Computer im Rollenspiel

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    • Computer im Rollenspiel

      Eine Frage, die mich in meinem SF-System schon seit Längerem stört:
      Wie handhabt man den Umgang mit Computern im RPG? Am besten so, dass es nicht so ausladend wie z.B. in Shadowrun wird, wo die anderen Mitspieler erstmal ´n Kaffee trinken gehn können, wenn der Hacker mal ´n bisschen was tut, aber andererseits auch so, dass das Ganze nicht in reiner Probenwürfelei endet (das ist nämlich langweilig und ohne jeden Sex-Appeal...)

      Vorschläge?
    • Re: Computer im Rollenspiel

      Bei Millenium End, das in etwas heute spielt, haben wir den Computer immer nur zum recherchieren benutzt. Dementsprechend gabe es dazu eine Probe auf Recherchieren und dann sagte der SL einem, was man aus dem Computer rausbekommen hat. Das bezog auch Hacken in Datenbanken mit ein.

      Wenn man echte Hacker / Decker / Netrunner hat, dann muss man denen natürlich schon etwas mehr bieten. Mein Ansatz ist dabei, dass sie sich jeweils vor Ort in einen Computer hacken (z.B erst Steuercomputer der Tür, dann Überwachungscomputer, später der PC im Büro...) sodass sie imer dabei sind und doch ab und zu ihr Können einsetzen. Das sind dann auch nur ein zwei Proben, sodass die anderen Spieler nicht zu lange warten müssen.
    • Re: Computer im Rollenspiel

      Man kann's ja auch ausspielen - der Hacker sitzt vorm Bildschirm und äh - hackt, die anderen stehen rum und geben "guten" Ratschlage, oder checken die ICE Systeme, den Loginzeit, die Überwachungskameras oder sowas (irgendwie kenne ich das auch aus Real Life, viele Leute um den Rechner und allen brüllen rum %-) ) - Gruppe ist Gruppe. Und der SL erzählt was da im Matrix los ist, die andern können drauf reagieren, wie normales Rollenspiel.

      So nur eine Probe macht doch eigentlich gar kein Spass :weissnicht: - wer ein Cyberpunkspiel spielt, erwartet doch eigentlich endlose Reisen durch den Matrix :arbeit:

      Oder so.
      Nur ein Vorschlag, wie ich "Cyberspace" spielen werde.
      Es ist doch Deine Schuld, dass Deine Welt ist, wie sie ist. :P
      Aquilifer: die Weltenbastler: Wir zerstören deutsches Kulturgut seit 1999
    • Re: Computer im Rollenspiel

      Also, bei uns in der SR-Runde hats sich durch Zufall so ergeben, dass keiner einen Decker spielt... Erleichtert die Sache ungemein, ist aber wohl eher selten...
      Außerdem wirds so immer recht teuer für uns, wenn wir mal wieder (eigentlich dauernd) Infos aus der Matrix brauchen... Ich vermute mal, dass irgendwer von meinen Mitspielern bald auf einen Decker umschalten wird - weil billiger...
    • Re: Computer im Rollenspiel

      *ganz subtil den "Off-Topic"-Knopf drück* Aber trotzdem:

      Naja, eigentlich nicht, aber was willst du von ´ner Horde pubertierender Jungs erwarten.. %-)
      Aber wir waren ja ernsthaft bei der Sache :lol: , insofern war das höchste der Gefühle, dass sich SC´s fett mit Porno-SimSinns eingedeckt haben.. :-/
    • Re: Computer im Rollenspiel

      *nachobenschieb*

      Gab es denn schon mal irgendwas mit Cybersex in Euren Gruppen ? ;D ;D ;D ;D

      Keiner?? Oder schämt ihr euch alle nur? ;D


      Nebenbei darf ich noch auf die ursprüngliche Frage verweisen, da zerbrech ich mir nämlich echt den Kopf drüber :gaga:

      Thx an Xiang & Jack übrigens.
    • Re: Computer im Rollenspiel

      Um erst einmal auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen (Wie handhabt man Computer im SF-Rollenspiel):
      Bei mir ist es ja nicht Cyberpunk oder nahe Zukunft, sondern "entfernte Zukunft". Und da gehe ich einfach davon aus, dass die technische Entwicklung im Bereich Computer den Menschen einfach abgehängt hat. Menschen sind prinzipiell durch die Möglichkeiten der Computer hoffnungslos überfordert. Natürlich kann man zwar "Recherchearbeit" betreiben, und einige Personen mögen darin richtig gut sein. Will man aber die Möglichkeiten voll ausreizen, kommt man um Agentensysteme nicht drumherum. Das sind dann Computerprogramme, die als Schnittstelle zwischen Menschen und den weltweiten Rechnernetzen fungieren. Aus Sicht eines Menschen verhalten sich diese auch als "virtuelle" Menschen mit einer (simulierten) Intelligenz und nicht als ein dummes Programm. Im Prinzip also verfolge ich den Ansatz des "gemieteten Deckers" von Kay, nur dass mein Decker virtuell ist. ;)

      Regeltechnisch sieht das dann so aus: Gehen die Spieler ohne Agentensystem auf Recherche, können sie mir als Spielleiter sagen, WAS sie suchen und WO sie es suchen, und bekommen aufgrund ihres Ideenreichtums den anschließenden Wurf erleichtert oder erschwert. Außerdem kann man dadurch besser eine Schwierigkeit der Recherche festlegen, und besser darauf eingehen, wie der Spieler seine Recherche führt.

      Mal ein paar Beispiele:
      "Ich suche mal, wo der Typ gestern war"
      -> schwierig weil zu unspezifisch
      "Ich überprüfe einmal die Protokolle für Entsorgung und Luftaufbereitung von seinem Appartment nach dem Luftverbrauch usw."
      -> gut und relativ leicht
      "Ich checke die Daten und Uhrzeiten seiner letzten Kontobewegungen und wo er sie getätigt hat"
      -> gut aber schwieriger, weil die Daten besser geschützt sind

      Begeben sich Agentensysteme (in der Regel NSCs) auf Recherche, verzichte ich gewöhnlich auf genau ausformulierte Regeln. Ein paar Werte geben qualitativ grob an, wie gut das betreffende System ist, wie schwierig die Daten zu beschaffen sind, und anhand dieser Überlegungen und einem Würfelwurf treffe ich dann eine unscharfe Entscheidung bezüglich der Qualität des Erreichten. Genau ausformulierte Regeln halte ich hier für weniger notwendig.

      Begeben sich Charaktere in einen offenen Konflikt mit Agentensystemen oder Wachprogrammen, haben sie verloren und werden aus dem Netz geworfen. Programme sind schneller und präziser als es ein Mensch sein kann. Die einzige Chance für Menschen besteht darin, Sicherheitslücken zu entdecken und auszunutzen. Und natürlich dabei unauffällig zu bleiben. Meistens erfordert es bei mir ziemlich viel soziale Interaktion, um Kenntnisse über bestimmte, noch unbekannte Sicherheitslücken oder über temporäre Zugangsdaten zu erhalten. Wer mit einem Brute-Force-Angriff auf die Sicherheitssysteme losgeht, wird nur schnell entdeckt und darf umgehend damit rechnen, dass er oder sie Besuch von der Polizei erhält.

      Fazit: Sehr viel Rollenspiel und soziale Interaktion, die teilweise auch mit Computerprogrammen stattfindet, die entsprechende Aufgaben einfach besser durchführen können. Einfache Recherchen sind mit einem Würfelwurf erledigt, aber die Spieler müssen sich schon Gedanken machen, wonach sie suchen wollen.


      Jetzt zum zweiten Thema (Cybersex):
      Nun, von meinen Überlegungen zur Gesellschaft kann es recht schnell passieren, dass ein Mensch zu "seinem" Agentensystem, das individuell angepasst ist und natürlich auch ein holografisches Aussehen besitzen, eine emotionale Bindung aufbaut. Und da es für Agentensysteme sowieso bereits ferngesteuerte "Außenmodule" gibt, ist klar, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis solche Außenmodule auch ein menschliches Aussehen und die physischen Voraussetzungen für einen Geschlechtsverkehr besitzen können. Theoretisch ist also Sex mit dem Computer bei mir durchaus möglich. ;)

      Praktisch schien jedoch meine bisherige Rollenspielgruppe daran kein Interesse gehabt zu haben, dafür hat sich lieber einer aus der Gruppe eine Unterhaltungsreplikantin gekauft... %-)
    • Re: Computer im Rollenspiel

      Hehe... Unterhaltungsreplikanten... will auch 10 davon in der Abstellkamma ;D

      @thema:

      Ich denke die im Vorposting genannten Vorschläge sind sehr spielenswert. Letztendlich sollte man klären, ob PC-Usen eine normale Fertigkeit (etc.) wie Autofahren usw. ist, oder ob "soziale" Interaktion möglich ist: sprich die SC kommunizieren mit "menschliechen" Schnittstellen (Unterhaltungsreplikanten). Diese Art von PC-Usen sollte man lieber ausspielen.

      Das PC im RPG-Problem in Verbindung mit in wieweit Ausspielen erinnert mich an andere RPG-Problemzonen:
      Soziale Fertigkeiten:
      Spieler hat coolen Plan, für den aber sein SC zu wenig im Wert "Lügen" (etc.) hat. Läßt man den Spieler nun sein Rollenspielen durchgehen oder sagt man: halt - Dein SC ist viel zu uncool dafür. ???
      Noch besser: Die SC verhören jemanden. Einfach Probewurf auf Verhören/Foltern und dann trocken Ergebnisse verkünden oder das Leiden samt Dialog ausspielen ?

      Ich denke, die PC-Problematik ist da ähnlich und man muß entscheiden, wie sehr man sie "ausarten" läßt abhängig vom restlichen Spielstil.
    • Re: Computer im Rollenspiel

      AAH! :D Da geht doch was!

      Und kaum hat er sein Diplom in der Tasche, packt pH wieder das Senfglas aus.
      *feierliche Miene aufsetz*
      Hochoffizielle Glückwünsche von mir. :thumbup: Aber das weißt du ja eigentlich schon.

      @topic:
      (pH, ich denke wenn der Thread schonmal da ist, können wir das auch hier disktieren, dann haben die anderen auch was davon.)

      Prinzipiell ist das ja eine ziemlich elegante Lösung und für AD2309 natürlich sehr passend. Hab diese Möglichkeit noch nie in Erwägung gezogen, weil mein eigenes System eher Near Future war.
      Agentensysteme (in der Regel NSCs)

      In der Regel? Heißt das ich kann ein Agentensystem als SC spielen? ???

      Meistens erfordert es bei mir ziemlich viel soziale Interaktion

      ... mit dem Sicherheitssystem direkt oder über das eigene Agentensystem? Hast du vielleicht auch einen Beispieldialog für so eine Szene parat; ich frag mich, wie das konkret aussieht?

      Wenig Regeln sind natürlich bequem... und machen hier durchaus Sinn. :dafuer:

      @Cybersex:
      Ferngesteuerte Außenmodule - welchen Nutzen haben die abseits ihrer Funktion als Erotikspielzeug? Ich meine, wenn man so weit geht, dass es Roboter mit menschlichen Bewegungsfähigkeiten gibt - und das ist ja irgendwie Voraussetzung, sonst könnte man auch ´ne Gummipuppe nehmen :-/ - müsste man die doch auch "ernsthafter", z.B. als Infanterie, einsetzen können, wo sie mit ihrer computergegebenen Präzision den Menschen ebenfalls überflügeln würden. Und ich glaube nicht, dass es in deinem Interesse liegt, Kampfroboter zu haben, die einen wie manche Counterstrike-Bots bei Sichtkontakt augenblicklich umnieten können.. %-)

      @Nörnsche
      Soziale Fertigkeiten: (...) Ich denke, die PC-Problematik ist da ähnlich

      Stimmt, aber die Rechnergeschichte ist IMO noch kritischer, weil es Charas gibt, die sich ganz auf dieses Gebiet spezialisieren und oft wenig anderes tun (es sei denn man braucht gar keine Computercracks wie im Falle von Agentensystemen) - und deren Aktionen dann immer nur mit ein bis drei Proben abzuspeisen ist ziemlich deprimierend für einen Spieler, und das schreit nach einer Lösung.

      Läßt man den Spieler nun sein Rollenspielen durchgehen oder sagt man: halt - Dein SC ist viel zu uncool dafür.

      Ich denke man sollte gutes Rollenspiel belohnen und da großzügig sein, zumindest solange das Spielerverhalten den Fähigkeiten des Charas nicht allzu sehr widersprechen.

      Einfach Probewurf auf Verhören/Foltern und dann trocken Ergebnisse verkünden oder das Leiden samt Dialog ausspielen ?

      Je nachdem wie leicht das Opfer zum Reden gebracht werden kann. Wenn das richtig schwierig ist, sollte man es zumindest ansatzweise ausspielen - aber nur wenn die Spieler nicht total :diablo: sind und die Situation dazu nutzen, irgendwelche sadistischen Phantasien umzusetzen und das Foltern an sich genießen! (Es gibt solche Spieler, jaja.. %-) ) Notfalls muss man die Notbremse ziehen und Spieleraktionen unterbinden. Aber wenn das nötig wird, ist RPG-mäßig sowieso schon was nicht ganz in Ordnung..
    • Re: Computer im Rollenspiel

      leicht vom Thema abschweif...

      ich zitiere mal aus dem Annor-Regelwerk zum Thema Foltern:

      Foltern
      Dieses Talent sollte nicht nur, nein es muß sogar ausgespielt werden, wobei der Grausamkeit eines jeden Spielers natürlich keine Grenzen gesetzt sind. Der Foltern-Talentwert dient lediglich zu Unterstützung, um herauszufinden, wie gut die gewählte Foltermethode ihre Wirkung zeigt.
      Bei einer gelungenen Probe auf Foltern werden die überzähligen Punkte als Erschwernis auf die Selbstbeherrschungsprobe des Opfers aufgeschlagen. Eine mißlungene Foltern-Probe hat keine weiteren Auswirkungen. Sie sagt nur aus, daß das Opfer zu diesem Zeitpunkt auf diese Weise nicht zum Reden zu bewegen ist.
    • Re: Computer im Rollenspiel

      leicht vom Thema abschweif...

      *munter hintendreintrott*

      Also...
      Dieses Talent sollte nicht nur, nein es muß sogar ausgespielt werden, wobei der Grausamkeit eines jeden Spielers natürlich keine Grenzen gesetzt sind. Der Foltern-Talentwert dient lediglich zu Unterstützung

      *Kinnlade runterklapp*
      ..öhmf.. Also jetzt muss ich erstmal kurz nachdenken.

      <startpondering .................................................... complete>

      Nun, ich sagte ja es gibt solche Spieler, aber dass du zu dieser Kategorie gehörst... Ich mein sei mir nicht böse aber dieser Regeltext garantiert doch Spielszenen wie solche, die ich seit Jahren zu vergessen versuche:

      "Ich ritze ihm den Unterarm auf und gieße ein bisschen von der Säure rein -
      Naa, wie gefällt dir das, Arschloch? Willst du auch was in die Augen davon, mhh? Wenn du nicht redest, schlagen wir dir die Beine ab - Stück für Stück!
      Er redet immer noch nicht?? Na gut, dann sind als nächstes halt seine Eier dran..."
      :kotz:
      Hallooo? Macht dir sowas Spaß?? Ja, ich weiß, im RPG passieren schlimme Sachen, da werden Menschen erschlagen usw. und man sollte das nicht beschönigen, aber muss man es denn derart auskosten?
      *kopfschüttel*
    • Re: Computer im Rollenspiel

      Ich glaube Jerron und den Regeln geht es mehr um den Punkt, daß nicht einfach eine Würfelprobe ausreicht zum Foltern ("Eine 20 ? Ahh gut. Er schreit und wimmert und sagt Euch blablabla").
      Wenn man solche Hirnis hat, die auf dieses "Foltern" dann abgehen, kann man nicht den Regeln die Schuld dafür geben.

      Andererseits finde ich es aber auch leicht bedenklich, daß "Ausspielen" zu diktieren, allerdings finde ich persönlich jede Beschränkung aufs Spiel durch die Regeln blöd - und da ich in den AnnorRegeln nicht fit bin, kann ich mir hier eigentlich nicht erlauben, über dieses Regeldiktat zu urteilen.

      Ach und laßt uns wieder an die Computer denken %-)
    • Re: Computer im Rollenspiel

      Öh, eine solche Szene hatten wir bisher noch nicht.
      Wer unbedingt ein solches sadistisches A***loch spielen will, bitteschön. Es hat doch keinen Sinn, so etwas zu verbieten! wer bin ich denn, daß ich Leuten in ihr Rollenspiel reinrede?
      natürlich hoffe ich, daß der Spieler sich fragt, würde mein Charakter so etwas wirklich tun? und nicht einfach "hach, jetzt wirds lustich, wir können mal eben so einen unwichtigen NSC zerstückeln" frohlockt.
      Foltern muß ernst genommen werden und nicht als Späßchen verstanden werden!!!

      Aaaaaaaber, wer wirklich meint, solch eine Aktion ausführen zu müssen, der muß durchaus mit Konsequenzen seitens des Spielleiters rechnen. Es geht ja wohl nicht an, daß ein normalerweise herzensguter Kerl sich plötzlich als Oberquälmeister vom Dienst herausstellt. zumindest Alpträume, Gewissensbisse sind die Folge, oder aber er bekommt eine leichte Psychose verpaßt und entwickelt sich wider willen zum geistesgestörten Triebtäter, zu dem andere Mitglieder der Heldengruppe sichtbar in Distanz treten...
    • Re: Computer im Rollenspiel

      Öh, eine solche Szene hatten wir bisher noch nicht.

      *seufz* Ist lange her und hat sich auch nicht exakt so abgespielt, aber schon so in der Art.. %-)
      Gott, lass es mich vergessen!

      Es hat doch keinen Sinn, so etwas zu verbieten! wer bin ich denn, daß ich Leuten in ihr Rollenspiel reinrede?

      Klar, aber die Regelformulierung lädt einen schon dazu ein...

      Foltern muß ernst genommen werden und nicht als Späßchen verstanden werden!!! (...) wer wirklich meint, solch eine Aktion ausführen zu müssen, der muß durchaus mit Konsequenzen seitens des Spielleiters rechnen. Es geht ja wohl nicht an, daß ein normalerweise herzensguter Kerl sich plötzlich als Oberquälmeister vom Dienst herausstellt.

      *zustimm*
      *beruhigt sein ursprüngliches Bild von Jerron wiederherstell*
      *Offtopic-Ausflug beend*

      laßt uns wieder an die Computer denken

      Ein weises Wort. :)
    • Re: Computer im Rollenspiel

      In der Regel? Heißt das ich kann ein Agentensystem als SC spielen? ???

      Sagen wir einmal, ich habe bereits ein paar fruchtbare Diskussionen zum Thema geführt, wie ein Spieler eine Schiffs-KI spielen könnte, die mit den genannten Agentensystemen recht nah verwandt sind. :)

      Meistens erfordert es bei mir ziemlich viel soziale Interaktion

      ... mit dem Sicherheitssystem direkt oder über das eigene Agentensystem? Hast du vielleicht auch einen Beispieldialog für so eine Szene parat; ich frag mich, wie das konkret aussieht?

      Einen Beispieldialog habe ich nicht, aber es stelle es mir in etwa so vor:
      • Die Charaktere wollen Kenntnisse über Sicherheitslücken erhalten? Nun, dann sollten sie versuchen, mit entsprechenden Hackerkreisen Kontakt aufzunehmen, sich als vertrauenswürdig erweisen (Zwischenabenteuer) und bekommen dann vielleicht die Info, die sie wollen
      • Statt nach einer Sicherheitslücke zu suchen, können sie sich auch einen temporären Zugriff ergattern, der einige Zeit lang offen steht. Da fließen dann die Bestechungsgelder an die Systemadministratoren der Firma, die infiltriert werden soll. Aber auch hier gilt: erst einmal muss die betreffende Person auffindig gemacht und korrumpiert werden. Aber interne Sicherheitsverletzungen werden bereits heutzutage sträflich vernachlässigt, das kann man ausbauen. ;)
      • Sie wollen ihre Agentensysteme für illegale Aktionen einsetzen? Netter Versuch ;D - da müssen sie mal jemanden suchen, der ihnen die Dinger umprogrammiert. Und solche Leute stehen in der Regel NICHT in den gelben Seiten. Wenn sie keinen finden, müssen sie ihr Agentensystem davon überzeugen, dass die Aktion lebensnotwendig ist, damit die Programmierung eine Ordnungswidrigkeit oder kleinere Straftat erlaubt.
      • Bei legalen Aktionen läuft es nach dem Schema: Das Agentensystem bekommt den Auftrag, eine bestimmte Recherche durchzuführen, eine Obergrenze, wieviel Geld dafür maximal verpulvert werden darf (nicht alle Infos sind kostenlos ;)), anschließend gibt sich das System auf die Suche und liefert etwas später die Ergebnisse. Wenn die Ergebnisse nicht ausreichen, klärt es darüber auf, mit welchen finanziellen Mitteln es noch weitere Infos einholen könnte.


      Ferngesteuerte Außenmodule - welchen Nutzen haben die abseits ihrer Funktion als Erotikspielzeug?

      In erster Linie sind sie als Haushaltshilfe gedacht. In Gegenden mit guter Infrastruktur können solche Module aber auch die eigenen vier Wände verlassen und alle Funktionen durchführen, die ein persönlicher Diener kann. Schwere Koffer schleppen kein Problem ;)
      Außerdem stellen sie eine weitere Verbesserung der Mensch-Maschine-Schnittstelle dar, da sie menschlicher wirken als ein holografisches Abbild.

      müsste man die doch auch "ernsthafter", z.B. als Infanterie, einsetzen können, wo sie mit ihrer computergegebenen Präzision den Menschen ebenfalls überflügeln würden. Und ich glaube nicht, dass es in deinem Interesse liegt, Kampfroboter zu haben, die einen wie manche Counterstrike-Bots bei Sichtkontakt augenblicklich umnieten können.. %-)

      Ein Computer kann nicht schneller schießen als es die Motorik erlaubt - in der Beziehung wäre ein solches Modul einem Menschen gegenüber nur bei der Zielerfassung im Vorteil, nicht aber bei der Ausrichtung der Waffe. Und als schwere Infanterie gibt es bei mir (zumindest konzeptionell) Kampfdroiden. Ihr Problem besteht darin, dass es sich hierbei um autonome Systeme handeln muss, während das Außenmodul eines Agentensystems vom Funkkontakt abhängig ist. Bei einem Funkloch oder starken Interferenzen gibt es für die ernsthafte Probleme.
    • Re: Computer im Rollenspiel

      Problem besteht darin, dass es sich hierbei um autonome Systeme handeln muss

      Ist das ein Problem? Die Miniaturisierung sollte wohl ausreichend fortgeschritten sein, dass es ein Leichtes ist, den Computer im Droiden unterzubringen.

      Ein Computer kann nicht schneller schießen als es die Motorik erlaubt - in der Beziehung wäre ein solches Modul einem Menschen gegenüber nur bei der Zielerfassung im Vorteil, nicht aber bei der Ausrichtung der Waffe.

      Die Vorteile sind aber schon gewaltig: Die Motorik könnte immerhin auf den Waffeneinsatz hin optimiert sein, so dass ein Kampfrobot z.B. schwere Waffen immer noch schneller hantieren kann als ein Mensch, wenn er auch nicht die Trägheit außer Kraft setzen kann.
      Der Droide weiß auch exakt, wie sich seine Waffe verhält, kann also z.B. Rückstoß bestmöglich kompensieren. Seine Hand-Auge-Koordination dürfte jeden Menschen bei weitem übertreffen, wodurch er nahezu perfekt zielen kann und seine Reaktionszeit ist ohnehin konkurrenzlos. Einzig die Freund/Feind-Erkennung ist möglicherweise problematisch, aber bei derart fortschrittlichen Computern wohl auch kein Hindernis. Außerdem kennen Droiden weder Erschöpfungserscheinungen noch emotionale Beeinträchtigungen im Kampf, sie sind abslolut gehorsam, jederzeit voll einsatzfähig und womöglich billiger im Unterhalt als ein bezahlter Soldat.

      Wenn also die technischen Voraussetzungen gegeben sind, kann ein Einsatz solcher Droiden nur durch Herstellungs- und Entwicklungskosten begrenzt werden. Wenn es aber in AD schon Außenmodule für Agentensysteme gibt, kann man wohl auch von Serienherstellung im Militärbereich ausgehen - gerade in der politischen Situation der Menschheit in AD2309.

      Sagen wir einmal, ich habe bereits ein paar fruchtbare Diskussionen zum Thema geführt, wie ein Spieler eine Schiffs-KI spielen könnte, die mit den genannten Agentensystemen recht nah verwandt sind. ;)

      Wow. Wie... anders!

      stelle es mir in etwa so vor: (...)

      Aahja! Gefällt mir. ;) Das schaltet das Problem des Vorm-Rechner-Sitzens natürlich elegant aus.