Eure Kapitel- / Szenenlängen

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    • Eure Kapitel- / Szenenlängen

      Ich will mich demnächst wieder mal meinem Geschreibsel widmen, von dem bislang unglaubliche 2 Szenen zu je 2/3 existieren %-)... (Hey, immerhin sind die vom Anfang und nicht irgendwo aus der Mitte wie sonst... ;)) Nun habe ich gerade am Anfang einige Wechsel zwischen zwei Szenarien, und damit das Ganze chronologisch bleibt, passiert bei einigen dieser Szenen nicht sonderlich viel (eine besteht gar nur aus der Ankunft einer Person an einem Ort). Was meint ihr - wie lang sollte eine Szene ungefähr sein? Reicht eine halbe DIN-A4-Seite, oder ist das zu wenig? Und wie sieht es bei Kapiteln aus - wie lang sind die generell? Bitte nicht mit Normseiten oder Buchseiten kommen, da müsste ich erst rumprobieren, wieviel das nun in A4 ist - Angaben in Word-Seiten verstehe ich besser. ;)
    • Bei mir sind Kapitel pendeln sich Kapitel meistens zwischen 15 und 20 Seiten ein (DIN A 4). Und wie lang eine Szene zu sein hat? Das ist sehr schwer zu sagen. Das kann bei mir schonmal 3-4 Seiten sein, allerdings gibt es auch kürzere. Es sollte halt nicht zu hektisch wirken. Am besten gibst du dein Geschreibsel einem Probeleser. Die haben mich recht schnell dazu gebracht, ausfürhlicher zu schreiben.
      Wenn Gott allwissend ist, weiß er dann auch wie Papiertaschentücher schmecken?
    • Ich rechne die Kapitellänge meistens nach Wörtern und hab da in der Regel so um die 12.000 in einem Kapitel. Aber auch mal paar tausend mehr oder weniger. Ist nicht sooo streng festgelegt. Kommt halt drauf an, ob eine Szene noch besser in das oder das nächste Kapitel paßt. Ich wechsel mit Kapiteln übrigens auch gern die Personen bzw. den Erzählstrang, eben weil sich an so einer Grenze ein solcher Bruch anbietet. Eventuell sogar mit Cliffhanger. ;)

      Szenen... nun, daß kommt ganz auf den Inhalt an. Wenn es nur darum geht, kurz zu jemandem rüberzublenden, als Abwechslung oder Information, ohne daß da wirklich was passiert, können die bei mir durchaus recht kurz sein, eine Seite oder zwei oder auch nur eine halbe. Sinnlos etwas auszuwalzen, wo nix passiert, hilft da auch nicht weiter. Brauchst du Betaleser? *anblinker*
      Mir hatten doch nüscht! Damals, kurz nach dem Krieg!
    • Ich denke mal, dass es dafür keine allgemeinen Regeln gibt. Bei mir hängt das meist von der Geschichte ab. Kapitel sind für mich eh eher intuitive Einteilungen, die es dem Leser erleichtern sollen, zu sehen, wo er beim Lesen eine Pause machen kann. Es gibt ja auch genug Bücher ohne Kapiteleinteilung (was ich persönlich nicht so schön finde).
    • Ich mag es nciht, wenn die kapitel zu lange sind. Bei meinem einen Roman hab ich noch gar keine Kapitel, das will ich erst am Schluss einteilen. Dann kann ich am besten die Länge abschätzen.
      Ich meine, eine Geschichte sollte weder aus 5 noch aus 239 Kapitel bestehen, Es sollte eine erträgliche Menge sein, die dem Leser einen Überblick verschaffen.
      Was ist bei euch eine Wordseite? Bei mir Schriftgröße 12, Arial, Zeilenabstand 1 1/2.
      Szenen sind so lange, das so viel wie nötig und so wenig wie möglich unnötiges drin ist. ;D (leider kommt das nicht von mir, hab ich mal irgendwo gelesen).
      "Vor jedem Wunder steht der Glaube." (Unicorn - Aufstand der Elfen)
      "Wie willst du deine Grenzen kennen, wenn du nicht einmal versuchst sie zu erreichen?" (aus meinem Buch)

      Ich bin ein Weltenmuffel. :(
    • Nix da Times und eineinhalbfacher Zeilenabstand, das würde dann ja wie eine Hausarbeit aussehen... :o ;) Ich benutze von den Rändern her die Standardeinstellungen von Word, schreibe aber in Book Antiqua mit Schriftgrad 12. Dürfte also etwas weniger sein als eine Seite von Shay, weil BA mehr Platz braucht (deshalb fang ich auch Hausarbeiten immer damit an, damit ich später zu Times wechseln kann und ich noch etwas Luft habe. ;)).

      Betaleser? Öh, Hilfe, dafür bin ich noch lange nicht reif, das sind ja erst die allerersten Seiten von der allerersten Version. *schwitz* Aber wenn es irgendwann in ferner Zukunft soweit ist, komme ich gerne darauf zurück. ;)
    • ich kann da nur eins sagen: hör auf deinen Bauch!
      wenn du meinst jetzt müsste es von der Spannung her mal einen kurzen Bruch geben oder genau jetzt muss der Leser etwas wichtiges von der anderen Truppe erfahren, damit er sich an den Kopf schlagen kann wie knapp es schief gegangen ist, dann mach es einfach ;)
      und wenn dann alles mal fertig ist und du merkst, dass zwei solcher Scenen in eine gefasst werden können, kannst es immer noch rüberkopieren
      das beim ersten schreiben für alle Ewigkeiten festlegen zu können, fänd ich Utopie

      und Kapitel! jo! da hör ich erst recht auf meinen Bauch - die haben weder annähernd die gleiche Länge oder haben sonst irgendein bestimmtes (mir ersichtliches) Merkmal

      das soll aber ned heißen, dass mein Bauch besonders gut im schreiben ist ;)
      ich lass ihn halt nur großteils über mein Geschreibsel bestimmen - ob das dann für andere angenehm ist, weiß ich nicht ...
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    • Also, ich kann nur sagen wie es mir beim Lesen geht.

      Wenn die Kapitel recht kurz sind, werde ich dazu motiviert immer noch ein weiteres zu lesen. Ist ja jedesmal nur noch ein kurzes. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich diese Bücher schneller und angenehmer lesen lassen.
      Auf der anderen Seite kann ich ja auch leichter Pausen machen, und muss mir nicht irgendeinen Absatz heraussuchen, den ich mir eh nicht merken kann.
      Zudem hat man einen viel besseren Überblick und kann bei Verständisfragen bereits gelesene Stellen schnell wiederfinden.

      Warum manche Autoren Kapitellose Bücher schreiben ist mir irgendwie unverständlich. Man muss ihnen ja nicht mal einen Namen geben, vielleicht nicht mal eine Zahl. Einfach einen deutlich zu erkennenden neuen Teil.

      Eine sehr elegante aber storyabhängige Lösung hat sich zum Beispiel der Autor Michael Chricton (wenn er so hieß ;D) in seinem Roman Timeline ausgedacht. Dort bestand aufgrund der Story ein Zeitlimit, das im Haupteil des Buches bis kurz vor den Schluss hinabgezählt wurde. Das erzeugte eine wirklich super spannende Stimmung, ohne das der Autor die Uhrzeiten in jedem Kapitel extra noch von den Charakteren daherlabbern lassen musste.

      Selbiger Autor hat auch Absetze wie Szenenwechsel mitten in einem Dialog eingefügt. Das hatte einen wirklich angenehmen Effekt, ähnlich wie diese Spannungspausen im Fernsehen. Und ich konnte mich besser an Dialoge erinnern, da ich sie eine auch nach außen sichtbare Struktur aufwiesen.
      Auch hier konnte man wieder wunderbare Pausen einlegen, aber auch einfach schnell den nächsten kleinen Abschnitt lesen. Ein Häpchen nach dem anderen eben - und ehe man es sich versieht, war das Buch durch.
      "Was ist das?" - "Blaues Licht!" - "Was macht es?" - "... es leuchtet blau!"
      :rofl:
      -Rambo III
    • Original von Dorte
      Ich denke mal, dass es dafür keine allgemeinen Regeln gibt.

      Stimmt. Meine Lehrer Niederländisch hat immer gesagt "eine Geschichte endet beim Ende." Ich denke, das soll bei Kapitel und Szenen nicht anderes sein.

      Allerdings kann man sich gedanken machen, wo das Ende sein soll. Es gibt Menschen, die schreiben nur Cliffhanger, und es gibt Menschen, die das gar nicht mögen, und anderen wechseln oder haben am Ende einem Flashforward ("Aber keiner ahnte, wie schlimm der nächster Tag ...")

      Mir ist es egal, eine gut geschriebene Geschichte ( != Buch) läßt sich immer gut lesen. Deshalb soll man sich besser um die Geschichte kummern, als um das Zahl der Wörte für ein Kapitel. Notfalls wechselt man das später noch, aber eine schlechte Geschichte zu eine gute umschreiben ist fast unmöglich.
      Es ist doch Deine Schuld, dass Deine Welt ist, wie sie ist. :P
      Aquilifer: die Weltenbastler: Wir zerstören deutsches Kulturgut seit 1999
    • Ich kann das mit den kurzen Kapiteln gut nachvollziehen ;D
      "nur noch ein Kapitel, dann mache ich das Licht aus..."

      Was Szenenlängen angeht: da gibt es wohl keine Regeln. Eine Szene ist so lang, wie sie eben sein muß. Ich kenne viele Bücher, die Szenen haben, die aus 1-2 Sätzen bestehen (und damit meine ich nicht Mammutsätze wie mein Monstrum) - allerdings ist das dann schon wieder eine Stil-Frage.
      Manche Autoren lieben es, zwischen den Orten hin- und herzuspringen, schnelle Szenenwechsel zu machen, gerade natürlich gegen Ende, wenn die Spannung steigt und der Plot seinem hoffentlich furiosen Ende zustrebt ... Filme machen es mit ihrer Schnittfolge nicht anders.
      Sind Szenenwechsel häufig schnell, wird eben auch der Erzählfluss beschleunigt. Soll dies nicht beabsichtigt sein, wären schnelle Szenenwechsel eher ungünstig.
      Æýansmottír-Blog - Mysterion-Blog - Deviant - Mysterion - Æýansmottír (provisorisch) - Bloubbuji

      Jedes Tier sollte stolz sein, wie Grillgut auszusehen. Besser als wenn man hinschaut und sagt: "Nette Suppeneinlage." (Mara)
      The limit of the Willing Suspension Of Disbelief for a given element is directly proportional to its degree of coolness.
    • Original von Dorte
      Ehana, wenn du Zweifel hast, ob das so in Ordnung ist, dann such dir doch Testleser :wink:


      Würde ich gerne, aber das bisschen, was ich bis jetzt an "vernünftigem" (= mehr als nur kurze Geistesblitze für Dialoge/Szenen) habe, ist gerade mal so lang wie mein Zoomquilt-Text. :-[ Und dabei habe ich vor drei (!) Jahren damit angefangen. Ich kriege einfach nichts zustande. *sich hau*

      Übrigens hat sich das mit der seeehr kurzen Szene mittlerweile erledigt - die muss ganz raus, ich habe nämlich total übersehen, dass das chronologisch nicht hinhaut. %-)
    • Ich schliesse mich der Meinung meiner Vor"schreiber" an: Kapitel müssen halt so lang sein wie sie sind. Ich unterteile meine Kapitel eben nach Sinneinheiten, d.h. ein Kapitel = eine Sinneinheit / zusammenhängender Textabschnitt. Sehr lange Kapiteln kann man ja noch mit römischen Zahlen unterteilen, oder auch mit 1/4; 1/2, 3/4 etc...

      Aila!
    • Ich hab meine Geschichten bisher meistens so eingeteilt, dass jedes Kapitel etwa 80'000 Zeichen hat. Sollte sich allerdings beim 70'000sten Zeichen ein angemessen grosser Szenenwechsel befinden, beginnt das neue Kapitel halt dort.
      (Übersetzt in Seiten, Times 12, 2cm Rand: 20-22, je nach Absatzhäufigkeit)
      Veria
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    • Bei mir orientiert sich die Länge der Szenen und Kapitel nach dem Inhalt, wodurch sie teilweise stark voneinander abweichen.

      Manchmal schreibe ich das Geschehen einzelner Kapitel aus der Sicht einer bestimmten Person, nach der das Kapitel (neben der Nummerierung) auch benannt ist. Wenn das Kapitel zu lang ist (oder mehrere Perspektiven beinhaltet), unterteile ich es in Unterkapitel.

      Die kürzeste Szene, die ich geschrieben habe, ist ein Absatz von wenigen Sätzen, der nur eine kleine Zwischenhandlung einschiebt, die sich aber im gleichen Handlungsstrang wie die Szenen davor und danach befindet, zB die Charaktere treffen eine Person, lassen sie aber zurück (=längere Szene) -- die Charaktere laufen der Person wieder über den Weg, die verschwindet dann (kurze Szene, zeitlich aber weiter fortgeschritten) -- die Charaktere begegnen der Person erneut, aber nehmen sie diesmal mit auf ihren Weg (längere Szene, wieder zeitlich vorangeschritten).
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      Fleischrechte für Fisch!
      "Sicmes okmikem okmegir Elk."
    • Meine Kapitel mache ich nach Seiten und Wörtern.

      Die Wortanzahl beginnt bei so 1500 und geht so bis, sagen wir Mal 5000.
      Die Seiten sollten bei mir immer so 2 -10 Seiten sein.

      Das erscheint jetzt nicht viel, aber bei einer meiner Geschichten schreibe ich aus der Sicht von mehreren Personen (2) und bei der anderen haben die Kapitel keine Namen, sondern sind hauptsächlich nach Zeit geordnet.
      "Es gibt zwei Arten sein Leben zu Leben, entweder so als gäbe es Keine Wunder, oder so als wäre alles ein Wunder" frei nach Albert Einstein