[Ebarr] die Weltenschraube

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Original von Merlin
      Gegenfragen an Cyberharpyie:

      Hat der Text deine Ansprüche erfüllt? Sind die Demiurgen dir jetzt zu blöd? Habe ich noch Fragen vpn dir übersehen und deshalb unbeantwortet gelassen?

      Falls du dich darauf beziehst, dass ich nicht mehr hier reingeschaut habe, so möchte ich mich entschuldigen. Ich hatte die letzten Tage über leider nicht genügend Zeit für diese (und andere) Welt(en). Viel zu viel Stress ist echt nicht gut :(

      Der Text hat tatsächlich meine Ansprüche (sofern man dies so nennen kann) erfüllt und die Demiurgen sind mir auch nicht zu blöd. Ich hatte lediglich - wie gesagt - nicht die Zeit dazu, mir alles genau durchzulesen. Allerdings werde ich übers Wochenende ein wenig durch das Forum stöbern und dann sicher auch mehr zu Ebarr sagen können ;)

      Wobei ich sagen muss, dass mir die Welt bisher so gut gefällt und klar genug erscheint, sodass ich dazu wohl nicht sehr viel mehr außer "Super!" sagen kann ;D
    • Wasser und Wassermangel

      „Seid gegrüßt werte Fremde,
      Offenbar habt ihr bereits meine Schriften gelesen, doch aufgrund eines Regenrufrituals war ich verhindert und hatte noch keine Gelegenheit, mich vorzustellen. Tschiiihimä Pulu, angehende Universalforscherin.
      Von einem Bildungssystem kann auf Ebarr keine Rede sein, es gibt nur vier oder fünf Gegenden, in denen ein höherer Bildungsweg existiert. Meine Reise zum Wissen war lang und anstrengend, ich wurde mitten in der Provinz „Laue Temperaturen“ geboren, Teil des Murureiches „Unbegrenztes Soma“.
      Anhand dieser Namen ist bereits ersichtlich, ich bin Muru. Wir Muru sind nicht ungläubig wie die bedauernswerten Dornenteufel und wir beten oft zu den Naturgewalten. Sicherlich sind die Demiurgen die Erschaffer unserer Welt, doch sie beherrschen diese Welt nicht und ändern nur wenig an der bestehenden Ordnung.
      Eine der wichtigsten Figuren in unserem Glauben ist die große Wasserspenderin. Sie ist ein großer weiblicher Muru, der mit riesigen Amphoren im Himmel hockt und aus ihnen den Lebensguss auf das Land verschüttet. Sie wird verdeckt vom großen Zelt des Himmels. Versteht mich nicht falsch: Wir Muru wissen, dass unser Glauben auf Allegorien und Bildern besteht, dass nicht alles wörtlich zu nehmen ist. Das große Zelt des Himmels besteht aus leuchtenden Kleinstlebewesen. Diese Erkenntnis machten Muru-Forscher, die zu diesem Zweck in Ballonpflanzen den höchsten Himmel erkundeten, nicht besserwisserische Agnostiker Kran Obakka.
      Nun komme ich aber zum Punkt, den ich heute erörtern sollte: Wasser. Soma und Wasser sind austauschbare Begriffe. Soma existiert in allen Organismen, von Pflanzen über Tiere (auch Anaeroplankton) bis hin zu den zivilisierten Geschöpfen. Schlinger, einschließlich der Geistschlinger bilden eine Ausnahme, ebenso die hoch geschätzten Demiurgen.
      Dennoch sind alle Lebewesen auf Soma angewiesen, um nicht auszutrocknen. An heißen Tagen wie diesem braucht jedes Geschöpf dringend Wasser. Aber wie gelangen Wesen an den Kostbaren Saft?
      Flüsse
      Als Fluss bezeichnen wir auf Ebarr riesige, wurmartige Geschöpfe, die nur aus Wasser bestehen. Flüsse wühlen sich durch Gestein und Erde, auf der Suche nach Nährstoffen. Dabei folgen die Riesen beständig so genannten „Flussbetten“, langen Gruben, in denen sie sich ausbreiten können. Die meisten Flüsse würden ihr Bett nie verlassen, sie benutzen diesen Ort genau so, wie schon ihre Vormütter und ihre Urenkelinnen es tun werden. Männliche Flüsse sind kleine zurückgebildete Geschöpfe, die im Grunde nur als parasitäre Samenlieferanten dienen.
      Aus einem Fluss kann jederzeit ohne Anstrengung Soma entnommen werden, Flüsse halten nicht an ihrer Substanz fest und das Soma passt sich neuen Traggefäßen wunderbar an. Die meisten Städte und Siedlungen liegen direkt an einem Flussbett, allein diese Strategie sichert den meisten Bewohnern Ebarrs das Überleben.
      Manche Flüsse durchlaufen auch unterirdische Gegenden, diese Regel gilt also auch für Egrimang.
      Ein Fluss lebt jedoch die meiste Zeit in himmlischen Gefilden oberhalb des Anaeroplankton. Das weist darauf hin, dass unsere alten Mythen einen Teil Wahrheit enthielten. Aus dieser Heimstätte kommen sie herab, riesige Wasserfälle bildend, die aus den höheren Luftschichten in die Tiefe stürzen, mit unerschrockener Urgewalt über hunderte Kilometer.
      Kein Flussbett ist unnötig lang, sondern etwas länger als ein durchschnittlicher Fluss. Manche jungen Flüsse sind auch gezwungen, sich an völlig neuer Stelle einen Weg durch Gestein, Kies, Sand und Erde zu graben, denn ein Flussbett kann oft nur eine begrenzte Zahl an Flüssen unterstützen und enthalten. Manchmal befinden sich mehrere der Giganten in einem Flusslauf und oft zweigen die kleineren Würmer dann vom bisherigen Weg ab und suchen neue Pfade durch den nahrhaften Boden.
      Mehrere Flüsse in einem Flussbett zu erkennen ist oft erfolglos versucht worden. Doch die Flüssigkeit, aus der die Wesen bestehen, vermischt sich und wird nur durch den „Willen“ des Flusses wieder von der Partnerin getrennt.
      Flüsse mäandrieren natürlich, sie bewegen sich schlängelnd vorwärts, was zu entsprechenden Flussläufen führt. Es gibt jedoch auch andere Bettarten, etwa so genannte „Kanäle“, die sich manche Flussarten graben. Diese Betten ziehen sich schnurgerade durchs Land. An ihnen lassen sich besonders gut Städte errichten, etwa „Gelbe Blume“, die Verwaltungsstadt der Provinz „Laue Temperaturen“, in deren Spitälern ich zur Welt kam. Die Stadtväter wussten, was sie tun. Seit Jahrhunderten hat „Gelbe Blume“ keine Überflutung erlebt. Siedlungen in unmittelbarer Nähe einer mäandrierenden Schlange sind viel anfälliger, es gibt Metropolen in denen alle 20 Zyklen (ein Zyklus beträgt hundert Hell-dunkel-Abläufe, also einhundert mal 25 Stunden) zu viele Flüsse vereinen, so dass die Somamassen über die Ufer treten und es zu Überschwemmungen kommt.
      Nach Ablauf ihres Gründelns verschwinden die Würmer auf gleiche Weise vom Erdboden, wie sie kamen. Durch einen rapiden, wunderschönen „Wasserfall“, diesmal jedoch nach oben. Natürlich müssen sie der Sogkraft entgegenwirken, doch den Titanen scheint dies eine leichte Aufgabe. Durch all den aufgesammelten nahrhaften Fels haben sie viel Energie und können binnen mehrerer Tage völlig vom Erdboden verschwunden sein. Je nach Länge des Flusses sieht man dann noch sein Schwanzteil im Himmel oder er (eigentlich sie) ist längst entschwunden.
      Dies ist jedoch nicht das Ende für die glücklichen Stadtbewohner. Zwar sind nur manche Regionen so gesegnet, als das ihre Flussbetten durch steten Zuwachs niemals austrocknen, doch die Pfoten der Stadt haben schon lange alles nötige veranlasst, um das Soma in Zisternen, Fässern und abschließbaren Riesenschüsseln zu verwahren. So harrt man aus, bis der nächste Fluss kommt. Manchmal Tage, manchmal auch Zyklen.
      Alle Muru, egal welchen Volkes halten also immer große Granitblöcke für die Riesen bereit. Und mein Volk betet zur Großen Wasserspenderin. Denn dann ist auf die Rückkehr ihrer Kinder verlass.“

      So, das reicht für's erste völlig. Eigentlich würde ich gerne viel mehr zu den Spezies und deren Völkern sagen, aber erst stopfe ich alle Logiklücken.
      Aber immerhin hört ihr ein bisschen über die Muru und noch weniger über die Egrimang. Immerhin.
      Nebenbei bedanke ich mich für euer Lob. :)
      Nachricht für Nanata:
      Im Eingangsthread lege ich ein Inhaltsverzeichnis an. Dort steht in Klammern immer eine Quelle (Pulu, Kran, Merlin) oder "Vorgriff". Überall wo "Merlin" oder "Vorgriff" dran steht, ist die Information objektiv. Alles, was Kran berichtet, ist objektive Berichterstattung innerhalb der Welt (also nicht ganz objektiv). Pulu (und ich gehe davon aus, noch viele weitere inworld-Gaststars ;)) berichtet zwar auch aus einer wissenschaftlichen Perspektive, aber trotzdem könnte das alles sehr subjektiv sein.
      Der Himmel, so habe ich nach dem Lesen deines Postings beschlossen, wird in anderen Regionen andere Farben annehmen. Aber über bestimmten Regionen will ich ihn blau. Ganz einfach, weil ich es nicht zu psychedelisch haben will.

      Zu euch allen anderen komme ich noch, ihr bekommt auch noch alle eure Extrawurst. :) Versprochen.
      Willkommen im Kreis der willfährig leichtgläubigen und begeistert abseitigen Phantasten. --- Entropie
    • RE: Wasser und Wassermangel

      Wow! :o

      Öhm, jetzt bin ich ein klein Wenig irritiert: Verhalten sich Flüsse auf Ebarr wirklich so wie im Text beschrieben oder sind das nur Analogien und Beschreibungen der Muru, so wie es Pulu auch angedeutet hat? Wenn letzteres zutrifft, Respekt für die "Innenansicht" der vorgestellten Kultur, wenn ersteres zutrifft: Strange - aber interessant.

      Was ich allerdings nicht verstehe, ist, wieso die Muru auf die Idee kommen, die "große Wasserspenderin" sei eine Muru, wobei man doch weiß, dass die Demiurgen die Welt erschaffen haben, auch wenn die Muru sich durchaus bewusst sind, dass sie mit Analogien arbeiten.
    • Super Beschreibung!

      Ich habe aber auch dieselbe Frage: sind das nur Analogien und Ideen über Flüsse, oder ist Wasser bei dir wirklich ein Lebewesen das sich so verhält?

      Und noch ne Frage: ich habe den Teil mit den Wasserfällen abwärts und aufwärts nicht kapiert. Bedeutet das, das Wasser fällt vom Himmel, strömt durch das Flussbett und steigt dann am Ende wieder zum Himmel auf? Also wirklich sichtbar und nicht in gasförmiger Form, sprich: Verdunstung? Und die Wasserfälle: eine Umschreibung für Regen oder gibt es bei dir wirklich keine Quellen, sondern irgendwo donnert das Wasser runter und bildet einen Fluss?

      Außerdem kleine Korrektur zu den Kanälen: eigentlich neigen begradigte Flüsse eher zur Überschwemmung als mäandrierende Flüsse, weil die Flussauen fehlen, die viel Wasser aufnehmen können
      Selbst wenn man sagt dass man außerhalb von Schubladen denkt, bestimmen immer noch die Schubladen das Denken. Erst wenn man sich bewusst ist dass die Schublade selbst nicht existiert kann man wirklich Neues erfinden

      INDEX DER THREADS ZU LHANND
    • Der zweite Antwortpost (Vorgriff)

      Nochmal Nanata

      Es freut mich, dass das Anaeroplankton (Aeroplankton wäre das Gegenteil davon) dir gefällt.
      Allerdings werde ich mir überlegen müssen, ob Farben auf Ebarr auch dadurch entstehen, indem Licht bestimmter Wellenlänge geschluckt wird. Wenn ich das also handhabe wie auf der Erde, dürfte die Vegetation unter einem purpurnen Himmelsbereich leicht anders aussehen als unter einem blauen Himmel.

      Volle Kanne Vokabeln für voguish

      Du willst ein Wasserruf-ritual durchführen? Bist du des Wahnsinns? Warum brauchst du Nässe und Feuchte im Sommer? Und wärst du bereits, etliche Jahre lang festgelegte Abläufe in einer gewaltigen Choreographie einzuüben, bei dem du einen Fluss imitierst oder seinen Abfluss/Auffluss? (Im übrigen dürften Muru mehr Leichtigkeit bei diesem Ritual haben. Ihre Körper sind einfach besser für die irren ekstatischen Sprünge gedacht, die dabei durchgeführt werden.)

      Happy-Go-Mephisto

      Die Paralellen zu Full Metal Alchemist sind genau wie die Paralellen zwischen dem Namen Azoth und der WoW-Welt Azeroth: Es ist die selbe Grundlage.
      Transmutationen werden bereits im dreizehnten Jahrhundert in alchemistischen Schriften erwähnt, auch Nicolas Flamel nutzte den Begriff. Und äquivalenter Tausch ist ganz ähnlich im Gedankengut der Alchemisten enthalten. Avatar, FMA, Baccano...nehmen sich alle Alchemie zur Grundlage und bauen darauf eine Welt aus. Ein bisschen inspiriert habe ich mich bestimmt bei allen dreien, auch wenn die Ursubstanz=Schöpfungskraft nicht durch einen Stein der Weisen hergestellt werden kann und ich keine Elemente habe. Zur Alchemie komme ich sowieso bald.

      Plankton sollte mit der Verdauung 1-2 Stunden vor Tagesende aufhören? Wieso? Wieso kann es nicht genau 12,5 Stunden lang verdauen und dann 12,5 Stunden schlafen? Ich meine, Koalas sind auch nicht anders. ;)

      Runenbücher werde ich auch irgendwann erklären. Bitte daran erinnern, wenn in nächster Zeit nichts kommt.

      Clarheit für Cyberharpyie

      Danke vielmals für das Feedback. Zeitmangel ist wirklich fies. :)

      Antwort an den Dogen (Don+Gerion)

      Am liebsten würde ich vollkommen ausschweigen, ob die Flüsse nur so erdacht wurden oder ob es wirklich Organismen sind. Hier ist also meine vorläufige Antwort: Die Flüsse sind wirklich strange und die Muru haben einfach gut genug geforscht.
      Ebarr basiert natürlich auf vielen teilweise sehr gewöhnungsbedürftigen Ideen. Das wird euch schon aufgefallen sein und bei den Völkerbeschreibungen wird es noch schlimmer. ;) Wenn Ideen nicht mehr passen, wandelt eine kosmische Bastlerentität sie in ein kulturelles Bild/eine Innenansicht um.
      Die Muru fügen neben den Demiurgen eine Reihe von "Beschützern", Naturgeistern und Kulturheroen in ihr Pantheon ein, die (fast?) ausnahmslos
      Murugestalt besitzen. Die "große Wasserspenderin" ist vergleichbar mit Frau Holle.
      Das Wasser fällt vom Himmel, strömt durch das Flussbett und steigt dann am Ende wieder zum Himmel auf. Wirklich sichtbar und nicht gasförmig. Allerdings nicht immer völlig senkrecht und manchmal in der Luft herummäandrierend, um heiße Luftschichten zu erwischen und leichter nach oben zu gelangen. Flüsse können nicht fliegen, sie sind also meistens noch "hinten" am Erdboden, während sie durch die Luft auffliesen. Es gibt bei mir keinen Regen und kaum Wasserquellen.

      Die Kanäle neigen nicht so oft zur Überschwemmung, weil sie langsamer fließen und sich kein Flussbett teilen. Kanäle sind eben keine begradigten Flüsse. ;)
      Willkommen im Kreis der willfährig leichtgläubigen und begeistert abseitigen Phantasten. --- Entropie
    • Ich hab keine Fragen, die Texte sind wie die vorherigen herrlich zu lesen und sorgen für Kurzweil.
      Alles, was ich zu sagen habe ist ein dickes Lob:
      Die Umwandlung von "Wahrheiten" in "kulturellen Wahrheiten" ist eine tolle Praktik! ;D
      Die Erklärungen sind bei längerem Nachdenken auch ähm...erklärend. :hmm:
      Bei Alchemie (äquivalenter Tausch etc.) habe ich nicht wirklich Ahnung, das meiste kenne ich nur -und das gebe ich zu- von diversen Serien. Aber ich werd versuchen mich schlau zu machen, bevor du zu diesem Thema kommst.
      Weiter so, bitte! :)
      Projekt: Mythowelt
      Schritt 1: Wir setzen "x" Stämme in verschiedenen Umgebungen aus, schauen alle generation mal vorbei und sehen nach, ob sie sich noch in menschlichen Bahnen bewegen. Unter Einbeziehung der neokonservativen Lehre.
    • So Merlin, spät aber besser als nie. Nun habe ich mir endlich die Zeit genommen, den Ebarr Thred zu lesen, da mich diese Welt schon seitdem ich den Namen hier gelesen habe, gereizt hat.

      Also zuerst zum Schreibstil deiner Texte. Ich find es super, denn es ist verständlich, nicht umständlich wirr und verschachtelt und vor Allem sehr direkt und auf den Punkt gebracht. Trotzdem ist es gut 'ausgeschmückt', sodass das Ganze an 'Farbe' gewinnt. Ich mag die Reisebericht bzw. Ich-Perspektive, da es so für mich irgendwie echter wirkt und auch lebendiger. Ich verwende auch nicht mehr allzuviele 'Definitionstexte', da es sich doch auf dauer sehr farblos und eintönig liest.

      So nun zur Welt Ebarr an sich. Gereizt hat mich der Name der Welt, da er irgendwie 'anders' ist. Er klingt fremdartig und gleichzeitig auch irgendwie vertraut und hatte auf mich persönlich eine besondere Anziehungskraft. Vielleicht auch weil er kurz und bündig ist, sodass er im Gedächtnis bleibt. Als zweites hat mich natürlich der Begriff 'Weltenschraube' hellhörig gemacht. Außergewöhnliche Formen von Welten finde ich äußerst interessant und da lasse ich mich gerne inspirieren und in fremde Welten entführen.

      Das Blöde ist, dass ich jetzt grad gar nicht weiß, was ich noch schreiben soll, da ich nichts Negatives zu sagen habe. Und das du an einer Stelle schreibst, dass du die Texte teilweise fünf Minuten nach derer Entstehung hier hochgeladen hast... also Respekt. Ich überarbeite einen Text bestimmt an die 100 Mal bis ich einigermaßen zufrieden bin... und dann lade ich ihn hoch worauf der nächste Überarbeitungsschwall folgt und alles wieder anders ist... Finds daher verständlich, dass du Rückmeldungen zum Schreibstil wolltest. Finde das bei mir auch immer recht schwierig das alleine einzuschätzen, da andere Menschen auch anders lesen. Ich persönlich finds gut und werde Ebarr weiter verfolgen. Gibts denn mal wieder was oder gibts eine Homepage? ;D

      Liebe Grüße :)
      Beyond Vega, Pollon Is.
      Betrachte die Bruchstücke.
    • Haha, ich bin total verblüfft.

      Vorweg sei gleich gesagt, dass Ebarr nicht mehr bebastelt wird. Die in diesem Thread beschriebenen Wesen und Orte machen mich auf jeden Fall wieder neugierig. Insofern freut mich das positive Feedback. Vielleicht gibts irgendwann mal wieder was, aber diese Welt ist auf für mich zufrieden stellende Art zu Ende geführt worden: ich brauche nicht daran rumzuschrauben. ;)

      Es ist übrigens anstrengend gewesen, für diese Welt immer wieder in inworld-Perspektive zu schreiben. Vor allem so spontan und ohne zweiten Entwurf, wie du bereits bemerkt hast. Diese Anstrengung hat teilweise auch dazu beigetragen, dass mir irgendwann die Puste ausging und ich mich anderen Projekten zuwandte.

      Lass Dir bzw. lasst euch aber wegen sowas nicht aus dem Kopf schlagen, Texte aus inworld-Perspektive zu schreiben. Das macht Riesenspaß und hat entschiedene Vorteile gegenüber einem Schreibstil mit (angeblich) neutralen Standpunkten.
      Denn ich habe auch meine Herangehensweise in diesem Thread falsch in Erinnerung -- oder vielleicht sind die Erinnerungen richtig und meine Beiträge wurden irgendwann editiert? :kopfkratz: :weissnicht: ;) Naja, jedenfalls behauptet mein GedächtnisEDIT: Jedenfalls behauptet der Thread, dass ich dauernd neue erzählende Stimmen erfunden hätte, nicht nur die von Pulu Tschiiihimä. Zwischen Kran Obakka und Pulu Tschiiihimä zu unterscheiden wurde ein wenig anstrengend. Weil ich so schnell gebastelt habe musste ich im Thread immer auf die letzten paar Beiträge gucken, um mich an die "alten" Namen zu erinnern, die ich am Vortag erfunden hatte. ;D
      Wenn also reichlich inworld-Perspektiven gebastelt werden sollen dann würde ich eine übersichtliche Zettelsammlung oder Word/OpenOffice/Editor-Dokumente vorschlagen, um das vermutlich inworld herrschende Durcheinander aus zensierten Schriftquellen, Bildungslücken und wie auch immer entstandenen Falschaussagen (rosa-rote Brille von irgendwelchen weltfremden Adligen z.B.) zu bewältigen. In meiner Erinnerung hatte ich immer nur gebildet-aufgeklärte, religiös oder politisch engstirnige und bodenständige Erzähler_innen. Da hätte ich echt mehr tun können.

      Wenn ich heute aus inworld-Perspektiven schreiben würde, würde ich mir dafür mehr Zeit nehmen.

      Enttäuschenderweise habe ich keine Homepage. Es ist auch keine Homepage mehr in Planung, die Idee liegt auf Eis. Ich will nichts versprechen. Wenn daraus was wird, werde ich es wahrscheinlich in das ganze Forum hinausposaunen. ;)
      Willkommen im Kreis der willfährig leichtgläubigen und begeistert abseitigen Phantasten. --- Entropie
    • Und wieder kehre ich nach Ebarr zurück, um mich von der Sonderbarkeit und der Aura der Welt umspannen zu lassen. Ich kann mir nicht erklären wieso, aber die wenigen, eher fragmentarsichen Textteile inspirieren mich immer wieder aufs Neue. Ich mag den fragmentarischen Stil immer mehr, weil er so viel Raum für eigene Gedanken, Fragen, Überlegungen und Ideen lässt.

      Lang lebe Ebarr, die Weltenschraube!

      (Ich sollte mir diesen Fred offline speichern... endgültig) *geht speichern und freut sich* :lol:
      Beyond Vega, Pollon Is.
      Betrachte die Bruchstücke.
    • Das freut mich, dass eine völlig unfertige Welt so eine Resonanz auslöst, auch nach so langer Zeit. :dafuer: Also besten Dank für das Lob. Es wäre ja wirklich fantastisch zu hören, dass eine meiner Welten auf längere Zeit bei jemandem nachwirkt, der davon gelesen hat.

      Vielleicht begleitet Ebarr dich auch in Zukunft. (Ich finde die Welt ja auch ganz reizvoll und vielleicht kehre ich irgendwann hierhin zurück... nur sind im Moment ganz andere Projekte dran. Insbesondere habe ich mir selbst das Versprechen abgenommen, meine Hauptwelt mit einer Weltgeschichte, einer Weltkarte und einige meiner Ideen zur Magie weiterzuentwickeln. Aber insbesondere die Dornenteufel-Wesen lassen mich nicht los. :) )
      Willkommen im Kreis der willfährig leichtgläubigen und begeistert abseitigen Phantasten. --- Entropie