Software für Autoren

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    • Software für Autoren

      Was für Software kennt ihr? Was genau tut sie? Ist sie empfehlenswert oder nicht, und für wen - Anfänger, Profis, Leute mit Planungsproblemen, Leute mit Schreibblockaden, etc.?
      Ich bin z.B. immer auf der Suche nach einem guten Textverarbeitungsprogramm. Her mit den Empfehlungen!


      Für Leute, die längere Geschichten/Bücher schreiben oder planen, finde ich Writer's Cafe toll. Das Teilprogramm "Storylines" ermöglicht es, die Handlung in einzelne Ebenen zu unterteilen und mit Hilfe von Karteikärtchen zu organisieren. Außerdem kann man ausgiebigst Hintergrundinfos aufschreiben: Orte, Personen, worum es in dem Buch eigentlich geht, all solche Dinge.
      Das Writer's Café an sich hat eine Tagebuchfunktion, ein Notizbuch, zur Entspannung ein paar Spielchen, und natürlich das Scrapbook - dort kann man von Textfragmenten über Illustrationen und Weblinks bis hin zu Collagen alles ablegen, was mit dem jeweiligen Projekt zu tun hat. Man kann auch alles schön in Ordner sortieren.
      Ich benutze jetzt z.B. mein Scrapbook für gestrichene Szenen aus dem Buch, damit ich dafür nicht immer zig Dateien auf der Festplatte inmitten all der anständigen Geschichten liegen habe. Außerdem sind da inspirierende Bilder.
      Im Tagebuch halte ich fest, was ich am jeweiligen Tag für mein Buchprojekt gemacht habe (z.B. Kapitel 1-6 in Storylines übertragen).
      Ins Notizbuch kommen Ideen, die ich für die Geschichte habe (z.B. nach Ereignis X könnte Y doch zu Z gehen, und dann reden sie und kommen drauf, dass man doch Q machen könnte).

      In meinen Augen ist das Programm sein Geld wert (hab mir die Studentenlizenz gekauft, mit Steuern etc. 29 Euro), außerdem ist es benutzerfreundlich und instinktiv ohne langes Studium der Hilfe-Datei benutzbar. Falls Probleme auftauchen, sage ich Bescheid :)
    • RE: Software für Autoren

      Ich habe vor kurzem StoryLines ausprobiert, das will irgendwie nicht so wie ich, habe ich ja gestern im Lebenswert-Thread als Antwort auf dein Posting geschrieben. ;)
      Weiterhin besitze ich WritePro Fiction und WritePro Fiction Master, das ist Schreibtrainingssoftware von Sol Stein, zu bestellen bei Zweitausendeins. Da kann man sich auch eine Testversion downloaden. Man bekommt immer kleine Aufgaben am Bildschirm gestellt, die man dann in Texteingabefenstern zu bearbeiten hat. So muss man einmal z.B. zwei Charakteren in einer Szene unterschiedliche "Regieanweisungen" geben (Person A soll für etwas sein, Person B dagegen) und dann im Textfeld den Dialog schreiben. Anschließend klickt man weiter und bekommt dann Fragen präsentiert, anhand derer man das Geschriebene dann bearbeiten und verbessern kann. Bei der Erstellung von Charakteren kann es z.B. heißen "Hat die Person einen wunden Punkt?". WritePro Fiction ist für Anfänger konzipiert, d.h. man braucht keinerlei Ausgangsmaterial, während WritePro Fiction Master zur Überarbeitung von bereits Geschriebenen da ist - man kopiert einen Teil eines Textes ein und wird dann mit Fragen konfrontiert, die bei der Überarbeitung helfen sollen. Ich besitze beide Programme in der Vollversion, habe aber noch nicht allzu viel damit gearbeitet.
      Zum "normalen" Schreiben verwende ich Word - wie langweilig. Früher habe ich alles mit Lotus Word Pro geschrieben, weil man da so schöne Kapiteltabs einfügen kann, das läuft unter XP zwar auch, aber wenn ich es gestartet habe, macht mein Laptop ziemlichen Lärm, als ob die CPU voll ausgelastet wäre, aber das kann gar nicht sein, das Programm lief schon auf meinem vorletzten uralten 486er-PC. :hmm: Auf jeden Fall nervt der Krach, so dass ich jetzt vor allem Word benutze. Damit bastle ich auch riesige Szenenübersichten in Tabellenform usw. Ist sicherlich nicht optimal, ich werde mir mal Writer's Café anschauen... :) Gibt's das auch als Testversion?
    • Jaa, Lotus WordPro! Das waren noch Zeiten - auf XP kann ich da leider keine Dateien mit speichern, was gelinde gesagt ungünstig ist...

      Ich hatte mir mal die Demos von den Sol Stein-Programmen gezogen, sah schon recht nett aus. Mal gucken, vielleicht schaffe ich die mir an, wenn ich die Rohfassung des Buches überarbeite.

      Writer's Café gibt's als Testversion, ist halt Storylines plus das ganze Drumrum, welches ich äußerst praktisch finde :) ich habe von da aus jetzt Links auf die Rohfassung und den Beginn der Überarbeitung, auf mein Forum, auf inspirierende Musik - muss einfach anklicken und der startet dann das jeweilige Programm, Word, Winamp, was auch immer. Ich muss nicht mehr extra die Programme und dann die Dateien öffnen. Mega-Praktisch.
      *Fan sei* :D

      Was Storylines angeht: hab mittlerweile wirklich schon mit gearbeitet und keine echten Probleme. Was schon schade ist, ist, dass man pro Spalte und Handlungsfaden nur 1 Karte anlegen kann, aber dann macht man halt eine zweite Spalte und verwaltet das ganze mit Abschnitten. Klappt bei mir jedenfalls.
    • RE: Software für Autoren

      Echte Software für Autoren verwende ich nicht. Dieses Writers Cafe werde ich mir vielleicht mal anschauen, ansonsten hab ich meinen Dateisalat ziemlich gut im Griff.
      Bis jetzt habe ich längere Sachen in Word geschrieben, bin aber am Überlegen, auf LaTeX umzusteigen. Für Notizen etc benutze ich verschiedene Schriftfarben direkt ins Hauptdokument rein. Und das ist halt an Word praktisch, da hab ich mir Tastaturkürzel für die verschiedenen Schriftfarben gemacht. Wenn ein Kapitel fertig ist, wird es zum Filialdokument gemacht, so daß im Hauptdokument nur unfertige Sachen stehen
      Kürzere Sachen schreibe ich mit meinem geliebten TextPad, einem simplen Text-Editor. Dafür ist er aber sehr komfortabel.
      Wenn Gott allwissend ist, weiß er dann auch wie Papiertaschentücher schmecken?
    • Ich schreib mit dem Schreibprogramm von StarOffice bzw dessen freiem Zwilling OpenOffice. Ich werf dabei mit Links, Notizen und Markierungen (weisser Text auf weissem Grund, nach dem man aber prima suchen kann) um mich. Das war's, sonst hab ich nur noch geballte Welteninformation.
      Aber so ein Handlungsverwaltungsdingsda probier ich doch glatt mal aus.
      Veria
      Don't diagnose and drive.

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    • Also Storylines flog gleich wieder von der Platte. Was man damit verwalten kann, hab ich mit meinen Markierungen schon erledigt und mit denen kann ich noch mehr.
      Was mir bei Storylines fehlt, ist das:
      1. Handlungsstränge zusammenlaufen und auseinanderlaufen lassen
      2. Verwalten, welche Personen an welcher Szene beteiligt sind
      3. Verwalten, welche Person wann was weiss
      Muss ich halt weiter Notizen kritzeln. Oder wisst ihr da was?
      Veria
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    • Hmm hoert sich interessant an das du OpenOffice benutzt.
      Hast du dir da ein paar macros oder erweiterungen gebastelt?

      So ganz kann ich es nicht nachvolziehen wie du genau die Storieline (so wie du sie gerne hast) verwaltest. ich dachte immer das zB dieses Storielines Programm dafür besser wäre.

      Ich habe allerdings letztens etwas Interessantes entdekt. Cmap. Da ich ja gerne FreeMind benutze um Baumstrukturen von Ideen bzw. Mindmaps zu machen um meine Ideen etwas zu ordnen bin ich über Concept-Maps gestolpert.

      Diese sind Ähnlich wie Mindmaps jedoch Netz-struckturiert stat baumstrukturiert und besitzen nur "beschriftete Zeiger in eine Richtung".
      Ich muss das noch genauer ausprobieren. man kann es sich für Linux,Mac und Win auf der folgenden Webseite des IHMC herunterladen.

      http://cmap.ihmc.us/download/
    • Nein, Makros hab ich mir keine gebastelt, ich nutze einfach die normale Suchfunktion, die wesentlich mehr kann, als man normalerweise erwartet. Sie kommt nämlich prima mit regulären Ausdrücken klar. Und dann such ich mir durchaus mal schnell alle Szenen, in denen Person A und Person B beide vorkommen.
      Veria
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    • Original von Veria
      Was mir bei Storylines fehlt, ist das:
      1. Handlungsstränge zusammenlaufen und auseinanderlaufen lassen


      Genau das habe ich immer probiert, aber es scheint wirklich nicht zu funktionieren. >:( Dabei passiert gerade das in Romanen doch ständig... %-) Oder haben wir da kollektiv was übersehen?
    • Um hier mal das Gespräch ein weniger Windows-Zentriert zu machen:

      Ich verwende unter Mac OS X hauptsächlich den kleinen Editor VoodooPad, der sich hauptsächlich dadurch auszeichnet, dass er Wiki-Funktionalitäten bietet und ich mit der Möglichkeit, alles einfach mal zu linken und dann kurze Beschreibungen dazu zu machen, wunderbar zurechtkommt, was Weltentexte anbelangt, allerdings auch für Geschichten, da man sich auch ganz einfach Links und Unterseiten zu allem halt machen kann. Das Einfügen von Bilddaten, Scribbles usw ist auch kein Problem dank der OS X-Systemroutinen, die solche Sachen als Programmierumgebung systemweit zur Verfügung stellen.
      Daneben gibt es noch Ulysses, ein Teil, das nicht um sonst nach James Joyce Roman benannt ist, und angeblich alles bietet, was man als Autor auch nur brauchen kann. Dafür ist es recht teuer. Ich habs angetestet, aber mir wars dann zu teuer, um es weiter zu verwenden. Die Zeit allerdings war ziemlich nett, muss ich sagen... das Handling ist sehr ok, die Ideen, die umgesetzt wurden, sind auch ziemlich gut, aber es eignet sich ausschließlich für Fließtext... Weltentexte sind da ein wenig schwieriger zu handhaben.
    • Hab gestern was ausprobiert, was erstaunlich gut funktioniert: Die Bourne Shell unter Linux. (Das kommt also dabei raus, wenn man für die Uni Shell-Scripts schreiben soll ...)
      Mit less, grep, und vielen Textdateien hab ich schon einen ganz guten Überblick, dann kamen noch zwei Shell-Scripts dazu, die mir die Suche erleichtern. Die Markierungen funktionieren bei der Sache auch prima.
      Allerdings hat mein Lappi (noch?) kein Linux, also bleibt mir Star/OpenOffice erhalten. Zumal ich deren Dateien automatisiert in Richt Text umwandeln kann, was wiederum als Klartextformat prima in die Shell passt. (Eigentlich sind die Office-Formate auch Klartext und sogar XML-Basiert, aber mit deren Formatanweisungen kenne ich mich noch nicht so aus.)
      Veria
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    • Bei Fiction Factor kann man einige kostenlose Tools und Demos downloaden zum ausprobieren.

      (selber hab ich nie bedraf gehat an solcher software - es ist nur das ich zu faul bin um es für publikation überzutippen, sonst schrieb ich alles mit bleistift, radiergummi und papier: das beste Tool das ich je gesehen habe).
      Es ist doch Deine Schuld, dass Deine Welt ist, wie sie ist. :P
      Aquilifer: die Weltenbastler: Wir zerstören deutsches Kulturgut seit 1999
    • Diesmal habe ich Storylines konsequent aktuell gehalten, um mich in der Fragezeichengeschichte orientieren zu können. Das hat auch wunderbar geklappt. Ich hatte vier Handlungsstränge, die ich vier Gruppen zugeordnet habe (? ? ?, Schurkenbande, Nebenfigur, noch ein Schurke), als Abschnittnamen habe ich die Kapiteltitel genommen, und dann gab es noch eine Zeitlinie.
      Karteikarten, deren Inhalt schon geschrieben waren, wurden blau, die noch zu erklärenden Hintergrundinfos grün, die zu ändernden Teile rot. Das ist zwar ein primitives System, aber für die Übersicht war es sehr nützlich, zumal ich diesmal nicht die geringste Ahnung hatte, was ich da eigentlich schrub.

      Mit dem neuen Buch mache ich das jetzt genauseo. Für RZ wird es aber wohl nicht ausreichen, da sprengen meine 60+ Handlungsstränge dann doch den Rahmen. *G*

      Rabenzeit 1 gibt's bei Amazon für den Kindle, überall sonst für Tolino und als gedrucktes Buch im Buchhandel. :)
    • @ Teria: Ich vermisse bei Storylines die Funktion, zwei Handlungsstränge zusammenlaufen zu lassen - wie hast du das gehandhabt? Oder geht das doch, und ich war nur zu blöd, es zu kapieren? Ich bin inzwischen auf eine riesige Word-Tabelle umgestiegen mit einer Spalte pro Handlungsstrang (bei 5 - 6 geht das im Querformat noch). Das wird zwar sehr lang, aber ich finde es übersichtlich. ;)
    • So habe ich das auch gemacht - die drei ? ? ? mit ihren Ermittlungen oben, die anderen darunter, und dann habe ich zusammenlaufende Ereignisse entweder einfach kopiert oder auf der Karte derjenigen Person notiert, für die dieses Ereignis am wichtigsten ist. Bei Word hat mich immer die Seitenbegrenzung gestört, bei Excel die Unfähigkeit, Absätze innerhalb einer Zelle zu setzen, und außerdem die :mad: -Vorformatierungen. Ja, wenn's WordPerfect wäre... *träum* *schwärm*

      Rabenzeit 1 gibt's bei Amazon für den Kindle, überall sonst für Tolino und als gedrucktes Buch im Buchhandel. :)