[Buch] Das Schwert von Shannara

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    • [Buch] Das Schwert von Shannara

      Hallihallo!

      Ich lese gerade T1 Das Schwert von Shannara von Terry Brooks auf Französisch. Irgendwie stimmt da etwas nicht. Entweder der Schriftsteller ist eine absolute Niete, oder die Übersetzung wurde quasi über Google gemacht.
      Im Kapitel 11 (ung. 2 Seiten vor Ende des Kapitels)z.B. bittet Balinor Dayel sich von der Gruppe zu entfernen um zu sehen was weiter vorne abgeht. 6 Absätze weiter streiten die Elfen und Hendel wer denn nun losgeht. ???
      Oder irgendwo verstecken sich die Abenteurer im Wald um von dicht vorbeiziehenden bösen Gnomen nicht entdeckt zu werden. Und Menion „schreit“ seinen Kollegen etwas zu… ???
      Darum meine Frage: Wie fandet Ihr Das Schwert von Shannara?
      Nicht unbedingt inhaltlich sondern.
    • Ich las es in einem Alter, in dem mein Geschmacksempfinden noch nicht voll ausgereift war, und sich meine Vergleichsmöglichkeiten in Grenzen hielt. Begeistert war ich allerdings da schon nicht. Um Details zu nennen ist das allerdings zu lange her.
      Als ich später noch einmal einem Blick hinein warf, fragte ich mich, wie nahe man am Tolkien sein kann, und das noch eine eigene Geschichte nennt. Aber das ist ja inhaltlich, und das wolltest Du nicht.
    • Shannara entfaltet seinen wahren Reiz imo erst nach der ersten Triologie. Rein sprachlich ist es natürlich kein Goethe, aber das wäre auch zuviel.
      Das Schwert ist zwar sehr platt, der Sturz im Turm zu sehr von Tolkien geklaut und auch der Rest ist schlecht kopiert - wobei ich die Zwergenwaldläufer und die "Unsere Welt"-Vorgeschichte eigentlich erfrischend anders fand.

      Wenn man aber mal die Serie weiterliest, wird sie tatsächlich immer besser - immer wieder kommt man nach Generationen zur Familie Ohmsford zurück, die Protagonisten werden immer mehr durch weibliche Figuren besetzt, jedesmal eine interessante Abenteurerschar in den Mittelpunkt gerückt und alles entfernt sich weiter vom HdR, als die erste Triologie es je vermuten ließ.

      Das Schwert ist echt nicht der Hit (und sorgt ja immer wieder dafür, dass die Reihe dadurch voreilig "abgestempelt" wird), imo aber immer noch erträglich - und wer diesen Band dann erstmal hinter sich gelassen hat, erwartet imo eine durchaus interessante, lesenswerte Fantasyreihe, die durchaus zu unterhalten und zu überraschen weiss.
    • Ich hab erst Shannara gelesen und später irgendwann den Herrn der Ringe - und hatte dann einige erheiternde Aha-Momente. Damals(TM) hab ich die Bücher aber durchaus gemocht. Ich fand es allerdings eher befremdlich, daß immer alles auf die selbe Familie zurückfällt, als würde es niemanden anderen in der großen weiten Welt geben (aber okay, auch Luke und Leia müssen noch im Rollstuhl höchstpersönlich die Bösewichte bekämpfen, weil sich niemand anderes findet...)

      Übersetzung fand ich auch grauslich, mir ist ein Satz noch sehr deutlich in Erinnerung: "Die Magie ist ein Gift, du mußt dankbar sein, daß du sie besitzt"... oder so ähnlich. ;) Selbst mit meinem damals-Schulenglisch fand ich das schon unmöglich. ;)
      Mir hatten doch nüscht! Damals, kurz nach dem Krieg!
    • Die Bücher (oder ein Buch davon) wurden/werden im Moment ja, wie vielleicht einige dank der häufigen Werbung (in Kiel am Bahnhof zum Beispiel...) mitbekommen haben, verfilmt. Als ich so das erste Mal überhaupt mit der Serie in Berührung kam, war ich noch alles andere als begeistert und als ich dann noch eine Rezension à la "das neue Game of Thrones" las, sanken meine Erwartungen wirklich in den Keller. Ich hab mir trotzdem ein paar Hintergrundinfos zur Welt durchgelesen und wurde dann doch ein wenig neugierig, sodass ich mir die erste Folge ansah. Gut, dass ich mich auf keinen neuen Fantasy-Epos gefreut habe, bei dem ich jede Woche auf die nächste Folge sehnsüchtig warte und am Ende einer Staffel ergrämt bin, auf die nächste warten zu müssen... Ich glaube, dass mich nicht einmal die Geschichte so stört. Es sind in vielen Fällen eher Details, die ich unpassend finde. So sehen die Kostüme teilweise doch sehr modern aus und ich frage mich, ob die Elfen irgendwelche modernen Textilfabriken für ihre T-Shirts haben... Außerdem stör ich mich an einigen Wörtern. So redeten (wieder einmal die Elfen) in einer Folge von "Partys" (ich schaue die deutsche Übersetzung; wäre es nicht möglich gewesen, von "Festen" zu sprechen?). Eigentlich wäre mein Genörgel natürlich schon Grund zu sagen "Dann guck es halt nicht". Trotzdem habe ich bis jetzt jede Folge gesehen - weil im Fernsehen meist sogar noch schlechteres läuft. Ich denke, ich werde auch die anderen Folge "nebenbei" schauen, während ich irgendetwas anderes mache.

      Habt ihr die Serie gesehen? Was haltet ihr davon? Mich würden gerade die Meinungen der Buchleser interessieren - insbesondere derer, welche die Bücher gut finden.
      Straße war gestern, du siehst mich im Board
      Ich häng im World Wide Web, das ist kein friedlicher Ort
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    • Ich wollte die Bücher eigentlich davor noch lesen, hab also mit Band 1 angefangen und mir wirklich wirklich überlegt es abzubrechen, was ich sonst so überhaupt nicht mache. Es ist eine so unglaublich schlechte Tolkienkopie, und alles was geändert wurde, wurde durch echt schlechte Fantasyklichees ersetzt und den Stil finde ich jetzt auch nicht gerade berauschend. Auf Deutsch hätte ich jetzt auf einen schlechten Übersetzter getippt, aber ich lese es auf Englisch und das scheint mir echt gar nicht mal so gut... und mir fällt das normalerweise wirklich nicht allzu schnell auf. Einzig die Idee das alle "Rassen" eigentlich Menschen sind, fand ich eine nette Idee, auch wenn es sich etwas zu sehr mit einem meiner Settings deckt als mir lieb ist.
      Als ich an dem Punkt war, dachte ich, das ich dann auch mal in die Serie rein schauen könnte...

      Mit diesen Erwartungen war ich dann erst mal positiv überrascht, das sie es gewagt haben sich von dem schrecklichen Klicheekram so weit weg zu bewegen. Bis mir dann klar wurde das da wohl Teil zweit verfilmt wird. :-/
      Naja, weiterhin ganz ... nette Unterhaltung irgendwo auf Xena-Niveau finde ich. Und Gimli als Elfenkönig ist natürlich DAS Highlight schlechthin.
      Ich schaue das allerdings auch auf Englisch, kann zur Übersetzung also nichts sagen.


      Durch Band 1 kämpfe ich mich jetzt doch noch durch (es tut fast körperlich weh) weil ich dann den 2. doch zumindest mal anlesen möchte, da der angeblich so viel besser sei. Die Serie soll sich aber inzwischen recht stark von den Büchern weg bewegen...
      Falken haben doofe Ohren
    • Weil der 1. Band eben eine dreiste HdR-Kopie ist, wurde dann auch der 2. Band als Serie adaptiert, der etwas mehr Eigenständigkeit hat (auch wenn es in Folge 6 einen Handlungsstrang gibt, wo man nicht über ein verschneites Gebirge kommt und stattdessen durch Tunnelgänge das Gebirge durchquert und am Schluss jemand in einen Abgrund stürzt...).
      Da das ganze von MTV(!) produziert wird, hat man auch entsprechend die Teenie-Modelss aus der Zahnpastawerbung als Darsteller und es wurden etliche Änderungen und Vereinfachungen zur Buchvorlage vorgenommen. Trotzdem ist das ganze jetzt weniger oberflächlich als man erwarten durfte, und etliche der Effekte sehen richtig gut aus!
      Fazit: auch wenn es nichts super-hochwertiges ist, so ist es doch wesentlich besser als man erwarten konnte.
    • Der eigentliche Durchbruch von Brooks war ja auch das zweite Buch, gerade weil sich Story und Welt von Tolkien entfernt haben.
      Wie immer versuchen Kritiker (fragt mich nicht warum), neu Verfilmtes mit anderen Sachen gleich zu setzen (das neue Game of Thrones - so ein Quark!). Die Serie unterscheidet sich an einigen Stellen deutlich von den Büchern, was mich nicht weiter stört (auch wenn ich mich bei einigen Änderungen wirklich nach dem Sinn frage; z. B. wurde der tote jüngste Prinz zum toten ältesten Prinz). Die Geschichte ist nett erzählt und lässt sich gut gucken, auch wenn es kein "Blockbuster" ist. Vom Niveau her, würde ich es deutlich höher ansetzen, als Alcarinque - ein Xena-Verschnitt ist das IMHO ganz sicher nicht.
      Was mich allerdings stört, sind die doch sehr platt eingebrachten Hinweise auf die verloren gegangene Zivilisation. Die Geschichte spielt etwa 2000 Jahre nach den Großen Kriegen, die zum Ende der damals bekannten Welt führten. Und in der Gegend stehen kaum angegriffen von der Zeit ein paar verrostete Wracks herum. Sogar die Geräte auf einem alten Spielplatz scheinen noch zu funktionieren. (Im Garten meiner Großmutter gab es einmal einen Spielplatz und nachdem sich zehn Jahre keiner drum gekümmert hatte, sind nur noch ein paar verrostete Stangen übrig. - Nur um das Verhältnis deutlich zu machen.)
      -10,5 23 ∑ π
    • "Die Magie ist ein Gift, du mußt dankbar sein, daß du sie besitzt"

      Als ich das gelesen habe, hab ich mir gedacht, dass der eine oder andere Silaris-Bewohner sowas sinngemäß durchaus verzapfen könnte. Bis mir dann der Übersetzungsfehler klargeworden ist. :lol:
      Zu der Buchreihe kann ich leider nicht wirklich viel sagen. Gehört zu dem, was mich beim Reinlesen im Laden nicht vom Kauf überzeugt hat, vor allem nicht, wenn es so viele Bände sind. Wobei mich jetzt die Prämisse mit einer klassischen Fantasywelt mit Elfen nach dem Weltkrieg auch nicht so wirklich überzeugt.
      Gibt es denn in den Büchern eine nachvollziehbare Erklärung, wo die Magie auf einmal herkommt?
    • Habt ihr die Serie gesehen? Was haltet ihr davon? Mich würden gerade die Meinungen der Buchleser interessieren - insbesondere derer, welche die Bücher gut finden.

      Ja ich schaue die Serie an. Ich finde sie spitze -- und ein Freund von mir hat die Bücher gelesen und suchtet begeistert mit.

      Besser als Game of Thrones ist die Serie auf jeden Fall. Game of Thrones hat null Story (sondern bloss Geschehnisse) und alle fünfzehn Minuten muss eine Vergewaltigung stattfinden. Game of Thrones versucht sowieso dauernd, uns Zuschauern die dreckige Authentizität unter die Nase zu reiben und irgendwann wird das ermüdend.

      Jerron hat völlig recht, dass Shannara mit Zahnpastawerbe-Teenies bestückt ist, aber bei dem herrlichen Storytelling kann ich das verzeihen. Außerdem hat die Serie den Allannon-Faktor, der das alles wieder wett macht...wenn die letzte Folge nicht so voll von Cliffhangern wäre, wüsste ich auch, ob dieser wohltuende Faktor auch bestehen bleibt. :)

      Die angesprochenen Tolkien Anspielungen (und Star Wars Anspielungen) sind eher kosmetisch... und Allannon ist imho z.B. ein Beispiel dafür, dass Terry Brooks auch tatsächlich versteht, was an Gandalf so cool ist bzw. welche Rolle Gandalf eigentlich für die Gefährten hat. Die meisten Herr der Ringe Plagiate imitieren nur die Oberfläche, in der Hoffnung, dass es das ist, was Fans wollen. Brooks baut oberflächliche Anspielungen ein und kopiert aber die Substanz. ;D

      Was mich allerdings stört, sind die doch sehr platt eingebrachten Hinweise auf die verloren gegangene Zivilisation. Die Geschichte spielt etwa 2000 Jahre nach den Großen Kriegen, die zum Ende der damals bekannten Welt führten. Und in der Gegend stehen kaum angegriffen von der Zeit ein paar verrostete Wracks herum. Sogar die Geräte auf einem alten Spielplatz scheinen noch zu funktionieren. (Im Garten meiner Großmutter gab es einmal einen Spielplatz und nachdem sich zehn Jahre keiner drum gekümmert hatte, sind nur noch ein paar verrostete Stangen übrig. - Nur um das Verhältnis deutlich zu machen.)

      Mein Headcanon ist ja, dass die alten Menschen sogar etwas an der Zeit kaputt gemacht haben, als ihre Zivilisation untergegangen ist.
      Aber zumindest in der TV-Serie wird nie klar gesagt, wann die Zivilisation unterging. Das wird offengelassen.

      Und ganz ehrlich: die Logiklücken und Klischees sind nicht weiter schlimm. Sie behindern an keiner Stelle die Story und auch rein weltenmäßig finde ich macht sich der unrealistisch langsame Verfall sehr gut. Die Landschaften mit der alten Technologie sehen einfach kewl aus und geben den Einsiedlern und umherziehenden Rovern ein anderes Weltenfeeling als bei den meisten generischen Fantasywelten. :)
    • Muss ich doch so langsam mal reinschauen... die Meinungen gehen ja bei Amazon doch zum Teil recht stark auseinander. Dass es mit GoT verglichen wird ist ja klar und unvermeidlich. ;D Aber gut, auch davon habe ich bisher nur die erste Staffel gesehen zwecks Bücherzuerstlesung (die ich jetzt auch tatsächlich mal angegangen bin - grade Ende Band 2). Aber Ereignisse+Vergewaltigungen statt Story kommt so einigermaßen hin... natürlich ist eine kohärente Story mit durchschnittlich zwanzig Handlungssträngen und ebensovielen Perspektiven schwierig zu realisieren, vermute ich mal, und wer weiß, vielleicht war das ja auch gar nicht die Absicht dabei. Und obwohl auf den über 900 Seiten des zweiten Bandes auch praktisch die meiste Zeit nichts anderes passiert als "fünf Fraktionen planen gegeneinander Krieg" fand ich es alles andere als langweilig. Wie das bei der Serie ist kann ich wie gesagt nicht beurteilen, aber hier gehts ja auch nicht um GoT.

      Bei Shannara... joa ich denke ich schaus mir mal an auch ohne die Bücher zu kennen.
    • Amanita schrieb:

      Gibt es denn in den Büchern eine nachvollziehbare Erklärung, wo die Magie auf einmal herkommt?

      Die Magie war eigentlich schon immer da, da Menschen aber keine Magie ausüben konnten, war sie zuvor in Vergessenheit geraten. Ich vermute, dass nach den Großen Kriegen irgend etwas passiert ist, weshalb Menschen plötzlich Magie anwenden können und ich schätze, das hat etwas mit Galaphile, dem ersten Druiden (und ein Elf) zu tun. Aber so richtig wird das eigentlich nie geklärt.
      -10,5 23 ∑ π
    • Ich habe mich jetzt durch fünf Folgen der Serie gequält und musste trotz latenter Trash-Liebe abschalten. Wieso das alle ständig mit GoT vergleichen, ist mit schleierhaft - "Tribute von Panem" trifft "Der Herr der Ringe" ist doch viel passender. Über die "Huch, ich bin nackt und du hast mich gesehen" Szenen und die üble Teenager-Erotik kann ich angesichts der Produktion durch MTV hinwegsehen, aber die Plot- und Logiklöcher hätten die Protagonisten längst verschlucken müssen.
      Spoiler anzeigen
      Ständig wird zum Beispiel etwas von der ach so mächtigen Elfenarmee gefaselt, aber die Black Guards lassen sich bei jeder Gelegenheit abstechen. In den Palast von Arborlon kann jeder rein- und rausspazieren (obwohl das vor einigen Jahren fast zu einem erfolgreichen Attentat auf die Königsfamilie geführt hat). Die Wildnis ist angeblich extrem gefährlich, aber für das Rover-Mädel ist das ein Spaziergang. Überhaupt ist alles ein Spaziergang: Reisen zwischen wichtigen Orten dauern scheinbar immer nur ein paar Stündchen, richtige Kundschafter leistet sich niemand. Und wieso der Dagda Mor seinen Über-Kriegerdämon nicht gleich durch die immer offenen Türen von Arborlon geschickt hat, wenn er schon eine ganze Festung im Alleingang ausräumen kann, will sich mir auch nicht erschließen.

      Das Setting könnte so viel hergeben, wird aber völlig verheizt. Mein Schlüsseldialog zum Abschalten:

      "Do you hear that?"
      "No."
      "Exactly. It's too quiet. Not even the birds are singing."

      :kopfwand:
    • Ich muss da Caspar recht geben und kann Merlin irgendwie nicht so ganz verstehen^^. Beim schauen schwebte mir immer das Wort "retarded" vor dem inneren Auge rum.

      Der Plot...naja, einfallsreich würde ich das nicht nennen, klingt wie jeder zweite Groschenroman in der Auslage am Bahnhof. Und mal wieder sind es irgendwelche Jugendliche, die durch die Gegend spazieren, als sei alles ein...Spaziergang. Richtig mitgefiebert hab ich mit keinem, höchstens mit dem Druiden, der mir als einziger sympathisch erscheint. Und natürlich Johny Rhys-Davis, der aber als Zwerg einfach besser passt.

      Setting ist auch gewöhnungsbedürftig und strotz vor Logiklücken und fehlenden Erklärungen. Ganze Städte aus Stahl stehen völlig unausgeschlachtet herum, ein Stadion mitten im Nichts in irgendeinem Tal...Magie ist halt da, wird aber so gar nicht abschließend erklärt, aber Hauptsache es sieht cool aus.

      Was man der Serie auch lassen muss: Sie sieht gut aus, also zumindest die Landschaft. Die Charaktere kommen halt wirklich aus einer Zahnpastawerbung und darüber kann ich auch nicht hinwegsehen. Bei den Elfen ja, aber nicht bei Bauern oder Zigeunern. Aber vielleicht lässt die Magie auch einfach deine Zähne gut aussehen, wer weiß. Es stimmt halt, das Zielpublikum ist das MTV-Publikum und genau so sieht die Serie auch aus.

      Also mir gehen die Logikfehler und Klischees gehörig auf die Nerven und herrliches Storytelling ist für mich auch ganz was anderes. Ganz im Gegenteil finde ich, dass Shannara eine dieser generischen Fantasywelten ist, die mit ein paar Abwandlungen wie den Ruinen der alten Zivilisation aufgehübscht werden sollte.
      Ich kenn die Bücher nicht und kann nichts dazu sagen, aber die Serie fesselt mich nicht im geringsten: Staffel 1 werd ich zu Ende schauen, weil ich jetzt schon mal angefangen hab, aber das wars dann auch.

      Positiv sind eben die Effekte, die Musik (nicht die modernen Songs...ja ich weiß, es ist mal was anderes, als immer nur die übliche Musik, aber anders ist nicht immer gleich besser!) und die Landschaftsaufnahmen. Aber das konnte ich auch über Eragon sagen...wobei da immerhin Jeremy Irons mitgespielt hat.
      "Archäologie ist die Suche nach Fakten. Nich nach der Wahrheit. Wenn Sie an der Wahrheit interessiert sind, Dr. Tyries Philosophiekurs ist am Ende des Ganges. Also vergessen Sie diese Geschichten von verborgenen Städten und die Welt umzugraben. Wir folgen keinen alten Karten, entdecken keine vermissten Schätze und noch nie hat ein X irgendwann irgendwo einen bedeutenden Punkt markiert."

      - Prof. Dr. Henry Jones Jr.
    • Die sinnlose Teenie-Erotik ignoriere ich. Es hält sich in Grenzen und ich bin Schlimmeres gewohnt.

      Was Plotlöcher angeht, die finden sich in jedem Werk. Es gibt keinen Grund, sie mit der Qualität der Serie in Verbindung zu bringen.
      Meines Erachtens trifft MTV die richtige Wahl, indem sie Dagda Mor eine Rolle in der Geschichte geben. Er hat Dialog, er sagt mehr als nur die zwei Sätze aus dem Buch. Und auch die Gefahr durch ihn und seine Schergen ist ständig präsent, sodass ich mir nicht sicher bin, weshalb ihr meint, in den Wäldern dieser Welt wäre es sicher. Bei jedem "Spaziergang" gibt es die Gefahr von Trollen, Gnomen, Rovern oder Furien. Es sterben auch reichlich Leute an diesen Gefahren.

      Die Inkompetenz von Arborlons Wächtern kann ich genauso verzeihen wie in Star Wars die inkompetenten Sturmtruppler.

      Auch die Hauptfiguren sind nicht dünner, weißer oder pickelfreier als bei einem x-beliebigen Hollywood-Streifen. Glattrasierte und geschminkte Laufstegwunder sind in quasi jeder YA-Serie zu finden, sie zieren quasi jedes Buchcover und kommen überall vor. Das muss man nicht mögen, aber es ist kein Alleinstellungsmerkmal der Serie.

      herrliches Storytelling ist für mich auch ganz was anderes

      Sorry, aber wahrscheinlich definieren wir storytelling ganz anders. Ich hatte Spaß beim Zuschauen, das allein zählt.

      Ganz im Gegenteil finde ich, dass Shannara eine dieser generischen Fantasywelten ist, die mit ein paar Abwandlungen wie den Ruinen der alten Zivilisation aufgehübscht werden sollte.
      Ist es doch auch?
      Die Elfen als Stadtbewohner mit Partys, säkulärem Selbstbild und Öko-Bewusstsein stehen im Kontrast zu den Trollen, Rovern und Dörflern als Rednecks...das hat doch was!

      Und wie gesagt: du hast wahrscheinlich eine andere Definition für Storytelling als ich. Für mich sind Weltenbau und Geschichtenerzählen zwei paar Schuhe. :)
    • Merlin schrieb:


      Die Inkompetenz von Arborlons Wächtern kann ich genauso verzeihen wie in Star Wars die inkompetenten Sturmtruppler.


      Nun jaaa, ich weiß, dass es nur eine Theorie ist, allerdings ist sie sehr beliebt und schlüssig, weswegen ich sie mal ganz kurz hier reinschmeiße: Die Sturmtruppen in ANH waren in der Tat nicht besonders erfolgreich, die Helden daran zu hindern, vom Todesstern zu fliehen. Schade aber auch, oder? Nicht wirklich, denn nur durch die Flucht konnte das Imperium überhaupt den Rebellenstützpunkt ausmachen. Hier setzt also die Theorie an; die Sturmtruppen sollten den Falken entkommen lassen. Ich meine sogar, dass Luke noch sagt, dass es recht einfach ging, also sogar im Film noch darauf Bezug genommen wird. Bei anderen Einsätzen (Entern der Tantive IV, Schlacht von Hoth) waren sie dann wiederum erstaunlich erfolgreich. Und dass sie in ESB auf Bespin relativ lasch in ihren Feuergefechten mit Luke sind, ist auch kein Wunder, da Vader ihn schließlich lebend wollte.*

      Was ist die Ausrede der Wächter von Arborlon? :P



      *Ja, wie nun RotJ mit den Ewoks so in diese Theorie passt, ist schon schwieriger. Allerdings könnte ich hier auch ein wenig rumspinnen und sagen, dass dort vielleicht auch gar nicht die absolute Elite der Sturmtruppen stationiert waren, obwohl der Imperator dies meint. In einer deleted Scene befiehlt Palpi z.B. auch die Zerstörung des Waldmondes. Das wird jetzt aber doch recht Off-Topic.^^
      Straße war gestern, du siehst mich im Board
      Ich häng im World Wide Web, das ist kein friedlicher Ort
      Opfer, wag einen Blick auf die oberen Ränge
      Schieb Respekt; ich bin Forenlegende.


      ~ Komm in den Chat. Wir haben Kekse. ~
    • Merlin schrieb:

      Die sinnlose Teenie-Erotik ignoriere ich. Es hält sich in Grenzen und ich bin Schlimmeres gewohnt.

      Was Plotlöcher angeht, die finden sich in jedem Werk. Es gibt keinen Grund, sie mit der Qualität der Serie in Verbindung zu bringen.
      Meines Erachtens trifft MTV die richtige Wahl, indem sie Dagda Mor eine Rolle in der Geschichte geben. Er hat Dialog, er sagt mehr als nur die zwei Sätze aus dem Buch. Und auch die Gefahr durch ihn und seine Schergen ist ständig präsent, sodass ich mir nicht sicher bin, weshalb ihr meint, in den Wäldern dieser Welt wäre es sicher. Bei jedem "Spaziergang" gibt es die Gefahr von Trollen, Gnomen, Rovern oder Furien. Es sterben auch reichlich Leute an diesen Gefahren.

      Die Inkompetenz von Arborlons Wächtern kann ich genauso verzeihen wie in Star Wars die inkompetenten Sturmtruppler.

      Auch die Hauptfiguren sind nicht dünner, weißer oder pickelfreier als bei einem x-beliebigen Hollywood-Streifen. Glattrasierte und geschminkte Laufstegwunder sind in quasi jeder YA-Serie zu finden, sie zieren quasi jedes Buchcover und kommen überall vor. Das muss man nicht mögen, aber es ist kein Alleinstellungsmerkmal der Serie.

      herrliches Storytelling ist für mich auch ganz was anderes

      Sorry, aber wahrscheinlich definieren wir storytelling ganz anders. Ich hatte Spaß beim Zuschauen, das allein zählt.

      Ganz im Gegenteil finde ich, dass Shannara eine dieser generischen Fantasywelten ist, die mit ein paar Abwandlungen wie den Ruinen der alten Zivilisation aufgehübscht werden sollte.
      Ist es doch auch?
      Die Elfen als Stadtbewohner mit Partys, säkulärem Selbstbild und Öko-Bewusstsein stehen im Kontrast zu den Trollen, Rovern und Dörflern als Rednecks...das hat doch was!

      Und wie gesagt: du hast wahrscheinlich eine andere Definition für Storytelling als ich. Für mich sind Weltenbau und Geschichtenerzählen zwei paar Schuhe. :)


      Also erstens ist es zwar für deine Unterhaltung und deine Wertung vollkommen legitim, wenn du negative Aspekte der Serie ignorierst (ignorieren kannst), ABER das ändert nichts daran, wenn diese Punkte in der Serie einfach vorhanden und handwerklich schlecht gemacht sind. Es ist lediglich eine Frage des Geschmacks, wer welche negativen Aspekte warum ignorieren kann.

      Zweitens müssen Plotlöcher, klischeehafte Charaktere etc. kein Alleinstellungsmerkmal dieser Serie sein, um sie inhaltlich dafür kritisieren zu dürfen. Vielmehr darf man sie gerade deswegen kritisieren, weil das schon genug andere schlecht gemacht haben. Dass man es hier genauso macht, zeigt lediglich die perfide kapitalistische Haltung der Produzenten, die sich einen Scheiß um die Qualität scheren, weil die Geld kosten würde und man davon ausgeht, dass es schon genug Leute gucken werden, sodass man trotzdem genug Geld damit verdient. Diesen Kritikpunkt werfe ich auch der neuen Star-Wars-Folge vor, die handwerklich - sowohl weltenbastlerisch als auch filmisch - meiner Ansicht nach enorme Mängel aufweist und dafür dennoch 200 Mio. Produktionsgelder verschlungen hat und womit sich die Produzenten dumm und dämlich verdienen. Wer sein Geld mit der Vermarktung von fiktiven Welten verdient, sollte auch Qualität abliefern und keinen funktionalen Mainstreamschrott, der zum Gelddrucken reicht und für sonst nichts.

      In diesem Sinne sei dir deine Liebe zur Serie gegönnt, aber nur weil du Dinge ausblenden kannst, sind sie nicht inexistent und daher dennoch kritikwürdig.
      Gib jedem Tag die Chance, der beste deines Lebens zu werden. - Mark Twain
    • Eld schrieb:

      ABER das ändert nichts daran, wenn diese Punkte in der Serie einfach vorhanden und handwerklich schlecht gemacht sind. Es ist lediglich eine Frage des Geschmacks, wer welche negativen Aspekte warum ignorieren kann.

      Eld schrieb:

      Vielmehr darf man sie gerade deswegen kritisieren, weil das schon genug andere schlecht gemacht haben.
      Seh ich beides auch so^^.

      Merlin schrieb:

      Ist es doch auch?

      Die Elfen als Stadtbewohner mit Partys, säkulärem Selbstbild und Öko-Bewusstsein stehen im Kontrast zu den Trollen, Rovern und Dörflern als Rednecks...das hat doch was!



      Und wie gesagt: du hast wahrscheinlich eine andere Definition für Storytelling als ich. Für mich sind Weltenbau und Geschichtenerzählen zwei paar Schuhe. :)


      Das würde etwas haben, wenn es das nicht schon so oft geben würde...Und eine Rasse Elfen zu nennen, die genauso aussieht und sich genauso verhält wie Menschen, nur mit spitzen Ohren...naja, lassen wir das, sonst müssen wir den alten Elfen-Thread reaktivieren.

      Sind es für mich auch. Aber ich persönlich hatte keinen Spaß an der Story, weil sie mir schon so bekannt und verbraucht vorkam. Und der Weltenbau ist nunmal auch keine Offenbarung, aber das sind beides persönliche Meinungen, da es zu sowas ja einfach keinen objektiven Standpunkt gibt.
      "Archäologie ist die Suche nach Fakten. Nich nach der Wahrheit. Wenn Sie an der Wahrheit interessiert sind, Dr. Tyries Philosophiekurs ist am Ende des Ganges. Also vergessen Sie diese Geschichten von verborgenen Städten und die Welt umzugraben. Wir folgen keinen alten Karten, entdecken keine vermissten Schätze und noch nie hat ein X irgendwann irgendwo einen bedeutenden Punkt markiert."

      - Prof. Dr. Henry Jones Jr.
    • Salyan schrieb:


      Sind es für mich auch. Aber ich persönlich hatte keinen Spaß an der Story, weil sie mir schon so bekannt und verbraucht vorkam. Und der Weltenbau ist nunmal auch keine Offenbarung, aber das sind beides persönliche Meinungen, da es zu sowas ja einfach keinen objektiven Standpunkt gibt.

      Natürlich ist die Story altbekannt und verbraucht. Schließlich haben wir es ja in der Quelle mit 70er/80er-Jahre-Möchtegern-Tolkien-Fantasy zu tun, die heutzutage einfach nicht mehr zeitgemäß ist.

      Ich habe mir auch sagen lassen, dass das in der Zukunft spielende Setting auf den Ruinen unserer Zivilisation für die eigentliche Handlung so gut wie gar keine Rolle spielt. Es konnte auch alles auf einer sonstwie selbstgebastelten Fantasywelt spielen und die Überbleibsel unserer Zivilisation sind nichts als sinnlose Kulissen, die nichts mit der Handlung zu tun haben.
      Es gibt aber wohl auch Prequel-Bücher, die die Vorgeschichte erzählen, wie es zum Untergang der Zivilisation und zum Erwachen der Fantasywelt gekommen ist.