Kartentutorial

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    • Kartentutorial

      Ich erlaube mir mal diesen Thread für Kartentutorials zu eröffnen.

      Dieses Tutorial von Yaghish finde ich sehr hilfreich. Aus meiner Sicht müsste man es nurnoch durch ein Rechtschreibprogramm schicken und evt. mit neue Erkenntnisse, die seit 2004 gewonnen wurden, erweitern.

      Das Andere ist das hier. Dieses müsste noch stark überarbeitet werden, aber es könnte am Ende sehr nützlich sein. Das Tutorial erklärt, im Gegensatz zu dem von Yaghish, die Top-Down-Methode. Hier könnte man auch das von Merlin erwähnte Tut, falls es unerwarteterweise doch noch zum Vorschein kommt, mit einbauen.
    • Hallo,

      ich habe mich im Zuge meiner Kartenbastelei mal ein wenig mit Flüssen beschäftigt, ein paar Bücher gewälzt und Dokus geschaut. Herausgekommen ist ein kurzer Umriss, was ein Fluss ist, wie ein Fluss verläuft und warum ein Fluss sich ungern zweiteilt oder von einem Meer in ein anderes fließt. Gerne stelle ich den Text hier zur Verfügung, wenn ihm jemand einen Nutzen abgewinnen kann. Und falls jemand etwas hinzuzufügen oder zu bekritteln hat, nur heraus damit. :)

      Was sind Flüsse?

      Flüsse sind das Entwässerungssystem
      der Natur. Wenn es regnet, fliesst das Wasser in kleinen Rinnsalen
      hangabwärts oder sprudelt in unterirdischen Wasserläufen aus
      Quellen hervor und vereinigt sich mit anderen Rinnsalen zu einem
      Bach, der dann mit anderen Bächen zusammentrifft und einen Fluss
      bildet, der wiederum von vielen kleinen Nebenflüssen gespeist wird
      und irgendwann im Meer mündet.

      Ein Fluss, der das Meer aufgrund
      geografischer Widrigkeiten wie beispielsweise einer Talmulde oder
      einer Hügelkette nicht erreichen kann, verwandelt sich in einen See.
      Erreicht ein See seinen Höchststand, kann das Wasser weiter ablaufen
      und seinen Weg in Richtung Meer fortsetzen. Ein See hat immer
      höchstens einen Ablauf. Manche Seen haben keinen erkennbaren Ablauf,
      etwa weil der Wasserstand durch Verdunstung gleichmäßig konstant
      gehalten wird oder umliegende Wälder einen großen Teil des Wassers
      für sich beanspruchen.

      Wo kommen Flüsse vor?

      Flüsse gibt es überall da, wo das
      Klima für eine ausreichend hohe Niederschlagsmenge sorgt. In arktischen
      und sehr trockenen Gefilden gibt es keine Flüsse. In manchen
      Regionen gibt es kleine Bäche oder trockene Flussbetten, die
      saisonal zu reissenden Flüssen heranwachsen – etwa, weil
      Monsunregen einsetzt oder Gletschereis schmilzt.

      Für den Menschen gehören Flüsse seit
      jeher zum Leben dazu. Sie sind Kommunikations- und Transportweg,
      Handelsstrasse und Wirtschaftsader. Sie spenden lebenswichtiges
      Trinkwasser und sind doch gleichzeitig Entsorgungsdienstleister und
      Abfallbeseitiger. Flüsse prägen das Antlitz der Dörfer und Städte,
      tragen bei zur Ausdehnung und Abgrenzung von Staaten und Königreichen
      und stellen oftmals den Mittelpunkt kultureller Ballungszentren dar.

      Mäander beschreiben die
      geschwungenen, oft im Zickzackkurs verlaufenden Flusswege. Sie kommen
      überwiegend im Oberlauf vor und nehmen ab, je näher ein Fluss dem
      Meer kommt.



      Wie sehen Flüsse aus?

      Scharfe, gezackte Verläufe kommen in
      der Natur normalerweise nicht vor. Flusswasser führt immer eine
      gewisse Menge Sediment mit, die dazu führt, dass starke
      Erosionskräfte auf die Flussufer einwirken. Scharfkantige Ecken
      werden vom Wasser einfach abgetragen – egal, ob es sich dabei um
      moosbewachsene Erde oder steinharten Fels handelt.

      Im Oberlauf ist die Strömung stark und
      das Gefälle in aller Regel steil. Der Fluss ist schmal, windet sich
      kreuz und quer durch die Landschaft und wird von zahlreichen kleinen
      Bächen gespeist. Stromschnellen und kleine Wasserfälle sind häufige
      Begleiterscheinung. Die Fließgeschwindigkeit und die Menge des
      mitgeführten Wassers hängen von der Niederschlagsmenge ab und
      unterliegen jahreszeitlichen Schwankungen. Überschwemmungen sind die
      Regel, wenn es im Frühjahr zur Schneeschmelze kommt.

      Im Unterlauf behält ein Fluss für
      gewöhnlich eine gleichbleibende Fließgeschwindigkeit bei und hat
      ein geringeres Gefälle. Er kann schnurstracks ins Meer fliessen oder
      ausufernde, mäandernde Spaziergänge durch die Landschaft machen, er
      kann von See zu See oder parallel zu anderen Flüssen fliessen, sich
      in zahlreiche Arme aufadern und dabei atemberaubende Auenlandschaften
      zeichnen, sich mit donnernder Wucht gewaltige Schluchten herabstürzen
      oder leise säuselnd in Felsspalten versickern, und er kann bizarre
      Skulpturen aus dem Fels hauen, kilometerlange Höhlensysteme
      auswaschen und tiefe Canyons in den Fels fräsen.

      Unterirdisch fliessende
      Wasserläufe kommen häufig in Kalksteinregionen vor. Sie können
      enge, schmale Röhren und labyrinthartige Höhlensysteme entstehen
      lassen, aber auch gewaltige Wasserfallschächte und faszinierende
      Unterwasser-Wunderwelten.


      Was können Flüsse nicht?

      Es gibt keinen Fluss, der von einem
      Meer in ein anderes fliesst. Alle Meere und Ozeane befinden sich auf
      ungefähr derselben Höhe – dem Meeresspiegel. Um zu fliessen, was
      einen Fluss gemeinhin auszeichnet, ist also ein Gefälle von Nöten.
      Bei einem Verbindungsweg zwischen zwei Meeren handelt es sich daher
      entweder um einen künstlich angelegten Kanal oder einen Engpass
      zwischen zwei Landmassen – nicht um einen Fluss.

      Die Wasserfarbe ist meistens klar. Bei
      hohem Schlamm-, Kupfer-, Schwefel- oder Algenanteil kann ein Fluss
      auch braune, rote, gelbe oder grüne Farbe annehmen.

      Unsere Erde zum Vergleich: Ein
      Fünftel des Wassers, das durch Flüsse ins Meer gelangt, stammt aus
      dem Amazonas. Er ist 6430 Kilometer lang und an manchen Stellen bis
      zu 16 Kilometer breit. Stündlich strömen bis zu 770 Milliarden
      Liter Wasser in den Atlantik. Damit ist der Amazonas der
      wasserreichste Fluss der Erde. Der längste Fluss ist der Nil. Er ist
      6640 Kilometer lang.


      Kann sich ein Fluss
      teilen?


      Jain. Wenn die Strömung schwächer,
      der Fluss breiter oder flacher wird, kann sich Sediment ablagern und
      Sandbänke und kleine Inseln formen. Im Laufe der Zeit kann daraus
      festes Uferwerk werden. Sollte der Fluss seine neugeschaffenen Ufer
      nicht bald wieder fortreissen, wird er sich womöglich aufteilen.
      Sobald aber eine Rinne auf ein Hindernis stößt und die andere Rinne
      munter weiterfliesst, wird der Nebenarm durch mitgebrachtes Sediment
      irgendwann versanden. Im Endeffekt wird ein Fluss immer den Weg des
      geringsten Widerstandes wählen. Ein Fluss mit zwei dauerhaften
      Abläufen kommt in der Natur nicht vor.

      In Küstennähe kommt es dagegen häufig
      zu einer Art Flussverästelung, wenn das Wasser vom Wellengang
      wieder zurückgedrängt wird oder Süßwasser mit einigem Widerstand
      auf Salzwasser trifft. Solche Flussdeltas können sich über hunderte
      Kilometer und auf breiter Fläche ins Landesinnere erstrecken.
      Schwache Strömung und geringes Gefälle begünstigen die Entstehung
      von Deltas.

      Zusammengefasst: Ein Fluss
      entspringt einer Gebirgsquelle oder einem hochgelegenen See. Er
      fliesst auf dem schnellsten Weg dem Meer entgegen, bildet in der
      Regel keine Nebenarme und wird umso breiter oder tiefer, je mehr
      Zuflüsse er hat. Je näher ein Fluss dem Meer kommt, umso weniger
      stark mäandert er. In Küstennähe kann er sich zu vielarmigen
      Deltas auffächern. Seen entstehen in Talmulden, können von
      zahllosen Flüssen und Bächen gespeist werden und haben höchstens
      einen erkennbaren Abfluss.




      Gruß,
      Quabbe
    • Pilger schrieb:

      Sollen die Tuts eigentlich "eingebaut" werden oder nur verlinkt?

      Das kommt auf das jeweilige Tut an.
      Ist das Tut auf Interaktion aufgebaut, wird es verlinkt.
      Kann es alleine stehen, wird es -sofern der Autor dies nicht ausdrücklich nicht will- in die Homepage integriert.

      @Bilder in Minnes Tut: da lässt sich ja nachfragen, ob er die uns direkt zur Verfügung stellt - er ist ja nicht aus der Welt
      [20-02-2007] Update auf Anra'sari: die Geschichtsschreibungen der Perelemen und der Tel'sahr sind online
      [26-04-2009] Inspirationsweltchen: die Blattfeen
    • dat Ly schrieb:


      Ist das Tut auf Interaktion aufgebaut, wird es verlinkt.
      Kann es alleine stehen, wird es -sofern der Autor dies nicht ausdrücklich nicht will- in die Homepage integriert.

      Der Autor kann sich ja dann im Zweifelsfall später melden, dass er es doch nicht gewollt hat?

      Ich war schon davor, das eine oder andere Tutorial von hier auf die Website zu setzen, habe das jedoch aus diesem Grund nicht gemacht. Ich hätte gerne vorher ein "derfst" vom Autor.
    • ja klar wird vorher ein "derfst" abgefragt ;)
      ich werd mir ja ned erst die Arbeit machen und dann zu hören, dass er es nedde will *bg*
      aber wer will denn so eine Gelegenheit nicht?!
      na wir werden sehen

      derzeit auf die Homepage packen macht aber keinen Sinn, weil Typo3 demnächst abgeschaltet wird
      ich setz ja alles mit Contao neu auf - dann können wir gerne weitere Tuts integrieren
      [20-02-2007] Update auf Anra'sari: die Geschichtsschreibungen der Perelemen und der Tel'sahr sind online
      [26-04-2009] Inspirationsweltchen: die Blattfeen