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Die Tracht der Kumae-Hirten

© Gomeck

Die Alben im Landesinnern und im Süden haben neben dem großgewachsenen Stræpn auch noch andere Haustiere, unter anderem das Kumæ, ein kleiner grassfressender Hornträger, der zu den Schmuckhornskuænga zählt. Diese Tiere reichen den Alben gerade einmal bis zur Hüfte, doch sie haben neben einem langen, dichten Fell, welches für die Textilgewinnung genutzt wird, und wohlschmeckendem Fleisch noch einen weiteren delikaten Vorteil: sie geben eine Milch, die nicht nur unter den Alben als äußerst schmackhaft gilt.

Alben halten die Kumæ in mittelgroßen Herden von bis zu 50 Tieren, und für ihre Pflege und Haltung gibt es eigens hierfür ausgebildete Hirten. Sie kümmern sich um die Aufzucht der Jungtiere und sind Tierarzt, Züchter, Melker und Schlachter zugleich.

Dass es hierfür einen eigenen Hirtenberuf gibt, kommt nicht von ungefähr. Der Umgang mit den launischen Tieren erfordert viel Fingerspitzengefühl, denn die Kumæ sind äußerst sprunghaft, und man sagt ihnen sogar eine ausgeprägte Boshaftigkeit nach.

Aus diesem Grund tragen die Kumæ-Hirten stets Beinschoner an Ober- und Unterschenkel und zum Schutz des Unterleibs hat sich eine halbierte Schale einer ca. 20cm durchmessenden Nuss etabliert, die um den Körper gebunden wird, denn die gebogenen, dicken Hörner der Kumæ werden selbst den Hirten gegenüber teilweise mit großer Wucht eingesetzt, wenn den Tieren irgendetwas nicht gefällt.

Nun ist es ja so, dass die Alben nicht sehr fruchtbar sind. Nur sehr selten führt ein Geschlechtsakt zur Befruchtung. Wen nimmt es Wunder, dass es eine Menge Mittelchen und Tinkturen, Kräuter und anderes gibt, von dem man nachsagt, die Potenz zu steigern. Was jedoch ebenfalls gemunkelt wird, ist, dass die Hirten der Kumæ besonders potent seien. Ob das durch die Vortäuschung eines übergroßen Geschlechtsteiles durch den Unterleibsschutz herrührt oder dadurch, dass es quasi durch die Angriffe der Kumæ-Hörner zwar malträtiert, aber durch den guten Schutz dadurch möglicherweise gestärkt wird, das weiß man heute nicht mehr.