(von Heinrich)

Das sechzehnte Türchen führt in eine schneebedeckte Ebene, die sich in der Ferne mit dem Horizont vereint und vollkommen menschenleer erscheint – doch nur auf den ersten Blick. Denn nicht allzu weit von einer der großen Wollrattenherden, die sich gegen die Kälte dicht zusammendrängt, hat ein Verbund rodianischer Nomaden sein Lager aufgeschlagen. Aus ihrem Iglu dringt Musik – Trommelklang, Flötentöne und Saitengeklimper, die allesamt zur Untermalung einer Stimme dienen, die nun eine alte Rodianerweise vorträgt...

Weit und weiß, so lieb ich dich
Weit und weiß, ich steh zu dir
Weit und weiß, bist du, mein Land
Weit und weiß, wie du mein Land
Weit und weiß, so ist mein Herz

Weit ist die Freundschaft
Weiß ist die Reinheit
Bodenhart sind unsere Männer
Schneezart sind unsere Frauen
Weit ist die Freiheit
nach der das Herz strebt
Weiß ist die Weisheit
die ewig in uns weiter lebt

Was weit und weiß ist, das ist roda
Was roda ist, das ist auch gut
Und so sage ich dir mein Freund:

Weit und weiß, so lieb ich dich
Weit und weiß, ich steh zu dir
Weit und weiß, bist du, mein Land
Weit und weiß, wie du mein Land
Weit und weiß, so ist mein Herz

Weit ist das Leben
Weiß ist die Vernunft
Sturmstark sind unsere Frauen
Schneefallsanft sind unsere Männer
Weit sind die Tore
die zu unseren Herzen führen
Weiß sind die Ahnen
die unsereins beschützen

Was weit und weiß ist, das ist roda
Was roda ist, das ist auch gut
Und so sage ich dir mein Freund:

Weit und weiß, so lieb ich dich
Weit und weiß, ich steh zu dir
Weit und weiß, bist du, mein Land
Weit und weiß, wie du mein Land
Weit und weiß, so ist mein Herz