Dank und schöne Grüße von Bettina

      MMM
    • Re: Rundreise: Das Sonsyst

      Da wir ja jetzt ungefähr bei der Halbzeit sind, hätte ich doch mal konkrete Fragen an die Weltenbastler, die schon Gelegenheit hatten, das Sonsyst zu besuchen.

      Wie schauts aus mit der Navigation?
      - Ist sie übersichtlich genug, daß man sich ohne Probleme zurechtfindet oder geht ohne die sitemap nix?
      - Ist es ok oder zu verwirrend, daß gerade in den übergeordneten Navigationsebenen newsprec-Worte eingesetzt werden?

      Ansonsten fühle ich mich durch alle bisherigen Postings ungeheuer geschmeichelt und unerhört motiviert. Es wird also voraussichtlich irgendwann mehr zur frühen Historie kommen und auch zu den fast vergessenen USA wird wohl noch einiges kommen.
      Und mehr Geschichten auch irgendwann...

      Schöne Grüße von Bettina
      MMM
    • Re: Rundreise: Das Sonsyst

      Ich fand die Navi eigentlich recht angenehm, zumal man auch zu jeder "oberen Abzweigung" zurück kann und sie quasi jederzeit zur Hand ist. Die Ordnung ist sinnvoll.

      Als Newsprec-Unbedarfter konnte ich natürlich teilweise nur erahnen, was sich jetzt genau hinter den Menüpunkten verbirgt... das empfand ich allerdings auch nicht als so nachteilhaft; hatte sowas Weihnachtskalenderartiges.  ;)

      (Nee, im Ernst, so ganz Kauderwelsch ist Newsprec ja nicht, da weiß man schon, in welche Richtung es geht. Nur halt nicht so genau.)
    • Re: Rundreise: Das Sonsyst

      Die Newsprec-Ausdrücke in der Navigation finde ich extrem stimmungsvoll und nicht sonderlich verwirrend.

      Dann will ich auch mal ein büschen was meckern, wo Bettina so drauf besteht :diablo::
      Warum sind die Bilder allesamt so grobkörnig? Die Gifs sind krisselig, die Portraits der Leute auch. Das finde ich irgendwie schade. Das sollte man doch irgendwie besser hinkriegen.

      So, und inhaltlich sag ich demnächst auch noch was, wenn ich mal dazu komme, auf der Seite etwas mehr zu lesen :)
    • Re: Rundreise: Das Sonsyst


      Warum sind die Bilder allesamt so grobkörnig? Die Gifs sind krisselig, die Portraits der Leute auch. Das finde ich irgendwie schade. Das sollte man doch irgendwie besser hinkriegen.



      Meinst Du mit den gif die Raumschiffpläne und den Blick aufs Sonsyst? Insbesondere letzterer leidet insbesondere darunter, daß es sich um den Scan eines Ausdrucks handelt - anders ist das Bildformat leider nicht vom Atari in den PC zu portieren :-(
      Das 'krisselige' der Crew-Protraits kann ich nicht recht nachvollziehen, aber es mag sein, daß ich betriebsblind bin. Allerdings handelt es sich eben um alte, z.T. in der Oberfläche auch nicht mehr 100%ig intakte Vorlagen.
      Schick mir doch vielleicht mal einen screen-shot, damit ich sehe,was genau Du meinst, denn eigentlich will ich schon, daß alles gut aussieht!
      Ach ja, der Raumschiffplan IST pixelig, weil nicht mit Vektorprogramm gezeichnet (hab ich nicht). Aber das ist ok so und soll ruhig so bleiben. Und die Flaggen krieg ich mit meinen Möglichkeiten auch nicht besser hin (denke ich).
      Wenn Du allerdings Vorschläge zur optimierung hast, immer her damit!

      Schöne Grüße von Bettina


      MMM
    • Re: Rundreise: Das Sonsyst

      "Rrrrrraaaumschiff!!! Angreifen!" *leertaste foltert*
      Nein, nein, nein, nicht die Worte einen Schnapszahljaeger, sondern einer der sehr begeistert "Space invaders are smoking grass hoert" spielt.
      Herrrrrlisch wie das Raumschiff von links nach rechts fliegt, wie es sich gehoert bei Space Invaders. *zakzakzakkkk!* *150 Punkte scoren will*

      Uhm. Ja. Raumschiff. Obwohl hier das Lied "Codo" besser gehoert IMHO, hoere ich bei das lesen eigentlich nur eingebildete ÊABBA-Lieder der 70er. Denn diese Welt dieses Sonsyst hat eine suesse, liebhabender Atmosphaere wo es gut leben ist. Detailreich, jedoch nicht von Tecs ueberfluetet. Und Design passt da auch ganz gut.

      So wuenscht sich Mad Jack natuerlich einen FafueaP - das ist sooo klasse (die Idee schon - hab noch keine Zeit gehabt alle Geschichten zu lesen). Wie auch manche andere Ideen. ZPT: warum gibt es sowas noch nicht richtig IRL ??? *haben will*

      Das Hiseq erinnert mich an den Szene aus irgendwelche Belgischen Show "Lava TV", wo "Captain Eddy Wally" (Eddy Wally) in seinem Raumschiff sitzt und dann kommt ein Kerl rueber (Kees van Kooten) der im Raumschiff Staubsauger verkaufen will. Eigentlich erinnert vieles von Sonsyst mich an dieser Szenen von LavaTV - eine etwas lockere, gemuetliche Atmosphaere, wo Abenteuer eigentlich nur im Hintergrund mitspielen.

      Hm. Ich schweife ab. *versucht Raumschiff zu ueberhohlen*

      Was mir historisch so auffiel

      Da ist mir auch was aufgefallen: wie ist das mit kolonialpolitik auf Terra, und die dekolonialpolitik, und das im Bezug zu den kolonialpolitik ins Sonsyst?
      Nebenbemerkung: Was ist mit das riesige Reich der Niederlaende passiert, das damals noch Suriname und Inselreich Indonesien beeinhaltete? Obwohl dann wieder ein Raumschiff einen hollaendischen Name hat :)

      StaKi :rofl: auch Bettina soll mal "Red Dwarf" lesen. Sowas wie "The Cat" passt da gut rein. Kann ich leider nix zitieren, Gomeck hat mein Buch.

      Ideen habe ich durch die Weltenbeschreibung wieder mehr als genug bekommen

      Tatsaechlich? Ich meine: kommen die Ideen fuer Geschichten eher beim Weltenbeschreibungen schreiben, als Ideen fuer Weltenbeschreibungen waehrend das Geschichtenschreiben? * > Soll eigentlich einen Umfrage daraus machen, ist jedoch zu faul*

      Was fuer mich fehlt sind eigentlich die Sonsyst Maerchen, wie diese hier:
      Hypothetics. Nun ja, ich mag halt die Sachen am Ende der Realitaet %-)

      *In Nostalgie wegtraeum :: Space Invaders spielen geht*

      [fortsetzung folgt]

      PS: Navigation kein Problem. Bilder auch net.
      Es ist doch Deine Schuld, dass Deine Welt ist, wie sie ist. :P
      Aquilifer: die Weltenbastler: Wir zerstören deutsches Kulturgut seit 1999
    • Re: Rundreise: Das Sonsyst

      och, mit ein bißchen Bildbearbeitung kriegt man das ganz passabel hin.

      So zum Beispiel:

      feel free to use ;)


      :booaaa:*baukötzestaun*:booaaa:

      Verrätst Du auch, WIE Du das gemacht hast?
      Und das Angebot zur Verwendung (freilich mit Namensnennung) werde ich wohl annehmen ;)

      Schöne Grüße von Bettina
      MMM
    • Re: Rundreise: Das Sonsyst


      So wuenscht sich Mad Jack natuerlich einen FafueaP - das ist sooo klasse (die Idee schon - hab noch keine Zeit gehabt alle Geschichten zu lesen).
      ...

      Da ist mir auch was aufgefallen: wie ist das mit kolonialpolitik auf Terra, und die dekolonialpolitik, und das im Bezug zu den kolonialpolitik ins Sonsyst?
      Nebenbemerkung: Was ist mit das riesige Reich der Niederlaende passiert, das damals noch Suriname und Inselreich Indonesien beeinhaltete? Obwohl dann wieder ein Raumschiff einen hollaendischen Name hat :)

      ...

      Tatsaechlich? Ich meine: kommen die Ideen fuer Geschichten eher beim Weltenbeschreibungen schreiben, als Ideen fuer Weltenbeschreibungen waehrend das Geschichtenschreiben?

      Was fuer mich fehlt sind eigentlich die Sonsyst Maerchen

      ...



      Aaalso: Märchen im Sonsyst: (ich hatte jetzt noch keine Gelegenheit, Deinem Link zu folgen, werd es aber tun) - eines gibt es, aber nur als Geschichte 'Sherman is in the Cellar', ansonsten fürchte ich, ist die Welt sehr gegenwärtig/diesseitig. Ich meine, nicht mal in meiner Fantasywelt gibt es Zauberei!

      Ideen fürs Geschichteschreiben oder umgekehrt: bei mir ist es früher immer der Weg: Geschichte > Welt gewesen, erst dadurch, daß ich jetzt Weltbeschreibungen schreibe komme ich dadurch zu Welt > Geschichte (wenn die bisher auch noch nicht geschrieben sind)

      Kolonialpolitik, Niederlande etc: Also: Imperialismus auf der Erde/Terra ging nahtlos in den Imperialismus im Sonsyt über, zum Teil wurden die Kolonialgebiete in die Unabhängigkeit entlassen, zum Teil dienten sie auch nur dazu, billige Arbeitskräfte für den Raketenbau etc zu erhalten. Die Niederlande sind ein wesentlich bedeutenerer Faktor in der frühen Eroberung des Sonsyst als die USA, einfach weil sie Teil hatten am Fürstenvertrag. Demokratische Staaten wurden nicht recht ernst genommen.
      Das steht mehr oder weniger schon in dem Kapitel Istory>Expansion, und ja, ich gebe ja zu, daß es nicht so viel ist, wie man bei einer Historikerin dazu erwarten könnte - aber ich wollte zunächst erst mal den Ist-Zustand des Sonsyst in Form bringen.

      Das FafueaP gibts bisher leider nur im Newsprec-Wörterbuch. Vielleicht fällt Dir ja eine Geschichte dazu ein? ;)

      Schöne Grüße von Bettina
      MMM
    • Re: Rundreise: Das Sonsyst

      *in die RSS Dragon einsteig und lange herumstöber*

      Nun denn, dann vielleicht auch einmal etwas Senf aus meiner Seite:

      Zur Atmosphäre ist schon viel Positives gesagt worden, dem ich mich nur anschließen kann. Die Idee einer "etwas anderen" geschichtlichen Entwicklung der Erde gefällt mir gut, auch wenn ich als Leser natürlich gerne wissen möchte, an welcher Stelle nun genau die Abweichungen begannen. Vielleicht war Wilhelm II. eine andere Persönlichkeit, wurde vielleicht die Bismarcksche Politik erfolgreich weitergeführt (was erklären würde, warum Frankreich im Allgemeinen und aufs NewSprec im Besonderen keinen Einfluss hat)..? Das sind so die Gedanken, die mir durch den Kopf gehen.


      Weil ich es bisher verpennt habe, mit dir im Detail über das Raumschiff zu sprechen, kommt das jetzt hier: %-)
      Mir ist aufgefallen, dass das Schiff zwar viele Räume besitzt, aber wenige Beschreibungen darüber, was sich dort drin befindet. Ein paar Infos wären vielleicht ganz gut, selbst wenn es nur einzelne Schlagworte (Messe, Maschinenraum, Frachtraum, usw.) sind.

      Außerdem vermisse ich so etwas wie eine "volumenmäßige Würdigung" des Antriebs. Bei einem Raumschiff, dessen erster Bauzweck die Beförderung von A nach B ist, sollte zwecks Effizienzgründen des Schiffes die Antriebssysteme und Treibstoffkammern einen bemerkenswerten Teil ausmachen.


      Als nächstes etwas, was mir beim Thema "Sysgraf" aufgefallen ist: Die Entfernungen zwischen den Planeten beziehen sich auf den Spezialfall, dass die Planeten auf ihren Bahnen "direkt nebeneinander" stehen, man nennt das Konjunktion (oder "Conju" in Newsprec ;)). Liegen die Planeten auf ihren Bahnen exakt gegenüber, was man Opposition (oder "Opos" in Newsprec ;)) bezeichnet, ist die Entfernung viel größer, z.B. 43.000 Sm zwischen Venus und Merkur. Und außerdem ist dann auch noch die Sonne dazwischen.


      Die Geschichten waren, soweit ich sie bislang gelesen habe, sehr hübsch. Und über das Ende der Geschichte "Instability" habe ich mich schlappgelacht... So herrlich, wie hier das in der SF nahezu mythische Szenario der ersten Kontaktaufnahme durch den Kakao gezogen wird, einfach göttlich. :lol: :thumbup:


      Ein letzter Kommentar zur Navigation: Newsprec stört dort nicht, aber es wäre natürlich ein besonderes Schmankerl, wenn man die Navigationssprache zwischen Deutsch und Newsprec umschalten könnte. :)

      *wieder in mein eigenes Kurierschiff steig und weiterschraub*
    • Re: Rundreise: Das Sonsyst


      Weil ich es bisher verpennt habe, mit dir im Detail über das Raumschiff zu sprechen, kommt das jetzt hier: %-)
      Mir ist aufgefallen, dass das Schiff zwar viele Räume besitzt, aber wenige Beschreibungen darüber, was sich dort drin befindet. Ein paar Infos wären vielleicht ganz gut, selbst wenn es nur einzelne Schlagworte (Messe, Maschinenraum, Frachtraum, usw.) sind.

      Außerdem vermisse ich so etwas wie eine "volumenmäßige Würdigung" des Antriebs. Bei einem Raumschiff, dessen erster Bauzweck die Beförderung von A nach B ist, sollte zwecks Effizienzgründen des Schiffes die Antriebssysteme und Treibstoffkammern einen bemerkenswerten Teil ausmachen.


      Tja, das Raumschiff ist - wie Du vielleicht dn verwendeten Grafiken auf meiner Seite entnehmen kannst - noch gar nicht weiter gediehen, als bei unserem Treffen in Essen. Es sind daher auch nur 'vorläufige Umbauskizzen' - auch ohne Beschreibung. Das ganze soll aber noch kommen.

      Die Antriebssektion befindet sich übrigends rechts im Ober und Unterdeck, Treibstofflager ? im Unterdeck - ... ich habe mich noch immer nicht letztgültig entschieden, was für eine Art Antrieb/Antriebstechnik verwendet wird.
      Was die Hauptaufgabe betrifft, Leute bzw. Post von A nach B zu befördern und daher volumenmäßig der Antrieb stärker berücksichtigt werden sollte: Vor allem ist wichtig, daß die zumeist adligen Besatzungsmitglieder sich an Bord - trotz der beengten Raumverhältnisse - wohlfühlen. Deswegen sind Kombüse und Vorratsraum auch fast so groß wie die Brücke, die ihrerseits dem Maschinenraum an Größe fast gleichkommt.
      Ich denke, es wird wohl auf einen Atomaren Antrieb hinauslaufen... vielleicht...


      Als nächstes etwas, was mir beim Thema "Sysgraf" aufgefallen ist: Die Entfernungen zwischen den Planeten beziehen sich auf den Spezialfall, dass die Planeten auf ihren Bahnen "direkt nebeneinander" stehen, man nennt das Konjunktion (oder "Conju" in Newsprec ;)). Liegen die Planeten auf ihren Bahnen exakt gegenüber, was man Opposition (oder "Opos" in Newsprec ;)) bezeichnet,  ist die Entfernung viel größer, z.B. 43.000 Sm zwischen Venus und Merkur. Und außerdem ist dann auch noch die Sonne dazwischen.


      Ja, das ist mir klar. Daher spreche ich auch von den Entfernungen der Kreisbahnen voneinander. Ich habe aber grade gesehen, daß ich da in der Formulierung streckenweise geschlampt habe - das werde ich richtig stellen!


      Ein letzter Kommentar zur Navigation: Newsprec stört dort nicht, aber es wäre natürlich ein besonderes Schmankerl, wenn man die Navigationssprache zwischen Deutsch und Newsprec umschalten könnte. :)

      Äh, das geht aber nicht so locker mit HTML... da müßte ich ja doch eine PHP-Seite machen und ich wollte mir doch grade die Konvertierungsprobleme für die WB-CD ersparen...
      Aber es ist auf jeden Fall eine nette Idee. Muß ich mir mal genauer durch den Kopf gehen lassen.

      Ansonsten: herzlichen Dank für das Lob zur Instability - die inzwischen ein fast biblisches Alter von nahezu 20 Jahren hat... Hey, 20 Jahre Leuvenhook müßte man eigentlich feiern, nicht wahr??? :prost:

      Schöne Grüße von Bettina, die grade überlegt, wie sie das Stereobild des Schwerkraftgenerator-Prototyps am besten ins Internet bekommt...
      MMM