Erzfeinde

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    • Re: Erzfeinde

      Also gut, schreiten wir zur Konzeption des Erzfeindes:

      1.) Motiv
      Warum wird die Person zum Feind Deiner Gruppe? Es sollte vermeiden werden, daß es ein Feind der Sorte ist, die prinzipiell mit niemandem auskommen und morgens mit dem gedanken erwachen, wem sie als Nächsten ans Leder wollen. Gib' dem Erzfeind einen glaubhaften Grund, sich feindselig zu verhalten. Das kann auch durchaus ein Mißverständnis sein, welches ernsthafte Folgen hat!

      2.) Charakter
      Der Charakter und das Motiv bedingen einander. Ist der Feind vielleicht ein sehr auf seine Ehre bedachter Typ, der eine Beleidigung nicht vergeben kann? Wurde ihm vielleicht etwas genommen? Ist er hinter etwas her, was die Gruppe in ihrem Besitz hat? Oder wurde er von einer dritten Partei damit beauftragt, die Helden zu erledigen und geht seiner Arbeit nach ("Das ist nichts Persönliches...")?

      3.) Fähigkeiten & Möglichkeiten
      Ist der Erzfeind allein und ein starker Magier, Kämpfer oder ein gewiefter Intrigant? Lieber von allem etwas, als ihn als Idioten darzustellen, der nur zur Gefahr wird, weil er grundsätzlich mit mehreren Dutzend gedungener Handlanger unterwegs ist. Mache aus ihm jemanden, den die Spieler respektieren können. Respekt schließt Haß und/oder Furcht keineswegs aus.

      4.) Methoden
      Ist der Erzfeind ein eiskalter Killertyp, der über die Leichen Unbeteiligter geht, kleinen Kindern den Lutscher klaut und jedes zweite Dorf niederbrennt, an dem er vorbeikommt? - Besser nicht, erst zweckmäßiges Vorgehen macht einen Gegner gefährlich. Eine "effiziente Skrupellosigkeit" wird dadurch nicht ausgeschlossen, aber man sollte bedenken, daß auch ein Erzfeind nicht vor einem schwarzen Hintergrund agiert... Auch er braucht unter Umständen die Unterstützung anderer Leute und hat vielleicht sogar Interesse daran, daß seine Einstellung auch von anderen als richtig betrachtet wird?

      5.) Erscheinung
      Geschlecht und Aussehen sind nicht zu vernachlässigen. Der Erzfeind sollte nicht der x-te Finsterling mit schwarzen Klamotten und der Kapuze tief im Gesicht sein, um Brand- und sonstige Narben zu verbergen. Es muß auch kein "Er" sein, aber nicht vergessen: Die bildhübsche Meuchlerin ist genauso klischeebelastet wie der narbige Finsterling, den schon seine Mutter nicht leiden konnte. Wirklich gefährlich sind die Leute, die sich durch ihre Fähigkeiten hervorheben, nicht durch ihr Äußeres. Letztere fallen nur unnötig auf.
      La locura nunca tuvo maestro / Para los que vamos a bogar sin rumbo perpetuo.
      La muerte será un adorno / Que pondré al regalo de mi vida.
      (Heroes del Silencio: Avalancha)
    • Re: Erzfeinde



      Ich wollte meine Gruppe nun mit einem Erzfeind  :diablo: überraschen der immer wieder mal auftauchen soll, den sie aber nie besiegen können! Hat einer von euch Erfahrungen damit? ?
      Naja mit dem nie besiegen ist so ne Sache, früher oder später haben Sie es bei mir dann doch geschaft, allerdings mußte dafür dann auch ein sehr mächtiger Guter den Nippel abgeben, um das Gleichgewicht zu bewahren, das in meiner Welt exestiert -also haben sie sich entschieden nen Hochsicherheitstrakt zu bauen und ihn einzusperren, aber naja, sowas hält auch nicht ewig ;) ....

      Ansonsten nimm am besten irgend wen, dem Sie auf die Füße getreten sind (Vor ner ewigkeit) und der damals noch sehr Schwach war.... sowas hat nämlich nen Lerneffekt, wenn man es richtig angeht :diablo: ....
      W .oOo. L
      Das 8. Element
    • Re: Erzfeinde


      Ansonsten nimm am besten irgend wen, dem Sie auf die Füße getreten sind (Vor ner ewigkeit) und der damals noch sehr Schwach war.... sowas hat nämlich nen Lerneffekt, wenn man es richtig angeht

      ohhhh jaaa! prinzipiell bin ich ja dafür, dass leute, die vor den kopf gestossen wurden nicht einfach verschwinden nach dem abenteuer, genauso wie leute, denen man geholfen hat.
      man sollte eben freunde und feinde haben, nicht nur einen freund und einen feind... dann ergibt sich evtl. ein ganzes geflecht an beziehungen und es wird so schön kompliziiiiaaat *gggg*
      Roald Dahl, Revolting Rhymes, Little Red Riding Hood and the Wolf:
      The small girl smiles. One eyelid flickers. / She whips a pistol from her knickers. / She aims it at the creature's head / And bang bang bang, she shoots him dead.
      A few weeks later, in the wood, / I came across Miss Riding Hood. / But what a change! No cloak of red, / No silly hood upon her head.
      She said, "Hello, and do please note / My lovely furry wolfskin coat."
    • Re: Erzfeinde

      Also ich muss mal ganz unanständig meinen Erzfeind (in den Geschichten von Gerdjan) beschreiben, der besteht nämlich lediglich aus einem Schädel!



      Also gut, schreiten wir zur Konzeption des Erzfeindes:

      1.) Motiv
      Warum wird die Person zum Feind Deiner Gruppe? Es sollte vermeiden werden, daß es ein Feind der Sorte ist, die prinzipiell mit niemandem auskommen und morgens mit dem gedanken erwachen, wem sie als Nächsten ans Leder wollen. Gib' dem Erzfeind einen glaubhaften Grund, sich feindselig zu verhalten. Das kann auch durchaus ein Mißverständnis sein, welches ernsthafte Folgen hat!



      Das Motiv des Datjya-Tahn ist simpel zu beschreiben; er wurde von einem Menschen, namens Gardjan "verkleinert", so dass nur noch der Schädel übrig geblieben ist. Er mochte die Menschen schon vor dem Vorfall nicht, doch nach der Demütigung durch Gardjan, schwor er sich, sie bis zu seinem letzten Tage auf der Welt zu bekämpfen. Dazu muss gesagt werden, er gehört den "Trächten" an, einer Spezies von lebendigen Skeletten. Daraufhin zerstörte Gardjan seine Träume; ein Dorf zu errichten und friedlich mit den anderen Gebeinen zusammenzuleben, indem er es einfachen Bauern überließ.
      Ein mitfühlendes (vollständiges) Skelett konnte lediglich seinen Schädel retten. Doch mit seiner Überzeugungskraft, überredete er den Stamm des Skeletts, mit ihm als Befehlshaber in den Kampf gegen die Menschen des nördlichen Gelschaks einzutreten. Immer mehr Stämme scharen sich um Datjya-Tahn und alle sind von seiner Idee überzeugt. Aber noch lieber als alle Menschen tot, würde er Gardjan am Galgen hängen sehen.



      2.) Charakter
      Der Charakter und das Motiv bedingen einander. Ist der Feind vielleicht ein sehr auf seine Ehre bedachter Typ, der eine Beleidigung nicht vergeben kann? Wurde ihm vielleicht etwas genommen? Ist er hinter etwas her, was die Gruppe in ihrem Besitz hat? Oder wurde er von einer dritten Partei damit beauftragt, die Helden zu erledigen und geht seiner Arbeit nach ("Das ist nichts Persönliches...")?


      Der Charakter Datjya-Tahns ist durch und durch kompliziert. Er kann niemandem vergeben und lässt sich von keinem die Träume nehmen... die stetig wachsen! Er will sein eigenes Reich für die Trächten, frei von sämtlichen anderen "humanoiden" Wesen. Er will ein Reich der Ruhe - und vor allem mehr Macht. (Da Gardjan der mächtigste Mensch Nord-Gelschaks ist, ist der ihm natürlich ein gewaltiger Dorn im Auge).


      3.) Fähigkeiten & Möglichkeiten
      Ist der Erzfeind allein und ein starker Magier, Kämpfer oder ein gewiefter Intrigant? Lieber von allem etwas, als ihn als Idioten darzustellen, der nur zur Gefahr wird, weil er grundsätzlich mit mehreren Dutzend gedungener Handlanger unterwegs ist. Mache aus ihm jemanden, den die Spieler respektieren können. Respekt schließt Haß und/oder Furcht keineswegs aus.


      Nun ja, er ist kein Idiot  ;D. Aber natürlich kann er gar nichts mehr als "Vollinvalide", außer große Reden schwingen.


      4.) Methoden
      Ist der Erzfeind ein eiskalter Killertyp, der über die Leichen Unbeteiligter geht, kleinen Kindern den Lutscher klaut und jedes zweite Dorf niederbrennt, an dem er vorbeikommt? - Besser nicht, erst zweckmäßiges Vorgehen macht einen Gegner gefährlich. Eine "effiziente Skrupellosigkeit" wird dadurch nicht ausgeschlossen, aber man sollte bedenken, daß auch ein Erzfeind nicht vor einem schwarzen Hintergrund agiert... Auch er braucht unter Umständen die Unterstützung anderer Leute und hat vielleicht sogar Interesse daran, daß seine Einstellung auch von anderen als richtig betrachtet wird?


      Zuerst will er die Grafschaft Gardjan, erst dann, wenn er mächtiger geworden ist, lässt er auch andere Gebiete angreifen...


      5.) Erscheinung
      Geschlecht und Aussehen sind nicht zu vernachlässigen. Der Erzfeind sollte nicht der x-te Finsterling mit schwarzen Klamotten und der Kapuze tief im Gesicht sein, um Brand- und sonstige Narben zu verbergen. Es muß auch kein "Er" sein, aber nicht vergessen: Die bildhübsche Meuchlerin ist genauso klischeebelastet wie der narbige Finsterling, den schon seine Mutter nicht leiden konnte. Wirklich gefährlich sind die Leute, die sich durch ihre Fähigkeiten hervorheben, nicht durch ihr Äußeres. Letztere fallen nur unnötig auf.


      Na, eben ein geschlechtloser Schädel, mit ner Menge Grips. So ne Art Stephan Hawkins  *fg* ... natürlich nicht  :engel:
    • Re: Erzfeinde

      :puschel: Staubwedel-Attacke. Puh, schon 4110 Tage über das Verfallsdatum. :fluecht:

      Ein Erzfeind, der immer wieder auftaucht und "nie besiegt" werden kann? Ja, der entstand eher nebenbei in meiner SF-Kampagne. Ein Profikiller wurde mehrfach von den Spielercharakteren daran gehindert ein Mädchen zu töten, auch wenn es dabei mehrfach sehr knapp wurde. Am Ende schafften sie es ihn in die Enge zu treiben und der angeschlagene Auftragskiller sprengte sich selbst mitsamt einer Rettungskapsel in die Luft, wobei leider nur noch DNA-Fragmente erhalten blieben. Als ich den Killer damals kreierte, überlegte ich mir Möglichkeiten, wie er ggf. doch überleben könnte, sollte er zu früh von den SC erledigt werden. Die Liste blieb ungenutzt - bis zum Ende des Abenteuers.

      Nun tritt der Killer immer mal wieder auf. Doch er hat das Manko, dass sein Partner, der früher immer die Informationen für ihn organisierte und z.T. auch die Feldaufklärung erledigte, leider verstarb. Desweiteren erhält der Killer keine großen Jobs mehr, weil sein guter Ruf ruiniert ist, was wiederum zu einer Besessenheit führte, die 'Helden' zu eliminieren, die ihm diese Schmach zufügten. Er ist immer noch gefährlich, doch seine Vorbereitungen schwächeln seither ein wenig. Doch so oft sie ihn auch bislang getötet haben, er kehrt scheinbar immer wieder zurück. Manchmal taucht er ein Abenteuer lang nicht auf und die Spieler haben das Gefühl es nun endlich geschafft zu haben. Doch spätestens wenn dann wieder sein Markenzeichen auftaucht, hält die Paranoia am Spieltisch wieder Einzug. :diablo:

      Bislang gelang es den SC nicht seinen Leichnam zu sichern. Irgend wann werden sie es vermutlich mit Planung + Glück schaffen ihn endgültig zu eliminieren, doch bis dahin stellt er eine wunderbare wiederkehrende Nebenquest dar. Und wenn er lang genug 'überleben' sollte, dann, so habe ich es in einem Skript geplant, wird er sogar einmal den SC das Leben retten, damit nicht jemand anders sie tötet. Das wird er ihnen natürlich auch deutlich aufs Brot schmieren, bevor er verschwindet.
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Damokles-Sternenring - meine kleine Galaxie
      Rollenspiel-Anekdoten
    • Nemedon schrieb:

      :puschel: Staubwedel-Attacke. Puh, schon 4110 Tage über das Verfallsdatum. :fluecht:
      Noch einmal 1586 Tage..


      Nemedon schrieb:

      Ein Profikiller wurde mehrfach von den Spielercharakteren daran gehindert ein Mädchen zu töten, auch wenn es dabei mehrfach sehr knapp wurde. Am Ende schafften sie es ihn in die Enge zu treiben und der angeschlagene Auftragskiller sprengte sich selbst mitsamt einer Rettungskapsel in die Luft, wobei leider nur noch DNA-Fragmente erhalten blieben. [...] Nun tritt der Killer immer mal wieder auf. [...] Doch so oft sie ihn auch bislang getötet haben, er kehrt scheinbar immer wieder zurück. Manchmal taucht er ein Abenteuer lang nicht auf und die Spieler haben das Gefühl es nun endlich geschafft zu haben. Doch spätestens wenn dann wieder sein Markenzeichen auftaucht, hält die Paranoia am Spieltisch wieder Einzug. [...] Und wenn er lang genug 'überleben' sollte, dann, so habe ich es in einem Skript geplant, wird er sogar einmal den SC das Leben retten, damit nicht jemand anders sie tötet. Das wird er ihnen natürlich auch deutlich aufs Brot schmieren, bevor er verschwindet.
      Ich mag den Typen! Ein richtiges Steh-auf-Männchen. Solche Leute könnte ich auch brauchen -- am besten gleich mehrere! Genaugenommen gibt es sogar ein paar in der Chaoswelt, die sich schwer töten lassen, aber so extrem ("wobei leider nur noch DNA-Fragmente erhalten blieben") war es noch nie. Was kann er noch alles?
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      "Sicmes okmikem okmegir Elk."