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Tijai Sumbeiku

© Gomeck

Beim alljährlichen Kejdun-Fest wird natürlich auch reichlich dem leiblichen Wohl zugesprochen, am ersten Abend des Kejdun-Festes jedoch wird traditionell im Kreise des Familienclans "Tijai Sumbeiku" serviert, ein Menü, das in den verschiedenen Verbreitungsgebieten zwar geringe Variationen aufweist, aber im Großen und Ganzen überall ähnlich zubereitet wird.

Zu Beginn wird ein kleines Glas Kmej-Beerenwein zu Käsestückchen aus der Milch des Dudei (ein kleiner Laufschnäbler, der von den Zwergen oft innerhalb der Höhlen gehalten wird) gereicht.

Anschließend wird unter musikalischer Begleitung (sofern möglich, spielt einer der jüngeren Zwerge dazu auf einer dünnrohrigen, zweistimmigen Flöte) der Hauptgang serviert: eine große Kugel aus gefrorenem Kmej-Beerenmus, in einem Bett aus den essbaren Blättern des Suk-Baumes.

Die altehrwürdige Mutter des Clans bekommt die Aufgabe zugewiesen, die Kugel aufzuschneiden. Im Innern der Kugel befindet sich in manchen Teilen Æýansmottír in einem Hohlraum auch verschiedene Eissorten, in anderen Teilen diverse Früchte und Beeren, und in wieder anderen Teilen ist die Kugel durchgehend aus Kmej-Mus.

Nach dieser kalten Hauptspeise wird es wärmer: aus fein geschrotetem Sijaku, ein häufig angebautes kälteresistentes Getreide, und der Milch der Dudei wird ein heißer Brei zubereitet, welches in neuerer Zeit meistens noch mit Æparikà verfeinert wird, welches von den Alben importiert und von den Zwergen kurz Nui genannt wird. Gesüßt wird dieser Brei noch mit dem Sirup der Rohr-Ohr-Pflanze, der ebenfalls von den Alben bezogen wird.