Leben oder Tod ?

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    • Re: Leben oder Tod ?

      Habe ich irgendwo den Eindruck vermittelt, das ich das tun würde ???

      Nein, wollte nur nicht, daß D&D wieder in der typischen Schublade bei Lesern landet ;)


      *mit ablassbriefen wedel* Tun wir mal nicht so, als hätte die katholische Kirche nicht auch so gehandelt, wenn sie leute wiederbeleben könnte  ;)

      Hätte sie nicht. Denn dann hätte später auch Luzifer mit seinem realen Fegefeuer auf sie gewartet, was sie gewußt hätten.
      Ich glaube darin liegt einer der Knackpunkte:
      Der Unterschied, daß in einer RPG-Welt die Bewohner (zumindest die mit solchen Gaben) sich über die Existenz ihrer Gottheiten 100% im Klaren sind.
      Die historischen Priester waren da anders in der Regel, sonst hätten die sich demütiger und nicht so unchristlich verhalten.

      Waukeen zum Beispiel.

      Bei solchen Göttern ist das natürlich klar. Ich würde da eher überlegen, ob die Gottheit ihren Priester solch Unwirtschaftliches wie "Wiedererwecken" zur Verfügung stellt.

      Was zum elfischen Wesen passt oder nicht, sollte ebenfals jeder für sich entscheiden.

      habe auch nie Gegenteiliges behauptet :knuddel:

    • Re: Leben oder Tod ?

      Nein, wollte nur nicht, daß D&D wieder in der typischen Schublade bei Lesern landet


      Also in meiner eigenen Welt, Akardien ( die auch nach AD&D läuft, wenn sie mal bespielt wird) wird es auch keine Wiederbelebung oder so etwas geben. Zumal es kaum Magiewirker dort gibt und in den meisten Teilen Magie sogar staatlich verboten ist.

      Ich habe hier aber von Faerun gesprochen, wo meine Spieler rumlaufen und in einer Welt in der es Feuerbälle und Blitzstrahlen gibt ... muss man halt auch Möglichkeiten das wieder auszugleichen. Die Wiederbelebungszauber sind nun einmal Teil dieser Welt ( man denke an die Fünffache Todesstrafe der Drow ) und kann sie nicht einfach ausklammern.

      Ansonsten :knuddel:
    • Re: Leben oder Tod ?

      Ich spiele hier statt Regelsystemen lieber Implikationen durch:

      Wenn in einer Handlungsumgebung Wiederbelebung möglich ist, werden übelwollende Menschen ihre Opfer in einer Weise umbringen, die diese Wiederbelebung unmöglich macht ...

      ... oder den Wiederbelebten zumindest jede Freude daran nimmt, wieder da zu sein. :diablo:
      La locura nunca tuvo maestro / Para los que vamos a bogar sin rumbo perpetuo.
      La muerte será un adorno / Que pondré al regalo de mi vida.
      (Heroes del Silencio: Avalancha)
    • Re: Leben oder Tod ?

      Deshalb muß bei mir auch der Körper vollständig und funktionstüchtig sein, um eine Wiederbelebung überhaupt in Betracht ziehen zu können. Fehlt der Kopf wars leider nix. ;D

      Eine abgeschlagene Hand könnte ja noch durchgehen, wenn man den Stumpf heilt, aber ohne Kopf, Unterleib, Herz, usw. wird das eben nichts.
      "Wenn die Zunge schneiden könnte wie das Schwert,
      wären die Toten ohne Zahl." - Filipo Vadi "De Arte gladiatoria dimicandi"
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    • Re: Leben oder Tod ?

      Deshalb muß bei mir auch der Körper vollständig und funktionstüchtig sein, um eine Wiederbelebung überhaupt in Betracht ziehen zu können. Fehlt der Kopf wars leider nix.


      Is ja bei AD&D nichts anderes. Aus Asche macht man auch keinen Lebenden mehr... es gibt zig verschiedene Arten einen Char so zu Tode kommen zu lassen, das ihn lediglich ein Wunsch also das mächtigste magische Instrument wieder zum Leben erwecken kann. Und wer is schon so leichtsinnig und lässt einen Wunschzauber in seiner Welt zu? *fg*

    • Abstaub nach 4k Tagen.

      Aus DSA und Co. kenne ich fast nur Wiederbelebungen, wenn jemand gerade frisch "verstorben" ist, also die sogenannte Todesgrenze vor Sekunden überschritt. Das einzige Mal waren die von den Göttern (gespielt von den Mitspielern) auferlegten Pflichten an den Helden so üppig, dass der Spieler seinen Char lieber zu Boron (Totengott) fahren ließ.

      In meinem Universum ginge evtl. eine Auferstehung mittels Gehirnaufzeichnung und Übertragung in einen künstlichen Androidenkörper. Doch den Fall gab es bislang noch nicht. Und selbst die übersinnlichen Heiler vermögen auch nur ganz frisch Verschiedene mit Glück von der Todesschwelle zurückzureißen.
      Nur weil du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht doch hinter dir her sind! (Frei nach Terry Pratchett)

      Damokles-Sternenring - meine kleine Galaxie
      Rollenspiel-Anekdoten
    • Für mich ist das keine Frage des Regelwerks, sondern der Spielwelt.

      Auf Gaia z.B. gibt es keine "richtigen" Götter, welche eine solche Wiederbelebung ermöglichen. Sprich: Wer tot ist, bleibt auch tot. Alles andere würde eher in die Richtung Nekromantie gehen. Doch Nekromantie bedeutet auf Gaia eher die Kontrolle von toten Objekten. Das bedeutet, die Seele ist weg und der Körper ist nur noch eine Marionette.
      Was ginge wäre, ähnlich wie bei Nemedon, die Zwischenspeicherung des Bewusstseins in einer Kristallmatrix und die Einsetzung dieser ein einen Golemkörper. Aber die Speicherung muss vor dem Tod statt finden. Es kann also dann schon zu Gedächtnislücken kommen. Und nicht jeder kann sich das leisten oder kommt für eine solche Speicherung in Frage.

      Auf Cimorra hingegen gibt es echte Götter und daher auch Wiederbelebung. Doch ist ist meistens etwas tricky. Ich nenne da nur mal die Todlosen, die einfach nicht mehr sterben können, egal, was passiert. Oder der Wiederbelebte wird zum Vampir, einem Wiedergänger oder etwas ähnliches, unangenehmes. Mindestes wird er etwas wahnsinnig oder ähnliches.

      Aber wie es dann regeltechnisch durchgeführt wird, hängt dann schon vom Regelwerk ab, aber da ich bzw. Yela und ich mit recht wenig Regeln spielen, käme es immer darauf an, wie es in die Geschichte passt. Bei einer Sandbox hingegen würde ich dann einfach mal schauen, was die Regeln des entsprechenden Spieles so vorschlagen.
      "Barbarism is the true nature of mankind. Civilisation is unnatural!" - Conan
      "Das ist KEIN Müll! Das ist MEINE WELT!" - Rilli
      Gaia | Cimorra | Brainfarts
      Deviant Art | Logan's Fantastische Welten

    • Ich überlege auch schon lange, ob ich Wiederbelebung in eine meiner Welten mit rein nehmen soll, aber ich schrecke in bisschen vor den gesellschaftlichen Auswirkungen zurück
      - Unsterblichkeit nur für Reiche oder für jeden, oder nur für diejenigen mit besonderer Verbindung zu den Göttern
      - wie wird mit Wiederauferstandenen umgegangen
      - welche Auswirkungen hat ein Tod-gewesen-sein, auf die Personen
      - welche Todesriten hat die Gesellschaft (ich weiß noch in meiner alten D&D-Gruppe, mussten wir immer alle Gegner verbrennen, damit sie nicht wieder auferstehen)
      Wie sieht im allgemeinen eine Gesellschaft aus in der es keinen Tod gibt, in dem Mord nur ein temporäres Ärgernis ist und Attentate irgendwie sinnlos?
    • siehe : de.wikipedia.org/wiki/Das_Unst…keitsprogramm_%28Roman%29 oder de.wikipedia.org/wiki/Peter_F.…ton#Die_Commonwealth-Saga

      In beiden ist die Gesellschaft stark davon geprägt, daß, wer es sich leisten kann, nicht sterben muß, nicht mal gewaltsam. Endgültig tot ist man nur, wenn alle Backups gelöscht werden.
      Gruselige Vorstellung ...
      www.das-drachenland.de
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      - "To make an apple pie from scratch you must first invent the universe." Carl Sagan
    • Leben oder Tod oder Untot?

      Ob und unter welchen Umständen das scheinbar in gewissen Kreisen so beliebte Wiederbeleben überhaupt möglich sein soll, hängt ganz vom Spielstil der jeweiligen Runde resp. des Spielleiters und seiner Vorstellung ab. Will er eher WoW als RPG simulieren - tja, dann gehört das Wiederleben halt dazu. Spielt man lieber Conan, ist das zwar nicht ganz unmöglich, aber ich möchte dann leiber für tot liegen gelassen werden, denn als Untoter Knecht eines megalomanen Magiers sein, selbst wenn dieser Magier der Gefährte meines ehemaligen Charakters ist.

      Die Spannbreite ist also gross und es kommt eher darauf an, was für eine Art Fantasy ihr spielen wollt.

      Ich persönlich bevorzuge eher die sogenannte Dark Fantasy gepaart mit Sword & Sorcery oder Sword & Soul und da gehört Wiederbeleben, wenn überhaupt, ganz und gar nicht zu den erfreulichen Seiten des Lebens.
    • "Tod" ist relativ - mindestens in den meisten Systemen, an denen wir zZ arbeiten und probespielen ;)

      In Questbox (P&P) sind Charaktere, die zu viele Wunden erlitten haben, "besiegt" und müssen medizinisch versorgt werden. Charaktertod gibt es also eigentlich nur, wenn die ganze Gruppe besiegt ist bzw. theoretisch auch wenn die Gruppe den Charakter nicht retten kann oder will. Einzelaktionen entsprechen allerdings nicht dem Spielgeist. Momente, in denen sich Charaktere heldenhaft für die Gruppe aufopfern, gibt es allerdings relativ oft.
      Das wird auch nicht immer als Nahtoderfahrung gewertet. Manchmal passt es besser, den Charakter so zu spielen, dass er schwer verletzt ist oder bloß vorübergehend bewusstlos war.

      Wer in Babylon (LARP) dienstunfähig wird, kommt in die Rekalibrierungskammer, in der er physisch und psychisch "repariert" wird. Das Gleiche gilt für bestimmte Arten von Unruhestiftern.