"Einflusskarten" eurer Welten

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    • Disclaimer: Ich finde die Influence Maps so toll, dass ich sie ernster nehme als nötig. :)

      Mit den meisten Bildern sind andere Dinge mitgemeint, die ich schlechter in Bilder fassen konnte (oder wo es länger dauern würde, die passenden Bilder herauszukramen).
      Das "Best of Sting"-Album (3. Zeile, 4. Bild v. l.) ist ein Einfluss auf Mtali gewesen, weil die Klänge und Texte eine Reise durch Mtali ausgelöst haben. Das Album steht aber auch für ein anderes, nämlich "Graceland" von Paul Simon und eine CD mit australischen Vogelstimmen. Aber das Album steht auch für die Reise durch Queensland, die ich vor einigen Jahren unternommen habe. Insofern hat die Mischung aus der immergleichen Musik und immerzu neuen Landschaften und Wundern Mtali eine Richtung gegeben, in die es sich entwickeln konnte.
      Ich könnte zu jedem dieser Bilder eine Geschichte erzählen.
      Andy Goldsworthys Werke stehen auch für einen Freiberger Künstler, der hier im Wald solche Dinge baute. Wie bei Mr. Goldsworthy sind auch dessen Werke von kurzer Dauer. Aber die Materialien und die Form dieses Künstlers (und auch bei Goldsworthy) führten zu Veränderungen in meinem Konzept von Architektur. Davor schrieb ich hier im Forum "Dieses Volk lebt in Fachwerkhäusern." Danach begann ich, Baustile zu entwickeln, im Kopf und als grobe Skizze oder beschreibender Text (Meisterwerke in Google SketchUp oder Photoshop sind von mir eher nicht zu erwarten ;) ).

      Nochmals, verzeihung, ich nehme dich hier ernst, Jerron. Dem Smiley zum trotz. Auch hinter dem Einbauen von Esper stecken solche Überlegungen. Eine der Dinge, über die ich beim Betrachten deiner Welt nachdachte: wie kommen Menschen auf fiktive Welten? Ist meine Welt mit der Erde verbunden? Wenn man nicht die Alien-Entführung, die Portalreise, die Götter oder eine übertrieben konvergente Evolution zur Hilfe nimmt, wie erklärt man die Anwesenheit von Menschen, ihrer Nutztiere, der typischen Ungeziefer (Spinnen), der bekannten Pflanzen usw.? Erklärt man es überhaupt?
      Wäre es nicht naiv zu denken, eine Welt hätte keinen Einfluss auf die eigene gehabt, wenn man die 24,5 intelligenten Arten dieser Welt (Iadner/Lathan sind 1,5 ;) ) man mit Namen auswendig gelernt hat?

      In der Liste fehlt einiges, was mir partout nicht einfiel. Vielleicht trage ich so Sachen wie den Herrn der Ringe irgendwann mal nach. Aber so ernst ist diese Influence Map dann auch wieder nicht. %-)
      Willkommen im Kreis der willfährig leichtgläubigen und begeistert abseitigen Phantasten. --- Entropie
    • Puuh, die Idee ist schon gut, aber da kommen doch wirklich viele Dinge zusammen, bei Gelegenheit werde ich mal was zusammenbasteln...
      Sonst find ich die Maps auf jeden Fall sehr aufschlussreich, jedoch fehlt mir bei manchen die Beschriftung, aber das wurde ja auch schon öfters hier im Thread erwähnt...

      @edit: Hier hab ich ma schnell son Teil zusammengebastelt, ich hab mir jetzt nicht besondere Mühe gegeben und anhand der Uhrzeit könnte es auch sein, dass ich Dinge vergessen und weggelassen habe...
      Aber im Großen & Ganzen ist das schon richtig so:
    • So, habs dann auch mal versucht. Alles ist da sicher nicht drauf, aber ich denke, die wichtigsten sind vertreten. Diese Influence Map gilt natürlich sowohl für die Hauptwelt Thaera als auch für die sie umgebenden Nebenwelten, vor allem die Dämonenwelt Darokneryl (siehe Erläuterungen).



      Erläuterungen:
      Spoiler anzeigen
      - Gothic-Reihe: Vor allem was die Gesamtatmosphäre angeht, der dreckige Look des ersten Teils sowie die ländliche Umgebung des zweiten waren da sehr prägend für einige Aspekte. Außerdem die Glaubwürdigkeit der Charaktere und der Welt im allgemeinen.
      - Midkemia-Saga: Die erste große Fantasy-Reihe, die ich gelesen habe (vor etwa 12 Jahren das erste Mal, glaube ich), und die, die mich am nachhaltigsten darin beeinflusst hat, wie ich mir meine eigenen Romane in meiner Welt vorstelle. Hoffentlich wird daraus mal was... Auch die Welt an sich, beziehungsweise das Königreich der Inseln, waren ein Einflussfaktor und die Darstellung der Drachen.
      - Planescape: Torment: Haupteinfluss für die Dämonenwelt Darokneryl, was Atmosphäre und visueller Stil angeht, wenn auch das Gesellschaftssystem in Sigil doch etwas anders funktioniert.
      - Silmarillion: Vor allem, was die Mythologien und den gesamten epischen Rahmen angeht, war das Silmarillion ein großer Einflussfaktor.
      - Anno-Reihe: Architekturstil mancher Länder, Segelschifffahrt
      - Baldur's Gate-Reihe: Zahlreiche Einflüsse, könnte grade aber keinen speziellen nennen...
      - Nordische und griechische Mythologien: Brachten Inspiration für Religionen und Mythen
      - Schottland: Nicht das einzige reale Land, das eines meiner Länder beeinflusst hat, aber sicherlich das, dem ein spezielles am meisten ähnelt, was die Beschaffenheit der Landschaft angeht.
      - SpellForce: Weiß nicht genau, was hier der Einfluss war, aber hier hat mir auch immer die Gesamtatmosphäre und der Grafikstil gefallen.
      - Elmore, Royo, Parkinson: Wohl die Künstler, die meinen eigenen Stil am meisten beeinflusst haben, je nachdem, welchen Aspekt der Welt ich zu zeichnen versucht habe. Elmore und Parkinson für Thaera selbst, Royo wiederum für Darokneryl.
    • Auuuuuuuch will! Auch wenn die Bildersuche lang gedauert hat ... tief im Hinterkopf auszugraben, was eigentlich die ursprünglichen Einflüsse waren, die nicht erst später kamen, als ich schon das Gerüst hatte, das war viel schwieriger.

      Erstmal die Erklärung:
      Spoiler anzeigen
      Arielle, eine Prinzessin aus dem Meer, die an Land kommt. Und ganz viel Unterwasserwelt, für Ivenaya und Santo.
      Drunter Bedrich Smetana, der mit seiner Musik die Moldau runterschippert. Zum träumen schön.
      Rechts davon Ocarina of Time, die erste erfundene grosse dreidimensionale Welt, die ich ausführlich erkunden konnte. Mit Wüste und Unterwasserwesen und so.
      Rechts davon Ludwig XIV. Da konnten sich so manche laharische Herrscher ein Scheibchen abschneiden. Auch von den Prachtbauten seiner Zeit habe ich fleissig geklaut.
      Rechts davon Karl May herausgeputzt als Kara ben Nemsi. Ehrlich gesagt fällt mir nichts ein, was direkt von seinem Werk inspiriert wäre ... er hat mich halt zum Tagträumen gebracht, wie ja auch Smetana.
      Drunter ganz klein, Zfans. Zelda hab ich zwar schon aufgezählt, aber tatsächlich gab es eine Fanfiction, die mir *bam* die Nummer mit den Verwandlungen überbriet. Ohne das wäre Laharia wirklich sehr anders.
      Drunter links ein vorarlberger Berg und rechts ein irischer See. Sprich: Die Natur hatte ordentlich ihre Pfoten drin.
      Links unten ein römischer Zenturio, der mir (von Asterix und von Liz "Kleopatra" Taylor gleichermassen) Flair und Architektur des römischen Reiches geschenkt hat. Und die stylischen Uniformen.
      Rechts davon oben Atlantis, für das Unterwasserreich, und unten Nimmerland, für die Feen und allerlei andere wunderliche Dinge.
      Und dann ... Kaláte 0.1 für die Marcoova, die ursprünglich einen ganzen Planeten bewohnten, und Babylon 5 für ein paar wichtige kulturelle Anreize - die Santen haben ihre Portion Minbari abbekommen, eine gute Spur Narn ist in Kalarien gelandet.


      Und hier das Bildchen:



      Veria
      Don't diagnose and drive.

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    • Hmmmm... hab lange gebraucht um mich festzulegen. Nicht etwa bei der Entscheidung was mich alles beeinflusst hat, vielmehr beim Eliminationsprozess um auf die dreizehn "Haupteinflüsse" zu kommen.

      Leider bin ich wenig talentiert bei der Bildbearbeitung. Da Meine Titel kaum leserlich sind hier noch eine kurze Ausführung:

      Die Grossen Dreizehn (In Zeilen, von oben links nach unten rechts):

      1. Robert Ervin Howards Hyboria
      Auch bekannt als die Welt von Conan dem Barbaren. Bunt, brutal, archaisch, voller Mythologie, Abenteuer und Geheimnis. Besonders inspirierend finde ich den Ansatz, dass viele bekannte Mythen ihren (realen) Ursprung im hyborischen Zeitalter haben.

      2. Joseph Campbells The Masks of God
      Nach dem Lesen dieses Lebenswerks vergleichender Mythologie glaube ich viel über Inhalt, Sinn und Bedeutung von Mythologie und Religion verstanden zu haben. Für jeden der für seine Welt eine „realistische“ Mythologie erschaffen will ein Muss. Es lässt einem Götter und Menschen mit neuen Augen sehen.

      3. Der Gilgamesch-Epos
      Der Gilgamesch-Epos hat wenig unmittelbaren Einfluss auf meine Welt, weckte aber meine Faszination für Mesopotamien.

      4. Prähistorische Säugetiere
      Bizarr, fremdartig und doch vertraut. Meine wichtigste Inspiration für die Erschaffung meiner Fauna. Damals insbesondere durch die Reportage-Reihe „Walking with Beasts“ beeinflusst.

      5. Frater V.:B:.
      Ist Magie eine übernatürliche Kraft oder wurzelt sie in (tiefen-)psychosozialen Phänomenen? Wenn kümmerts so lange es funktioniert…

      6. Mythologie und Religion
      Immer wieder inspirierend. Einfach mal auf Wikipedia einen Artikel lesen, von Link zu Link springen und plötzlich merken dass der halbe Tag vorbei ist – und man X neue Ideen für seine Welt hat.

      7. Die Phaeton-Hypothese
      Eine meiner wichtigsten Inspirationsquellen. Als Kind habe ich mal in einem Magazin einen Artikel über die (heute leider als überholt geltende) Phaeton-Hypothese gelesen. Sie besagt dass zwischen Mars und Jupiter (wo heute der Asteroidengürtel liegt) einst der Planet Phaeton existiert haben soll. Mir vorzustellen wie es auf diesem Planeten gewesen sein könnte war eine der Initialzündungen für meinen Weltenbau. Bis heute konnte ich mich noch nicht von meinem Projektnamen für meine Welt (Phatnes-Manuskripte) verabschieden…

      8. Grosse Entdecker und ihre Reisen
      Was ist inspirierender als weisse Flecken auf der Landkarte? Entdecker aller Art und ihre Reisen ins Unbekannte haben mich stets fasziniert. hic sunt dracones

      9. Rollenspiel
      Meine Welten habe ich früh schon als Rollenspielwelten konzipiert – lange bevor ich eine Gruppe von Rollenspielern kennenlernte. Später waren es oftmals auch Rollenspielwelten die mich dahingehend beeinflussten, es ihnen NICHT gleich zu tun.

      10. Sindbads Reisen
      Peinlicherweise habe ich Sindbad nie gelesen. Aber als Kind habe ich die Filme geliebt. Ähnlich wie beim achten Punkt (Grosse Entdecker und ihre Reisen) fasziniert mich die Vorstellung dass in fremden Ländern alles anders ist. Wer nur weit genug reist trifft Monstren und fremdartige Bräuche, bizarre Götter und exotische Schönheiten…

      11. Howard Phillips Lovecraft
      Vom Mythos zu den Traumlanden – mein Lieblingsautor. Ausserirdisches, Ausserexistentielles, Ausserreales… der objektive Kosmos ist unendlich fremd und bedrohlich. Lädt zum träumen und verzweifeln ein.

      12. Mesopotamien
      Schlicht die wichtigste historische Inspirationsquelle für meine Welt.

      13. Reisen in die Tropen und Subtropen
      Natur und Kultur meiner Welt sind oft durch meine Eindrücke und Erlebnisse auf Reisen beeinflusst. Besonders prägen mich (nord-)Afrika (Marokko, Tunesien, Kenia), der nahen Osten (Israel) und mein liebstes Reiseziel Südostasien (Thailand und insbesondere Kambodscha wo ich so viel Zeit wie nur irgend möglich verbringe).
      Bilder
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      und er sprach: Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, vertilgen von der Erde, vom Menschen an bis hin zum Vieh und bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln unter dem Himmel; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe.

      1.Mose 6,7
    • Das sind Schlüsselmomente oder Ersteindrücke von Spielen oder Bildern, die mich bewegt haben und zu meiner Welt inspiriert haben.

      Einige der Bilder sind aus Myst:
      Oben links Yeeshas (Myst V) Aufnahme ihrer Selbstzweifel. Selbstzweifel fand ich seit jeher einen spannenden Aufhänger zur Konzipierung von Charakteren für meine Welt.
      Daneben Ghen (Myst II), wie er den Spieler vor eine schwierige Wahl stellt. Ghen ist eine Person, die genauso umfassend genial wie gescheitert ist. Sein Ansatz zur Erschaffung von Welten ist grundfalsch, aber er ist unermüdlich und voller Visionen - und das bei seinem Alter. Das fasziniert mich.
      Unten rechts das grünliche Bild zeigt Saavedro (Myst III), wie ihm vom Spieler ein unerwarteter Ausweg aufgezeigt wird. Saavedro ist voller Rachedurst, weil er seine Heimatwelt zerstört glaubte und im Laufe der Jahre im Exil geistesverwirrt geworden. Er ist förmlich in den Schatten der Verwirrung gefallen und wird ausgerechnet von derjenigen Person, die er zu Überlisten versucht, daraus befreit. Das ist ein ergreifender Gegensatz - und Gegensätze liebe ich.
      Oben rechts ist das Hafenportal aus dem Myst-Ableger URU, was es zu der Zeit, als ich es spielte, nur als Singleplayer-Spiel gab. Darin habe ich von verschiedenen Orten immer wieder einen sehnsüchtigen Blick nach der eigentlichen Stadt und dem Hafenportal geworfen - doch konnte man die Stadt nicht erreichen. Sehnsüchte sind für meine Welten inspirierend.
      Das mittlere rote Buch (Myst I) zeigt einen Schlüsselmoment, in dem eine schwierige Entscheidung zu treffen ist. Entscheidungen bilden nach meinem Empfinden die Grundsubstanz menschlicher Identität und sind somit essentiell beim Entwurf meiner Welt.
      Das Bild unten rechts zeigt das Fenster von Kveer (URU / Myst V). Es hebt sich aus der Menge der vielen zerstörten und verlassenen Myst-Welten hervor, weil es unbeschädigt ist. Es symbolisiert gleichermaßen das Festhalten am Alten und den Trost zur Hoffnung auf das Neue, eine Interpretationsfrage der selben Sachlage: Ein intaktes Fenster. Interpretationsmöglichkeiten geben den Dingen Vielschichtigkeit und so versuche ich es in meiner Welt zu tun.

      Drei Bilder sind aus Morrowind. Vivec ist von einem Internet-User zur Tarotkarte "The Fool" ("der Narr" im listigen Sinne) verwandelt worden. In sämtlichen Fantasiewelten hörte ich aus seinem Munde zum ersten Mal eine Beschreibuhng, wie es ist, ein Gott zu sein. Diese Beschreibung weckte generell meine Faszination für Fantasy-Götter und deren Weltsicht bzw. Wirken auf die Welt.
      Das düstre Bild unten zeigt die Aschewüste Morrowinds. Ich war verblüfft, wie viel Atmosphäre und damit Zuneigung Morrowind und besonders seine Aschewüsten in mir erwirkten, nachdem ich mich längere Zeit durch diese karge Landschaft bemüht habe. Die Aschewüste vermittelt eine Art Liebe zur Kargheit; die Einheit von Grausamkeit und Schönheit, was sich auf meiner Welt hier und da wiederfindet.
      Das Bild unten links zeigt einen Hexenturm der Telvanni. In vielen Spielen, Filmen und Büchern "gewinnt" leider stets das Gute, was mich zusehends langweilt und enttäuscht. Das Gute agiert meist nach simplen Motiven, wohingegen dem Bösen meist eine innere Unregelmäßigkeit zu Grunde liegt, eine Unsymmetrie, die es wert ist, erforscht zu werden. Die Telvanni sind ein gutes Beispiel dafür, deren Verhalten mich diese Ansicht lehrte. Sie hocken an der Ostküste Vvardenfells und sträuben sich gegen die positiven Einflüsse des Kaiserreichs und klammern sich kriminell an alte Ideale, die längst im Staub der Geschichte begraben liegen.

      Andere Einflüsse für meine Welt sind vertreuter.
      z.B. wäre da die Zelda-Spiele, besonders Majoras Mask. Das Bild oben zeigt Link, wie er nach der Verwandlung in einen Deku in sein Spiegelbild schaut. Der traurige Ausdruck ist ihm fest ins Gesicht geschrieben und ganz gleich, wie es ihm tatsächlich geht, unwandelbar. Mir wurde dadurch verdeutlicht, dass man verfälschend nicht nur durch eine "Brille" nach außen sehen kann, sondern auch verfälschend durch eine Maske in das Innere eines Menschen. Die körperlichen Erscheinungsformen der vielen Götter auf Ordelen sind dadurch stark beeinflusst.
      Rechts daneben ist das Bild "Fest des Bachhus", ein optisches Spiel, in dem auf Händen getragene Feiergäste emporgehoben werden, bis sie schließlich miteinander verschmelzend das Gesicht einer eitlen, genießerischen Person bilden. Dieses Zusammenspiel aus Teilen und Ganzes verblüfft mich und regt mich für meine Welt immer wieder zu neuen Konstruktionen an, in denen Teile und Ganzes in besonderem Verhältnis zueinander stehen.
      Das winzige Bild in Schwarz-Weiß entstammt dem Spiel "Syberia". Dieses Spiel lehrte mich, die Tiefsinnigkeit und Romantik in Mechanismen und Maschinen zu erkennen - auf den ersten Blick (und auch nur auf den ersten!) ein krasser Gegensatz. In einem meiner Völker kommt dieses Konzept stark zum Ausdruck. Verdeutlicht wird es hier durch eine mechanische Figur, die respektvoll nach ihrem Hut greift, um jemanden zu begrüßen. Ähnlich ist es mit dem Bild in der Mitte: Ein Automat - nicht ein Geist oder sonstiges Wächter - wacht über den Eingang zu einem Grab. Dieses sensibelste aller menschlichen Themen - der Tod - wird respektvoll durch eine Maschine betraut. Dadurch wirkt sie nahezu beseelt oder gefühlvoll, dennoch bleibt sie ein kaltherziges Konstrukt. Das gehört zu den Gegensätzen, die ich bis heute noch nicht ganz verdaut habe und deshalb äußerst interessant finde.
      Zur Tarot-Karte "der Hierophant", die generell meine Affinität zu Theorien über Götter und Religionen verkörpert, seien sie fiktiv oder in der realen Welt vorhanden. Auch Ordelen hat eine Vielzahl von Göttern und eine sehr komplexe Metaphysik, über die sich die verschiedenen Völker in ihren Religionen den Kopf zerbrechen.
      Letztlich noch zum Bild der Hydra. Es entstammt dem Kartenspiel "Magic - The Gathering" und beeindruckte mich tief wegen eines winzigen Details, einer Aufschrift auf der Karte: "The Soul of the World has returned." Ich empfand es so anmaßend wie ergreifend, die "Seele der Welt" so konkret bildlich aufzumalen, ein abstraktes Ding nicht nur durch einen Avatar zu repräsentieren sondern in umfassender Gestalt herzunehmen.
      Meine Welt: info.ordelen.de
      - Mathematiker kommen mit Bleistift, Papier und Papierkorb aus. Philosophen sogar nur mit Bleistift und Papier.
    • Ich habe auch mal versucht, meine wesentlichsten Einflüsse zusammenzutragen. Im Prinzip das was mich diesbezüglich am meisten geprägt hat bzw. das mir nach längerer Überlegung eingefallen ist. Eigentlich könnte man diese Einflusskarte natürlich noch deutlich größer machen, aber so ist man wenigstens gezwungen mehr zu gewichten um die Auswahl zu fokussieren.
      Bilder
      • Influence.jpg

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    • Einflussbetrachtung, wunderbar! Wenns den Thread nicht gäbe, müsste ich ihn nach dem Vorgeplänkel in der Lieblingsweltenaufzählung ("vermutlich Einflüsse für die Eigenwelt drin verwoben"), meinem eigenen Vorstellungsthread und auch dem Krempel im Profil eröffnen.

      Schade, dass 2017 einige der Bilder schon abgestürzt sind, da vergisst und fragmentiert das Internet doch gern mal. Ich fands aber schön hier nochmal über Spellforce, Mushishi und Lain zu stolpern, wohl ein Funken, mit dem ich halt auch in Kontakt geriet, für andere sicher hier Diabolo und Baldur. Und spannend wars über die grausame Schönheit der Aschewüste zu lesen, weil ich mit Morrowind ja kaum über 20 Minuten zugucken hinaus in Kontakt kam.


      Auch Einflusskarten klingen als Methode sinnvoll, also neben der Aufzählung auch eine Gewichtung mitzugeben und zugleich auf in diesem Fall 13 Einflüsse eingeschränkt zu sein, und wie Avenger schrieb sich so gezwungenermaßen mehr fokussieren und mehr gewichten zu müssen.

      Für mich muss ich das aber ein bisschen anders ordnen, ums sinnvoll nutzen zu können, also versuch ich mich mal dran, Verzeihung wenns den Thread nach etwa fünf Jahren in etwas andere Bahnen weiterlenkt und die daraus entstehende Einflusskarte etwas anders aussieht o.o :

      Probleme
      • Im Gegensatz zum Vorbild Influence Maps auf DeviantArt, bei dem grafische Einflüsse zu grafischen Werken führen, sind wie aus einigen Beiträgen hervorging weder unsere Einflüsse gezwungenermaßen grafisch, noch unsere Werke in erster Linie. Hingegen kann ein Einfluss etwa inhaltlich emotional sein, "beeindruckte mich tief .. empfand es so anmaßend wie ergreifend", oder einfach musikalisch.
      • Das führt auch dazu, dass was als Einfluss gilt erstmal eine Ästhetik war. Also der Style Guide vom Herrn der Ringe oder Narnia, oder der Stil von Picasso oder sonstwas. Auch das kann man für den Kontext Weltenbau (mehr oder weniger neu)definieren. Für mich stellt sich hier zunächst die Frage, ob mit Einfluss eine Quelle oder Stimmung gemeint ist.
      Definitionsversuche
      Ein Einfluss wäre für mich erstmal etwas beeindruckendes, dem nachgeeifert werden soll. Also an der Stelle würde ich die Stimmung über die Quelle stellen, sodass unter Umständen mehrere Quellen zu einer Stimmung beitragen, ein Thema aufgreifen und ein Bild vervollständigen. Nicht zuletzt ist zu bedenken, dass die Quellen sich auch gegenseitig beeinflussen, also eine Stimmung von Quelle A nicht umsonst in einer Jahre späteren Veröffentlichung von Quelle B wiedererkennbar ist, solang man sich eben für die Thematik interessiert und die Augen offenhält. Spellforce etwa würde ich zweifellos Star Gate und Tolkien (alleine schon das Introvideo) als präsenteste geistige Väter/Einflüsse vorwerfen, wobei ich da noch mindestens eine Zutat misse oder nicht kenne. Nuja, der Zirkel wäre noch wesentlich hier.

      Insofern listet jeder 'Einfluss' für mich einige Quellen, in denen die Ästhetik und Stimmung präsentiert und transportiert wird. Wobei man dann wieder die selben Quellen aus anderen Gründen in einem anderen Einfluss nennen kann.

      Das ist für mich auch nah, wenn auch nicht identisch, am Gedanken zur Themensetzung. Naja, die Idee ist, dass in einigen Einflüssen (Zombies) auch schon Themen gesetzt sind, die bei Übernahme des Einflusses/Gefühls auch schon in die Welt übernommen werden. Das bildet aber nicht zwangsläufig alle Themen ab, da ja aus der Kombination (oder auch schon einer Variation des Einflusses) neue gesetzt und behandelt werden können. Über Themen spekulier ich jetzt aber noch nicht.

      Einflusskarte
      Auch wenns weniger grafisch wird, versuche ich mich an die Restriktionen der DA-IMap zu halten, also: 13 Elemente, eins präsent, dann 2, dann 3, dann 7 kleine. Die Vorlage gewichtet so in: 1x30%, 2x13.3%, 3*6.6%, 7*3.3%. (wie sinnvoll das jetzt war.. x.x)

      Das Muster wird: Titel, Inhalt, Quellen. Und der spannende (und für mich eben sinnvollere) Teil neben dem Zusammensuchen der Quellen die Zuordnung zu den Einflüssen und Beschreibung dieser, um herauszuarbeiten, was mich eben fasziniert hat und das als neue Weltenbauprämissen besser verfolgen zu können. o,o [Prämissenthread folgt, wenn er nicht auch entdeckt wird]

      Auch von meiner Seite aus nur ein teilweise vermutlich doofer/unvollständiger/falsch gewichteter Versuch das zu sammeln. Insgesamt bleibt sicher eher schwammig, was jetzt Einfluss oder Trope oder Kerngedanke oder sonstwas ist ..ich hoff das irgendwann noch besser hinzubekommen x_x Jedenfalls ist jede Beschreibung auch ein (trauriger) Versuch das beeindruckende und die Stimmung aufzufangen.

      30% - Mythologie
      • Vorwiegend ägyptisch, nordisch, sumerisch, keltisch und griechisch. Spannend ist hier die Wandlung von z.B. der Gorgo durch einen alten Film, seitdem sie immer mit Schlangenschweif anstelle menschlicher Beine dargestellt wird.
      • Quellen: Age of Mythology, Star Gate, Mummies Alive, Mumie, Scorpion King .. und was sonst so anfällt.
      13% - Horrorkultur
      • Eine Kultur mit Horrorästhetik, oft ohne menschliche Zivilisationsfortschritte, oft in Gestalt wilder Hexen oder drumherum oder dergleichen, z.B. mit Vampiren oder anderweitigen Menschenfressern. In einigen Beispielen nutzen sie nicht mal Feuer. In anderen wiederum gibts ein modern militarisiertes Untotenregime, ggf. auch Diesel/Steampunkige Weltkriegsmaschinerie. Jedenfalls löst die Kultur in irgendeiner Form Unbehagen aus.
      • Quellen: Akasha (Queen of the Damned), Legacy of Kain, Enchantress (Suicide Squad), Hexenkönigin (Last Witch Hunter), Pandorum-Harpyen, Hexenraben (Skyrim), Sólstafir Fjara, Iterini von Hal'Xurak, Cyanide Deathstars, Crimson Skies, Avalon, Diesepunk oder so
      13% - Eiszeit, Prähistorie, Toba
      • Geschichten aus der Zeit als Menschen rar waren, und neben Sapiens auch Neandertaler, Erectus und so herumliefen. Hier wie mit Morrowind beschrieben die grausame Schönheit der Einöde und der Gigantismus der Eiszeit.
      • Quellen: Dokus, Artikel und Schrieb, Ice Ages - this killing emptiness (Album), Skyrim und was sonst Mammut und Säbelzahn aufgreift, Spellforce StoneBlade Mountain OST/Stimmung der Karte.
      7% - Wiedergänger
      • Auch eher eine Ästhetik-Sache, visuell wie klanglich, öfters auch Zombie-Maschinenhybriden.
      • Quellen: Homo Medusae (UT04), Virus (Film), Borg, Mummies Alive, Mumie, Dark Souls
      7% - Bewusstseinsillusion
      • Bewusstsein und Identität als nützliche Illusion im Sinne des genetischen Imperatives, Schwarmidentität (Wie ist es ein Haufen autonomer Neuronen zu sein? Wie ist es ein Fußballteam zu sein?), Persönlichkeitsspaltung/Fusion/Miteinanderauskommen, schlafendes vs. erwachendes Bewusstsein, erwachende K.I, lebende Puppen und die Richtung "Horror der Existenz" wenn unbelebtes lebt und das Lebende sich fragen muss ob es nicht selbst/auch unbelebt sein müsste wenn es Puppe/Zombie/Automat die Existenzberechtigung abspricht. Visuell wohl im Uncanny Valley menschähnlich aber irgendwie falsch.
      • Quellen: True Detective (Staffel 1), Daniel Dennett, Monogatari Yotsugi vs Pinocchio, Split und ältere Persönlichkeitsweltenfilme, Serial Experiments Lain (vlt. weniger inhaltlich sondern son Gefühlsding x.x), Kult (Endless Legend), SciFi-Völkerziel des Aufstieges in eine höhere Bewusstseinsebene, Nachweltvorstellungen, Person of Interest, Borg, Cybermen & ähnliche HIVE-Systeme, Blame (Film, in dem als Mensch zählt, was irgendwann mal als solcher geboren ward), Gegenständen erwachtes Bewusstsein wie die Argo oder klassischerweise Schwerter (Jigoku Shoujo), Garden of Sinners
      7% - Phänomene
      • Auftauchende Anomalien sind durch Lösung ihres Rätsels, Ergründen ihrer Regeln und durch die daraus resultierende neue Betrachtungsweise verständlich und mit ungewöhnlichen Mitteln zu besänftigen.
      • Quellen: Mushishi, Ga-Rei Zero, Garden of Sinners, Monogatari .. ist eigentlich ein ganzes Anime-Genre, Geisterwelt aus Avatar, Doctor Who, Horrorfilme sodenn die Protagonisten die Regeln der Monster ergründen müssen á Evil Dead, Der König in Gelb, Lovecrafts Unbegreifbarkeit
      3% - (Verlorene) Tempelstadt des Ordens zwischen den Sternen
      • In einer Tempelstadt zwischen den Sternen wacht ein Orden über eine große Macht und/oder schützt vor interdimensionalen/-stellaren/andersweltigen Portale/Bedrohungen/Dämonen, und ist über die Institution hinaus für die Wesen dort Heimat, Familie und Geburtsrecht, also mit einer Form von Adel verbunden, manchmal an den Bedrohungen oder in der Aufgabe gescheitert ein Relikt der Vergangenheit in Gestalt verlassener Ruinen. Auch ästhetisch stets sehr eindrucksvoll.
      • Quellen: Azarath (Teen Titans), Vodyani und Vodyani Choralgesang (Endless Space 2 Intro/Outro-Video/OST), Izalith (Dark Souls), Gargoyles (Zeichentrick, Burgschutz- und Dämonencharakter), Luciferland Mandragora Scream (Albumcover, Stellare Nonne), Star Gate (Sternentempel- und Torthematik), Doctor Who (Shadow Proclamation Visuell), Dr. Strange (Portaltempelthematik im Film), Lost Carcosa
      3% - Naturvolk
      • Was in der unziviliserten Natur ohne Zivilisationsgüter zurechtkommt und physiologisch auch irgendwie sehr eindeutig da reingehört, oft in Richtung Waldelfenästhetik und/oder keltisch-wild.
      • Quellen: Mononoke, Waldelfenzeugs, Dryaden (Warhammer Total War), Enchantress (Suicide Squad), Hexenkönigin (Last Witch Hunter), Hexenraben (Skyrim), Tolle Trolle (Kinderserie), Spellforce Eloni OST Waldelfentrommeln
      3% - Starke Empirik
      • (So wie Victoria sie mir in einem Satz beschrieb) Der Bote ist die Nachricht, eine Welt jenseits der Wahrnehmung existiert nicht (oder ist in der schwachen Empirik transempirisch, also eh nicht wahrnehmbar und daher irrelevant). Wolf schrieb da über imaginäre Welten, dass wir diese durch Medienfenster wahrnehmen und hierbei die Illusion entsteht, wir würden durch diese Fenster auf etwas existierendes hinter den Fenstern blicken, obwohl die Welten nur innerhalb und durch diese Fenster existieren.
      • Quellen: Victoria Empirik, Mark J.P. Wolf Building Imaginary Worlds, Rap News "For the medium is the message"
      3% - Mentalparasitismus
      • Nichtphysische Existenz lebt in deinem Verstand, ist wohl Teil des Bewusstseinsillusions-Komplexes.
      • Quellen: Krüger hab ich nie gesehn, Pontypool, Call (Audiovirus-Zeug), Daniel Dennett, Der König in Gelb
      3% - Blade
      • Balance of Power (oder so) zwischen Menschen und <bitte einfügen> wird durch einen Hybridmutanten aufrechtgehalten, bzw. platter hilft etwas ausgestoßener Mutant gegen die Monster, während gewöhnliche Menschen das nicht hinbekommen.
      • Quellen: Blade, Witcher, Claymore, Avatar
      3% - Heldenepos
      • Conan, Hercules, Beowulf und so, die da im tapferen Kriegerkult ausziehen den Drachen zu erlegen oder so.
      • Quellen: Conan, Hercules und Co.
      3% - Bronzezeitliche Hochkulturen
      • Aus dem Bronzezeit-Kollaps bekannt Ägypten, Hethiter (sehen in der Doku nach Conans Welt aus), Mykene .. mit Architektur, Sozialstruktur und sonstigen zivilisatorischen Errungenschaften und politischen Problemen.
      • Quellen: Dokus, Artikel und Schrieb, mesoamerikanisch ästhetisch Rokka


      Aufgefallen ist mir hier zum Ende noch, dass ich gern mehr so Zeug und Quellen beschrieben hätte, die aber eher für mich interessante Thematiken oder schöne Medienpräsentationen sind, aber in den Weltenbau bislang nicht einflossen. Auch 'starke Empirik', so schön sie ist, ist bislang nur in einem Geistervolk richtig eingeflossen und verdient vielleicht keine 3%. :meh:
      > Möchte in Fantasy-Ausrichtung an den Erfolg von Scientology anknüpfen.
    • Scherzbold, da weder Quelle noch Ergebnis einzig grafisch sind, hab ich doch drauf verzichtet. ;D An der Stelle kann man aber tatsächlich Symbolbilder nachreichen.. da versuch ich mich mal dran, sobald ich Mitte September oder so wieder an einen Computer komme :P
      > Möchte in Fantasy-Ausrichtung an den Erfolg von Scientology anknüpfen.
    • Dann poste ich halt meine Karte. ;) Ich war gestern echt entsetzt, dass ich diesen Thread nicht kannte, und dann musste ich natürlich SOFORT solche eine Karte basteln, was dann bis 3:00 Uhr gedauert hat ... %-)

      Ich wette, keiner von euch wäre auf die Idee gekommen, was der Haupteinfluss von Nehadún ist, denn Tech- und Magielevel passen nun wirklich nicht zusammen; der Einfluss besteht eher im Bereich von Charakteren und abstrakten Settings.

      Spoiler anzeigen

      Von links oben nach rechts unten:

      1. Die "Age of Discovery"-Trilogie von Michael A. Stackpole
      Das ist ein Einfluss aus jüngerer Zeit und ich muss die Bücher auch noch zu Ende lesen, aber das asiatisch angehauchte Setting, das auf Fähigkeiten beruhende Magiesystem und die vielen eigens ausgedachten In-World-Begriffe (von vielen Amazon-Rezensenten gehasst) finde ich sehr ansprechend, vor allem Ersteres.

      Apocalyptica - Reflections Revised
      Musik beeinflusst mich sehr, tendenziell noch mehr als Bücher und Filme oder TV-Serien, weil sie bei mir für farbenfroheres Kopfkino sorgt. In der Anfangszeit von Nehadún habe ich sehr viel Musik gehört, die irgendwie "wüstig" klingt (da ich zunächst Romanszenen geschrieben habe, die in einer wüstenhaften Ecke spielen), darunter "Faraway Vol. 2" von Apocalyptica feat. Linda Sundblad, und entsprechend assoziiere ich diese Songs sehr mit der Welt und es werden hier auch noch weitere aus dieser Kategorie auftauchen.

      Die Myst-Reihe
      Vor allem Riven, Exile und Revelation - einige der darin vorkommenden Welten sind mir von der Ästhetik her definitiv ein Vorbild. (Ich hatte anfangs alle drei Spiele in der Map, aber dann passten Anzahl und Größe der Kästchen nicht.)

      Final Fantasy VIII
      Wie bereits erwähnt ... es ist wohl nicht offensichtlich, aber FFVIII ist wohl der deutlichste Einfluss, der sich direkt auf meine Welt durchgeschlagen hat. Zwei meiner zentralen Weltencharaktere haben jeweils ein recht deutliches Vorbild in FFVIII und dann hätten wir da noch das Militärakademie-Setting ...

      Iran
      Diesen Einfluss hat Teria einmal bei einem Silvestertreffen anhand diverser Namen von Charakteren bemerkt. Die Oremh sind von der Sprache und dem Feeling her eine Art Indien-Iran-Mischmasch, aber vielleicht fällt das gar nicht auf vor lauter Ahnenforschungs-Beklopptheit. ;)

      Dave Duncan - The Cursed
      Das ist eines meiner absoluten Lieblings-Fantasybücher und einige der Charaktere darin, Stimmungen sowie die Namensgebung eines Volkes dürften mich definitiv beeinflusst haben.

      Albion (das BlueByte-Spiel aus den Neunzigern
      Es freut mich sehr, dass ich nicht die einzige hier bin, die von diesem Spiel beeinflusst wurde. Albion das das erste "richtige" Spiel, das ich auf dem PC gespielt hatte, und es ist bis heute eines meiner Favoriten und ich spiele es auch alle paar Jahre mal wieder, zuletzt 2014. Selten habe ich ein Spiel gesehen, das so liebevoll ausgearbeitete Kulturen hatte, man wird regelrecht von In-World-Info erschlagen. ;) Wie sich das konkret in meiner Welt niedergeschlagen hat, weiß ich nicht, aber ich hoffe, diesen Grad an Details auch einmal erreichen zu können.

      Sting
      Auch hier finde ich es sehr interessant zu sehen, dass auch andere Bastler seine Musik inspirierend finden. ;) In der Anfangsphase Nehadúns habe ich extrem viel Sting gehört, wie Merlin auch das Best-of-Album, aber noch häufiger die Alben "Brand New Day" (wegen "Desert Rose" und vor allem "A Thousand Years", welche sehr wüstig/ruhig sind) und "All This Time" (wegen der wüstigen Live-Version von "Mad About You").

      "Spirit - Stallion of the Cimarron"-Filmmusik
      Zu diesem Film, den ich nie gesehen habe, gab es zwei Soundtrack-Alben, einmal den Score und einmal dieses mit Songs von Bryan Adams und ebenfalls Score. Dieses habe ich in der Anfangszeit meiner Welt ebenfalls sehr häufig gehört, entsprechend führt mich das Anhören dieses Albums sofort in diese Zeit zurück. :)

      The Elder Scrolls III - Morrowind
      Morrowind habe ich in den ersten Jahren meiner Welt exzessiv gespielt und die markanten Landschaften und Architektur (Ald'ruhn) passen zwar nicht direkt auf meine Welt, aber vom Layout/Feeling der Ortschaften und einigen architektonischen Elementen habe ich sicher so einiges als Anregung genommen. Oder auch von den Namen der Charaktere.

      Sarah Brightman
      Das ist jetzt sicher total cheesy und fällt unter "guilty pleasure" und "Time to say goodbye" kann echt keiner mehr hören, da totgespielt, aber ansonsten finde viele ihrer Songs inspirierend für mein Geschreibsel. So.

      Wüste Thar, Rajasthan, Indien
      Irgendwann habe ich Bilder davon gesehen und dachte mir "Da sieht es ja genau aus, wie ich mir die Zentralwüste von Nehadún vorstelle" - bzw. den Ort am Anfang des zugehörigen Geschreibsels. Und wie bereits erwähnt, haben die Oremh sprach- und auch kleidungstechnisch einen Einfluss aus der Richtung.

      Two Steps From Hell
      Am Anfang konnte ich "Invincible" nicht am Stück hören, weil ich von so viel epicness erschlagen wurde, aber das hat sich auch gelegt und einige ihrer Titel (hoffentlich nicht die in Trailern totverwendeten) passen echt 1:1 zu Szenen in meinem Kopf. Sehr gern mag ich auch das erste Album von Thomas Bergersen (der einen Hälfte von TSFH).



      Jetzt muss ich erst einmal Krempel fürs WBT zusammenpacken, dann bastle ich die Influence Map für mein SF-Setting zu Ende ... ;)
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    • Hm ... Für Bloubbuji wird die Karte recht übersichtlich... ;D
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      Æýansmottír-Blog - Mysterion-Blog - Deviant - Mysterion - Æýansmottír (provisorisch) - Bloubbuji

      Jedes Tier sollte stolz sein, wie Grillgut auszusehen. Besser als wenn man hinschaut und sagt: "Nette Suppeneinlage." (Mara)
      The limit of the Willing Suspension Of Disbelief for a given element is directly proportional to its degree of coolness.
    • Ehana schrieb:

      ;D Aberaber das geht so nicht, siehe die Regeln der Karte - wenn, dann musst du schon eine 3x3-Lavalampe, zwei 2x2-Lavalampen, drei 2x1-Lavalampen und sieben 1x1-Lavalampen einfügen. ;)

      Das sind doch so viele unterschiedliche Bilder. Die passen halt nahtlos aneinander.
    • Quatsch... einfach jeden Blubbel extra in ein Bild setzen, und paßt schon! :lol:


      Hab lang überlegt, ob ich auch so ne Karte mach - erstens ändert sich die bei mir ja eh alle 5min, zweitens hab ich garantiert wieder die Hälfte vergessen und drittens war das grad 2 Stunden Aufwand, der eigentlich in die WBO hätte gehen sollen... Procrastination 101 :pfeif:



      Erklärungen:
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      • Good old Earth

        Mama Erde ist für mich einfach noch immer die Mutter aller Welten. So viel Abwechslung, so viel Vielfalt, so viele teils komplett absurde Konzepte. <3

        Vieles von dem, was in Bhrin einfließt (Kultur, Sprache, Politik) ist an die Erde angelehnt. Das macht es schlicht viel einfacher, die Welt zu erklären, weil man gut Vergleiche ziehen kann. Wenn ich die Steinschluchten, in denen der Stamm Flink-auf-Fels lebt, mit dem Grand Canyon vergleiche, dann kann man sich auch ohne großartige Erklärungen schnell etwas darunter vorstellen. Zudem ist es einfacher, so eine realistische Welt zu bauen - denn wenn es auf der Erde so funktioniert, dann doch bitte auch auf Bhrin. :lol:

      • Die Bücher von Robin Hobb

        Ich könnte jetzt kein spezielles Gebiet nennen, auf dem die Bücher um die Rainwilds und die Six Duchies Einfluß hätten - aber wenn einen eine Buchreihe schon so lange und intensiv begleitet, dann bin ich mir sicher, daß einiges davon auf Bhrin abgefärbt hat.

      • The Elder Scrolls allgemein / Morrowind im Speziellen

        Ähnlich wie bei Hobb ist alleine schon die lange Zeit, die mich diese Spieleserie schon begleitet, Grund genug für Einflüsse auf Bhrin (da ich mit Daggerfall angefangen hab rechnen wir hier immerhin schon in Jahrzehnten ;) ).

        Hier aber gibt's auch deutliche Einflüsse auf einzelnen Gebieten. Alleine schon, daß die TES Entwickler altbekannte Völker genommen und sie zu etwas ganz Eigenem gemacht haben (ich sag nur: Zwerge = großgewachsene Steampunk Elfen), hat garantiert meine Entscheidung geprägt, ähnlich zu verfahren.

        Aber auch der Humor, die Vielzahl an (teils komplett irrelevanten) Lore Texten, die immer mal wieder durchklingende Sozialkritik und vieles, vieles andere kann ich vermutlich als Einfluß nicht ganz abstreiten.

      • Musik

        Bis auf wenige Ausnahmen (Gandalf, VNV Nation und Trevor Morris :lol: ) wechseln meine Haupteinflüsse bei der Musik immer wieder, die Musik an sich bleibt aber eine Konstante.

        Viele, viele Ideen kommen mir einfach beim Zuhören. Ob das jetzt eine bestimmte Stimmung ist (und wenn sie nur für einen Akkord anhält), einzelne Textzeilen (die vielleicht im Kontext etwas ganz anderes bedeuten) oder die Erinnerung an etwas, das ich während dem Hören mal getan hab - Musik ist oft der Auslöser für ein Konzept, eine Szene oder ein Bild.

      • Dragon Age

        Die Serie begleitet mich erst halb so lang wie TES, und die Welt dahinter gefällt mir nicht annähernd so gut - aber ich bin mir sicher, die Einflüsse auf Bhrin sind dennoch vorhanden.

        Erst vorhin beim Speedbasteln ist mir aufgefallen, daß ich vermutlich die Verbindung zwischen Dämonen und Emotionen von dort habe. Sicherlich auch teils von DA inspieriert ist die Vielfalt, mit der die einzelnen Völker an Themen wie Gleichberechtigung, sexuelle Ausrichtung und Verbindungen zwischen Vertretern unterschiedlicher Völker reagiern. Und die verschiedenen Institutionen, die allesamt ihre Daseinsberechtigung haben und dennoch teils vehement gegeneinander arbeiten, sind sicherlich auch nicht ganz ohne Einfluß auf die Gemeinschaften Bhrins.

      • Sandman / Träume

        Ein wenig geschummelt, das Bild steht eigentlich für zwei getrennte Einflüsse. :lol:

        Einerseits wäre da Neil Gaiman als konstanter Einfluß (egal ob in textueller oder visueller Form). Ich kann mich heute kaum noch an die Sandman Comics erinnern, aber sie waren mein erster (abgesehen von den Lustigen Taschenbüchern :lol: ) und auch noch immer liebster Vorstoß in die Welt der Comics. Mir gefällt bei Gaiman einfach, wie er Mystisches und Alltägliches immer wieder vermischen kann, und wie selbstverständlich er teils komplett abgedrehte Konzepte darstellen kann.

        Das hat mich immer schon stark darin beeinflußt, daß ich selbst komplett fremdartige Details in meinen Welten immer von der Seite aus beleuchte, wie jemand dieses Detail erlebt, für den es etwas Alltägliches ist. Und gerade auf Bhrin versuche ich ALLES auch aus dieser Perspektive zu sehen.

        Andererseits steht das Bild aber auch für die unglaubliche Macht von Träumen. Im Falle von Bhrin alleine schon daher, daß die Welt an sich auf einem Traum beruht, aber auch viele der Charaktere, Völker und Geschichten, die dort spielen.

      • Die Götter des Schwarzen Auges

        Ich bin nicht sicher, ob Aventurien an sich Einfluß auf Bhrin hat (abgesehen von den Klisches, die ich dann so gerne aufdrösel :lol: ), die Götterwelt hat ihn aber auf jeden Fall. Im Gegensatz zu beispielsweise Faerun hatte ich bei DSA nie Probleme, immer genau die richtige Gottheit für meinen Charakter oder einen NPC zu finden, obwohl das Pantheon mit 12 Hauptgöttern und ein paar Nebengöttern gar nicht so groß ist. Die Zuständigkeiten sind einfach bei allen breit genug gefächert, daß zwischen ihnen eigentlich alles irgendwie abgedeckt ist. Und das sogar so, daß einige der Götter komplett konträr zueinander sind, aber dennoch alle zusammengehören.

        Diese Vielfalt, ohne gleich für jeden Pups einen eigenen Mini-Gott zu benötigen, würde ich gerne bei Bhrins Pantheon ebenso erreichen (minus Namenloser/Trennung in Gut und Böse).

      • Smith Micro Poser

        Das Programm (und die Branche, die dahinter steht) ist für mich tatsächlich nicht nur ein Werkzeug, sondern ebenso Inspiration.

        Oft genug stolpere ich beim Durchstöbern neuer Produkte oder den diversen Gallerien auf Bilder/Produkte/Details, die mich auf eine Idee für Bhrin bringen. Außerdem lerne ich vieles über meine Charaktere, Völker und Gemeinschaften erst dadurch, daß ich diese in Poser visualisiere. Bhrin wäre heute einfach nicht das, was es ist, wenn ich nicht vor 7 Jahren zufällig in die 3D Welt gestolpert wäre.

      • Weltenbastler Forum

        Irgendso ein abstruses Sektenforum mit total durchgedrehten Leuten. :lol:

        Egal ob WBO, Speedbasteln, andere Projekte oder auch einfach nur diverse Sammelthreads - seit ich wieder hier bin, hab ich ungleich mehr Inspiration für Bhrin gefunden als in all den Jahren zuvor. Dafür ein dickes Dankeschön in die Runde. :knuddel:

      • John William Waterhouse

        Als mein liebster Maler stellvertretend für alle Präraffaeliten, die stilistisch garantiert mehr Einfluß auf meine Illustrationen für Bhrin haben als die meisten Fantasy Künstler (auch wenn man diesen Einfluß vermutlich nicht sieht :pfeif: ). Bei präraffaelitischer Kunst kann ich so richtig schön ins Träumen kommen, und mehr als nur eine Szene in meinen Geschichten ist von Sinneseindrücken beim Durchblättern meiner Bildbände entstanden - selbst wenn ich die tatsächlichen Geschichten hinter den Bildern kenne.

      • Alfons Mucha

        Gleich hinter Waterhouse einzureihen auf meiner Beliebtheitsskala. Stilistisch leider kein Vorbild für mich (ich bekomm diese Abstufung zwischen Realismus und stilisierten Outlines einfach nicht hin), aber in vielen anderen Aspekten wichtig für Bhrin. Unter anderem auch wie bei den Präraffaeliten einfach in Form von Ideen, die beim Betrachten der Bilder kommen.

        Lustigerweise aber auch zB die konstante Erinnerung, daß auch starke Frauen nicht nach Anibolika Mannsweibern (und einfühlsame Männer nicht nach Klischeenerds) aussehen müssen. Im Fantasy Bereich fällt es mir manchmal schwer, nicht in diese Falle zu tappen, aber das Betrachten von Darstellungen selbstbewußter, hübsch anzusehender Damen hilft da immer ein wenig aus. ;)

      • Audible

        Einerseits gibt mir Audible die Möglichkeit, trotz mangelnder Zeit und Ruhe wieder Bücher zu genießen, und damit natürlich weiter Inspirationen aus der Literatur zu sammeln.

        Viel wichtiger aber sogar noch sind die Sachbücher, die ich so "lesen" kann, während ich arbeite. Wenn mich ein Thema interessiert, hör ich 2-3 Hörbücher dazu, und die so gesammelten Infos fließen dann direkt in Bhrin ein. Meine "gute" Sandelfe Azry zB ist nach dem Hören diverser Bücher über Soziopathie entstanden, stark inspiriert von den Beschreibungen, warum selbst zutiefst egoistische Soziopathen manchmal scheinbar altruistisch handeln.

      • Rollenspiele allgemein / Ars Magica im Speziellen

        Rollenspiele haben auf so vielen unterschiedlichen Ebenen Einfluß auf Bhrin, obwohl ich dieses Hobby seit jetzt fast 7 Jahren schmerzlich vermisse (einfach keine Gruppe mehr gefunden, in der ich glücklich war). Klischees, alte Charaktere, wage Erinnerungen an Dialoge und Situationen... das findet ja doch immer wieder in irgendeiner Form Einzug in meine Welt. Einige der wichtigsten Figuren bauen auf ehemaligen Rollenspielcharakteren auf, wenn deren Konzept im Spiel gut funktioniert hat (oder sich dort erst wirklich entfaltet).

        Ars Magica war anno dazumal mein liebstes System, diese Eingliederung von Magie in das irdische Mittelalter war für mich einfach ungemein spannend. Im Nachhinein betrachtet sind vermutlich einige Aspekte der Magie in Bhrin eingeflossen (ziemlich sicher die Einteilung in Magiezweige nach [Gegenstand der Magie]+[Verwendung der Magie] ala [Pyro-, Geo-, Necro, etc]+[-mantie, -kinese, -evocation, etc]), ebenso wie die Freiheit, abseits von vorgegeben Formeln und Zaubern Magie zu wirken, solange man die Bestandteile gut genug beherrscht.

        Und auch der Hintergrund der Benennungsmagie, daß man das Objekt der Veränderung und den Rest des Universums von einer alternativen Wahrheit "überzeugt" ist vermutlich in Ars Magica oder Mage verankert. Oder war es doch das Buch über Psychologie mit dem Kapitel über (Auto-)Suggestion? :pfeif:
      Bring me your soul, bring me your hate
      In my name you will create
      Bring me your fear, bring me your pain
      You will destroy in my name

      - Les Friction, Dark Matter
    • Spannender Thread, der mir früher völlig entgangen ist.
      Ich hab so etwas auch mal für Acarneya versucht, wobei meine Karte nicht so rasend spannend ist. Wie man sieht, kommt der Einfluss hauptsächlich von Kulturen und Ländern unserer Erde. Auch Sarantium ist da als weltenbastlerischer Einfluss ja fast etwas "geschummelt", da es ja im Wesentlichen Byzanz entspricht - aber hier hat mich in erster Linie inspiriert, dass mir mit Kay erstmals ein Autor untergekommen ist, der nicht nur sehr historische Fantasy schreibt, sondern sich auch an der Antike orientiert. Ansonsten hatte vor allem Mittelerde einen riesigen Einfluss auf mein Basteln.