Community > WBO > WBO 2008 > Der Phinai

Der Phinai

© Zeromaru

Der Phinai ist warmblütig und gehört zu den Hundeartigen. Er lebt hauptsächlich in Gebirgswäldern mit gemäßigtem bis subtropischem Klima. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 10 Jahren.

Ein Phinai hat eine Kopfrumpflänge von 95-117cm, der Schwanz ist ca. 50cm lang und äußerst kräftig und beweglich, die Schulterhöhe beträgt 60-73cm und sein Gewicht reicht von 34-57kg. Die Männchen sind kleiner und leichter. Die Schulterknochen sind sehr dick und treten hervor, wodurch sind eine kleine Ablage bildet, welche an den Seiten stabilisiert wird. Der Kopf ist sehr kompakt, mit einer kurzen und dicken Schnauze. Die Ohren stehen senkrecht und haben einen breiten Ansatz und eine spitze Form. Die Füße sind circa 30-40cm lang. Die Pfoten sind rundlich und breit, haben 5 Zehen und kurze Krallen. Ihr Fell ist kurz und schützt vor allem gegen Regen und Hitze. Mit Schnee und Kälte kommen sie auch zurecht, bevorzugen es allerdings bei solchem Wetter im Bau zu bleiben, wenn sie nicht mit Jagen beschäftigt sind. Die Farbe reicht von schwarz über grau bis hell braun und ist in der Regel in diesem Spektrum gescheckt. Die Sinne eines Phinai sind ausgezeichnet. Er kann gut riechen, hören und sehen.

Phinai sind reine Fleischfresser und jagen Nachts aus der Deckung des Unterholzes heraus. Ihr Beute sind hauptsächlich kleinere Tiere sowie Jungtiere von größeren Arten. Dabei töten sie die Beute jedoch nicht sofort, sondern schleifen sie zu ihrem Bau um sie dort zu verzehren. Aufgrund ihres Rückens können sie kleinere Beutetiere quasi mit ihrem Schwanz festschnallen und so transportieren. Sie verzehren 14-22% ihres Eigengewichts an Nahrung. Dabei lassen sie nur sauber abgenagte Knochen zurück. Die Überreste deponieren sie außerhalb ihres Kernreviers, damit verhindern sie das Maden schwer zugänglichen Stellen wie dem Schädel befallen und dann ihren Bau befallen. Aas wird von ihnen nur angerührt wenn keine andere Beute in Witterungsreichweite ist oder es keinen Verteidiger gibt. Dabei achten sie drauf das das Tier nicht schon zulange am verwesen ist.

Ein Phinai-Weibchen beansprucht nur ein kleines Kernrevier, indem sich ihr Bau befindet und eine langsam fließende Wasserquelle. Als Bau bevorzugen sie leicht erhöhte Höhlen, da diese nicht mit Wasser voll laufen. Daneben jagen sie aber in einem weiträumigen Gebiet. Die Gebietsmarkierung erfolgt durch Urin, welcher die besondere Eigenschaft hat, bei Kontakt mit Borke zu leuchten. Bei der chemischen Reaktion wird fast nur Borke umgewandelt, daher kann sich so eine Markierung bis zu 10 Jahre hinweg halten, vor allem wenn sie zwischenzeitlich erneuert wird. Der damit verbundene Geruch verfliegt jedoch recht schnell wieder. Dadurch wird anderen Weibchen angezeigt, dass dieser Platz sicher ist und bei Abwesenheit der Geruchsnote können andere Weibchen dieses Revier in Beschlag nehmen. Die Männchen haben kein festgelegtes Revier und streifen durch die Wälder.

Artgenossen gehen sich grundsätzlich aus dem Weg. Dabei dulden Weibchen innerhalb ihres Kernreviers allerdings keine Artgenossen. Artgenossen werden mit Jaulen und Knurren vertrieben, wobei gegen Weibchen weniger rabiat vorgegangen wird als gegen Männchen. Die Geschlechtsreife tritt nach 2 Jahren ein. Während der Paarungszeit im Frühling sind Weibchen besonders aggressiv anderen Weibchen gegenüber, erlauben Männchen jedoch kurzfristig die Betretung ihres Reviers. Dabei gilt der Grundsatz dass das erste Männchen auch den Nachwuchs zeugt. Der Vater wandert dann weiter. Die Trächtigkeit erstreckt sich über 90 Tage.Der Wurf umfasst 3-5 Welpen. Nach der Geburt ist der Nachwuchs blind und taub und damit absolut von der Mutter abhängig. Der Nachwuchs verbleibt bis zum erreichen der Geschlechtsreife bei der Mutter und hilft bei der Aufzucht des folgenden Wurfs. Bei erreichen der Geschlechtsreife ziehen die Weibchen dann los um sich ein eigenes Revier zu suchen und die Männchen beginnen ihre Wanderschaft.

Phinai sind extrem scheu und und lassen sich nur bei extremer Nahrungsknappheit in der Nähe von Ansiedlungen antreffen. Selbst leichte Beute wie Kälber verschmähen sie wenn es die Situation es nicht unbedingt erfordert.