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Der Rehtempel

© Alcarinque

Die Ursprünge diese wohl bekanntesten und größten Tempels von Gottenwald liegen im Dunkeln. Die wohl bekannteste Legende spricht von der Göttin, die als Reh lange Zeit in dieser Gegend gelebt hat.

Dies war in der Zeit bevor die Götter die frevelhaften Menschen des Waldlandes strafte. Bekannterweise standen diese nicht mehr treu zur Göttin, zerstöhrten die Wälder und wurden vernichtet, noch heute zeugen das Ödland und der Zornessumpf von diesem Ereigniss.


Nur in Gottenwald gibt es eine andere Erklährung:

Die Legende

Ihrzufolge war der König der nun zerstöhrten Lande, ein sehr stolzer und mächtiger Mann, der Meinung, das man ihn nichts anhaben könnte und er und sein Hofstaat begaben sich in das Gebiet des heutigen Gottenwaldes um das göttliche Reh zu jagen, denn was könnte Ruhmreicher sein? Außerdem wurde ihm, von seinem Orakel vorausgesagt, das er das ewige Leben erlangen sollte, wenn er das Herz diese Rehes essen würde.

Das Ereigniss wurde im Lande groß gefeiert und niemand fürchtete um den Zorn der Götter, das ganze Volk war Verdorben und Stolz geworden. Nur ein paar wenige die noch gläubig waren und die Opfer darbrachten, wußten um das Unheil. Sie begaben sich in das Gebiet des göttlichen Rehs und versuchten, es zu warnen. Doch damals war die Göttin noch jung und konnte nicht glauben, das das Volk, welches sie unterstütz und gefördert hatte, so etwas auch nur denken konnte und schlug die Warnung lachend in den Wind.

Eine Woche später traf der König und sein Gefolge ein, töteten das Reh und kehrten mit der Trophäe (dem Herzen und dem Kopf) stolz in ihre Haupstadt zurück, wo ein rauschendes Fest gefeiert wurde.

Die wenigen Getreuen hatten dies alles beobachtet und als der König abgezogen war, sammelten sie die achtlos weggeworfenen Überreste, vermischten sie mit Erde, Getreide und Obst und führten die uralten Rituale durch. Nach einer Woche hatten sie es geschafft und die Göttin erhob sich, nun nicht mehr als Reh sondern als füchterlicher Sturm, sie wütete so über dem Land der Frevler, das alles hinweg geschwemmt wurde. Ein Teil verschwand für immer im Meer, der andere wurde wurde von den Wassermassen begraben und ist nun unter dem Namen Zornessumpf bekannt.

Die Gläubigen aber wurden von der Göttin reich belohnt und sie erlaubt ihnen, in ihrem heiligen Gebiet einen Tempel zu bauen.

Um diesen Tempel herum entstand dann recht bald eine große Stadt, welche hauptsächlich von den überlebenden Gläubigen dieser Katastrophe besiedelt und aufgebaut wurde.


Der Tempel

Der Tempel besitzt gewaltige Ausmaße, eine Außenmauer ist etwa 70 Schuß lang.Es gibt 3 Eingänge in den Tempel, der große Volkstempel liegt direkt am größten Platz von Gottenwald in welchem alle Straßen münden. Hierher kommen die Pilger und Gläubigen aus dem ganzen Waldland und sogar noch von weiter her.

Die beiden Seitentempel sind eher abgeschieden und werden meist vom gemeinen Volk benutzt, hier werden auch die meisten Opfergaben abgegeben.

Das große Gebiet im inneren des Mauern besteht aus bewaldeten Hügel, Wiesen und ein paar Bäche und Seen. Unzählige Rehe leben hier ein friedliches Leben.

Zuletzt ist noch der, die ganze Stadt überragende Haupttempel, welchen nur die Priester betreten dürfen und in welchen die Opferung der großen Gaben stattfindet. In ihm wohnen und leben die Priester auch.


Opferungen und Rehe

Wie alle Götter Maltibors fordert auch die Göttin des Waldes ihre Opfergaben, welche im Allerheiligsten nur von den Hohen Priestern dargebracht werden. Wie damals die Göttin belebt wurde, werden Erde, Getreide und Obst geopfert.

Die Rehe in der weitläufigen Tempelanlage werden von Jägern gebracht. Wenn diese die Mutter eines Rehkitz erlegen, wird das Waise dem Tempel übergeben, wo es friedlich aufwachsen und leben kann.

Alle Rehe die der Göttin geweiht sind, sind an ihrem Symbol, welches den Tieren beim Eintreffen eingebrannt wird, zu erkennen: